Die Messe - Parcival

Das ist der erste Teil einer dreiteiligen Serie aus locker zusammen hängenden Kurzgeschichten. Viel Spaß beim Lesen! 

 

Animal Planet

Dies ist das Jahr 2327. Vor über einem halben Jahrhundert landeten die ersten Siedler auf einem Planeten, der beinahe wie ein kleinerer Bruder der Erde wirkte. Neben der Größe unterschieden sich die Planeten nur dadurch, dass es auf diesem Planeten keine eigene Tierwelt gab.

Gleich nach der Erschließung des Planeten, den die Siedler “Animal Planet” tauften, verabschiedeten sie das “Allgemeingültige Petgesetz”, das dafür sorgte, dass Petplay nicht nur legal, sondern zum normalen und allgegenwärtigen Alltag des Planeten wurde.

Heute leben mehr als fünfzig Millionen Menschen auf dem Planeten. Viele von ihnen sind dort geboren worden, einige haben ihr gesamtes Leben dort verbracht. Blühende Städte und verschlafene Dörfer haben sich überall auf dem kleinen Kontinent entwickelt.

Nach dem Allgemeingültigen Petgesetz ist jeder Bürger des Planeten verpflichtet, Besitzer von mindestens einem eigenen Pet zu sein. Wer gegen das Gesetz verstößt oder sich freiwillig meldet, wird durch das Ministerium für Pets, Halter und Züchter (MPHZ) selbst in ein Pet verwandelt.

Einmal verwandelt, gibt es keinen Weg mehr zurück. Die Tierart und Rasse lässt sich nicht mehr ändern, eine Rückverwandlung ist ausgeschlossen. Gleichzeitig verliert das Pet alle seine Rechte und wird zum persönlichen Eigentum des neuen Besitzers, der es benutzen, vermieten oder verkaufen kann.

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Parcival

Nervös kaute Parcival auf der schweren Ledertrense herum. Sachte versuchte er den Kopf ein wenig zur Seite zu bewegen, doch die kurze Führleine seines Zaumzeugs war fest an einem silbernen Haken an der Wand befestigt, so dass er nicht besonders viel Spielraum hatte. Der Hengst gab ein unruhiges Schnauben von sich und verlagerte sein Gewicht von einem Huf auf den anderen. 

Dumpf drang die Stimme von der Bühne an seine Ohren. Nicht jedes Wort kam deutlich genug bei ihm an, um es zu verstehen, doch zumindest hatte er eine grobe Vorstellung davon, was dort passierte. Der Geschäftsführer von “Charisson Breeding Stables”, oder kurz “CBS”, hielt gerade einen Vortrag über sein noch recht junges Unternehmen. 
Parcival selbst gehörte CBS, seit er vor einem halben Jahr in ein Pferd verwandelt worden war. Es war sein eigener Fehler gewesen, dass ihn dieses Schicksal ereilt hatte, denn obwohl er bereits seit seinem fünfzehnten Lebensjahr auf Animal Planet lebte, hatte er die Umsetzung der Petgesetze unterschätzt. Nachdem er seine schulische Laufbahn abgeschlossen hatte, wäre es eigentlich seine Pflicht gewesen, sich als Besitzer eines Pets zu melden. Doch irgendwie hatte er sich nicht wirklich dafür interessiert, den Termin immer weiter aufgeschoben und war schließlich so weit über seine Frist gewesen, dass er selbst in ein Pet verwandelt worden war. 
Im Nachhinein bereute Parcival es, dass er derart leichtsinnig gewesen war. Allerdings hatte er schnell feststellen müssen, dass er nun nichts mehr daran ändern konnte. Einmal in ein Pet verwandelt, gab es keinen Weg mehr zurück. 

Parcival musste jedoch zugeben, dass ihm das Leben als Hengst bisher eigentlich ganz gut gefiel. Zwar trauerte er immer noch der Fähigkeit nach, menschliche Worte zu formulieren, und seine Hände benutzen zu können. Beides war durch die Verwandlung unterbunden worden. Seine Stimmbänder konnten nur noch wiehernde Laute produzieren und seine Arme waren fest auf seinem Rücken fixiert. Dazu kamen die Hufschuhe, die ihn in den ersten paar Wochen als Pferd vor einige Herausforderungen gestellt hatten. Doch schließlich hatte er sich daran genau so sehr gewöhnt, wie an seine schwarz gefärbte Haut und den Schweif, der seinem Steißbein entsprang. 
Mit CBS als Besitzer hatte er allerdings großes Glück gehabt. Zu seinen Pflichten gehörte lediglich ein tägliches leichtes Training, um in einer ansehnlichen Form zu bleiben. Darüber hinaus wurde er von dem Unternehmen äußerst regelmäßig als Zuchthengst eingesetzt. Häufig wurde er nur künstlich entsamt, doch seit seiner Verwandlung war noch keine Woche vergangen, in der er nicht mindestens eine Stute besprungen hatte. Zumindest an diesen Aspekt seines neuen Lebens konnte man sich nun wirklich gewöhnen! 

Heute allerdings schien kein ganz normaler Tag zu sein. Bereits am Vorabend war er aus dem Stall geholt und mit einem Transporter an einen anderen Ort gebracht worden. Die Nacht hatte er in einem riesigen Stall verbracht. Die genaue Zahl kannte er nicht, doch er ging davon aus, dass alleine in dem Gebäudeteil, in dem er seine Box hatte, fünfzig Pferde untergebracht worden waren. Entsprechend war die Nacht nicht gerade ruhig gewesen. 
Natürlich hatte Parcival nicht lange gebraucht, um aus den Gesprächen der Menschen herauszuhören, dass er sich auf einer großen Pferdemesse befand. Es war eines dieser Events, das nur einmal im Jahr stattfand und nicht nur in der Szene der Pferdebesitzer, sondern auch bei der eigentlich unbeteiligten Bevölkerung einiges an Aufmerksamkeit erregte. 

Jetzt befand er sich jedoch nicht mehr im Stall, sondern direkt in der gewaltigen Messehalle. Genau genommen nur ein paar Meter hinter der großen Bühne, die für Vorträge, Präsentationen und Veranstaltungen aller Art genutzt wurde. 
Den etwas undeutlich klingenden Worten des Geschäftsführers konnte Parcival entnehmen, dass CBS die Messe nutzte, um sich dem breiten Publikum vorzustellen. Was für eine Rolle er dabei spielen würde, war ihm noch nicht ganz klar. Das er jedoch nur wenige Minuten zuvor einen Zuckerwürfel in den Mund gestopft bekommen hatte, ließ eine bestimmte Vermutung in seinen Gedanken heranreifen. Sollte er etwa eine Präsentation über den … Geschäftsbereich der Charisson Breeding Stables zum Besten geben? 

Wie viele Personen mochten sich auf der anderen Seite der Bühne aufhalten und den Worten des Geschäftsführers lauschen? Parcival hatte in den Jahren vor seiner Verwandlung nie die Gelegenheit genutzt, um eine derartige Veranstaltung wie diese Messe zu besuchen. Daher war er sich nicht ganz sicher, in welcher Größenordnung er sich das Publikum vorstellen musste. Waren es nur ein paar einzelne Personen, die sich auf den Stühlen eine kleine Verschnaufpause von vielen Messeständen gönnten? Oder wartete dort eine richtige Menschenmenge darauf, ihn in Aktion zu erleben? 

Obwohl Parcival seine Rolle als Zuchthengst generell sehr genoss, empfand er den Gedanken, einen derart öffentlichen Akt zu begehen, als äußerst unangenehm. Er konnte sich nicht vorstellen, vor einem großen Publikum hinter eine Stute zu treten und sie zu besamen. Drucksituationen waren noch nie seine Stärke gewesen, und normalerweise ging er ihnen so gut es irgendwie möglich war aus dem Weg. 
Erneut zog er austestend an seinem Zaumzeug. Die Leine war nur mit einer einfachen Schlaufe durch den Haken an der Wand gezogen worden, doch das reichte bereits aus, um ihn sicher an Ort und Stelle zu fixieren. Seine Hände konnte er nicht benutzen, um die Lasche zu öffnen, und die Trense zwischen seinen Zähnen nahm ihm die einzige noch verbleibende Möglichkeit. Dieses Mal würde er wohl keine Chance haben, der Situation zu entkommen. 

Eine leicht gestresst wirkende Frau mit schulterlangen, schwarzen Haaren tauchte neben ihm auf. Sie trug eine Jeans sowie ein Polohemd in den blauen Firmenfarben von CBS. Mit schon fast provozierender Einfachheit löste sie die Führleine von der Wand und zog einmal etwas kräftiger darum, als ob sie damit die Aufmerksamkeit des Hengstes auf sich lenken wollte. 
“So, dein Auftritt kommt gleich”, kündigte sie an und schaute ihm für einen Moment in die Augen. “Mach keinen Blödsinn, konzentrier dich auf deine Aufgabe. Verstanden?” Ihre Stimmlage ließ keinen Zweifel daran, dass sie keinerlei Abweichungen von ihrem Plan akzeptieren würde - wie auch immer dieser genau aussah. 
Parcival nickte sachte mit dem Kopf und gab ein leichtes, etwas ängstlich klingendes Schnauben von sich. 
“Gut so”, lobte die Frau. Rasch warf sie einen Blick auf ihre Armbanduhr. “20 Minuten, seit du den Zucker bekommen hast. Gut, die Wirkung sollte jeden Moment durchschlagen…” 
In seinen Körper hinein lauschend spürte Parcival zwar das sanfte, aber nachdrückliche Gefühl seiner ansteigenden Lust, die durch den Zuckerwürfel angefacht wurde. Zugleich war er jedoch so aufgeregt und nervös, dass er sich nicht sicher war, ob die Erregung tatsächlich ausreichen würde, um eine Stute zu decken. Die Frau jedoch schien daran überhaupt keine Zweifel zu haben. 

Parcival musste noch ungefähr eine Minute warten, dann hörte er, wie der Geschäftsführer lautstark seinen Namen rief. Die Frau setzte sich in Bewegung, die kurze Führleine fest in der Hand haltend, und führte ihn um eine kleine Mauer herum auf die Bühne. 

Der Hengst erkannte schnell, dass er die Menge dann doch recht deutlich unterschätzt hatte. Etwas geblendet vom hellen Licht der Bühnenbeleuchtung kniff er die Augen etwas zusammen. Doch als er sie wieder öffnete, glitt sein Blick über das Publikum. In breiten Reihen von ungefähr 15 Stühlen starrten ihm Augenpaare entgegen. Auch wenn er auf die Schnelle nicht dazu in der Lage war, sie zu zählen, war er sich sicher, dass er vor mehreren hundert Menschen stehen musste. Ein verhaltener Applaus brandete ihm entgegen, als er von der Frau zum Geschäftsführer geführt wurde. 

“Hier haben wir ein wunderbares Beispiel für einen unseren jungen Zuchthengste!”, verkündete der Mann, als Parcival neben ihm stehen geblieben war. Er drehte sich halb zu dem Pferd um, während er in das Mikrofon sprach: “Dieser Hannoveraner ist mit gerade einmal 18 Jahren der jüngste Hengst in unserem Stall. Bitte beachten Sie den wunderbaren Körperbau, die breiten Schultern und die wachen Augen des Tieres.” 
Er machte eine kurze Pause, um seinen Zuschauern die Gelegenheit zu bieten, das Tier zu betrachten. “Wir von CBS setzen im Gegensatz zu unserer Konkurrenz nicht ausschließlich auf hochpreisige Wettkampfpferde, sondern konzentrieren uns bei der Auswahl der Hengste insbesondere auf das Exterieur und die generelle Leistungsfähigkeit von Nachwuchshengsten. Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass der Nachwuchs allen Anforderungen entspricht - ohne dabei mehr zu kosten, als Sie jemals mit ihnen einnehmen werden.” 

Parcival gab sich mühe, einigermaßen ruhig und gleichmäßig zu atmen. Es war ihm noch immer sehr unangenehm, auf dieser Bühne präsentiert zu werden. Auch die Art und Weise, wie über ihn gesprochen wurde, hatte nicht nur etwas sehr erniedrigendes, sondern war ihm gleichzeitig auch peinlich. Am liebsten wäre er sofort wieder von der Bühne verschwunden, doch er wusste ganz genau, dass ein Versuch nicht nur keine guten Erfolgsaussichten hatte, sondern sicherlich auch unschöne Konsequenzen mit sich bringen würde. 
Er gab sich mühe, nicht mehr den Worten des Geschäftsführers zu lauschen, sondern sich ein wenig abzulenken. Sein Blick glitt langsam über das Publikum. Es waren ganz unterschiedliche Menschen, die sich dort zusammen gefunden hatten. Einigen konnte man recht problemlos ansehen, dass sie in der Branche arbeiteten, entweder selbst in einem Zuchtstall, oder als Eigentümer von erfolgreichen Pferden, die in der Zucht eingesetzt werden sollten. Andere wiederum wirkten so, als ob sie eher zufällig bei diesem Beitrag gelandet waren. So entdeckte er einige junge Männer und Frauen, die kaum älter sein konnten, als er selbst. 
Etwas beunruhigt suchte er die Reihen ab, ehe er erleichtert feststellte, dass sich kein ihm bekanntes Gesicht darunter befand. Auch, wenn er seit seiner Verwandlung nicht unbedingt leicht zu erkennen sein mochte, konnte er doch gut darauf verzichten, hier auf ehemalige Klassenkameraden oder Nachbarn zu treffen. 

“Unser Zuchtprogramm ist, wie bereits eingangs erwähnt, sehr vielfältig. Egal, ob es darum geht, den Nachwuchs Ihrer eigenen Stute zu erzeugen, oder ob Sie eine Investition für Ihre Zukunft oder die Ihrer Kinder wünschen und eine unserer eigenen Stuten für die Zucht auswählen, wir erfüllen Ihnen jeden Wunsch. Wir…” 
Da er den Vortrag über CBS nicht zum ersten Mal hörte, gelang es Parcival, seine Gedanken weiter auf etwas anderes zu richten. Sein Blick haftet auf einer jungen blonden Frau in der dritten Reihe, die dem Vortrag äußerst gebannt lauschte. Obwohl ihr Blick ununterbrochen auf seinen Körper gerichtet war, schien sie dem Geschäftsführer regelrecht an den Lippen zu hängen. 
Parcival betrachtete die Frau mit einer Spur Neugierde. Stumm fragte er sich, weshalb sie wohl diesem Vortrag lauschte. Hatte sie vor, ein Fohlen züchten zu lassen? Es war ein neuer Trend, dass man vor der Familiengründung dafür sorgte, dass für den eigenen Nachwuchs bei Erreichen der Volljährigkeit ein Pet bereit stand. Tatsächlich waren derartige Geburtstagsgeschenke eine der größten Auftragsquellen für CBS. Doch die blonde Frau machte nicht den Eindruck, als ob sie die eigene Familienplanung bereits derart detailliert plante. 
Unwillkürlich kam Parcival der Gedanke, dass die Frau möglichweise daran interessiert sein könnte, selbst zu einer Stute zu werden, den Platz auf dem Zuchtbock einzunehmen und sich von den Hengsten bespringen zu lassen. Natürlich wäre das nur möglich, wenn sie sich zuvor in eine Stute verwandeln ließ, doch soweit er es erkennen konnte, würde sie sicherlich ein sehr hübsches Tier abgeben… 

Parcival erwischte sich dabei, wie er sich bildhaft vorstellte, hinter der Blondine zu stehen und sie zu besamen. Fast schon verärgert über sich selbst verscheuchte er die Vorstellung aus seinen Gedanken. Wie konnte er nur an so etwas denken, während er vor derart vielen Menschen stand? 
Doch Parcival musste rasch einsehen, dass es ihm äußerst schwer fiel, seine Gedanken auf ein anderes Thema zu lenken. Immer wieder kehrten sie zurück zu der Blondine, zu dem Zuchtbock oder zu der letzten Stute, die er nur drei Tage zuvor besamt hatte. 
Stumm fluchend spürte er, wie sich seine Gedanken nun auch zunehmend auf seinen Körper auswirkten. Ohne, dass er etwas dagegen unternehmen konnte, schwoll sein Glied langsam aber unaufhörlich an. Zuerst hing es noch entspannt herunter, doch sobald es eine gewisse Größe erreicht hatte, richtete es sich auf, bis es stolz in die Höhe ragte. 

Der Hengst verfluchte die Wirkung des Zuckers, die nicht nur seine Gedanken manipulierte, sondern auch die Kontrolle über seinen Körper übernahm. Im Verlauf des letzten halben Jahres hatte er diese Erfahrung so oft gemacht, dass er genau wusste, dass Wiederstand von diesem Punkt an keinen Sinn mehr hatte. Schon jetzt fiel es ihm schwer, einen wirklich klaren Gedanken zu fassen, und in wenigen Minuten würden seine Triebe vollständig die Kontrolle über ihn übernommen haben. 

“So meine Damen und Herren, ich denke ich konnte Ihnen in den letzten Minuten eine Vorstellung davon vermitteln, was die Charisson Breeding Stables Ihnen bieten. Doch nichts bleibt besser im Gedächtnis, als eine direkte Vorführung unserer Dienstleistungen!”, erklärte der Geschäftsführer und hatte damit das Ende seiner Präsentation erreicht. 
“Ich möchte Sie daher noch einmal kurz um Ihre Aufmerksamkeit bitten. Unser Parcival hier wird Ihnen jetzt demonstrieren, wie die Gewinnung von Samen zur künstlichen Befruchtung bei CBS durchgeführt wird. Selbstverständlich versenden wir unsere Produkte auf dem gesamten Planeten!” 

Ein sanfter Zug an der Führleine bedeutete Parcival, sich in Bewegung zu setzen. Wieder war es die Frau, die ihn nun in einem weiten Bogen über die Bühne führte. Als wollte sie noch einmal dafür sorgen, dass auch jeder einen guten Blick auf den Rappen erhaschen konnte, dirigierte sie ihn einmal der Länge nach über die Bühne. 
In der Zwischenzeit hatte sich der Geschäftsführer neben einem großen Objekt platziert, das durch ein weites, schwarzes Tuch vor neugierigen Blick geschützt war. Erst, als Parcival auf ihn zu geführt wurde, zog er die Abdeckung mit einer schwungvollen Bewegung zur Seite. 

Der Hengst spürte eine sanfte Welle der Enttäuschung, als er entdeckte, was sich unter dem Tuch verborgen hatte. Anders, als er zuerst gehofft hatte, war es keine Stute, die über einen Zuchtbock lag und auf ihn wartete. Stattdessen handelte es sich um eine so genannte falsche Stute. Der Aufbau entsprach grundsätzlich einem normalen Zuchtbock, also einer springbockartigen Auflage, die auf vier leicht schräg angebrachten Beinen stand und sich damit etwa auf Hüfthöhe befand. Was jedoch fehlte, war die Stute. Statt ihres reizenden Hinterns entdeckte Parcival nur eine Öffnung am Ende der ledernen Auflage. 

Das Fehlen der Stute änderte jedoch nichts daran, dass der Rappe vor den Bock geführt wurde. Der Zug an der Führleine ließ erst nach, als er nur noch einen halben Meter von der Stirnseite des Geräts entfernt stand. Dort, wo sich die Öffnung befand, war die weiche Nachbildung einer Scheide angebracht. Einzig die Öffnung war zu erkennen, der Rest verschwand im Inneren der langgezogenen Auflage. Sie schimmerte leicht im Licht der Scheinwerfer, so dass der Hengst ganz richtig vermutete, dass sie bereits mit ausreichend Gleitgel für ihn vorbereitet worden war. 

Trotz seiner leichten Enttäuschung und dem unangenehmen Gefühl, beobachtet zu werden, verspürte Parcival dennoch eine drängende Lust. Für einen Moment lang war er hin und hergerissen, ob er sich nun dafür schämen sollte, wie er hier vorgeführt wurde. Nackt, gefesselt, und vor einer großen Zuschauermenge sollte er eine künstliche Stute besteigen. 
Unter normalen Umständen wäre das wohl ein Szenario gewesen, bei dem Parcival alles andere als erregt gewesen wäre. Doch der Zucker in seinem Blut sorgte dafür, dass er seine Umgebung mehr und mehr ausblendete. Mit einem hart aufgerichteten Glied strebte er auf die falsche Stute zu, einzig darauf aus, seine Gier zu befriedigen. 

“Wie Sie sehen können, sind unsere Hengste ausgesprochen gut trainiert”, befand der Geschäftsführer. Er stand seitlich zum Zuchtbock, so dass er den Kopf leicht zur Menge drehen konnte. 

Parcival spürte, wie der Wiederstand der Führleine nachließ. Die Frau neben ihm ging einen halben Schritt nach vorne, als wollte sie ihm signalisieren, dass er es ihr gleich tun sollte. 
Der Hengst zögerte ein letztes Mal. Er wusste genau, dass es für ihn kein Zurück mehr geben würde, wenn er die falsche Stute erst einmal erreicht hatte. Doch auch jetzt war die Wirkung des Zuckers bereits so stark, dass er den Wunsch, sich an der falschen Stute zu befriedigen, kaum noch unterdrücken konnte. 

Langsam hob Parcival sein linkes Bein an, setzte es einen Schritt nach vorne und trat damit unmittelbar vor den Bock. Die Spitze seines aufgerichteten Gliedes stieß gegen das weiche Material der nachgebildeten Scheide. Das dabei entstehende Gefühl ließ das Pferd sanft erschaudern. 
Im nächsten Moment griff die Frau mit der freien Hand nach seinem Glied. Kurz umschlossen ihre Finger seinen Schaft, drückten ihn in die richtige Richtung und dirigierten seine Eichel dadurch an die feuchte Öffnung der falschen Stute. 

Parcival war längst im Griff seiner Lust. Ohne einen weiteren Gedanken an die vielen Zuschauer, die Demütigung, vor aller Augen eine Nachbildung zu bespringen oder die unnatürliche Kühle der falschen Stute zu verschwenden, drückte er seine Hüfte nach vorne. 
Der Hengst hielt den Atem an, als seine Eichel das weiche Material auseinander schob und langsam in der feuchten Grotte verschwand. Seinen rechten Huf etwas nach vorne schiebend, verlagerte er sein Gewicht und ließ seinen Schaft nachfolgen. 
Die Frau löste die Finger von seinem Glied, das langsam aber schließlich vollständig in der falschen Stute verschwand. Parcival schloss für einen Moment die Augen und stöhnte genüsslich. Obwohl er nicht hinter einer echten Stute stand, fühlte es sich dennoch fast genau so an. Sein Glied wurde von etwas Feuchtem und Weichen umschlossen, und wenn es nur etwas wärmer gewesen wäre, hätte er fast keinen Unterschied feststellen können. 

Einmal tief ausatmend genoss Parcival das Gefühl. Kraftvoll schmiegte er seine Hüfte an die schmale Seite des Bocks. Während sein Glied von dem weichen Material umschlossen wurde, spürte er das kühle Leder der Auflage an seinem Bauch. Es war ein wenig irritierend, jedoch nicht so sehr, dass es ihn großartig störte. 
Nachdem er einige Sekunden ruhig verharrt hatte, begann der Hengst nun, seine Hüfte langsam vor und zurück zu bewegen. Deutlich konnte er spüren, wie sein Glied von den leicht geriffelten Innenwänden massiert wurde. Es war ein überaus angenehmes, stark reizendes Gefühl, das auch den letzten Rest von Scham und Zweifel aus seinen Gedanken vertrieb. 

Während sein Schweif im Takt seiner Bewegungen hin und her pendelte, stieg Parcivals Erregung noch weiter an. Mit jedem Stoß wurde das Gefühl intensiver. Inzwischen recht kraftvoll trieb er seine Hüfte gegen die falsche Stute. Sein Glied drang immer wieder vollständig in die Nachbildung ein, und erst wenn er das weiche Material der nachgebildeten Schamlippen an seiner Hüfte spürte, bewegte er sich wieder in die andere Richtung. Die Lippen ein wenig von der Trense lösend atmete er ein paar Mal tief durch. Dass dabei ein wenig Speichel an seinem Kinn herunter lief, störte ihn nicht. Daran hatte er sich in den letzten Monaten bereits gewöhnt. 

Der Hengst ahnte, dass die Zuschauer ihn äußerst aufmerksam beobachteten. Es war schon fast so, dass er ihre Blicke auf seinem Körper spüren konnte, doch er kümmerte sich nicht weiter darum. Für den Moment schaffte er es, seine Umgebung fast vollständig auszublenden. So nahm er auch nur am Rande wahr, dass der Geschäftsführer seine Handlungen noch immer kommentierte:
“Wie ich Ihnen versprochen habe, sind alle unsere Hengste in einer beindruckenden körperlichen Verfassung. Somit können wir Ihnen nicht nur versprechen, dass Ihre Stuten einen gesunden und den jeweiligen Rassekriterien entsprechenden Nachwuchs empfangen werden, sondern auch, dass es für Ihre Lieblinge ein ganz besonderes Erlebnis sein wird.” 

Unbeeindruckt von dem Marketinggerede des Geschäftsführers konzentrierte sich Parcival weiter auf die falsche Stute. Immer wieder entfuhr ihm ein leises Stöhnen oder er schnaubte aufgebracht, wenn er sein Glied erneut tief in die weiche Nachbildung eindringen ließ. Inzwischen war seine Lust so groß, dass er seine Bewegungen nicht mehr bewusst steuerte. Sein Körper bewegte sich wie von alleine, als ob dieses Verhalten so tief in seinem Wesen verwurzelt war, dass es dafür kein Gehirn benötigte. 
Unwillkürlich spannte Parcival sein Becken an. Deutlich schneller als zuvor ließ er seine Hüfte vor und zurück schnellen, saugte das betörende Gefühl regelrecht in sich auf. Mit jeder weiteren Bewegung wurde er wilder, bis er den Punkt überschritten hatte, von dem aus er sich noch hätte bremsen können.
Noch ein letztes Mal holte der Hengst aus, trieb sein Glied fest in die falsche Stute und presste sich gegen die lederne Auflage. Ihm entfuhr ein durch die Trense etwas dumpf klingendes Wiehern. Sein gesamter Körper spannte sich an, und im gleichen Moment fing sein weich umschlossenes Glied an, zu pulsieren. 
Den Kopf in den Nacken gelegt und die Augen geschlossen kostete Parcival den Orgasmus aus, der durch seinen Körper jagte. Es war ein unglaubliches, erlösendes und zugleich zutiefst entspannendes Gefühl. In mehreren Schüben wurden seine Samen in die falsche Stute gespritzt, und dem Murmeln des Publikums zufolge war auch den Zuschauern der Höhepunkt des Hengstes nicht entgangen. 

“Selbstverständlich gibt es bei uns eine Erfolgsgarantie. Sollten wir den richtigen Zeitpunkt verpassen, so dass Ihre Stute nicht aufnimmt, führen wir weitere Deckvorgänge durch, bis das gewünschte Ergebnis eintrifft. Selbstverständlich entstehen dabei für Sie keinerlei Kosten. Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass wir von dieser Option nur äußerst selten gebrauch machen müssen”, versprach der Geschäftsführer fröhlich.

Parcivals Brust hob und senkte sich heftig. Nur langsam klang der Orgasmus ab. Seine Beine fühlten sich leicht verkrampft an, so dass er sich etwas ungelenk von der falschen Stute löste. Langsam glitt sein noch festes Glied aus der Nachbildung heraus. Ein paar Tropfen weißer Samen folgten ihm und rannen an der weichen Oberfläche hinab, doch der Großteil blieb an dem Ort, an dem er sein sollte. 

Die Frau führte ihn mit locker gehaltener Führleine halb um den Bock herum. Ungefähr auf der Hälfte der Längsseite blieb sie stehen, öffnete eine kleine Luke und förderte nach wenigen Sekunden eine kleine, bereits verschlossene Ampulle zu Tage. Sie war mit einer milchig weißen Flüssigkeit gefüllt, die zweifelsfrei das Resultat von Parcivals Orgasmus war. 

Der Hengst folgte der Frau über die Bühne, bis sie neben dem Geschäftsführer angekommen waren. Dort nahm der Mann die kleine Ampulle entgegen, warf einen kurzen Blick darauf und hielt sie anschließend in die Höhe, so dass auch das Publikum einen Blick darauf werfen konnte. “Das ist Qualitätswahre, wie sie zu diesem Preis nur Charisson Breeding Stables liefern kann! Wir reagieren umgehend auf Bestellungen und liefern Samen ausschließlich am Tag der Gewinnung aus. Bei uns erhalten Sie keine Lagerware!” 
Parcival, dessen Erregung allmählich abklang, spürte, wie ihm die Hitze ins Gesicht stieg. Jetzt, wo er nicht mehr derart stark unter der Wirkung des Zuckers stand, war er wieder dazu in der Lage, seine Handlungen zu reflektieren. Erneut wurde ihm die große Anzahl der Zuschauer bewusst. Sie alle hatten gerade dabei zugesehen, wie er sich an der falschen Stute befriedigt hatte! Und nun wurden seine Samen auch noch vor aller Augen präsentiert! 

Mit rauschenden Ohren stand der Rappe auf der Bühne. Kurz verharrte sein Blick auf der blonden Frau, die ihm bereits zuvor aufgefallen war. Wenn er sich nicht sehr täuscht, wirkten ihre Augen ein wenig glasig und ihre Wangen ein wenig gerötet. Offenbar hatte ihr die Demonstration ziemlich gut gefallen. 
Als die Präsentation der Firma schließlich abgeschlossen war, klatschten die Zuschauer kurz zum Applaus. In diesem Moment wäre Parcival am liebsten im Boden versunken. Obwohl er seit seiner Verwandlung in ein Pferd einige entwürdigende Situationen erlebt hatte, konnte er sich nicht daran erinnern, jemals derart vorgeführt worden zu sein. Jedenfalls würde er zweifelsfrei froh sein, wenn er wieder zurück in seinem Stall war. 

Doch nachdem der Beifall schließlich verklungen war, erhoben sich die Zuschauer und verstreuten sich in recht kurzer Zeit wieder über das Messegelände. Und auch Parcivals Auftritt war nun offenbar beendet. An der Führleine wurde er von der Bühne geführt.
“Ich denke das war gute Werbung”, meinte die Frau. 
Der Geschäftsführer machte ebenfalls einen zufriedenen Eindruck. Lächelnd erwiderte er: “Ja, das sehe ich auch so. Das Publikum wirkte auf jeden Fall sehr aufmerksam. Es würde mich wundern, wenn wir in den nächsten Tagen nicht ein paar zusätzliche Anfragen erhalten sollten.” 
“Davon bin ich überzeugt. Und ich schätze auch, dass unser Parcival hier besonders viel Interesse bekommen sollte.” Sie blieb kurz stehen, so dass der Hengst zu ihr aufschloss, und tatschälte seine Flanke. “Das hast du sehr gut gemacht, mein Kleiner.” 
Parcival gab sich Mühe, die Lippen trotz der sperrigen Trense zu einem Lächeln zu verziehen. Er fühlte sich noch immer beschämt, auch wenn es jetzt, wo er nicht mehr auf der Bühne stand, allmählich besser wurde. Die körperliche Entspannung glich das unangenehme Gefühl ein wenig aus, und wenn er gleich zurück in seiner Box war, würde er das Erlebte vermutlich gar nicht mehr als so sonderlich schlimm empfinden. Vielleicht hatten die Beiden ja Recht, und diese kleine Showeinlage führte dazu, dass er in den kommenden Wochen ein paar zusätzliche Runden einlegen durfte. Dann aber nach Möglichkeit nicht wieder mit falschen, sondern mit echte Stuten.

 

 

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Kommentare

Parcival hats doch eigentlich gut getroffen mit CBS als Besitzer. Er darf regelmässig echte Stuten bespringen und regelmässig auf einer falschen Stute seinen Samen abgeben