Aktiv Devot

Auch bei mir ist es, wie bei vielen anderen auch, die erste Geschichte.

 

Seit langer Zeit leben mein Herr und ich als Paar zusammen, wir lieben uns, und wir leben 24/7.

Es gibt Höhen und Tiefen wie in jeder Beziehung, aber heute sollte es anders sein. Heute will ich nicht warten bis mein Herr mir seine Wünsche sagt, heute will ich seine Wünsche erfüllen bevor er sie nur denken kann.

Vor Tagen machte ich mir schon Gedanken, wie ich, ohne eine Regel zu brechen, auch aktiv einen Abend gestalten kann.In meinem Kopf machte ich mir einen Plan. Ich wusste, ich kann nur den Rahmen stecken, ausgefüllt mit Leben wird er durch den Moment.

Mit Vorfreude und einem kribbeln im Bauch machte ich mich auf den Weg.

Ich kaufte 2 große rote Kerzen, ein paar rote, nach Rosen duftende Teelichter, 2 flackernde weiße Elektrolichter. Eine dunkelrote Tischdecke und Servietten. Dann ging es zur Musik, gregorianische Musik war genau das was ich wollte.

Ich war so aufgeregt und bereits innerlich so erregt, dass meinem Herrn bereits auffiel dass sich was tut. Er beobachtet mein heimliches Treiben, ließ mich aber gewähren ohne dass er nachfragte.

 

Heute ist mein Tag.

Während mein Herr in der Arbeit war, koche ich ein leckeres essen. Gehe lange ins Bad und reinige mich, binde mein Haar nach hinten, so dass man meinen Hals frei liegt. Mein Halsband gut zur Geltung kommt.  Das liebt mein Herr.

In unserem Zimmer bereite ich alles vor. Immer wieder läuft mir ein Schauer der Erregung und der Vorfreude über den Körper.

Auf den Tisch lege ich die rote Tischdecke, darauf die Peitsche, Gerte, Klemmen, Bondagebänder, die Kerze, falls mein Herr mit Wachs spielen möchte. Die Erregung lässt sich kaum noch ertragen, als ich all die schwarzen Dinge auf dem roten Tuch sah. Meine Knie zitterten und ich wünscht mein Herr währe jetzt hier.

Nun legt ich die Musik ein und lasse mich mit der Musik noch mehr in Stimmung bringen.

Nun noch meine leichte Bekleidung auf das Bett, und schnell zurück in die Küche. Es fällt mir schwer den Raum zu verlassen, und ich kann mich kaum noch auf das Essen konzentrieren.

Mein Herr kommt, ich höre ihn bereits an der Türe. Wie immer hole ich ihn dort ab. Küsse ihn. Er bemerkt meine Erregung, die ich kaum noch zurückhalten kann. Missbilligend schaut er mich an, sagt kein Wort. Welche Fantasie hat er gerade, was ich getan habe?

Das Essen verlief ruhig, mein Herr ermahnte mich mehrmals ich sollte ruhig sitzen bleiben und nicht ständig umher zappeln. Ich bekomme kaum einen Bissen runter. Wie soll ich ruhig bleiben, wenn ich weiß was hinter der Türe ist?

Nach dem Essen, will mein Herr ins Wohnzimmer gehen. Jetzt ist der Richtige Zeitpunkt um Ihm meinen Wunsch mitzuteilen.

„Ich bitte meinen Herrn, dass er mit mir in unser Zimmer geht, ich habe eine Überraschung für ihn.“ Er schaut mich an. Seine blaugrauen Augen schauen bis in den Grund meiner Seele, ich gehe unter diesem Blick auf die Knie. Mir geht eine Gänsehaut über den Rücken, ich versuche meine Atmung unter Kontrolle zu halten. Wenn er jetzt nicht gleich ja sagt, zerplatze ich.

Mein Herr nickt, sagt mir, dass er noch ins Bad geht um sich frisch zu machen. Ich soll bereits ins Zimmer gehen, und dort auf ihn warten.

Mit Tränen der Freude, der Erleichterung, der Erregung geh ich ins Zimmer.

Das Zimmer ist warm, die Musik ist leise im Hintergrund, ich mache die Kerzen an, schau noch einmal ob alles in Ordnung ist, ziehe den Hauch von nichts an. In mir tobt ein Vulkan, der jeden Moment ausbrechen kann.

Ich knie mich auf das Fell vor dem Bett. Sitze auf meinen Fersen, die Beine geöffnet, der Kopf gesenkt, die Hände auf meinen Oberschenkeln. Flackerndes Licht hüllt mich ein, die Musik trägt mich. Ich schließe meine Augen.

Ich erwarte meinen Herrn.

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Kommentare

und nicht mittendrin stehen bleiben! Hier liegt nicht Würze in der Kürze;). Man will doch schließlich wissen was der Gute alles mit dir anstellen mag. Ich mag die Geschichte auch wenn sie ein wenig kurz ist. Und für das erste Werk hier, kann es nur von mir 6 Sterne geben. Beim nächsten Mal will ich dann wieder strenger sein. 

Lieben Gruß! Sena

Das hat Potential für mehr, ist aber definitiv zu kurz. Etwas mehr musst du dem Leser schon bieten, aber die erste Neugierde ist geweckt. Vielleicht hätte es geholfen ein wenig einzuflechten, gegen welche Verbote verstoßen werden könnten, wenn eigene Entscheidungen getroffen werden.

Guck auch noch mal über die Zeiten. Du springst hin und wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her.

... einer Kurzgeschichte - solange es sich tatsächlich um eine Kurzgeschichte nach klassischem Vorbild und nicht nur um eine kurze Geschichte handelt - liegt ja eben genau darin, das Ende wegzulassen! (notwendiges Stilmittel: "Offenes Ende") (Für alle, die den genauen Unterschied zwischen "Kurzgeschichte" und "kurzer Geschichte" erfahren wollen, empfehle ich, beide Begriffe einmal bei <google> einzugeben und am besten noch das Wort "Unterschied" hinzuzuschreiben...) 

In einer solchen Kurzgeschichte nach klassischem Vorbild legt der Autor oder eben die Autorin nur den Grundstein, aber die Geschichte wächst dadurch, dass die Leser ihre eigene Fantasie bemühen...

Aber:

Bei einer Kurzgeschichte nach klassischem Vorbild wird man als Leser direkt durch den ersten Satz mitten in die Handlung katapultiert, ins kalte Wasser geworfen, sozusagen. Es gibt keine Einleitung, kein Vorstellen der Personen, ja oftmals noch nicht einmal eine geklärte Grundsituation. Das alles wächst durch jede einzelne Zeile im Kopf des Lesers und reift dort durch die beschriebenen Emotionen...

Nur der Titel ist durch seine unendliche Kürze dann noch geeignet, um zumindest die grobe Richtung anzudeuten - und "andeuten" heißt in keinem Fall "klar benennen"...

Insofern kritisiere ich ausdrücklich nicht die Kürze, denn diese Kurzgeschichte hat genau die richtige Länge und hört genau an der richtigen Stelle auf, nein, es ist der viel zu ausführliche Anfang, den ich bemängele(, gepaart mit ein paar wenigen Sprachunsauberkeiten), sodass sich zu keinem Zeitpunkt ein wirklich freies Bild entwickeln kann.

Deshalb und nur deshalb bekommst du von mir lediglich fünf Sterne!

die geschichte ist sehr sehr schön, aber es fehlt so ein wenig praxis. was passiert? da hörst du einfach auf. traust du dich nicht weiter zu schreiben. keine angst. du kannst ruhig offen und ehrlich schreiben, auch deine fantasie. nur mut.

Ich bedanke mich, für die guten Kommentare.

Das war meine erste und auch meine letzte Geschichte. Aus dem Bauch heraus kam es dazu, dass ich diese Geschichte, genau so wie sie da steht, schreiben musste. Ein Ende gab es nicht, weil ich das Ende zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht wusste.

Inzwischen durfte ich den Abend, die Nacht, genau so erleben. :)

Ich überlasse es eurer Fantasie, wie mein Herr mich zum Schwingen und Fliegen gebracht hat.

LG Samanta