Animal Planet: Die Reportage - Kapitel 13

 

Weiter geht es mit Kapitel 13. Erstaunlich, wie groß diese Geschichte geworden ist. Aber zumindest mir bringt es immer noch Spaß, und da noch Stoff für einige Kapitel vorhanden ist, wird es auch noch etwas weiter gehen. Wie immer wünsch ich euch viel Spaß beim Lesen. Ich würde mich sehr über ein wenig Feedback freuen.

 

An der Melkmaschine

 

Conny hatte sich für etwa zwanzig Minuten ausgeruht, ehe sie ihren Oberkörper wieder aufrichtete. Einen prüfenden Blick durch den Stall werfend stellte sie fest, dass sich in der Zwischenzeit überhaupt nichts verändert zu haben schien. Die meisten Kühe lagen noch immer auf ihren Liegeplätzen, nur einige wenige schlenderten scheinbar gelangweilt herum.

 

Während sie in den letzten Minuten ein wenig zur Ruhe gekommen war, hatte sich der Gedanke an ein wenig Körperhygiene zunehmend in ihrem Kopf breit gemacht. Seit ihrer Verwandlung hatte sie keine Gelegenheit mehr dazu gehabt, sich zu waschen, und die Tage im Stall waren nicht spurlos an ihrem Körper vorbei gegangen. Eine feine Schicht aus Schmutz und Schweiß klebte auf ihrer dunkelrot gefärbten Haut, zudem verströmte sie einen nicht mehr besonders damenhaften Geruch. Wenn sie so darüber nachdachte war sie beinahe froh, dass ihr Kopf im Augenblick kahl geschoren war. Ihre Haare würden sich ansonsten sicherlich in einem bedauernswerten Zustand befinden.

 

Die Reporterin raffte sich mühsam auf, schüttelte etwas Stroh von ihrem Körper und orientierte sich kurz. Sorgfältig zählte sie den Platz ihrer Box ab, prägte ihn sich noch einmal ein und nickte dann leicht mit dem Kopf. Es war der vierte Platz von dem nächsten Quergang aus gesehen, auf der von ihr aus gesehen rechten Seite.

Conny schaute in beide Richtungen und entschied sich dann doch für den nahen Quergang, den sie nach wenigen Schritten erreichte. Sie folgte ihm in Richtung des schmalen, jedoch langgezogenen Bereichs mit dem vergitterten Boden, der sich über die gesamte Seite des Stalls erstreckte.

 

Mit etwas vorsichtigeren Schritten betrat Conny das Gitter. Die Streben lagen eng genug beieinander, dass sie mit ihren Hufschuhen problemlos darauf laufen konnte, dennoch hatte sie noch immer ein etwas unbehagliches Gefühl dabei. Es war ähnlich dem Gefühl, dass sie früher gehabt hatte, wenn sie mit hohen Schuhen über einen Gulli gelaufen war. Die Angst, plötzlich mit dem Schuh stecken zu bleiben, war zwar in diesem Fall überflüssig, aber dennoch in ihrem Unterbewusstsein vorhanden.

 

Nicht weit entfernt konnte die Reporterin die Brausen und Bürsten ausmachen, doch bevor sie damit begann, sich sauber zu machen, wollte sie sich zuerst noch erleichtern. Obwohl es gerade nicht dringend notwendig war, erschien ihr diese Reihenfolge angebrachter.

Die Größe des vergitterten Bereichs irritierte sie jedoch zunächst. Etwas unschlüssig machte Conny noch ein paar Schritte in Richtung der Brausen, ehe sie schließlich stumm seufzte und stehen blieb. Sie drehte den Rücken zum Stall, stellte die Beine auseinander, schloss die Augen und versuchte sich trotz der Umgebung zu entspannen. Ein plätscherndes Geräusch ertönte, als sich ihre Blase entleerte. Mit leicht geröteten Wangen verharrte Conny in ihrer Position und schaute sich um. Einige Meter zu ihrer Rechten standen noch zwei weitere Kühe, die sich ebenfalls gerade erleichterten. Sie machten jedoch einen völlig entspannten Eindruck, was die Reporterin darauf schließen ließ, dass sie sich schon länger im Stall befanden. Auch ihr fiel es mit jedem Tag leichter, sich vor den anderen Kühen zu erleichtern. Sie alle waren gleich, was diesen Punkt anging, und irgendwie war es ja auch eine ganz natürliche Sache.

Die letzten Tröpfchen lösten sich aus ihrem Schritt und fielen durch das Gatter. Conny blieb noch einen kurzen Augenblick stehen und lauschte in ihren Körper. Ihre Blase war nun leer, etwas anders sah es jedoch mit ihrem Darm aus. Während ihr das Urinieren inzwischen einigermaßen leicht fiel, machte ihr die Entleerung ihres Darms noch immer deutlich mehr zu schaffen. Für einige Sekunden kämpfte sie mit sich selbst, doch dann gab sie sich einen Ruck. Wenn sie es jetzt hinter sich brachte, würde sie sich diesmal danach waschen können und musste sich zumindest für den Rest des Tages nicht mehr darum kümmern.

Conny ging ein wenig in die Hocke, schloss erneut die Augen und gab sich Mühe, sich zu entspannen und gleichzeitig einen leichten Druck in ihrem Unterkörper aufzubauen. Es dauerte jetzt jedoch deutlich länger als bei ihrer Blase, bis es ihr gelang, sich zu erleichtern. Es war für sie noch immer ein wenig verstörend zu spüren, wie sich ihr Schweif bei dieser Prozedur leicht hob. Das Körperteil war noch immer reichlich fremd für sie und rief ihr zudem ihren - glücklicherweise nur vorübergehenden - Status als Kuh besonders deutlich in Erinnerung.

Zum wiederholten Mal registrierte Conny, dass ihr Stuhlgang weicher war, als sie es von vor der Verwandlung gewohnt war. Zuerst war sie davon ausgegangen, dass es sich um Nachwirkungen der Narkotika ihrer Verwandlung handelte, doch inzwischen war sie davon überzeugt, dass es an dem Futter lag, dass hier im Stall verfüttert wurde. Bei den anderen Kühen sah der Stuhlgang ähnlich aus wie bei ihr selbst, was sie zum einen in ihrer Theorie bekräftigte, sie gleichzeitig aber auch ein wenig beruhigte.

Erleichtert registrierte sie, wie sich ihr Schließmuskel entspannte und ihre Ausscheidungen durch das Gitter unter ihr verschwanden. Conny empfand es als extrem entwürdigend, sich auf diese Art und Weise entleeren zu müssen. Sie war nur froh, dass ihr Schweif dabei sauber blieb. Anders als bei ihren Stallgenossinnen hatte sie noch keine bewusste Kontrolle über das neue Körperteil. Nach ihren Studien würde es auch noch einige Wochen dauern, bis sich die notwendigen Synapsen bildeten. Conny hoffte nur, dass sie das nicht würde erleben müssen, sondern vorher wieder in ihre ursprüngliche Form zurückverwandelt werden würde.

Schließlich richtete die Reporterin sich wieder auf und ging mit zügigen Schritten in Richtung der Brausen. Ihr Herz klopfte noch immer wild in ihrer Brust, doch war sie gleichzeitig froh, es hinter sich gebracht zu haben.

 

Conny erreichte eine der Brausen. Sie war in etwa zwei Metern Höhe montiert und versprühte ganz automatisch über einem großzügigen Radius dicht beieinander liegende, feine Wasserstrahlen, die einem sanften Regenschauer glichen , als die Kuh darunter trat. Unwillkürlich schnappte sie nach Luft, denn das Wasser war kälter, als sie es erwartet hatte. Ein wenig Wasser ausspuckend trippelte Conny ein paar Mal vor und zurück, ehe sie sich an die bestenfalls lauwarme Temperatur gewöhnt hatte. Als dieser Punkt jedoch erst einmal erreicht war, empfand sie die kühle Dusche als eine echte Wohltat. Zwar konnte sie ihre Hände nicht zur Hilfe nehmen um sich zu waschen, da ihre Arme seit der Verwandlung fest auf ihrem Rücken fixiert waren, dennoch konnte sie förmlich spüren, wie Schmutz und Dreck von ihrem Körper gespült wurden.

Sie verharrte einige Minuten unter der Brause und genoss das frische Wasser auf ihrer Haut. Verschiedene Gedanken schossen ihr durch den Kopf, als ob sie nur darauf gewartet hatten, endlich gedacht werden zu können. Besonders ihr eigener Anteil an der Untersuchung beschäftigte sie. Bisher hatte sie nicht das Gefühl gehabt, besonders viel zum Erfolg der Reportage beisteuern zu können. Es gab keine Möglichkeit, mit den anderen Kühen zu sprechen oder gar auf anderem Weg an Informationen zu gelangen. Auch musste sie sich eingestehen, dass sie bisher keine besonders aufmerksame Beobachterin gewesen war. Viel mehr war sie in den letzten Tagen mit sich selbst beschäftigt gewesen. Natürlich war ihr klar, dass es den Umständen entsprechend durchaus zu entschuldigen war. Immerhin hatte sie sich darauf eingelassen, sich in eine Kuh verwandeln zu lassen und lebte seit mehreren Tagen wie Vieh in einem Stall. Doch obwohl ihre Hauptaufgabe darin bestand, Erik verlässliche Werte zu liefern, war sie mit ihrer bisherigen Leistung nicht vollends zufrieden. Jetzt, wo sie sich einigermaßen mit ihrer neuen Situation abgefunden hatte, würde sie mehr Energie daran setzen, BioUdders zu überführen. Wenn das Unternehmen tatsächlich gegen Auflagen verstieß - und davon war sie nach wie vor überzeugt - dann musste es für sie als Kuh doch eine Möglichkeit geben, Hinweise darauf zu entdecken.

 

Mit entschlossenem Gesichtsausdruck trat Conny zwei Schritte zurück. Ein paar letzte Wassertropfen rannen von ihrem kahlen Kopf über ihr Gesicht und tropften an ihrem Körper herunter. Die Reporterin stieß etwas Luft aus, um das Wasser von ihren Lippen zu pusten, und ging dann herüber zu einer der großen und ein wenig bedrohlich wirkenden Bürsten. Sie war etwas größer als Connys Torso und hing auch in einer entsprechenden Höhe. Die Borsten selbst waren mehrere Zentimeter lang und in einer leuchtend gelben Farbe gehalten.

Etwas unschlüssig, wie genau sie die Bürste benutzen sollte, trat die Kuh zögerlich näher heran. Sie überlegte kurz, doch ihr fiel nichts Besseres ein, als sich schlichtweg eng an das Gerät zu stellen und ihren Oberkörper behutsam dagegen zu drücken. Zu ihrer Überraschung setzte sich die Bürste im nächsten Moment in Bewegung und begann damit, sich langsam zu drehen, so dass die Borsten über den Körper der Kuh strichen.

Leicht erschrocken zuckte Conny zurück, woraufhin die Bürste sogleich aufhörte, zu rotieren. Erst, als die Reporterin sich erneut leicht dagegen lehnte, nahm sie ihre Arbeit wieder auf. Die Borsten waren nicht so hart, wie Conny vermutet hatte, aber auch nicht gerade angenehm weich. Dafür ließ sich jedoch nicht leugnen, dass sie äußerst effektiv waren. Sie trockneten nicht nur die Haut der Kuh, sondern wischten auch die letzten, hartnäckigeren Schmutzreste ab.

Sich langsam um sich selbst drehend ließ Conny zuerst ihren Rücken und anschließend ihren Brustkorb und ihren Bauch trocken bürsten. Das langsame Streichen der Borsten über ihre Haut empfand sie dabei sogar als recht angenehm, nur bei ihren spannenden Eutern mochte sie die dort deutlicher zu spürenden Schläge der Borsten überhaupt nicht. Als ihr Oberkörper größtenteils trocken war, drehte Conny sich noch einmal mit dem Rücken zu der Viehbürste, streckte dieses Mal jedoch ihren Hintern etwas hervor, bis auch dieser sowie ihr Schweif sauber und trocken waren. Kurz überlegte sie, ob sie den Versuch unternehmen sollte, ihre Beine abgewechselt anzuheben und gegen die Bürste zu drücken, doch das Leder ihrer hoch geschlossenen Hufschuhe machte bereits wieder einen erstaunlich trockenen Eindruck. Da sie sich ohnehin nicht ganz sicher war, ob sie überhaupt längere Zeit auf einem Huf stehen konnte, ließ sie den Gedanken schließlich fallen.

 

Ein lauter Gong ertönte und hallte für einige Sekunden durch die große Halle. Augenblicklich kam Leben in den Stall. Beinahe ein wenig erschrocken beobachtete Conny, wie sich die über fünfzig Kühe auf dieser Seite der Mittelbegrenzung des Gebäudes allesamt von ihren Liegeplätzen aufrafften. Die Geräuschkulisse schwoll binnen weniger Momente zu einem Wirrwarr aus lautem Muhen und dem Getrappel von Hufschuhen an.

Fasziniert betrachtete Conny ihre Artgenossinnen, die in Richtung der langgezogenen Reihe von Futterplätzen strömten. Während ihres Aufenthalts in dem kleineren Gehege hatte sie etwas Ähnliches erlebt, doch die wesentlich größere Anzahl an Kühen machte das Schauspiel deutlich einnehmender. Schnell bildete sich ein für das ungeübte Auge der Reporterin kaum noch zu überschauendes Wirrwarr aus einander unheimlich stark ähnelnder Körpern, die sich auf die Futterplätze verteilten.

 

Conny war von dem Schauspiel so eingenommen, dass sie sich erst nach einer kurzen Verzögerung auch in Bewegung setzte. Sie folgte dem Quergang zurück, durch die Reihen der Liegeplätze hindurch, bis sie zu ihren Artgenossinnen aufgeschlossen hatte. Die Futterplätze lagen alle in einer langen Reihe und waren durch metallene Aufbauten voneinander abgegrenzt.

Da sie nicht wusste, ob es eine feste Platzordnung gab, blieb Conny nichts anderes übrig, als die Reihe entlang zu gehen, bis sie einen freien Futterplatz erreichte. Dabei boten die vorneübergebeugten Kühe den etwas merkwürdig anmutenden Anblick einer scheinbar endlosen Aneinanderreihung nackter Hintern mit sich mehr oder weniger bewegenden Schweifen. Für einen Augenblick schien sie zu verstehen, warum die Bewohner des Stalls für die Mitarbeiter von BioUdders nicht mehr als Vieh waren. Tatsächlich schien es kaum nennenswerte Unterschiede zu geben.

 

Schließlich erreichte Conny endlich einen noch freien Platz. Kurz nahm sie ihn in Augenschein, erkannte auf den ersten Blick jedoch keinen Unterschied zu dem, was sie aus dem kleineren Gehege bereits gewohnt war. Behutsam trat sie zwischen die Metallstäbe, die den Platz von den angrenzenden trennten, und etwas näher an die hüfthohe Brüstung heran. Dort stellte sie ihre Beine ein wenig auseinander und ließ den Oberkörper langsam nach vorne sinken, bis ihr Rücken eine horizontale Linie bildete und ihre Schultern von einer gepolsterten Auflage abgestützt wurden. Ganz wie sie es bereits gewohnt war, hingen ihre Brüste unter ihrem Oberkörper durch eine großzügige Aussparung frei nach unten.

Während das rote Licht eines Scanners nach dem Barcode auf ihrer Ohrmarke tastete, richtete Conny den Blick nach vorne. Unmittelbar vor ihrem Gesicht befand sich die Futterrinne. Anders als sie es gewohnt war, befand sich dahinter jedoch keine Wand, sondern in einem Abstand von einem geschätzten Meter stand ihr eine andere Kuh gegenüber. Den Kopf in die Futterrinne gesenkt war sie bereits laut schmatzend damit beschäftigt, ihre Mahlzeit zu sich zu nehmen.

 

Ein leises Piepen erklang und eine gewohnt großzügige Mischung aus feuchten Pellets ergoss sich vor Connys Gesicht in die Futterrinne. Tatsächlich ein wenig hungrig senkte sie den Kopf und fischte mit den Lippen gerade nach den ersten Pellets, als sie etwas an ihrem Rücken spürte. Erschrocken drehte sie den Kopf so gut es ging über die Schulter und erkannte, dass ein gepolsterter Metallbügel zwischen den seitlichen Absperrungen herunter geklappt war. Austestend versuchte sie, ihren Oberkörper anzuheben, musste jedoch schnell feststellen, dass sie damit keinen Erfolg hatte. Der Bügel war scheinbar eingerastet und verhinderte so, dass sie sich von ihrem Platz entfernen konnte.

Conny entfuhr gleich darauf ein erschrockener Laut, als eine kühle Flüssigkeit über ihre Brüste gesprüht wurde. Sie drehte den Kopf wieder zurück, konnte ihre Brüste jedoch nicht sehen, weil eine Blende unter dem Schulterpolster dies verhinderte. Ihr Blick war so auf ihre eigenen Schultern und die Futterrinne vor ihr begrenzt.

Ihr Herz begann wild in ihrer Brust zu schlagen. Plötzlich ahnte Conny, was als nächstes passieren würde. Sie würde gemolken werden! Mit angehaltenem Atem verharrte sie in ihrer Position, die Pellets vor ihr vollkommen ignorierend.

 

Ein schmaler zylinderförmiger Trichter näherte sich dem herunterhängenden rechten Euter der Reporterin. Ein leises, aber dennoch zu vernehmendes, saugendes Geräusch ging von ihm aus. Unmittelbar unter ihrer Zitze schwebend sog er das Euter der Kuh an, bis der gummierte Ring am Ende des Zylinders fest auf ihrer Haut lag und sowohl Zitze als auch Vorhof sanft hinein gesaugt wurden, woraufhin das Geräusch verstummte, jedoch das permanente Gefühl eines spürbaren Unterdrucks hinterließ.

Conny stieß erneut einen erschrockenen, dieses Mal leicht ängstlichen Laut aus, während sich innerhalb von wenigen Sekunden ein zweiter Trichter an ihrem linken Euter festsaugte. Noch bevor Conny ihre Gedanken sortieren konnte, nahm der Unterdruck von einem auf den nächsten Moment deutlich zu, so dass die Trichter nun fest an ihren Eutern hingen.

“Oh Gott, jetzt werde ich gemolken! Ich werde gemolken wie eine Kuh”, schoss es Conny durch den Kopf. Sie spürte die Hitze in ihr Gesicht steigen und ihr Herz bis zum Hals schlagen. Hatte sie den Augenblick noch vor kurzem beinahe herbeigesehnt, hätte sie in diesem Moment liebend gerne auf die nun folgende Erfahrung verzichtet.

 

Einen kurzen Moment lang passierte überhaupt nichts. Conny verharrte angespannt in ihrer Position, versuchte sich innerlich darauf vorzubereiten, was nun mit ihr passieren würde. Doch selbst, wenn sie dafür eine ganze Stunde Zeit gehabt hätte, richtig bereit wäre sie wohl dennoch nicht gewesen.

Die Melkmaschine erwachte zum Leben. Im inneren des Trichters, der sich an Connys Euter festgesaugt hatte, stieg der Unterdruck für einen kurzen Moment noch weiter an. Zugleich zog sich eine feine Membran, die sich eng um ihre angesaugten Zitzen und ihre Vorhöfe gelegt hatte, kraftvoll zusammen. Ein feines Rinnsal weißer Milchtropfen löste sich aus der Zitze und wurde durch den Unterdruck in die Maschine gesogen.

Conny stöhnte leicht gequält auf, als der Druck auf ihre Zitzen erhöht wurde. Es fühlte sich fast so an, als ob jemand in ihre Brüste gekniffen hätte.

Bereits nach einem Wimpernschlag weitete sich die Membran wieder, was ein kurzes Gefühl der Entspannung nach sich zog. Doch genauso schnell, wie die Membran sich gelockert hatte, zog sie sich auch wieder um Connys Zitzen zusammen.

 

Stoßweise atmend stand Conny an der Futterstelle und wurde zum ersten Mal in ihrem Leben gemolken. Natürlich hatte Erik bereits zuvor ein paar Tropfen aus ihren Zitzen zutage gefördert, doch das war überhaupt kein Vergleich zu dem, was die Melkmaschine mit ihr machte. In einem schnellen Takt wurden ihre beiden Euter von der Membran gemolken. Unnachgiebig drückte die Maschine die Spitzen ihrer Euter immer wieder zusammen, presste die Milch förmlich aus ihr heraus, die in kurzen Strahlen aus ihren Zitzen befördert wurde.

Conny empfand das Saugen der Melkmaschine zunehmend als unangenehm. Ihre Zitzen fühlten sich bereits nach kurzer Zeit gereizt an, und mit jedem weiteren Pressvorgang der Membran verstärkte sich das unangenehme Gefühl.

Gleichzeitig rang sie mit den verschiedenen Empfindungen, die durch das Melken ausgelöst wurden. Auf der einen Seite war sie fasziniert davon, dass ihr Körper tatsächlich Milch gab. Zwar war sie irgendwie immer davon ausgegangen, dass sie eines Tages laktieren würde, doch hatte sie es sich immer unter ganz anderen Umständen vorgestellt. Stets hatte es in ihrer Vorstellung einen liebenden Mann gegeben, dessen Kind sie anschließend stillen würde. Nie hätte sie gedacht, stattdessen als Kuh verwandelt an einer Melkmaschine zu stehen und Milch für die Lebensmittelproduktion zu geben. Auch wenn sie wusste, dass ihr Aufenthalt im Stall nicht von langer Dauer sein würde, die Milch, die in diesem Augenblick aus ihren Eutern gewonnen wurde, würde von BioUdders verkauft und anschließend irgendwo auf Animal Planet verzehrt werden. Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl sich vorzustellen, wie irgendjemand ihre Milch trank.

Auf der anderen Seite fühlte Conny sich jedoch auch erneut gedemütigt. Unwillkürlich wurde sie sich ihrer Situation bewusst. Körperlich in eine Kuh verwandelt, stand sie nackt in einer Reihe mit dutzenden von Milchkühen. Sie lebte in einem Stall und wurde nun sogar wie Vieh gemolken. Dabei hatte sie das Geschehen nicht einmal ansatzweise steuern können. Die Pfleger von BioUdders hatten ihren Körper dazu gebracht zu laktieren, und nun gab es für sie keinen anderen Weg, als sich melken zu lassen. Da die Melkvorrichtung an der Futterstelle angebracht war, bestand nicht einmal die Option, das Spannen ihrer gefüllten Brüste zu ignorieren. Spätestens, wenn sie aus Hunger etwas fressen wollte, würde sie zwangsläufig auch gemolken werden.

 

Conny versuchte ihre Gedanken zu beruhigen. Noch immer pumpte die Melkmaschine die Milch aus ihren Eutern. Die unangenehmen Gefühle in ihren Zitzen hatten sich zunehmend in Schmerzen verwandelt, die auch in den kurzen Augenblicken der Entspannung, wenn die Membran sich lockerte, nicht mehr abklangen.

Die Melkmaschine nahm darauf jedoch keine Rücksicht. Die Reporterin verzog schmerzerfüllt das Gesicht, als die Membran sich ein weiteres Mal eng um ihre Euter schloss, sie unnachgiebig zusammen drückte und einen weiteren Strahl Milch aus ihren Zitzen förderte.

Um sich irgendwie abzulenken, drehte Conny den Kopf ein wenig zur Seite und beobachtete die anderen Kühe. In zwei scheinbar endlosen Reihen standen sie sich an den Futterplätzen gegenüber, kaum voneinander zu unterscheiden. Zweifelsfrei wurden auch sie alle gerade gemolken. Einige stießen hin und wieder ein leises Muhen aus, doch die meisten von ihnen schienen sich kaum daran zu stören und widmeten sich stattdessen den Pellets, die in der Futterrinne vor ihnen lagen.

 

Angestrengt stieß Conny die Luft aus. Unwillkürlich versuchte sie ihren Oberkörper anzuheben und sich damit von der Melkmaschine zu befreien, doch der Bügel über ihrem Rücken machte diesen halbherzigen Fluchtversuch unmöglich.

Die Augen der Reporterin füllten sich mit Tränen. Sie konnte nicht genau sagen, warum sie weinte. Vielleicht waren es die Schmerzen, die von ihren Zitzen ausgingen, vielleicht wurde sie auch einfach von all den Gefühlen überwältigt oder beides kam zusammen.

Während ihr ein paar stumme Tränen über die Wangen kullerten und in die Futterrinne tropften, biss Conny so gut es irgendwie ging die Zähne zusammen. Ihr anfänglicher Hunger war vollkommen verschwunden, die Pellets hatte sie komplett ausgeblendet. Unruhig und schnell atmend verharrte sie in ihrer Position, darauf hoffend, es bald überstanden zu haben.

 

Es dauerte noch eine gefühlte Ewigkeit, bis das Pressen der Membrane plötzlich aussetzte. Einige Sekunden lang rechnete Conny damit, dass sie sich jeden Augenblick wieder zusammenziehen würden, und erst als kurz darauf auch der Unterdruck der Zylinder schwand und selbige sich mit einem leisen “Plop” von ihren Eutern lösten, atmete die Reporterin erleichtert durch.

Sie musste noch einen kurzen Moment warten, in dem ihre Euter erneut mit einer kühlen Flüssigkeit besprüht wurden. Zumindest für einen wunderbaren kurzen Augenblick linderte sie die Schmerzen, die noch immer von Connys Zitzen ausgingen. Schließlich vernahm sie ein Klicken von dem Metallbügel über ihrem Rücken und sah gleichzeitig aus den Augenwinkeln, dass einige der anderen Kühe ihren Futterplatz verließen. Rasch, als ob sie befürchtete, ansonsten gleich noch einmal gemolken zu werden, richtete auch Conny ihren Oberkörper auf und machte ein paar schnelle Schritte rückwärts.

 

Ziemlich mitgenommen reihte Conny sich zwischen ihren Artgenossinnen ein. In langsamem Tempo kehrte sie zu ihrem Liegeplatz zurück und ließ sich erschöpft ins Stroh sinken. Von ihren Zitzen ging ein unangenehmer, pulsierender Schmerz aus. Auch konnte sie erkennen, dass sie eindeutig leicht geschwollen waren. Gerötet und ungewöhnlich fest aufgerichtet standen sie von ihren Eutern ab. Um ihre Vorhöfe waren deutlich die Stellen zu erkennen, an denen sich die Zylinder festgesaugt hatten. Im Gegenzug hatte immerhin das Spannen nachgelassen und schien mit jedem weiteren Moment weiter abzuklingen. Ein wenig erschrocken stellte Conny fest, dass ihre Brüste im Vergleich zu vor dem Melken doch einiges an Fülle verloren hatten und dafür nun sogar etwas an ihrem Oberkörper herunter hingen. Stumm fragte sie sich, wie viel Milch die Melkmaschine eigentlich gerade aus ihren Eutern gepumpt hatte. Behutsam drehte sie sich auf den Rücken und schloss für einen Moment die Augen, um sich erst einmal wieder richtig zu beruhigen.

Bewertung

Votes with an average with

Kommentare

... gefällt mir besonders die Liebe zum Detail. Es liest sich so, als wäre es wirklich geschehen und man meint fast nur die Hand ausstrecken zu müssen. Beeindruckend. LG George

Warum schmerzt das Melken eigentlich? Die Reinigungsvorrichtung find ich klasse.