Hasi

 

Endlich zu Hause! Seufzend schloss Marcel die Wohnungstür auf, zog die Schuhe aus und stellte die schweren Einkaufstüten in den Flur. Wenigstens war er heute nicht dran mit kochen.

Er schloss die Tür hinter sich und hängte seine Jacke auf.

„Marcel? Bist du's?“, rief sein Mitbewohner aus dem Zimmer am anderen Ende des Flurs.

„Nee Stefan,“ rief er zurück, „ich bin ein Einbrecher der mir den Schlüssel geklaut hat.“

„Sehr witzig du Arsch,“ motzte Stefan. „Ich brauch deine Hilfe, aber du darfst nicht reinkommen!“

„Hatte ich eh nicht vor.“ Marcel trug die Tüten in die Küche und begann, die Einkäufe einzuräumen. Stefan war begeistertes Mitglied im Theaterverein, und sein ganzes Zimmer war vollgestopft mit Kostümen, Masken und Dekogegenständen. Furchtbar creepy. Marcel vermied es wann immer möglich, das Zimmer seines Mitbewohners zu betreten. Von daher kam ihm diese Auflage sehr entgegen.

„Nein du Arsch,“ rief Stefan ihm frustriert nach, „ich meinte du darfst nicht reinkommen, ehe du versprichst, nicht zu lachen!“

Jetzt horchte Marcel auf. Das klang interessant.

„Wie soll ich das denn versprechen?“, wandte er ein. „Lachen ist eine natürliche Spontanreaktion, das kann ich nicht kontrollieren.“

„Du sollst keine verdammte Psychologievorlesung halten, sondern mir helfen, verdammte Scheisse!“

„Das sind drei Euro fürs Fluchen-Sparschwein,“ kommentierte Marcel trocken. Er verstaute das Gemüse im Kühlschrank und ging zurück in den Flur. „Also soll ich jetzt reinkommen oder nicht? Worum geht’s eigentlich?“

„Ja verdammt! Komm halt her. Aber lach nicht!“

Die Tür zu Stefans Zimmer war nur angelehnt. Marcel drückte sie vorsichtig auf und trat ein.

 

Es dauerte geschlagene fünf Minuten, bis er sich von seinem Lachkrampf genug erholt hatte, um sich wieder aufrecht hinsetzen zu können.

„Arschloch,“ fauchte Stefan mit hochrotem Kopf, „ich hab gesagt du sollst nicht lachen!“

Marcel wischte sich die Lachtränen aus dem Gesicht und holte tief Luft um sich zu sammeln. „Sorry..“ Dann brach er wieder in Kichern aus. „Ich kann nicht,“ prustete er, „hast du beim Playboy angeheuert?“

Stefan wurde noch roter. „Das ist fürs Theater, Mann,“ sagte er peinlich berührt.

Marcel grinste. „Na klar, Hasi.“

So langsam beruhigte er sich wieder, und konnte die Situation seines Mitbewohners gebührend bewundern. Stefan hatte tatsächlich irgendwo ein Hasenkostüm aufgetrieben. Allerdings ein sehr knappes, denn es bestand nur aus vier Teilen: Ein schwarzer Slip mit weissem Plüschpuschel hinten, Hasenohren auf dem Kopf (die allerdings ziemlich schief sassen), und Hasenpfoten an beiden Händen. Der ganze Rest seines Körpers war nackt. Oder zumindest fast. Denn die Pfotenhandschuhe waren mit Schnallen verschlossen, und über einen Metallring mit breiten Ledermanschetten an den Fussgelenken verbunden. So lag er hilflos auf seinem Bett, die Hände und Füsse sehr effektiv auf seinen Rücken gefesselt, und konnte sich nur ein bisschen zur Seite rollen.

„Sehr witzig,“ fauchte Stefan. „Jetzt hilf mir raus. Ich muss dringend aufs Klo!“

Marcel setzte sich grinsend zu ihm auf die Bettkante. Er zupfte probeweise an einem Handschuh, aber der sass bombenfest. „Wie bist du da überhaupt alleine reingekommen?“

Stefan seufzte. „Ich hab die letzte Schnalle mit den Zähnen zugezogen. Aber irgendwas ist verrutscht und hat sich verkeilt. Ich komm nicht mehr ran. Also?“

Marcel überlegte. Es geschah nicht oft, dass er sich seinem Mitbewohner überlegen fühlte. Irgendwie musste er aus der Situation was rausschlagen. „In Ordnung, ich befreie dich,“ sagte er langsam, „aber für einen Preis.“

„Boah!“ Stefan liess genervt den Kopf aufs Bett fallen. „Arschloch. Okay, was willst du? Geld? Freikarten? Einen Blowjob? Egal was, aber mach hinne!“

„Huh.“ Eigentlich hatte Marcel an Gegenleistungen der Grössenordnung 'zwei Wochen den Abwasch machen' gedacht. Aber das? „Einen Blowjob? Du würdest mir wirklich einen blasen dafür?“

„Was? Das war doch nur..“ Stefan bemerkte Marcels Blick und schluckte. „Oh shit, du willst echt einen?“

Bis zu diesem Moment hätte Marcel diese Frage eindeutig mit 'nein' beantwortet. Aber irgendwas in ihm genoss die Situation. Also warum nicht? Immerhin war es nicht seine Idee gewesen. Er verschränkte die Arme und nickte. „Wenn du mir das schon so verzweifelt anbietest, klar. Und einen Wunsch frei.“

„UND einen Wunsch frei? Du hast doch den Arsch offen..!“

Marcel stand auf und wandte sich zur Tür. „Dann eben nicht. Wie du willst.“

„Nein, shit, bleib hier!“, rief Stefan erschrocken. „Okay, ein Blowjob und einen Wunsch frei. Aber mach mich los!“

„Geht doch,“ sagte Marcel zufrieden, und drehte sich wieder um. Er setzte sich ans Kopfende des Bettes, direkt vor Stefans Kopf, und machte seine Hose auf.

„Ja Mann, gleich,“ murrte Stefan und zerrte an seinen Fesseln, „aber mach mich erst los! Ich muss echt aufs Klo!“

Marcel schüttelte den Kopf. „Das kenn' ich schon, erst grosse Versprechen, und dann kommt doch nix. Nene, jetzt lieferst du zuerst, bevor ich etwas mache!“

„Was?“, rief Stefan empört, „so ein Scheiss, ich.. -“

Weiter kam er nicht, Marcel klatschte ihm nicht gerade sanft seine Hand an die Wange. „Je schneller du anfängst, desto schneller kannst du aufs Klo!“

„Du bist echt ein Arschloch,“ sagte Stefan fassungslos.

Marcel nickte. Genau dasselbe hatte er schon ziemlich häufig von seinem Mitbewohner gedacht, wenn dieser sein dreckiges Geschirr rumstehen liess, wochenlang den Putzplan ignorierte, oder nachts um zwei laut irgendwelche Theaterszenen probte. Es war sehr befriedigend, ihn mal so völlig in der Hand zu haben, nachdem alles reden nichts genützt hatte.

„Er lutscht sich nicht von alleine, Stefan. Willst du jetzt aufs Klo oder nicht?“

Stefan schluckte. Aber er sagte nichts mehr, sondern rutschte auf dem Bett ein bisschen nach vorne, bis sein Gesicht direkt in Marcels Schoss lag.

Marcel spürte den warmen Atem seines Mitbewohners an seinem Penis. Fast hätte er einen Rückzieher gemacht. Es war schon eine ziemlich seltsame Situation, nicht zuletzt weil gegenüber vom Bett eine Maske mit einer riesigen Knollennase und knallroten Lippen hing, und ihn anstarrte. Aber hey, das mit dem Blowjob war nicht seine Idee gewesen, ermahnte er sich. Und wenn er jetzt abbrach, dann würde Stefan ihn wahrscheinlich in Zukunft noch weniger ernst nehmen. Er spürte wie eine feuchte, warme Zunge über seine Haut glitt und hätte fast aufgestöhnt. Sein letzter Blowjob war viel zu lange her. Er schloss die Augen um die grässliche Zimmerdeko nicht mehr sehen zu müssen, und lehnte sich nach hinten an die Wand. Das mindeste was er machen konnte, war, das Ganze zumindest zu geniessen!

Stefan leckte noch ein bisschen weiter an ihm herum, dann umfing mit den Lippen seine Eichel und lutschte ihn tiefer in seinen Mund. Diesmal stöhnte Marcel wirklich auf.

Durch die Position und die Fesseln hatte Stefan nicht viel Bewegungsfreiheit. Aber er bemühte sich trotzdem, den Kopf auf und ab zu bewegen, und Marcel Schwanz ordentlich zu lutschen.

Marcel spürte wie sein Unterleib erregt pulsierte und seinen Schwanz anschwellen liess.

Stefan nahm ihn tief in den Mund auf und umspielte mit der Zunge Marcels Eier und den Schaft.

„Oh wow..“ hauchte Marcel.

Stefan gab ein Grunzen von sich und lutschte weiter.

Bei seinen Kopfbewegungen wippten die schief sitzenden Hasenohren ständig auf und ab. Mehrmals schüttelte Stefan genervt den Kopf, weil sie ihm über die Augen fielen.

Marcel zog ihm den Haarreif vom Kopf und legte ihn zur Seite. Seine Finger gruben sich in Stefans Haare und griffen schmerzhaft zu, je stärker sich seine Erregung steigerte.

Seine Hüften bewegten sich im Takt von Stefans auf und ab Bewegungen und stiessen ihm seinen Schwanz tiefer in den Mund.

Kurz bevor Marcel kam, riss er Stefan an den Haaren von sich weg, und wichste sich stöhnend zum Höhepunkt. Sein Erguss landete auf Stefans Haaren und im Gesicht und er verzog angewidert den Mund. Marcel grinste und schmierte ihm den Rest auch noch auf die Wange.

„Wow!“, sagte er dann etwas atemlos. „Nicht schlecht. Das war nicht das erste Mal, dass du einen Schwanz lutscht, oder?“

Stefan wandte errötend den Blick ab und knurrte: „Fresse.“

Marcel nahm den Haarreif mit den Hasenohren und setzte ihn Stefan wieder auf – jetzt sass er gerade. „Du mich auch. Hasi.“

Stefan sah ihn wütend an. „Jetzt mach mich endlich los!“

„Jaja, kein Stress.“ Marcel beugte sich nach vorne über Stefan drüber, und löste die beiden Ketten, die die Fussgelenke mit dem grossen Ring verbanden.

„Uff!“, machte Stefan erleichtert, als seine Füsse endlich wieder frei waren und aufs Bett plumpsten.

Marcel lehnte sich wieder zurück und sah abwartend auf seinen spermaverschmierten, immer noch halb gefesselten Mitbewohner hinunter. „Na dann. Du wolltest aufs Klo?“

„Das geht ja wohl schlecht mit gefesselten Händen!?“, motzte Stefan, und schüttelte demonstrativ die Hände, sodass die Ketten am Ring klimperten. „Lass die Spielchen, Mann! Mach mich ganz los!“

Marcel verschränkte die Arme. „Musst du pinkeln, oder mehr?“

Stefan sah fassungslos zu ihm hoch. „Was soll der Scheiss? Ich muss nur pissen, aber ich hab nicht vor, das gefesselt zu tun!“

„Tja, dann wirst du dich wohl alleine befreien müssen.“ Marcel schubste Stefan mit einem Fuss Richtung Bettkante. „Ich hab nur gesagt, dass ich dich losmache damit du aufs Klo gehen kannst. Und das kannst du. Also los.“

„Du Arschloch!“

Marcel grinste nur. Schliesslich verstand Stefan, dass er es ernst meinte. Unbeholfen zog er die Knie unter sich und rollte sich in gekrümmter Haltung zur Seite, um dann wackelig aufzustehen.

„Waaaarte,“ sagte Marcel plötzlich, als Stefan mit dem Rücken zu ihm endlich aufrecht stand. „Dreh dich um!“

„Fick dich!“, knurrte Stefan, und stolperte Richtung Tür.

Marcel stand auf, war mit schnellen Schritten bei Stefan, und drehte ihn an der Schulter um.

Entgeistert starrte er auf die harte Erektion, die aus dem knappen schwarzen Häschenslip hervorragte, und die Stefan beim Aufstehen ungeschickt versucht hatte zu verbergen.

„Du Schwein, das hat dir gefallen?!“

Stefan riss sich knurrend von ihm los. „Na und?! Dir ja auch! Jetzt lass mich endlich pissen, verdammt.“

Verdattert sah Marcel ihm nach. Dann erinnerte er sich daran, seine eigene Hose zuzumachen.

 

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Kommentare

Lieber -cC-,

diese Story hatte ich schon vor dem erneuten Verschwinden der Seite einmal kommentiert. Ich weiß nicht, wie genau meine Worte waren, aber es ging ungefähr in diese Richtung: MEHR! Mehr davon! Mehr M/m, mehr ... alles. :)

Eines weiß ich noch ganz genau: Ich habe inständig gebettelt, dass du Rico weiterführst. Sonst müsste ich selbst etwas in der Richtung schreiben, wo ich doch deiner Vorlage nicht gerecht werden könnte. Also bitte, bitte, nicht aufhören!

Loreley