Animal Planet: Die Reportage - Kapitel 14

 

Vorwort: Weiter geht es mit der Reportage. Langsam nähern wir uns dem Höhepunkt der Geschichte. Ich hoffe, dass es in einigermaßen regelmäßigen Abständen weiter geht. Inzwischen habe ich mich etwas an die Arbeitswelt gewöhnt und komme auch wieder etwas mehr zum schreiben :) Wie immer freue ich mich über jede Form der Kritik. Viel Spaß beim Lesen!

 

Erfolgsaussichten

 

Conny stieß ein halblautes, langgezogenes Stöhnen aus. Am ganzen Körper angespannt hielt sie für einen kurzen Moment die Luft an, in der Hoffnung den Druck des Melkvorgangs so besser ertragen zu können. Die Membranen, die sich eng um die Spitzen ihrer Euter gelegt hatten, weiteten sich wieder und Conny schnaufte erleichtert auf.

 

Mit halb geschlossenen Augen und leicht geöffnetem Mund verharrte sie mit vorne über gebeugtem Oberkörper an der Melkmaschine. Der gepolsterte Bügel über ihrem Rücken fixierte sie in ihrer auf Dauer doch recht unbequemen Position und zwang sie dazu, die Prozedur des Melkens ein zweites Mal an diesem Tag über sich ergehen zu lassen.

Unnachgiebig saugte die Maschine Milch aus Connys Eutern. Die Membranen zogen sich erneut fest zusammen und pressten feine, weiße Strahlen aus ihren Zitzen heraus. Der Takt der Maschine war schnell und erbarmungslos. Ein Melkzyklus dauerte nie länger als zwei Herzschläge, und dabei pochte Connys Herz bereits so heftig wie unmittelbar nach einem Kurzstreckenlauf.

 

Die Reporterin sog scharf die Luft ein, als die Membranen sich erneut zusammenzogen und ihre Zitzen damit zugleich tiefer in die Melkzylinder drückten.

Obwohl sie sich den gesamten Nachmittag in ihrer Box ausgeruht hatte, war es Conny so vorgekommen, als ob seit ihrem ersten Mal an der Melkmaschine kaum Zeit vergangen war. Ihre Zitzen hatten sich noch immer überempfindlich angefühlt, als der Gong erneut erklungen war und die Kühe zum abendlichen Fressen und Melken gerufen hatte.

Zuerst war sie sich nicht sicher gewesen, ob sie überhaupt aufstehen sollte. Immerhin wusste sie ja, was sie erwartete, wenn sie zu der Futterstelle ging. Einmal im Futtergestell fixiert, war es praktisch unmöglich, nicht gemolken zu werden.

 

Doch schließlich hatten zwei Dinge sie dazu bewogen, sich doch aufzuraffen und trotz der ihr bekannten Konsequenzen zu der Futterstelle zu begeben. Zum einen hatte sie schlichtweg Hunger. Am Mittag war sie zu abgelenkt gewesen um zu fressen, doch kaum, dass der Gong erneut durch den großen Stall gehallt war, hatte ihr Magen mit einem lauten Knurren geantwortet. Zum anderen hatten Connys Euter zu ihrer Überraschung erneut angefangen, unangenehm zu spannen. Nachdem die Melkmaschine eine ihrer Meinung nach nicht geringe Menge Milch aus ihren Zitzen befördert hatte, war sie zunächst davon ausgegangen, eine ganze Weile Ruhe zu haben. Doch ihr Körper belehrte sie eines Besseren.

 

Da seit dem letzten Mal an der Melkmaschine nur ein paar Stunden vergangen waren, hatten sich auch Connys Zitzen längst noch nicht vollständig von der resoluten Behandlung der Maschine erholen können.

Das hatte zur Folge, dass Connys empfindliche Zitzen bereits nach wenigen Zyklen an der Melkmaschine wieder unangenehm schmerzten.

Mit beinahe hechelndem Atem gab die Reporterin sich Mühe, sich nicht auf die mit jeder Minute zunehmenden Schmerzen zu konzentrieren. “Als ob das Gefühl, gemolken zu werden, nicht auch so schon merkwürdig genug gewesen wäre”, dachte sie aufgebracht.

 

Sachte schüttelte sie den Kopf, vertrieb den Gedanken aus ihrem Kopf und richtete den Blick auf die Pellets, die in der unmittelbar vor ihrem Gesicht angebrachten Futterrinne lagen. Obwohl ihr Magen noch vor wenigen Minuten mit lautem Knurren auf sich aufmerksam gemacht hatte, verspürte sie kaum Appetit. Zu einnehmend waren die Gefühle, die von der Melkmaschine in der jungen Frau ausgelöst wurden.

“Du musst etwas essen!”, ermahnte sie sich selbst. Kurz innehaltend wartete sie ein weiteres Zusammenziehen der Membran ab, kniff schmerzerfüllt die Augen zusammen und senkte anschließend den Kopf. Mit ihrer Zunge beförderte sie eine Hand voll Pellets in ihren weit geöffneten Mund und begann lustlos, auf ihnen herum zu kauen. Sie scherte sich dabei nicht einmal um die laut schmatzenden Geräusche, die sie dabei von sich gab, oder um die Tatsache, dass die feuchten Pellets ihr das halbe Gesicht verschmierten, wenn sie es in die Futtermasse tauchte, um ihren Mund zu füllen. In diesem Augenblick war sie nur eine von insgesamt wohl über 100 Kühen, die ihr Fressen zu sich nahmen und gleichzeitig von den Melkmaschinen gemolken wurden.

 

Stoisch kaute sie auf den Pellets, schluckte die zerkleinerten Brocken herunter und tauchte ihr Gesicht erneut in die Futterrinne. Obwohl sie versuchte, sich einzig auf das Fressen zu konzentrieren, schweiften ihre Gedanken immer wieder ab und fanden sich nach kurzer Zeit beim gleichen prominenten Thema wieder: Der Melkmaschine. Das Fressen und ihre Gedanken lenkten sie aber zumindest soweit von den Schmerzen ab, dass sie diese nun doch einigermaßen ertragen konnte.

 

Conny angelte sich mit der Zunge ein einzelnes, besonders feuchtes Pellet, sog es durch gespitzte Lippen ein und versuchte es mit ihrer Zunge an ihrem Gaumen zu zerdrücken.

Was sie am meisten erstaunte war die Tatsache, dass ihre Euter bereits nach so kurzer Zeit erneut prall gefüllt gewesen waren. Nachdem sie von der Melkmaschine zurückgekehrt war, hatten ihre Brüste merkbar an Volumen verloren. Doch während der paar Stunden, die bis zum nächsten Gong vergangen waren, hatten sie wieder die pralle Form angenommen, die sie zuvor gehabt hatten. Selbst das Spannen hatte sich bereits nach kaum zwei Stunden wieder eingestellt, wenngleich es nicht so unangenehm stark gewesen war, wie noch am Vormittag. Conny war sich jedoch sicher, dass es bis zum kommenden Morgen schnell zu regelrechten Schmerzen angewachsen wäre, wenn sie sich nicht erneut zur Melkmaschine begeben hätte.

 

Ihren Hunger hatte Conny bereits seit einer Weile gestillt, doch verdrossen kaute sie weiter auf den matschigen Pellets herum, um sich weiterhin abzulenken. Hin und wieder jappste sie etwas nach Luft, wenn die Maschine besonders schmerzhaften Druck auf ihre Zitzen ausübte, doch zumindest schien die Zeit schneller zu vergehen, so lange sie kaute.

 

Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit - in Wahrheit war kaum mehr als eine Viertelstunde vergangen - beendete die Maschine das Melken, glich den Unterdruck in den Zylindern aus und gab Connys Euter wieder frei. Die Reporterin zuckte kurz zusammen, als die lindernde Flüssigkeit auf ihre überreizten Euter gesprüht wurde und richtete anschließend ihren Oberkörper auf, sobald der Bügel über ihrem Rücken sich gelockert hatte.

 

Mit vollem Bauch und leeren Eutern machte sie einen kurzen Umweg zu einem der Wasserbehälter, trank ein wenig und reinigte sich so gut es ohne Hände ging das verschmierte Gesicht. Anschließend trottete Conny mit langsamen Schritten hinter einer kleinen Gruppe ihrer Artgenossinnen her, in Richtung ihrer Liegebox.

Den Kopf gesenkt musterte sie ihre Euter. Erneut hatten sie deutlich an Volumen verloren und hingen nun leicht herunter. Ihre Zitzen waren deutlich gerötet und durch den Unterdruck der Melkzylinder noch immer ein wenig größer und länger, als es normalerweise der Fall war. Ein wenig nervös dachte Conny daran, dass die Zitzen der anderen Kühe, die sich schon länger hier befanden, dauerhaft deutlich länger und größer waren als bei normalen Frauen. Wie lange würde es dauern, bis sich auch ihre Brustwarzen unter dem Einfluss der Melkmaschine dauerhaft verändern würden?

 

Wieder bei ihrer Box angekommen ließ Conny sich ins Stroh sinken. Mit einem erleichterten Stöhnen drehte sie sich auf den Rücken und atmete erst einmal tief durch. Obwohl die Schmerzen in ihren Zitzen dieses Mal deutlich stärker gewesen waren und auch jetzt noch spürbar anhielten, hatte sie ihr zweites Mal an der Melkmaschine als weniger schlimm empfunden. Und jetzt hatte sie eine wunderbar lange Nacht vor sich, in der sich ihre malträtierten Zitzen erst einmal erholen konnten. Bei der Menge, die sie gegessen hatte, würde sie vielleicht auch am Morgen nicht so hungrig sein, so dass sie vielleicht auch erst am Mittag wieder zur Melkmaschine zurückkehren musste. Jedoch kam ihr der Gedanke, dass ihre bis dahin sicherlich spannenden Brüste vielleicht ein eindringlicher Grund sein würden, um sich doch zum Frühstück zu begeben.

 

Conny nahm eine Bewegung ganz in ihrer Nähe wahr und hob den Kopf ein wenig an. Eine andere Kuh war unmittelbar vor ihrem Liegeplatz stehen geblieben und musterte sie nun aus grünen Augen, die im Kontrast zu dem vollständig braun gefärbten Körper der Kuh besonders auffällig waren.

Überrascht beobachtete die Reporterin, wie die fremde Kuh kaum einen halben Meter vor ihr entfernt auf die Knie sank. Conny anlächelnd beugte sie sich vor und senkte ihren Kopf zwischen die erschöpft ausgebreiteten Beine der Reporterin, noch ehe diese das Geschehen begriff.

 

Im nächsten Augenblick spürte Conny den warmen Atem ihrer Artgenossin auf ihren Schamlippen. Vollkommen überrascht wie sie war, reagierte sie zunächst überhaupt nicht, sondern starrte nur mit weit geöffneten Augen in Richtung der Kuh, die zwischen ihren Beinen kniete.

Conny wusste überhaupt nicht, wie ihr geschah. Ein sanfter Schauer lief durch ihren Körper, als die fremde Kuh ihr Maul öffnete und mit ihrer warmen, feuchten und weichen Zunge langsam und mit sanftem Druck durch Connys Schritt leckte. Zärtlich verteilte sie etwas Feuchtigkeit auf den haarlosen Schamlippen, ehe sie ihre Zunge nahe Connys Damm ansetzte und mit etwas mehr Nachdruck nach oben schleckte, so dass sie die Lippen dabei sachte auseinander drückte.

 

Conny starrte noch immer auf den Kopf der fremden Kuh, der zwischen ihren gespreizten Oberschenkeln vergraben war. Was passierte hier gerade mit ihr? Für einen Augenblick war sie sich nicht sicher, ob sie vielleicht nur eingeschlafen war und einen etwas obskuren Traum hatte. Seit Tagen umgeben von nackten Frauen und einer gewissen sexuellen Unbekümmertheit ausgesetzt war es durchaus möglich, dass ihr Unterbewusstsein ihr eine derartige Vision schickte.

Ihr entfuhr ein leises Seufzen, als die weiche Zunge der anderen Kuh zärtlich über ihren Kitzler strich. Nein, das konnte kein Traum sein, es fühlte sich viel zu real an!

Sie konnte spüren, wie ihr Körper langsam auf die Liebkosungen ihrer Artgenossin reagierte. Ein leichtes Verlangen kam in ihr auf und ein feines Glitzern breitete sich zwischen ihren Schamlippen aus, das von ihrer aufkommenden Lust kündete.

 

Ihre zunehmende Erregung wurde natürlich auch von der anderen Kuh rasch bemerkt. Noch einige Male glitt die Zunge der Länge nach zwischen ihren Schamlippen entlang, drückte sie immer wieder auseinander und verteilte die Feuchtigkeit gleichmäßig zwischen ihnen. Als die andere Kuh mit ihrem Ergebnis zufrieden war, hob sie den Kopf ein paar Zentimeter weiter an und widmete sich nun ausgiebig Connys Kitzler. Sanft umspielte sie mit der Zungenspitze den kleinen Knopf, der rasch auf die Liebkosungen reagierte und sogleich noch ein wenig fester wurde.

Conny stöhnte leise, als sie auf diese Art und Weise berührt wurde. Ihr Körper reagierte so, wie die Natur es vorgesehen hatte und verlangte nach mehr, doch in ihrem Kopf herrschte ein wilder Kampf. Verlangen, Verwirrung und Scham fochten eine Schlacht und beherrschten ihre Gedanken. Auf der einen Seite wollte sie sich gehen lassen, die Liebkosungen der anderen Kuh annehmen. Hatte sie nach all den Strapazen nicht ein wenig Spaß und Entspannung verdient? Niemand hier kannte sie, niemand würde sie deswegen verurteilen. Und sie konnte nicht leugnen, dass die weiche Zunge in ihrem Schritt sich äußerst angenehm anfühlte. Doch so sehr sie es auch versuchte, es gelang ihr nicht, sich zu entspannen. Zu sehr nagten die Zweifel an ihr. War sie innerhalb weniger Tage tatsächlich zu einer Kuh geworden, die überhaupt keine Scham mehr kannte und sich von einer vollkommen unbekannten befriedigen ließ? Hatte sie nicht eigentlich ihr ganzes bisheriges Leben auf Männer gestanden? Wie konnte eine andere Frau - noch dazu in dieser unmenschlichen, animalischen Form - sie überhaupt so stark erregen?

 

“Muuh!”, brachte Conny aufgebracht hervor. Obwohl die Erregung in ihrem Schoß mit jeder weiteren Liebkosung zunahm, drückte sie ihre Oberschenkel entschlossen zusammen und zwang die andere Kuh damit dazu, sich von ihr zu lösen.

Die Fremde hob ihren Kopf und musterte Conny mit einem verwirrten und leicht empörten Blick. Ihr Mund und ihr Kinn glitzerten Feucht, was der Reporterin ein wenig peinlich war. Sie drückte ihre Knie zusammen und stieß ein entschuldigendes “Muuhu~” aus.

Sich über die Lippen schleckend richtete die Fremde sich endgültig auf und kam nach einigen Sekunden wieder auf die Beine. Noch einmal warf sie Conny einen nun etwas beleidigten Blick zu, ehe sie gleich darauf mit einigen klackernden Schritten aus dem Blickfeld der Reporterin verschwand.

 

Connys Brustkorb hob und senkte sich im schnellen Takt ihrer aufgebrachten Atemzüge. Sie konnte nicht genau sagen, warum sie so reagiert hatte und war sich auch nicht ganz sicher, ob sie es nun bereute, oder nicht. Doch in diesem Augenblick war es einfach zu viel für sie gewesen.

Es dauerte einige Minuten, bis die Gedanken in ihrem Kopf sich nicht mehr überschlugen und sie langsam wieder zur Ruhe kam. Noch einmal tief durchatmend setzte sie sich aufrecht hin und ließ den Blick durch den Stall schweifen. Schon nach kurzer Suche entdeckte sie zwei Paare von Kühen, bei denen jeweils eine zwischen den Beinen der anderen kniete und sie oral befriedigte.

Stumm fragte sich Conny, wie oft so etwas bereits passiert war, seit sie hier war. In dem kleinen Gehege, in dem sie ihre ersten Tage verbracht hatte, war ihr jedenfalls nichts Derartiges aufgefallen. Hier, in dem großen Stall, konnte sie es aber nicht einmal ausschließen. Zu viele Kühe befanden sich in dem Gebäude, als das sie jede von ihnen andauernd im Blick hatte.

Ihr Herz klopfte noch immer deutlich schneller als sonst in ihrer Brust. Für einige Sekunden beobachtete sie eines der Paare, ehe sie geniert den Blick abwandte.

 

Mit dem Rücken an das Metallgatter ihrer Liegebox gelehnt hing Conny eine ganze Weile ihren Gedanken nach, ehe sie merkte, dass jemand den Stall betreten hatte. Eine kleine Gruppe von Kühen hatte sich um einen Mitarbeiter von BioUdders versammelt, der scheinbar vor kurzer Zeit in das weitläufige Gehege gekommen war.

Conny beobachtete die Szene von ihrem Platz aus. Obwohl ihre Artgenossinnen ihr immer wieder die Sicht versperrten, erkannte sie schließlich Erik. Ihr Kollege, der sich auf eine weniger demütigende Art und Weise in das Unternehmen eingeschleust hatte, prüfte mit einem leicht verzweifelten Gesichtsausdruck die Ohrmarken der ihn umgebenden Rinder.

Ein leichtes Grinsen umspielte Connys Lippen. Erik war offensichtlich auf der Suche nach ihr. Doch da die Kühe in diesem Stall sich bis auf winzige Details fast genau glichen, blieb ihm nichts anderes übrig, als die Nummern auf den gelben Ohrmarken zu überprüfen, bis er sie gefunden hatte.

 

Conny beobachtete das Geschehen noch zwei oder drei Minuten von ihrem Platz aus. Sollte Erik sich ruhig ein wenig anstrengen. Er konnte sich immerhin frei bewegen und war nicht in diesem Stall gefangen, ständig bangend, ob er auch wieder auftauchte und den Kontakt mit ihr aufrechterhielt.

Sie war froh, dass ihr Kollege nicht schon etwas früher im Stall aufgetaucht war. Sie hatte bereits einige Demütigungen über sich ergehen lassen müssen, und insbesondere die Überprüfung ihrer Milchproduktion durch Erik war ihr sehr unangenehm gewesen. Doch es musste nun wirklich nicht sein, dass er sie auch noch dabei beobachtete, wie sie sich von einer vollkommen fremden Kuh oral befriedigen ließ. Erik hatte nun wirklich schon genügend Einblick in ihr Privatleben gehabt.

 

Schließlich war sie dann doch der Meinung, dass sie ihren Kollegen lange genug hatte leiden lassen. Etwas mühsam stand sie auf, schlenderte auf ihren Hufschuhen durch den Stall und gesellte sich zu der kleinen Gruppe ihrer Artgenossinnen, die sich um den Mitarbeiter von BioUdders versammelt hatte.

“Muuh!”, gab sie halblaut von sich und lächelte Erik an. Zuerst schien ihr Laut in den Geräuschen des Stalls untergegangen zu sein, doch dann drehte der Mann sich in ihre Richtung. Für einen Augenblick musterte er sie mit leicht gerunzelter Stirn, dann hob er die Hand und griff nach der gelben Marke, die an ihrem linken Ohr befestigt war.

Ein wenig überrascht, dass selbst Erik sie nicht erkannte, hielt Conny still, bis sich auf dem Gesicht des Mannes ein erleichtertes Lächeln ausbreitete.

“Na endlich, ich dachte schon, dass ich jede Kuh einzeln überprüfen muss”, seufzte Erik und warf ihr einen leicht vorwurfsvollen Blick zu. “Versuch nächstes Mal schneller bei mir zu sein, ja? Wenn ich hier stundenlang herumsuche, fällt das noch meinen Vorgesetzten auf.”

Conny nickte und biss sich leicht auf die Lippe. Erneut hatte sie vergessen, warum sie eigentlich hier waren. Erik und sie arbeiteten undercover bei BioUdders, um einen Betrug des Unternehmens nachzuweisen. Wenn sie nicht riskieren wollte, dass ihr Vorhaben scheiterte, musste sie sich in Zukunft wirklich mehr zusammen nehmen.

 

“Muuh”, raunte sie entschuldigend und senkte den Blick.

“Schon gut, noch ist ja nichts passiert”, beschwichtigte Erik. “Dreh dich mal etwas, so dass du mit der Seite zu mir stehst…!”

Conny nickte erneut leicht mit dem Kopf, trippelte auf ihren Hufschuhen etwas ungeschickt auf der Stelle und drehte Erik dabei ihre Schulter zu. Jetzt, wo sie bei ihm war, freute sie sich über die Gesellschaft des Mannes. Er erinnerte sie daran, dass sie keine echte Kuh war, dass sie sich hier nur eingeschlichen hatte, um etwas aufzudecken. Sofort schien ihr Kopf wieder klarer, ihre Gedanken wieder fokussierter zu sein.

“Nicht erschrecken, ich nehme dir noch einmal ein paar Tropfen Blut ab”, verkündete Erik. Im nächsten Augenblick spürte Conny auch schon den Stich. Sie atmete einmal tief durch, um sich etwas zu beruhigen, dann hatte sie die Prozedur auch schon hinter sich.

“Sehr gut, das sollte reichen”, stellte Erik zufrieden fest. Er ließ die kleine Ampulle, die kaum die Größe einer Fingerkuppe hatte, in einer seiner Taschen verschwinden.

Noch einmal nach Connys Ohrmarke greifend sprach er halblaut: “Ich habe heute Mittag die ersten Ergebnisse aus dem Labor erhalten. Bei deinen Blutwerten haben unsere Experten einige Auffälligkeiten festgestellt. In den nächsten Tagen werden sie analysieren, wodurch sie verursacht worden sind.”

Obwohl diese Nachricht eigentlich recht beunruhigend war, stellte sich augenblicklich ein Hochgefühl in Conny ein. Sie hatten tatsächlich eine Spur!

“Mit der neuen Probe sollten wir die Werte dann verifiziert können. Wir sind da auf jeden Fall an etwas dran!”, versicherte Erik ihr. Auch auf seinem Gesicht war nun ein zuversichtliches und von Genugtuung geprägtes Grinsen zu sehen.

“Dreh dich jetzt noch mal etwas mehr zu mir und mach den Mund auf. Deine Stimmbänder müssten sich langsam erholt haben. Wir sollten kein Risiko eingehen”, warnte ihr Kollege.

Conny wusste, was er damit bezweckte und kam der Aufforderung nach, öffnete den Mund weit und streckte die Zunge ein wenig heraus, so wie sie es auch in der Praxis von Dr. Collins getan hatte. Gleich darauf hielt Erik eine kleine Spraydose vor ihr Gesicht und ein feiner Nebel wurde in ihren Rachen gesprüht.

 

Conny hustete leise, hatte sich jedoch schnell wieder unter Kontrolle. Sie verspürte ein leichtes Brennen in ihrem Hals, das jedoch schnell wieder nachließ. Zumindest war nun auch für die nächsten Tage sichergestellt, dass sie sich nicht versehentlich verraten konnte. Bis die Wirkung des Sprays nachließ, würde kein verständliches Wort über ihre Lippen kommen.

“Ich muss jetzt los, bevor meine Kollegen sich wundern, wo ich abgeblieben bin”, erklärte Erik mit einem nervösen Blick auf die Armbanduhr, die sich an seinem Handgelenk befand. “Ich bin in ein paar Tagen wieder hier und halte dich auf dem Laufenden! Sobald unsere Laborratten die genaue Ursache für deine Blutwerte gefunden haben, sag ich dir Bescheid. Gut möglich, dass wir kommende Woche schon an unserem Sensationsartikel schreiben!” Er gab Conny einen freundlich gemeinten Klapps auf das nackte Hinterteil, zwinkerte ihr noch einmal zu und bahnte sich anschließend mit zügigen Schritten einen Weg aus dem Stall heraus.

 

Die Reporterin schaute ihm breit grinsend hinterher. Sie wusste nicht genau, worüber sie sich mehr freute. Darüber, dass sie etwas gefunden hatten und sie schon in absehbarer Zeit Ruhm und beruflicher Erfolg erwartete, oder über die Tatsache, dass sie diesen Ort schon bald hinter sich lassen würde und wieder ihrem normalen, zivilisierten und ganz und gar menschlichen Leben nachgehen konnte. Nach all den Strapazen, die sie in den letzten Tagen über sich hatte ergehen lassen müssen, würde sie erst einmal Urlaub nehmen, sobald sie den Artikel über BioUdders veröffentlich hatten.

Vielleicht sollte sie sich sogar eine etwas längere Auszeit nehmen, und die Idee von Nadine in die Tat umsetzen. Ein Buch mit den Erlebnissen, die sie hier gemacht hatte, würde sich auf Animal Planet bestimmt gut verkaufen. Nur die Episode mit der vor ihr knienden Kuh würde sie wohl doch besser auslassen. In Gedanken bereits ein Inhaltsverzeichnis erstellend, schlenderte Conny wieder zurück zu ihrem Liegeplatz.

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Kommentare

Die Spannung steigt und leider ist auch dieser Teil schon wieder vorbei.

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg in Deinem neuen Arbeitsleben.

Aber ich hoffe wirklich, dass Du uns, Deine Leser, nicht vergisst :-)

 

Liebe Grüsse

Bianca