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Alles hat einen Preis.
Storyline: Eine schlimme Kindheit kann dazu führen, dass die Ziele im Leben bescheiden ausfallen. Eine „graue Maus“ wünscht sich nur ein klein wenig Attraktivität. Als die Situation bedrohlich wird, scheint Magie zu helfen. Dumm nur, dass auch die beste Medizin fatale Nebenwirkungen entfalten kann.
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1-Steffi
Das Leben ist voller Kompromisse.
Das war eine der Weisheiten ihres Vaters gewesen.
Na ja.
Genauer betrachtet war es die einzige Weisheit.
Ansonsten hatte Hermann Köhler nie viel Weises von sich gegeben.
Das Leben ist voller Kompromisse.
Es war ein Kompromiss, ihre Mutter nicht mit einem trinkenden Versager allein zu lassen, als Lars, Stefanies Bruder, frühzeitig das Weite gesucht hatte.
Sie konnte es ihm nicht übel nehmen. Wie sollte sie auch! Lars war wohl der Auffassung gewesen, dass Stefanie mit 15 alt genug war, um ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
Eigene Entscheidungen, ha!
Hermann Köhler schätzte keine eigenen Entscheidungen. Jedenfalls nicht die eigenen Entscheidungen seiner Frau, seines Sohnes und seiner Tochter, die als einziges Familienmitglied stets verschont blieb, wenn Hermann im Suff mal wieder einen Kompromiss erzwang. Er drohte, er schrie, aber er schlug sie nicht. Er schlug sie nicht einmal, als sie sich mit einem Küchenmesser in der Hand schützend vor ihre Mutter stellte, als diese mit einem ausgeschlagenen Zahn weinend auf dem Küchenboden hockte.
Hermann wusste, dass Stefanie nicht den Mut aufbringen würde und so war es ihm ein Leichtes, ihr das Messer aus der Hand zu winden.
Er schlug sie nicht.
Er schrie nicht mehr.
Er wurde ganz ruhig.
„Was glaubst Du, was jetzt passiert?“, wollte er von seiner Tochter wissen.

Stefanie antwortete nicht. Sie stand nur da - klein, zitternd und tränenüberströmt.
Mit voller Wucht trat er ihrer Mutter in den Unterleib. „Das war jetzt Deine Schuld“, sagte er mit zusammengepressten Zähnen zu Stefanie, „pass‘ lieber künftig auf, was Du tust.“
Stefanie versuchte nie wieder, ihre Mutter zu schützen.
Das Leben ist voller Kompromisse.
Kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag begann Stefanie ihre Ausbildung als Bürokauffrau.
Ihr Arbeitsplatz war zu weit vom Elternhaus entfernt und so konnte sie in ein kleines Zimmer entkommen, das früher einmal zu einer Pension gehörte. Die Geschäfte der Pensionswirtin liefen jedoch zunehmend schlechter und daher wurden zwei Zimmer für kleines Geld an Langzeitgäste vermietet. Das andere Zimmer bewohnte ebenfalls eine Auszubildende aus Stefanies Firma.
Stefanies Noten waren trotz aller häuslichen Gewalt immer sehr gut gewesen, aber Hermann sah nicht ein, warum ein Mädchen ein Gymnasium besuchen sollte und so blieb es für Stefanie bei der Mittleren Reife. Einen „ordentlichen Beruf“ sollte sie erlernen, damit sie „etwas kann“, wenn sich mal ein „ordentlicher Mann“ für sie interessieren würde.
Was war das – ein „ordentlicher Mann“? So einer wie Hermann? Stefanie schwor sich, das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen.
Das Leben ist voller Kompromisse.
Tanya war anderer Meinung.
Tanya bewohnte das Zimmer neben Stefanie und es dauerte nicht lange, bis sich die beiden Mädchen anfreundeten. Tanya war anders.
Sie gebrauchte gerne unanständige Wörter wie „drauf geschissen“ oder „fuck“. Sie schminkte sich, trug kurze Röcke und hatte mit sechzehn schon „mindestens drei Lover“ gehabt. Ob „mindestens drei“ eine präzisere Angabe war als „vier“ oder „fünf“, blieb im Dunkeln. Es sollte wohl den Eindruck von „viele“ vermitteln. Mit solchen Sprüchen konnte Stefanie leben.

Hätte Tanya sich bei ihrem schwarzen Kajal etwas mehr Zurückhaltung auferlegt und auf den Ring mit der roten Plastikkugel in ihrer Augenbraue verzichtet – man hätte sie als sehr hübsch beschreiben können.
Eine Beschreibung, von der sich Stefanie meist Welten entfernt zu sein glaubte.
Ihre durchaus feinen, femininen Züge wurden von einer ausgesprochen schlechten Haut konterkariert. Stefanies Kurzsichtigkeit erforderte eine Brille mit reichlich dicken Gläsern und die Farbe ihres Haars, das sie aus praktischen Gründen eher kurz trug, bezeichnete sie selbst mitunter als „pfützenbraunschwarz“.
Obwohl sie insgesamt sehr schlank war, gingen alle Versuche fehl, die kleine Wölbung unterhalb ihres Bauchnabels wegzuhungern. „Das ist genetisch bedingt, mein Schatz“, hatte ihre Mutter einmal gesagt, „das hatte Oma schon und ich auch.“
„Du wirst fett“, war der Kommentar ihres Vaters gewesen, als er einmal unangemeldet das Bad betreten hatte, nachdem Stefanie gerade mit Duschen fertig geworden war.
Tanya hatte einen Bruder. Tim.
Tim war ein Kompromiss.
2-Tim
„Was willst Du denn mit der?“
Tim hatte weitaus Schlimmeres als diese Frage befürchtet, als seine Kumpels registrierten, dass er mit der Mitbewohnerin seiner Schwester etwas angefangen hatte.
Natürlich war Steffi keine Schönheit mit ihren Pickeln und der grässlichen Brille. Sie konnte sich keinesfalls mit Clarissa und Friede, ihren „Vorgängerinnen“ messen. Natürlich war es Tim ein wenig peinlich, als er zum ersten Mal mit Steffi in der Kleinstadt-Disko gesehen wurde.
Dennoch – irgendwie, auf eine seltsame und unbeholfene Art war die Kleine … cool.
Als sie sich in der Pension begegnet waren, fand Tim rein gar nichts an ihr. Steffi war weder hübsch noch interessant und schon gar nicht sexy.
Notgedrungen, weil Tanya zum Italiener fahren wollte, um Pizzen zu kaufen, kamen Tim und Steffi ins Gespräch.
Was Steffi so von sich gab, fand Tim ungewöhnlich. Sie klang nicht wie 16. Eher wie 26. Ihre Stimme war angenehm. Weich, mit einem Touch Sinnlichkeit darin. Ihr Lachen war offen und herzlich.
Tim entdeckte ein paar schöne Seiten: Die Lippen, die geraden, weißen Zähne, die schlanken Hände und nach kurzer Zeit ertappte er sich bei der Frage, wie Steffi wohl ohne diese Aschenbecherbrille und mit Make-up über der schlechten Haut aussehen würde. Und ohne Kleidung.
Er beschloss, die Antworten zu erfahren.
Es war erstaunlich leicht.
Nach dem Pizzaessen hatten sie sich verabschiedet. Steffi war wieder in ihre eigene Bude gegangen und Tim machte sich kurz darauf, wie seine Schwester glaubte, auf den Heimweg.
Sein Weg endete bereits vor Steffis Tür.
Er klopfte.
Sie öffnete. Lächelnd. Sie war nicht überrascht.

Ihre Reaktion beim Sex machte Tim klar, dass er ihr erster Mann war. Er fand das gut.
Den Sex selbst auch.
Steffis Beitrag dazu hielt sich in überschaubaren Grenzen. Ihre Coolness während der vorausgegangenen Gespräche war verschwunden. Sie war unsicher und sie schämte sich. Tim konnte es verstehen. Kleine Wölbungen, die kaum als „Brüste“ zu bezeichnen waren, ein Bäuchlein und reichlich blasse Haut machten es erforderlich, dass Tim sein Kopfkino einschaltete, um auf seine Kosten zu kommen.
Vermutlich wäre es bei einem One-night-stand geblieben, hätte Tim nicht kurze Zeit später aus dem Schlaf heraus dieses feuchte Gefühl an seinem allerbesten Kumpel gespürt.
Das Licht war aus.
Steffi befand sich unter der Bettdecke.

Unbeobachtet, wie sie sich vorkam, hatte sie ihr Schamgefühl abgelegt und verpasste Tim den besten Blow-job seines Lebens.
Wow!
Tim nahm sich vor, derartige Aktionen häufiger zu genießen. Natürlich war ihm klar, dass er dazu mit Steffi eine „Beziehung“ würde eingehen müssen – zumindest das, was Mädchen darunter verstanden. Der ganze Krempel mit gemeinsam Ausgehen, Kino, Händchenhalten und so. Das war eben der Preis.
Tim zahlte zwei Jahre lang.
Es war leichter, als er zunächst befürchtet hatte, denn Steffi entpuppte sich als ganz guter Kumpel. Tim begann, sie wirklich zu mögen, so, wie man eben einen Kumpel mag, der zum Glück keinen Schwanz hat und super blasen kann.
Wenn sie hübsch gewesen wäre, so dass man das Licht beim Sex hätte an lassen können und bei Tage etwas weniger verklemmt – wer weiß … womöglich hätte Tim sich ja sogar in sie verliebt.
3-Sara
Sie wusste, sie würde vorsichtig sein müssen. Sara hatte die Gabe. Manche nannten es „das zweite Gesicht“. Sara nannte es Intuition. Dabei war es weit mehr als das. Es war die Fähigkeit, mit einem Blick in die Seele der Menschen zu sehen, ihre Ängste, ihre Sehnsüchte, ihren Schmerz zu erkennen. Sogar ihr künftiges Schicksal war hin und wieder zu erblicken.
Sara war eine Hexe.
Inzwischen, mit 40, hatte sie gelernt, damit umzugehen. Sie hatte begriffen, dass es gefährlich war. Sie hatte verstanden, nur so viel davon zu nutzen, dass es nicht zu sehr auffiel, dass sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten konnte und trotzdem im Verborgenen blieb.
Die kleine Bude mit dem Schild „Madame Lenoirs Haus der Magie“ war ihr mobiler Arbeitsplatz. Eine Show voller Schnickschnack wie Kristallkugel, Karten und jeder Menge knallbuntem Hokuspokus. Alles Blödsinn! Jedoch – in Verbindung mit der Gabe, der „echten“ Magie, verstand Sara es, die Besucher auf den diversen Festen und Rummelplätzen tief zu beindrucken. Sie zahlten gut – für die falsche Show und das kleine Stückchen wirkliche Magie, das Sara ihnen angedeihen ließ.
Manchmal war es hart.
Neben den unzufriedenen Damen mittleren Alters, die den „Kundenstamm“ darstellten und deren einziges wahres Problem die Langeweile war, gab es auch wirkliche Schicksale. Menschen mit geheimen Sehnsüchten, die so sehr nach Erfüllung schrieen, dass es fast nicht auszuhalten war, Menschen mit tiefen, offenen Wunden, bei denen Sara um die geistige Gesundheit fürchtete oder sogar mit einem Suizid rechnen musste.
In solchen Fällen kam die Versuchung.
Dann saß sie oft stundenlang da, die schwarze Perücke achtlos auf den kleinen Tisch geworfen, die großen Creolen daneben und ihr müdes, besorgtes Gesicht von der dicken Schminke befreit. Madame Lenoir war verschwunden und eine traurige Sara blickte ihr aus dem Spiegel entgegen.
In solchen Momenten öffnete sie den kleinen Safe und holte ihren Schatz hervor.
Das Buch.
Das Buch mit dem lederbezogenen Einband und den dicht per Hand beschriebenen Pergamentseiten.
Das Buch, welches von Generation zu Generation im weiblichen Stamm der Familie Romanescu vererbt wurde.
Das Buch der grauen Künste.

Ein Hexenbuch. Nicht weiße Magie, nicht schwarze Magie. Grau. Wie das Leben.
Sara wusste genau, dass sie es nicht benutzen würde. Wie bei ihrer Mutter und Großmutter vor ihr war es nur ihre Aufgabe, es zu bewahren. Sie war davon überzeugt, dass die Zaubersprüche in diesem Buch funktionierten. Die junge Frau, die voller Verzweiflung zu ihr gekommen war, um nach Heilung ihres Tumors zu fragen – es wäre möglich gewesen. Der liebe, ältere Herr, der im Begriff stand, seiner verstorbenen Frau zu folgen, weil er es ohne sie nicht aushielt – sie hätte ihn davon abhalten können.
Sara wusste jedoch auch, dass jeder Spruch in dem Buch mit unberechenbaren Nebenwirkungen verbunden war. Sie kannte die überlieferten Geschichten ihrer Vorfahren.
Sie kannte die Geschichte von der Hebamme, die an der eigenen Kinderlosigkeit zu zerbrechen drohte. Eine Romanescu im siebzehnten Jahrhundert wirkte den Zauber: Die Hebamme wurde schwanger und brachte ein gesundes Kind zur Welt. Gut neun Monate später folgte Kind Nummer 2. Und 3. Und 4. Die Frau gebar und wurde wieder schwanger. Jahrelang. Etwa die Hälfte der insgesamt dreißig Kinder starb später an Unterernährung. Die Hebamme selbst brachte sich mit 45 Jahren um.
Sara kannte auch die Geschichte des Dorfes in Siebenbürgen, dessen Ernten von drei Jahren verdorrt waren. Eine Romanescu im vierzehnten Jahrhundert rief durch das Buch den Regen herbei. Man fand später sämtliche Bewohner des Dorfes ertrunken auf.
Zwar gab es für jeden Zauber einen Gegenzauber, aber um diesen zu wirken, musste überhaupt erst einmal das Erfordernis des Gegenzaubers bekannt sein. Die Romanescu-Frauen folgten den Sitten und Gebräuchen der Älteren und blieben nie lange an einem Ort. Im Zeitalter des Mobilfunks wäre es vielleicht möglich, einen Hilferuf zu erhalten, wenn ein Zauber außer Kontrolle geriet, aber das Risiko blieb hoch.
Nein, ein Safe war der angemessene Platz für ein Buch, mit dem großes Heil ebenso erzeugt werden konnte wie schreckliches Unheil.
Besser, man überließe die Dinge ihrem eigenen Lauf.

So sah es auch Sara.
Bis zu jenem Tag im April.
4-Kirmes
Diesmal sah sie alles.
Sara wusste niemals vorher, was sie sehen würde. Meist waren es nur Bruchstücke. Manchmal auch mehr. Dies hier war anders.
Sie sah die innere Schönheit der jungen Frau, die vor ihr saß. Sie sah die schlimme Kindheit, die Verletzungen, die Erniedrigungen durch den versoffenen Vater. Sie sah den geringen Wert, den das vielleicht gerade volljährige Mädchen sich selbst beimaß, das Abfinden mit so vielen Zuständen, die vermeintlich nicht zu ändern waren, die gewaltige Sehnsucht nach echter Zuneigung, nach Anerkennung, nach Liebe. Sie sah die Klugheit und den Humor und den Hunger nach positiven Erlebnissen. Sie sah den schlechten Freund an der Seite der jungen Frau. Sie sah, dass er sie bald schwängern und danach schnell das Weite suchen würde. Sie sah eine qualvolle Geburt und eine schwere Kindbettneurose. Sie sah ein kurzes, hartes Leben und das Ende.
Die junge Frau, die sich als Stefanie vorgestellt hatte, würde nur 23 Jahre alt werden. Dann würde sie sich mit einem Tabletten-Cocktail umbringen.
„Nicht das auch noch“, hatte Tim gestöhnt, als Stefanie ihn in die Kirmesbude der „Madame Lenoir“ schleppte.
„Ach, das ist doch nur Spaß. Jetzt sei doch nicht so! Du hast es versprochen. Bitte!“

Sie konnte schon ganz süß sein, wenn sie diesen Schmollmund machte und es stimmte: Er hatte es versprochen. Ein Kirmesbesuch ganz nach ihren Wünschen im „Austausch“ gegen das abendliche Motocross-Festival.
„Benzingestank und Massenbesäufnis. Na, toll!“ Steffi verstand eben nichts von Männersachen. Dafür verstand sie etwas von guten Kompromissen und Tim wusste, wenn er ihr den Nachmittag „schenken“ würde, hätte er mit dem abendlichen Event leichtes Spiel und ihre Dankbarkeit würde ihm einen fantastischen Blow-job garantieren; ganz gleich, ob er sich hemmungslos besoff oder nicht.
Also ging er mit ihr auf den Rummelplatz und machte gute Miene zum bösen Spiel, vor allem, als sie sämtliche Achterbahnen und Scooter links liegen ließ, komische Ringwurfspiele bevorzugte (und was Mädchen sonst so an Merkwürdigkeiten treiben) und schließlich diese bescheuerte Wahrsagerin aufsuchen wollte. So einen Schwachsinn hätte er Steffi gar nicht zugetraut, aber sie war doch immer wieder für Überraschungen gut. Also fügte er sich grummelnd und setzte sich neben sie auf den komischen Ledersessel inmitten all des Tands und Krempels, den man eben in solchen Spinnerbuden findet. Die Wahrsagerin (oder was auch immer sie darstellen wollte) gefiel ihm nicht. Die Frau war komisch. Ihre Blicke wirkten wie Rasierklingen und während sie Steffi freundlich anlächelte, sah sie Tim an wie einen Vergewaltiger.
Sara hatte ein Problem.
Sie wusste selbst nicht genau, wie es kam, aber sie hatte Stefanie sofort ins Herz geschlossen.
Verdammt! Warum? Warum dieses nette, aufgeschlossene Mädchen? Warum sind immer die Guten die Dummen? Das ist nicht fair!
Dieses eine Mal nur! Dieses eine Mal einen Menschen retten, der es verdient hat! Es würde keinen starken Zauber brauchen. Keinen Regen, keine Fruchtbarkeit. Nur ein klein wenig Stärke, etwas Selbstsicherheit, nur ein Mini-Spruch, um zu stabilisieren, was doch schon vorhanden ist, bevor es ganz zerstört wird. Was soll es dabei schon an Nebenwirkungen geben? Vielleicht wird sie ein wenig arrogant? Wäre das denn so schlimm? Vermutlich wird sie dem Schwachkopf, der neben ihr sitzt, den Laufpass geben, wenn sie merkt, dass sie auch einen guten Mann haben kann. Der wird das locker verkraften. Von daher droht keine Gefahr. Nur ein kleiner Schönheitszauber! Da kann nicht viel passieren. Das ist es, was die junge Frau sich wünscht: Einfach mal ein bisschen hübsch und sexy sein, damit die Männer aufmerksam auf sie werden und sie endlich zeigen kann, was tatsächlich in ihr steckt. Das Problem der männlichen Sexualität lösen, das darin besteht, dass Männer im ersten Moment nur aufgrund der Optik beurteilen, ob sie weiteres Interesse an einer Frau aufbringen wollen. Wenn das geschafft ist, wird der Rest zum Kinderspiel. Nur diese eine Hürde beseitigen, ja! Keine große Sache.

Sara brach den üblichen Hokuspokus ab.
„Ich weiß, was Du brauchst“, sagte sie zu Stefanie, „und ich kann es Dir geben. Es dauert fünf Minuten und Dein Leben wird sich verändern. Bitte lass Deinen Freund für den Moment draußen warten!“
Zunächst war Tim irritiert. Weil er die Frau aber nicht mochte, den ganzen Blödsinn ohnehin satt und tierisch Bock auf eine Zigarette hatte, ging er hinaus. „Fünf Minuten“, rief er noch und war gegangen.
Stefanie war nicht weniger irritiert, als auch die Frau durch einen Vorhang verschwand, um nur einen Moment später mit einem unheimlich aussehenden, alten Buch in ihren Händen wiederzukommen. Die Neugier überwog jedoch und so beobachtete Stefanie gespannt, wie die Frau in dem Buch herumblätterte, bis sie die gewünschte Seite gefunden hatte.
„Ich lese jetzt den Spruch“, meinte Sara, als Stefanie unterbrach: „Moment! Kein Pentagramm oder geopferte Hähnchen?“
Sara lächelte. „Also, Hähnchen schon mal gar nicht. Einen Hahn vielleicht, aber ein Hähnchen? Ein Halbes, womöglich? Wie sieht denn das aus?!“
Stefanie musste kichern. „Ich dachte nur“, meinte sie, „das gehört vielleicht dazu.“
„Zu dem ganzen Quatsch hier mit der Kristallkugel vielleicht“, seufzte Sara, „Liebes, wir wissen doch, dass das alles Blödsinn ist, den die Leute sehen wollen. Das hier“, sie klopfte auf das aufgeschlagene Buch, „ist echt. So echt wie das Bäuchlein, das man zwar nicht sehen kann, aber das Du unbedingt loswerden willst. Diäten helfen nicht, aber Magie schon.“
Stefanies Unterkiefer klappte herunter. „Woher wissen S…?“
„Pst! Ich weiß mehr, als ich wissen will. Ich weiß, dass Du Dich nicht begehrenswert fühlst. Ich weiß, dass Du denkst, Du hättest nicht mehr verdient, als Du im Moment bekommst. Ich weiß, dass Du es satt hast. Ich gebe Dir ein klein wenig äußere Schönheit zu Deiner inneren dazu. Was Du dann damit machst, ist Deine Sache. Hast Du etwas zu verlieren?“
„Ähem. Nein. Denke ich.“ Stefanie versuchte, den merkwürdigen Text, den die Frau nun aufsagte, in dem Buch zu entziffern, da sie kein Wort verstand. Was sie in dem Buch sah, war keine lateinische Schrift. Schon irgendwie unheimlich, dachte sie und: Woher weiß diese Frau das mit dem Bäuchlein? Ist das einer von Tims dummen Streichen?
„Und?“, wollte Tim wissen, als Stefanie aus dem „Haus der Magie“ ins Freie trat, „bist Du jetzt verzaubert?“
„Klar. War das einer von Deinen Späßen?“
„Was? Nein. Wieso?“
In den letzten zwei Jahren hatte Tim sie mehrfach auf den Arm genommen, aber er sah diesmal tatsächlich unschuldig aus. Stefanie ließ es dabei bewenden.
Trotzdem fand sie die ganze Sache etwas unheimlich.
5-Dioptrien
Stefanie nutzte ihre Mittagspause, um einen Augenarzt aufzusuchen. Ihr Kopf schmerzte und sie hatte das Gefühl, durch einen Schleier zu blicken. Irgendwie war alles unscharf.
Am Alkohol des Vorabends konnte es nicht liegen, denn sie hatte nur ein Glas Wodka-Cola getrunken. Möglicherweise lag es ja am Benzin- und Zigarettengestank, den sie während des üblen Festes ertragen musste. Tim hatte sich derart vollaufen lassen, dass er sogar auf den stillschweigend vereinbarten Blow-job verzichtete. Das war in Ordnung, denn es kostete Stefanie jedes Mal Überwindung, das glibberige Zeug zu schlucken. Andererseits fand Tim das immer so toll, dass er ihr hinterher noch für einen ganzen Tag jeden Wunsch erfüllte. Da es jetzt Montag war, hätte Stefanie gar nicht viel von seinen Freundlichkeiten gehabt, also war es ganz gut so.
Stefanie dachte schon nicht mehr an die seltsame Begegnung mit der Magierin, als der Augenarzt nach den Tests seinen Kopf schüttelte. „Das ist seltsam. Im Alter kann das passieren, dass durch die Erschlaffung der Hornhaut ein Sehfehler wieder korrigiert wird. Bei Kurzsichtigen wie Ihnen oder mir kommt es hin und wieder zu einer Verbesserung der Sehschärfe. Überwiegend verläuft es aber anders und die Leute brauchen dann eine Gleitsichtbrille. Tja. Ihre Fehlsichtigkeit ist um fast zwei Dioptrien zurückgegangen. Da Sie erst 18 sind und keine Diabetes haben, muss ich zugeben, dass ich das nicht erklären kann. Sie brauchen jedenfalls eine neue, schwächere Brille. Womöglich könnten Sie auch noch einmal über Kontaktlinsen nachdenken.“
Es blieb noch ein wenig Zeit und Stefanie ging, verblüfft, wie sie war, noch schnell zum Optiker um die Ecke. War die wundersame Heilung ihrer Kurzsichtigkeit schon ein kleines Wunder gewesen, so erwartete sie beim Optiker ein Schock.
Sie hatte sich ein, wie sie fand, flottes Gestell ausgesucht, denn die dünneren Gläser passten jetzt endlich auch in eine schöne Brille und hielt sich einen Spiegel dicht vor ihr Gesicht. Mit der glaslosen Fassung auf der Nase war noch genug von der Kurzsichtigkeit übrig, um sich nicht auf Distanz betrachten zu können. Dann bemerkte sie es.

Wo am Vorabend noch fette Pickel darauf warteten, sich mit Eiter füllen zu können, waren jetzt nur noch leichte, rosa Flecken zu erkennen. Auch die älteren Spuren waren deutlich verblasst.
Schnell veranlasste Stefanie die Bestellung der neuen Gläser und rannte regelrecht zurück ins Büro. Dort angekommen fuhr sie eilig den PC hoch, um gleich darauf auf der Personaltoilette zu verschwinden.
Niemand da. Gut.
Stefanie öffnete Knopf und Reißverschluss ihrer Jeans und zog die Hose ein Stück herunter. Dann zog sie an ihrer Bluse und stellte sich mit nacktem Bauch vor den Spiegel.
Bauch?

Die Wölbung war noch da.
Allerdings nur angedeutet. Es hätte nicht viel gefehlt und das Bäuchlein wäre komplett weg gewesen. So viele vergebliche Versuche! Und nun? Über Nacht fast weggeschrumpft. Oder richtiger: Während des Vormittags.
Der Nachmittag verlief höchst unproduktiv. Stefanie war durcheinander. Hätte der Optiker ihr nicht ein Übergangsgestell mit ihrer neuen Brillenstärke gegeben, hätte sie ohnehin nicht arbeiten können. Auch so kam nicht viel dabei heraus.
Tim würde am Abend nicht bei ihr auftauchen, weil er ein Treffen mit zwei seiner Kumpels hatte: Thomas aus der Nähe von Konstanz, eine Dumpfbacke, und René, der aus irgendeinem Loch in Hintersachsen stammte. Stefanie war froh, dass Tim sie bei solchen Treffen nicht dabei haben wollte (auch, wenn sie genau wusste, dass er der Meinung war, nicht mit ihr bei seinen Kumpels angeben zu können).
Also klopfte sie am Abend an Tanyas Tür, die während des Tages eine Fortbildung gehabt hatte.
„Neue Brille?“, war Tanyas erste Frage, bevor Stefanie ganz im Zimmer stand.
„Nur vorläufig. Bis die richtige Brille fertig ist.“
„Cool. Besser als vorher.“
„Danke. Fällt Dir noch etwas auf?“
„Warte mal! Ja. Deine Haut! Obercool! Hey, fuck! Hast Du eine neue Hautcreme ausfindig gemacht? Das ist ja der Hammer! Und Deine Haare!“
„Was? Was ist mit meinen Haaren?“
„Ich fasses nich. Steffi-Baby hat eine fucking Tönung benutzt. Wirst wohl eitel auf Deine alten Tage?“
„Was?“ Schnell eilte sie zurück auf den Flur und riss die Tür zum Bad, welches sie sich mit Tanya teilen musste, auf. Im Spiegel sah sie es:
Aus der undefinierbaren Schlammfarbe war ein sanftes, schimmerndes Braun geworden.
Stefanies Knie wurden weich. Sie musste sich mit einer Hand am Türrahmen abstützen.

„Also, ich glaube daran“, meinte Tanya, als sie die Geschichte mit Madame Lenoir gehört hatte, „Magie gibt es. Hey, fuck! Das ist doch geil! Du siehst scheißgut aus so! Was kommt denn noch? Titten? Oh, entschuldige.“
„Pfft. Schon gut. Das fehlt gerade noch! Das Problem ist: Ich weiß es nicht. Die Frau war total nett und ich habe nicht an den Spuk geglaubt, aber sie wusste etwas, was sie eigentlich nicht wissen konnte und da habe ich in einem Anflug von … keine Ahnung, wovon, gedacht – okay, mach ich eben mal mit. Kann ja nicht schaden. Sie hat aber auch gesagt, dass es Nebenwirkungen geben kann und wenn etwas nicht stimmt, soll ich in einem Monat zum Fischerfest kommen, weil sie dann dabei ist und dann könne sie den Gegenzauber wirken.“
„Und dann? Wird Deine Haut dann wieder schlechter?“

„Nein. Sie hat gesagt, dass der Gegenzauber nichts rückwirkend verändert. Er neutralisiert nur für die Zukunft; also, wenn es irgendwelche Nebenwirkungen gibt.“
„Welche sollen das sein?“
„Keine Ahnung. Das mit der Haarfarbe ist vielleicht schon eine?“
„Fuck, Steffi! Das wirst Du doch nicht ändern wollen! Das ist viel besser so.“
„Ehrlich?“
„Klar. Hör mal: Das darfst Du Tim nicht erzählen. Der glaubt glatt, Du hättest einen Scheiß-Dachschaden. Der hält nichts von solchen Dingen.“
„Er war doch dabei. Na ja, fast jedenfalls.“
„Egal. Das bleibt unser Geheimnis. Du warst beim Kosmetiker. Ich decke Dich. Ich habe Dich dazu überredet und dann haben wir gleich noch eine neue Brille für Dich ausgesucht. Okay?“
„Na gut.“
Das klang plausibel, nur – wie sollte Stefanie ihren nunmehr fast flachen Bauch erklären … falls Tim das überhaupt bemerken würde.
6-Haarausfall
Die Frage, was Tim bemerken würde, wurde vertagt, denn er blieb über Nacht in Konstanz.
Am nächsten Morgen erwachte Stefanie mit einem komischen Gefühl. Es war eine Art Hautirritation, wie sie zunächst glaubte und betraf ihre kaum vorhandenen Brüste. „Titten?“, hatte Tanya noch im Scherz gefragt und aus dem Gefühl leichter Spannung wurde eine schockierende Gewissheit, als Stefanie nackt vor dem Spiegel in dem Gemeinschaftsbad stand.
Der Bauch war komplett flach. Nichts war mehr übrig von der störenden Wölbung. Stattdessen schien eine Verlagerung stattgefunden zu haben, denn es war nicht zu übersehen: Stefanies Brüste hatten begonnen, zu wachsen. Wenig nur – immer noch höchstens ein A-Cup, aber doch erkennbar. Ihr wurde heiß.

Natürlich war das auch irgendwie … toll, aber was, wenn das so weitergehen würde. In einem Monat könnte sie aussehen wie ein Pornostar und wenn sie die Zauberin richtig verstanden hatte, würde auch ein Gegenzauber das nur stoppen, aber nicht rückgängig machen. Eine freche Stimme in Stefanies Hinterkopf meinte: „Na und? Was ist denn gegen schöne, große Titten einzuwenden?“
Dennoch stellte sich Stefanie höchst irritiert erst einmal unter die Dusche.
Dort erwartete sie ein weiterer Schock.
Der Zauber wirkte offensichtlich nicht nur äußerlich.
Die Gefühle, die Stefanie durchströmten, als sie insbesondere ihre gewachsenen Brüste und ihren Intimbereich wusch, waren eindeutig sexueller Natur. Sie reagierte deutlich heftiger auf Berührungen – auch, wenn es nur ihre eigenen Hände waren. Das konnten die angesprochenen Nebenwirkungen sein.
Als sie die Dusche abstellte, war sie nicht nur äußerlich nass.
Schnell trocknete sie sich ab und beeilte sich besonders bei den erogenen Zonen. Als sie das Handtuch ansah, riss Stefanie ihre Augen vor Entsetzen weit auf.
Unmengen dunkler, kurzer Haare hingen in dem Tuch.
Erst jetzt bemerkte sie die ungewohnte Kühle auf ihrer Haut.
Als Stefanie an sich herunterblickte, sah sie es:
Nicht ein einziges Haar war übrig geblieben. Ihre Scham war vollkommen kahl.
Sie strich sich über die Beine.
Das Gleiche.
Glatte, kahle Haut. Überall.

Ihr Kopf war verschont geblieben, aber ihr Körper war vollständig haarlos. Damit einher ging eine enorm verstärkte Sensibilität.
Stefanie konnte nicht anders – sie musste wissen, wie es sich anfühlte und strich vorsichtig mit einer Hand über den jetzt kahlen Schamhügel.
Eine Welle erotischen Wohlgefühls überkam sie.
Ihre Knie wurden weich, als Stefanie den Finger auf die hervorgetretene, nun ganz und gar bloßgelegte, harte Perle legte, mit der sie sich zwar stets Lust, aber noch nie einen Orgasmus beschert hatte. Diesmal war es anders.
Schon Sekunden später saß sie mit ihrem nackten Po auf den Bodenfliesen und befriedigte sich laut stöhnend in einer unbekannten Weise. Als das Neue geschah, das auch Tim nie in ihr erzeugt hatte, entfuhr ihr ein animalischer, hoher, unkontrollierbarer Schrei.
Stefanie hatte ihren ersten, richtigen Orgasmus.

Nach einer ganzen Weile erhob sie sich mühsam, nach Luft japsend und setzte das Abtrocknen fort. Was zunächst durch Nässe bedingt schien, stellte sich bald als die nächste Überraschung heraus: Ihre Haarfarbe hatte sich weiter verändert. Umso trockener die Haare wurden, umso deutlicher konnte Stefanie sehen, dass aus dem Braun ein Dunkelblond geworden war. Die meisten Männer fanden Blond toll, aber das musste doch nicht sein! Vielleicht würde es ja bei einem angenehmen Farbton stoppen. Womöglich würde sie aber auch als Blondine enden. Wieder ertönte die Stimme: „Ja und?“
Allmählich bekam Stefanie es mit der Angst zu tun.

„Was sagt eine Blondine, die breitbeinig auf einem Heizkörper angetroffen wird? ‚Der Klempner hat gesagt, die Heizung leckt‘.“
„Tanya, das ist nicht witzig!“
„Hey, komm! Du hast braunes Haar. Schönes, glänzendes, braunes Haar.“
„Ja. Noch.“
„Ach, komm! So schlimm wird es schon nicht werden. Sieh doch nur! Deine Haut ist schon fast ganz glatt. Ist das nicht super?“

Der Tag war sehr arbeitsreich und so ergab es sich durch Zufall, dass Stefanie und Tanya sich auf der Mitarbeitertoilette getroffen hatten. Tanya hatte natürlich die Aufhellung von Stefanies Haar sofort bemerkt.
„Doch, schon. Aber da ist noch mehr.“
„Echt? Was denn?“
„Mir sind heute Morgen alle Körperhaare ausgefallen.“
Tanya konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Fuck! Das findest Du schlimm? Überall?“
„Ja.“
„Ist doch super. Kein Rasieren, kein Epilieren mehr. Geil. Wer will denn schon heutzutage erst durch ein Gestrüpp?“
„Ich sehe da unten aus wie ein kleines Mädchen.“
„Quatsch! Die haarigen Zeiten sind längst vorbei. Das ist trendy. Ich muss mich jeden Morgen mühsam rasieren.“
„Wirklich?“
„Natürlich. Ich suche schon lange nach einer schmerzlosen Methode, den Busch loszuwerden und Du beschwerst Dich. Wie unfair!“
„Hm. Meine Brüste wachsen.“
„Ha, ha, ha! Wird auch langsam Zeit, oder? Sieht man noch gar nicht. Melde Dich, wenn ich Dir einen BH leihen soll!“
„Hoffentlich passt mir Deine Größe in ein paar Tagen noch.“
„Fuck! Jetzt werde mal nicht gleich größenwahnsinnig! Noch was?“
„Ja. Ich glaube, meine Libido nimmt zu.“
„Ja, fein! Das nennt man wohl ‚sexuelles Erwachen‘. Besser spät als gar nicht, oder?“
„Ich weiß nicht … das ist komisch. Einerseits macht es mir Angst. Andererseits …“
„Ist es geil. Oder?“
„Mhm. Ja. Schon irgendwie.“
Tanya legte ihren Arm um Stefanies Schultern. „Genieße es! Ist das denn so schwer? Du hast es verdient. Warts ab – bald werden sich die Männer um Dich reißen. Mein Bruder wird sich anstrengen müssen, aber das tut ihm, glaube ich, auch mal ganz gut.“
„Du bist ja ganz schön gemein.“
„Scheiß drauf!“
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Kommentare
Kaum zu glauben!
Diese Geschichte ist annähernd ein Jahr online und noch kein Kommentar.
Tip Top, kann ich nur sagen (schreiben). Wer es nicht liest, hat was verpasst.
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