Akte 9013 - Teil 08 - Ina

 

Ina

Mia sitzt in ihrem Auto und schaut auf den Eingang vom P&P Club. Der Dildo in ihr drückt unangenehm. Und zu allem Überfluss ist alles in ihrem Schambereich klitschnass. Nicht weil sie geil ist, nein, nur weil sie darunter schwitzt wie blöde und der Schweiß durch die engen Beinöffnungen nicht ablaufen kann. Ihre Schamlippen stehen vollkommen unter Wasser.

Sie gibt sich einen Ruck und nimmt die Maske aus der Tüte. Aufwändig stülpt sie das lederne Ungetüm über ihren Kopf und verschließt den Reißverschluss am Hinterkopf. Es ist verdammt eng und noch nie in ihrem Leben hat sie sich so unwohl gefühlt. Ihr Sichtfeld ist eingeschränkt, durch die Nasenlöcher bekommt sie nur schlecht und wenig Luft und die Mundöffnung drückt unangenehm gegen die Lippen.

Schon fast widerwillig schält sie sich aus ihrem Auto und eilt zur Eingangstür. Sie öffnet die Tür und tritt ein. Der Vorraum ist menschenleer. Es gibt auch keine Dekoration. Die Wände sind einfach und schlicht mit Naturteinen gemauert. Es sieht aus wie in einer historischen Burg. Ein Flur geht von diesem Raum aus ab. Dieser macht jedoch schon nach wenigen Metern einen Knick, so dass Mia nicht hineinschauen kann. Im Durchgang zum Flur steht ein Drehkreuz, so eines wie bei den Toiletten auf Autobahnraststellen. Mia geht darauf zu und versucht das Kreuz zu drehen. Es rührt sich nicht. Nur das metallische Geräusch der Arretierung ist zu vernehmen.

>>Hallo?<<, hört Mia eine raue Männerstimme fragen. Schritte nähern sich ihr und schon tritt ein Mann um die Ecke in ihr Sichtfeld. Er muss so um die 50 Jahre alt sein. Keine Haare auf dem Kopf, aber dafür einen langen Bart. Er trägt eine enge Lederhose und eine offene Leerweste bedeckt seinen Bierbauch. >>Er sieht aus wie einer von ZZ-Top.<<, geht es Mia durch den Kopf.

Der Alte mustert Mia. Er erkennt sofort, dass sie nicht aus der Szene kommt. Eine lederne Maske, die man zum Fesseln verwendet und nicht um seine Identität zu verschleiern, ein Lackkorsett, welches an den Brüsten viel zu eng sitzt, ein viel zu engen Latexrock, der weder zu der Maske, noch zum Korsett passt und dazu ihre Schuhe und die Handtasche, die eher zu einem Businessoutfit passen würden.

Er lächelt ihr freundlich zu. >>Na kleine, du bist wohl zum erstem Mal hier, oder? Dich habe ich hier noch nicht gesehen.<<

Mia ist starr vor Unbehagen. Am liebsten würde sie jetzt auf der Stelle einfach verpuffen. Aber dies passiert leider nicht.

>>Hallo.<<, stottert sie. >>Ich wollte, also ich... ich... Sie... also.<<

Der Mann lacht mitleiderfüllt und hält ihr die Hand hin. >>Du musst keine Angst haben. Ich beiße nur selten. Das erste Mal in einem solchen Etablissement?<< Er zieht sein Armband über einen Sensor am Drehkreuz und zieht Mia an ihrer Hand hindurch.

>>Ich bin Armin. Mir gehört der Laden hier. Bist du alleine oder verabredet?<<, fährt er freundlich fort, während er Mia durch den Flur führt.

>>Ich... ich bin alleine.<<, stammelt Mia vollkommen verunsichert und hilflos etwas zu unternehmen.

Armin führt Mia in einen großen Raum. Er ist komplett in rot und schwarz gestrichen. Auch alle Möbel sind in der selben Farbe. Es gibt viele Sitzgelegenheiten und eine schöne Bar. Auch das Licht ist nicht so dunkel, wie Mia es von einem solchem Ort erwartet hatte. Es ist ein angenehm warmes und gemütliches Licht.

Armin dirigiert Mia auf auf einen der Barhocker und geht dann selber auf die andere Seite. Als Mia sich setzt, spürt sie wieder diesen verfluchten Dildo, der sich in Zeitlupe nur stockend in sie hinein drängt. Ihre Schamlippen sind so trocken, dass sie das Gefühl hat, dass sie sich auch mit nach innen stülpen.

>>Darf ich dir erst einmal etwas zu trinken anbieten? Mit der Maske zu trinken wirst du erst noch etwas üben müssen. Vielleicht besser etwas mit Strohhalm. Wäre ein KiBa recht?<<

Mia nickt. >>Ja, das wäre nett.<<, haucht sie schüchtern.

Armin stellt ihr das Glas auf die Theke und setzt auch auf seinen Barhocker.

>>Ich freue mich immer über neue Gesichter im Club. Und natürlich vor allem über junge Damen. Von alten notgeilen Kerlen gibt es mehr als genug. Aber die lasse ich hier auch gar nicht erst rein. Das hier ist doch kein billiges Bordell.<< Er macht eine kleine Pause und nimmt selbst einen kräftigen Schluck von seinem Getränk. >>Ich möchte dich jetzt nur sehr ungern mit allen Einzelheiten zu dieser Örtlichkeit überhäufen. Aber einige grundlegenden Dinge musst du wissen. Hier im Club gibt es kein Bargeld. Jedes Mitglied bekommt einen eigenen Chip und ein eigenes Konto. Mit diesem Chip kannst du bezahlen und kommst an alle Dinge heran. In den einzelnen Spielzimmern gibt es verschlossene Fächer. Dort liegen verschiedene Spielzeuge drinnen. Einfach den Chip vor den Sensor halten und schon kommst du daran und ein kleiner Beitrag für Nutzung und Reinigung wird dir von deinem Konto abgezogen. Wichtig ist vor allem, dass benutzte Dinge NICHT wieder zurück gelegt werden, sondern in die Kisten mit der Aufschrift BENUTZT gelegt werden. Das Mobiliar ist nach der Benutzung auch zu reinigen. Die Mittel dafür befinden sich immer in der Nähe. Ich lege großen Wert auf Ordnung, Sauberkeit und Hygiene.<<

>>Armin<<, unterbricht ihn eine Frauenstimme aus einer Tür hinter der Theke. >>Kommst du mal bitte.<<

>>Ja Moment. Bin gleich da.<<, antwortet er in ihre Richtung. Dann wendet er sich wieder Mia zu und reicht ihr einen Stapel Papiere und einen Kugelschreiber rüber. >>Hier, das hier oben ist der Mitgliedsvertrag. Darunter liegt ein Heft mit den Regel und den Kosten und so. Lies dir einfach alles in Ruhe durch.<<

Armin steht auf und verschwindet hinter der Tür. Mia schaut auf das erste Blatt. Hier werden Dinge wie persönliche Daten gefragt. Auch ihre Kreditkartennummer soll sie angeben.

Darunter ist ein Feld mit „Pseudonym“. Dahinter in der Erklärung steht: Im Club werden alle Personen nur mit dem hier angegeben Namen geführt und angesprochen. Dies dient dem Identitätsschutz.

Drüber hatte sie sich noch gar keine Gedanken gemacht. Wie sollte sie sich nennen. Mia? Mina? Minka? Mimi? Alles was ihr einfällt, gefällt ihr nicht. Grübelnd versucht sie an ihrem KiBa zu nuckeln.

Mia hört das metallische klacken des Drehkreuzes am Eingang. Mit harten festen Schritten kommt jemand näher. Dann geht Andrea an vor ihr. Sie hat noch ihre normale Kleidung aus der Apotheke an. >>Hi Armin, hi Susi.<<, ruft sie ohne ihren Blick zur Theke zu wenden. Sie geht durch den Raum und verschwindet in einem weiteren Flur. Ihre Schritte hallen noch einige Sekunden, ehe sie verstummen.

Armin kommt wieder an die Theke. >>Und?<<, fragt er und schaut auf den fast vollkommen ausgefüllten Mitgliedsvertrag. Nur das Pseudonym ist noch nicht ausgefüllt. Mia schaut ihn erwartungsvoll an.

>>Ina?<<, schlägt Armin vor. >>Das ist doch schön kurz und ich denke das passt zu dir.<<

Mia schaut ein wenig verunsichert. Doch ihr fällt nichts besseres ein. So trägt sie „Ina“ ein und unterschreibt den Vertrag.

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Kommentare

  1. koennte mir gefallen. Nur bin ich BARGELDFETISCHISTIN! ich besitze keine Kreditkarte, nicht mal mehr eine ec-karte, auch kein Girokonto mehr, Auch kein Mobiltelefon mehr, da man die orten  kann. Mittel Kartenzahlungen lassen sich Verbrauchs- und Bewegungsmuster erstellen. In meinem Fall ist nichts nachvollziehbar..... LG
  2. Juliet