Die Rute (Und alles begann am Nikolaustag - 1)

Die Rute

Noch ein letztes Mal läuft sie durch den langen Hotelflur im ersten Stockwerks, überprüfend ob sie auch ihr heutiges Arbeitspensum abgearbeitet hat. Beinahe langsam schleicht sie über den Teppichboden und sammelte ein Papiertaschentuch auf, welches ein unaufmerksamer Gast wohl verloren hat. Fast am Ende angelangt und in der freudigen Erwartung endlich am Nikolaustag zu ihrer Familie kommen zu können, entdeckt sie vor der letzten Zimmertür einen schwarzen Herrenschuh aus Leder. Ob sich wohl der Besitzer erhofft hat, dass der Nikolaus auch in diesem Hotel absteigen würde denkt sie sich und kann ein unweigerliches Kichern nicht unterdrücken. Gerade will sie mit einem Schwung kehrtmachen, als sie doch kurz innehält. Etwas merkwürdig erscheint ihr der einzelne Schuh schon, vielleicht sollte sie besser nach dem Rechten sehen.

So streicht sie mit ihren Händen über ihre Zimmermädchenuniform, damit diese, wo sie doch schon recht knapp mit Stoff bemessen war und beinahe nur das Wichtigste zu verdecken vermag, wenigstens vernünftig an ihrem Körper sitzt und klopft an die Türe. Stille, es folgt keine Reaktion. Sie lässt ein paar Sekunden verstreichen, ehe sie erneut klopft und ihre Stimme erhebt: „Zimmerservice, ist jemand da?“. Doch es folgt wieder nur Stille. Einen schnellen Blick auf die Armbanduhr später beschließt sie eben kurz hineinzusehen. Sie hebt den Schuh vom Boden auf und steckt den Generalschlüssel ins Schloss, um dann sogleich langsam die Tür nach innen zu öffnen. Das Zimmer ist schnell betreten und mit dem schwarzen Lederschuh in der Hand schreitet sie direkt bis zum Schlafbereich vor, wo sie alles aufgeräumt und ordentlich vorfindet. Das alles wirkt etwas merkwürdig, schließlich hat sie dieses Zimmer vorhin extra ausgelassen, wegen einem „Bitte nicht stören“ Schild an der Tür. Als sie umkehren möchte, entdeckt sie in der Ecke das Pendant zu dem Schuh in ihrer Hand. Schnell huscht sie in die hinterste Ecke des Zimmers um den Lederschuh dort abzustellen. Doch gerade in dem Moment wo sie sich vorne überbeugt, hört sie plötzlich ein Räuspern hinter sich.

„Kann ich irgendwie behilflich sein?“, fragt eine tiefe Männerstimme in ruhigem Ton hinter ihr, während sie vor Schreck kurz zusammenzuckt, normalerweise würde sie es doch mitbekommen, wenn sich jemand nähert. Schnell dreht sie sich in die Richtung der unbekannten Stimme um und blickt hinüber zu dem kleinen Flur, wo er nun an die Wand gelehnt steht. Ein junger Mann, gut gebaut sowie gekleidet in einem Anzug, lächelt sie an und kommt langsam um das Bett herum auf sie zu. Sie lässt ihn dabei nicht aus den Augen, während sie sich in der Ecke, wo sie sich gerade befindet, um die passenden Worte bemüht: „Entschuldigen Sie bitte, ich bin vom Zimmerservice und habe Ihren Schuh vor der Tür entdeckt und wollte Ihnen diesen nur schnell ins Zimmer stellen“. Mit einem durchdringen Blick schaut er sie an, um nach einem kurzen Moment leise zu lachen: „Wirklich sehr gewissenhaft, aber vielleicht wollte ja noch der Nikolaus vorher vorbeischauen. Und übrigens, dass sie zum Zimmerservice gehören, ist schwerlich zu übersehen“. Dabei sind seine grünen Augen auf ihr knappes Kostüm gerichtet, klassisch in schwarz und weiß gehalten, allerdings war sowohl der Ausschnitt als auch die Länge alles andere als züchtig wie es sich für Dienstmädchen früher geschickt hätte. Mittlerweile steht er ihr direkt gegenüber und wandert mit einer Hand über den dünnen zarten Stoff, beinahe fühlt es sich für sie an, als würde sie gar keine Kleidung tragen. Vollkommen perplex was er dort gerade mit ihr macht, stößt sie den Mann leicht weg und errötet aufgrund der Uniform, welche ihr nun peinlich kurz erscheint und sie nicht vor seinen Blicken schützen kann.

Mit den leicht roten Wangen, welche ihm offenkundig nicht verborgen bleiben, stammelt sie eine Entschuldigung und möchte sich dabei gerade an ihm vorbei zur Türe schlängeln, als er sich ihr in den Weg stellt: „War das nun alles? Einfach eintreten und sich dann schnell wieder aus dem Staub machen. Für sowas gibt es normalerweise am heutigen Tage die Rute!“ Er lacht für einen kurzen Augenblick schelmisch auf, um dann sogleich mit strengen Blick auf sie herabzuschauen, gespannt wie sie nun reagieren würde. Doch sie weiß nicht wie ihr geschieht, irgendetwas in seinem Auftreten, an seiner Art beeindruckt sie so sehr, sodass sie wie angewurzelt vor ihm stehen bleibt, obwohl wohl jeder vernünftige Mensch auf der Stelle die Flucht ergreifen würde. Natürlich spielt sie kurz mit dem Gedanken um Hilfe zu rufen, wegzulaufen oder ihm notfalls einen Tritt zwischen die Beine zu verpassen. Doch sie kann es einfach nicht und blickt nur schüchtern in seine glasklaren grünen Augen hinauf, welche gerade über ihren Körper zu wandern scheinen.

Er scheint es wohl richtig zu genießen, wie sie so unsicher vor ihm steht, wartet er doch eine gefühlte Ewigkeit, ehe wieder das Wort ergreift. Bestimmend fordert er sie auf sich umzudrehen und sich in die Ecke zu stellen, wo die Schuhe stehen. Sie merkt wie sich ihre Kehle etwas zuschnürt und ihr Hals ganz trocken wird. Während sie perplex vor ihm steht, beginnen in ihr drin die Gedanken nur so zu rasen, was sollte sie verdammt nochmal tun. Ihre Vernunft schreit danach sich sofort der Situation zu entziehen, doch schnell werden diese Schreie leiser, bis sie ganz verstummen. Als sie aus ihren Gedanken erwacht findet sie sich in besagter Ecke wieder, den Blick gegen die Wände gerichtet. Es scheint ganz so als hätte ihr Verstand ausgesetzt, so wie sie blind der Aufforderung gefolgt ist. „Dann sind wir uns ja einig mit der Rute für dich“, reißt seine Stimme sie aus ihrer Schockstarre und sie sucht etwas verzweifelt nach passenden Worten.

Langsam dreht sie sich zu ihm um und erblickt tatsächlich eine Rute in seiner Hand, welche er gerade aus dem Kleiderschrank herausholt. Während er sich wieder ihr nähert, betrachtet sie mit ihren Augen genauer das Schlaggerät in seiner Hand, es sind mehrere dünne Zweige zu erkennen, mindestens zehn, welche ohne Blätter an einem Ende zusammengebunden sind. Sie muss schlucken und merkt wie sie leicht anfängt zu zittern, als sie ihm leise entgegnet: „Das meinen Sie doch sicherlich nicht ernst, ich denke ich gehe jet…“ Ihre Stimme versagt aber schon bei den letzten Worten, schließlich scheint er das wirklich tun so wollen, dieser ernste Blick in seinen Augen lässt bei ihr jede Hoffnung schwinden, dass es nur ein Scherz ist. Und das Schlimme daran ist auch noch, dass es ihr es auch noch irgendwie zu gefallen scheint, schließlich lässt sie es über sich ergehen!

Sein Blick verfinstert sich hingegen schlagartig, als sie es wagt zu sprechen, und er kommt mit schnellen Schritten auf sie zu. „Augen zur Wand und halt deinen Mund! Du redest nicht ungefragt, ist das klar?“, schreit er sie bestimmt an und baut sich beinahe bedrohlich vor ihr auf, mit der Rute in der Hand spielend. Vollkommen überrascht und eingeschüchtert wendet sie ihren Blick sofort von ihm ab zur Wand hin und atmet tief durch. Was glaubt der eigentlich wer er ist, so geht man nicht mit ihr um. So langsam scheint ihr Verstand wieder die Oberhand zu gewinnen, doch lange kann sie sich nicht ihrer Vernunft widmen, denn weitere Befehle folgen schon aus seinem Mund: „Vorbeugen und den Rock hochziehen!“

Zögerlich bahnen sich die Worte ihren Weg in ihr Gehirn, jedoch bewirken sie genau das Gegenteil wie bei jeder vernünftigen Person. Anstatt endgültig sich der Situation zu entziehen, beugt sie sich nach vorne über, sodass schon unter ihrem Rock das weiße Höschen hervorblitzt. Begleitet von einem leisen Seufzer greift sie mit beiden Händen über den Rücken nach dem Rocksaum und legt ihren runden Hintern frei, welcher nur noch vom dünnen Stoff ihres Slips bedeckt wird. Beinahe wie in Trance scheint sie vor ihm zu stehen, während er in Ruhe den wohlgeformten Po sich anschaut, welchen sie durch ihre vorgebeugte Haltung ihm so exzellent präsentiert.

 „Geht doch“, lobt er sie in nicht gerade charmanter Art mit sanfter Stimme und beginnt mit seinen Händen seicht über ihren Hintern zu streicheln. Erneut entgleitet ihr ein Seufzer, sie mag es wohl, gerade vollkommen willenlos ihm ausgeliefert zu sein. So lässt sie es geschehen, wie er sie sich einfach vereinnahmt und mit ihr offensichtlich macht, was er möchte. Ihr Atem entschleunigt sich etwas und sie versucht sich zu entspannen, während er sie weiter zärtlich streichelt. Seine Hand gleitet mittlerweile auch unter den Stoff und fährt zärtlich über ihre Haut entlang, welches in ihr ein leichtes Kribbeln auslöst. Immer weiter weicht die Anspannung aus ihrem Körper und sie beginnt die Liebkosungen von ihm zu genießen.

Abrupt wird sie jedoch aus ihrer Entspannung gerissen als er plötzlich seine Hände unter dem Stoff ihres Slips wegzieht und diesen mit einem kräftigen Zug zerrissen hat. Überrascht von der Wendung dreht sie sich doch um, doch bevor sie überhaupt etwas zu ihm sagen kann, hat er ihr schon die Stofffetzen ihres Höschen in den Mund gestopft. „Ich hatte gesagt du redest nur wenn du gefragt wirst“, belehrt er sie in einem mahnenden Tonfall und deutet mit seinem Finger zurück an die Wand. Widerstandslos dreht sie ihren Kopf sofort wieder zur Wand und schnaubt etwas, ganz so als muss sie sich erstmal an den Stoff in ihrem Mund gewöhnen.

Er hingegen möchte nun das Ganze zu Ende bringen bevor das Fehlen des Zimmermädchens noch auffällt und schnappt sich die Rute, welche er zwischendrin auf dem Bett gelagert hat. Innerhalb von Sekunden positioniert er sich hinter ihr und wirft noch einen Blick auf den nun nackten Hintern, welcher so schön vor ihm liegt. „Du hast es ja nicht anders gewollt“, spricht er lachend beim Ausholen und mit einem leisen Klatschen landen die gebündelten Zweige schwungvoll auf der nackten Haut. Vom Schmerz überrascht bäumt sie sich auf und ein gedämpfter Schrei ist aus ihrem Mund zu vernehmen. Ihre Hände wandern intuitiv sofort auf ihre Pobacken um diese vor weiteren Schlägen mit der Rute zu schützen, während sie ihn hinter sich amüsiert lachen hört: „Das gefällt dir doch, habe ich Recht“. Sein Unterton entlarvt die Frage jedoch schnell als rhetorisch, zudem kann sie im Moment sowieso keinen vernünftigen Ton hervorbringen wegen dem Slip hervorbringen.

Stattdessen versucht sie angespannt ihre Gedanken zu sortieren, während einzelne Fäden Speichel sich ihren Weg aus dem Mund bahnen, mit hochrotem Kopf verfolgt sie, wie sie doch tatsächlich auf den Lederschuh unter ihr sabbert. Ihm scheint das nicht verborgen geblieben zu sein, denn nur Augenblicke später verspürt sie einen deutlich stärkeren Schlag auf ihrem Hintern, gefolgt mit dem netten Hinweis: „So ein dummes Stück wie du hat gefälligst nicht meinen Schuh voll zu sabbern!“. Beinahe verzweifelt sucht sie nach irgendetwas, was sie ihm entgegensetzen konnte, doch da ist nichts in ihr, nein viel mehr spürte sie ein wohliges Gefühl, ein Kribbeln was sich in ihr ausbreitet, trotz der schmerhaften Begegnung mit der Rute.

Noch in Gedanken versunken, wie sie das Ganze verdammt nochmal so leicht hinnimmt, merkt sie kaum, wie er sie am Arm bereits zur Zimmertür gezogen hat. Tatsächlich setzt noch einmal kurz so etwas wie Widerstand ein, er will sie doch nicht mit Höschen im Mund und total verrutschten Kostüm nun einfach auf den Flur stellen. Doch er ist ihr eindeutig überlegen, ehe sie irgendwie reagieren kann, hat er sie schon in den Flur geschoben und grinst sie an, als wäre nichts gewesen. „Vielen Dank für die geleistete Arbeit“, sagt er zu ihr und zieht aus der Innentasche seines schwarzen Sakkos eine kleine Karte, welche er sogleich in den weit bemessenen Ausschnitt des Zimmermädchens steckt. „Vielleicht meldest du dich ja mal“, spricht er mit freundlicher Stimme und zwinkert, während sie unüberlegt versucht den Stoff aus ihrem Mund zu ziehen. Doch schnell legt er ihr einen Finger auf die Lippen und deutet den Gang hinunter, wo gerade zwei Personen entlang marschieren.

Sie versteht was er ihr mitteilen möchte, aber das Gefühl mit dem Stoff im Mund und das Sabbern sind ihr sehr unangenehm. So versucht sie sich doch noch an ihm vorbei ins Zimmer zu drängen in der Hoffnung sich dort wenigstens herrichten zu können bevor sie in die Teamumkleide geht. Doch das ist ihr nicht vergönnt, denn ohne irgendeine Reaktion ihrerseits abzuwarten, hat er schon den Finger von ihren Lippen gezogen, sich umgedreht und die Zimmertür geschlossen.

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Bewertung

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Kommentare

Ich mag diesen Anfang der Geschichte nicht bewerten, weil irgendwie nichts aufregendes passiert. Ist aber bei Einführungen natürlich nichts ungewöhnliches, wenn es eine lange Geschichte wird. Ein besserer Cliffhanger hätte aber bestimmt kommen können. Mädels zicken nämlich immer erst mal viel mehr herum, selbst wenn ihnen gefällt, was da geschehen ist. Sie aber kann sogar die Visitenkarte haben, tapst aber trotzdem gleich in die Höhle des Löwen zurück. Gut schreiben kannst du für meinen Geschmack, gekibbelt hat bis hier hin irgendwie aber so gar nichts bei mir. Aber ist ja wie gesagt erst die Einführung.

In reply to by Kathrin O

Hallo Kathrin,

Herzlichen Dank für dein Feedback. Ich freue mich sehr, dass du ehrlich schreibst was du denkst auch wenn es natürlich schöner wäre zu wissen dass dich die Geschichte direkt packt. Mir ist bewusst mit der Einführung nicht gerade zu unterhalten wie es andere Geschichten tun, möchte aber auf diese nicht verzichten. Im Nachhinein muss ich dir zustimmen, dass man den Leser vielleicht besser abholen müsste. Allerdings ist dies mein erstes "Werk" und ich versuche damit auch ein wenig auszuloten inwiefern mir das Ganze überhaupt liegt. Ich möchte mich bedanken dass du mir eine Chance gegeben hast und gerade mit dem Feedback wertvolle Anregungen für die Zukunft lieferst.