Das Reich der Megara - 2

 

Nach fast zwei Wochen hatte sich Abas mit der schweren Feldarbeit abgefunden. Sein Körper war kräftiger geworden, obwohl die spärlichen Mahlzeiten nur wenig nahrhaft waren.
Doch statt abzumagern und zu zerbrechen, führte die Tagesroutine dazu, dass seine Muskeln wuchsen.

Bald schon gehörte Abas zu den stärksten Sklaven und erhielt kaum noch Schläge der Wächter, denn er erfüllte sein Soll zuverlässig. Trotzdem litt er voller Mitleid unter den Qualen, die seine Gefährten erdulden mussten.
Die Strafen der Aufpasser waren vielfältig und die Kreativität ihres Sadismus schien kaum Grenzen zu kennen. Einen Arbeiter hatten sie sogar in ein Geflecht von Ketten gesperrt, so dass er nur kriechend zur Arbeit kommen konnte und so auch schuften musste.

Jeden Tag erhielt diese traurige Figur vor dem Abend von mehreren Wächtern eine Abreibung, weil er auf allen Vieren nicht schnell genug gewesen war.
Dazu stellten sich die Männer mit ihren Prügelstöcken und Peitschen in zwei gegenüberstehenden Reihen auf, durch die der Arme kriechen musste.
Bei diesem Spießrutenlauf krabbelte der Mann so schnell er konnte und brüllte vor Angst und Schmerz.
Abas konnte dem grausamen Geschehen nicht zusehen und drehte den Kopf jedes Mal weg.

Doch nach mehreren Tagen - der Sklave war immer schwächer geworden und würde wohl spätestens Morgen abtransportiert werden – fiel Abas auf, dass ein Wärter nur so tat, als schlüge er zu.
Hatte er da einen Wohltäter gefunden? Konnte das möglich sein? Ein bisschen Menschlichkeit unter diesen mitleidlosen Bestien? Diesen brutalen Monstern?

So gut er konnte, beobachtete Abas seit diesem Augenblick diesen Wachmann, einen klein gewachsenen, fast zierlichen Burschen, der nie seinen Helm abnahm und zusätzlich noch einen Seidenschal vor dem Gesicht trug, der ihn vor dem feinen Sand schützte, der besonders bei Westwind über die Felder jagte.
Der Wachmann gehörte zu einer Spezialeinheit, was Abas durch das rote Wappen auf dem Gewand erkannte. Solche Uniformen hatte er unter den Kerkerwächtern gesehen.

Und der junge Bauernjunge sollte recht behalten: Am Abend erkannte er den kleinen Mann wieder, wie er mit anderen seiner Einheit vor Abas Zelle patrouillierte.
Später am Abend, die Wachen hatten sich zurückgezogen, wurde die schwere beschlagene Tür zum Zellentrakt erneut geöffnet.
Abas glaubte seinen Augen nicht: Der kleine Wachmann kam alleine und schloss Abas Gitter auf. Mit gezücktem Schwert deutete er an, Abas möge keinen Laut von sich geben und vorangehen.
Abas gehorchte wortlos und spürte pieksend die Schwertspitze in seinem nackten Rücken.

Abas Fußketten klirrten und schabten auf dem Steinboden. Der Weg führte einen Gang entlang, dann zweigten die Beiden in einen kleineren Flur ab und verschwanden hinter einer Tür in einem kleinen dunklen Raum, der völlig leer zu sein schien.
Doch dann hörte Abas hinter sich das entzündende Geräusch einer Fackel, die die Umgebung erleuchtete.
Abas wagte es, sich umzudrehen, doch sofort drohte der Wächter mit eigentümlicher Stimme: „Leg dich auf die Liege da! Und die Hände über den Kopf!“
Abas gehorchte. Er trug immer noch Fuß- und Handketten, die weit genug waren, dass er damit auf den Feldern arbeiten konnte.

Der Wächter hakte die Hand- und Fußketten mit Schlössern an der Liege fest, so dass Abas nun mit den Händen oberhalb seines Kopfes und ausgestreckten Beinen hilflos da lag.
Sollte er bestraft werden? Wofür?
Er hatte immer sein Soll erfüllt.
Abas wollte protestieren, doch schon fühlte er das blitzende Schwert an seiner Kehle. „Keinen Mucks, oder du bist tot!“
Der junge Sklave schluckte nervös und versuchte auf das Schwert unterhalb seines Kinns zu starren.
Er fühlte die Spitze und wusste, dass die Schneiden der Schwerter so scharf waren, dass ein Mann sich damit problemlos rasieren konnte.

Doch was machte der Wärter nun? Er legte den Waffenrock ab und knöpfte sich das Wams auf. Dann löste er den Gürtel seiner Pluderhose.
Abas wurde heiß. Er war in die Fänge eines… eines….. Ihm fehlte das Wort. Doch hatte er schon von verbotenen Ritualen zwischen Männern gehört, die…. Es war nicht auszusprechen! Es war Frevel!
Abas betete zu den Göttern.
Nein! Es durfte nicht geschehen! Lieber würde er bis in alle Ewigkeit als Feldsklave arbeiten, als Opfer dieses bösen Mannes zu werden!

Zur gleichen Zeit einige Etagen höher vergnügte sich der fette Kronprinz Talos mit seinem Blondschopf Euros. „Los, Schwanzmaul, hühhott! Lauf, vorwärts!“
Der dicke Sohn der Herrscherin hatte sich auf den blonden Jüngling gesetzt und ließ sich durch die Gemächer reiten.
Lachend und mit einer kleinen Gerte bewaffnet, trieb er den nach Atem schnaufenden und unter der schweren Last zitternden Euros über den Marmorboden.

Talos war nur mit einer kurzen Tunika bekleidet, und seine gewaltigen Hüften und Hinterbacken drückten nackt auf Euros Rücken.
„Los, Schwanzmaul! Vorwärts!“ Talos kicherte und hielt Euros blonde Locken als Zügel in den kurzen dicken Fingern, die durch die überdimensionierten und mit Edelsteinen besetzten Goldringe noch gewaltiger wirkten.

Bald brach Euros unter dem enormen Gewicht des Prinzen zusammen, aber Talos stand wütend auf und schlug wild mit der Gerte auf den splitternackten Sklaven, der lediglich einen Keuschheitsgürtel trug.
Euros umklammerte seine Unterschenkel und schützte sich in der Embriostellung. „Wirst du wohl aufstehen, du fauler Hund! Dir werde ich es zeigen, unter Prinz Talos wegzuknicken und ein Nickerchen einzulegen!“
Als die Gerte zubiss, zappelte Euros hilflos auf dem Boden und änderte verzweifelt seine Position, um dem Schlaginstrument auszuweichen, aber er hatte keine Chance.

Erst als Talos sich verausgabt hatte, und besonders der kleine Po des Jünglings rot vor Striemen war, die bereits anschwollen, begnügte sich Talos mit der Bestrafung und zerrte Euros Kopf zwischen seine Beine.
„Los, Schwanzmaul! Zeige mir, was du vergangene Woche gelernt hast!“
Als Euros devot seinen Mund öffnete und Talos relativ kleinen und stark behaarten erigierten Penis aufnahm, kicherte der Prinz hell auf, wie es seine Art war, wenn er erregt war.

Abas zitterte vor Angst. Der Wachmann hatte seine Pluderhose ausgezogen.
Was für Beine der Mann hatte! Kein einzige Haar war zu sehen.
Dann lüftete der Wärter endlich den Seidenschal.
Abas sperrte vor Überraschung den Mund weit auf. Der Mann sah aus wie…
…ein Weib.
Als er/sie sein/ihr Hemd ausgezogen hatte, war Abas sich sicher: Er hatte es mit einer jungen Lady zu tun. Die kleinen, runden und festen Brüste bewiesen es.
„Guck nicht so, als hättest du einen Geist gesehen!“ schalt die Frau, die nun näher an die Liege trat.
„Ich heiße Leda.“

Jetzt war die Stimme plötzlich eine Oktave höher und hatte vermutlich ihre natürliche Klangfarbe.
„Du…du bist eine Frau“, stammelte Abas.
Leda lachte leise. „Ja. Hast du das auch schon gemerkt. Auch Frauen dürfen als Wachen arbeiten. Warum auch nicht?“

Abas konnte nur staunen. Aber was wollte die junge Frau von ihm?
Seine Miene schien die Frage deutlich auszudrücken, denn Leda kicherte: „Was glaubst du wohl? Ein hübscher Bursche wie du?“
Abas blieb der Atem weg.
Dann bewegte sich Leda langsam zu ihm und strich ihm zärtlich durch das Haar.
Abas wusste nicht, wie ihm geschah.

Schon lag Leda bei ihm und liebkoste den durchtrainierten Körper des Jünglings.
Abas genoss die Berührungen, spürte plötzlich einen Kuss, als sich ihre Zungen vereinten.
„Du bist wunderschön“, hauchte Abas seiner Leda entgegen.
Ein Feuer entflammte in seinen Lenden, so stark, wie er es noch nie in seinem Leben erlebt hatte.
Doch dann erinnerte er sich an den Keuschheitsgürtel.

„Wir können uns nicht lieben“, sagte Abas niedergeschlagen.
Leda fragte: „Du meinst, weil eine Wächterin keinen Sklaven lieben darf?“
Abas schüttelte den Kopf. „Nein. Schau doch. Ich habe wie alle Sklaven einen Panzer um meine Männlichkeit.“
Abas fürchtete schon, Leda wüsste nicht, dass er sein Gemächt benötigte, um Liebe zu machen.
Aber Leda stieg von Abas ab und hielt plötzlich einen Schlüssel in der Hand.
„Ich bin Kerkerwächterin. Daher habe ich hier für alles Schlüssel.“
Mit diesen Worten kniete sie neben ihm nieder und steckte den gezackten Metallstift in den Keuschheitsgürtel und drehte das Schloss: Es sprang auf, und Abas Penis drückte den Gürtel zur Seite, denn Ledas Blöße hatte ihn stark erregt.

Leda stieg lächelnd wieder auf den Burschen und setzte sich rittlings auf ihn, beugte sich vor und küsste ihn.
Dem jungen Mann wurde ganz schwindelig.
War er im Paradies? Diese junge Lady saß entblößt auf seiner Männlichkeit, und…..
Jetzt griff Leda nach seinem Lustspender und ließ ihn in ihre…
Wie nannte man das wohl bei einer Frau?
Abas stöhnte auf und verkrampfte, spürte die Wärme und das feuchte, zarte und enge Fleisch von Leda.
Es war so wunderschön!
Leda bewegte ihre Hüften und stöhnte ebenfalls auf.
Abas Luststab bewegte sich in ihr und bereitete beiden größtes Vergnügen.

So ging es weiter und weiter, und das Paar näherte sich einem ekstatischen Finale.
Abas atmete schwer, seine Hände ruhten auf den Seiten der Wärterin, nach und nach rutschten sie weiter zu den herrlichen Pobacken, die sich auf und ab bewegten und lustvoll spannten.

Und dann wurde Abas ganz sonderbar: Er musste einen Schrei unterdrücken und hielt die Luft an, als er Leda furchtsam anstarrte. Ein kräftiges Gefühl der Liebe durchströmte ihn, und er goss seinen Samen in die Frucht des Weibes.
Leda machte ein leises Geräusch, das sich anhörte, als habe sie Schmerzen, und Abas sah erschrocken zu ihr, doch Leda grinste mit offenem Mund und küsste ihn erneut.
Leidenschaftlich. Sie vereinten ihre Zungen begierig.

Erst nach mehreren Minuten, in denen sie sich liebkost und geküsst hatten, löste sich Leda von dem Gefesselten und brachte den Keuschheitsgürtel wieder an.
„Das hier brauche ich wohl nicht, oder?“ fragte sie und zeigte auf ihr Schwert.
Abas schüttelte den Kopf und zog sich seine wenigen Kleider an.
Leda rüstete sich in ihre Uniform und brachte ihren heimlichen Liebhaber zurück in seine Zelle.

Im Palast vergnügten sich die Herrscherin und ihr Gefolge bei einem „Arena-Abend“.
Im Westflügel des Schlosses lag ein großer Saal, der wie ein antikes Theater oder ein römischer Zirkus gebaut war. Königin Megara saß in einer prunkvollen Loge und eröffnete zu dieser späten Stunde die heutigen Sklavenkämpfe.
Hierzu mussten ausgewählte Sklaven antreten, die entweder das Pech hatten, gut gebaut zu sein und für Megara daher einen Augenschmaus bedeuteten, oder den Wächtern negativ aufgefallen waren.

Megara waren Zweikämpfe schon seit einiger Zeit langweilig geworden. Deshalb mussten sich die Soldaten immer wieder etwas Neues einfallen lassen.
Besonders amüsant fand das Königshaus, wenn mehrere schwache Sklaven gegen einen besonders starken und großen Kämpfer antraten.

Gegen blutrünstige Shows hatte Megara zwar nichts einzuwenden, aber unterhaltsamer fand sie es, wenn die Athleten mit Öl eingerieben wurden und auf einem flachen Becken mit weiterem Öl kämpften.
Sieger war, wer den Gegner für mindestens zehn Sekunden auf den Rücken zwang. Regeln gab es ansonsten keine.

Da die Kämpfe am Abend bei Dunkelheit veranstaltet wurden, erhellten Dutzende blakende Fackeln an den Wänden den Saal. Die Flammen beleuchteten Megaras grausames Gesicht in einer Weise, die es in eine Fratze verwandelte. Aber auf diese Details achtete niemand. Die Zuschauer feierten die Kämpfer und schlossen Wetten über den Ausgang ab. Reichlich Wein floss aus bronzenen Kelchen die Kehlen hinab.

Bald wurden die ersten drei Sklaven in die Arena geführt.
Wächter pieksten die Kämpfer mit ihren Hellebarden in die Allerwertesten und trieben sie so vorwärts. Sie waren splitternackt, was die weiblichen Zuschauerinnen begeistert pfeifen und jubilieren ließ.

Auch Prinz Talos Augen leuchteten, als er von einem Gemächt zum anderen blickte.
Und dann erschien der Gegner: Ein muskulöser Mann, der mindestens einen Kopf größer und deutlich breiter und kräftiger war als seine drei Konkurrenten.
Ein Raunen ging durch die Sitze, denn die Damen des königlichen Hofes hatten so einen gut gebauten Mann niemals zuvor gesehen. Und insgeheim starrten sie auch auf das gewaltige Gemächt des Riesen.
Der Prinz grinste dümmlich, als er den massigen Penis und die voluminösen Hoden sah, aber dann verfinsterte sich sein Blick, als er daran dachte, wie klein doch sein eigenes Gemächt war.
Sollten die drei Anderen den Gorilla niedermachen! Pikiert schob er seine Unterlippe nach vorne wie ein beleidigtes Kind und sah zu seiner Mutter, die mit einem Zeichen den Kampf eröffnen würde.

Dem Sieger winkten eine bevorzugte Behandlung und vielleicht sogar die Freiheit. Der Verlierer wurde bestraft. Auch das war ein Teil der Arenakämpfe.
Megara hob ihre rechte Hand und ließ den Arm wieder fallen – das Zeichen, dass der Kampf beginnen sollte.
Sofort stürzten sich die drei Sklaven auf den Riesen.
Aber selbst der gemeinsame Schwung reichte nicht aus, um den Gladiator zu fällen. Als prallten sie gegen eine Wand, kamen sie vor dem Riesen zum Halten. Der Kämpfer packte zwei von ihnen am Nacken und zwang sie mit ihren Köpfen bis auf den Boden in die Ölpfütze. Dann gab er den einen wieder frei und presste dafür den anderen mit aller Kraft auf den Rücken und stieg auf den zu Boden gerungenen mit seinen fast drei Zentnern Gewicht hinauf.
Während die beiden übrigen versuchten, den Riesen nach hinten auf den Rücken zu zwingen, blieb der Gigant aufrecht sitzen, bis der Kampfrichter den Sklaven erlöste. Allerdings war der Mann damit ausgeschieden.

Jetzt wurde es noch schwieriger für die beiden Sklaven, gegen den Fels von einem Mann zu bestehen.
Ein Sklave lenkte den Hünen ab, während der andere von hinten auf den Gegner sprang und seinen Unterarm fest um dessen Hals schraubte und ihn würgte.
Der Riese wedelte mit den Armen und wäre beinahe nach hinten umgekippt. Er versuchte den kleineren Sklaven abzuschütteln, aber der krallte sich fest und nahm dem Goliath nach und nach die Luft zum Atmen. Der Sklave hing an dem Gegner wie ein Terrier.
Der andere Sklave rammte den Koloss nun von vorne und prallte mit seiner Schulter genau in das gewaltige Gemächt.
Jetzt endlich sank der Gegner aufbrüllend auf die Knie.
Jubel brandete aus den Zuschauerreihen auf. Die Damen des Königshauses klatschten aufgeregt in ihre Händchen.
Was für ein Spektakel! So einen Muskelmann hatten sie schon lange nicht mehr in der Arena gehabt.

Der Kleine, der den Giganten gefällt hatte, setzte direkt nach: Mit einem kräftigen Ellbogenstoß in das Gemächt des Riesen sorgte er für einen weiteren Schmerzensruf.
Inzwischen war der Kopf des Goliath rot angelaufen, denn noch immer hatte er den anderen Gegner an seinem Hals hängen.

Doch dann packte er mit seinen Pranken über seinen Kopf nach hinten und riss den Sklaven mit unglaublicher Kraft über sich und wirbelte ihn zwei Meter weit durch die Luft. Endlich hatte er sich von dem Plagegeist befreit. Der Sklave klatschte in das mehrere Zentimeter hohe Öl, dass es nur so spritzte.

Der Hüne packte nun den anderen Gegner, der zwei Mal sein Gemächt malträtiert hatte und zwang ihn auf den Boden.
Jetzt kam die Gelegenheit für seine Revanche: Mit einer Pranke hielt er den Mann an der Kehle auf dem Boden, mit der anderen Faust hieb er dem Liegenden in dessen Juwelen.
Ein schriller Schrei entfuhr dem Sklaven, was bei den Damen auf den Rängen ein Kichern auslöste.
Der Gepeinigte drehte sich mit angezogenen Beinen auf die Seite.
Aber der Riese riss ihn zurück auf den Rücken und warf sich auf sein Opfer.

Nach zehn Sekunden war es auch für diesen Unglücklichen vorbei. Er wurde von vier Wachen unter dem Jubel der Zuschauer aus der Arena geschleppt.
Jetzt blieb nur noch ein Gegner für den Koloss übrig. Vorsichtig umkreisten sich die Beiden.
Schneller, als man es ihm zugetraut hätte, sprang der Riese nach vorne und umschlang seinen Konkurrenten mit einer Umarmung wie ein Bär.
Doch seine ganze Kraft nützte ihm nichts, denn das Öl machte die Körper der Kämpfenden glitschig, so dass der Sklave dem tödlichen Griff, der ihm alle Rippen gebrochen hätte, entkommen konnte.

Schnell krabbelte der Sklave durch die Beine des massigen Gegners, und noch bevor dem Muskelmann klar wurde, was da gerade geschehen war, explodierte erneut ein Treffer in seinem Gemächt. Erschrocken brüllte der Riese auf und sank erneut in die Knie.
Der Gigant erholte sich jedoch schnell und sprang wütend auf, drehte sich zu dem anderen um und sprang erneut auf ihn zu.

Doch der Sklave war zu flink, sich fangen zu lassen und wich dem Großen immer wieder aus.
Die Fräuleins auf den Rängen gaben Erschreckensrufe von sich, als der Koloss den Kleinen beinahe erwischte.
Das Lager spaltete sich: Die einen gönnten dem Riesen einen Erfolg, die anderen hatten Mitleid mit dem Sklaven.
Königin Megara verfolgte das Katz-und-Maus-Spiel und nippte nebenbei an ihrem goldenen Kelch mit Rotwein.

Doch dann fiel der Sklave auf eine Finte des Riesen ein und wurde an einem Arm gepackt.
Jetzt gab es kein Entkommen mehr.
Der Mann zerrte wie verrückt an seinem Arm, doch der Riese zerquetschte ihm fast das Handgelenk.
Er zog seine Beute zu sich heran und schleuderte ihn mit grober Gewalt auf den Rücken.
Er setzte sich auf sein Opfer und wartete die zehn Sekunden ab.
Der Sklave unter ihm zappelte mit letzter Kraft, aber den Giganten konnte er nicht abschütteln.

Nun wurde auch der dritte Sklave weggebracht.
Der Sieger wendete sich zur Königsloge und verbeugte sich tief.
Megara verkündete: „Du sollst drei Jungfrauen erhalten, Kämpfer. Du hast sie dir verdient.“
Das Publikum ließ einen aufbrausenden Applaus ertönen.
Der Gladiator sank auf die Knie und dankte Megara für ihre Gnade.

Doch damit war der Arena-Abend noch nicht beendet. Eigentlich ging es gerade los.
Die drei Verlierer wurden von armierten Wachen in die Arena zurück gebracht und nebeneinander mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf dem Boden mit Pflöcken festgebunden, so dass sie wie drei große X aussahen.
Dann kam der Scharfrichter: Ein komplett schwarz gewandeter Mann mit einem blitzenden Silberdolch bewaffnet.
Er verbeugte sich demütig vor seiner Herrscherin und schritt dann zu dem ersten der Männer.
Der Scherge kniete zu dem Sklaven hinab und zog seinen Silberdolch. Dann griff er um den Hodensack des Verlierers und sah fragend ins Publikum.

Dutzende Daumen richteten sich an den ausgestreckten Armen nach unten: Keine Gnade sollte es für den Sklaven geben.
Die letzte Entscheidung hatte die Majestät. Auch sie gab das erbarmungslose Zeichen.
Der Sklave schrie und zerrte an den Fesseln. Aber er konnte nur entsetzt zusehen, wie der Häscher seinen Dolch senkte und an den Hodensack des Sklaven ansetzte.
Der Jubel des Publikums wurde so laut, dass die Angstschreie des Sklaven darin versanken.
Prinz Talos reckte seinen Hals und grinste breit. Sein Mund öffnete sich vor lauter Erwartungshaltung.

Abas lag auf seiner Pritsche. Er konnte nicht schlafen. Was für eine Begegnung hatte er in dieser Nacht erlebt! Er hatte schon Angst, alles nur geträumt zu haben, aber als kurz darauf zwei Wachen in dem Zellentrakt patrouillierten, und er Leda erkannte, die ihm ein Äuglein zuzwinkerte, da durchströmte ihn ein Wohlgefühl, wie er es bisher nicht gekannt hatte.
Der Jüngling hatte sich verliebt.

Am nächsten Tag musste Abas wieder auf den Feldern schuften, aber er ertrug sein Schicksal mannhaft. Er dachte die ganze Zeit an Leda: ihre wunderschönen Augen, ihre zarte Haut, ihre heißen Lippen, ihre knackigen warmen Brüste, den flachen Bauch, und die köstliche Weiblichkeit ihres Körpers.
Am Nachmittag gehörte Leda zu seinen Wachen. In einem unbeobachteten Moment steckte Leda ihm sogar einen Brocken Brot zu.

So vergingen die nächsten Tage. Als Abschlussritual am Abend wurde die arme Kreatur in den Ketten wieder von den Wachen gepeitscht: Der Sklave, der vor Talos Augen gestolpert war, und deshalb sein Leben kriechend verbringen musste.
Am nächsten Tag fehlte der Sklave.
Abas fragte Skiron nach dem Mann.
„Ich habe gehört, dass er sein Leben ausgehaucht hat“, meinte der Kamerad und sah Abas traurig an.
Abas war sprachlos.
Für den Rest des Tages war er tief in Gedanken versunken. Er musste von diesem fürchterlichen Ort flüchten. Und Leda würde er mitnehmen.

Des Nachts hatte Leda wieder die Möglichkeit gehabt, sich zu ihrem Abas zu schleichen. Sie riskierte damit Kopf und Kragen, aber ihr Geliebter war die Gefahr wert.
Die beiden jungen Leute liebten sich. Und dieses Mal verzichtete Leda auf die Fesseln und legte ihre Waffe zur Seite. Sie vertraute Abas voll und ganz.

Der Jüngling sah das Schwert in Reichweite liegen, und einen kurzen Augenblick liebäugelte er damit, die Situation zu nutzen, um aus dem Palast zu entkommen. Aber das konnte er Leda nicht antun.
Er fragte zwischen zwei leidenschaftlichen Küssen: „Warum flüchten wir nicht gemeinsam von hier?“
Leda schüttelte den Kopf: „Wir würden nicht weit kommen. Die Soldaten von Megara würden uns schnell aufspüren.“

Während das junge Paar im Kerker seiner Leidenschaft frönte, vergnügte sich Prinz Talos mit dem Blondschopf Euros.
Der fettleibige Königssohn spielte den Arenakampf nach, der vor einigen Tagen stattgefunden hatte.
Er wickelte seinen Arm von hinten um Euros, drückte ihm die Luft ab und erzählte aufgeregt: „Und so hat er ihn gepackt, und dann….“
Prinz Talos spielte auch die schmerzhaften Körpertreffer nach. Allerdings war er bei der Demonstration immer der aktive Part. Euros dagegen musste ständig einstecken.
Euros japste stöhnend auf, als ihn eine fette Faust mit all den Ringen genau in seiner Männlichkeit traf.
Prinz Talos kicherte hell und gluckste vor sich hin. „Und dann ging es so weiter…“

Die Nacht brachte auch nach der Demonstration des Kampfes nichts Gutes für den Blondschopf, denn Talos war durch die Hiebe in Euros Gemächt stark erregt und beugte den Sklaven über eine Truhe, um ihn von hinten zu nehmen.
„Bitte nicht, Herr…“, flehte Euros, aber Talos rammte grunzend seinen Luststab zwischen die engen Backen des Liebesdieners.

Es dauerte nur wenige Minuten, bis der dicke Prinz kam und stöhnend und sich weit übergebeugt auf Euros legte wie ein Seeelefant, der jemanden erdrücken wollte.
Als Talos wieder zu Atem gekommen war, zog er sich zurück und befahl Euros, in seiner Position zu verharren.
Dann rief Talos nach seinem Xeno, seinem Leibdiener. „Bring die Peitsche mit! Der Sklave muss für seine Unverschämtheit bestraft werden, mit den Rücken zuzudrehen!“
Xeno verbeugte sich und kam bald mit dem Gewünschten zurück.
Talos machte es sich auf einem pompösen Diwan gemütlich, nahm ein paar Trauben und gab das Zeichen, Xeno möge mit der Bestrafung beginnen.
„Zwei Dutzend reichen fürs erste“, stellte der Prinz wichtigtuerisch fest.

Xeno holte weit aus. Der kräftige Mann knallte das Schlaginstrument auf das zarte Sitzfleisch des Jünglings. Euros bäumte sich vor Schmerz auf, getraute sich aber nicht, seine Position zu ändern.
Talos aß Weintrauben und kicherte.

Als Xeno die 24 Hiebe ausgeführt hatte, verbeugte er sich vor Talos demütig und wartete auf weitere Befehle.
„Verschwinde!“ sagte der Prinz und erhob sich ächzend von dem Diwan.
Amüsiert betrachtete er den geschundenen Po des Blondschopfs. Vorsichtig strich Talos über die dick anschwellenden Striemen und leckte sich genüsslich über die Lippen.
Euros wimmerte kaum hörbar und zuckte ängstlich bei jeder Berührung zusammen.

In einer hektischen Bewegung warf Talos seine Tunika von sich und griff nach seinem erigierten Penis, der nur mit seiner Spitze aus dem dichten krausen Schamhaar herauslugte. Er steckte ihn erneut in Euros und rammelte wie wild drauf los.
Nach wenigen Sekunden spritzte er ab und ließ sich nackt wie er war auf den Diwan fallen. Schwer atmend sagte er: „Steh jetzt auf!“

Euros erhob sich und sah seinen Herrn mit Tränen in den Augen an.
Der Prinz rümpfte die Nase und wedelte mit seiner Hand. „Warte in meinem Schlafgemach. Und bade vorher!“
Talos griff nach einer Weintraube. Vielleicht würde er am morgigen Tage mal durch die Kerker wandeln und sich ein neues Spielzeug suchen. Der Blondschopf wurde langsam langweilig…

Am nächsten Tag wurden einige Sklaven ausgesondert und in einer Halle des Kerkers gesammelt.
Abas und Skiron gehörten dazu.
„Warum müssen wir nicht auf die Felder?“ raunte Abas seinem Freund zu.
Der hob unwissend die Schultern.

Bald schritt ein Mann in edlem Zwirn die Reihen der Sklaven ab. Er gehörte nicht zu den Wachen oder Soldaten. Vielleicht war es ein Vertrauter oder gar ein Mitglied der Herrscherfamilie?
Der Mann gab knappe Anweisungen und wählte mehrere Arbeiter aus, die von den Wachen abgeführt wurden.
Letztlich blieben nur noch zehn Männer übrig. Darunter auch Abas und Skiron.
Sie wurden in einen Teil der Kerker geführt, den sie bisher noch nicht gesehen hatten.
Hier war alles etwas sauberer, aber trotzdem spartanisch eingerichtet.

Die Wachen brachten Fleisch, Brot und andere Speisen. Dazu gab es unbegrenzte Mengen Wasser.
Abas freute sich. Hatte Leda das für ihn organisiert?
Und dann sah er sie auch in den Reihen der Wachen stehen.
Aber sie machte ein eher betrübtes Gesicht. Warum? Es ging ihm doch nun viel besser.
Und offenbar wurden die Auserwählten nicht auf die Felder oder in die Mine geschickt.

Der einzige Nachteil war, dass sich nun Leda nicht mehr zu ihm schleichen konnte.
Am Nachmittag erschienen mehrere Soldaten.
Sie befreiten die Sklaven sogar von ihren Ketten.
Danach erklärte einer der Soldaten den Männern, was für sie das Schicksal geschrieben hatte.
Abas und die anderen waren als Kämpfer für die regelmäßig abgehaltenen Arena-Abende der Königin erkoren worden.
Nun würden sie in Ringkampftechniken ausgebildet werden.

Abas gehörte bald zu den besten Gladiatoren. Und auch sein durchtrainierter Körper brachte ihm dabei viele Vorteile.
Die Übungsstunden machten Abas sogar Spaß, denn die Ausbilder waren zwar hart, aber gerecht. Abas vermisste sicherlich keine Schläge sowie die Schufterei auf den Feldern.
Nur Leda fehlte sehr. Nicht einmal sehen durfte er sie mehr. Denn Leda war als Wächterin auf den Feldern und im Kerkertrakt der Arbeitssklaven eingeteilt.

Abas gehörte zu den stärksten Kämpfern, und wurde nur selten besiegt.
Die Ausbilder stellten ihn sogar manchmal vor die Aufgabe mit zwei Gegnern gleichzeitig fertig zu werden. Und selbst das gelang dem geschickten Burschen.
Doch eine Woche später begegnete er Kreios, dem riesenhaftesten Menschen, den Abas jemals gesehen hatte. Der Muskelberg war groß wie ein Gigant und breit wie eine Kutsche.

Der Anblick des finsteren Gesellen war bereits Furcht einflößend. Aber damit nicht genug: Der Ausbilder zeigte auf Abas und meinte: „Das ist mein bester Neuling. Ihr zwei werdet miteinander ringen.“
Abas sah von dem Ausbilder zu Kreios und zurück. Das konnte nicht sein Ernst sein! Gegen dieses Ungetüm sollte er kämpfen? Da würde ja kein Knochen heil bleiben.
Aber der Ausbilder hatte es wohl ernst gemeint. Er schickte die beiden Männer in die Übungsarena und gab das Startsignal.
Die anderen Gladiatoren scharrten sich neugierig in einem engen Kreis um den runden Platz.
Skiron war bleich geworden. Sein Freund würde das nicht überstehen!

Skirons Befürchtungen wurden fast wahr: Kreios wirbelte Abas durch die Luft, ließ ihn hart auf den Boden landen, immer wieder, er schleuderte ihn durch die Gegend, verdrehte ihm die Glieder und ließ ihn im Schwitzkasten fast ersticken.
Überraschenderweise verletzte sich Abas nicht, denn er rollte sich immer geschickt ab. Bis auf ein paar blaue Flecken und einer heftigen Landung auf seinem Steißbein blieb er heil.
Mit der Zeit konnte er Kreios sogar etwas Paroli bieten, aber es war auch Glück dabei. Eigentlich war er dem Riesen hoffnungslos unterlegen.
Aber wer wäre das nicht gewesen?

In den nächsten Tagen wuchs sein Ansehen in der Gruppe, und Abas fühlte sich sehr wohl. Aber er spürte auch immer stärker, wie sehr ihm Leda fehlte. Natürlich spielte auch eine Rolle dabei, dass sie den Schlüssel zu seinen Keuschheitsgürtel besaß.
Nachdem Abas unvergessliche Liebesnächte erlebt hatte, wollte er sie nicht mehr missen.
Langsam aber sicher bemerkte er, wie sich ein unangenehmer Druck in seiner Männlichkeit steigerte, besonders, wenn er an die Erlebnisse dachte.
Aber er hatte keine Chance, sich Leda zu nähern, sie nur zu sehen.

Königin Megara trug einen hohen Samtkragen und stolzierte durch ihre prunkvollen Gemächer.
Sie setzte sich ein mit Diamanten bestücktes Diadem auf und begutachtete sich in einem zwei Meter hohen Spiegel.
Sie war auf dem Weg zur neuen Auswahl Jünglinge, die glaubten, sie würden würdig sein, um als ihr Gemahl das Reich regieren zu können.

Sie betrat kurz darauf eine Halle, in der ein Dutzend Männer eine Reihe bildete.
Gelangweilt sortierte sie bis auf zwei Jünglinge alle aus.
Anschließend ließ sie sich auf einem Diwan nieder. Ein Barde sang und spielte auf einer Harfe für sie, bis sie ihn wegschickte.
Zwei Diener wedelten Megara mit großen Palmblättern frische kühle Luft zu.

Der fettleibige Prinz besuchte das Ausbildungslager der Gladiatoren, und beobachtete zwei Schwertkämpfer, die mit Holzwaffen einander umkreisten, bis plötzlich einer der beiden einen Ausfall machte und angriff. Der Gegner wehrte geschickt ab und drehte sich, wirbelte seine Waffe herum und hieb dem Anderen damit schmerzhaft auf den Rücken, so dass der Besiegte in den Staub stolperte.
Prinz Talos lachte laut meckernd über den Sturz.

Der Ausbilder sah erschrocken zu der Majestät und verneigte sich tief. Alle anderen Anwesenden fielen in den Staub und knieten nieder. Niemand hatte bemerkt, das Talos anwesend war.
„Gebt mir ein Schwert. Ich werde auch kämpfen.“
Der Schrecken des Ausbilders steigerte sich noch. Prinz Talos und kämpfen? Dieser ungelenke Dickwanst?

„Aber Majestät! Die Sklaven sind es nicht würdig…“
Talos unterbrach ihn: „Ruhe! Du gibst mir Widerworte?“
Der Ausbilder schüttelte erschrocken den Kopf und verlangte hektisch nach einem Schwert für die Majestät. Er übergab Talos eine Waffe, von der er hoffte, der Prinz könne sie wenigstens heben.

Es war ein Dilemma: Würde das Schwert eher einem Dolch ähneln, würde er den Thronfolger beleidigen. Würde die Waffe aber zu unhandlich sein und die Majestät überfordern, würde es dieser ebenfalls als Affront bezeichnen.
„Melde dich heute Abend beim Kommandanten meiner Leibgarde. Du erhältst 20 Hiebe auf das nackte Gesäß!“ verkündete der Prinz bissig. Die Worte „nackte Gesäß“ kamen ihm wie süßester Wein von den Lippen.
Für den gestandenen Mann war diese Strafe völlig unangemessen, und selbst die grausame Herrscherin Megara hätte sie nicht gutgeheißen. Doch wer wollte ihr davon berichten und sich den Zorn des Prinzen zuführen?

Wenigstens waren die Übungswaffen alle aus Holz, denn ein großes Metallschwert hätte Talos niemals führen können.
„Der da!“ zeigte der Prinz auf den Kämpfer, der gerade gewonnen hatte, und fügte höhnisch hinzu: „der Unbesiegbare!“
Der Kämpfer war verunsichert. Gegen den Prinzen kämpfen? Es war bereits eine Todsünde, sein Haupt in Talos Gegenwart zu erheben. Und er sollte mit einem Schwert gegen ihn antreten?
Aber der Ausbilder gab den Befehl. Und er hatte ja den Wunsch der jungen Majestät gehört.

Der Ausbilder betete zu den Göttern, der Kämpfer möge klug genug sein, und Talos gewinnen lassen.
Egal, wie ungeschickt sich der Fettsack anstellte!
Da die Schwertkämpfer in direkter Nachbarschaft der Ringer übten, konnte auch Abas den Kampf aus einiger Entfernung sehen.
Die Anwesenden lagen unterwürfig vor der Majestät im Staub; aber in diesem Fall durften sie ihr Gesicht erheben, um dem Kampf beizuwohnen.
Schließlich heischte der Prinz nach Beifall.
Und der Kampf begann noch schrecklicher, als befürchtet, denn Talos stolperte über seine dicken kurzen Beine und wäre beinahe im Staub gelandet wie seine Untertanen.

Doch im letzten Augenblick fing er sich und schwang sein Schwert über dem Kopf, um anzugreifen.
Der Gegner wehrte den Schlag mit Leichtigkeit ab und hätte am liebsten die stumpfe Spitze seines Holzschwertes in die ungeschützte Flanke des Prinzen gerammt, um dem Widersacher einen schmerzvollen Rippentreffer zu versetzen.
Stattdessen zog er sich nur zurück und umkreiste Talos, der schon nach dieser ersten Aktion stark schwitzte.
Weitere zwei Male versuchte der Prinz erfolglos sein Glück mit tölpelhaften Bewegungen, und der Gladiatorlehrling sah Hilfe suchend zu seinem Ausbilder.

Mit einer heimlichen Geste zeigte ihm der Mann, dass er sich treffen lassen musste. Vielleicht gab sich Talos damit zufrieden.
Endlich konnte der Prinz einen Erfolg verbuchen und schrie begeistert auf, um direkt weiter auf den Kämpfer zu prügeln und sein Schwert in dessen Magen zu rammen.
Der Gegner ächzte auf und verzog sein Gesicht.
Der Ausbilder rief: „Wunderbar! Majestät! Ihr habt ihn besiegt!“

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Kommentare

also ich finde die Geschichte toll,und kann mich gut hinein versetzen! weiter so!bin gespannt wie es weitergeht !