Das Spiel mit dem Feuer 11-2016

Der Reiz war da.

 

Geweckt durch einen Moment der Trotzphase in mir.

Was er kann, das kann ich schon lange!!

Die Karten lagen ja nun auf dem Tisch. Ich hatte die Wahl zu gehen oder zu bleiben..

Ich zog meine Karte. Und legte sie vor mich hin.

Ungewohnter Platz!

Wie in eine neue Wohnung zu ziehen, die weit entfernt von einem zu Hause ist.

Ich blieb. Ich nahm meinen Platz ein und werde in seinem Schatten bleiben.

Seine Welt, seine ganz eigenen Regeln.

Lebe damit oder dreh dich einfach um und geh, dachte ich mir.

Ich kann nicht gehen!

Ich werde bleiben, weil es ein Teil von meinem eigenen Weg ist.

Weil mir das, was er mir gibt, für mich genau das ist, was ich will und brauche.

Nur er treibt mich hoch und höher.

Nur ihm ganz alleine gehört meine Lust, mein Körper.

Er ist der Herr all meiner Sinne.

Er weiß, wen er vor sich hat, wenn er sich nimmt, was ihm ganz alleine gehört.

Und wir wissen beide, das ich jedes Mal und immer wieder nur für ihn ganz alleine, ohne Worte auf die Knie sinken werde, um uns beiden das zu geben, was wir wollen und was wir brauchen.

Das Spiel mit dem Feuer war heiß!

Wollte ich das?

Was wollte ich?

Ich wollte ihm und mir beweisen, das ich gehen kann, wenn ich will.

Die Weichen waren gestellt.

Und doch blieb das dieses Gefühl in mir, das es nicht dazu kommen wird.

Ich war ausgeschlafen, frisch geduscht und bereit.

Das Treffen mit dem Anderen rückte näher.

Aber da war nichts ins mir.

Keine Aufregung.

Kein Kribbeln im Bauch.

Nichts!

Noch nicht mal der kleinste Hauch von Vorfreude wollte sich bei mir einstellen.

Was er kann, das kann ich auch!!

Das war der einzige, wie ein Mantra, immer wiederkehrende Gedanke in mir.

Nein.

Kann ich nicht.

Will ich nicht.

Ich stand im Bad, versuchte in meinen Augen zu lesen, versuchte die wirkliche Wahrheit zu finden.

Ich war auf dem allerbesten Weg mich und meine Gefühle zu verraten.

Mein Bauchgefühl fühlte, dass die Lage außer Kontrolle geraten wird.

Ich wischte den Gedanken fort.

Die Zeit lief.

Und ich auch.

In Gedanken ganz weit weg, einfach nur weg.

Als es an der Tür klingelte, kam ich zurück in die Realität.

Ich erwartete niemanden.

Wer konnte das sein?

Gegensprechanlage.

Rauschen.

"Hallo?"

"Ich bin`s", die Antwort.

Ich drückte den Summer.

Ungläubig gucke ich ihn an.

Hat er es geahnt?

Wieso steht er auf einmal da?

Wir sehen uns an und mir wird in diesem Augenblick so vieles klar, obwohl ich gerade auch sehr unsicher in mir bin.

Pokerface!! Ich bin cool.

Dann nach einer minimalen Aufwärmphase, kommt die Ansage von ihm, die Sachen zu holen.

Mit jede seiner Berührungen, seiner Schläge und auch die Art wie er mich fixiert, finde ich immer mehr zu dem zurück, was ich wirklich bin und fühle:

SEINE!

 

 

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