Die Falltür (3. Teil : Vorführung)

 

Gut, der eine oder andere von Ihnen stellt sicher höhere Ansprüche an ein „happy end“ und hält den Ausdruck zur Beschreibung dieser Situation für übertrieben. Aber das gibt es wirklich: ein echtes happy end! Keine 8 Wochen später nämlich ist Frau Wohlgeruch wieder da. Wohlbehalten, jedenfalls beinahe. Aber anders, irgendwie anders. Auch wenn das möglicherweise nur dem gewieften Kenner auffallen mag.

Natürlich wird über ihre glückliche Heimkehr in allen Medien berichtet. Ganz voran im lokalen Fernsehsender. Gleich mit einem Live- Interview. Lauter strahlende Gesichter. Ein stolzer Polizeipräsident, ein begeisterter Gatte und Frau Wohlgeruch selbst. Diese etwas einsilbig. Was vielleicht an dem Knebel liegen mag, der ihre Mundhöhle ausfüllt. Bis zum Platzen, wenn man sich die geblähten Backen anschaut. Zweifellos ein Versehen. Zwar konnte man sie aus den Händen ihrer bösen Entführer befreien, hat aber wohl noch keine Zeit gefunden, sie schon wieder völlig herzurichten. Aber sicher nimmt sie das niemandem übel; denn was sind schon ein paar kleine Unbequemlichkeiten verglichen mit einer Entführung durch albanische Frischfleischhändler.

Ja es scheint sogar, dass die heldenhaften Befreier noch einige weitere Belanglosigkeiten übersehen haben. Denn Frau Wohlgeruch sitzt inmitten dieser strahlenden Herren nicht etwa in einem bequemen Sessel wie alle anderen. Sondern sie wirkt aufgespießt. Sie thront zwar schon auf einer Art Hocker. Aber ihr breiter Hintern berührt die zugegebenermaßen recht rau wirkende Oberfläche nicht. Das liegt daran, dass auf der eigentlichen Sitzfläche ein Riesenpenis aufragt, den die arme Frau sich rektal einverleiben musste. Ob das nun zur Schonung ihrer Sitzfläche geschieht, oder ob man sie derart aufgespießt aufgegabelt hat, kann man schwer sagen. Aber außer Frau Wohlgeruch scheint niemand sonderlich Notiz davon zu nehmen, also denke ich, dass es damit wohl in Ordnung geht.

Obendrein hat wohl auch niemand die passenden Kleidung für unser Entführungsopfer finden können, und so gleitet die Kamera wohlgefällig und sorgfältig in Nahaufnahmen über ihren weitgehend unbekleideten Körper. Na ja, immerhin trägt sie ein eng geschnürtes Korsett zur Schau, was den Blick des unschuldigen Betrachters auf die breiten Hüften und die quellenden Hänge-Euter lenkt. Schicke Strümpfe mit Strapsen und hochhackige Schuhe sind auch zu sehen. Die Requisite hat da nicht gespart. Die Kamera verschweigt nichts und verweilt ausgiebig bei den Ringen in Zunge, Nase, Brüsten und den Fotzenlappen. Ist ja auch wirklich was Besonderes, das man nicht alle Tage sieht. Unglaublich dreist ist das, was der armen Frau da angetan wurde.

Umso größer die Freude und Erleichterung ringsum. Der Polizeipräsident schlägt ihr voller Begeisterung mit seiner Pranke auf die Schulter, dass ihr der Pfahl glatt noch ein wenig tiefer in den Hintern gleitet. Dabei schießen ihr die Tränen in die Augen. Ein wenig zimperlich scheint sie ja nun schon zu sein, die gute Frau Wohlgeruch. Ich glaube, man darf sowas ruhig sagen, trotz der zweifellos schlimmen Sachen, die sie wohl erlebt haben mag. Na ja, aber da sollte man wohl großzügig drüber hinweg sehen. Die Anwesenden scheinen es ihr jedenfalls nicht besonders übel zu nehmen, obwohl Herr Wohlgeruch seiner weinerlichen Frau trostspendend ein paar Hiebe in den fetten Bauch knallt. Offenbar um ihr über ihren Schock hinwegzuhelfen, der gut einfühlsame Mensch!

Der Moderator bittet jetzt scheints noch ein paar Kollegen herbei, die sich ein wenig mit Frau Wohlgeruchs Ringen beschäftigen dürfen. Ein hünenhafter Kerl verdreht einzelne Ringe, was ihm besonders bei den Brüsten zu gefallen scheint. Kräftig langgezogen und verdreht, das bietet schon einen lustigen Anblick. Obendrein finde ich persönlich das gar nicht ungeil. Das sollte man öfter mit der Frau machen. Wenn man den Zungenring und den Nasenring miteinander verbindet, hat das auch seinen Reiz. Für alle Zuschauer, aber auch für das Opfer selbst, diese dumme Kuh!

Jetzt wird anscheinend demonstriert, was die Arme während ihrer Entführung sonst noch alles erdulden musste. Eine Studiomitarbeiterin in sexy schwarzem Leder-Outfit führt vor, wie man die Arme beim geringsten Zeichen von Widerstand geohrfeigt haben muss. Von links nach rechts fliegt der Kopf und die geblähten Backen Frau Wohlgeruchs röten sich ganz bezaubernd. Die Mitarbeiterin lächelt und scheint die Behandlung zu genießen, obwohl ihr sicher langsam die Arme wehtun, die Arme. Sie sehen selbst, es wimmelt hier von Armen in jeder Hinsicht.

Dann ist es glaube ich Herr Wohlgeruch selbst, der sich dazu überwindet, eine größere Anzahl an Stecknadeln in den üppigen Eutern seiner Gattin zu versenken. Gerade solche großen Brüste eignen sich natürlich ganz hervorragend als Nadelkissen. Das müssen die Albaner gewiss schnell erkannt haben. Aber ob sie es auch mit einer dicken Stricknadel so einfühlsam versucht haben, wie dieser liebevolle Ehemann? Wer kann das schon mit letzter Sicherheit behaupten. Jedenfalls ist das ein sympathisches Bild, wie diese Nadel, die ja gar nicht so furchtbar spitz ist, tief die Brust eindellt, ehe es ihr gelingt, die Haut zu durchstoßen.

Spannend wird es dann, wenn die Nadel versucht, die Brust auf der gegenüberliegenden Seite wieder zu verlassen, was auch nicht so einfach ist, weil die stumpfe Nadel das Brustfleisch diesmal von innen ausbeult, ehe der erlösende Durchbruch möglich ist, der von ganz reizenden Blutstropfen begleitet wird. Rund um die Einstichs- und die Ausstichs- Öffnung schwillt das Euterfleisch witzig an, so dass dem Betrachter wirklich was geboten wird. Das ganze klingt jetzt vielleicht ein bisschen grob. Ich bin aber sicher, dass es so gar nicht gemeint ist. Es geht hier ja nur um Aufklärung. Die Aufklärung eines Publikums, das bislang völlig ahnungslos die Machenschaften brutaler Menschen geduldet hat, ohne davon Näheres zu wissen. Jetzt aber, wo alle gesehen haben, wozu manche Menschen fähig sind, kann jeder selbst zu einem eigenen Standpunkt finden. Mancher findet diese Behandlung wohlmöglich übertrieben, andere überlegen sicher schon, wie sie ihrer eigenen Gattin, Verlobten oder Sekretärin oder einfach auch der lieben arroganten Nachbarin mal zu solch spannenden Erlebnissen verhelfen können.

Wobei Frau Wohlgeruch selbst vermutlich ein Kind ihrer reizüberfluteten Zeit ist. Man hat jedenfalls den Eindruck, dass sie sich trotz der intensiven Beschäftigung, ja man könnte schon wohl den Begriff „Huldigung“ verwenden für das, was hier geschieht, ihr Hunger auf mehr ungestillt bleibt, so peinlich wie sie da rumzappelt. Ja, ich muss es leider zugeben, das Entführungsopfer zeigt sich überhaupt nicht ansatzweise so kooperativ wie man das in dieser glücklichen Stunde von ihm erwartet hätte. Schade!

Stattdessen grimassiert das Weib herum, dass es einen grausen kann. Ehe die Sendung jetzt aber wohlmöglich nicht mehr jugendfrei bleibt, erbarmt sich einer der Zuschauer und stülpt Frau Wohlgeruch eine Papiertüte über den aufgeregten Kopf. Natürlich hätte der Eine oder Andere den Anblick ihrer erbitterten Augen sicher sehr genossen und gerne geholfen, sie zufrieden zu stellen. Aber ich glaube viele Menschen im Studio und zu Hause vor den Bildschirmen empfanden doch die Papierhaube als eine reizvolle Verfeinerung der Situation, und es wundert niemanden, dass die Vorführung dieses undankbaren Opfers noch ein wenig fortgesetzt wurde.

So zeigte es sich, dass die Fotzenlappen inzwischen die stattliche Länge von 27 cm links und 26 cm rechts aufweisen konnten, wenn man nur bereit war, Gewichte von wenigen Pfund so mit einer Schnur an den Ringen zu befestigen, dass die fleischigen Lappen über die Stuhlkante hinweg gedehnt werden konnten.

Es wurde noch einiges geboten, liebe Leserin, lieber Leser. Aber das wissen die meisten von Ihnen ja mindestens so gut wie ich! Sie haben die Sendung schließlich ebenfalls gesehen und können bestimmt denjenigen, die das Ereignis damals verpasst haben, auf die Sprünge helfen. Schreiben Sie mir einfach, was ich in meiner Aufzählung vergessen habe, damit alle daran teilhaben und sich von Herzen über die Verwerflichkeit dieser Entführer entrüsten können.

Abschließend möchte ich nur erwähnen, dass zum Schluss sich doch alle einig waren, dass sie wohl noch zu unreif für die Freiheit sei. Was ja nach dieser langen Zeit der Entführung eigentlich auch kein Wunder ist oder? Jetzt wird sie erst mal von einschlägigen Fachkräften betreut, die den Übergang zu ihrem alten Leben ganz behutsam steuern werden. Ist das eigentlich überhaupt sinnvoll, dass diese Frau ihr altes Leben wieder aufnimmt? Wäre das nicht irgendwie auch ein Rückschritt? Und gewissermaßen auch störend? Unter anderem für die zarte romantische neue Beziehung ihres Gatten. Was meinen Sie dazu? Und soll die Geschichte weitergehen?

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Kommentare

O Herr Hansen,

sooo gemein und trotzdem wunderbar geschrieben. Das muss ich leider anerkennen. Auch wenn mir die giftig satirische Beschreibung gewaltig gegen den emanzipierten Strich geht. Image removed. Mit äußerstem Widerwillen bitte ich um Fortsetzung.

datt mer alle so intellent sind - denn Sarkasmus und Ironie setzt ein gewisses Mass an Intelligenz voraus, oder?

Manchmal ganz schön brutal, aber mit genau dem richtigen Maß an Grausamkeit, auf die jeder free tv Zuschauer nahezu wartet.

Würde mich über einen nächsten Teil freuen.

Lieben Gruß norhex

Hallo,

eine Geschichte so ganz nach meinem Geschmack. Ich weiss, dass der nicht besonders gut istImage removed.

Leider wie immer etwas zu kurz. Aber ich habe leicht reden, ich konsumiere das nur.

Freuen würd emich auch, wenn die anderen Stories von Hernn Hansen fortgeführt werden würden.

Herr ka