Akte 9013 - Teil 09 - Böser Fehler

 

Böser Fehler

Langsam füllt sich der Club. Mia hat sich in eine Ecke des Raumes zurückgezogen und beobachtet die Gäste. Niemand, wirklich niemand hat so eine dämliche Maske auf wie sie. Und auch auch niemand trägt so ein komisches Outfit wie sie. Alle sehen so normal aus. Es ist ihr unendlich peinlich. Auch die Blicke die ihr zugeworfen werden sind eher sehr verwirrte. Mia bestellt sich einen neuen Drink. Einen richtigen Drink. Ohne Alkohol wird sie diesen Abend nicht überstehen, da ist sie sich sicher. Armin bringt ihr das Getränk an den Tisch.

>> Alles klar bei dir, Ina?<<, fragt er höflich. Mia nickt.

>>Ja, geht schon. Ich komme mir nur ein wenig unpassend gekleidet vor. Ich dachte...<<

Armin lacht leise auf. >>Ja, das passiert den meisten die zum ersten Mal meinen Club besuchen. Aber mach dir nichts draus. Misch dich einfach unter die Leute, sieh dich um, hab Spaß. Hier beißt keiner. Und beim nächsten Mal weißt du alles besser.<<

>>Beim nächsten Mal.<<, denkt Mia. >>Das wird es sicher nicht geben. Dennoch nickt sie ihm zustimmend zu.

Eigentlich gibt sie ihm ja auch recht. Wie soll sie ermitteln, wenn sie nur am Rande, weit weg des Geschehens sitzt und lediglich den Leuten beim Trinken und Flirten zuschaut.

Armin holt einen Chip aus seiner Hosentasche. Er hängt an einem langen Band, das man sich um den Hals hängen kann.

>>Hier, das ist jetzt deiner.<< Der Chip ist bedruckt und Mia kann in fetten Lettern das Wort INA lesen. Jetzt ist sie also ein Teil der Leute die sie so verachtet. Höflich dankend nimmt sie ihn entgegen.

>>So.<<, fährt Armin fort. >>Und jetzt trinkst du aus und dann gehst du auf Erkundungstour. Ansonsten muss ich dich leider zwingen mit mir zu tanzen. Und glaube mir, dass will wirklich keiner.<<

Der Versuch eines Lachens wird jäh von Mias Maske verhindert. Doch Armin erkennt es dennoch. Mit einem abschließenden freundlichen Zwinkern verschwindet er wieder hinter der Theke. Mia lehnt sich wieder zurück. Der Dildo bohrt sich weiter in sie hinein. Es fühlt sich an, als ob er sich bald durch die Bauchdecke bohrt. Alles sitzt unangenehm und unpassend. Der Schweiß in ihrem Schritt staut sich immer mehr.

Grübelnd nimmt sie ihren Drink in die Hand und schwenkt ihn vor ihrem Gesicht. >>Alkohol?<<, fragt sie sich selbst. >>Bin ich schon so tief gesunken?<< Sie lässt ihren Blick wieder und wieder durch den Raum gleiten und beobachtet die Leute. >>Wo ist eigentlich Andrea?<<, schießt es ihr durch den Kopf.

Mit einem Ruck schüttet sie ihren Drink in einen Blumenkübel neben ihrem Tisch und steht auf. Endlich hat sie ihren Mut wieder; sie ist wieder da.

Zielstrebig geht sie auf den Flur zu, in dem Andrea verschwunden ist. Der Gang ist lang und verwinkelt. Rechts und links gehen immer wieder Räume ab. Es gibt kaum Türen. Meist hängen stattdessen Vorhänge. Mia wirft nur flüchtige Blicke in die Räume bei denen die Vorhänge nicht zugezogen sind. Es ist ihr vor allem sehr unangenehm, dass diese Räume zum Teil belegt sind. In einem der Räume steht eine Frau über einen Bock gefesselt und wird gleichzeitig von zwei Männern benutzt. Einer in ihrem Mund und der andere steht hinter ihr. Es schaudert Mia. Zu allem

Überfluss stehen auch noch mehrere andere Personen drumherum und betrachten das Schauspiel. Einige Frauen befummeln sogar den Penis ihres Partners und eine kniet auch noch vor ihrem Mann und hat seinen Penis für alle sichtbar im Mund und lutscht wild daran herum. Dies trifft bei Mia auf vollkommene Verständnislosigkeit.

Sie geht den Gang immer weiter entlang bis sie am Ende vor einer schweren hölzernen Tür steht. Sie sieht aus wie eine Gefängnistür aus dem Tower von London – massiv, schwer, Fenster mit Stahlstangen. Auf der Tür sind verschiedene Schilder aufgeschraubt: „Warning!“, „Do not enter“, „Danger“, „Stop“ und einige mehr.

Die Tür ist nur angelehnt und Mia wittert ihre Chance. Hier muss sie Andrea finden und bei diesen Warnschildern versucht man hier mit Sicherheit etwas zu verstecken. Jetzt ist sie sich sicher, dass sie eine Spur hat.

Leise zwängt sie sich in den Raum hinein und schließt die Tür hinter sich. Sie stellt ihre Handtasche direkt neben der Tür ab. Sie fühlt sich von ihr beengt.

Es ist dunkel. Nur das fade Licht aus dem Flur fällt durch das vergitterte Fenster. Vorsichtig stakst sie in die vermeintliche Raummitte. Sie blickt sich um. Nicht eine Außenwand kann sie erkennen und nur ganz langsam gewöhnen sich ihre Augen an die Dunkelheit. Da vernimmt sie hinter sich Geräusch als würde sich dünnes Metall auf Holz bewegen. Bevor Mia sich umdrehen kann verschwindet das restliche Licht aus dem Raum. Jemand hatte einen Riegel vor das vergitterte Fenster geschoben.

>>Hallo?<<, fragt Mia verängstigt. >>Hallo, ist da wer? Könnten Sie das Licht bitte wieder an machen?<<

Leise Stimmen sind aus verschiedenen Richtungen des Raumes zu hören. Sie ist wohl doch nicht allein. Schnellen Schrittes eilt sie, mit den Händen voraus, wieder in die Richtung, in der sie die Tür vermutet.

Da prallt sie gegen einen Körper. Ihre tastenden Hände liegen auf zwei nackten Frauenbrüsten. Erschrocken zieht sie ihre Arme zurück. Aus verschiedenen Richtungen kommt wieder ein leichtes Lachen.

>>Oh, es tut mir Leid.<<, stottert Mia. >>Ich möchte nur gerne ganz schnell hier raus.<<

Erwartungsvoll blickt sie in die Richtung der Brüste, doch nichts passiert.

Plötzlich spürt Mia Atem auf dem Rücken. Panisch dreht sie sich um und geht in Abwehrhaltung. Die Angst in ihr steigt immer weiter. Da spürt sie wieder einen Atemhauch an ihrem linken Oberarm und gleich darauf auch an ihrer rechten Hand. Wie ein Beutetier, welches von gierigen Raubtieren umzingelt ist, windet sich Mia um die eigene Achse.

>>Jetzt ist Schluss hier. Ich möchte das n...<<, weiter kam Mia nicht.

Eines der Raubtiere packt Mia von hinten und zwingt ihre Arme schmerzhaft auf den Rücken. In den Schrei hinein, drückt ihr ein weiterer einen dicken kugeligen Knebel in den Mund und fixiert diesen hinter ihrem Kopf. Ihre Hände werden gefesselt und Sekunden später brutal in die Höhe gezogen. Vor Schmerzen muss sie sich weit nach Vorne über beugen.

>>Na das ist doch mal ein geiler Fang.<<, sagt eine fremde Männerstimme und packte ihr fest an die Brüste.

Mia jault und weint aus Schmerz, Scham und Protest. Tränen tropfen von ihrer Nasenspitze hinab auf den Boden. Wütend schreit sie in den Knebel, doch keiner reagiert auf sie.

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Kommentare

spannende Stunden. Vorwitz ist auch eine meiner Eigenschaften. LG

Juliet