Das Cafe

Etwas nervös und leicht aufgeregt schaut sie immer wieder auf Ihre Armbanduhr. Sie sitzt in einem  der schönen Cafés der Stadt, plüschig und den vergeblichen Versuch machend, ein Wiener Caféhaus zu imitieren.

Sie war etwas vor der Zeit hier, angetrieben davon, auf keinen Fall zu spät zu kommen. Er hat sie mit klaren Anweisungen hierherbestellt. Sie hat sich einen etwas zurückgesetzten Platz gesucht, und sich seitlich zum Rest des Raumes an einen der kleinen runden Tische gesetzt, an dem nur 2 Stühle stehen, nicht gegenüber, sondern in rechtem Winkel zueinander. Seine Anweisungen waren präzise.

Sie nippt an ihrem Latte Macchiato und erinnert sich noch einmal an ihre Vorbereitungen zu Hause, bevor sie losgefahren ist. Sie hat gebadet, immer in der Versuchung, sich zu streicheln, zu berühren, ihrer Erregung nachzugeben. Aber das war ihr ja verboten. Anschließend nochmals nachrasiert, alles glatt.  Sie tritt vor den Spiegel, streckt sich und schminkt sich. Auch da waren die Anweisungen präzise: Dezent, aber mit deutlich rotem Lippenstift, die Brustwarzen auch mit etwas Rouge betont. Wähnrend sie dort das Rouge auftägt, mit dem Pinsel leicht über ihre Warzen fährt, werden diese noch härter, pochen und lassen sie ihre Vorfreude deutlich sichtbar fühlen.

Als nächstes kommt die Kleidung.  Eine geknöpfte leichte und dünne Bluse, darunter der schwarze Heben-BH, in dem ihre Brüste wie vollreife Früchte ruhen, die harten und aufgerichteten Brustwarzen gut sichtbar frei gelassen. Sie sieht und wieder spürt sie ihre Erregung, möchte mit ihren Brüsten spielen, aber das ist ihr verboten und deshalb vervollständigt sie diszipliniert weiter ihre Kleidung. Es folgen halterlose schwarze Strümpfe, ein knapper Slip und ein dezenter  etwas seitlich geknöpfter Minirock, alles elegant, und dennoch nicht zu auffallend.  Schnell packt sie noch in die Handtasche, was er ihr aufgetragen hat mitzubringen, noch schlichte Heels – mittelhoch -  und dann ist sie auch schon fertig.

Und jetzt sitzt sie hier, auf einem etwas abgelegenen Platz in dem mittelmäßig besuchten Café und schaut immer wieder auf die Uhr. Sie ist nervös, und auch ihre Erregung ist zurück, die auf der Fahrt hierher etwas abgeklungen war. Sie spürt, dass ihre Schamlippen angeschwollen sind und ist sich sicher, dass sie auch schon feucht ist. Diskret schaut sie sich um, sie fragt sich, ob er wohl schon in der Nähe ist, ihr Herr, dessen Anweisungen sie so genau befolgt, der sie so gut kennt und beherrscht. Sie blickt sich verstohlen um, aber sie ist sich unsicher. Schließlich hat sie ihren Herren noch nie persönlich getroffen. „Ob er wohl alleine kommt, oder bringt er seine Erst-Sub mit?“ fragt sie sich.

Genau zur festgesetzten Zeit führt sie den nächsten Schritt seiner Anweisungen aus: „Entledige Dich am Platz Deines Slips und führe Dir das Vib-Ei in die Möse ein, lege die Fernbedienung vor Dir auf den Tisch neben Deinen Latte Macchiato!“  Die Anweisungen waren klar, unmissverständlich, aber es bedarf einer gehörigen Portion Überwindung, sie hier in der Öffentlichkeit auszuführen. Sie blickt sich besser gar nicht um, knöpft mit einer Hand unter dem Tisch ein paar Knöpfe des Minirocks auf, damit sie leichter an ihren Slip kommt.  Möglichst unauffällig hebt sie die Hüften leicht an, zieht sich den Slip herunter und lässt ihn über ihre Füße fallen. Jetzt ist sie darüber froh, dass ihr die lange Tischdecke des kleinen Tisches wenigstens ein wenig Sichtschutz geben.  Sie hebt den Slip auf, knüllt ich in eine Hand und lässt ihn in ihrer Handtasche verschwinden. Dann nimmt sie das schwarze, samtig weiche Vib-Ei und führt es mit einer Hand zu ihrem Schlitz. Sie fühlt ihre Erregung, ihre Nässe und das noch leblose Ei rutscht wie von selbst in sie. Mit zittrigen Händen legt sie die Fernbedienung neben ihre Tasse und hofft, dass niemand das dünne schwarze Kabel wahrnimmt, das unter ihrem Rock verschwindet. Dezent und doch nicht unsichtbar.

So sitzt sie, erregt und angespannt weiter 15 Minuten, ihren halbvollen Latte macchiato vor sich, hoffend das dieser die Bedienung noch eine Weile fernhalten wird. Die nächste Anweisung ist auszuführen. „Setzte die Sonnenbrille auf, die ich Dir geschickt habe und warte, was als nächstes passiert“

Die Sonnenbrille sieht für jeden unbedarften Beobachter aus, wie eine normale Sonnenbrille. Aber die Gläser sind Innen mit einem langhaarigen Fell beklebt. Das heißt, dass sie die Augen schließen muss, bevor sie sie aufsetzt und dass sie dann die Augen geschlossen halten muss. Sie wird hier sitzen, gefüllt mit dem Vib-Ei, und sie wird nichts mehr sehen, nicht mehr sehen, wer sich ihr nähert, was auf sie zukommt.

Die Vorstellung ängstigt sie, aber sie erregt sie auch.  Sie hat die Kontrolle weitgehend verloren, sie fühlt sich so schön hilflos, und das, obwohl sie weder gefesselt noch irgendwie fixiert ist.

Und während sie so wartet, hilflos, und doch so sehr erregt, verliert Sie jedes Zeitgefühl.  Wartet sie 5 Minuten, 10 oder gar 15 Minuten? Länger? Auf jeden Fall spürt sie sich genau, Ihre harten pochenden Nippel, ihre geschwollene, leicht offen stehende und auslaufende Möse…..

Sie ist so sehr in ihr Inneres versunken, dass sie fast nicht bemerkt, wie sich jemand neben sie setzt und sie anspricht. Diese Stimme ist ihr wohlbekannt, von vielen Telefonaten und Chats. Ihr Herr ist angekommen. Sie erkennt seine Stimme, als er sie begrüßt, sie für ihren Gehorsam lobt.

Sie plaudern etwas – gekonnt baut er ihre Anspannung etwas ab – um dann plötzlich wieder klare Anweisungen zu geben. Er drückt ihr Kopfhörer, die kleinen, die fast im Ohr verschwinden, in die Hand und befielt ihr, diese aufzusetzen. Ihre Hände auf die leicht gespreizten Oberschenkel zu legen und darauf zu horchen, was sie hören wird.

Sie steckt sich die dichten Kopfhörer in die Ohren und ist sofort von den Geräuschen um sie herum völlig isoliert. Umso intensiver fühlt sie ihren Körper, seine Anspannung und die aufkommende Geilheit. Gehorsam legt sie ihre Hände mit dem Handrücken auf Ihre Schenkel. Es sieht entspannt aus, aber für den erfahrenen Beobachter, für ihren Herren, hat sie so die perfekte devote Haltung eingenommen, gefüllt, leicht geöffnet, passiv, ohne Kontrolle und isoliert von der Umwelt.

Es startet eine träumerische Musik und dann spricht eine tiefe Stimme zu ihr, die sie als die ihres Herren erkennt. Sie hört seine hypnotischen Worte, seine fließende Stimme. Eine Trancereise der Lust und der Unterwerfung ansagend lässt er alle Reste eines vielleicht noch vorhandenen Widerstandes in ihr zerbröckeln wie das Meer eine Sandburg am Strand. Und nach nur wenigen Minuten ist sie in einem tranceartigen Zustand und darin bereit, die Kontrolle über sich weiter und weiter vollständig abzugeben. Sie fühlt sich eingetaucht in den Sub-Space....

Die Musik wird fordernder und ist unterbrochen von Peitschenklängen, sie würde „La Salle Blanche“ erkennen, wenn sie sich noch darauf konzentrieren könnte. Die Ansagen der Stimmen in ihrem Kopf werden fordernder, werden bestimmender und sie fließen ungehindert in sie. „Du bist attraktiv“ kann sie erkennen, „Du bist offen“, „Du bist verfügbar“. Seine Stimme bringt die devoten Saiten in ihrem Innern zum Schwingen. Dazwischen immer wieder Begriffe, die auch Resonanz auslösen – „Lustschmerz“ – „Dreilochstute“. Die Intensität nimmt zu, die Ansagen kommen jetzt aus allen Richtungen, kreisen um sie und überlagern sich –erreichen direkt ihr devotes Unterbewusstsein. Sie kann einzelne Ansagen nicht mehr trennen, will es gar nicht mehr, hat sich völlig dem Flow hingegeben. Sie sitzt in dem Café, eine attraktive Frau mit Sonnenbrille und ist dennoch völlig in ihrem Kokon. Fast bemerkt sie nicht, wie auch das Vib-Ei in ihr mit leichtem Vibrieren beginnt und ihre Erregung noch steigert.

Was sie nicht weiß, Ihr Herr hat Ihr einen Bluetooth-Kopfhörer gegeben, der mit seinem Tablet verbunden ist. So kann er steuern, was seine Sub hört, ohne direkt bei ihr zu sein. Sie kann nicht wissen, ob er noch an Ihrem Tisch sitzt, oder sie von einem ferneren Platz im Cafe beobachtet. Und er kann die vorbereiteten Suggestionen ablaufen lassen, kann ihr aufgezeichnete Anweisungen geben, ganz diskret, und nur für sie hörbar.

Er lässt sie sich jetzt als schmerzgeile, devote Lustsklavin fühlen, offen und präsentiert, und sie fühlt, wie ihre Erregung schnell zunimmt. Er beschreibt ihre sich öffnende Möse und sie könnte gleichzeitig fühlen, wie ihre Schamlippen anschwellen, wie ihre Klit wächst und wie sie wirklich nass und heiß wird, wenn sie noch bewusst fühlen würde. Jetzt ist sie in dem Zustand, in dem sie ihrem Herren grenzenlos gehört und in dem ihr Herr sie haben möchte.

Und als die Musik, die Suggestionen und der Zauber sie vorbereitet haben, nahezu willenlos und völlig erregt gemacht haben, da fühlt sie seine starke Hand, wie er sie auffordernd sich zu erheben, seiner Führung zu folgen und angelehnt an ihren Herren ist sie mehr denn je bereit, ihm Gehorsam und Unterwerfung zu schenken. Dabei fragt sie sich, was er mit ihr vorhat? Wird er sie mitnehmen, vorführen, benutzen oder sie einfach ihrer Erregung überlassen?

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Bewertung

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Kommentare

.... und intensive Geschichte.  

Damit trifft sie exakt meinen devoten Nerv und den Kick des Unbekannten und -gewissen.

Für mich Kopffick vom feinsten.

Kompliment.....

 

Shyrie 

... für den wundervollen Einstieg einer Geschichte. Inhaltlich ist das ganz großes Kopfkino, es hat viel Spaß gemacht, die Geschichte bis hierhin zu lesen. Sprachlich gibt es ein paar Unsauberkeiten, weshalb ich auch "nur" fünf Sterne geben möchte; beim nächsten Mal einfach etwas mehr Sorgfalt in diesem Bereich.

Danke! 

Schön, dass du dich getraut hast. Ein sehr stimmungsvoller Geschichtenanfang, aber leider nicht mehr. Schön erzählt, phantasievoll ausgedacht. Eigentlich würde ich jetzt gern etwas über die Beziehung erfahren. Es wird ja versteckt eine Dreiecksgeschichte angedeutet. Diese Geschichte fehlt.

Was mich wieder mal wundert, ein Dom erzählt aus Sicht der Sub. Die Eindrücke und Beweggründe des Dom sind doch wesentlich spannender, vor allem, wenn sie mit so viel Einfühlungsvermögen geschildert werden ;-)

In reply to by Raale

halt eine Kurzgeschichte.Viele Fragen bleiben offen: Tageszeit,Beruf,Alter,Familienstand,wie ist die Beziehung zu ihren Dom u. warum. Die Geschichte ist ausbaufähig

eine durchaus ausbaufähige Idee. Raale hat natürlich wieder sehr genau gelesen, von einer unbekannten Erst-Sub ist noch die Rede.

Das Psychospielchen gefällt mir ganz gut, hätte mich aber gefühlsmäßig gern noch etwas mehr hineinziehen lassen wollen. Da sehe ich auch insgesamt noch das schlummernde Potential dieser Geschichte und vielleicht des Autors generell. Wird sich zeigen, denke ich. Mir scheint jedoch, dass "Das Café" nicht unbedingt als Mehrteiler angelegt ist. Wird es trotzdem einer?

Auf jeden Fall vorderhin erst einmal ganz ordentlich gezeichnete Figuren. Nicht perfekt, aber rund.

Würde gern mehr von dir lesen. Auch, wenn der Aufbau der Story noch verbesserungsfähig scheint. Es rumpelt etwas. Aber das tut's auf unseren Straßen ja auch öfter ;)

Gruß, Tony

Ich selbst sehne mich immer nach Kommentaren, und wenn ich dann auch welche schreiben möchte, sitze ich oft vor dem weißen Feld, der Strich blinkt, und mir fällt nichts ein. Zu meckern gibt es hier nichts für mich, aber auch nichts, was mich jetzt groß begeistert, außer für einen Augenblick die Vorstellung, selbst so in einem Cafe zu sitzen. Liegt wahrscheinlich daran, dass in dem was ich schreibe, etwas wie dieses hier, nur so eine Art kurzes Zwischenerlebnis neben vielen anderen Geschehnissen ist. Anderseits muss ich aber auch zugeben, dass deswegen nie so konsequent zum Ende komme. Immer im Hinterkopf, da muss es noch einen besseren Abgang geben. Gut fand ich hier also letztendlich die Idee des heimlichen Entzugs der Sinne, Sehen und Hören, in der Öffenlichkeit, und dass ohne viel Worte schnell ein Bild mit allem für mich wichtigsten im Kopf da war. Ich bewerte auf einer Seite wie dieser, in erster Linie, was ich beim lesen oder danach unter meinem Röckchen spüre, aber dafür war es dann doch etwas zu kurz. Fünf Sterne gebe ich aber doch, für die klare Linie und eben der Idee. Werde sie wohl (mit blickdichten Kontaktlinsen) klauen, und meine Protagonistin allerdings etwas mehr in.....ähm......Verlegenheit bringen, wenn es für Dich okay ist, Bin ehrlich schon gespannt was als nächstes von Dir kommt.

Herzlichen Glückwunsch zu einer gelungenen Geschichte!

Die Idee und das Thema sind sehr nach meinem Geschmack. Deine Erzählung regt an und lässt Freiraum für Abstecher in eigene Phantasien. Nach dem Schluss darf man weiterspinnen, deshalb solltest du vielleicht mehr Sorgfalt in den letzten Absatz bzw. Schlusssatz legen. Ich habe ihn jetzt mehrmals gelesen und werde nicht ganz schlau daraus.

Weder sie noch er darf zum Orgasmus kommen. Auch das lädt ein zum Weiterbasteln.