Skip to Content

dogbitch - 4. Teil

Zum ersten Teil : 
Dogbitch
  Vorheriger Teil: 
dogbitch - 3. Teil
     Nächster Teil: 
dogbitch - 5. Teil

 

Der Montagmorgen begann wie die beiden Tage zuvor. Die unbequeme Nacht im Hundekorb und die steif gelegenen Glieder waren schnell vergessen, als ich zu meinem Herrn ins Bett schlüpfen und ihm den Schwanz und den Arsch lecken durfte - meine erste Aufgabe des Tages. Die Morgensonne vergoldete das Schlafzimmer mit ihren Strahlen; mein Herr, noch ganz verschlafen, war zärtlich und liebevoll mit mir, und ich war vollkommen glücklich.
Langweilig und anstrengend war allerdings das, was darauf folgte: Auf das Kommando: »Räum auf!« (oh, wie ich es hasste, wenn er das sagte, und damit die wunderbare Morgenstimmung zerstörte!) musste ich mit dem Mund alle Kleidungsstücke aufnehmen, die mein Herr am vergangenen Abend achtlos auf den Boden geworfen hatte, und jedes einzeln auf allen Vieren zum Wäschekorb tragen. Das bedeutete für Slip, Unterhemd, Hemd und zwei Socken insgesamt fünf mal den langen Flur bis zur Küche und durch sie hindurch krabbeln bis zum dahinter liegenden Wirtschaftsraum, in dem der Wäschekorb stand. Auf diesen Frühsport hätte ich leichten Herzens verzichten können!

Als ich endlich fertig war, war im Garten bereits der Frühstückstisch gedeckt – für eine Person. Bernd saß schon in einem der bequemen Gartenstühle mit den weichen komfortablen Auflagen und belegte gerade ein Brötchen mit Schinken. Der appetitliche Duft frischen Kaffees wehte mir entgegen und ließ mich begehrlich die Nase krausziehen. Erwartungsvoll trottete ich zu den Näpfen, die neben dem Tisch auf dem Boden standen. Bislang hatte er mir morgens Kaffee in den Trinknapf geschüttet – heute war nur klares Wasser darin. Im anderen Trog befand sich eine braune, fleischige, breiige Masse. Ich schnupperte daran, es war unverkennbar – Hundefutter. Auch das war eine Neuerung. Hundefutter hatte es seit dem ersten Abend nicht gegeben. Und da war es im Rahmen der Vorführung gewesen, ich war geil, es war ein Kick. Seither hatte  mein Herr mich mit ganz normalem Essen, manchmal auch von seinem Teller gefüttert. Ich schaute ungläubig zu ihm auf, doch er beachtete mich nicht. Scheinbar ganz versunken in seine Morgenzeitung verzehrte er sein Brötchen und nahm ab und zu einen Schluck Kaffee. Zögernd legte ich meine rechte, zur Vorderpfote gebundene Hand auf sein Knie und machte ein winselndes Geräusch.

„Pfui!“, sagte er scharf, ohne von seiner Zeitung aufzublicken. „Hier wird nicht gebettelt!“
Gehorsam, aber voller innerer Widerspenstigkeit nahm ich die Pfote von seinem Knie. Wenn er wirklich erwartete, dass ich diesen Fraß zu mir nehmen würde, dann hatte er sich aber gründlich verrechnet! Ich schlabberte etwas von dem Wasser und legte mich dann zu seinen Füßen nieder, bereit, in den Hungerstreik zu treten.
Als mein Herr fertig gefrühstückt hatte, beugte er sich zu mir herunter und sah in die Näpfe. „Keinen Hunger heute morgen?“, fragte er grinsend. „Oder wäre dir ein Croissant lieber?“ Ich gab ein bellendes Geräusch von mir und riss hoffnungsvoll die Augen auf. Hatte ich es doch gewusst, dass das Hundefutter nur ein schlechter Witz war! Er nahm ein Stück Croissant, hielt es mir einen Augenblick vor die Nase – und ließ es dann in den Napf mit dem Hundefutter fallen. Unmöglich für mich, es von dort aufzunehmen, ohne mit den Lippen mit der ekligen Masse in Berührung zu kommen – ganz zu schweigen von dem, was am Croissant haften bleiben würde! Nein danke! Beleidigt zog ich die Nase kraus.

Bernd lachte auf, gab mir einen Klaps auf den Hintern und befahl: „Auf!“
Ich ging auf alle Viere, und er löste die Riemen, die meinen eingestöpselten Hundeschwanz in der richtigen Position hielten, und zog ihn aus mir heraus. „Lauf und mach dein Geschäft“, sagte er zu mir und ich bewegte mich auf den Rasen. Während ich die Beine breitmachte und kauernd auf den Rasen pinkelte, fühlte ich seinen Blick auf mir ruhen. Vor seinen Augen zu pinkeln und zu kacken war beinahe das Schwerste für mich. Früher war die Privatsphäre meines Badezimmers für mich unantastbar gewesen, und während ich nun den Kot aus mir herauspresste, dachte ich wehmütig an ein warmes Schaumbad mit einem Glas Wein auf dem Badewannenrand. Ich wollte gerade wieder zum Tisch kriechen, als er mir zurief: „Wie macht der Hund?“ Widerwillig drehte ich mich zu meinem ‚Geschäft‘ um und beschnupperte es. Erst dann rief mein Herr mich wieder zu sich, reinigte meinen Hintern mit einem Stück von der Küchenrolle – die Zeiten des weichen dreilagigen Toilettenpapiers waren für mich offenbar vorbei – stieß den Hundeschwanz wieder in meinen mittlerweile gut gedehnten Darmausgang und schnallte ihn fest. „Braver Hund“, lobte mich mein Herr und kraulte mich unter dem Kinn. „Das hast du gut gemacht. Zur Belohnung bekommst du nun ein neues Spielzeug.“

Er nahm ein Spielzeug vom Tisch - ein aus Gummi geformtes Grillhähnchen, das ungeheuer albern aussah - und hielt es mir hin. Fragend sah ich abwechselnd auf das Gummihuhn, dann auf meinen Herrn. Bewegung hatte ich gerade erst überreichlich gehabt! Er würde mich doch wohl jetzt nicht auch noch apportieren lassen? Aber genau das hatte er vor. Mit Schwung nahm er das doofe Huhn und warf es in den Garten, wo es im Staudenbeet irgendwo zwischen dem Frauenmantel und den gerade erblühten Glockenblumen landete. „Los, hol!“, kommandierte er anfeuernd. Ich schämte mich entsetzlich, als ich dem blöden Hundespielzeug hinterherkroch und mit dem Mund zwischen den dicht belaubten Stauden herumwühlte, um es zu finden. Es haftete Erde daran, als ich es mit den Zähnen aufnahm, und ich versuchte, bloß nicht darüber nachzudenken, wie viel ekligen kleinen Tierchen so in Gartenerde krabbelten.
Ich machte kehrt, um meinem Herrn das Gummiding zu bringen. „Brav“, lobte er mich, als ich das speichelfeuchte Spielzeug in seine aufgehaltene Hand fallen ließ, nur um es dann erneut in den Garten zu werfen. Wohl eine Viertelstunde hielt er mich so in Atem, und ich wurde zunehmend wütend. Ich hatte mich gerade erneut mit dem Huhn in der Schnauze auf den Weg zu ihm zurückgemacht, nur allzu bereit zu einen offenen Meinungsaustausch, als ich plötzlich die Türglocke läuten hörte. Wer konnte das sein am frühen Morgen? Ich erwartete, dass ich nun ins Schlafzimmer geführt werden würde, aber zu meiner Überraschung rief mein Herr „bei Fuß!“, leinte mich an und zog mich hinter sich her in Richtung Eingangstür ...

»Platz!«, befahl mein Herr mir, als wir die Mitte der Diele erreicht hatten, ließ mich zurück und öffnete die Haustür. Auf der Schwelle stand eine Frau mittleren Alters. Sie war rundlich und einfach gekleidet, ihre Füße steckten in orthopädischen Gesundheitsschuhen. »Guten Tag, Frau Berger«, wurde sie vom Hausherrn begrüßt. »Wie schön, dass Sie da sind. Und so pünktlich! Treten Sie ein!«
»Ich bin doch immer pünktlich, Herr Bernauer, das wissen Sie doch!«
Mich streifte sie lediglich mit einem flüchtigen Blick, als sei eine nackte menschliche Hündin mit Maske und Schwanz, die reglos auf dem Boden lag und ein Gummihuhn im Maul hielt, das Natürlichste von der Welt.

 »Das ist Bitch«, sagte mein Herr, und die Frau nickte emotionslos. Dann gingen die beiden ohne mich weiter zu beachten an mir vorbei ins Wohnzimmer. Ich hörte die Tür hinter ihnen schließen.

Während der nächsten Viertelstunde wagte ich mich nicht zu rühren, lediglich das Spielzeug ließ ich endlich fallen. Fetzen einer Unterhaltung drangen an mein Ohr, aber ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Wer mochte die Frau sein? Und warum war sie hier? Offensichtlich hatte mein Herr ihr von meiner hündischen Existenz berichtet; wie sonst wäre es zu erklären, dass sie so gar nicht erstaunt bei meinem Anblick war.  Mir war sehr unbehaglich, ich schämte mich meines Hundedaseins und hatte Angst vor dem, was auf mich zukommen könnte. Plötzlich verwünschte ich meine erniedrigende Aufmachung und demütige Haltung und wünschte mich weit weg von hier. Dennoch rührte ich mich nicht von der Stelle.

Endlich kamen sie aus dem Wohnzimmer zurück in die Diele.
»Ich denke, wir haben alles geklärt,« sagte mein Herr. »Sie können bis vier Uhr am Nachmittag bleiben? ... Gut. Wenn ich dann noch nicht da sein sollte, sperren Sie sie in den Käfig.«
Dann wandte er sich mir zu und rief: »Bitch, bei Fuß!« Sehr zögernd, mit schamrotem Kopf und mit zitternden Knien kam ich auf die beiden zu, die Augen fest auf den Boden geheftet. Etwa zwei Schritte vor meinem Herrn blieb ich stehen.

»Sie dürfte Ihnen keine Schwierigkeiten machen, Frau Berger,« sagte er über meinen Kopf hinweg. »Sie ist zwar noch nicht ordentlich erzogen, aber gutartig. Lassen Sie sie, wenn sie Sie nicht bei der Arbeit stört, in Haus und Garten ruhig ohne Leine laufen. Sie reagiert auf die gängigen Befehle. Wenn sie Ihnen nicht gehorcht, ziehen Sie ihr mit der Hundepeitsche eins über oder sperren sie in den Käfig.«
Die Frau nickte.
»Gefressen hat sie heute morgen nicht, aber räumen Sie das Futter ruhig ab. Füttern Sie sie wieder gegen zwei Uhr, so wie wir es besprochen haben. Meinen Sie, Sie kommen klar?«
»Aber natürlich!« Die Frau beugte sie sich zu mir herunter und streichelte meinen Rücken. Die Berührung war mir unangenehm. »Na, Bitch, braver Hund«, sagte sie lobend zu mir und fügte, zu meinem Herrn gerichtet, hinzu: »Sie ist ein schönes Tier. Kann ich ihr zur Begrüßung ein Leckerchen geben?«
»Solange es bei dem einen bleibt. Verziehen Sie sie nicht!«
Die Frau schüttelte den Kopf. »Keine Sorge. Ich weiß doch, wie man mit Hunden umgeht. Denken Sie nur an meine beiden. Die sind doch wirklich super erzogen!«
»Allerdings. Behandeln Sie Bitch nur genau wie Ihre Hunde, dann wird es schon richtig sein!«

Die Frau zog eine Praline aus ihrer Handtasche. Sie wickelte sie aus dem Papier und hielt sie mir in der geöffneten Hand entgegen. »Komm, Bella, komm her!«, lockte sie. Ihre Stimme änderte sich, als sie zu mir sprach, und nahm jenen dunklen Ton an, den Menschen dafür reserviert haben, wenn sie mit Tieren und kleinen Kindern sprechen.

Ich machte einen zaghaften Schritt vorwärts, streckte den Hals vor und fraß die Praline aus ihrer Hand. Sie schmeckte köstlich und erinnerte mich zugleich daran, dass ich mittlerweile ziemlich hungrig war.
»So ist‘s Recht. Gutes Mädchen!«, lobte mich die Frau freundlich. Von meinem Herrn hingegen erhielt ich einen harten Klaps auf mein Hinterteil. Erschrocken drehte ich mich zu ihm um. »Was macht der Hund, wenn er sich freut?« fragte er streng.

Es war mir so peinlich, ich hätte in den Boden versinken mögen. Das Schwanzwedeln war mir verhasst, und so sehr ich mich auch bemühte, meinen Schließmuskel so zu manipulierten, dass mein Schwanz wedelte, - es gelang mir einfach nicht richtig. So wackelte ich denn nur ein wenig unbeholfen mit dem Hintern. »Brav!«, lobte mich mein Herr und sagte zu der Frau: »Was Ihre Hunde ganz natürlich beherrschen, müssen wir ihr natürlich noch beibringen. Aber wir stehen ja erst ganz am Anfang, sie wird es schon noch lernen.«

Dann ging er vor mir in die Hocke und nahm meinen Kopf zwischen seine Hände. Seine Augen funkelten vor Vergnügen über seinen gelungenen Überraschungscoup. «Sei brav, Bella und gehorche Frau Berger, während ich im Büro bin. Tust du es nicht, wirst du doppelt bestraft. Einmal von ihr und dann abends noch einmal von mir. Also sei ein guter Hund, ja? Alles verstanden?«
Allmählich ging mir auf, dass er mich jetzt tatsächlich verlassen wollte.
Ich wusste, ich durfte nicht sprechen. Aber ich konnte mich nicht zurückhalten. »Halt! So geht das nicht! Du kannst mich doch hier nicht mit der ... dieser ... nun, jedenfalls kannst du mich nicht allein lassen!«
Seine Stimme war auf kalt wie Metall.
 »Wenn Du erlaubst, mein Tierchen, so bestimme immer noch ich darüber, was ich kann und was nicht. So sind die Regeln. Und wenn ich mich nicht sehr täusche, hattest du bisher immer deinen Spaß daran, nicht wahr?«
»Ja aber ...«
»Nein, hier wird jetzt nicht geaberabert. Entweder du spielst das Spiel nach meinen Regeln oder du gehst. Jetzt gleich, wenn du willst. Willst du das?«
Ich schwieg. Natürlich wollte ich nicht gehen! Wie konnte er überhaupt so einen Vorschlag machen! Aber so leicht wollte ich mich nicht ergeben. Das hier ging eindeutig zu weit. Mein Inneres rebellierte heftig gegen seine Macht und meine Unterlegenheit.
»Nun mach kein so böses Gesicht, Schönste.» Sein Mund war streifte mein Haar. Seine Augen waren ganz nah, riesengroß, sie erfüllten die ganze Welt. »Sei brav und gehorche mir. Willst du brav sein?«
Ich seufzte. Wie schaffte er es nur immer wieder, mich rumzukriegen?
»Na bitte. Dann gib mir jetzt einen Hundekuss zum Abschied!« Er streckte mir seine rechte Hand hin, und ich leckte flüchtig mit ausgestreckter Zunge darüber. Es war mir unendlich peinlich, dass die fremde Frau mir dabei zusah.
Mein Herr drückte mich einmal an sich, lobte mich noch einmal, und ging dann hinaus.

Ich starrte zu der Tür hin, die sich eben hinter ihm geschlossen hatte und hörte seine Schritte auf dem Gartenweg verhallen. Es war das erste Mal, dass er mich allein ließ. Und ich hatte davon nichts gewusst, genauso wenig wie ich eine Ahnung gehabt hatte, dass die Frau ins Haus kommen würde. »Verdammt! Er hätte das doch mit mir besprechen müssen,« fuhr es mir ärgerlich durch den Sinn, doch dann musste ich fast widerwillig grinsen. Menschen pflegen schließlich nicht mit ihren Hunden über ihre Arbeitszeiten zu diskutieren oder darüber, wen sie ins Haus holen. Ach, eigentlich war es doch nur eine weitere in einer endlos scheinenden Reihe von vielen kleinen köstlichen Demütigungen, durch die er mir stets und immer wieder vor Augen führte, dass ich fortan ‚nur‘ ein Tier war. Demütigungen, kleinen Nadelstichen gleich, die mich fern jeder Widerwärtigkeit zugleich kränkten als auch erregten.

Trotzdem, ich war unzufrieden. Das versprach kein guter Tag zu werden. Ich hatte Geilheit und Spannung erwartet - und stattdessen gab es Frühsport und eine unansehnliche Frau in Birkenstock-Latschen. Himmel, das sollte doch wohl nicht die Spielgefährtin sein, die er mir versprochen hatte? Vor lauter Schreck ließ ich mich auf den Hintern plumpsen und starrte die Birkenstock-Frau mit offenem Mund an.

Die hatte sich unterdessen am Wandschrank zu schaffen gemacht und hatte nun ein Staubtuch in der Hand. »Nicht traurig sein, Bitch, Dein Herrchen kommt ja wieder«, sprach sie mich freundlich an, meine Empfindungen nur knapp verkennend.

Sie begann eifrig, eine Kommode abzustauben, ohne mich weiter zu beachten. Ich war unschlüssig, was ich tun sollte. Im gleichen Raum wie sie zu bleiben, war mir unangenehm, und zudem hatte ich Durst. Also trottete ich langsam zur Terrassentür, die ich jedoch verschlossen fand. Türen eigenmächtig zu Öffnen war mir streng verboten, obwohl ich es wahrscheinlich trotz der Pfoten gekonnt hätte. Mein Wassernapf stand draußen im Garten, und ich konnte nicht heraus. Was tun? Ich hätte winseln oder die Frau sonstwie auf mich aufmerksam machen können, aber ich wäre lieber verdurstet, als mich so zu entwürdigen!

Also tappte ich weiter ins Wohnzimmer. Es war das erste Mal, dass ich hier allein war. Endlich konnte ich mich einmal in Ruhe umsehen! Aus einiger Entfernung waren mir schon die vielen Bilderrahmen auf einem Sideboard aufgefallen, jetzt kroch ich neugierig dorthin, um sie mir näher anzusehen. Es waren offenbar Familienfotos, viele davon alt, noch in schwarz-weiß. Komisch, ich hatte nie daran gedacht, dass Bernd eine Familie haben könnte. Er war mir immer wie ein einsamer Fixstern am Firmament  erschienen. Da war er beim Segeln, das Haar winderzerzaust - schön! Auf dem Bild daneben ein älterer Herr mit Silberhaar. Unverkennbar der Vater, mit den gleichen dunkeln Augen, die von tiefen, dichten Wimpern umrahmt waren und dem gleichen bezaubernden Lächeln auf gleichmäßigen Zügen.
Auf dem größten Bild stand neben meinem Herrn eine ältere Frau, die sich bei ihm untergehakt hatte. Wenn das seine Mutter war, hatte die sich jedenfalls gut gehalten! Vielleicht war es aber auch seine ältere Schwester. Verwandt mit ihm schien sie auf jeden Fall zu sein, denn sie tauchte auf einigen Bildern auf. Der gut aussehende Teil dieser Familie waren zweifellos die Männer; die Frau hatte eine Hakennase und dünnes Haar.  
 
In der Zeitschriftenablage hätte ich gern gestöbert und das eine oder andere Magazin gelesen, aber ich konnte ja wegen der lästigen Pfoten noch nicht einmal ein Heft herausziehen. Wohl zum hundertsten Mal verfluchte ich die unförmigen Lederfäustlinge, die mir den Gebrauch der Finger unmöglich machten. Am übelsten war natürlich, dass ich mich jetzt nicht mehr selbst befriedigen konnte, und das hätte ich gerade jetzt wieder nur allzu gern getan. Was sollte ich auch mit meiner Zeit sonst anfangen? Ich konnte nicht lesen, nicht telefonieren, nicht surfen - ich konnte mir keine Musik anstellen, noch nicht einmal die Fernbedienung fürs Fernsehen konnte ich bedienen. Es würde ein langweiliger Tag werden!
Seufzend legte mich auf die vor der Couch ausgebreitete Decke. Der Raum war warm, die Decke war weich, und wenigstens konnte ich mich behaglich ausstrecken.

Ich musste ein wenig eingedöst sein, denn das plötzliche Geräusch des Staubsaugers ließ mich auffahren. Erschrocken sprang ich auf, stand automatisch in voller Größe auf meinen Beinen und starrte Frau Berger, die soeben das Zimmer betreten hatte, wortlos und voller Verlegenheit an.

Aber ob auf zwei Beinen oder auf vieren, für Frau Berger machte das offensichtlich nicht den geringsten Unterschied. Sie behandelte mich genau als das, was ich sein sollte, nämlich als eine Hündin.

»Oh du böser Hund!«, schalt sie mich unverzüglich aus, ging zu mir hin und zog meinen Kopf an meinem Halsband so hart und so weit nach unten, bis ich wieder auf allen Vieren stand. »Schäm dich!«
Erstaunlicherweise schämte mich wirklich. Nicht nur dafür, dass ich bis auf meine Hundemontur nackt vor ihr stand mich von ihr so erniedrigen ließ, sondern auch für meinen Fehler. Verlegen senkte ich den Kopf zu Boden. Ich bekam einen leichten, versöhnlichen Klapps auf meinen Po. »So ist es doch viel besser«, sagte die Frau freundlich, »warte nur, wir werden uns schon noch gut verstehen, Bitch!«

Als sie einen Napf mit frischem Wasser vor mich hinstellte, dachte ich, sie könne vielleicht Recht haben. Dankbar soff ich alles bis auf den letzten Tropfen aus, während sie mir dabei zusah. Nur zum Schwanzwedeln konnte ich mich nicht überwinden, -
aber vielleicht verlangte sie es auch gar nicht von mir? Die Heftigkeit, mit der sie unvermittelt einen harten Ton anschlug, belehrte mich jedoch unverzüglich eines Besseren. »Schwanzwedeln!«, befahl sie mir scharf. Ich lief knallrot an und zierte mich ein wenig, bis ich dann widerstrebend aber ergeben einen meiner kläglichen Versuche zustande brachte.

Frau Berger begann das Wohnzimmer aufzuräumen und zu putzen, und ich sah ihr verstohlen dabei zu. Sie arbeitete zügig und gründlich und schenkte mir keine weitere Beachtung bis zu dem Moment, als sie den Boden saugte und dem Platz näher kam, auf dem ich lag. »Ab in den Garten mit dir«, befahl sie, und ich tappte hinaus. Diesmal fand ich die Terrassentür offen vor. Der Frühstückstisch war abgeräumt, anstelle des Geschirrs prangte nun ein potthässlicher Blumentopf auf der Tischmitte. Wäre ich hier die Hausherrin, hätte ich ihn unverzüglich durch ein geschmackvolleres Teil ersetzt und außerdem die Haushälterin lächelnd aber bestimmt angewiesen, die Dekoration doch lieber künftig mir zu überlassen. Ich sann erstaunt darüber nach, dass ich in meiner jetzigen Position noch nicht einmal mehr die Möglichkeit hatte, einen Blumentopf zu entfernen. Ich konnte nur ergeben seufzen und den Blick abwenden.

Es war ein warmer Sommertag, und ich schickte verlangende Blicke hinüber zu den Sonnenliegen am anderen Ende der Terrasse. Plötzlich hatte ich den sehnsüchtigen Wunsch, mit einem Eiskaffee, einer Zeitung und einem Walkman ein Sonnenbad zu nehmen. Das war natürlich unmöglich - aber ob ich mich nicht wenigstens auf die Liege legen sollte?

Mein Herr hatte mir menschliche Möbel ausdrücklich verboten, es sei denn, er forderte mich gesondert auf. Ich war mir ziemlich sicher, dass er Frau Berger genau über die Regeln informiert hatte, die mein hündisches Dasein bestimmten. Und bei aller Freundlichkeit hatte sie eben erst bewiesen, dass sie auch streng sein konnte, wenn ich mich daneben benahm. Ich beschloss, erst mal keine weitere Verfehlung zu riskieren und legte mich stattdessen auf den Rasen. Die Sonne brannte heftig. Und wahrend ich noch überlegte, dass ich einen Sonnenbrand bekommen würde, sah ich Frau Berger mit einer Tube Sonnencreme in der Hand auf mich zukommen. Ich war so dankbar, dass ich diesmal freiwillig ein bisschen mit dem Hintern wackelte, um mit meinem Schwanz zu wedeln.

Sie rieb unter leisem, freundlichen Gemurmel meinen ganzen Körper sorgfältig mit der Creme ein, - eine wunderbare, wohl tuende Massage, die mich zugleich wieder tropfnass werden ließ. Peinlich wurde mir mein Geruch bewusst, der allzu deutlich in der Luft hing und unverkennbar von meiner Geilheit kündete, aber entweder bemerkte sie ihn nicht, oder sie nahm ihn nicht weiter zur Kenntnis.

Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, und ich musste länger als eine Stunde auf dem Rasen gelegen haben, als ein wunderbarer Duft von Gebratenem aus der Küche zu mir herüberzog. Sofort erinnerte mich mein Magen durch lautes Knurren daran, dass er heute noch nichts bekommen hatte. Ich richtete mich auf alle Viere auf und trottete zur Küchentür. Auf der Schwelle blieb ich zögernd stehen.
Frau Berger warf mir einen freundlichen Blick zu und sagte: »Jetzt gibt es bald dein Fresschen, Bitch. Geschnetzeltes Steak, Gemüse und gestampfte Kartoffeln.«
Hmm, das klang wunderbar, ganz besonders nachdem mein Herr mir heute morgen das eklige Hundefutter zumuten wollte. Ich schenkte ihr freiwillig die Andeutung eines Schwanzwedelns. Und beobachtete Frau Berger, wie sie sorgfältig in der Pfanne rührte, etwas würzte, abschmeckte und wenig später einen Teller für sich selbst sowie meinen Napf füllte. Sie streute noch einen guten Esslöffel Weizenkleie über mein Futter. Dann ging sie zum Kühlschrank und holte eine bereits geöffnete Dose heraus. Es war - Hundefutter! Sie nahm einen Löffel von dem ekligen Zeug und mengte es meinem Fressen gründlich unter. Dann stellte sie den Napf auf den Boden, setzte sich selbst an den Küchentisch und begann zu essen, ohne weiter auf mich zu achten. Ich hockte immer noch unschlüssig in der Sitzstellung auf der Türschwelle und konnte mich nicht überwinden, näher zu kommen. Zwar hatte ich mittlerweile wirklich großen Hunger, aber durch das Hundefutter war das Fressen für mich ungenießbar geworden. Allein bei dem Gedanken an die unappetitliche Masse schüttelte es mich! Dabei erfüllte der köstliche Geruch meine Nase und ließ mir das Wasser im Mund, besser gesagt, in der Schnauze zusammenlaufen. Vorsichtig kam ich näher und besah mir den Napfinhalt aus der Nähe. Vielleicht, wenn ich mit den Zähnen nur ein Stück Möhre und ein Stück Fleisch herausziehen würde ... aber nein, es war ein gar zu scheußlicher Gedanke! Zudem roch ich jetzt deutlich das Hundefutter, das alle anderen appetitlichen Aromen penetrant überdeckte. Vor Wut und Enttäuschung kamen mir beinahe die Tränen, und für einen Moment war ich heftig versucht, mich aufzurichten und mich selbst am Kühlschrank zu bedienen. Und mir in einer großen dramatischen Geste die Hundeaccessoires vom Leib zu reißen. Vielleicht hätte ich es sogar wirklich getan, wenn ich nur meine Finger hätte benutzen können! Oh, diese verdammten Pfoten!
So blieb mir denn nichts anderes übrig als lediglich ein klägliches Winseln. Dies fand jedoch wenig Beachtung außer der aufmunternden Bemerkung: «Nun friss schön, Hundi!«

Erst als Frau Berger zuende gegessen hatte, beugte sie sich zu mir herunter. Sie streichelte über mein Haar, verstärkte dann den Druck ihrer Hand und drückte meinen Kopf mit sanfter Gewalt hinunter, bis meine Lippen das beinahe erkaltete Futter berührten. »Besser du gewöhnst dich daran, sagte sie in mitfühlendem Ton zu mir. »Wenn du jetzt nicht frisst, wird morgen vielleicht der Anteil erhöht. Heute ist es nur ein Löffel auf einen Napf. Morgen werden es zwei Löffel sein, übermorgen drei. Und, wer weiß, binnen kurzer Zeit wirst du vielleicht nur noch Dosenfutter fressen müssen. Also sträube dich jetzt besser nicht, sondern friss gehorsam.«
Ich schüttelte verstockt den Kopf, was ein Fehler war, da sie ihn immer noch festhielt und nun noch etwas mehr nach unten drückte, sodass mein Mund jetzt im Futter steckte. Tränen der Wut traten mir in die Augen, ich sträubte mich nach Leibeskräften.

Sie lockerte ihren Griff, mein Kopf schnellte in die Höhe. Auf den Lippen und um die Mundpartie klebte das Futter. Es war einfach eklig.

Der Blick der älteren Frau ruhte voller Mitleid auf mir. »Leck dir die Lippen ab, Bitch«, sagte sie, und es klang mehr wie ein liebevoller Ratschlag als ein Befehl. »Na, komm schon. Du wirst sehen, es ist gar nicht so schlimm. Nur vom Feinsten, Biofutter aus dem Fachhandel. Im Supermarkt kriegt man sowas nicht! ... Nun beruhige dich, Kind, und probier es wenigstens. Ich habe in meinem Leben schon manches Fertiggericht gegessen, das bestimmt viel schlimmer war als das hier!« Sie stemmte die Hände in ihre fülligen Hüften. »Kennst du diese Diätmahlzeiten aus der Dose? Dagegen ist dies die reinste Schlemmermahlzeit!«
Unwillkürlich musste ich lachen, und sie tadelte mich nicht für meinen ‚menschlichen‘ Ausbruch, sondern stimmte fröhlich und warm in mein Lachen ein.
Dann nahm sie mit den Fingern ein Fleischstück aus dem Napf und hielt es mir hin. »Komm, sei ein liebes Hundi!«, lockte sie mich, und nach kurzem Zögern überwand ich mich und fraß es ihr aus der Hand.
»Das war brav!«, wurde ich unverzüglich gelobt und bekam nun ein Stück Zucchini, dann wieder ein Stück Fleisch. Die Brocken hatten zwar einen unangenehmen Beigeschmack und rochen nach dem Hundefutter, aber es war bei Weitem nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Ich sah erwartungsvoll zu ihr auf in der Hoffnung, noch ein weiteres Stück zu bekommen, aber nun wies Frau Berger auf meinen Napf. »Den Rest kannst du alleine fressen. Und wenn du alles auffrisst, dann bekommst du auch eine Portion Eiscreme, die du schlabbern darfst«
Das klang zwar verlockend, und ich war nach wie vor hungrig, aber noch immer konnte ich mich nicht überwinden. Stattdessen soff ich den Wassernapf leer und legte mich danach auf den Boden, wahrend Frau Berger geschäftig in der Küche hantierte.

Nach kurzer Zeit machte sich meine Blase drängend bemerkbar. Ich blickte zur Gartentür, - sie war wieder verschlossen. Dennoch trottete ich hinüber und stellte mich in der Hoffnung, Frau Berger würde mich hinauslassen, schweigend davor. Sie aber ignorierte mich. Hatte sie mich nicht bemerkt oder tat sie nur so als sähe sie mich nicht? Ich blieb eine Weile stehen, bis ich mich überwand, mit der rechten Vorderpfote an die Tür zu kratzen und dabei zu winseln. So hatte mein Herr es mich gelehrt, mich bemerkbar zu machen, wenn ich »Gassi« gehen musste, wie er es nannte.

»Na dann lauf!«, sagte Frau Berger auch gleich und sperrte mir die Tür auf. Erleichtert registrierte ich, dass sie mir nicht folgte, und so wagte ich es, hinter ein Gebüsch zu kriechen, um mich auch ihren eventuellen Blicken zu entziehen, falls sie mich durch das Fenster beobachtete. Ich pinkelte hockend auf den Rasen und begann dann meine Runde durch den Garten.

Der Nachmittag verging allzu langsam. Das Nichtstun ging mir auf die Nerven, und die Zeit zog sich wie Kaugummi dahin. Frau Berger sah ich nur einmal aus der Entfernung, als sie im Garten die Wäsche aufhing. Ich hätte gerne ein wenig Gesellschaft gehabt, aber ich traute mich nicht, zu ihr hinzugehen und mich bemerkbar zu machen. Endlich schlug die Kirchturmuhr vier Uhr, das war die Zeit, in der mein Herr nachhause kommen sollte. Ich kroch durch die Küche in die Diele und legte mich wartend vor die Tür. Kurz danach kam Frau Berger hinzu und lachte. »So ein braver Hund. Wartet auf sein Herrchen!« rief sie aus und tätschelte mein Hinterteil.

Nach einer Weile hörte ich die langersehnten Schritte meines Herrn. Diesmal kam - zu meiner leisen Verwunderung - das Schwanzwedeln ganz automatisch, so sehr freute ich mich über seine Rückkehr.

****

»Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viel Spaß hatte wie in den letzten Tagen«, sagte mein Herr. »Ich habe heute an meinem Schreibtisch gesessen und nur gegrinst. Den ganzen Tag lang. Meine gute Laune ist vermutlich allen sehr unheimlich gewesen.«
Ich seufzte zufrieden. »Mir geht es genauso. Ich fühle mich so lebendig. So froh. Ich spüre alles viel intensiver als gewöhnlich.«
»Du bist also vollkommen glücklich und zufrieden damit, bei mir zu sein?«
»Oh ja. Obwohl ich das Gefühl habe, ständig Achterbahn zu fahren. Und obwohl ich wirklich sehr sauer auf dich war, weil du die Sache mit Frau Berger nicht mit mir abgesprochen hattest.« Ich zog eine Grimasse. »Und außerdem hatte ich mir von der Spielgefährtin, die du mir versprochen hast, wirklich mehr erwartet als so etwas völlig unerotisches. Allein der Gedanke, Frau Bergers Möse zu lecken ... brrrr ... da schüttelt es mich ja!«

Er lachte, bis ihm die Tränen kamen. »Hast du wirklich gedacht ... nein, das ist zu komisch! Die arme Frau Berger würde vor Scham in den Boden sinken, wenn sie dich so reden hörte! ... Nein, sie ist nur der Hundesitter. Deine Spielgefährtin wird eine Herrin sein, mein Tierchen!«
Ich dachte wieder an die Eidechsen-Frau von neulich. Bestimmt war sie gemeint.  Meine Fantasie begann zu wirbeln, formte erregende Bilder von ihrem nackten Körper und mir, vor ihr kniend, das Gesicht zwischen ihren Beinen vergraben, während mein Herr uns zusah und mich auspeitschte, nur ganz leicht, sodass es gerade erregend war ... Oh, wie viel Spaß wir haben würden!

Ein zarter Klaps auf die Schulter holte mich aus meinen Luftschlössern zurück.
»Du sabberst gleich, Schönste ... aber, bevor deine Fantasie mit dir durchgeht, müssen wir noch etwas besprechen.«
»Hmmm?«
»Du meinst also, ich hätte dich um Erlaubnis bitten sollen, bevor ich Frau Berger ins Haus geholt habe?«
»Nun ... Erlaubnis ist vielleicht nicht das richtige Wort ... aber ja, ich finde, du hättest es mir besprechen sollen!«
»Jetzt versuchst du wieder, über die Hintertür die Kontrolle zu bekommen!« Ich erntete einen kleinen harten Schlag auf meine rechte Brust. »Aber ich werde nie Dinge mit dir absprechen. Die Spielregeln stelle ganz allein ich auf. Daran wirst du dich gewöhnen müssen. Ich will dich immer überraschen. Du sollst nie wissen, was auf dich zukommt. Manchmal wirst du es unangenehm finden, das gehört aber dazu. Du sollst meinen Launen immer ausgeliefert sein.«
»Wenn es Launen sind wie gerade eben, dann bin ich sehr damit einverstanden«, seufzte ich zufrieden.
Ich war immer noch in diesem entrückten, leicht schwebenden Zustand, den ich ‚Nachbeben‘ nannte. Ich war - wie mir vorkam, stundenlang - abwechselnd mit einem großen Dildo gevögelt und mit dem Vibrator massiert worden und wohl ein halbes Dutzend Mal gekommen. Nun war es früher Abend, wir lagen wir nebeneinander auf einer weichen Decke auf dem Gras, das noch warm von den letzten Strahlen der Nachmittagssonne war, und veranstalten ein improvisiertes Gartenpicknick.
Ich hatte meine Hundemontur ablegen dürfen, sogar die unbequemen Pfoten hatte er mir abgenommen. Jetzt war ich bis auf mein Halsband völlig nackt.
Es gab Salat, den er aus der Stadt mitgebracht hatte und mit dem er mich fütterte, und wir tranken kühlen Südtiroler Wein dazu.
»Ich glaube, ich habe noch nie so viele Orgasmen hintereinander gehabt wie eben. Es ist einfach unbeschreiblich geil.«
»Bekommst du denn nie genug?«
»Nein, ich glaube nicht. Wenn ich ehrlich bin, ich könnt‘ schon wieder ...« Ich richtete mein schönstes Verführerlächeln auf ihn.

Was ich wirklich wollte, traute ich mich nicht zu sagen. Ich wollte, dass er richtig mit mir schlief. Er konnte zwar unglaublich zärtlich und aufmerksam sein, wenn er sich mir widmete, aber wenn es um seine eigene Befriedigung ging, dann bediente er sich meines Körpers stets so, wie es andere Männer wohl mit einer Gummipuppe taten. Völlig emotionslos drang er mit einer rohen Härte in mich ein, die mich beleidigte, und es schien ihm gerade recht zu sein, wenn ich nichts dabei empfand. Wenn er meinen Mund wollte, so stieß er so tief und rücksichtslos zu, bis mir vor lauter Würgen die Tränen herunterliefen, und er schien es noch nicht einmal zu bemerken. Oder falls doch, dann war es ihm offensichtlich egal. Und hinterher, wenn er befriedigt war, ließ er einfach von mir ab, ganz so, wie ich meinen Vibrator nach Gebrauch wieder in die Schublade legte.
Wir hatten noch nie einen gemeinsamen Orgasmus erlebt, und das irritierte mich allmählich immer stärker. Ich gierte danach, dass er in meinen Armen kam, während ich ihm in die Augen schaute und sein Haar zerwühlte. Ich wollte, dass wir uns ineinander auflösten und eins wurden. Dass er das offenbar nicht genauso wünschte, kränkte mich, und ich verstand es auch nicht. Aber ich würde ihn schon noch verführen ... willig hielt ich ihm den Mund zum Kuss hin.
»Du bist wohl wirklich unersättlich. Sag mir eins: Hältst du dich eigentlich für besonders demütig?«
Was war das denn jetzt wieder für eine Frage! »Ich bin doch immer demütig«, erwiderte ich mit meinem schönsten Augenaufschlag und senkte den Blick, um meinen Worten Ausdruck zu verleihen.
Ein lautes Lachen war die Antwort. »Du? Demütig? Du bist wohl die am wenigsten demütige Frau, die ich kenne.  Im Grunde geht es dir nur um dein eigenes Vergnügen. Und um das zu bekommen, nimmst du all das, was dir langweilig ist oder was dir nicht passt, in Kauf. Es ist der Preis, den du für die Dinge zahlst, die dir gefallen. Du willst nicht deinem Herrn dienen, sondern nur dir selbst. Ist es nicht so?«
Das Gespräch nahm eine Wendung, die mir nicht gefiel. Warum musste er immer alles so kompliziert machen, gerade wenn es so schön und angenehm war?
»Ich weiß es nicht, ich habe noch nicht darüber nachgedacht. Fändest du es denn schlimm, wenn es so wäre?«
Seine weißen Zähne blitzten, und die schwarzen Augen lachten mich an. »Im Gegenteil. Es würde mir ganz schnell fad mit dir werden, wenn du nur ein temperamentloses kleinen Mäuschen wärst. Aber sag mir: Wenn du nur deinen ... hmmm ... Spaß bekommst, wirst du immer alles tun, was ich von dir verlange? Wirst du mir dann widerspruchslos gehorchen, dich formen und zur vollkommenen Demut erziehen lassen? Auch wenn es bedeutet, dass ich deinen Willen brechen muss, wie man es mit wilden Pferden macht?«
»Oh ja!«, sagte ich mit wohliger Erregung.
»Das ist ein großes Versprechen, und so überaus leichtherzig abgegeben ... aber ich werde dich beim Wort nehmen!«
»Das kannst du gerne tun!«
Ich würde ihm alles versprechen, was er hören wollte, wenn ich nur bei ihm sein durfte. Was später würde, das würde man schon sehen, darüber wollte ich mir jetzt noch keine Gedanken machen. Schließlich wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wurde, und letztendlich hatte ich mit Charme und Raffinesse noch immer jeden Mann dahin bekommen, wohin ich ihn hatte haben wollen.

Wir schwiegen eine Weile und hingen unseren eigenen Gedanken nach. Dann sagte er leise vor sich hin: »Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, dann will ich gern zugrunde gehn!«

Ich war nicht in der Stimmung für Dichterlesungen. »Hmmm. Und was willst du mir damit sagen?«
»Damit will ich sagen, dass du dem Teufel deine Seele verkaufen würdest, wenn nur genug dabei für dich herausspringt.«
»Aber nur, wenn du der Teufel bist!«
»Pass auf, was du sagst ... ich bin‘s vielleicht!«

****

Am nächsten morgen würde ich ihn das erste Mal verlassen müssen. Schließlich konnte ich die Realität meines Lebens nicht ewig ausblenden. Ich würde arbeiten müssen, Freunde würden sich vermutlich bereits Sorgen machen, weil sie mich eine Woche lang nicht erreichen konnten.
Die ganze vergangene Woche mit ihrer schimmernden, traumhaften Schönheit, mit all ihren überglücklichen, aufregenden Stunden war vorüber. Sie war schnell vergangen: ein Traum voller Erregung und Spannung, in dem die Minuten so rasch wie Herzschläge zerronnen. Eine atemlose Woche, in der ich jeden einzelnen Augenblick, jedes noch so kleine Detail in meinem Gedächtnis unauslöschlich festhalten wolle, damit ich bis an mein Lebensende davon zehren könnte.

Wir hatten nie darüber gesprochen, was nach dieser Woche werden würde, und plötzlich fürchtete ich, dass mein Herr mich für immer fortschicken könnte.

Ich lag, mit verbundenen Augen und an Händen und Füßen gefesselt, auf einer weichen Schaumstoffmatte in ‚dem Raum‘, in den er mich geführt hatte, und wartete sehnsüchtig auf seine Rückkehr. Ich lauschte - es war so merkwürdig still, dass mein eigener Atem laut klang. Kein Geräusch drang durch die geschlossene Tür, und ich meinte, ich müsse schon seit Stunden hier liegen. Ich grollte ihm bitterlich für jede Minute, die er länger fernblieb, während unser letzter Abend allmählich verrann.

Endlich, nach einer Ewigkeit, öffnete sich die Tür, er trat auf leisen Sohlen zu mir hin und hockte sich wortlos neben mich. Zärtlich ließ er seine Fingern über meinen Körper gleiten, erkundete jeden Zentimeter meiner Haut, als wolle er dadurch beweisen, dass ich ihm gehörte. Seine Berührung durchfuhr mich wie ein elektrischer Schlag, wie ein blauer Blitz. Sein männlicher Duft stieg mir in die Nase, und mich überwältigte das Verlangen, ihn in die Arme zu nehmen. Das hatte ich nie getan, die ganze Woche nicht. Es hätte vielleicht Gelegenheiten gegeben, Momente, in denen er es zuließ, dass ich fast auf einer Stufe mit ihm stehen durfte, aber selbst dann hatte ich mich nie getraut.

Seine Hand wurde fordernder, knetete abwechselnd meine Brüste, die andere Hand wanderte hinunter zu meinen Schenkeln und öffnete sie, und ich hörte auf zu denken und überließ mich ihm ganz. Unter seinen Berührungen verließen mich die Schatten, vor denen ich mich gefürchtet hatte. Ich lag bei ihm, durchströmt von Zärtlichkeit und dem Glück, ihm gehören zu dürfen. Mein Inneres schmolz, ich spürte seine Leidenschaft und wie er mich beherrschte, und ich unterwarf mich ihm. Meine Angst vor der Zukunft löste sich auf und schwand in die Nacht.  

Kurz bevor ich zu explodieren meinte, löste er behutsam meine Fesseln, zog mich an den Händen hoch und führte mich ein paar Schritte in den Raum hinein. Ich hatte immer noch die Augen verbunden, musste mich über etwas beugen, was sich anfühlte wie ein lederbezogener Bock. Mein Hals kam auf etwas Kaltem, Metallischem zu liegen. Ein Scharnier klappte zu, und ich fühlte, wie sich ein enger Ring um meinen Hals schloss. Meine Füße, die kaum den Boden berührten, wurden ebenso mit Ringen rechts und links an den Beinen des Bocks fixiert, genauso meine Handgelenke. Er machte sich
an den Ringen in meinen Schamlippen zu schaffen, und ich fragte mich, was er tun mochte, bis ich spürte, dass er dünne Bänder an ihnen angebracht hatte, die er nun an beiden Seiten meines Körpers nach vorn führte und straff an meinem Halsring festband.
Aufgespreizt und weit geöffnet lag ich da, wehrlos seinen Blicken und forschenden Fingern ausgesetzt, die nun in mich eindrangen, - aber so war es mir Recht, ich wollte schutzlos preisgegeben sein, nur ein willenloses Objekt, das ihm vollkommen ausgeliefert war. Er schlug mir mit kräftigen Händen auf den Po, meine Haut wurde warm, fing angenehm an zu brennen, und das steigerte meine Lust nur noch mehr. Seine Hände griffen schmeichelnd nach meiner Spalte, erst zart, dann überlegen, schließlich unerbittlich, bis ich vor Begierde stöhnte. Ich hörte, wie er den Reißverschluss seiner Hose öffnete und fühlte, wie er in mich eindrang, rücksichtslos und unnachgiebig wie stets, meine auseinandergezogenen Schamlippen schmerzten bei jedem Stoß, aber diesmal gefiel es mir, einfach so genommen zu werden. Er entzog sich mir nach einer allzu kurzen Zeit, ohne zu kommen, und ich gab einen unwilligen Laut der Enttäuschung von mir.
Er lachte. »Jetzt noch nicht, Schönste. Wir haben heute noch viel vor, und wir wollen das Pulver doch nicht zu früh verschießen, nicht wahr?«

Die Vorlage war einfach zu gut, als dass ich sie hätte ignorieren können. »Also ich kann mein Pulver problemlos mehrmals verschießen«, grinste ich, stolz auf die gelungene Pointe.
»Du hast immer noch nicht gelernt, dass dies hier nicht zu deinem persönlichen Vergnügen stattfindet.« Die Stimme meines Herrn war plötzlich wie mit Glasscherben bestreut, und mich durchfuhr ein Schauder. »Und du hast nicht zu reden, wenn ich es dir nicht gestatte! Sperr dein vorlautes Maul auf!«
Roh versenkte er einen großen Dildo in meinen Mund, zog in kurz zurück, dann stieß er wieder unbarmherzig zu, immer und immer wieder. Ich musste würgen, husten, bekam keine Luft, Speichel lief mir aus den Mundwinkeln und troff zu Boden. ‚Gleich werde ich mich übergeben müssen‘, dachte ich panisch, aber dann hörten die Bewegungen auf, der Dildo blieb reglos zwischen meinen aufgerissenen Kiefern stecken, gerade so, dass ich noch ausreichend atmen konnte. Ich konnte den Körper meines Herrn nicht spüren, er war nicht nah bei mir, und ich begriff, dass der künstliche Schwanz an einer Stange montiert sein musste, ähnlich einem Besenstiel. Ich hörte ein Schrauben, dann war der Stiel offenbar irgendwo fest arretiert, und mein Kopf war aufgespießt und ließ sich keinen Zentimeter mehr bewegen. Noch während ich vergeblich versuchte, mir zumindest durch eine kleine Drehung ein klein wenig Erleichterung zu verschaffen, drang bereits ein zweiter Dildo tief in meine auseinandergezogene Möse ein; er musste riesig sein, und mir kam es im ersten Moment vor, als risse er mich brutal auf.  

Nur unterbrochen von den gleichzeitig hart einsetzenden Hieben einer Peitsche, klatschten die kraftvollen Stöße unablässig geräuschvoll gegen mein Gesäß, wurde der künstliche Freudenspender immer wieder bis zur vollen Länge in die Tiefen meines Körpers getrieben. Und allmählich gab ich meinen Widerstand auf, führte der Lustschmerz meine Sinne in die ekstatischen Gefilde leidenschaftlicher Unterordnung.

Mein Herr beugte sich leicht zu mir herab, fuhr mit den Fingern sanft über mein Gesicht - seine weiche Stimme flüsterte etwas, das ich nicht verstehen konnte - um mir dann ganz plötzlich und ohne Vorwarnung seitlich auf eine meiner Brüste zu schlagen und damit in mir eine Explosion wie ein Feuerwerk auszulösen. Eine spannungsgeladene Kraft ergriff mich, ein Schmerz, der kein Schmerz war, füllte mich aus. Ein Schmerz, der sich direkt zwischen meinen Beinen entlud, anstatt mein Verlangen zu bremsen. Ich überließ mich der inneren Schau dieses Feuers, das über mir zusammenschlug, mich einhüllte in seiner verzehrenden und neue Lust gebärenden Glut.
Auch der Dildo in meiner Scheide wurde schließlich arretiert, die Schläge hörten auf. Meine Haut brannte, mein ganzer Körper war ein einziger empfindsamer Nervenstrang. Und dann fühlte ich den Vibrator, der hauchzart wie ein Luftzug über meine Klitoris strich, um sich ganz allmählich zu einem tosenden Crescendo in die Höhe zu schrauben.
»Du darfst nicht kommen«, flüsterte die Stimme meines Herrn an meinem Ohr, »erst, wenn ich es dir erlaube!«
Ich versuchte, mich zu zügeln, es kostete meine ganze Kraft - ach, wenn er doch aufhören wollte - ach, wenn er doch niemals aufhören wollte!

Und dann, auf einmal - hörte ich, mit halbem Ohr, durch das Summen des Vibrators und mein eigenes Stöhnen hindurch ein Geräusch. Es kam mir vage vertraut vor, schien aber nicht hierher zu passen schien. Es klang wie ... um Himmels willen, es klang wie das Klappern von hohen Absätzen auf dem Parkett!

Noch bevor ich diesen Gedanken wirklich fassen konnte, hörte ich eine helle Stimme rufen: „Ich bin wieder zuhause, Tesoro!“

Mein Herz setzte aus. Meine Lust sank so unvermittelt in sich zusammen wie ein Luftballon, in den jemand ein Messer gestoßen hatte. Hinter mir öffnete sich die Tür, und ein Hauch eiskalter Luft streifte mich. Tausend Gedanken prasselten gleichzeitig auf mich hernieder, keiner davon fassbar außer der Verwunderung darüber, dass sich der Vibrator immer noch in meiner Möse hin- und herbewegte. Sein leises Summen steigerte sich in meinen Ohren zu einem tosenden Donner.

Die Sekunden vergingen und dehnten sich zu einer quälenden Ewigkeit. Warum war er noch nicht aufgesprungen? Er saß doch jetzt – wir saßen jetzt – entsetzlich in der Klemme. Wie konnte er nur ... dann formte sich die plötzliche Erkenntnis: Der Mistkerl war verheiratet! Oh, wie hatte er mich getäuscht, dieser verlogene, hundsgemeine Bastard! Und mit einem Schlag wurde mir heiß bewusst, in welcher Stellung ich mich befand – festgeschnallt, vorne und hinten von einem großen Dildo gepfählt, aufgespießt wie ein lebendes Grillhähnchen. Oh, wenn ich doch durch irgendeinen Zauber augenblicklich weit weg wäre!

Dann – endlich! - verstummte der Vibrator. Ich hatte noch nie so eine vollkommene Totenstille erlebt wie in diesem kurzen Moment, bevor seine Stimme sie, in ganz normalem Plauderton, durchschnitt.

„Oh guten Abend! Schon da? Ich hatte dich erst in einer Stunde erwartet! Wie war der Flug?“
„Wunderbar. Die Maschine war nur halb voll, ich konnte mich lang hinlegen und ausschlafen. Wir hatten Rückenwind und sind früher gelandet. Und mein Koffer war einer der ersten auf dem Band. Tja, manchmal hat man einfach Glück!“

Ich spürte, wie er aufstand und langsam in die Richtung ging, aus der die Stimme kam.
„Warst du schon gespannt?“
„Und wie!“ Ein leises Verschwörerlachen klang aus zwei Kehlen. Schritte kamen auf mich zu, umrundeten mich halb, bleiben vor mir stehen.
„Ah, che bella ragazza! Du hast mir nicht zu viel versprochen! Sie ist wirklich schön, genau wie auf den Bildern.“ Eine federleichte Hand berührte meine Stirn, strich behutsam über mein Haar. „Hallo kleine Bitch. Hab' keine Angst vor mir. Ich freue mich sehr, dass du zu uns gehören willst. Wir werden gute Freunde werden.“
„Aber sicher werdet ihr das. Heute noch hat sie mir wieder erzählt, wie verrückt sie nach Mösen ist!“

Das konnte nicht die Wirklichkeit sein. Dies war völlig absurd. Ich musste in einem surrealen Theaterstück gelandet sein, in dem ich gleichzeitig Zuschauer und Mitwirkende war.

Zarte Hände nahmen mir vorsichtig die Augenbinde ab. Ich starrte die Frau vor mir mit schreckgeweiteten Augen an. Himmel, sie ist ja alt – und hässlich! war mein erster Gedanke, der mir für eine kurze Sekunde eine winzige, unsinnige Erleichterung verschaffte.  
„Wir werden viel Spaß miteinander haben. Ich kann es gar nicht erwarten, bis ich dich endlich haben kann. Ich habe sogar schon vor dir geträumt! … Aber lass mich erst einmal hier ankommen, ich bin ja noch gar nicht richtig da. Und auch du brauchst wahrscheinlich einen Moment für dich, denn vielleicht hat dir die plötzliche Überraschung doch einen kleinen Schrecken versetzt, nicht wahr? Santo cielo! Du bist ja ganz bleich im Gesicht! Soll ich dich erst mal befreien?“
„Aber Bea! Du lernst es wirklich nie! Frag nicht den Hund, frag den Herrn!“ Seine Stimme hatte den gleichen Ton, mit dem er mich immer geneckt hatte. Wilde Raubtierkrallen zerrissen mir das Herz.
„Ach, Du und deine Regeln!“ Sie lachte ein warmes Lachen. „Soll ich sie befreien? Oder tust du es selber?“
„Ich würde es ja vorziehen, sie dort noch eine Weile zu lassen. Aber ich sehe schon, du lässt mir keine Wahl, und ich beuge mich wie immer deinem Willen.“
Er befreite mich und schaute dabei vergnügt drein wie ein Junge, dem gerade ein tollkühner Streich geglückt ist. Ich wollte ihn anschreien, ich wollte meinen Schmerz und meine Wut heraussschreien, aber ich war betäubt vom Schock, und es kam mir kein Ton über die Lippen.
„So ist es doch besser, nicht wahr?“ Die Frau half mir, mich aufzurichten, nahm mich bei der Hand und führte mich zu dem kleinen Ledersofa, das in der Ecke stand. „Hier, cara, mach es dir bequem und deck dich mit dem Plaid zu, damit du dich nicht verkühlst. Komm erst einmal zur Ruhe, eh? Wir sind gleich wieder da. Willst du so lange irgend etwas? Wasser und Whiskey stehen ja hier. Oder soll ich dir lieber ein Glas Wein holen?“

Ich schüttelte den Kopf. Das einzige, was ich wollte war, dass der Erdboden sich auftun und die Hölle sie auf der Stelle verschlingen möge.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
dogbitch
5.01
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5 (24 Bewertungen)

Kommentare

Bild von Lady Jay

Der Teil ist aus Die Hündin -

Der Teil ist aus Die Hündin - Bella.... hab doch gedacht die Geschichte kommt mir bekannt vor! Hast du denn die Erlaubniss, diese Geschichte zu veröffentlichen? Auf der Page steht klar "Es ist  - ohne ausdrückliche Genehmigung der Autorin - verboten, diese  Geschichte auf anderen Websiten abzudrucken, ausser für den persönlichen Gebrauch auszudrucken oder in irgendeiner Form zu publizieren" 

Bild von Wuffff

Gut aufgepasst, Lady Jay.

Gut aufgepasst, Lady Jay.

Interessant, wer unsere alte Homepage doch immer noch kennt, obwohl Geocities leider schon so lange abgeschaltet wurde.

Gut, dass es die Geocities-Archive wie z.B. OOcities gibt...

Ja, die "dogbitch" darf diese Geschichte veröffentlichen.

Oder sollen wir besser sagen : "sie darf sich gerne selber zitieren" enlightened.

Naaa... alles klar?!

viele Grüße

Wuffff

(http://www.oocities.org/wuffff/ )

Bild von master_4you

Wo ist den den Hinweis auf den tatsächlichen Autor?

Was sind das denn für Methoden?  Wulf wäre wohl besser als Wuffff

Bild von Megs ·Administrator·

Am Anfang ...

und am Ende der Geschichte!

Damit es auch der Letzte begreift: dogbitch ist die tatsächliche Autorin, war es immer, wird es wohl auch bleiben. Oder hast Du den vorherigen Kommentar nicht verstanden?

Bild von Hera und Zeus

Mrs. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?

Zuerst: wir verstehen den obigen Kommentar einfach nicht. Der Mann heißt Wulff und nicht Wulf, und das Copy/Paste-Genie war doch der Guttenberg? ... *kopfkratz*...devilangel

Zur Story:

Zwangsläufig geht der Zusammenhang etwas verloren, wenn man die Teile der Gechichte im zeitlichen Abstand liest. Liest man sie aber hintereinander, so erkennt man einen intelligent konstruierten Spannungsbogen mit viel suspense. Man ist als Leser hin- und hergerissen zwischen 'das gibt ein tolles Happy End' und 'da kommt noch etwas Schlimmes hinterher....',

Und wenn man sich am Ende dieses Teils gerade in eine angenehm erotische Stimmung versetzt sieht, wird man genau im schönsten Moment eiskalt heruntergeholt, weil da nämlich die Ehefrau auftritt. Perfektes Timimg, handwerklich solide gelöst.

Hat was von Hitchcock.

Wir sind sehr gespannt auf die Fortsetzung(en)...

 

 

Bild von Lady Jay

den inhalt der alten

den inhalt der alten geschichte hab ich sehr spannend gefunden! freue mich demfall auf die hier folgende "fortsetzung" :D weiter so!

Bild von Salomé

Jetzt habe ich es doch gelesen...

...wegen der vielen guten Kommentare. Obwohl ich mit petplay rein gar nichts anfangen kann. Und,, ja, es ist einfach gut geschrieben. So gut, dass ich alle Teile in einem Zug lesen musste. Super Stil,gute Sprache. Oft wird ein gutes Thema durch schlechte Technik verhunzt, hier ist es umgekehrt. Ich bin zwar nicht wirklich zur petplay-Anhängerin geworden, aber ich kann die Faszination jetzt nachempfinden.Bin gespannt wie es weitergeht.

Bild von dogbitch

Ich freue mich sehr...

... über Eure lobenden Worte.

Liebe Lady Jay, ich bin wirklich überrascht und erfreut, dass meine immerhin bereits 12 Jahre (!) alte Geschichte, von der ich sicher war, dass sie mehr oder minder unbeachtet in den Weiten des www vor sich hin dämmert, Dir so lebhaft im Gedächtnis gebleiben ist, dass Du die hier 'verbastelten' Teile sogleich erkannt hast. Ich fasse das mal frech als Kompliment auf :-)

Danke auch an meinen lieben Freund Wuff und an Megs, die in Sachen 'Urheberrechtsverletzung oder nicht' aufgeräumt haben.

Mein respektvoller Gruß in die Höhen des Olymp geht an Hera und Zeus. Zwar geht mir Euer Lob wie Balsam herunter, aber ich finde, der Vergleich mit dem genialen Hitchcock ist doch etliche Nummern zu hoch gegriffen....
Allerdings habt Ihr damit etwas angestoßen, denn auch als Autor kann man von ihm nur lernen. Und seit ich Euren Kommentar gelesen habe, beschäftige ich mich eifrig mit Hitch und mit der Frage, inwieweit man zumindest einige seiner Stimittel auch im geschriebenen Wort anwenden kann. Ein hochinteressantes Thema, das ich als sehr bereichernd empfinde - und ohne Euch wäre ich nie auf diesen Gedanken gekommen!

Ich glaube. es gibt für einen Autor kein schöneres Kompliment als dass man es geschafft hat, einem Leser ein wenig von der Faszination des eigenen Themas zu vermitteln, gerade wenn dieser Leser (in dem Fall: die Leserin) mit der Materie als solcher so gar nichts anzufangen weiß. Ich danke Dir allerherzlichst für Deinen Kommentar, liebe Salome, über den ich mich gefreut habe wie ein Schneekönig... äh, eine Schneekönigin :-)

 



about seo | geschichten