Hempfield Manor (25)

 

Teil 25

Es war ein kalter, regnerischer Herbstabend so typisch für Oxfordshire am Anfang des Novembers. Die Sonne war bereits untergegangen und ich fuhr meinen neuen Wagen in Richtung eines kleinen Kaffs in South Oxfordshire. Ich wünschte mich zum wiederholten Male ganz weit weg. Am liebsten in mein Bett in Oxford zusammen mit April. Die Straße war feucht und durch von den Alleebäumen herabgefallene Blätter überaus rutschig, aber wir mussten weiter. Die starken Lampen meines neuen Rovers leuchteten nur die folgenden 150 MeterStraße gut aus, sodass ich meinen Wagen mit Vorsicht lenken musste.

Es waren noch mindestens 25 Meilen bis zu unserem Ziel und ich ließ meine Gedanken gerade so weit abschweifen, wie der Zustand der Straße vor mir es gerade noch zuließ. Ich dachte vor allem an das Buch. Diese hocherotische Geschichte eines unbekannten französischen Autors. Auch wenn es ein weibliches Pseudonym war. Niemand glaubte auch nur eine Sekunde daran, dass dieses Buch wirklich durch eine Frau geschrieben worden war. Megs hatte uns vorgeschlagen, dass ich April das Buch vorlesen solle, schließlich verstand sie kein Französich. Und das hatte ich auch getan und nach wenigen Abenden des intimen Lesens waren wir beide dem eigentümlichen erotischen Zauber dieses fremdartigen Buches rettungslos verfallen. So war es schlussendlich nicht beim Lesen geblieben. Nein! Wir hatten das Buch einfach übersetzt. Erst hatten wir in atemloser Eile eine Rohfassung erstellt, die wir später mit großer Geduld und Sorgfalt vertieften.

Natürlich hatten wir auch in aller Schüchternheit begonnen zu experimentieren, um Szenen aus dem Buch nach zu stellen. Schnell hatten wir herausgefunden das leichte Seidenschals, dünnen und rauen Schnüren bei weitem vorzuziehen waren. Und genauso schnell hatte ich herausgefunden, dass wir mit unseren Spielen vorsichtig sein mussten, denn wir gerieten dabei meist so in Hitze, dass wir aufpassen mussten, wollten wir vermeiden, dass April bei unserer Hochzeit im kommenden Jahr einen dicken Babybauch haben würde. Vor einer Woche hatten wir Megs sein Original zurückgegeben und ihm unsere Übersetzung geschenkt. Er war schier außer sich vor Freude und gestern hatte uns ein schwarzer Umschlag mit der Einladung des „Club Débauche“ erreicht, einem ‚offenen Abend’ beizuwohnen. Natürlich würden April und ich gehen. Wir waren schon sehr gespannt.

Ich langweilte mich am Steuer meines neuen, schwarzen Rovers sehr. Mein Arbeitgeber hatte ihn mir als Prämie für die Akquisition von Megs als neuen Kunden überschrieben. Natürlich war er bei weitem das bessere Allroundfahrzeug als mein guter alter Roadster, aber ich vermisste die ursprüngliche Wildheit meines guten alten Bentleys. So wanderte mein Blick auf April, die in ihrem kleinen schwarzen Cocktailkleid auf dem Beifahrersitz vor sich hin döste. Ich weiß nicht welcher Teufel mich ritt, als ich sie mit fester Stimme ansprach: „Zieh dein Höschen aus!“ April fuhr verwirrt hoch. „Wie bitte?“, fragte sie. „Ich sagte, zieh dein Höschen aus.“, wiederholte ich, als wäre es das Normalste der Welt, „Aber Thomas!“, versuchte sie einen schwachen Protest. „Welchen Teil von ‚zieh dein Höschen aus’ hast du nicht verstanden?“, fragte ich und legte einen sorgsam dosierten misgnügten Unterton in meine Stimme und ihr ohnehin schon schwacher Widerstand brach in sich zusammen. Geradezu artistisch entledigte sie sich auf dem Beifahrersitz sitzend ihres Höschens, das sie wenige Sekunden später in ihren Händen hielt.

Blind hielt ich ihr meine offene linke Hand hin und sagte, „gib es mir!“, wortlos drückte sie mir das kleine, schmucklose baumwollene Kleidungsstück in die offene Hand. Ich lächelte zufrieden. Sie hatte ganz offensichtlich nicht mit einer Aktion meinerseits gerechnet, anders hätte sie sich für ein raffinierteres Höschen aus Seide oder Satin entschieden und nicht für die baumwollene funktionale Variante. Ebenso wortlos ließ ich das Kleidungsstück unerreichbar für sie unter meinem Fahrersitz verschwinden. Ich spürte ihre eindringlichen, neugierigen Blicke von der Seite, aber ich sagte erstmal nichts. Ich ließ sie zappeln.

An der Ortschaft die wir gerade durchfuhren erkannte ich, dass wir noch ein Dutzend Meilen von unserem Bestimmungsort entfernt waren. Als wir die Ortschaft durchquert hatten und wieder auf offener Straße waren, sagte ich mit eindringlicher Stimme. „Leg deine Hände in den Schoß.“, zögerlich tat April, was ich sagte. „Schieb dein Kleid hoch… Weiter!“ Ich konnte inzwischen ihre Schamlippen sehen. Sie konnte nicht verstecken, dass sie unser kleines Spiel durchaus erregte. Ich wies sie an mit ihren Fingern an ihren Schamlippen und an ihrem Kitzler zu spielen, wie wir in der Geschichte der O gelesen hatten. Nach kurzer Zeit begann sie auch schon lustvoll zu stöhnen. Ausdrücklich verbot ich ihr zu kommen, frustriert seufzte April auf und ich tat als habe ich das nicht gehört.

Wir waren auf dem Weg zu einem Empfang mit Anschließendem Abendessen bei Sir Ludovik of Bertham in South Oxfordshire einem sechzigjährigen völlig vertrockneten Snob eines Landadligen. In zwei Wochen würde unweit seines Familiensitzes die erste Zweigstelle unseres Bankfilialnetzes eröffnen und ich wollte ihn davon überzeugen zu uns zu wechseln. Dies würde dazu führen, dass die meisten Vermögenden der Region seinem Beispiel folgen würden. In jedem Fall stand uns beiden ein ziemlich öder Abend bevor. Ein langweiliges Gespräch mit irgendeinem der vielen engstirnigen Provinznotabeln würde sich mit noch viel oberflächlicherem und langweiligerem Smalltalk mit irgendwelchen Matronen abwechseln. Eine wahrlich erhebende Vorstellung. Um April noch ein wenig mehr zu quälen, forderte ich sie auf sich vorzustellen was all die versammelten Pfeiler der ländlichen Gesellschaft sagen würden, wenn sie wüssten, dass sie kein Höschen trug und noch dazu rollig war, wie eine Katze.

April musste sich zusammennehmen um zusammenhängend sprechen zu können. Sie unterdrückte ein Stöhnen als sie beschrieb wie die Damen der Gesellschaft sich herablassend schockiert geben würden nur um so schnell wie es die Schicklichkeit zuließ außer Sicht zu kommen um ihre juckenden Mösen zu kratzen. Natürlich würden sich diese gehässigen Weiber noch auf Jahre über diesen Gedanken selbstbefriedigen, um sich gleichzeitig das Maul über diese Parvenüschlampe zu zerreißen. Ja das könnte hinkommen, bestätigte ich. „Sir Ludovik würde mir wahrscheinlich am liebsten an die Wäsche gehen, um mich mal so richtig durchzuficken.“ Sie röhrte mehr, als das sie sprach und ich glaubte, dass da wohl eher der Wunsch nach Befriedigung ihrer Nöte der Vater des Gedanken war. „Glaubst du wirklich, dass Sir Ludovik noch so… ähhh… viril ist.“ „Ach Thomas. Der Mann besteht aus zwei Meter Verdorbenheit und darüber einem Millimeter Moraltünche.“ Leider konnte ich nicht weiter in sie dringen, weil wir bereits die Auffahrt zum Herrenhaus Sir Ludoviks nahmen. Ich befahl April aufzuhören mit ihren Genitalien zu spielen und den Saum ihres Kleides wieder herabzuziehen.

Ein Blick in ihr Gesicht in dem Geilheit und Enttäuschung gute Nachbarn waren, sagte mir, dass dieser Abend doch nicht ganz so langweilig werden sollte, wie befürchtet.

 

Der Countdown zum großen Staffelfinale läuft unerbittlich weiter! Wie weit wird Sir Thomas seine ersten zaghaften Dominanzspiele wohl treiben? Was erwartet die beiden im "Club Débauche?" Bleibt dran!

Hempfield Manor ist eine Fortsetzungsgeschichte in Form von Kurzepisoden (600-1000 Wörter) die drei Mal wöchentlich am Montag, Mittwoch und Freitag exklusiv auf www.bdsm-geschichten.net erscheint.

Die nächste Kurzepisode erscheint am Mittwoch, den 20. August - ich übernehme keine Gewähr bezüglich des Zeitpunktes ihrer Freigabe. 

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