Ein Besuch im Restaurant (Und alles begann am Nikolaustag - 3)

<<< Erstes Kapitel            < Vorheriges Kapitel       Nächstes Kapitel >

Ein Besuch im Restaurant

Die Anspannung steigt in den letzten Stunden vor der Verabredung ins Unermessliche und sie muss sich immer wieder selbst zur Ruhe rufen. Nach kurzer Überlegung entscheidet sie sich für eine Jeans, Bluse und ein Jäckchen über dieser, es gab ja keine Bitte sich für ihn besonders herzurichten. So muss dieses einfache und schlichte Outfit für diesen Mann schon reichen, es ist ja schließlich kein Date oder Ähnliches.

Kurz bevor sie zu Fuß auf den Parkplatz des Restaurants einbiegt spielt sie kurz mit dem Gedanken doch umzukehren, aber ihre Angst was er dann machen würde ist einfach zu groß, zudem will sie es nun auch einfach hinter sich bringen. Mit ihrem Wintermantel bis unter das Kinn gezogen steht sie nun unschlüssig auf dem Parkplatz des Restaurants und starrt wie gebannt auf die Zeiger ihrer Armbanduhr. 18:59 Uhr. Ob er wohl pünktlich sein würde, denkt sie noch, als sie plötzlich eine Hand auf ihre Schulter spürt. Sofort dreht sie sich um und blickte in seine strahlenden grünen Augen, die sie von oben betrachten. 

„Guten Abend, wartest du etwa auf mich?“, spricht er sie mit freundlichem Tonfall an und zeigt dabei ein strahlendes Lächeln. Doch anstatt ihm souverän zu begegnen, wie sie es sich eigentlich erhofft hat, steht sie mal wieder total dämlich vor ihm und braucht einige Sekunden, bis sie überhaupt etwas erwidern kann. „Ja wir sind verabredet und übrigens heiße ich Charlotte“, antwortet sie ihm dann beinahe ein wenig schnippisch, um zum einen ihre Unsicherheit zu überspielen, zum anderen ist sie sich nicht ganz im Klaren, warum sie sich überhaupt treffen mussten. Für ihre Antwort hat er jedoch nur ein müdes Lächeln übrig, während er nach Charlottes Hand greift und sie in das Lokal hineinführt. Alleine dieses Verhalten ärgert sie schon wieder etwas, weil sie es nun wieder geschehen lässt ohne auch nur ein wenig Widerstand zu zeigen.

Der Kellner hat sie schnell zu Tisch gebracht und die Bestellung aufgenommen, als die beiden ins Gespräch kommen. Beziehungsweise eher sie, denn sie beginnt ihn sogleich dezent auszufragen, warum er eigentlich dieses Abendessen mit ihr wollte. Er hingegen nippt immer wieder an seinem Glas Wasser und speist seelenruhig von seinem Teller, während er die Fragen von Charlotte gekonnt und souverän ignoriert. Spätestens nach dem Hauptsang gibt sie ihre Bemühungen auf und widmet sich ebenfalls dem Essen, während er mit ihr nebenher normalen Smalltalk betreibt. Zwar kann sich Charlotte immer noch keinen Reim darauf machen, warum er nun mit ihr hier speisen wollte, aber es ist ihr nun auch langsam gleichgültig, scheint sie doch mit dieser Verabredung ihn milde stimmen zu können. Deswegen übergeht sie auch wohlwollend seine Spielchen mit dem Ignorieren, obwohl sie so etwas eigentlich hasst, und lässt es einfach geschehen.

Nach dem Dessert entschuldigt sie sich schnell und verschwindet in Richtung der Toilette. Immer noch in Gedanken über den Sinn und Zweck dieses Abends versunken, schlüpft sie in die hinterste Toilettenkabine. Wobei Kabine es hier nicht ganz trifft, diese Toilettenanlage scheint ein wenig edler zu sein, sind hier die einzelnen Toiletten doch in separaten ummauerten Räumen zu finden. Gerade möchte Charlotte die Tür hinter sich schließen, als sie überraschend in den Toilettenraum gedrängt wird und beinahe zu Boden fällt. Ihr Blick richtet sich fast panisch in Richtung der Tür, wo sie ihn erblickt mit einem Grinsen auf den Lippen. Als sie zu einem Protest ansetzen möchte bedeutet er ihr nur mit dem Finger auf den Lippen zu schweigen, während er die Tür von innen verriegelt.

Und das tut sie dann auch. Es herrscht Stille, nur die Musik aus den Lautsprechern ist im Hintergrund zu hören. Er macht einen Schritt auf sie zu und Charlotte versucht in ihrer leichten Panik nach hinten auszuweichen. Doch viel Platz ist dort nicht mehr und so stolpert sie unglücklich, sodass sie gerade so auf dem Toilettendeckel zum Sitzen kommt. Ihr Blick geht sofort nach oben und Charlotte versucht in seine Augen irgendetwas zu erkennen, was zur Hölle hat er hier mit ihr vor. Immer noch haben beide kein Wort miteinander gesprochen, als er etwas aus seiner Jeanstasche zieht. Erst kann sie schwer erkennen was es ist, weil der Gegenstand doch genauso schwarz wie die Hose selbst ist, doch nach einigen Sekunden zeigen sich die Konturen eines schwarzen Seils. Charlotte hält den Atem an und schaut nun verängstigt zu ihm hinauf. Er jedoch verzieht keine Miene und ignoriert ihren Blick vollkommen, wie schon den ganzen Abend davor. Sie schluckt und fragt ihn flüsternd: „Was hast du vor mit mir? Ich… ich dachte es war klar, dass ich das alles nicht kann.“

Sofort verändert sich sein Blick, die grünen Augen scheinen sie strafend anzublicken, während seine tiefe Stimme durch den kleinen Raum hallt. „Sei gefälligst still, Charlotte!“, weist er sie etwas schroff zurecht und greift mit seiner Hand nach ihren Armen. Für eine Millisekunde überlegt Charlotte ob sie sich nicht wehren soll, aber was hat sie diesem Mann schon entgegen zu setzen. Er ist kräftig gebaut, locker einen Kopf größer als sie, sie würde ihn mindestens auf knapp zwei Meter schätzen. Und so beschließt sie es einfach geschehen zu lassen und abzuwarten was er mit ihr machen würde, es würde schon nicht allzu schlimm werden.

Flink hat er ihr die Arme auf den Rücken gedreht und schlingt das Seil fest um ihre beiden Handgelenke. Mehrfach führt er das Seil um diese herum, bis die Gelenk eng aneinander liegen und sichert die Fesselung zugleich in dieser Position mit einem fest zugezogenen Knoten. Charlotte seufzt leise auf als sie nach kurzem Zerren merkt, dass die Fesselung festsitzt und sie ihm nun wehrlos ausgeliefert ist. Er lässt ihr kaum Zeit einen klaren Gedanken zu fassen, denn ehe sie sich versieht hat er schon eine seiner Hände in ihren schönen langen blonden Haaren vergraben und reißt sie an diesen unsanft von dem Toilettendeckel hinauf um sie dann sogleich gegen die verriegelte Tür zu drücken. Wie ein scheues Reh blickt sie ihn an, vollkommen hilflos würde sie ihm nun ausgeliefert sein. Noch ein letztes Mal versucht sie sich gegen die Fesseln zu wehren, doch die Seile sitzen viel zu fest und beißen sich beinahe in ihre Haut. Unvorhersehbar für Charlotte folgt ein gezielter Tritt von ihm in ihre Kniekehlen, sodass sie zwangsweise unsanft auf ihre Knie vor ihm sinkt. Ihr Atem beschleunigt sich merklich, sie hat jegliche Kontrolle über die Situation verloren und versucht panisch hinauf in sein Gesicht um zu lesen, was kommen könnte, doch dort kann sie nur ein verschmitztes Lächeln erkennen.

Ihre Augen wandern tiefer und fixieren jetzt seine Hände, angespannt erwartet sie, was nun folgen wird. Doch er blickt für den Moment einfach nur auf sie herab, betrachtet sie in Ruhe und scheint seine Position einfach nur zu genießen. Ja, er kostet es sogar richtig aus, wie sie vor ihm mit den Händen auf den Rücken gefesselt kniet und zu ihm hinaufschaut. Charlotte versucht sich ein wenig zu beruhigen, sie muss einen klaren Kopf bewahren und macht sich langsam ihre Gedanken wie wenig sie sich ihm eigentlich widersetzt hat. Nein, sie hat sich gar nicht gewehrt und ihn einfach gewähren lassen. Ihre Vernunft meldet sich offenbar vorsichtig wieder zu Wort, doch weit kommt diese nicht, denn er scheint die Sezerniere lang genug genossen zu haben.  

Seine Füße machen einen Schritt auf sie zu, während eine Hand zum Reißverschluss an seiner Hose gleitet. Das kann doch nicht sein Ernst sein, schießt es durch ihren Kopf als sie sprachlos beobachtet, wie er weitermacht und seinen halberigierten Penis hervorholt. „Mund auf, Sklavin!“ fordert er sie barsch auf und zieht dabei ihren Kopf an den Haaren näher zu sich heran. Doch Charlotte sträubt sich das erste Mal an diesem Abend und versucht seinem Zug zu widerstehen. „Bitte, ich kann das wirklich nicht, lass mich jetzt gehen“, fleht sie ihn leise mit leicht weinerlichen Stimme an, aber bevor sie noch irgendwelche weiteren Worte an ihn richten kann, hat sie sich schon eine Ohrfeige eingefangen. Diese ist zwar nicht besonders stark, aber kommt für Charlotte so überraschend, dass ihr Kopf zur Seite fliegt. Sofort danach umgreift er mit seinen Fingern das Kinn von Charlotte und zwingt sie zu ihm aufzusehen, während er wütend spricht: „So jemand wie du hat überhaupt nicht die Wahl! Also stell dich nicht so an und mach gefälligst deinen Mund auf.“

Viel zu schnell hat er ihren zaghaften Widerstand brechen können denkt sich Charlotte, als sie sich nun doch wieder an den Haaren gezogen von ihm in Richtung seines offenen Hosenstalls dirigieren lässt. Schlimmer noch, er hat ihr Aufbäumen sofort im Keim erstickt, es ist beängstigend für sie, wie spielerisch leicht er es doch mit ihr hat.  Eigentlich macht sie das immer gerne, ihrem Freund kniend einen zu blasen, ist es doch in ihren Vorstellungen eine Möglichkeit ihre devote Neigung heimlich in einer Art auszuleben. Aber hier, hilflos gefesselt, bei einem ihr fremden Mann, nein das kann sie doch nicht. Allerdings hat sie wohl keine Wahl, er würde sie notfalls sogar dazu zwingen, da ist sie sich mittlerweile sicher. So gibt Charlotte den inneren Kampf sehr schnell auf und beschließt nun soweit wie möglich mitzuspielen, denn so schneller würde es auch vorbei sein. Sie öffnet ihren Mund und atmet nochmals tief durch, ehe sie sich mit ihrer Zunge langsam in Richtung der Eichel vortastet, um sodann über diese zu lecken. Er betrachtet von oben das Ganze sichtlich zufriedener, es ist wohl so, dass er zunächst einmal ihren Widerstand gebrochen hat, wenn man das überhaupt so nennen mag bei ihrem Verhalten.

Doch bevor ihre Zunge seine Spitze erreichen kann klopft es an der Tür und eine Frauenstimme fragt, ob denn dort drin alles in Ordnung sei. Verdammt nochmal ausgerechnet jetzt denkt er sich nur und zieht Charlotte schnell wieder auf ihre Beine, um dann sogleich das Seil um ihre Arme zu lösen. Beiden ist klar, dass es hier so nicht weitergehen kann und so öffnen sie, nachdem er wieder seinen Penis in der Hose verstaut hat, die Tür und verlassen beide, ohne der klopfenden Dame einen Blick zu schenken, den Toilettenbereich schnellen Schrittes.

Ohne ein Wort zu wechseln kehren die beiden kurz an ihren Tisch zurück, wo er die ausstehende Rechnung begleicht. Bevor die Dame von der Toilette hier noch irgendwelche Aufregung auslösen kann, gehen beide aus dem Restaurant heraus direkt in Richtung seines Wagens. Als sie außer Hörweite der Raucher vor dem Lokal sind, möchte Charlotte gerade etwas sagen, doch bevor sie ihren Mund öffnen kann, hat er ihr schon einen schönen Abend gewünscht und war im Dunkel der Nacht mit seinem Auto verschwunden.

So steht sie nun dort auf dem Parkplatz, mittlerweile in ein Gefühlschaos gestürzt und ohne eine Idee wie es nun weite geht und wie sie nun mit dieser Begegnung im Restaurant umgehen soll. So dreist das alles auch gewesen ist, sie muss sich eingestehen, dass sie das alles erregt hat. Sie liebt seine Art, mit welch einer Selbstverständlichkeit er sich sie genommen hat, wie er sie, wehrlos wie sie war, einfach benutzen wollte. Und er nannte sie Sklavin. Das war auf der einen Seite so schön für sie gewesen, entspricht es doch ihrem oft unterdrückten inneren Verlangen, doch auf der anderen Seite ist es ihr nun auch unendlich peinlich. Was würde dieser Mann nur über sie denken, sie darf sich nicht beschweren, wenn er sie so behandelt, bei der nicht vorhandenen Gegenwehr. Und mit diesen Gefühlen geht sie zurück nach Hause und versucht zu schlafen. Doch vorher überprüft sie noch, ob er vielleicht in der Zwischenzeit eine Nachricht ihr geschrieben hat, aber der Posteingang ist leer. So legt sie sich ins Bett und versucht in der Nacht die ganzen Eindrücke dieses Abends in irgendeiner Art und Weise zu verarbeiten. Ihr ist jedoch klar, dass dies keine ruhige Nacht werden kann…

Nächstes Kapitel >

Bewertung

6 Votes with an average with 3.5

Kommentare

Also ich bin absolut begeistert von diesem Teil. Wirklich ein kurzes Meisterstück, dass einem die Gedanken verdrehen kann. Super Kopfkino. Bitte um einen weiteren Teil! 

In reply to by Sub Be

Herzlichen Dank für deinen Kommentar, welcher mein erster hier ist. Es freut mich, dass dieser Teil dir so sehr gefallen hat. Weitere Teile sind bereits fertig, allerdings unterscheiden die sich wieder von diesem Teil, wie auch bei den ersten drei Teilen. Aber vielleicht kommt ja irgendwann wieder ein kurzes Meisterstück zwischendrin.

ich finde es gut geschrieben. Hab heute erst die nächsten Teile lesen können... Feiertage halt ;)  Hoffe aber sehr das es eine Fortsetzung geben wird. Für das bisher gelesene schon mal 4*

Gruss snow