Das Bangkok-Syndikat - Teil 48

 

Vierzigster Tag, morgens, Bangkok

„Wang?“

Der Pate öffnete die Augen. Nori stand neben dem Bett und war bereits fertig angezogen. Langsam streckte ihr der Alte seine rechte Hand entgegen, um sie sich küssen zu lassen.

„Wie spät ist es?“

„Es ist sieben Uhr, deshalb habe ich Dich geweckt, so wie Du es mir aufgetragen hast.“

Der Pate raffte sich auf.

„Zieh mich an, ich habe es eilig! Frühstücken werde ich unten.“

Nori drehte sich kurz zu Christian um, der, immer noch eingeschlossen und geknebelt, an der Wand stand. Wangs Blick folgte ihr, er ahnte was jetzt kommen würde.

„Wang! Ich …“

Sie fragte wie ein Kind, das seinen Stoff-Teddy mit auf die Reise nehmen wollte.

Der Pate lächelte. Wieso sollte er sie ihrer Illusion berauben? Dieser Junge schien ihr viel zu bedeuten, der Pate würde sie bis zur Abreise in dem Glauben belassen, dass sie diesen Farang behalten können würde.

„Wir nehmen ihn mit, wenn Du so viel Freude an ihm hast, …“

Mitten im Satz kippte der Tonfall von freundlich und sanft zu aggressiv und böse.

„… aber Du weißt hoffentlich, wem Du gehörst und wer Dich als Einziger berühren darf, richtig?!?“

Nori sah zu ihm auf und nickte.

„Ich gehöre nur Dir, Wang.“

Der Alte starrte sie an, schien in ihrer Gesicht nach Lüge und Trotz zu suchen. Doch er fand nichts von alldem in ihren beinahe schwarzen Augen, die totengleich oder zumindest bewusstlos wirkten.

 

„Nori! Nori! Jetzt bleib doch bitte stehen!“

Widerwillig drehte sich die Domina zu Jasmin um, die hinter ihr aufgetaucht und ihr trippelnden Schrittes gefolgt war.

„Was willst Du? Ich habe keine Zeit.“

„Ich wollte Dir nur schnell erzählen, dass Doktor Lubana die Deutschen und den Chinesen mit Präparaten verpumpen soll, damit sie bei der Show belastbarer und benommen sind.“

Nori blickte die Klub-Chefin gelassen an und wartete darauf, dass sie endlich zum Punkt kam. Das konnte doch noch nicht alles gewesen sein, was ihr die rothaarige Frau zu berichten hatte.

„Alle, Nori. Auch Christian!“

Die Augen der Domina zuckten. Wang würde sie also betrügen, so oder so. Dass aber auch Christian an der Show teilnehmen sollte, war ein Schlag ins Gesicht. Wang wollte sie testen, weiter provozieren und letztendlich prüfen, wo sie in Wahrheit stand.

„Nori, was passiert hier? Du weißt doch etwas, richtig? Lubana sorgt sich ebenso, man hat ihn heute Früh nicht außer Haus gelassen, als er in seiner Praxis vorbeischauen wollte.“

Die Domina wandte sich von Jasmin ab, die aber überholte sie und stellte sich ihr in den Weg. Sie hatte Tränen in den Augen und schien ziemliche Angst zu haben.

„Wangs Männer verhängen die ganze Empfangshalle mit großen, schwarzen Vorhängen. Ich habe mich dagegen verwehrt, diese Dinger e schauen grässlich aus und stinken erbärmlich.“

Nori konnte sich den Sinn dieser Adaptierungen nicht erklären. Dass Wangs Schergen selbst etwas in die Hand nahmen, was auch nur im Entferntesten nach Arbeit roch, sah ihnen eigentlich nicht ähnlich. Sie musste Jasmin recht geben, da stank etwas gewaltig zum Himmel und das war mit Sicherheit nicht nur diesen mysteriösen Vorhängen geschuldet.

„Sind die Einladungen rausgegangen?“

Die Chefin des Club Bizarr nickte eifrig.

„Wir werden bis auf den letzten Platz voll sein. Jeder möchte den Chinesen und die Farang leiden sehen. Für viele unserer Gäste wird es eine persönliche Genugtuung sein.“

„Gut! Und jetzt hau ab und lass mich in Ruhe. Wenn ich etwas weiß, sage ich es Dir.“

Jasmin trat sofort aus dem Weg und lächelte aufgesetzt.

„Tust Du, ja? Bitte, Nori. Ich mache mir solche Sorgen.“

Die Domina antwortete nicht und setzte ihren Weg fort, während die Club-Chefin ihr unsicher nachblickte. Unter normalen Umständen eine von Jasmin gehasste Demütigung, schien es sie dieses Mal zu beruhigen. Wenigstens Nori schien von all den seltsamen Vorgängen im Haus unbeeindruckt zu sein.

 

Sowohl Uaan als auch Tom spürten, dass heute etwas im Busch lag. Immer wieder waren Schritte am Gang vor ihrer Zelle zu vernehmen, während Nori sich heute offenbar Zeit ließ, ihnen etwas zu Essen zu bringen und Uaans Sucht zu bedienen. Die junge Asiatin litt fürchterlich und marterte Tom mit ihrem Geheul. Sie hatte Krämpfe und starke Bauchschmerzen, ihre Gesichtszüge waren durch den Schmerz und die Gier nach der Droge verzerrt. Er nahm sie in seine Arme, versuchte ihr wenigstens Wärme zu geben, sie aber ließ sich durch nichts beruhigen. Tom versuchte seine Kräfte zu sammeln, lange würden seine Nerven wohl nicht mehr mitspielen.

Ein Zucken ging durch den Körper seiner Freundin. Hatte sie etwas gehört? Es war erstaunlich, wie sehr sich ihre Sinne sensibilisiert hatten, wenn sie auf die Domina warten musste. Ein Knacken im Schloss und Uaan stieß Tom mit aller Gewalt von sich weg, kroch zur Tür, und begann augenblicklich zu flehen, als dieses Ungeheuer endlich auftauchte.

„Bitte, Herrin, ich brauche es ganz dringend.“

Nori beugte sich zu ihr hinab, schlug der jungen Frau mit der flachen Hand brutal ins Gesicht und drückte sie mit der Sohle ihres rechten Stiefels zur Seite.

„Du bekommst gleich was, aber erst, wenn ich mit Euch gesprochen habe.“

Sie warf einen Blick auf Tom, der sie hasserfüllt ansah. Sie aber ließ ihren Gummiknüppel in die offene Hand klatschen, bereit, jeden seiner Angriffe, ob körperlich oder verbal, sofort und mit aller Gewalt im Keim zu ersticken.

„Wenn alles wie geplant abläuft, seid Ihr in den nächsten drei Tagen frei.“

Tom glaubte nicht richtig gehört zu haben. Niemals hätte er so etwas zu hoffen gewagt, glaubte sich und seine Freunde vielmehr längst verloren, vielleicht sogar schon aufgegeben und vergessen.

Nori aber fuhr fort, forderte die Aufmerksamkeit der beiden ein, indem sie den Knüppel nochmals in ihre Hand klatschen ließ.

„Ihr gehorcht mir, dann wird alles gut. Keine Aufsässigkeit, jeder Befehl wird umgehend befolgt.“

Uaan starrte bestürzt zu ihr hoch, dann wanderte ihr Blick zu Tom.

„Die bringen mich doch um, wenn Tom nicht mehr da ist. Bitte, Herrin, ich bin dann so gut wie tot.“

Sie umklammerte Noris Stiefel, die es dieses eine Mal zuließ, ohne die Verzweifelte gleich brutal zur Räson zu bringen.

„Nein! Du wirst mitgehen, sei ohne Sorge. Auch für Dich wurde bezahlt.“

Uaan glaubte einem Trugbild aufzusitzen. Sie würde tatsächlich freikommen? Sie dachte an ihren Schuss, den sie  morgens und abends benötigte. Wie sollte sie auf der Straße die dafür notwendigen Drogen auftreiben können?

„Bitte, Herrin Nori! Lasst mich bei Euch bleiben. Ich werde Euch gut dienen. Bitte! Verstoßt mich nicht.“

Nori grinste breit. Egal, wie sich die Dinge für Uaan entwickeln würden, der Hölle konnte dieses Mädchen nicht entrinnen.

„Wer hat uns freigekauft?“, wollte der junge Deutsche wissen.

Die Domina schüttelte ihren Kopf, war nicht bereit, ihm die näheren Umstände seiner Befreiung zu erklären.

„Du und Alain, Ihr beide werdet heute noch einmal viel über Euch ergehen lassen müssen. Kein Widerstand! Hörst Du? Ihr würdet sonst alles gefährden.“

Tom glaubte, die Domina jetzt durchschaut zu haben.

„Ach so? Du willst doch nur, dass wir Dein Theater mitspielen, oder? In Wirklichkeit hast Du gar nicht vor, uns freizulassen, sondern willst uns damit nur anködern.“

Ein dumpfer Schlag, dann ausbreitender Schmerz auf seiner linken Schulter, die Wirkung dieses Gummiknüppels war unbeschreiblich.

„Alains Eltern! Und jetzt genug davon! Ihr gehorcht, dann wird alles gut. Aber heute müsst Ihr noch einmal mitspielen, verstanden?“

Sie hielt den Gummiknüppel erneut über Toms Körper, jederzeit bereit, ihn erneut zu prügeln, sollte er nicht genau das tun, was sie von ihm verlangte.

Alains Eltern hatten also gezahlt? Tom glaubte Nori. Woher sollte sie auch wissen, dass die Salamis begütert und wohlhabend waren.

„Ich werde dafür sorgen, dass es für Dich und Alain zu ertragen sein wird. Außerdem wird Euch Lubana etwas spritzen. Ihr solltet Euch trotzdem mit Schmerzensäußerungen nicht zurückhalten, das Publikum darf auf keinen Fall enttäuscht werden.“

Die Domina blickte Tom erwartungsvoll an, der ihr immer noch nicht so wirklich glauben wollte.

„Ja. Ich habe verstanden.“

Nori senkte ihren Arm und gab sich zufrieden. Sie befahl Uaan, ihr zu folgen, die, sichtlich erleichtert, es jetzt eilig hatte. Gleich würden ihre Qualen mit der nächsten Spritze das so sehr herbeigesehnte Ende finden.

 

Nori hatte ihre Morgenrunde beendet. Doktor Katanaa war wieder einigermaßen bei Kräften, sah aber äußerst ramponiert und mitgenommen aus. Es würde für Wang reichen, hoffte Nori, auch wenn er sie für ihre Maßlosigkeit gegenüber diesem Gast vielleicht bestrafen würde, wenn sie ihn von ihrer Absicht unterrichtete, den Anwalt nach Hause zu begleiten.

Der Pate hockte wahrscheinlich gerade in Jasmins Büro, das er sich zu eigen gemacht hatte, brütete über seinen Fluchtplänen und was er sonst noch alles zu beschicken hatte. Nori glaubte nicht, dass er ohne großes Tam Tam verschwinden würde. Zu sehr war er von sich und seiner Bedeutung überzeugt, als dass er es seinen Feinden so leicht machen würde. Immer noch verfügte er über ausreichende finanzielle Möglichkeiten und andere Mittel, um seine treuesten Leute an sich zu binden, die immer noch bereit waren, sein Spiel mitzutragen, das im Grunde doch schon verloren schien.

Wie recht Nori mit ihrer Vermutung hatte, stellte sie fest, als sie sich dem Büro näherte, vor dessen Tür die zwei Malaien Wache hielten. Drei weitere Männer verließen das Büro und eilten an der Domina vorbei, ohne sie zu beachten. Deren angespannte Gesichter zeugten von einer gewissen inneren Unruhe und heller Aufregung.

Die beiden Malaien ließen die Frau in ihrem schwarzen Lederoutfit passieren, wussten sie doch um deren Bedeutung, nur im Büro selbst nahm niemand auch nur die geringste Notiz von ihr.

Wang, mit Bonian über den Tisch gebeugt, betrachtete eine Landkarte Thailands. Wahrscheinlich bereiteten die beiden ihre Fluchtroute vor, um möglichst sicher ins Ausland zu gelangen. Mit Laos und Kambodscha lagen zwei Länder in unmittelbarer Nachbarschaft, die Abenteurern und Kriminellen immer noch weitreichende Möglichkeiten boten. Wenn es auch keinen offiziellen Krieg gab, der sie nährte, waren nach wie vor weite Landstriche unkontrolliert und kaum bewohnt. Beste Möglichkeiten also für den Anbau von Opium und dessen Schmuggel.

Nori stellte sich ein wenig abseits, sie würde wohl warten müssen, bis die beiden ihre Tätigkeit beendet hatten. Bonian schien sich dabei immer wichtiger zu nehmen und sprach mit Wang mittlerweile auf Augenhöhe, als wäre er sich seiner besonderen Stellung geworden wäre.

Erst nach etwa einer halben Stunde griff Bonian zum Telefon, während der Pate Nori endlich seine Aufmerksamkeit widmete.

„Was willst Du, kleine Nori? Ich habe jetzt keine Zeit für Dich.“

Er wollte sie mit dieser Bemerkung abspeisen, doch Nori trat an ihn heran, selbst auf die Gefahr hin, seinen Zorn zu erregen.

„Ich habe es gestern bei einem Kunden übertrieben, Wang. Er kommt alleine nicht nach Hause, obwohl ich ihn über Nacht hier behalten habe. Sag bitte einem Deiner Leute, dass er uns fahren soll.“

Wang runzelte die Stirn, schien erst die Bedeutung ihrer Worte bemessen zu müssen. Dann aber schien seine Neugier geweckt, in allen Details ließ er sich die vorabendlichen Vorgänge in der Kammer schildern.

„Wie lange wirst Du brauchen?“

Nori überlegte.

„Ich habe seine Wunden behandelt, aber ich werde ihn zu Hause noch einmal versorgen und ruhig stellen müssen, damit er keine Zicken macht.“

Wang lächelte.

„Zicken? Wir verschwinden in ein paar Stunden, Nori, warum lösen wir dieses Problem nicht hier und jetzt?“

Die Domina ließ ihren Blick auf Wang gerichtet. Jegliche Unsicherheit ihrerseits in diesem Moment und alles war verloren.

„Er ist ein angesehenes Mitglied des hiesigen Gerichtshofes. Wenn Du keine Polizei im Haus haben möchtest, ist es besser, wenn wir ihn nach Hause bringen. Er hat ein paar Hausangestellte, die werden sich sicher schon jetzt Sorgen um ihn machen.“

Wang zwirbelte seinen Bart. Nori hatte recht, Aufmerksamkeit konnte er in diesem Moment nicht gebrauchen, unkalkulierbare Risiken genauso wenig.

„Gut. Bonian wird Dir einen Fahrer besorgen. Aber beeile Dich, ich brauche Dich hier!“

Die Domina sicherte ihre baldige Rückkehr zu, küsste Wang auf den Mund und verließ eiligen Schrittes  den Raum. Bonian rief dem Totengesicht vor der Tür etwas zu, der dann der Domina mit einigem Abstand folgte.

War es wirklich so einfach gewesen? Vertraute ihr der Pate tatsächlich? Sie konnte es nicht so recht glauben, zu groß waren ihre Angst vor diesem Mann und die Lehren aus den Erfahrungen ihrer schlimmen Vergangenheit.

 

„Wie viel haben wir jetzt?“

Chai zehrte von seinen letzten Kraftreserven und hätte sich, so wie er war, am liebsten auf der Straße hingelegt, um zu schlafen. Ganz im Gegensatz zu Frau Doktor Silami und Arlak, die nach dieser sehr bewegenden und aufregenden Nacht noch immer voller Tatendrang waren.

„Lassen sie mich nachsehen, Herr Na Ajutthaja.“

Maria Silami blieb stehen, sah auf ihr Schreibbrett und tippte auf dem kleinen Taschenrechner herum, der in die Klemmvorrichtung integriert war.

„Es sind jetzt achtundsechzigtausendundvierhundertfünfzig Dollar.“

Sie blickte kurz auf ihre Armbanduhr.

„Wir haben noch zwei Stunden und elf Minuten.“

Chai spürte seine Kräfte mehr und mehr schwinden, ausgelaugt und mit pochenden Schmerzen in seinen Schläfen setzte er einen Schritt vor den anderen. Dabei lag ein noch langer Tag vor ihm, der wohl viel Aufregung bringen würde, dessen war er sich sicher.

„Herr Na Ajutthaja, jetzt reißen Sie sich doch bitte zusammen! Wir haben schließlich alle kein Auge zugetan in dieser Nacht.“

Arlak grinste breit, ihm gefiel diese resolute Deutsche, die, zunächst niedergeschlagen und apathisch, sich dann doch von Chais Aktionismus hatte anstecken lassen und seitdem das „Geldbeschaffungsprojekt“, wie sie es nannte, erbarmungslos vorantrieb.

Die halbe Nacht waren sie unterwegs gewesen. Na Ajutthaja wie auch Arlak hatten Freunde, Verwandte und Kunden um Hilfe gebeten, während die deutsche Rechtsanwältin, bestückt mit ihrem Reisepass und allen möglichen Kreditkarten, ihre Bonität zu untermauern versucht hatte. Dabei hatte sie allen, die ihr Geld geliehen hatten, ordentliche Schuldscheine ausgestellt, die mächtigen Eindruck bei den Thailändern hinterlassen hatten.

Maria Silami hatte Chai für schlichtweg wahnsinnig gehalten, als dieser sich nachts um ein Uhr auf den Weg zu machen gedachte, das Geld aufzutreiben. Doch als sie bereits an der ersten Adresse, die in Chais kleinem, schwarzen Organiser vermerkt war, freundlich und aufgeschlossen empfangen worden waren, fing sie an, an den Erfolg der Operation zu glauben.

Ein Supermarktbesitzer hatte ihr seine gesamten Einnahmen des Vortages übergegeben, umgerechnet viertausendfünfhundert Dollar. Nie hätte sie es für möglich gehalten, dass Menschen eines Zweite-Welt-Landes einem anderen ein derartiges Vertrauen entgegenbringen würden. Doch Chai hatte sie eines besseren belehrt. Sein Name allein schien allen gereicht zu haben, selbst einfache Leute hatten ihr Möglichstes beigesteuert, selbst wenn es nur fünfzig Dollar waren. Einundzwanzig Adressen hatten sie bislang abgeklappert, die allesamt nach demselben Schema abgearbeitet worden wurden. Ein kurzer Anruf Chais, das schnellstmögliche Erreichen der Adresse, eine kurze Erklärung, die Übergabe des Geldes, das Ausstellen des Schuldscheins. Währenddessen hatte Arlak bereits nach dem nächsten Kandidaten in Chais Adressbuch gesucht. Und die Liste war noch nicht erschöpft.

„Ein Herr Neto.“

Arlak blickte seinen „Onkel“ mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Was ist denn das für ein Name?“

Chai, am Rande seiner Belastbarkeit angelangt, musste kurz überlegen.

„Ein portugiesischer. Neto ist ein bekannter Goldschmied, der hier viele einheimische Handwerker ausgebildet hat. Er stellt auch Uhren her, ein angesehener, aber gleichzeitig auch sehr bescheidener Mann.“

Maria Silami blickte Arlak fragend an.

„Ist es weit?“

Arlak sah auf sein Handy.

„Zwei Straßen. Fünf Minuten.“

Die Rechtsanwältin nahm Chai bei der Hand, wie eine Mutter ihr bockiges Kind, und zog ihn weiter. Sie wollte es einfach nicht gelten lassen, dass der Detektiv erschöpft und am Ende seiner Kräfte angelangt war.

„Vielleicht ist dieser Mann ja der letzte, den wir um Hilfe bitten müssen, mein lieber Herr Na Ajutthaja.“

Mit eiligen Schritten liefen sie die Straße entlang. Ein Taxi hätte sich nicht gelohnt, dafür war die Distanz zu kurz.

„Wir müssen dort hinüber, zwischen den beiden Restaurants ist seine Werkstatt.“

Das gedungene, kleine Haus, eingequetscht zwischen zwei stattlichen, modernen Funktionsbauten, erweckte bei der Anwältin nicht wirklich einen wohlhabenden Eindruck. Sie blickte durch die Scheibe der Ladentür und betätigte dann den kleinen, unscheinbaren Klingelknopf aus Messing.

„Jetzt sind es noch genau zwei Stunden.“

Arlak schien in tiefer Sorge.

„Wenn wir rechtzeitig da sein wollen, bleiben uns vielleicht noch fünfzig Minuten. Sonst schaffen wir es nicht mehr, der Verkehr wird jetzt zusehends dichter.“

Maria Silami drückte noch einmal auf den Knopf, doch nach wie vor schien niemand hiervon Notiz zu nehmen.

„Scheint keiner da zu sein.“

Chai schüttelte den Kopf.

„Das kann nicht sein, er ist immer zu Hause. Seine Wohnung liegt direkt über dem Laden.“

Er drückte selbst noch einmal den Knopf, klopfte an die Scheibe und sah in den Laden. Nach einer weiteren Minute glaubte der Ermittler selbst nicht mehr daran, dass sein Bekannter noch öffnen würde. Resigniert wollte er sich bereits abwenden, als ein Schatten hinter der Tür auftauchte.

„Chai! Meine Güte!“

Eine freundliche Mädchenstimme quietschte regelrecht vor Freude, dann schoss ein hübsches, junges Mädchen aus der Tür heraus auf den Ermittler zu und umarmte ihn voller Begeisterung.

Maria Silami und Arlak sahen sich verwundert an und schienen gar nichts zu begreifen.

„Kommt bitte herein! Vater wird sich freuen. Er sitzt noch beim Frühstück.“

Netos Tochter hatte sowohl asiatische als auch europäische Züge an sich, lebhafte, smaragdgrüne Augen und eine schlanke, sportliche Figur. Das Gesicht war von beinahe unwirklich scheinender Gleichmäßigkeit, Haut und Haar frei von jeglichem Makel. Selbst Arlak musste sich eingestehen, dass er selten so ein hübsches und vollkommen erscheinendes Geschöpf gesehen hatte.

„Na Ajutthaja?! Ich höre da eine mir wohlbekannte Stimme!“

Das rauchige Lachen dröhnte noch in die Ohren der Ankömmlinge, als auch schon ein kleiner, vielleicht knapp siebzig Jahre alter Mann, mit der rechten Hand auf den Gehstock gestützt, auf sie zueilte, den Ermittler herzlich umarmte und anschließend der Anwältin und auch Arlak die Hand reichte.

„Was hat Sie denn so früh hierher verschlagen? Mit Ihrem Besuch habe ich jedenfalls nicht mehr gerechnet, nachdem ich Sie schon so oft eingeladen habe.“

Es klang wie ein Vorwurf, Chai zeigte ein reumütiges Gesicht.

„Geht es Ihnen gut, Herr Neto?“

„Ich kann nicht klagen, manchmal wünschte ich mir, Gott hätte mir zwei Hände und ein paar Augen mehr gegönnt. So hinten am Rücken, verstehen sie? Wäre sehr praktisch gewesen, wie ich ihnen versichern möchte.“

Er lachte und bat seine Gäste in eine kleine Küche, in deren Mitte ein großer, runder Tisch stand, der den Raum beinahe zur Gänze ausfüllte.

„Nun, mein Lieber, was habt Ihr denn auf den Herzen. Dass es kein Höflichkeitsbesuch ist, sehe ich sofort, so müde und erschöpft wie Sie alle aussehen.“

„Maria! Mach unseren Freunden hier einen starken Kaffee.“

Alains Mutter blickte das Mädchen erstaunt an.

„Sie heißen Maria? Ich ebenfalls! Hätte nicht gedacht, dass ich in Bangkok eine Namensschwester kennenlernen würde.“

Das Mädchen lachte, während Chai dankend abwinkte.

„Ich hätte gerne einen Kaffee, Herr Neto, aber die Zeit wird dafür nicht reichen, fürchte ich.“

Der Alte runzelte die Stirn und blickte den Ermittler nachdenklich an. Eine unliebsame Erinnerung schlich sich in seine Gedanken, eine, in der er seine Tochter bereits verloren glaubte.

„Wie kann ich Ihnen helfen?“

Chai war mittlerweile geübt darin, die gegebene Situation in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Der Goldschmied verstand und warf einen mitleidigen Blick auf die deutsche Frau.

„Ich habe eine ähnliche Situation durchstehen müssen, Maria. Meine Tochter wäre nie wieder aufgetaucht, wenn dieser Mann nicht so sehr um sie gekämpft hätte. Wie viel braucht Ihr?“

Maria Silami schien sichtlich berührt zu sein, löste ihren Blick von dem Alten und blickte in ihre Liste. Ihre Gesichtszüge hatten sich merklich entspannt, vielleicht glaubte auch sie jetzt an die mögliche Rettung ihres Sohnes.

„Es wären noch sechstausendfünfhundertfünfzig Dollar.“

Der Alte nickte und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Die Freunde sahen sich an, Erleichterung und Freude strahlten aus ihren Gesichtern. Es war geschafft.

„Hier ist das Geld. Ich bete für Ihren Erfolg.“

Die Anwältin ließ es sich nicht nehmen, den Handwerker herzlich zu umarmen, dann schickte sie sich an, einen Schuldschein auszustellen.

„Bei Na Ajutthaja und seinen Freunden reicht mir ein Wort. Und jetzt geht, verliert keine Zeit.“

Der Detektiv und seine beiden Begleiter wurden von Vater und Tochter zur Tür gebracht, als Maria Silami sich nach Chai umsah.

„Wir müssen noch Bath im Gegenwert von etwas mehr als sechzigtausend Dollar in die US-Währung wechseln. Wo können wir das um diese Zeit?“

Prompt war Arlak mit einer Lösung zur Stelle.

„Die Wechselstube am Lumphini. Sie gehört dem Vater eines Freundes.“

Gerade im Begriff, aus dem Laden des Portugiesen herauszustürzen, um der nächsten Etappe ihrer Odyssee entgegenzueilen, als der Besitzer Chai noch einmal zurückrief.

„Sechzigtausend Dollar?“

Chai nickte.

Neto lächelte und winkte sie wieder zurück in den Laden. Maria und Arlak blickten sich an, das konnte jetzt aber wirklich nicht mehr wahr sein.

 

Das Totenkopfgesicht half Nori, dem Doktor aus dem Wagen zu helfen, der, in einen offensichtlich schlechten Zustand befindlich, seine Augen geschlossen hielt und kaum einen Schritt vor den anderen zu setzen vermochte, ohne dabei ein herzzerreißendes Stöhnen von sich zu geben.

Ein Diener öffnete die Eingangstür und übernahm den Job des Malaien. Nori wollte nicht, dass Wangs Scherge Haus betrat.

„Warte hier auf mich. Ich sorge dafür, dass er gut versorgt wird und in den nächsten Stunden seine Ruhe hat.“

Der Blick des Totenkopfgesichts verfinsterte sich, doch Nori nahm hiervon keine Notiz. Den humpelnden Anwalt untergehackt verschwand sie mit dem Angestellten im Haus. Der Mafiosi blickte ihr mit grimmigem Blick hinterher, stieg dann aber doch wieder in den Bus, den er in der Auffahrt geparkt hatte.

„Was habt Ihr mit ihm gemacht?“

Der Stimme des vielleicht fünfzig Jahre alten Dieners bebte vor Zorn. Nori aber reagierte nicht auf die Frage, befahl ihm stattdessen, sie ins Schlafzimmer des Hausherrn zu führen. Der Mann kuschte, vielleicht ahnte er, welchen Einfluss diese Frau auf seinen Arbeitgeber hatte.

Die Domina musste den Rechtsanwalt ebenfalls stützen, widrigenfalls dieser die letzten Meter zu seiner Ruhestatt nicht mehr bewältigt hätte. Seine Beine zitterten unkontrolliert, jeder Schritt schien ihn an seine Grenzen zu treiben. Nori tastete nach seinem Herz, das rasend gegen die Brust klopfte.

„Legen wir ihn aufs Bett. Danach verschwindest Du!“

Dem Diener widerstrebte diese Anordnung zutiefst. Ehe er jedoch seinen Unmut kundtun konnte, knallte auch schon die Hand dieser Frau in sein Gesicht.

„Du gehst jetzt! Sonst sorge ich dafür, dass Du Dir einen neuen Job suchen kannst, verstanden?“

Der Bedienstete stand kurz davor seine Beherrschung zu verlieren. Doch diese grauenhafte Person war in der stärkeren Position und die Stelle bei Doktor Katanaa ausnehmend gut bezahlt, zudem nicht sehr anspruchsvoll. Er wollte gerade die Tür hinter sich schließen, als die Frau ihn nochmals nachrief.

„Warte.“

Er hielt inne, drehte sich um und ging ins Schlafzimmer zurück. Er sparte sich eine Entgegnung, hatte absolut keine Lust noch, sich von dieser resoluten Person noch mehr von seiner Würde nehmen zu lassen.

„Wurde in den letzten Stunden etwas für Mistress Nori abgegeben?“

Der Mann schüttelte seinen Kopf, sah die Domina sie fragend an. Die aber saß nur auf dem Bett und starrte vor sich hin.

 

„Jetzt beeilen Sie sich doch endlich!“

Maria Silami herrschte den Fahrer vergebens an. Doch sie sah selbst, dass an ein Vorwärtskommen im Moment nicht zu denken war. Stau war eben Stau, da war nichts zu machen. In der letzten halben Stunde hatte das Taxi bestenfalls zwanzig Meter zurückgelegt.

„Und wenn wir aussteigen?“

Chai blickte aus dem Seitenfenster. Sie befanden sich mitten auf dem Highway und hatte keine Möglichkeit, diesen zu verlassen. Die Stadt lag etwa zehn Meter unter ihnen.

„Wie soll das gehen, Arlak? Hier gibt es nicht einmal einen Fußweg.“

Entschlossen öffnete der Junge die Beifahrertür, schulterte die schwarze Tasche mit dem Geld und winkte seinen beiden Begleitern, den Wagen ebenfalls zu verlassen und ihm zu folgen.

Maria Silami und der Ermittler sahen sich fragend an. Sie hatten nur noch zwanzig Minuten Zeit.

„Ich zahle das Taxi. Steigen Sie bitte schon mal aus, Maria.“

Der Detektiv musste grinsen, als unvorstellbares Zugeständnis war es wohl zu werten, dass die Anwältin ihm das „Du“ angeboten hatte. Trotzdem wollte es ihm noch nicht so recht über die Zunge gehen.

Er überreichte dem Fahrer einige Scheine, dann folgte er den beiden, die sich durch die Autokolonnen zum Seitenstreifen durchschlängelten.

„Dort vorne! Seht Ihr? Da ist ein Notabstieg!“

Maria Salami sah den schwulen Jungen an, als sei er ein Außerirdischer, der sie in seinem Raumschiff zu entführen gedachte.

„Ich soll eine Leiter hinabsteigen?“

Arlak lachte.

„Nein, ein Seil! Jetzt kommen Sie schon! Dort sind Treppen, die Sie gehen können. Alle zweihundert Meter finden sie so einen Notabstieg für den Fall der Fälle.“

„Fünfzehn Minuten noch. Ich rufe bei Doktor Katanaa im Haus an. Vielleicht ist sie schon da.“

 

„Telefon für Sie.“

Nori starrte den Diener an. Chai hätte das Geld längst bringen müssen. Ärgerlich griff sie nach dem schnurlosen Telefon und wischte den Mann mit einer ärgerlichen Handbewegung aus dem Zimmer. Der warf noch einen Blick auf den Hausherrn, der jetzt zumindest seine Ruhe zu haben schien und schlief.

„Wer ist da?“

Chais Stimme klang aus dem Hörer. Er versuchte, der Domina in wenigen Worten seine Situation zu erklären.

„Ich habe mich auf Dich verlassen, Onkel! Warum enttäuschst Du mich jetzt?“, schrie sie so laut ins Mikrofon, dass der Anwalt erschrocken aus dem Schlaf fuhr und ängstlich zu seiner grausamen Herrin aufsah.

„Eine halbe Stunde? Verdammt, die kann mir das Leben kosten! Ist Dir das klar?“

Der Ermittler versprach sich zu beeilen, er schien zu spüren, dass sie nicht log.

Die Domina aber war verzweifelt, sie spürte förmlich, wie die Zeit wie Sand zwischen ihren Fingern verrann.

Zehn Minuten später hörte sie Schritte auf dem Gang und wusste diese zu deuten. Das Totenkopfgesicht kam, um sie zu holen.

 

„Sie ist nicht mehr da?“

Doktor Katanaas Bediensteter verneinte.

„Sie sind vor zehn Minuten von hier weggefahren.“

Maria Silami stand kurz vor einer Ohnmacht, das Blut wich aus ihrem Gesicht, ihr Körper begann zu taumeln. Chai sprang ihr bei, umfasste ihre Taille und bat sie, sich zu beruhigen.

„Hat die Mistress eine Nachricht hinterlassen?“

„Nein, aber ihr Begleiter hat sie mit Gewalt aus dem Zimmer des Doktors zerren müssen. Ich habe kein Mitleid mit ihr, sie ist eine unverschämte Person.“

Der Ermittler wusste nicht mehr weiter. Wie konnte er Frau Doktor Silami jetzt noch beruhigen, wenn er doch selbst keinen Rat mehr wusste?

„Wir haben noch eine Chance!“

Die Anwältin und der Ermittler drehten sich beide überrascht zu dem Jungen um. Der aber eilte mit seinem Handy am Ohr bereits zum Ausgang und rief über die Schulter zurück.

„Sie stehen im Stau, genauso wie wir vorhin. Versteht Ihr jetzt? Fragt den Mann, mit welchem Auto sie fahren, den Rest regle ich.“

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Kommentare

Mannomannomann, fuck, macht ihr das spannend, ihr nehmt aber auch gar keine Rücksicht auf den klapprigen Kreislauf der betagteren Leserschaft. Noch so ein Hanger könnte gefährlich werden. Für mich dürfte in Teil 49 der Showdown passieren, und im Epilog Teil 50 lecken die Überlebenden (Kim und Alain?) ihre Wunden und haben sich lieb. Aber mir schwant wohl, so kommt es nicht.

In reply to by fukov

Stimmt Fukov dieser Cliffhangar ist fast schon Grausam.*blutdrucktablettenehm* Das hält man doch kaum aus!

Bin mal gespannt wer Überlebt.

Nori? muß nicht sein

Christian? sollte auf jeden fall

Tom? Wär schön wenn ja

Alain? Nagut wg der Mutter

Uaan? Die wird wohl nicht durchkommen. Todesart:Überdosis

Jasmin? Ja die sollte auch Überleben

Wang, Bonian? Ohja der Tod ist zu Schade. Idealfall wenn Nori Überlebt die beiden von Nori foltern lassen anschließend Einsperren, Schlüssel wegschmeißen.

Oder beide in Kalk Stecken.

War da etwa jemand nicht vorsichtig genug, was die Planung angeht? Hat eine gewisse Sadistin ihren Herrn und Meister und dessen Gefolge unterschätzt?

Erhält die 'Show' eine neue Attraktion? Die dominierte Domina?

 

Üben wir uns also schwerlich in der süßen Qual der Geduld und warten ab, was da noch kommen mag.

 

Gruß Nachtgestalt

In reply to by Nachtgestalt

So abtörnend all zu unbeholfene Sprache im Einzelfall sein mag, der snobistische Gebrauch völlig exotischer Fremdwörter wie "Geduld" deucht mich hier auch schwer daneben. Was ist das? Soll ich das jetzt nachschlagen? Arrrgh, ich beiß in die Tastatur. :*

... schlug ich eine Akademiker-Laufbahn ein. Unter uns, und weil es sonst keiner liest: Ich bin ein Feld-, Wald- und Wiesen-Otto-Normalo-Idiot. [Wobei das 'Normalo' sehr frei ausgelegt werden kann.]

Also umformuliert: Abwarten und ein Getränk nach Wahl verzehren. Die Tastatur wird bitte nicht gebissen, sonst ist QWERTZ der baldige Begriff eines besonders breiten [und vielleicht charmanten] Lächelns...

 

Gruß Nachtgestalt

In reply to by Nachtgestalt

ehrlich gesagt siehst Du auf Deinem Bildchen eher wie zwei schnuckelige Ottchen aus. Mit anderen Fremdwörtern wie "Abwarten" nachzukarten macht es dennoch nicht besser, Sadist! Und ich knabbere von unten <yxcvb ... ¡bon provecho! 

... zur frühen Morgenstund' hält Leib und Geist rundum gesund.

Ich bin kein Sadist. Nein! Ich mag die Gerte. Wenn sie gut in meiner Hand liegt. [An dieser Stelle möge sich die geneigte Leserschaft ein diabolisches Lächeln vorstellen.]

Ab zum Zahmarzt. Schluss mit Strass. Her mit QWERTZ oder <yxcvb!  In den richtigen Foren verbereitet schafft fukov damit einen neuen Trend. Und so was geht schnell heutzutage..

 

Vielleicht sollte ich zum Schein noch einmal etwas zur Geschichte kommentieren?

Es bleibt spannend und die Sadistin kriegt hoffentlich ihr Fett weg.

 

Gruß Nachtgestalt