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Die Vorführung

Fast schüchtern schaute sie zu dem Mann auf dem Sessel... natürlich wusste sie genau, warum er da war...

Irgendwie war es total unwirklich... zu dritt saßen sie hier rund um den Wohnzimmertisch und plauderten, als wäre es nichts Besonderes... aber alle wussten, dass das hier kein normales Treffen war, bei dem man über das Wetter oder Musik oder Politik plauderte.

Der fremde Mann schaute immer mal wieder zu ihr herüber. Der Blick war komisch. Nicht unangenehm - aber dennoch komisch. Ja, sie spürte, wie er sie betrachtete. Und sie spürte auch, dass sie ihm gefiel. Irgendwie tat ihr das gut - und irgendwie auch wieder nicht. Sie wusste selbst nicht genau, wie sie sich fühlte.

Ein Teil von ihr wünschte sich auch, dass dieses belanglose Gespräch endlich aufhören würde - und ein anderer, dass es auf ewig so weitergehen würde. Sie blickte zu Tom. Der hatte diese Zusammenkunft schließlich arrangiert. Um ihn ging es. Er wollte... und sie tat. Sein sanfter Blick streichlte sie förmlich - und das tat ihr gut. Sie liebte es, wenn er sie zufrieden anschaute. Sie machte ihn gern zufrieden. Aber heute... würde sie sich wirklich überwinden müssen, um seinen Wünschen zu entsprechen. Ein Teil von ihr wollte genau das... dieser Teil wollte, dass Tom stolz auf sie sein sollte... dieser Teil wollte sich unterwerfen - vollkommen. Aber ein anderer Teil brüllte sie an: "Was machst Du hier ? Bist Du verrückt ? Sag ihm, dass Du das nicht tun wirst..."

Irgendwie konnte sie der Konversation der Männer gar nicht folgen. Aber die war ohnehin total belanglos. Immer wieder wanderte ihr Blick zwischen den beiden Männern hin und her. Und natürlich bemerkte sie auch, dass die Männer sie immer wieder anschauten. Sie kam sich vor wie die Beute in einem Raubtier-Käfig... aber sie war eigentlich sehr gern Beute.

Die Blicke des Fremden wurden immer intensiver. Deutlicher schaute er nicht nur auf ihr Gesicht... sondern auch auf ihre Brüste... und auf ihre Jeans... eigentlich war das unverschämt... aber irgendwie macht sie das auch an. Zu spüren, dass ein fremder Mann sie ganz offen vor ihrem DOM begehrte... war ein gutes Gefühl. Sie spürte Begierde... sie spürte WOLLEN...

Dann fühlte sie, sie sich Tom's Arm um sie legte. Das ließ ihr Wohlbehagen noch einmal deutlich ansteigen. Seine Zuneigung und Zufriedenheit zu spüren... das war ihr Lohn... das war es, was sie sich selbst lebendig fühlen ließ...

Sie fühlte sich geborgen in seinem Arm... obwohl diese Geste ja nichts daran änderte, was er gleich mit ihr vor hatte...

Der Fremde lächelte sie an, als Tom sie in den Arm nahm... und auch sie lächelte zu ihm. Irgenwie tat es gut zu spüren, wie Tom's Geste ausdrückte: "Schau her... das ist MEIN..."

Ein paar Minuten plauderten die Männer weiter belangloses Zeug... und sie spürte, wie die Blicke des Fremden immer drängender wurden... Er war erregt... Sie konnte es spüren... sie konnte es sehen... und ihr fiel auf, dass Tom nun immer mehr den Fremden betrachtete, als sie...

Diese offenkundige Begierde des Fremden zu spüren... so ganz ohne Zurückhaltung... das machte sie an... auch ohne sich anfassen zu müssen wusste sie: Sie war feucht... Zu spüren, dass sie der Mittelpunkt der Begierde von 2 Männern war, schmeichelte ihr... selbst wenn sie den einen der beiden Männer erst seit 10 Minuten kannte...

Als Tom den Satz sagte, hätte sie ihn fast überhört...

Er hatte ihn ganz beiläufig ausgesprochen... mitten in der Koversation der Belanglosigkeiten... und sie kannte Tom gut genug um zu wissen, dass er das ganz bewusst so getan hatte...

Als sie den Satz realisiert... war sie hellwach... ein Stoß Adrenalin musste gerade in ihren Körper ausgestoßen worden sein... alle ihre Sinne warn sofort da...

"Steh auf..."

Eigentlich war das ja nicht einmal ein ganzer Satz... nur 2 Worte... Aber sie wusste, was nun kommen würde... wofür diese 2 Worte der Auslöser sein würden...

Wie in Trance befolgte sie den Befehl... stand auf vom Sofa, auf dem sie mit Tom saß... und ohne dass Tom es befehlen musste, war ihr klar, dass sie sich nun in Richtung des Fremden stellen sollte...

Ein Moment der Stille trat ein, als sie da so stand... Tom sagte kein Wort mehr und schaute nur auf den Fremden... sie aus den Augenwinkeln beobachtend... sie selbst sagte und tat auch nichts mehr, nachdem sie weiseungsgemäß aufgestanden war... und der Fremde saß absolut regungslos und mit großen Augen vor ihr... sich wohl fragend, was nun passieren würde...

Diese Stille war wie der Vorhof zur Hölle... hier zu stehen... angestarrt von dem Fremden... ohne weitere Anweisungen von Tom... das war hart für sie... sie fühlte Unsicherheit in sich aufkommen... aber die Erregung in den Augen des Fremden nahmen ihr diese Unsicherheit schnell wieder... Dieser Mann war nur noch pure Begierde... und seine ganze Begierde richtete sich... auf SIE...

Als das 2. Kommando kam, brauchte sie es gar nicht richtig zu hören... Natürlich war ihr klar, wie es lauten würde...

Ihre Augen waren immer noch auf den Fremden gerichtet, als Tom den Befehl gab... und sie konnte sehen, wie sich seine Augen noch einmal weiteten... und sie konnte schwören, dass sie ein leichtes Stöhnen aus seinem Mund vernommen hatte...

Tom hatte wieder nur 3 Worte gesagt... aber sie lösten so viel aus... in ihrem Kopf... im Kopf des Fremden... und ganz sicher auch im Kopf von Tom selbst...

"Zieh Dich aus..."

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Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 4.7 (15 Bewertungen)

Kommentare

Bild von Artaxerxes I

Eine kurze Geschichte mit

Eine kurze Geschichte mit viel Innensicht der Protagonistin. Ich kann die Szene sehen und mich einfühlen; die Geschichte weitersehen. Darum mag ich solche kurzen (nicht kleine) Geschichten. Ich würde gerne noch weitere Geschichten des Autors lesen.

Bild von Rotschopf

Gefällt mir. Aber die

Gefällt mir.

Aber die Geschichte schreit ja förmlich nach einer Fortsetzung und ich hoffe die folgt noch.

Bild von Meister R.

spannender Anfang

...ja, ein spannender Anfang, der nach einer Fortsetzung ruft. Es liegt eine geile Spannung in der Luft. Gut gemacht.



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