Die Nachtschicht seines Lebens - 9

 

Hier kommt der letzte Teil:

 

Bei Chris und Heiko blieb das Herz scheinbar stehen. Was hatte der andere gewählt? Wer wurde erlöst?
Beide Männer spürten, wie ihre KGs sich zu verkleinern schienen. Oder wurden ihre Luststäbe größer?
Der Druck! Er wuchs so stark! So schnell! Die Sklaven fühlten sich, als trügen sie dicke Kartoffeln zwischen den Beinen.

Die Spannung in der Luft schien zu knistern als Jenny verkündete: „Also Chris hat 60 Tage gewählt.“

Anke und Birgitta schmiedeten einen Racheplan.

Und drei Wochen später war es soweit: Verkleidet als Krankenschwestern spazierten sie in das Krankenhaus, in dem Markus als Pfleger arbeitete. Es war mitten in der Nacht.
Sie hatten zuvor ausgekundschaftet, wann sein Dienst begann. In dieser Woche hatte er Nachtschicht.
„Praktisch“, hatte Birgitta grimmig gesagt, „dann gibt es weniger Zeugen.“

Die Frauen warteten einen geeigneten Moment ab, bis Markus alleine auf einem Flur unterwegs war. Plötzlich schwang eine Tür zu einer Abstellkammer auf, Markus sah verwundert hin: Er konnte nur noch eine Krankenschwester erkennen, und im letzten Augenblick, bevor er von hinten einen Lappen mit einem Betäubungsmittel über das Gesicht gepresst bekam, erkannte er vor sich Anke.

Während er sein Bewusstsein verlor, merkte er noch, wie Anke seine Beine packte. Die Frauen schleiften ihn in die Kammer. Dann besorgte Birgitta eine fahrbare Trage.
Anke hatte Markus in der Zwischenzeit ausgezogen und ihm ein OP-Hemd verpasst. „Und schon ist der Schwarze Peter ein hellblauer Peter“, schmunzelte sie, schlug ihm klatschend auf den nackten Hintern und rollte ihn dann auf den Rücken.

Birgitta klopfte an die Tür, Anke öffnete, und die Beiden hoben Markus auf die Trage und schnallten ihn fest. Mit ihrem Patienten fuhren sie in den nächsten Aufzug und bis in den Keller. Da war nachts niemand unterwegs.
Im Untergeschoss waren die Drei nun ganz alleine – bis auf einige verstorbene Patienten, die in ihren Kammern auf ihre Abholung warteten.
Die zwei Frauen zurrten nun weitere Gurte fest, so dass sich Markus von der Liege nicht mehr befreien konnte. Danach zückte Birgitta einen KG: „Schau mal, was ich im Internet gefunden habe!“ Der massive Keuschheitsgürtel war so konstruiert, dass eine Schwellung besonders schmerzhaft wurde. Außerdem gab es keinen Schlüssel dafür, sondern ein digitales Schloss mit Zeitangabe.

„Warte noch“, sagte Anke. „Wir wollen ihm einen kleinen Schrecken einjagen.“ Sie schoben die Liege zu einer Wand aus metallenen Türchen, hinter denen die Bahren der Verstorbenen aufbewahrt wurden. Sie öffnete eine leere Kabine. Birgitta musste schlucken. „Hast du etwa ausprobiert, welche leer ist?“ Anke grinste. „Nein, die sind alle leer. Dieser Raum hier ist ein Neubau, der erst demnächst eingeweiht wird.“

Die Frauen schoben Markus hinter Tür Nr. 34. Sie schlossen sie. „Bekommt er denn Luft?“, fragte Birgitta. Anke beruhigte sie: „Wir machen ab und zu die Tür auf.“
Birgitta sah ihre Freundin schockiert an: „Was willst du? Ist das denn genau? Ist das nicht gefährlich?“
Anke schmunzelte: „War nur ein Scherz. Siehst du das kleine Gerät? Das misst die Atemluft. Hier, schau!“ Sie zeigte ihr eine kleine Anzeige an einem zylinderförmigen Metallapparat. „Und der Sensor dazu klebt an der Innenwand. Funktioniert per Funk.“
Jetzt brauchten die Frauen nur noch den Sauerstoff zu überprüfen und darauf zu warten, dass der ehemals Schwarze Peter aufwachte.
„Lass uns in die Cafeteria gehen“, schlug Anke vor. Birgitta fragte: „Hat die denn mitten in der Nacht geöffnet?“ Anke antwortete: „Nicht direkt. Aber die Stühle und Tische darf man benutzen. Außerdem gibt es dort Automaten mit Kaffee und Gebäck.“

Als die zwei Frauen am Tisch saßen freuten sie sich schon auf die Panik, die Markus wohl in der engen Kammer bekommen würde. Er würde als Pfleger auch im Dunkeln erkennen, wo er da war.
Doch dann wurde Birgitta niedergeschlagen: „Das ändert alles nichts daran, dass ich den Rest meines Lebens im KG verbringen muss!“
Anke nahm ihre Hand und streichelte sie tröstend, währen Birgitta eine Träne die Wange herunterkullerte.

Nach einer gewissen Zeit stellte Anke fest: „Oh, der Sauerstoff neigt sich immer mehr. Vielleicht sollten wir langsam mal für Frischluft sorgen.“
Die Beiden fuhren wieder in den Keller des Krankenhauses. Anke wollte schon öffnen, da hielt Birgitta sie noch ab davon und schlug kräftig gegen die Tür.
Im Innern war eine dumpfe Stimme zu hören, die um Hilfe rief. Die beiden Frauen mussten grinsen. „Dem geht der Arsch auf Grundeis!“, war sich Anke sicher.

Wieder hämmerte Birgitta gegen die Tür und wiederholte das Spiel mehrmals. Endlich öffneten sie die Tür. Markus schrie um Hilfe und atmete schwer. Die Frauen zogen ihn ein Stück hervor und beugten sich über seinen Kopf. „Hallo Schwarzer Peter! Lange nicht gesehen“, sagte Birgitta.
Markus war nassgeschwitzt in seinem OP-Hemd. „Ihr? Bitte! Lasst mich gehen! Ich… Ich gebe euch den zweiten Schlüssel! Ich…“ Doch Birgitta knebelte ihn mit einem Ballgag. „So! Damit wir deine Lügen und dein unwürdiges Gebettel nicht weiter anhören müssen!“
Anke hielt ihm den KG vor die Augen. „Weißt du, was das ist? Das ist die neueste Entwicklung, um notgeile Sklaven gefügig zu machen.“

Sie schlossen Markus darin ein und stellten das Digitalschloss erst mal noch nicht ein, sondern ließen es nur zuschnappen. „Das wirst du die Höchstzeit tragen. Und weißt du auch, was die Höchstzeit ist?“, wollte Birgitta süffisant wissen. Sie hob stolz ihr Kinn an und verkündete triumphierend: „99 Jahre!“

Markus grumpfte und seiberte in seinen Knebel, aber die Frauen lachten nur höhnisch über sein panisches Gesicht und seine erfolglosen Zuckungen, um den medizinischen Schnallen zu entkommen.
Birgitta hatte die Ehre: Sie stellte die 99 Jahre ein.
WAS FÜR EIN GEFÜHL!
Sie genoss diesen Augenblick so sehr! Dann ließ sie das Schloss endgültig einklacken.
Was für ein Geräusch, was für ein Moment! Sie hatte am ganzen Körper Gänsehaut.
Markus brüllte verzweifelt in seinen Knebel.
Anke sagte: „Und jetzt zurück mit ihm in seine Koje!“
Birgitta schob ihn mit einem kräftigen Ruck zurück in die Dunkelheit. Markus brummte und brüllte in seinen Knebel, aber es half nichts. Die Tür knallte zu. Der Schwarze Peter war in völliger Düsternis.

Neben der klaustrophobischen Gefühle kam eine Schwellung seiner Männlichkeit. Warum wurde er jetzt hart, fragte er sich. Und sofort spürte er den Schmerz, den die Dornen im KG verursachten. In der Finsternis fühlte es sich gleich doppelt brutal an. Was hatten diese Weiber mit ihm noch vor? Würden sie wiederkommen? Was war, wenn sie nicht wiederkamen?

Markus hatte viel Zeit über alles nachzudenken. Doch er konnte sich immer schlechter konzentrieren. Vielleicht lag es am wenigen Sauerstoff. Er war den Frauen komplett ausgeliefert!
Je mehr er sich gegen seine Fesseln stemmte, desto mehr Sauerstoff verbrauchte er. Aber ruhig zu bleiben, wenn einem nach Panik war, würde schwer werden…

Anke und Birgitta öffneten eine Flasche Sekt, die sie mitgebracht hatten, und stießen mit Plastikbechern auf ihre gelungene Rache an.
„Vielleicht finden wir ja doch irgendwo jemanden, der deinen KG aufsperren kann“, tröstete Anke. Doch Birgitta war pessimistisch. „Ich habe doch schon überall nachgeforscht. Auch im Internet. Sogar auf fremdsprachigen Seiten. Aber dieses Modell lässt sich nur mit dem verlorenen Schlüssel öffnen.“
Die Euphorie der Damen war vergangen, und sie tranken still ihre Becher leer.
„Lass uns wieder runtergehen zu dem Saukerl“, meinte Anke und tippte ihrer Freundin auf die Schulter.

Als Markus ein zweites Mal befreit wurde, riss er seine Nasenlöcher auf.
Luft!
„Sei froh, dass das Kühlaggregat noch nicht funktioniert“, sagte Anke grinsend. Sie zogen Markus dieses Mal ganz aus der engen Kabine. Anke legte ihm eine Windel an. „Damit niemand deinen KG sieht.“
„Und der Ballknebel?“, fragte Birgitta. Anke schmunzelte und nestelte unter ihrem Krankenschwesterkittel herum, bis sie unter ihrem Rock ihr Spitzenhöschen ausgezogen hatte. Das band sie Markus aufs Gesicht. Anschließend holte sie Mullbinden hervor und wickelte sie um den Kopf des Patienten, als habe er schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen.
„Wo hast du das denn her?“, fragte Birgitta beeindruckt. Anke sagte: „Alles oben in den Räumen des Personals gefunden.“

Mit dem bandagierten Markus fuhren sie wieder hoch. Unterwegs warnte Anke ihn: „Wenn du Zicken machst, ramm ich dir meine Faust in deine nutzlosen Glocken!“
Markus beschloss, ruhig zu bleiben. Das Frauenduo fuhr mit ihm in eine andere Etage und brachte ihn in ein Krankenzimmer, in dem er alleine lag. „Ich habe mich erkundigt. Hier werden die Wände neu gestrichen. Der Maler kommt aber erst in übermorgen. Vorläufig kommt hier also niemand rein.“

Anke füllte einen Eimer mit Wasser und holte einen Schlauch von einem Tropf hervor. Sie drückte das eine Ende in das große Gefäß, das andere durch die Gesichtsbandage an dem Knebel vorbei bis in Markus Mund. „Halt ihn gut fest, sonst sitzt du bald auf dem Trockenen. Wirst wohl ein oder zwei Tage durchhalten müssen.“ Dann musste sie kichern. „Wahrscheinlicher liegst du bald eher im Nassen! Spätestens, wenn die Windel voll ist…“
Birgittas Gesicht trief vor Schadenfreude. Sollte er ruhig so gefunden werden.

Bevor sie das Krankenzimmer verließen, kraulte Birgitta noch über Markus Bälle: „Och, wie unnütz die nun sein werden! Vielleicht solltest du sie loswerden, dann ist deine Qual nicht so groß.“
Anke meinte gespielt schimpfend: „Jetzt verrate ihm doch nicht so gute Tipps!“
Das Lachen der Zwei hörte Markus noch auf dem Flur.

An der nächsten Garderobe verabschiedeten sie sich von den Kitteln. Sie fuhren ins Erdgeschoss und gingen zu ihrem Auto.
Birgitta fühlte sich gut!

Chris stand hinter der Theke in der Tankstelle. Die vielen Nachtschichten waren ermüdend. Aber viel schlimmer war, was vor drei Wochen geschehen war. Jenny hatte ihn und Heiko vor die Wahl gestellt, wie lange sie freiwillig in ihren KGs bleiben wollten, um, wie sie sagte, ein „Opfer“ zu bringen.
Chris hatte Blut und Wasser geschwitzt und sich für 60 Tage entschieden, um wenigstens an jenem Tage aufgeschlossen zu werden, um anschließend für zwei lange Monate in seinem Käfig zu schmoren. Doch trotz der hohen Zahl hatte Heiko ihn noch überboten: 75 war seine Wahl gewesen. Damit wurde er aufgeschlossen, verlebte einen traumhaften Abend mit Jenny, während Chris weiter schmoren musste.

Jetzt waren drei Wochen um, und er quälte sich bereits seit fünf Wochen im KG. Außerdem hatte er den Verdacht, dass Heiko und Jenny ihn zum Narren hielten, denn irgendwie vermutete er, dass Jenny heimlich mit Heiko Sex hatte. Der dezente Duft des Rasierwassers an ihrer Haut konnte auch bedeuten, dass Heiko sie oral befriedigt hatte, aber als er sie vor einigen Tagen mit seiner Zunge befriedigte, war ihm, als schmecke er einen fremden Mann. Oder war Jenny ihnen beiden untreu geworden?

Er hatte sie noch nicht darauf angesprochen, er wagte es nicht, doch morgen wollte er sich dazu überwinden.
Jennys Reaktion war ein spöttisches Lachen. „Hast du uns durchschaut? Trotzdem bleibst du noch mindestens 38 Tage verschlossen. Ich mache dir einen Vorschlag: Wenn du heute Abend vor deiner Nachtschicht Heiko und mir zuschaust, dann erlasse ich dir drei Tage.“

Chris fühlte sich tief gedemütigt. Und gleichzeitig erregte ihn die Vorstellung, den beiden beim Sex zuzusehen. Er ließ sich schließlich darauf ein.
Doch es sollte noch viel demütigender für ihn werden, als er gedacht hatte: Jenny umgarnte ihn und machte ihn scharf wie eine Rasierklinge, dann widmete sie sich nur noch Heiko, der sie in drei verschiedenen Stellungen bearbeitete.

Wie gern hätte Chris jetzt mit dem Nebenbuhler getauscht! Und das hämische Gesicht von Heiko, als er fertig war, versetzte ihm einen weiteren Stich. Als dann Jenny auch noch damit anfing, ihn zu verhöhnen, hielt es Chris nicht mehr aus und flüchtete in die Nacht hinaus. Die Beziehung zu dieser gemeinen Hexe wollte er beenden!

Die folgende Nachtschicht war der reinste Horror. Er war in Gedanken nur bei Jenny und Heiko, wie sie vor ihm übereinander hergefallen waren. Er sah Jennys hübsche Gestalt, wie sie von Heiko genommen wurde, von vorne, von hinten, wie sie auf dessen Prügel ritt und ihre Haare hin und her warf, wie Heikos Pobacken seine Hüfte kraftvoll nach vorne schob, wie seine Bälle zwischen seinen maskulinen Schenkeln baumelten und sich genüsslich entluden…

Zu Hause rief er Jenny an und verlange kurzerhand den Schlüssel zu seinem KG.
„Du kannst ihn haben, aber dann will ich dich nie wieder sehen!“ war Jennys hochnäsige Antwort.
Doch Chris hatte seine Entscheidung getroffen: Lieber Single als von diesem Weib so unfair behandelt zu werden. Wie hatte er sich so in ihr täuschen können?

Am Mittag fuhr er zu Heikos Haus und nahm die Schlüssel entgegen. Jenny hatte nur einen herabwürdigenden und verachtenden Blick für ihn übrig.
Chris stand da wie ein Jammerlappen. Er fühlte ein schlechtes Gewissen, doch brauchte er das zu haben?
Niedergeschlagen fuhr er nach Hause. Mehrmals setzte er dazu an, sich aufzuschließen. Und obwohl sein Druck eigentlich enorm war, ließ er es doch noch bleiben und schob es vor sich her. Denn der Selbst-Aufschluss bedeutete auch gleichzeitig das symbolische Aus als Sklave.

Chris wartete noch zwei weitere Tage, obwohl er immer wieder kurz davor war, wie ein Drogensüchtiger, der von dem Teufelszeug lassen will, und sich dabei ertappt, wie er davor steht und nach ihm greift, verführt vom Satan…

Sollte er den Schlüssel irgendwo deponieren, wo er nicht so leicht heran kam? Aber vorher würde er noch einmal herzhaft… NEIN! Wenn er im KG war, so sollte es nicht so sein, dass er jederzeit an den Schlüssel kam…
Nur ein einziges Mal vorher…
NEIN!
In ihm stritten Gut und Böse. Der innere Schweinehund mit seinem Willen.
Wer würde gewinnen? Chris hatte das Gefühl, es stehe Unentschieden. Es war ein ewiges Hin und Her.
Birgitta und Anke! Sollte er ihnen den Schlüssel bringen? Aber…
Würden sie es tun? Sie hatten ihn abserviert… Wollte er ihnen überhaupt diese Macht in die Hände spielen?
Er wagte einen Anruf…
 

Etwa drei Wochen zuvor:

Eine Krankenschwester erschien in einem Patientenzimmer, um dem Maler zu zeigen, wo er streichen sollte.
„Wieso…“ Sie sah die Liege mit dem scheinbar unbekannten Mann. Sofort holte sie eine Kollegin herbei. „Was ist das für ein Patient? Seid wann liegt der hier? Oje! Wieso ist der festgeschnallt…. Und was ist das für eine seltsame Konstruktion mit dem Eimer?“

Sie löste langsam die Bandagen im Gesicht und erkannte ihren Kollegen Markus. „Ach du grüne Neune… Was machst du denn hier?“
Die Kollegin sah wie gebannt herüber: „Das ist ja Markus. Und in… Windeln?“

Die folgenden Minuten, in denen sich das Krankenzimmern mit Schwestern und weiteren Neugierigen füllte, waren für Markus die schlimmsten und peinlichsten seines Lebens.
Er wollte nicht die gesamte Wahrheit erzählen und konnte glücklicherweise wenigstens den KG verbergen, aber ihm blieb nichts anderes übrig, als etwas von einem Bondagefetisch zu murmeln. Und man solle es doch nicht an die große Glocke hängen. Wenigstens hatten die beiden Kolleginnen die anderen gaffenden Zuschauer recht schnell wieder des Zimmers verwiesen, so dass ihnen das große Ausmaß der tagelangen Fesselung verborgen blieb.
Trotzdem wurde Markus seitdem jeden Morgen von grinsenden oder wegguckenden Schwestern irgendwie auffällig begrüßt.
Ob es schon alle im gesamten Krankenhaus wussten? Vielleicht kursierten ja auch nur irgendwelche Gerüchte. Markus war sich allerdings sicher: Kein Gerücht konnte so schlimm sein wie die Wahrheit!

Diese niederträchtigen Hexen! Er war nun Zeit seines Lebens in Keuschheit gefangen! Und das alles nur wegen eines zugegebenermaßen fiesen Streiches: Denn er hatte Birgittas Schlüssel doch nicht wirklich fallen lassen! Die Geschichte stimmte nur zum Teil. Er hatte tatsächlich darüber nachgedacht, aber er hatte keinen Schlüssel fallen lassen. Er lag in seinem Spind im Krankenhaus.
Aber unter diesen Umständen würde er Birgitta den Schlüssel nicht aushändigen! Sollte sie sein grausames Schicksal teilen!
Seid dieser Zeit hatte er keinen Kontakt mehr mit Anke oder Birgitta gehabt.

Heute rief also Chris bei Anke an, um höflich anzufragen, ob sie seinen Schlüssel aufbewahrte. Natürlich wusste Chris, dass er damit Gefahr lief, von ihr länger verschlossen zu werden, als er sich es wünschte. Aber das gab ihm den rechten Kick.
Zu seiner freudigen Überraschung war Anke einverstanden. Als Chris so nach dem Rechten fragte, wurde Anke plötzlich redselig und berichtete von der anfangs fantastischen Beziehung zu ihrem Master, doch dann hatte sich alles geändert.
Sie erzählte von ihrer Suche nach dem Schwarzen Peter, von seiner unmenschlichen Aktion und von Birgittas ewiger Keuschheit, und schließlich sprach sie auch von dem Racheplan, den sie in die Tat umgesetzt hatten.

Chris hörte still zu und bekam immer größere Ohren. Was für Erlebnisse! Und die Frauen waren sozusagen wieder solo. Vielleicht würde er ja zu Anke zurückkehren? Aber, nein, dazu war er (noch) nicht bereit. Sie hatte ihn eiskalt abserviert. Chris wollte vorerst alleine wohnen.
Zwei Tage später besaß Anke seinen Schlüssel.

Birgitta schien irgendwie eifersüchtig: „Der kann wenigstens noch raus aus seinem KG.“
Anke sagte mit einem schadenfrohen Grinsen: „Nicht, wenn du den Schlüssel vernichtest...“
Birgitta sah sie scharf an. Dann meinte sie leise: „Ja, vielleicht… Warum soll er Orgasmen haben, wenn ich sie nicht haben kann?“
Anke war erschrocken: „Das war doch nur ein Witz!“

Birgitta war starrköpfig und wirkte geradezu trotzig: „Ich bin auch in einem KG eingeschlossen! Ich habe kein Mitleid mit Chris. Wenn der so blöd ist, und dir den Schlüssel gibt…“
Anke wurde sauer auf ihre Freundin: „Hör zu! Erstens kann Chris nichts für deine Situation, und zweitens würde ich mich dann nicht mehr im Spiegel anschauen können. Ich werde den Schlüssel verantwortungsvoll verwalten. Ob es dir passt oder nicht.“

Birgitta verzog den Mund und hätte am liebsten ausgespuckt. Und das sollte ihre Freundin sein?
Ihre Laune war auf dem absoluten Tiefpunkt.
Sie lief aus dem Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu und warf sich aufs Bett.

Nach zwei missglückten Aussprachen, die das Gegenteil bewirkten, entschied sich Birgitta für den Auszug.
Als Anke ihrem Chris davon erzählte, unterhielten sie sich eine Weile über die aktuelle Lage. Chris hatte natürlich kein Verständnis für Birgittas Argument und dankte Anke für ihre Fairness.
Das Gespräch verlängerte sich zu einem gemeinsamen Abendessen, und endete schließlich mit einem Kuss.

Chris wirbelten hunderte Gedanken durch den Kopf, als er nach Hause fuhr. Er hatte das Gefühl, dass Anke ihn wiederhaben wollte.
Wäre ER denn bereit dazu?
Vorläufig wollte er noch alleine wohnen, doch bald musste er seine Wohnung sowieso kündigen, denn sie war ohne Jenny zu teuer.

In den nächsten Tagen telefonierten Chris und Anke mehrmals miteinander und kamen sich immer näher. Sie flirteten fast wie in uralten Tagen, doch stets ließ Anke dabei ihre dominante Seite durchblicken, und Chris genoss die vielleicht neue Beziehung, die da keimte wie ein kleines Pflänzchen.
 

Vier Wochen später:

Chris zog bei Anke ein. Er hatte ihr verziehen und festgestellt, dass er sie immer noch liebte. Wie er sie kannte, übernahm sie sofort den dominanten Part in der Beziehung. Zu seiner großen Verwunderung war aber längst nicht alles wie früher; denn Anke führte ihn dezent und sanft in eine für ihn ganz neue Rolle ein.

Chris war zwar zehn Tage in Folge im Keuschheitsgürtel, aber am elften Tag gab es ein besonderes Ritual: Nach seiner Nachtschicht wachte er gegen Mittag auf, als Anke ihn wach küsste; die beiden gingen in die Küche, wo Anke bereits ein wunderbares Frühstück gezaubert hatte, und anschließend verschwanden sie gemeinsam im Bad, um zu duschen.
Anke erlöste ihren Chris von seinem KG, und dann seiften sie sich gegenseitig ein und erkundeten ihre nackten Körper.

Nach dem Bad zog Chris seine neue schwarze Lederhose, Lederstiefel und sein schwarzes Latexoberteil an. Anke wartete entblättert und kniend im Wohnzimmer. Chris befahl ihr mit einer knappen Geste auf alle Viere zu gehen. Anke gehorchte sofort und sah demütig zu Boden. Chris stellte sich jetzt breitbeinig über Anke und zog aus seinem Gürtel einen Ringknebel hervor und legte ihn Anke an.

Anschließend zückte er aus einem kleinen Lederhalfter einen Teleskopstock, ließ ihn mit einem Ruck klackend ausfahren und versetzte damit Anke einige Schläge auf ihren Po. „Du hast mich zehn Tage keusch gehalten, du Luder! Das ist deine Bestrafung dafür!“

Er züchtigte sie und zog sie anschließend an den Haaren wieder in kniende Stellung. Nun stellte er sich vor sie und öffnete die Knöpfe seiner Lederhose und holte seinen Prügel hervor, den Anke voller Leidenschaft sofort durch ihren Ringknebel verwöhnte.
Ihre Hände stützten sich zunächst an den Oberschenkeln ihres Meisters ab, dann umfasste sie seine wohlgeformten Pobacken durch das Leder.

Chris fühlte, wie es ihm kam, und Anke genoss den Augenblick der höchsten Lust, als wäre es ihre eigene.
Chris sackte ebenfalls auf die Knie, befreite Anke von ihrem Knebel und umarmte sie herzlich.

Dieser Elf-Tage-Rhythmus wiederholte sich in leicht abgewandelter Form. Manchmal war Anke über einen Tisch oder Sessel gebeugt und wurde von Chris gerammt, manchmal fesselte er ihre Arme auf den Rücken, hin und wieder brachte er sie zigmal bis kurz vor den Orgasmus, ohne sie zu befriedigen, um sie schließlich mit seinem Luststab auf den Gipfel der Leidenschaft zu führen und gleichzeitig zu explodieren.

Aber in den zehn Tagen dazwischen hatte Anke die Hosen an.
Chris übernahm die Putzarbeit, kochte, kaufte ein, wusch die Wäsche, saugte Staub, bügelte, verwöhnte seine Partnerin mit Massagen und Streicheleinheiten und auch mit der Zunge, wenn Anke danach war – und das war fast täglich.

Bald fand sich Chris in die anfangs ungewohnte Rolle des Meisters. Nach den abstinenten zehn Tagen, in denen er nach Befriedigung gierte, war seine Erlösung aus dem KG am elften Tag als Meister wie eine Befreiung mit Kickstart. All seine aufgestaute Energie strömte aus ihm raus, und Anke erlebte einen Dom der Extraklasse. Beide waren so glücklich wie noch nie in ihrem Leben.

Birgitta hatte definitiv mit Anke gebrochen und war in eine andere Stadt gezogen ohne eine Adresse oder Telefonnummer zu hinterlassen. Selbst ihre Handynummer hatte sie gewechselt.
Sie hatte die Hoffnung aufgegeben, jemals aus ihrem KG ausbrechen zu können und war verbittert.

Markus, der ehemalige Schwarze Peter, saß in seinem digitalen Keuschheitsgürtel für 99 Jahre fest. Nach seiner anfänglichen Weigerung, Birgitta von dem vorhandenen Schlüssel zu erzählen, hatte er seine Meinung schließlich doch geändert, und das Exemplar per Brief an die alte Adresse geschickt. Der Schlüssel war also bei Anke und Chris angekommen.
Als Anke ihn sah, wurde sie weiß im Gesicht. Der Schwarze Peter hatte sie also zum Narren gehalten – und teuer dafür bezahlt. Denn im Gegensatz zu ihm waren die Frauen ehrlich gewesen: Sein digitaler KG öffnete sich erst in 99 Jahren.

Jetzt musste sie Birgitta finden. Doch wo suchen? Sie war untergetaucht. Anke blieb nur die Hoffnung, dass sie ihre Ex-Freundin eines Tages bei ihr melden würde.
 

Vier Jahre vergingen.

Birgitta hatte inzwischen ihre anderen erogenen Zonen so gut trainiert, dass sie in der Lage war, auch ohne ihre Vagina einen Orgasmus zu bekommen, doch war er nicht so stark, wie sie es von früher kannte.
Sie hatte war noch immer Single und wollte es unter diesen Umständen auch bleiben.
Chris und Anke lebten als Switcherpaar glücklich und zufrieden und hatten irgendwann Birgitta und Markus vergessen…

Bis zu dem Tag, als Birgitta wieder auftauchte.

Sie stand einfach eines Tages vor der Tür.
Anke und Birgitta standen sich sprachlos gegenüber und wussten gar nicht so recht, wie sie sich verhalten sollten.
Dann umarmten sie sich und begannen beide zu weinen. Sie wussten selbst nicht so recht, warum es aus ihnen herausbrach.

Nachdem Anke ihrer Freundin den KG-Schlüssel gezeigt hatte, war sie ein wenig verunsichert. Wie würde Birgitta nun reagieren? Würde sie vor Freude jubeln? Würde sie ihr Vorwürfe machen, weil sie den Schlüssel schon seit Jahren besaß? Würde sie die gerade wieder gewonnene Freundin erneut verlieren?

Aber Birgitta reagierte noch ganz anders: Sie schob den Schlüssel von sich. „Ich habe mich mit dem KG abgefunden. Nein – es ist kein Abfinden. Er gehört zu mir. Er ist ein Teil von mir geworden. Ich möchte verschlossen bleiben.“

Anke war sprachlos, dann nickte sie langsam verstehend.
Die beiden Freundinnen unterhielten sich noch Stunden lang, aber irgendetwas bedrückte Birgitta. Anke fragte nach, und dann sagte ihr Birgitta, was los war.

Ihre Freundin meinte, dass sie nun ein schlechtes Gewissen Markus gegenüber habe. Er hatte sie freigelassen, obwohl er selbst für 99 Jahre verschlossen war. Anke wollte schon witzeln: „Jetzt sind es ja nur noch 95“, aber sie hielt lieber den Mund, weil es Birgitta doch ziemlich nahe ging.

„Vielleicht solltest du mit ihm darüber sprechen“, schlug Anke vor.
Birgitta stimmte zu und traf sich am nächsten Tag mit Markus.

Als Chris von seiner Nachtschicht kam – inzwischen beim Werkschutz einer großen Fabrik beschäftigt – erzählte ihm Anke von Birgittas Besuch. „Dass wir von ihr noch mal hören, hätte ich nicht gedacht – zumindest nicht nach all den Jahren“, staunte Chris.

Am übernächsten Tag meldete sich Birgitta erneut bei Anke mit einer großen Überraschung: Markus und Birgitta hatten sich gegenseitig verziehen und wollten gemeinsam ihre Zukunft verbringen.

Chris wollte es erst gar nicht glauben: „Der Schwarze Peter und Birgitta ein Paar!?“
Anke schmunzelte: „Nun ja, als Schwarzer Peter wird Markus wohl nicht mehr auftreten. Die Zeiten sind vorbei. Aber trotz ihrer KGs haben sie ein sehr erfülltes Liebesleben, wie Birgitta mir freudestrahlend verraten hat.“

Chris war immer noch baff, wie sich die Dinge entwickelt hatten. Was die Zwei wohl miteinander trieben? Vielleicht würde er es eines Tages erfahren…
„Und jetzt mach die Bügelwäsche fertig“, befahl Anke plötzlich in strengem Ton.
Chris gehorchte sofort. Sein KG erinnerte ihn an seine Position als Sklave.

Morgen, nach seiner Nachtschicht, das wusste er, würde ER der Chef im Haus sein: Master Chris.
Anke würde nach Befriedigung wimmern. Sie würde wieder ihre hautenge Stoffhose tragen, die sich um ihren straffen Hintern spannte und ihr Höschen durchscheinen ließ. Sie würde vielleicht das T-Shirt tragen, dass kurz unter ihrem Busen abgeschnitten war und ihren schlanken Bauch zeigte, die leicht gebräunte Haut, die harten Brustwarzen, die seine Berührung so sehnsüchtig erwarteten…

Aus der dominanten Herrin würde ein demütiges verwundbares Reh werden. Und er würde seine Macht genießen. Doch er würde sie niemals verletzen.

Chris merkte, wie es bei der Vorstellung in seinem KG verdammt eng wurde. Jetzt wollte er sich erst mal der Bügelwäsche widmen. Danach dürfte er vermutlich ein paar Stunden schlafen. Aber anschließend gab es sicherlich noch genügend Dinge, die sich Anke einfallen lassen würde, um ihn zu beschäftigen und zu dominieren.

Und so sollte es auch kommen. - Als Chris dann auf dem Weg zur Nachtschicht war, spürte er die Striemen am Hintern, die Anke ihm geschenkt hatte, weil er eine Bluse nicht richtig gefaltet hatte.
Am Fabrikgelände angekommen, parkte er auf seinem Platz und stieg in seiner Uniform aus.

Schneidig grüßten ihn zwei Kollegen. Chris hatte seit einiger Zeit die Leitung übernommen und ein eigenes kleines Büro. Verschiedene Überwachungskameras ermöglichten ihm einen Blick in alle Winkel des Geländes.

Heute gab es wie meistens keine Unregelmäßigkeiten, dafür umso mehr Langeweile. Chris dachte über sein Leben nach.
Was es all für Wendungen in den vergangenen Jahren gegeben hatte. „Das müsste man aufschreiben“, murmelte er vor sich hin, schaltete seinen privaten Laptop an und begann zu tippen:

„Der Mann blätterte gelangweilt in seiner Zeitschrift, die schon Eselsohren hatte und deren Blätter klebten. Diese ätzenden Nachtschichten an der Tankstelle waren ihm ein Graus. Aber was sollte er machen? Irgendwie musste er ja seine Brötchen verdienen…“

Bis hier stimmte noch alles. Ob er das eine oder andere ein wenig ausschmücken sollte? Oder gar seiner Fantasie freien Lauf lassen?
Chris grinste und schrieb weiter.

ENDE

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Kommentare

Interessante Idee die Geschichte so enden zu lassen :)
Überhaupt sind alle Teile perfekt geschrieben und wunderbar zu lesen :)
Dankeschön für diese tolle Reihe :)
6 Sterne von mir :)
Maria

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In reply to by Ungehorsame Sklavin (nicht überprüft)

Hallo Sklavin Maria,

 

ich danke dir für dein Feedback.

Du hast mich von Anfang an abgeholt, mitgenommen und dabei behalten. Einfach Klasse geschrieben, ich muß gestehen das Ende gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn einem der schwarze Peter schon leid tun kann *g 

Ich hoffe wir werden noch mehr von dir zu lesen bekommen.

Lieben Gruß

Tamy