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Die Schwarze Kommune (2)

Zusammenfassung: Nach dem ereignisreichen ersten Tag als Gast bei Master John, kannst du ihm auch einen zweiten Tag lang spannende Geschichten entlocken, die dich irgendwann reich und berühmt machen werden. Schneller als du erwachtet hattest kommt die Nacht und Master John packt die Gelegenheit beim Schopfe dich ein wenig weiter in seine Welt mitzunehmen - nicht, dass du viel Widerstand leisten würdest.

 

Was lange währt, wird endlich gut - hoffentlich :)

 

(Die Schwarze Kommune II)

 

 

Leicht fröstelnd und auf dem Bauch liegend wirst du wach, die Decke bedeckt allenfalls noch deine Fußsohlen. Reflexartig greifst du die Decke und ziehst sie bis an die Hüfte. Ein scharfer Schmerz lässt dich deine unbedachte Aktion sofort bereuen. Du hast die Wahl. Wärme oder ein dumpf pochender Schmerz von deinem Gesäß. Du entscheidest dich für die dritte Möglichkeit und stehst auf. Du blickst dich um. Deine Kleider sind nirgends zu sehen. Du könntest dir aus deinem Koffer einen neuen Satz nehmen, aber viel frische Kleidung hast du nicht mehr. Einer spontanen Eingebung folgend schaust du vor die Tür.

 

Tatsächlich! Vor deiner Zimmertür findest du säuberlich zusammengelegt das Sommerkleid das du gestern trugst. Auch deine Schuhe, Söckchen und auch dein Höschen findest du – nicht aber deinen BH. Du nimmst den ganzen Stapel und gehst mit ihm ins Badezimmer, wo du eine lange Dusche nimmst.

 

Du fühlst dich sauber und erfrischt. Vorsichtig rubbelst du dich trocken und gibst dir Mühe deinem Hintern nur so viel Kontakt zum Handtuch zukommen zu lassen, wie unbedingt zur Trocknung nötig und trotzdem pocht er ganz schön. Du beschließt für heute auf dein Höschen zu verzichten, du legst Socken und Schuhe an und ziehst dir dann einfach dein Sommerkleid über den Kopf. Wegen der Restflüssigkeit auf deinem Körper klebt der Stoff an dir und lässt deine Formen mehr als nur erahnen.

 

Du findest Master John, wo du ihn erwartet hast. An der grob gezimmerten Esstafel draußen sitzt er. Er liest in einem Buch. Sein Frühstück hat er wohl längst gegessen. Er sieht zu dir auf.

 

„Sauber?“

 

Enttäuscht stellst du fest, dass ihm der Durchblick, der ihm das feuchte Kleid ermöglicht, völlig egal zu sein scheint. Eine Entgegnung scheint dir jedenfalls so oder so unangebracht. Und sowieso ist er wieder bei seiner Lektüre. Als du dich auf den Hocker ihm Gegenüber setzt, merkst du, dass das keine so gute Idee war.

 

„Wenn du magst creme ich dich später noch einmal ein.“,

sagt er ohne von seiner Lektüre aufzuschauen.

 

Und ob du magst!

 

Du willst dich endlich aufs Essen konzentrieren, als du merkst dass du immer noch dein Höschen in der Hand hältst.

 

„Das kannst du mir geben. Das stört hier oben nur.“

Meint er doppelbödig. Ja – dein Höschen stört hier oben nur. Du händigst ihm dein Höschen aus – ohne jede Gegenleistung, wie du zu deiner eigenen Überraschung feststellst. Wo ist bloß die eiskalte Verhandlerin geblieben? Die Storys im Gegenwert von Tausenden Euro für einen Hunni kaufte? Hier ist sie jedenfalls nicht.

 

Fool me once shame on you – Fool me twice shame on me. Du kannst kein Selbstmitleid für dich aufbringen. Du zuckst innerlich mit den Schultern. Hier sind ganz andere Dinge wichtig. Wie zum Beispiel ein gutes Frühstück. Während du den Tisch abräumst, macht er sich auf den Weg. Er bringt einen großen Tiegel mit einer scharf riechenden, bläulich schimmernden Salbe, ein Küchenhandtuch und ein dickes, fleckiges Kissen mit. Auf dem Tiegel liest du ‚Pferdesalbe’.

 

„Ein altes Rezept aus der Zeit, als ich noch Rugby spielte. Glaub’ mir es gibt nichts Besseres.“

Er scheint ehrlich überzeugt. Also bist du es auch. Du schiebst dein Kleid vorsichtig hoch und legst dich über sein Knie. Er nimmt zwei Finger voll Salbe, reibt sie lange zwischen seinen Händen, damit sie nicht zu kalt ist, dann streicht er sie auf deine empfindliche Haut. Du bekommst sofort warm, aber es wird nie unangenehm. Mit Geduld und Sorgfalt cremt er jeden Quadratzentimeter deiner geschundenen Haut mit seiner Salbe ein.

 

Als er zufrieden ist, lässt er dich aufstehen, legt das Kissen auf deinen Hocker, breitet auf diesem Kissen das Küchenhandtuch aus und heißt dich, dich wieder zu setzen. Dein Kleid bleibt hochgeschoben, damit es von der Salbe nicht beschmutzt wird.

 

So bleibst du erst einmal ruhig sitzen. Er hat natürlich Recht gehabt. Du glaubst förmlich spüren zu können, wie dein Fleisch heilt. Als du aufstehen willst, um dein Equipment zu holen, gibt er dir mit einer Handbewegung zu verstehen sitzen zu bleiben. Er macht das für dich. Nie warst du für so eine einfache Geste so dankbar. Er hilft dir auch die Geräte aufzustellen. Der nächste Teil deines Interviews kann beginnen!

 

Er lehnt sich auf seinem Hocker zurück und fragt dich.

 

„Na was willst du wissen?“

 

Du überlegst. Am liebsten würdest du jetzt einfach „alles“ sagen und ihn einfach erzählen lassen. Das kannst du aber nicht tun. Du brauchst Geschichten.

 

„Du hast mir gestern von der Zeit des Aufbaus und von den Gebäuden erzählt, die ihr gebaut oder umgebaut habt. WER hat die Gebaut und woher stammte die ‚Spezialeinrichtung’?“

 

„Uhhhh… das ist eine Lange Geschichte. Willst du sie hören?“

 

„Aber sicher doch!“, sagst du und sperrst die Lauscher auf.

 

Wirklich viel umbauen, konnten wir nicht. Die Behörden waren nicht gerade begeistert eine Gruppe von ‚Perversen’, wie sie es nannten, in der Nachbarschaft zu haben. Mit (Um)Baugenehmigungen konnten wir also nicht rechnen, so mussten wir das nehmen was da war. Erst Jahre später konnten wir zwei neue Häuser bauen. […]

 

Wir hatten Glück. Alle Häuser waren unterkellert, was im ländlichen Frankreich ja keine Seltenheit ist. […]

 

Grit, eine Deutsche hat sich um die Innenarchitektur gekümmert. Gerhard, ihr Sklave musste ihr ständig auf allen Vieren hinterher dackeln. Sie meinte mal, dass sie so am genauesten Messen könne, ob die Entfernung zumutbar war. Nicht für den Sklaven, sondern für den Herrn, der auf den kriechenden Sklaven warten muss.

 

Er lächelt bei der Erinnerung. Du lächelst auch. Das sind Geschichten, die sich verkaufen lassen.

 

Wie dem auch sei. Grit ist eine Meisterin ein Verlies so einzurichten, sodass man alles Nötige immer zur Hand hat. Ich war erstaunt, wo sie überall Platz für neuen Stauraum fand und wie komfortabel ein Raum wurde, wenn Grit ihn eingerichtet hatte. […] Grit hat übrigens auch diesen Hof neu eingerichtet. […]

 

Unsere Spielsachen - Kleine, wie Große - haben wir größtenteils gekauft. Ein paar Teile waren aber auch Spezialanfertigungen aus eigener Herstellung. Da waren Thea und Mireille, zwei Subs, die sich ein irres Rennen geliefert haben, wer das irrsinnigste Möbelstück bauen konnte. Offiziell um die andere zu Aufgabe zu zwingen – inoffiziell wohl eher um sich selbst zu besiegen.

 

Master John lächelt wieder.

 

„Und wie ging das Rennen aus?“, fragst du.

 

Sein Blick verdunkelt sich um einige Nuancen.

„Es gab einen Zwischenfall. Danach haben wir ein Unentschieden erklärt.“

Betont munter fuhr er fort

 

Die Beiden sind inzwischen alt und etwas ruhiger geworden. Sie tüfteln übrigens noch heute – gemeinsam – ganz zur Freude der jüngeren Subs.

 

Er erzählt dir noch von ein paar der neuesten Möbelstücke aus der Manufaktur Thea und Mireilles. Dann seht ihr ein Auto die Strasse hoch rumpeln.

 

„Unser Mittagessen kommt heran.“

Ihr steht auf. Dein Po gibt dir keinerlei unangenehme Rückmeldung. Du beschließt dies als ein gutes Zeichen zu sehen.

 

Du lässt dein Kleid an dir hinabfallen. Endlich bist du wieder ‚voll’ bekleidet. Seit an Seit geht ihr den Pfad zur Strasse entlang, wo die rundliche Frau schon mit dem Essen wartet. Als du dein Essgeschirr entgegen nimmst wirst du ihren abschätzigen Blick auf deine Brüste gewahr, deren Nippel sich ganz deutlich unter dem dünnen Stoff deines Kleides abzeichnen.

 

Es ist dir egal. Sie weiß ja ohnehin, dass du so eine bist. Und wenn in diesem Moment eine Windböe deine nackte Scham entblößte? Nichts wäre dir gleichgültiger.

 

Ihr stapft den Pfad zurück. Worte sind hier oben nicht nötig. Du hast keine Beschwerden als du dich zum Essen hinsetzt. Auch euer exquisites Mal, das du mit großem Appetit zu dir nimmst, verzehrt ihr schweigend. Noch lange sitzt ihr euch schweigend gegenüber. Es ist alles andere als eine unangenehme Stille. Im Gegenteil! Anders als in deinem gewohnten Leben, empfindest du diese Stille als angenehm, ja geradezu behaglich. Nichts in dir drängt sich diese Stille zu brechen. Nur deine wohl antrainierte Routine als Profi-Journalistin kann dich dazu bringen das Interview fortzusetzen.

 

„Du hast eben von einem ‚Zwischenfall’ gesprochen. Bitte erzähle uns davon!“

 

Er gibt einen tiefen Seufzer von sich.

 

„Muss das wirklich sein?“

 

Du nickst bestimmt.

 

Brummelnd und grummelnd fügt er sich.

 

Es war noch ziemlich in der Anfangszeit unserer Kommune. Wir waren gerade ein gutes Dutzend feste Bewohner. […]

Da schickte uns einer unserer größten Gönner seine älteste Tochter mit einem altmodischen Empfehlungsschreiben vorbei. Sie sei zwar jung, aber als Domme bereits sehr erfahren, vernünftig und wisse mit Verantwortung umzugehen. Sie reise mit drei gleichaltrigen Freunden, zwei Jungdoms aus bestem Hause…

 

Er spuckte diese letzten beiden Wörter beinahe aus, als wären sie Schimpfworte.

 

…die in den Pariser BDSM-Clubs gut bekannt seien und einer Sub für einen Kurzurlaub auf dem Lande zu uns. Ich habe sie mir kurz angesehen. Arrogante Schnösel alle miteinander! Die glauben nur weil sie zwei Jahre ENA geschafft haben, alles zu können und alles zu wissen. Sie haben mich angewidert und ich habe mich nicht weiter um sie gekümmert. Ein Fehler! Immerhin war ich so klug diesen ‚erfahrenen Doms’ keinen unserer Leute anzuvertrauen.

 

Die waren Freitag Abend angekommen und haben ihre Sub – so ein mageres, schüchternes Ding mit Haaren bis zu den Schultern und einem süßen Haarreif auch sofort in einen Ganzkörperlatexanzug gesteckt, dazu hohe Stiefel, Handschuhe und ein Postur-Halsband.

 

Du siehst ihn fragend an.

 

Das ist so ein hohes Halsband, das dich daran hindert den Kopf weit zu drehen oder zu senken. Sie haben dem armen Ding dann auch noch eine schwere Maske aufgesetzt. Sie hat zwei Tage nichts sehen und nichts außer dem eigenen Schnaufen hören können. Als wäre das nicht genug gewesen, haben sie ihr auch noch eine schwere Zwangsjacke verpasst, in der sie sich kaum rühren konnte. Außerdem war einer dieser Verrückten auch noch versessen auf Breath Control. Sie fanden es eine total lustige Idee das Mädel durch einen Sack atmen zu lassen der sich zur Hälfte durch Frischluft und zur anderen Hälfte durch Ausdünstungen aus ihrem eigenen Schritt speiste. Es ist ein Wunder, dass sie das überhaupt überlebt hat. Sie hätte sich nicht bemerkbar machen können, denn die Trottel hielten sie fast die ganze Zeit über so gefangen.

 

„Ja aber was hat das mit den euren Möbeln zu tun?“

 

Dazu wollte ich gerade kommen. Ich bin ja schon misstrauisch geworden als unsere vier Helden nicht zu den gemeinsamen Mahlzeiten am Samstag kamen. Als aber zum Sonntagsfrühstück nur unsere drei ‚Prachtdoms’ kamen, haben bei mir alle Alarmglocken geschrillt. Ich habe mich erst noch zusammengenommen und freundlich gefragt, wo denn ihre Sub sei. Als Einer der Typen mir dann frech gekommen ist, hab’ ich ihn mir gepackt und so lange durchgeschüttelt bis er mir gesagt hat, dass sie ihre Sub auf eine von Theas Höllenmaschinen geschnallt hatten, das Teil auf die höchste Stufe gestellt haben und einfach gegangen sind.

 

Ich bin unter dem Gelächter der drei Dumpfbacken sofort in den Folterkeller gerannt. Da hab’ ich die Kleine dann gefunden. Die Maschine war sehr einfach gebaut – Ein Stuhl mit hohen Armlehnen und zwei großen Metallphalli. Die Dinger dienten als Vibrator und Elektroschocker in einem. Die Dinger vibrierten die ganze Zeitlang und in unregelmäßigen Abständen gaben diese Teufelsdinger dann einen starken Stromstoss ab. Als ich kam, war die Kleine bereits bewusstlos zur Seite gesackt. Ich hab sie sofort von den Elektroden befreit, die Atmung freigelegt und sie mir auf die Schulter geschmissen und bin in den Esssaal hoch gerannt.

Wenn die Lage nicht so verdammt ernst gewesen wäre, hätte man über deren Dummheit lachen können. Zum Glück hatten wir Brigitte und Roland. Die haben sich die Kleine dann geschnappt und auf unsere Krankenstation gebracht. Sie hatten alle Müh und Not die Kleine zu stabilisieren. Die Trottel hatten der Kleinen nichts zu essen und auch nichts zu trinken gegeben. Sie wäre uns beinahe verdurstet! Als dann einer der beiden männlichen Trottel laut tönte, was wir denn alle hätten, es sei doch nichts passiert, hab ich mich nicht mehr beherrschen können.

 

Ich hab mich einfach auf ihn gestürzt und so lange verdroschen bis ich wieder klar denken konnte. Roland hat ihn dann ziemlich unsanft wieder zusammengeflickt. Die anderen beiden hab ich dann an ihren Ohren zur Krankenstation gezerrt. Dann habe ich unseren Gönner angerufen und drei Worte ins Telefon gesprochen. –Komm- -Sofort- -Hierher- und aufgelegt.

Am selben Abend kam der Vater unserer ‚Domme’ bei uns an, schaute sich an, was die drei mit der armen Kleinen angestellt hatte. Er hat die drei in sein Auto geladen – ihr Auto blieb bei uns als erstes Wiedergutmachungsgeschenk für die Kleine – und ist nach Paris gedüst.

 

Es hat Monate gekostet bis Deborah, wie die Kleine hieß, überhaupt wieder zu irgendjemandem Vertrauen gefasst hatte. Niemand hat bis heute etwas von dieser Geschichte erfahren. Wir haben das ‚intern’ geklärt.

 

„Intern geklärt?“, willst du nachsetzen. Doch er zeigt ruhig lächelnd zum Himmel, wo gerade die Sonne hinter den ersten Gipfeln verschwindet. Mit einem Mal sind die Schmetterlinge wieder da.

 

„Und wieder gehörst du mir.“

Du nickst nur.

 

Ihr geht hinein und verzehrt schweigend euer Abendbrot. Dann geht ihr gemeinsam in die Wohnstube. Er setzt sich auf seine Ledercouch, du bleibst vor ihm stehen. Das muss er dir nicht befehlen, das erscheint dir, wie ein Naturgesetz.

 

„Damit du morgen bleiben darfst, will ich…“

Er schaut dich von oben nach untern an.

 

„Viel hast du ja nicht mehr…“

Dir kommt schmerzlich in den Sinn, dass du ihm dein Höschen ohne Gegenleistung einfach so gegeben hast.

 

„Ja… Ich will deine Schuhe und Socken.“

Als du protestieren willst, bewegt er dich mit erhobenem Zeigefinger zum Schweigen.

 

„Warte mal kurz.“

 

Er kommt nach ein paar Minuten, in denen du bewegungslos im Raum gestanden bist mit einem paar grob gefertigter Sandalen mit Holzsohle zurück. Ebenso gut hätte er mit Holzschuhen kommen können. Er drückt dir die schweren Dinger in die Hand.

 

„Hier! Die müssten dir passen.“

 

So nimmst du abschied von deinen ebenso bequemen wie kleidsamen Wanderstiefeln und schlüpfst in die Sandalenriemen. Das Entkleiden geht diesmal bedeutend schneller als Gestern. Du lässt dein Sommerkleid fallen und schon stehst du schön wie der junge Morgen vor ihm.

 

Er sollte deinen Körper inzwischen gut genug kennen, denkst du dir. Doch wieder lässt er sich Zeit ihn eingehend zu studieren. Er zieht das so lange bis du ungeduldig wirst. Nicht mehr warten kannst – worauf eigentlich nicht mehr warten kannst. Erst als du kaum mehr still stehen kannst, erlöst er dich. Mit einem Wink zitiert er dich über sein Knie. Diese Position kennst du inzwischen zur genüge und kuschelst dich an ihn.

 

Heute genießt du jede Sekunde, die er sich mit deinem Hintern beschäftigt von Beginn an. Du versuchst gar nicht erst seinem starken Zugriff zu entgehen. Warum auch? Wie durch Zufall berühren seine Finger immer wieder beim Walken deines Hinterns deine empfindliche Scham. Dein Körper erinnert dich mit großem Nachdruck daran, dass du ihm noch mindestens eine Erleichterung schuldig bist. Ganz unwillkürlich beginnst du irgendwann sogar – schwer atmend – deine Vagina an ihm zu reiben. Lächelnd lässt er es geschehen, in dem Wissen, dass du doch nichts erreichen kannst und dass du es ihm so nur noch viel leichter machen wirst.

 

Als er dich zurück auf deine Beine stellt, kannst du kaum mehr klar denken. Er bringt dich in den holzgetäfelten Raum, dein neues Schuhwerk klackert ohrenbetäubend. Dort ist alles so wie gestern.

 

„Wie viele Hiebe willst du heute?“

 

„Sechzig.“

 

„Sechzig, was?“

 

„Sechzig, bitte

 

„Gut.“

 

Er nimmt das Seil. Fesselt dir die Hände fest auf den Rücken, wie er das gestern bereits getan hatte. Nimmt dich in die Mitte des Raums und zieht dich nur mäßig sanft in die Position, die du auch gestern inne hattest. Dann verabreicht er dir deine sechzig Hiebe mit dem Rutenbündel. Du könntest es nicht beschwören, aber du hattest den Eindruck, dass du diesmal bereits Zehn oder Zwölf Hiebe vor Schluss den Punkt erreichen konntest, wo kein zusätzlicher Schmerz mehr eintrat. Entweder dein Körper beginnt damit sich zu gewöhnen, oder es machte sich bezahlt, dass du deine Pobacken diesmal relativ entspannt gehalten hast.

 

Wie dem auch sei. Er befreit dich von deinen Fesseln. Heute hast du noch die Frische selbst zurück zur Wohnstube zu gehen, wobei er dir ganz dicht folgt. Sicher ist Sicher.

 

Er setzt sich auf seine Ledercouch. Du stehst mit auf dem Rücken gefesselten Händen vor ihm. Hände im Kreuz, deine Brüste unwillkürlich voll zur Geltung bringend. Du erwartest, dass du es jetzt hinter dir hast. Dass er den erlösenden Cremetiegel holen wird, dir die Gelegenheit geben wird, dich ganz dicht an ihn zu kuscheln, während er dir ganz sanft die kühlende Lotion einreibt.

 

„So. Und was machen wir morgen, wegen den Geschichten?“,

fragt er betont unschuldig. Du fällst aus allen Wolken.

 

„Wie? Was? Aber ich dachte…“

 

„Ich habe dich gefragt wie viele du auf deinen Hintern möchtest und du hast mir eine Zahl genannt… Von Geschichten war nie die Rede.“

 

“Fool me once, shame on you! Fool me twice, shame on me! Und was ist, wenn du schon zum dritten Mal vom Gleichen Mann genarrt wirst?“, fragst du dich. Als du seinem Blick folgst, der konsequent deinen Schambereich fixiert, der deutlich zeigt, wie erregt du bist, musst du dir eingestehen, dass du jede Diskussion verlieren wirst. Du lässt die Schultern hängen.

 

„Einen Vorschlag zur Güte. Heute Abend Fünf Hiebe mit der flachen Hand auf deine Brüste und dafür gebe ich dir Morgen früh, die Gelegenheit dir eine Geschichte am Nachmittag zu verdienen.“

 

Du sagst dir du hättest keine Wahl und gehst auf sein Angebot ein, ohne auch nur den Versuch zu machen irgendwie mit ihm zu feilschen. Du fühlst dich ihm ohnehin nicht gewachsen.

 

Als du dich auf seinen Schoß setzt, schmerzt dein Hintern. Aber bei weitem nicht so stark, wie du das befürchtet hattest. Als Master John deine Brust anwärmt, erst sanft liebkosend, später ein wenig fester, vergisst du den abklingenden Schmerz in deinem Hintern schnell. Wie gerne hättest du deine immer noch auf dem Rücken gefesselten Hände zu Hilfe genommen, um dir Erleichterung zu verschaffen!

 

Dann geht alles ganz schnell. Die Hiebe auf deine Brüste sind kaum mehr als etwas kräftigere Klapse. Du spürst sie nach seiner intensiven Vorarbeit kaum. Irgendwie bist du sogar etwas enttäuscht darüber. Deine Schmetterlinge im Bauch hatten stärkeres Futter erwartet.

 

Erst jetzt holt er die kühlende Lotion, die er auf deinem Hintern und auf deinen Brüsten - die das deiner Meinung nach wohl kaum nötig haben - einreibt. Du lässt dir das natürlich trotzdem gerne gefallen. Er richtet dich auf und schiebt dich vorsichtig vor sich her in dein Schlafzimmer.

 

„Wenn ich deine Fesseln löse, kannst du mir dann versprechen dich nicht selbst zu befriedigen?“

 

„Nein.“

Sagst du aufrichtig.

 

„Akzeptierst du es, wenn ich dich während der Nacht gefesselt lasse?“

„Ja.“

 

Vorsichtig legt er dich auf die Seite bis du eine stabile aber komfortable Position gefunden hast. Vorsichtig deckt er dich bis zur Hüfte zu, wünscht dir eine gute Nacht und geht. Du weißt: Wenn du ihn in dieser Nacht nicht rufst, wird er dieses Zimmer nicht betreten.

 

Es dauert nicht lange und du fällst in einen traumlosen Schlaf.

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Kommentare

Bild von Senara

Interview mit dem Almöhi ;)

Lieber M.M.M.,

sehr schön!

Den Vergleich vom Almöhi und "Interview mit einem Vampir" finde ich übrigens sehr treffend!

Ich finde zwar, dass die Gute sich immernoch erstaunlich schnell in ihr Schicksal fügt, nichtsdestotrotz baust Du jetzt eine schöne Spannung auf. Mir gefällt die Grundeinstellung, die Fürsorge und ja - auch das Kribbeln.

In  der Hoffnung, dass Dein Job Dich nicht wieder so lange vom Schreiben abhält,

bis bald,

Senara

 

P.S.: 6 von 6 :-)

Bild von triple_mBB

Eine gute Nachricht für dich...

Im nächsten Teil führt Master John die Protagonistin bis an ihre Grenze...

Wie er das tut und wie die Figuren darauf reagieren werden, erzähle ich natürlich nicht.

 

Ich habe keinen Job. Ich bin einer dieser altmodischen Menschen, die noch einen echten Beruf haben :o)

Was meine beruflichen Verpflichtungen angeht: Sieht bislang ziemlich ruhig aus. Die normale 50-Stunden-Woche. Allerdings kann es sein, dass ich kurzfristig ein paar Mandate eines confraters übernehmen muss, da dieser schwer erkrankt ist. Dann wäre es erstmal aus mit der leichten Muse.

Bild von Senara

unter Amtsbrüdern ;)

Lieber M.M.M.,

entschuldige bitte. Darauf hätte ich wohl auch selbst kommen können... *verlegen zu Boden schau* Wahrscheinlich ist es dann nicht nur Beruf, sondern auch Berufung, oder? Obwohl ich mir ja habe sagen lassen, dass man in dieser Branche von den Haien gefressen wird, wenn man auch nur ansatzweise idealistisch ist.

Mein Fremdwörterbuch sagt zu "confrater" (vgl. Konfrater): "Amtsbruder in der katholischen Geistlichkeit" (veralteter Begriff). Ich hab mich schon gefragt, ob mein Latein mich im Stich gelassen hat... ;) Aber es ist klar, was gemeint ist. Dann - natürlich völlig uneigennützig - gute Besserung an den Kollegen.

Auf jeden Fall freue ich mich auf den nächsten Teil. Dein Master John gefällt mir...

Viele Grüße,

Senara

Bild von triple_mBB

Das kam mal so richtig Arrogant rüber, oder?

Berufung ist dann schon wieder zu kitschig. :o) Aber ich mache nunmal keinen 'Job'. Ich übe meinen Beruf, den ich wirklich von Herzen liebe mit Herzblut aus und meine Klienten wissen das durchaus zu schätzen.

Einen Job hat man, wenn man sich emotional nicht an die Tätigkeit gebunden fühlt, die man da ausübt. Ich würde niemals zu einem Architekten, Anwalt oder Arzt Vertrauen fassen, die ihre Tätigkeit als 'Job' auffassen. Im Übrigen bin ich selbstständig, was bedeutet, dass nicht 'der Cheff' für meine eventuellen Dummheiten aufkommt, sondern ich mich durchaus selbst ruinieren kann.

'confrater' ist in Deutschland wirklich veraltet. Im Dreisprachigen Belgien ist man froh, dass es ein neutrales und althergebrachtes Wort wie 'confrater' gibt. Zudem sind Ärzte, Anwälte und Architekten jeweils in sogenannten 'Orden' verfasst und deren Mitglieder 'confrater' sind. Altmodisch ja. Antiquiert? Unbedingt - aber es hat seinen Reiz.

Bild von sibyl666

Ich bin total begeisert. Wenn

Ich bin total begeisert. Wenn alle Menschen soviel Gefühl hätten gebe es keinen Krieg.

Danke! Ich bin drauf abgeganen.

Bild von susanne64

Ich bin beeindruckt ...

... eine ganz tolle, gefühlvolle Geschichte. Gott sei Dank waren meine Hände nicht auf dem Rücken gefesselt. DANKE und hoffentlich bald eine Fortsetzung.

Bild von Cayt

Heute entdeckt...

...und mit wachsendem Genuß gelesen.

Doch nun geht es nicht weiter. Und das wo ich das ein odere andere Buch, das mich wirklich fesseln kann, nicht eher aus der Hand lege, bevor es nicht durchglesen ist.

Also reih ich mich ein in die Liste der Wartenden mit der Hoffnung auf baldige Rückkehr des "Schreiberlings", verbunden mit der notwendigen Zeit und Muse. Es wäre wirklich schade, würde das hier ein unvollendeter Mehrteiler bleiben. 

 

Gruß, Cayt



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