Christopher und Ich - Kapitel 39

 

39

Am nächsten Tag setzt bei Herrn Lang in der Tat so etwas wie ein Genesungsprozess ein. Vielleicht liegt es ja daran, dass er schließlich doch noch beinahe zwölf Stunden am Stück durchgeschlafen und direkt nach meiner Heimkehr noch inhaliert hat wie ein Irrer? Christopher bewegt sich nach dem Aufstehen gegen Mittag jedenfalls nicht mehr ganz so lethargisch durch die Wohnung und das Thermometer informiert uns, dass sein Fieber sich verzogen hat. Natürlich läuft seine Nase noch und er fühlt sich schlapp, winkt den morgendlichen Wochenend-Blow-Job hustend ab; aber da ist ein kleines Licht am Horizont angegangen – und mit ihm wurde die Hoffnung geboren, dass mein Freund jetzt nicht mehr ganz so anstrengend sein wird.

Christopher frühstückt ausgiebig, zieht sich danach irgendeinen Film rein, während ich die Wohnung auf Vordermann bringe. Über den Vorfall im Pub reden wir nicht, sprechen stattdessen über Kilian und seine Einladung, die wir definitiv annehmen wollen. Christopher telefoniert sogar kurz mit unserem Arzt und bringt ihn auf den neusten Stand, was seine Gesundheit angeht. Ich höre sie dann noch irgendetwas über einen Wein sprechen, den Kilian entdeckt haben will und nun meinem Master schönredet, dann wird Christopher das Telefonieren zu anstrengend und er zieht es vor, auf dem Sofa zu dösen, während ich als letztes unser Bad in Angriff nehme.

Als ich zufrieden den von Schlieren befreiten Badezimmerspiegel ansehe, betritt mein Freund den Raum, lächelt mir kurz zu und lässt sich dann Wasser in die Wanne ein. „Erkältungsbad?“, hake ich nach und er nickt.

Während Christopher ins warme Wasser taucht, verziehe ich mich in mein Zimmer und lese eines der Kapitel, das ich bis Montag durch haben muss. Später finde ich meinen Freund abermals auf Sofa wieder, den rechten Arm schützend über seine Augen gelegt. Ich setze mich zu ihm und lege meine Hand auf seine Brust, streichele ihn ganz leicht dort.

„Kann ich irgendwas für dich tun?“, frage ich meinen Master und gebe mir Mühe, besonders liebevoll zu klingen.

Mein Freund antwortet zunächst nicht. Dann höre ich ihn ganz sachte seufzen. Ohne seinen Arm von seinem Gesicht zu nehmen und mich anzusehen äußert er schließlich gar hauchend seinen Wunsch. „…kannst du mir bitte einen runterholen… Ich… Bin irgendwie geil, aber… zu schwach, das selbst…“

Ehe er seinen Satz zu Ende gesprochen hat, ist meine Hand schon unter die Wolldecke und seine Shorts gewandert und meine Finger umfassen Christophers tatsächlich hartes Fleisch, während ich mich im Innern leicht über seinen zaghaften, sogar ziemlich süßen „Befehl“ amüsiere: Er hat bitte zu mir gesagt – zu seinem Sklaven. Ob ihm das überhaupt bewusst ist? Und allein, dass er andeutet, dass er es sich selbst besorgen müsste: Dafür hat er doch mich...

Langsam frage ich mich, ob Herr Lang vielleicht nicht doch noch Fieber und damit Hand in Hand gehende, seltsame Fantasien hat…

Christophers Körper zuckt so entzückend, während sich meine bewegenden Finger fester um sein Glied wickeln. Sein Mund ist nun etwas geöffnet, und als ich meinen Daumen über seine nunmehr feuchte Spitze streichen lasse, zieht er so hinreißend scharf und laut die Luft ein, nur um sie dann in der nächsten Sekunde in Form eines tiefen Stöhnens wieder zu entlassen, das mich dazu animiert, seine Eichel mit etwas mehr Druck zu umkreisen – und so seinem Mund weitere, hübsche und zum Teil auch angestrengte Laute zu entlocken. Gleichzeitig beobachte ich, wie er sich dabei mit seiner linken Hand fest in eines der dekorativen Kissen krallt.

So wunderschön das Konzert und diese Szenen sind, haben sie auch einen beträchtlichen Haken: Das alles geht mir unter die Haut und verursacht ein gefährliches Kribbeln im Bereich meiner Lenden, das langsam beginnt, in meinen Schwanz zu fließen, der immer noch auf diese fiese Art und Weise gefangen und damit daran gehindert ist, jene Gefühle komplett zu empfangen und sie entsprechend zu verarbeiten. Fuck.

Ich erhöhe die Schnelligkeit meiner Hand und setze darauf, dass Christophers gesundheitlicher Zustand dazu führen wird, dass sich mein Master heute schneller ergießt als sonst; also ehe ich ernsthafte Platzprobleme da unten bekomme. Und ich behalte Recht: Christopher bäumt sich nach nur wenigen Sekunden kurz auf, entlässt einen weiteren erotisch-verzweifelten Laut und meine Hand wird nass, als er diesen letzten Ton haltend abspritzt. Kurz darauf entspannt sich sein verkrampfter Körper wieder und als ich nach den eh schon auf dem Tisch platzierten Taschentüchern greife und die Spuren dieses Hand-Jobs von meinen Fingern und seinem Bauch behutsam entferne, kann ich lauschen, wie Christophers Atem sich langsam wieder beruhigt.

Wenige Augenblicke später ist er in den Schlaf entglitten und ich erhebe mich lautlos und schleiche ins Bad, um die Taschentücher im dortigen Mülleimer zu entsorgen – und zitternd eine fixe, eiskalte Dusche zu nehmen, um all die aufgekeimte Geilheit sofort wieder aus meinen Gliedern zu verbannen…

Unweigerlich denke ich an Christophers gestrige Worte beziehungsweise an ein konkretes: Abmelken. Damit schleicht sich allerdings auch wieder etwas Frustration ein. Zum einen, weil ich befürchte, dass das heute nicht geschehen wird, denn mein Freund ist einfach noch zu schwach dafür, zum anderen, weil ich nicht genau weiß, was genau mein Master damit eigentlich meint. Es gibt verschiedene Arten, seinen Sub abzumelken… Welche er wohl wählen wird? Diese Frage treibt mich beinahe in den Wahnsinn – und auch fast erneut unter die kalte Dusche.

Ich schleiche durch die Wohnung und nehme letztendlich mit dem Laptop auf meinem Schoß auf dem Sessel Platz, schaue mir die Kopfhörer benutzend einen Horrorfilm an und chatte währenddessen mit Chiyo; ich erzähle ihr unter anderem von Ron und sie scheint interessiert, weil es mit ihrem Internet-Flirt wohl doch nicht so rosig war.

Bei diesen Aktivitäten behalte ich meinen Master aber stets im Auge, denn eigentlich hocke ich genau hier, weil ich ihm sofort wieder zur Hand gehen will, wenn er erwacht. Damit meine ich keinen weiteren Hand-Job – es sei denn, er fordert ihn ein – sondern generell die Tatsache, dass ich ihm zur Verfügung stehen will. Sei es nur, um die Fernsehsender umzuschalten, oder ihm einen Tee zu bringen, oder stundenlang auf seinen Befehl nackt in der Ecke zu hocken. Ehrlich gesagt bin ich deswegen sogar ganz froh, dass mich heute niemand mehr gefragt hat, ob ich etwas unternehmen wollen würde, denn das will ich nicht. Im Gegensatz zum gestrigen Abend, will ich heute hier bei Christopher bleiben und ihm dienen, egal wie.

Ich schlucke.

Diese intensiven Gedanken, dieses starke Bedürfnis… Entstammen sie meinem aufgekeimten schlechten Gewissen, weil ich ihn gestern Abend allein gelassen habe? …oder sind sie Resultate der Keuschhaltung?

Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass Christopher sich bewegt; im nächsten Augenblick setzt er sich vorsichtig auf und streicht sich die verwuschelten Haare glatt. Ich stelle umgehend den Laptop beiseite.

„Wie geht es dir?“, will ich wissen und Christopher zuckt mit den Schultern.

„Ein bisschen besser, aber wirklich fit bin ich noch nicht.“

„Schade…“, murmele ich und mein Freund zieht die Brauen zusammen.

„Sagst du das jetzt, weil es hier tatsächlich um mein Wohlbefinden geht, oder du darauf gehofft hast, dass ich dich heute schon abmelke?“

Dieser Schuft kann mich lesen wie ein offenes Buch! „Beides“, antworte ich gehorsam, und das ist sogar die Wahrheit.

„So, so…“, kommt es leicht erheitert und tadelnd von ihm und ich bin hoch erfreut, dass er tatsächlich langsam wieder so klingt wie… mein Master. Allerdings säuselt dieser anschließend keinen wirklichen Befehl oder sagt irgendetwas Perverses zu mir, sondern fragt: „Kannst du mir die Suppe warmmachen?“

„Natürlich.“

Zugegeben: Ich bin schon ein wenig enttäuscht, halte mir aber unmittelbar vor Augen, dass Christopher schließlich noch krank ist. Ergo muss ich geduldig sein. Das erwartet mein Herr ja schließlich auch von mir; und will ich zufrieden stellen, oder nicht? Ich will. Sowas von.

Als die Suppe langsam anfängt zu dampfen und ich nach der passenden Schale greife, betritt Christopher mit seinem Tablet in der Hand die Küche und rutscht auf die mit Kissen bedeckte Sitzbank. Er sagt nichts, wischt mit seinem Finger auf dem Touchscreen herum und schaut dabei extrem konzentriert. „Achtung“, warne ich ihn, als ich mit dem gefüllten Suppenteller näher an den Tisch komme und er hebt das Tablet an, macht mir auf diese Weise Platz, sodass ich das dampfende Essen sicher vor ihm abstellen kann.

Immerhin bedankt er sich jetzt nicht, sondern weist mich mit einem knappen „setz dich“ an, auf dem Stuhl ihm gegenüber Platz zu nehmen. Als ich das tue, legt er das Tablet vor mich. Ich schaue hinab auf das schwarze Display mit dem roten Play-Icon in der Mitte und runzele die Stirn, dann werfe ich einen leicht verunsicherten Blick auf meinen Master. „Soll ich drauf drücken?“, hake ich vorsichtig nach, weil er nichts sagt, sondern mich einfach nur anstarrt.

„Ja“, kommt es knapp von ihm und ich tue es.

Es ist kein lustiges oder süßes Katzenvideo, oder eine Familienaufnahme, oder irgendwelche bewegten Urlaubsgrüße unserer Freunde: Es ist ein knallharter BDSM-Porno, der da umgehend abgespielt wird.

Christopher beginnt, in Ruhe die Suppe zu essen – heute schlürft er dabei Gott sei Dank nicht – und ich? Ich starre den gefesselten und geknebelten, verdammt gut gebauten nackten Sklaven mit knallhartem Schwanz an, der von einem im knappen Lederoutfit, hochgewachsenen, gut trainierten Master – mit einem ebenfalls ansehnlichen erigierten Penis – mit einem Paddel bearbeitet wird, und schlucke laut.

„Du wirst nicht einmal aufschauen“, höre ich meinen Master seine bedrohliche Instruktion äußern und freue mich fast wie ein kleines Kind, das zugleich einen Panikanfall bekommt: Der schmutzige Film geht eine ganze halbe Stunde lang. Wie soll ich das aushalten? Die Antwort lautet: Mit sehr, sehr, sehr viel Frustration.

Mein Schwanz fängt an zu wachsen und drückt anfänglich etwas schmerzhaft gegen die Streben seines Gefängnisses. Mit jeder verstreichenden Minute und jedem schweinischen Tun auf dem Bildschirm wird es schlimmer. Heiße Wellen schießen durch meine Lenden. Meine Eier pochen. Ich spüre Christophers Blick auf mir ruhen, weiß, dass er mich genau beobachtet.

Ich presse die Lippen zusammen und versuche, trotz geöffneter Augen, die gerade aufsaugen, wie der Dom die mit wunderschönem weißen Seil abgeschnürten Hoden des Subs jetzt mit der blanken Hand verprügelt, an etwas gänzlich anderes zu denken, um mich zu beruhigen; es klappt nicht. Vor allem, weil Christopher mir plötzlich seinen Fuß zwischen die Beine schiebt. Ein gequältes Stöhnen, oder ist ein Aufschrei, entweicht meinem Mund in diesem Moment. Christopher beginnt mich mit seinem Fuß zu massieren: Der Druck intensiviert den Schmerz und meine damit verbundene Geilheit nur noch weiter.

Klägliche Laute verlassen meinen Mund, weil ich so verzweifelt bin und merke, wie nötig ich es mittlerweile einfach habe, und wie aussichtslos dieser Gedanke eigentlich ist, weil mein Master mich heute sicherlich nicht kommen lassen wird. Ich glaube, erst jetzt realisiere ich so wirklich, wie abhängig ich momentan von Christopher, seinen Launen, seinen Wünschen, seinen Vorstellungen bin. Er hat Gewalt über meinen Körper, mein Verlangen, und ich weiß, dass der einzige Weg zum Orgasmus, der des Gehorsams ist; und das macht mich wahnsinnig an.

Meine Finger umklammern irgendwann den Tisch und ich bin so, so kurz davor, durchzudrehen – da endet der Film und Christophers Fuß verlässt meine Mitte. Er erhebt sich, greift nach seinem Tablet und verlässt wortlos den Raum. Ich brauche ganze zehn Minuten, um mich von der süßen Tortur zu erholen, erst dann bin ich im Stande, überhaupt aufzustehen. Ins Wohnzimmer tappend frage ich mich, ob es das für heute war? Oder ob Christopher nun plötzlich doch die Energie gefunden hat, mich heute abzumelken. Vielleicht will er mir ja weiter mit irgendwelchen Pornos oder gar Berührungen seinerseits quälen?

Diese schiere Ungewissheit erregt mich unheimlich.

Mein Master sitzt auf dem Sofa und schaut sich erneut irgendeinen Film an. Ich bleibe zunächst unsicher kurz vor der Couch stehen. Christopher hat längst registriert, dass ich den Raum betreten habe und nur noch wenige Schritte von ihm entfernt stehe, aber er reagiert nicht. Auch das macht mich an: Diese Gleichgültigkeit, die er mir damit gegenüber zum Ausdruck bringt. Ich bin schließlich nur ein notgeiler Sklave. Sein notgeiler Sklave.

Meinem Status entsprechend schnappe ich mir unaufgefordert mein spezielles Kissen und lasse mich zu seinen Füßen nieder. Wenige Augenblicke später spüre ich seine warme Hand auf meinen Haaren. Er tätschelt meinen Kopf und brummt: „So gefällst du mir.“ Worte können nicht ausdrücken, wie stolz und zufrieden – und erregt – ich in diesem Augenblick eigentlich bin.

Ich habe keine Ahnung, worum es da in dem Film geht, es ist irgendein Krimi. Ich weiß nur, dass Christopher ihn schweigend bis zum Ende sieht, dann den Fernseher ausknipst und Richtung Schlafzimmer abzieht. Ich bleibe zunächst etwas verdutzt sitzen, entschließe mich dann aber, ihm zu folgen. Als ich unser Schlafgemach betrete, hat Christopher sich bereits seine Schlafhose angezogen, sein Oberkörper ist frei und ich schwöre, allein der Anblick seiner hübschen Brust und Arme wäre genug, um mich über die Klippe zu bringen – wäre da nicht dieser Käfig. Christopher drückt mir eine Tube in die Hand: eine dämliche Erkältungssalbe.

„Krem mich ein“, weist er mich an und beobachtet mich dann mit seinen blauen Augen, wie ich den Verschluss abschraube und die nach Eukalyptus riechende Salbe vorsichtig auf meinen Fingern verteile und dann seine Brust damit einreibe. Seine Brustwarzen werden hart und ich muss schlucken, weil dieser Anblick schon wieder viel zu viel für mich ist, gepaart mit dem Gefühl seiner warmen Haut unter meinen Fingern. Christopher dreht mir schweigend seinen Rücken zu und auch dort verteile ich die intensiv riechende Salbe. Und: Das war’s. Er nimmt die wieder verschlossene Tube an sich, befördert sie auf den Nachttisch und klettert ins Bett.

„Gehst du jetzt schlafen?“, hake ich vorsichtig nach.

„Nein, ich grabe jetzt den Garten um…“, scherzt er trocken und rollt mit den Augen und ich beiße mir auf die Zunge.

„…darf ich heute Nacht wieder bei dir schlafen?“, frage ich ihn, weil momentan jede Faser meines Daseins nach Körperkontakt schreit, auch wenn mein Master immer noch ein laufende Nase zu beklagen hat, seine Haare durcheinander und leicht verklebt sind und sein Gesicht blässlich ist.

„Nein“, lautet seine knappe Antwort. Autsch. „Gute Nacht, Niko. Ich bin echt fertig, lass mich bitte in Ruhe.“

„Okay, Christopher. Schlaf schön.“

„Du auch.“

Mein Freund macht die Augen zu und ich schließe frustriert die Tür zum Schlafzimmer. Aber was hatte ich auch erwartet? Tunnelspiele mit Bronchoforton?

Ich versuche mich mit weiteren Filmen abzulenken, aber meine Gedanken wandern immer wieder zurück zu Christophers hoch erotischem, zuckenden Körper auf dem Sofa, seinem harten Fleisch, seiner nackten Brust; und mein Schwanz schmerzt; und so wälze ich mich später mit diesen dreckigen Gedanken weiterhin in meinem Hirn verankert im Bett von Seite zu Seite und brauche sicherlich einige Stunden, um endlich unter diesem Pochen und Kribbeln einzuschlafen.

Ich werde unliebsam aus dem Schlaf gerissen, als Christopher ohne Vorwarnung meine Tür aufreißt und das Rollo hochzieht und die Sonnenstrahlen mich direkt blenden. Ich will mich gerade schon innerlich darüber beschweren, da greift mein Master schon nach Bettdecke, hebt sie kurz an und klettert tatsächlich zu mir ins Bett, kuschelt sich an meinen Rücken und ich schreie beinahe auf vor Freude bei diesem Körperkontakt, halte mich an seinen Armen fest, die er um mich geschlungen hat. Ich spüre seinen Atem an meinem Nacken und die Härchen dort stellen sich auf.

„Niko…“, murmelt er liebevoll meinen Namen.

„…hm?“, mache ich, völlig entspannt durch die Wärme, die sein Körper ausstrahlt, und diese Umarmung, die für mich absolute Geborgenheit bedeutet.

„Ähm… Ich weiß nicht, ob das vorgestern eigentlich richtig rüber gekommen ist“, nuschelt er dann und seine Finger streicheln zärtlich über meine Brust. „Ich wollte mich noch mal ganz herzlich bei dir für die Suppe bedanken. Die ist dir wirklich echt gut gelungen. Ich war wirklich beeindruckt... und bin sehr stolz auf dich.“ Nach diesen Worten haucht er mir einen sanften Kuss auf meine Schulter und ein angenehmer Schauer zeichnet meine Wirbelsäule nach.

„Danke“, hauche ich und in meinem Magen tobt eine Schmetterlingshorde.

„…ich hoffe, ich stecke dich jetzt nicht an…“, murmelt er dann.

„Ach, Quatsch. Und wenn, ist auch egal“, entgegne ich und Christopher seufzt. Danach schweigt er wieder und wir dösen faul eine ganze Stunde lang, bis der Magen meines Master knurrt und ich ihm anbiete, aufzustehen und Frühstück zu machen.

Ich betrachte ihn beim Brötchenschmieren und stelle fest, dass er heute wieder ein Stückchen besser aussieht. Ich teile ihm das mit und er schenkt mir ein Lächeln.

„Mir geht es auch wieder ein Stück weit besser“, meint er – und Hoffnung keimt abermals in mir auf, dass er mich heute endlich abmelken wird. Ich presse die Lippen zusammen und versuche, nicht mehr so intensiv daran zu denken, räume in Ruhe alles ab, während Christopher schon längst wieder aufs Sofa gezogen ist und es sich dort unter seiner Decke bequem gemacht hat, Tee und Kekse in der Hand.

„Kann ich noch etwas für dich tun, bevor ich unter die Dusche steige?“, erkundige ich mich bei meinem Master, der den Kopf schüttelt.

Ich hauche ihm einen vorsichtigen Kuss auf sein Haupt, ehe ich den Flur entlang zu unserem Badezimmer schlendere, mich aus meinen Klamotten schäle und die durchsichtige Kabinentür öffne. Ehe meine nackten Füße die Duschwanne berühren, ertönt plötzlich ein scharfes „Halt!“ hinter mir, das mich umgehend in meiner Bewegung gefrieren lässt. Christophers Stimme klingt zugegebenermaßen immer noch etwas nasal, aber endlich wieder auch strikt. Ich schlucke und drehe mich dann ganz langsam um.

Mein Freund winkt mich zu sich heran und ich gehorche. Leicht verdutzt bin ich in den Moment, in dem er plötzlich kurz in die Hocke vor mir geht; im nächsten Augenblick bin ich einfach nur furchtbar aufgeregt. Denn: Die Hände von meinem Master wandern unmittelbar zu meiner Mitte und machen sich an meinem Gefängnis zu schaffen, öffnen das kleine Schloss mit dem ebenso filigranen Schlüssel, ziehen den Käfig von meinem schlaffen Schwanz und lösen dann den Ring um meine Hoden. Ich bin frei.

„Wasch dich ordentlich“, befiehlt mein Herr und verschränkt die Arme vor der Brust, sein durchdringender Blick auf meiner nackten Haut ruhend.

„Ja, Christopher“, bestätige ich fast schon überflüssig seinen Befehl und steige endlich in die Duschkabine. Als ich die Tür zuziehen will, stoße ich allerdings auf Widerstand; Christopher hält sie geöffnet und stiert mich zornig-amüsiert an.

„Ich will alles sehen und sichergehen, dass du dich wirklich nur wäschst und nicht anfasst...“, erklärt er mir säuselnd, und ich muss abermals schlucken. Dass mein Schwanz in diesem Moment aufzuckt, kann ich gar nicht verhindern. So viele Gedanken rauschen durch mein Hirn, als das Wasser auf mich niederprasselt, und ich Christopher dabei beobachte, wie er mich beobachtet. Diese betörend kühlen blauen Augen machen mich ganz kirre und ich kann nichts dagegen tun, dass mein Fleisch wächst, als ich es eigentlich ganz unschuldig berühre, um Christophers Befehl auszuführen. Eilig lasse ich von meinem Schwanz ab und schaue meinem Freund wieder in die Augen, der mich zufrieden angrinst.

Jede Faser meines Körper dürstet danach, von ihm berührt zu werden. Dieses Verlangen zerfrisst mich beinahe von innen. Ich hoffe so sehr darauf, dass er seine Beherrschung verlieren, sich die Kleider vom Leib reißen, zu mir in die Dusche steigen und mir das Hirn unter dem warmen Wasserstrahlen rausvögeln wird.

Doch das geschieht nicht.

Stattdessen befiehlt er mir, das Wasser abzustellen und schaut mir seelenruhig dabei zu, wie ich mich abtrockne. Mein Schwanz ist semi-hart, als ich damit fertig bin und meinen Master, weitere Instruktionen erwartend ansehe. Christophers Blick ruht auf meinem Geschlecht. Er seufzt gelangweilt. Dann bohren sich seine Augen abermals in die meinigen. Er starrt mich eine ganze Weile einfach nur an und mir wird dabei ganz mulmig zumute.

Als die aufkeimende Erregung komplett aus meinem Glied geflossen ist, macht Christopher einen Schritt auf mich zu, geht abermals in die Hocke und... Legt mir den Penistresor wieder an; und ich würde in diesem Moment am liebsten frustriert aufschreien und ihn anflehen, mir endlich Erlösung zu verschaffen. Doch ich schweige. Warum? Weil ich ein gehorsamer Sklave bin und mein Herr das von mir verlangt: Alles, was er mit mir anstellt, zu erdulden, nicht an seinen Entscheidungen zu zweifeln, seinen Anweisungen zu folgen.

„Zieh dich wieder an“, weist Christopher mich an und macht selbst das komplette Gegenteil. Als ich nach meinem Pullover greife und ihn mir über den Kopf stülpe, streift er seinen ab. Als ich meine Jeans aufhebe, und zunächst in meine frischen Boxershorts steige, streift er seine Hose und die darunterliegende dunkle Unterwäsche ab. Bis er splitterfasernackt und ich vollständig angezogen bin.

Ich werde mir mal wieder meines engen Gefängnisses bewusst, als ich den nackten Körper meines Master anstarre und es sich verräterisch in meiner Mitte bewegt. Christopher verringert die Distanz zwischen uns und ehe ich auch nur einen Gedanken formulieren kann, packt er mich mit seiner rechten Hand an meinem Nacken und zwingt mich in die Knie, umfasst mit seiner linken seinen leicht harten Schwanz – und platziert ihn an meinen Lippen.

„Du schuldest mit noch zwei Blow-Jobs“, raunt er in dem Moment, in dem ich meinen Mund schon längst geöffnet habe und sein Schwanz bereits Kontakt mit meiner Zunge hat. Christopher fügt seinem Satz ein seichtes Stöhnen an – und nur wenige Sekunden später ist er komplett steif und seine Finger ziehen brüsk an meinen Haarsträhnen, während ich an ihm lecke, und sauge, und ihn so tief in mir aufnehme, dass ich fast würgen muss. Christopher keucht und meine Finger streichen unablässig über seinen knackigen geilen Hintern, während er beginnt, sein Becken an die Bewegungen meines Kopfes anzupassen und meinem Mund somit mit jedem Stoß synchronisiert entgegenkommt.

Sein Atem wird wilder, seine Bewegungen verlieren an Flüssigkeit, seine Finger ziehen noch kräftiger an meinem Haar – und dann zieht er meinen Kopf heftig an seine Mitte heran, dass ich kaum noch Luft bekomme, weil sein Schwanz zum einen so unfassbar tief in meinen Hals rutscht, und zum anderen meine Nase gegen seinen Unterleib regelrecht plattgedrückt wird. Christopher stöhnt laut und kehlig, als er kommt, und sein dickflüssiger Sperma in meine Kehle pumpt – was meine Luftzufuhr noch einmal deutlich erschwert.

Als er mich loslässt, schnappe ich panisch nach Luft, verschlucke mich an seinem Saft und fange an zu husten. Und Christopher? Seine Beine geben nach und er stolpert einige Schritte nach hinten, lässt sich auf den breiten Rand der Badewanne sinken und schnappt ebenfalls nach Luft, sein Kopf beinahe knallrot.

„...alles okay...?“, bringe ich heiser heraus, immer noch leicht hustend.

Er nickt. „...mein Kreislauf macht das noch nicht so mit...“, erklärt er und ich wische mir sein restliches Sperma von meinen Lippen und meinem Kinn. „Bei dir auch alles okay...?“

Ich grinse. „Ach, bis auf die Tatsache, dass du mich gerade mit deinem Schwanz und Sperma fast erstickt hast...“

Christopher erwidert mein Grinsen. „Darauf stehst du doch.“

Ich nicke. „Und wie...“

Ich stehe auf noch so vieles mehr und meine Fantasie geht jetzt wieder völlig mit mir durch. Der Tresor um mein Fleisch schmerzt und ich versuche mich, wie so oft in den letzten Tagen, mit ekelhaften Vorstellungen abzulenken, während ich dabei zuschaue, wie Christopher wieder in seine Klamotten steigt und sich dann erst mal ausgiebig die Nase putzt.

Fuck... Selbst das Bild erscheint mir plötzlich höchst erotisch.

„Was ist?“, hakt mein Master auch schon nach, weil er wohl gemerkt hat, dass ich ihn anstarre, als wäre er ein Picasso.

„Nichts...“, hauche ich und verfluche mich auch schon im nächsten Moment für diese Lüge. Mein Freund sieht mich mit hochgezogenen Brauen an. Auch er ahnt, dass ich ihn angelogen habe. Beschämt senke ich mein Haupt und gehe vor ihm auf die Knie. „Ich bin einfach nur total scharf auf dich...“, korrigiere ich meine Aussage, die mein Herr mit einem amüsierten Schnauben quittiert.

„Wie schön für dich, Niko“, meint er dann in seinem typisch blasierten Ton. „Und was soll ich jetzt damit anfangen?“

Ich presse meine Lippen zusammen. Ich darf ihn nicht anbetteln. Christopher mag es nicht, es sei denn, er trägt es mir auf, nach Dingen zu flehen; doch das hat er in diesem Fall nicht getan. „Ich wollte es dir nur mitteilen.“

„Aha. Danke“, entgegnet er kalt, schnaubt erneut amüsiert und verlässt das Badezimmer.

Und ich drehe beinahe durch.

Den Rest des Tages verfolge ich ihn, als wäre ich sein Schatten. Ich verweile zu seinen Füßen, als er fernsieht, ich serviere ihm Snacks, bringe ihm Wasser, sitze schweigend am Küchentisch, während er Tee trinkt und irgendwas auf seinem Tablet liest, hocke neben ihm auf dem Boden, als er sich an den PC im Arbeitszimmer setzt, um irgendetwas für die Kanzlei zu erledigen und folge ihm dann wieder zurück ins Wohnzimmer.

Ich muss beinahe laut über mich selbst lachen, als erkenne, dass ich mich wie ein Haustier verhalte, dass nach der Aufmerksamkeit seines Herrchens giert. Irgendwie... Ist das ja auch tatsächlich so...

„Wann gedenkst du mir denn dein Sklaventagebuch zu übergeben?“, fragt Christopher mich plötzlich, seinen Roman beiseite legend.

„Wenn du möchtest, hole ich es sofort her“, antworte ich und mein Freund nickt. Natürlich habe ich es gewissenhaft gepflegt, habe darin notiert, wie sehr es mich glücklich macht, für Christopher zu sorgen, während er krank ist – auch wenn er dem Klischee entsprechend durch eine Erkältung zu einer Nervensäge mutiert. Ob ich mir für diesen Vermerk wohl ein paar Schläge verdient habe? Wer weiß...

Ich verbleibe auf meinem speziellen Kissen zu den Füßen meines Herren, während er meine schriftlichen Ergüsse der vergangenen Woche konzentriert liest, und lehne meinen Kopf gegen sein Bein, schließe die Augen und genieße die zärtlichen Berührungen seiner freien Hand, mit der er durch mein Haar und auch über meine Wange streichelt. Ab und zu muss er diese Prozedur unterbrechen, nämlich dann, wenn er zu den Taschentüchern greifen muss, um seine Nase zu putzen. Aber das stört mich nicht.

Nachdem er erneut eine Seite umgeschlagen hat und seine Hand erneut in mein Haar wandert, steigt meine Nervosität, denn ich weiß, dass er nun am jüngsten Eintrag angekommen ist, dem heutigen, in dem ich festgehalten habe, wie unendlich geil ich bin und dass ich an fast nichts anderes mehr als an Sex denken kann, an Christophers harten Schwanz, seine Finger in meinem Innern, und dass ich so sehr hoffe, dass er mich heute abmelken wird und er damit gemeint hat, dass er mir einen runterholt – am besten mehrmals.

Die Hand meines Masters verlässt mein Haupt, er klappt das Buch zu, klopft kurz auf die freie Fläche neben ihm auf dem Sofa und fordert mich dabei spitzt auf: „Komm mal her zu mir...“ Ich folge dieser Anweisung und rutsche eine Etage höher, schaue ihm in die Augen und fange sein Grinsen auf. „Wie sehr möchtest du kommen?“, fragt er mich dann mit samtiger Stimme, die mir sofort durch Mark und Bein geht und sich wie ein Vulkanausbruch in meiner Mitte niederschlägt. „Auf einer Skala von eins bis zehn. Hm?“

„Einhundert“, entgegne ich atemlos und halte dem durchdringenden Blick meines Masters stand.

„Aha...“, macht er dann und legt den Kopf schief. „Dann... Zieh dich aus.“

...diesen Befehl braucht Christopher mir nicht zwei Mal zu sagen. Eilig springe ich auf und habe mich in Nullkommanichts aus meiner Kleidung geschält, stehe abermals vollkommen nackt vor meinem Master, der mich spitzbübisch grinsend von oben bis unten mit seinen Augen auffrisst.

Christopher sagt nichts, steht stillschweigend auf, und packt mich in der nächsten Sekunde an fest an meinen Hoden, sodass meinem Mund ein leicht erschrockenes Zischen entweicht. Er zieht mich an ihnen aus dem Wohnzimmer, durch unseren Flur und lässt sie erst los, als wir in unserem Schlafzimmer angekommen sind. Ich schnappe nach Luft, während der pulsierende Schmerz nur langsam nachlässt.

„Setz dich“, weist er mich knapp an und ich lasse mich an der Bettkante nieder, meine Beine automatisch spreizend. Mein Freund geht erneut vor mir in die Hocke und wiederholt die Prozedur aus dem Badezimmer, befreit meinen Schwanz aus seinem Gefängnis. „Leg dich auf den Rücken in die Mitte“, lautet seine folgende Weisung, der ich umgehend nachkomme. Mein Master verschwindet derweil in unserem Spielzimmer und ich höre, wie er irgendwelche Schubladen öffnet und darin herumkramt – und ich bin so gespannt, mit was für Spielzeugen er zurückkehren wird.

Zunächst kommt Christopher mit Handschellen wieder, greift wortlos nach meinen Handgelenken und befestigt beide am Kopfteil unseres Bettes. Dann kommt er mit zwei Seilen wieder, rutscht zwischen meine eh schon angewinkelten und natürlich gespreizten Beine und greift zunächst nach meinem rechten Knöchel, schiebt ihn noch weiter an meinen Körper heran, sodass sich die Innenseite meines Unterschenkels und mein Innenschenkel berühren und mein Fußballen beinahe auf meinen plattgedrückten Hintern trifft. Er bindet meinen Fuß an meinen Oberschenkel zusammen und wiederholt folgendes auch auf der anderen Seite; ich zische auf, als er den Knoten festzieht.

Christopher hält inne und sieht mich wachsam an. „Geht es?“, fragt er mich dann und ich nicke und kann ein kurzes Lächeln nicht aufhalten, das über meine Lippen huscht, weil Christopher auch mitten im Spiel so zärtlich zu mir ist und sich vergewissert, dass es mir gut geht.

Er ist ein harter Master – aber auch ein liebevoller.

„Gut“, brummt Christopher, erhebt sich und verschwindet ein drittes Mal in Spielzimmer. Als er wieder zu mir zurückkehrt, hat er zwei Dinge in der Hand: Ein Paar weißer Latexhandschuhe und eine große Tube seines Lieblingsgleitgels. Schweigend rutscht er wieder zwischen meine Beine und ich beobachte regungslos, wie er sich zunächst diese klinischen Handschuhe überstülpt, die dabei diese unschönen quietschenden Geräusche produzieren, und wie Christopher dann die Kappe der Tube aufschnappen lässt und eine ordentliche Menge des transparenten Gels in seine linke Hand drückt. Dann legt er die Tube beiseite und verteilt das Gel auf beide seiner Handflächen, die Hände langsam aneinander reibend, der Blick auf mich fokussiert.

Ich schlucke, weil ich jetzt ahne, was Christopher mit Abmelken gemeint hat: Ich befürchte, dass er meinen Schwanz nicht einmal anfassen wird und mich durch eine lange und intensive Prostata-Massage zum abspritzen zwingen wird... Wobei Abspritzen in diesem Fall das falsche Wort wäre. Er wird das Herausfließen meines Spermas erzwingen. Und das hat nichts mit einem wundervollen Orgasmus zu tun...

Mein Herz klopft wild in meiner Brust, und ich bin vollkommen überrascht, als Christophers Hände plötzlich zielstrebig in Richtung meines Schwanzes wandern, und ihn letztendlich tatsächlich berühren. Ein verzweifeltes Stöhnen verlässt meinen Mund, als die Finger meines Herren sich um mein erwachtes Fleisch winden und er sachte zudrückt. Seine linke Hand wandert im nächsten Augenblick gar zärtlich zu meinen Hoden, während seine rechte meine Vorhaut spielerisch zurückzieht und er dann mit dem Daumen dieser Hand beinahe in Zeitlupe über meine Eichel fährt. Ich keuche auf und Christopher grinst zufrieden.

Elendig langsam streichen seine glitschigen und in dünnen Latexstoff verpackten Finger über meine Länge, während die anderen ebenso gemäßigt über meine Hoden fahren und in unregelmäßigen Abständen kurz zudrücken, an ihnen ziehen. Christophers Daumen gleitet immer wieder über meine Spitze und als sich seine restlichen Finger dazugesellen und er in einem etwas schnelleren Tempo mit ihnen allen meine Eichel umkreist, fängt es richtig an zu brodeln in meinem Innern.

Das Klimpern der Handschellen erregt mich unbeschreiblich. Das und das Gefühl, das sie und die Seile an meinen Beinen mit sich bringen; ich kann nicht entkommen, ich kann nicht intervenieren, bin Christopher komplett ausgeliefert, kann mich nicht wehren.

„O Gott...“, entweicht es meinem Mund und ich bäume mich auf, als Christopher nach dieser Ewigkeit beginnt, meinen Schwanz hart zu pumpen. Meine Augenlider flattern, ich stöhne, ziehe zischend die Luft ein.

Gleich, gleich...!

Ich drehe fast durch, habe diesem Moment so lange entgegengefiebert, mich so nach ihm gesehnt... „Ah...!“, stöhne ich, wissend, dass mein Höhepunkt nahe kommt und dann, und dann...!

Dann verlassen Christopher Finger mich komplett und ich öffne erschrocken die Augen.

Mein Master grinst mich zufrieden an und dann beobachte ich entsetzt, wie er die Handschuhe auszieht und sie in den Mülleimer neben dem Bett verfrachtet und wie er nach der Tube greift und den Verschluss zuschnappen lässt; wie er sich danach erhebt, um sie zurück in ihren Platz zu bringen.

Ich entlasse laut die Luft aus meinen Lungen; mein ganzer Leib zittert noch. Ich stand so, so kurz davor zu kommen... „Fuck...!“, zische ich frustriert und schlage meinen Kopf genervt gegen das Kissen. Mein Schwanz pocht immer noch, braucht nur noch ein zwei Berührungen, um abzuspritzen. „Verdammt...!“, keuche ich und winde mich verzweifelt auf der Matratze, doch es gelingt mir nicht, meinen Schwanz mir ihr in Berührung zu bringen.

„Na, na, na...“, tadelt Christopher mich und setzt sich wieder zu mir aufs Bett, legt seine Hand gebieterisch auf meinen Unterleib und drückt meinen Rücken so fest gegen die Matratze. Unsere Augen treffen sich und mein Master scheint sich über meinen flehenden Blick köstlich zu amüsieren.

„Was?“, zieht er mich kalt lachend auf. „Dachtest du wirklich, ich lasse dich so einfach kommen?“ Ich schlucke und spüre, wie Röte sich in mein Gesicht schleicht, während das Blut langsam beginnt, als meinem Geschlecht zu fließen. „Du wirst dich jetzt beruhigen und zusehen, dass dein Schwanz ganz schnell wieder schlaff ist, damit wir dich wieder wegsperren können, ja?“ Er lächelt gespielt zuckersüß – dieser Schuft!

Es dauert wieder eine gefühlte Ewigkeit, bis meine Erregung vollends abgeklungen ist, was wohl auch daran liegt, dass Christophers Hand weiter auf meinem Unterleib verbleibt, so dicht an meinem Schwanz, was mich hoffen und gleichzeitig verzweifeln lässt.

Als mein Geschlecht wie von meinem Herrn gewünscht wieder schlaff ist, erhebt er sich, und kommt mit diesem furchtbaren Käfig wieder. Ich schaue zu, wie er ihn mir wieder anlegt. Erst dann löst er die Seile, ebenso wie die Handschellen und lässt mich dann auch noch beides zurück ins Spielzimmer bringen.

Er ist so herrlich gemein – und freue mich, dass es ihm jetzt endlich etwas besser geht.

Christopher hat sich wieder aufs Sofa verzogen und ich setze mich neben ihn, lehne meinen Kopf gegen seine Schulter und er legt seinen Arm um mich, haucht mir einen Kuss auf meine Stirn.

„Ich finde, die Früchte deiner Keuschhaltung kommen jetzt erst so richtig zur Geltung – selbiges hast du ja ähnlich in deinem Tagebuch formuliert“, sagt er und deutet dabei auf jenes Schriftstück. „Deshalb bin ich zum Schluss gekommen, dass es noch zu früh ist, dich abzumelken“, erklärt er mir dann nüchtern und ich presse die Lippen hart aufeinander und versuche, meine Frustration herunter zu schlucken. „Und übrigens, Niko. Dir ist schon klar, dass deine Hoden nicht explodieren können – oder? Wenn nicht, solltest du vielleicht anstelle eines Horrorfilms mal lieber ein Biologie-Handbuch studieren, hm?“, zieht er mich auf und ich muss säuerlich grinsen.

„Ja, Christopher“, presse ich zwischen zusammengepressten Zähnen hervor und mein Freund gluckst zufrieden, während ich seufze.

Ich setze mich auf und schaue meinem Master direkt ins Gesicht. Sein Blick ist fragend.

„Können wir wenigstens rumknutschen?“, frage ich ihn dann zaghaft. „Ich habe dich das letzte Mal vor einem gefühlten Jahr geküsst.“

Seine Miene verfinstert sich. „Niko... Ich bin immer noch krank, ich will dich doch nicht anstecken.“

„Ach, komm“, meine ich und klettere auf seinen Schoß, was Christopher etwas verdutzt zulässt. „Wenn ich mich hätte anstecken sollen, wäre das doch schon längst passiert.“

„Nicht unbedingt“, meint er, legt seine Hände auf meine Hüften und will mich wieder von sich drängen, allerdings klammere ich mich regelrecht an ihm fest, dränge meinen Körper gegen seinen und erwische genau diese eine Sekunde, in der Christopher überrascht ist und überlegt, was er als nächstes tun sollte: In jener Sekunde drücke ich meine Lippen gegen die seinen. In der nächsten lande ich allerdings schon unschön auf meinem Arsch auf dem Boden, weil Christopher mich mit aller Kraft von sich geschubst hat und aufgesprungen ist. „Spinnst du?!“, herrscht er mich erzürnt an. „Sag mal: Legst du es plötzlich darauf an, krank zu werden, damit du nicht zur Uni musst oder so?!“

„Äh... Nein!“, stammele ich und das entspricht sogar der Wahrheit. „Ich... Ich wollte dich einfach nur küssen“, erkläre ich und ziehe einen Schmollmund. Christopher entspannt sich, seufzt sich und lässt sich wieder auf das Polster nieder.

„Niko, das möchte ich nicht...“

„Das ist gemein.“

„Nein, ist es nicht: Das, was du willst, ist einfach dumm“, entgegnet er schnippisch und seufzt erneut, während ich den Boden anstarre. „Lass uns einfach kuscheln, okay? Und wenn mein Schnupfen weg ist, können wir von mir aus nen ganzen Tag rumknutschen, okay?“

„Okay...“, willige ich etwas enttäuscht ein und klettere zu Christopher aufs Sofa.

Der Körperkontakt tut mir unheimlich gut. Christophers streichelt meinen Rücken, während wir uns eine komische Dokumentation über Adler ansehen, der keiner von uns beiden mit vollster Aufmerksamkeit folgt.

„Sag mal...“, beginne ich zögerlich unsere Unterhaltung. „Holst du dir eigentlich oft einen runter?“

„...wie bitte?“, kommt er überrascht von meinem Freund.

In dem Moment, in dem ich meinen Mund öffne, um meine Frage zu präzisieren, klingelt das Telefon. Ich seufze, stehe auf und laufe in den Flur zur Kommode, um das Gespräch entgegen zu nehmen – und möchte am liebsten kotzen, als mich das Display informiert, dass es ausgerechnet Adrian ist, der anruft.

Ich überlege kurz, ob ich überhaupt ran gehen sollte. Täte ich das nicht, würde automatisch der Anrufbeantworter anspringen, den Adrian mit Sicherheit besprechen würde. Ich könnte das Telefon auch direkt Christopher in die Hand drücken, aber irgendetwas in mir spricht sich dagegen aus. Ich zögere. Dann nehme ich den drahtlosen Hörer in die Hand und drücke auf den grünen Hörer, der das Gespräch annimmt.

„Hallo?“

„....Hi. Hi, hier ist Adrian“, grüßt mich eine tiefe männliche und zu meinem Missfallen angenehme Stimme. „Ist das Christopher Langs Anschluss?“

„Jepp...“

Wir schweigen und dann scheint es Klick in Adrians Hirn zu machen. „Ah!“, macht er. „Du bist Niko, oder?“

„Jepp...“

Wir schweigen erneut und ich umklammere das Telefon.

„Wie schön, dass wir uns quasi auch mal kennenlernen“, meint Christophers Ex und klingt erfreut; und ich will immer noch kotzen, und weil das so ist, will ich noch viel mehr kotzen. Wirklich: Warum tangiert mich das plötzlich so sehr?!

„Ja...“, sage ich und würde mir am liebsten eine reinhauen, weil mir nichts Besseres einfällt.

„Hast du dich schon gut eingelebt?“, fragt Adrian und ich hasse es, dass er so klingt, als würden wir hier ein vertrauensvolles Gespräch unter Freunden führen und dass er über Christophers Leben so gut informiert ist.

„Ja. Ich... Ich war ja schon vorher fast täglich hier. So eine große Veränderung ist das also gar nicht“, entgegne ich und bin erstaunt, dass ich dabei so verärgert klinge.

„Ja, stimmt. Das ist doch toll“, entgegnet Adrian und schweigt dann wieder. „Mh... Ist Christopher in der Nähe?“, erkundigt er sich dann und ich halte die Luft an.

„Ähm, ist er, aber er ist krank, schläft gerade. Er ruft dich zurück, okay?“, sage ich, ehe ich meine Antwort überdenken kann.

„Oh. Okay. Richte ihm gute Besserung von mir aus. Es ist nichts Schlimmes, oder?“

„Nein, nur eine fiese Erkältung.“

Adrian lacht. „Oje... Im Fall von Chris ist das tatsächlich natürlich richtig schlimm...“, scherzt er, wahrscheinlich darauf anspielend, dass Chris anstrengend ist, wenn er krank ist, weil Adrian das natürlich weiß, weil er ja so lange mit ihm zusammen war und mir das jetzt natürlich unter die Nase reiben muss... Oder bilde ich mir das nur ein?

Wirklich: Was soll das, Niko?!

Aber: Was bildet der sich eigentlich ein, meinen Freund so vertrauensvoll mit Chris zu betiteln?!

„Ich muss jetzt auflegen“, antworte ich knapp und Adrian wünscht mir noch einen schönen Abend. Dann ist das Telefon stumm und ich kehre auf wackeligen Knien zurück ins Wohnzimmer.

„Wer war das?“, will Christopher natürlich sofort von mir wissen und das macht alles nur noch schlimmer.

Ich könnte natürlich sagen, dass es niemand war. Aber früher oder später wird er ja mit Adrian wieder telefonieren, und wenn dann rauskommt, dass ich meinem Freund nicht Bescheid gesagt habe, dass sein Verflossener angerufen hat, dann wird das eine Katastrophe. Zum einen, weil ich meinen Master angelogen habe und zum anderen, weil Adrian dann denkt, dass ich eifersüchtig auf ihn bin. Was ja auch irgendwo stimmt. Auch wenn das überhaupt gar keinen Sinn macht, verdammt!

„Ähm. Das war Adrian. Er ruft zurück“, erkläre ich kurz und knapp und setze mich dann wieder zu Christopher aufs Sofa.

„...warum hast du mir nicht das Telefon gegeben?“, erkundigt sich mein Freund etwas verwirrt.

„Weil du mit mir kuscheln und nicht mit deinem Ex telefonieren sollst!“, entgegne ich pampig und Christopher lacht.

„Niko... Bist du eifersüchtig?“, hakt er dann nach und ich presse die Lippen zusammen. Christopher beugt sich zu mir vor. „Sieh mich an“, weist er mich an und ich tue, was er sagt. Sein Blick ist milde und er lächelt. „Ich liebe dich, nur dich, okay?“, haucht er dann und überrumpelt mich, indem er mich in einen tiefen Kuss zieht. Seine Zunge ist feucht, seine Lippen warm und seine Finger in meinem Nacken so zärtlich.

„...ich dachte, dass es dumm sei, dich zu küssen?“, wispere ich gegen seinen Mund, als wir uns voneinander lösen, um nach Luft schnappen.

„Ist es auch“, entgegnet er und grinst dümmlich. „Aber ich musste dir meine Aussage deutlich machen, oder nicht?“

Ich nicke stumm, beuge mich wieder vor und hole mir einen weiteren tiefen Kuss von meinem Master, meinem Freund ab, und Adrian, der Schwachmat, ist ganz, ganz, ganz weit weg...

Ich weiß nicht, wie lange wir rumknutschen – inklusive Nasenputz-Pausen wahrscheinlich ganze zehn Minuten. Dann gähnt Christopher und macht sich auf den Weg ins Schlafzimmer. Ich bin beinahe aufgeregt wie ein kleines Kind am Weihnachtsabend, als er mir mitteilt, ich dürfe heute wieder zusammen mit ihm im Bett schlafen.

„Nach dem Rumgeknutsche ist es jetzt auch egal...“, meint er seufzend und ich grinse dümmlich. Doch diese dämliche Grinsen vergeht mir am nächsten Morgen, oder eher gesagt mitten in der Nacht, als ich mit einem dröhnenden Kopf aufwache und einige Stunden später, als der Wecker klingelt, kaum ein Wort herausbekomme, weil ich so heftige Halsschmerzen habe.

Christopher seufzt laut und legt seine Hand auf meine Stirn. „Du hast Fieber“, informiert er mich. „Ich rufe Kilian an, okay?“ Ich nicke und mein Freund lächelt gequält.

 

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Kommentare

Also wenn Niko nur vom Rumknutschen krank wird hat er aber ein schwaches Immunsystem, denn eigentlich wird man davon nicht so schnell krank. Schon gar nicht mit Fieber und Halsschmerzen. Der Doc hätte Niko auch dazu Vedonern sollen den Tee zu trinken.

Wie bestraft man einen Sklaven am besten wenn er bettelt? Indem man einfach nichts macht und ihn zusätzlich Anheizt. Das mit dem SM Porno war schon etwas gemein aber die Reaktion gut beschrieben find ich. Die reaktion auf den Anruf vom Ex was Süß.

vom Rumknutschn ist Niko nicht krank geworden, da hat er sich schon eher angesteckt. Sein Immunsystem ist vielleicht etwas besser oder es ist das Mutter-phänomen. Die werden auch nicht krank, wenn sie sich um kranke Kinder kümmern müssen. und sowas ähnliches wars ja auch bei Christopher und Niko ;-)
Nun wird er wohl noch länger auf etwas Erlösung warten müssen, erst mal gesund werden.