Die Prüfung 10-2017

 

Endlich!
Wochenende!!
Ein Wochenende, von dem ich in ungefähr wusste, wie es ablaufen würde – ganz im Gegensatz zu einer anderen Person, für die dieser Abend entscheidend werden würde.
Es gab an diesem Wochenende endlich mal wieder eine dieser Veranstaltungen, wo die Male Doms sich gegenseitig ihre gehorsamen Subs präsentierten – egal wieviele sie an ihrer Leine führen.
Ich freute mich darauf!
Ganz besonders, weil ich derartige Veranstaltungen so sehr lieben gelernt habe in den letzten Jahren. Beigebracht und größtenteils von meinem Vorbesitzer anerzogenes Verhalten, hatte ich mitgenommen, so das mein Herr von seinem Vorgänger durchaus in so manchen, unserer gemeinsamen Unternehmungen davon profitieren konnte und es auch entsprechend wertschätzte.
Ich genoß und genieße jedes Mal die Atmosphäre der Clubs und die sehr deutlich spürbare Dominanz der Herren an solchen Abenden.

Heute allerdings würde auch ich endlich wieder einmal Neuland betreten dürfen – zusammen mit meinem Herrn und seiner anderen Sub, die man durchaus noch als Neu Sub bezeichnen darf.
Er hatte sie in den letzten Monaten für seinen Gebrauch angelernt und so auch zu Seiner gemacht und erzogen. All die Wochen und Monate über sah es für unser Umfeld so aus, als würde es mich gar nicht mehr geben – gewollt von ihm.
Aber ich war immer da, war nie weg. Ich war auf seinen Wunsch in den Schatten getreten, damit er sein Spiel spielen und die Erziehung der Anderen beginnen konnte.
Wir wussten beide von Anfang an, das sie keine von vielen sein wollte.
Ich allerdings wusste auch, das sie bereits seit längerem ein Auge auf meinen Herrn geworfen hatte.
Ich lächelte bei dem Gedanken daran.
Sie träumte sich eine Welt, die es so nicht geben wird.
Ja, so habe ich auch irgendwann einmal gedacht. 
Und habe dann die Wahrheit serviert bekommen.
Man hat in diesem Moment nur zwei Möglichkeiten:
Entweder man bleibt und nimmt es als gegeben hin oder man geht und lässt das hinter sich.
Ich bin seinerzeit geblieben und werde bleiben, so lange er es wünscht und ich mich ihm voller Respekt und Demut unterwerfen kann.
Als ich anfing mich für den Abend vorzubereiten, fiel mir eine Episode aus den Anfangszeiten von meinem Herrn und ihr ein, wo sich mich irgendwann vor einer anderen Veranstaltung, wo er mit mir hin wollte und sie auch anwesend war, anschrieb und sich Gedanken darüber machte, weil sich sich nicht sicher war, wie sie mit mir an diesem Abend umgehen sollte. Vor allen Dingen, weil er sie da ja bereits schon in seinen Besitz genommen hatte.
Wie sollte sie mit mir umgehen?
Normal! 
So wie immer. 
Denn ER ist der Herr und seine Worte sind Gesetz.
Respekt und Akzeptanz, das sind seine Forderungen, die es zu erfüllen gilt – die ich erfülle.
Wie und ob sie es hinbekommen würde, war nicht meine Baustelle.
Er ist nun mal kein Herr für nur eine einzige Sub und wird es wohl auch nie sein.
Dafür liebt und lebt er seit Jahren zu sehr seinen Jagdtrieb und berauscht sich auf seine Weise daran.
Damit leben oder gehen – diese Optionen sind immer gegeben.
Seine Welt – seine Spiele!
ER ist der Herr – er ganz alleine!
Er trifft all seine Entscheidungen auf diesem Spielfeld alleine.
Und wenn er etwas beschlossen oder geplant hat, dann hat er es bisher auch immer ganz genau so umgesetzt, wie er es für sich wollte und brauchte.
Sein Wort – sein Gesetz!

So auch an diesem Abend und auf dieser Veranstaltung.
Heute war quasi ihre Prüfung, ob sie an seiner Seite bleiben oder gehen wird – sie wusste nichts davon, soviel wusste ich zumindest.
Er hatte es genau geplant. 
Und ich wusste es, denn ich hatte klare Anweisungen von ihm über den Ablauf des Abends und mein Verhalten bekommen.
(Ja, mein Herr. Dein Wunsch – mein Befehl. Immer.) 
Heute sollte sie mit der Tatsache konfrontiert werden, dass ich da war, immer gewesen bin und bleiben werde, weil er es so wünscht.
Und ab genau diesen Moment, würde es an ihr liegen, ob sie gehen oder bleiben will.
Ihr Gehen hätte keinerlei Konsequenzen, aber wenn sie bleibt, dann gelten für sie die gleichen Regeln und Gesetze wie für mich und er würde ab da sehr viel öfer mit seinen beiden Subs gemeinsam zu Veranstaltungen gehen und sie parallel vorführen, bespielen oder auch bespielen lassen.

Mein Herr gab mir also im Vorfeld sehr genaue Anweisungen, was er von mir verlangte und unbedingt erwartete. Gehorsam fügte ich mich dem. Es war eigentlich keine sehr große Herausforderung für mich, denn ich habe all meine Lektionen durch ihn gelernt und verinnerlicht. Sie sind tief in mir verankert, so das er auf all das, was ich für ihn bin jederzeit bedingungslos zurück greifen kann. Mein Vertrauen in ihn ist nahezu grenzenlos und ich bin sehr loyal was ihn betrifft, weil ich sein Eigentum bin und das nicht erst seit gestern oder ein paar Wochen.

Sie würden bereits da sein, ich bekam von ihm einen Zeitpunkt genannt, an dem ich, so wie er es bei mir immer wünscht und sehen will, dazu zu kommen hatte. 
Fesselset komplett, inkl Leine angelegt.
Ein Kleid, das jeden Blick und Zugriff erlaubte.
Beim dazu kommen, keine großen Gesten. 
Einfach so wie ich bin dazu kommen, kurz vor ihm stehen bleiben.
Den Blick auf seinen Befehl durch Blick senken und mich dann schweigend an den freien Platz an seiner Seite knien, den Kopf gesenkt lassen und auf weitere Anweisungen von ihm warten, so wie es sich gehört. 
Eine meiner leichtesten Übungen.
Schweigen!
Gesenkter Blick an seiner Seite.
Die Atmosphäre verdichtet sich und ballt sich auf diese Konstellation.

Alles weitere und wie es weitergehen würde, wird sich nun im Laufe dieses Abendes ergeben.
Denn er hatte nun endlich das, was er wollte und immer vorgestellt hat:
Die vollständige Kontrolle über seine beiden Subs – die auf verschiedenen Erfahrungsleveln standen und die ihm beide ganz alleine gehören.

 

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