Im Unterholz - Teil 1

 

Samstags fahre ich oft hinaus aus der Stadt und gehe dort Laufen, wo möglichst wenig Menschen sind. Heute habe ich mir ein Waldstück, etwa zwanzig Kilometer hinter der Stadtgrenze ausgesucht.

„Beweg Dich, Dreckstück“, höre ich auf einmal eine herrische Stimme und bleibe stehen. Erschrocken sehe ich mich um. Ich bücke mich ein wenig und sehe links in die Richtung, aus der ich die Stimme meinte, gehört zu haben. Auf dem bemoosten Waldboden setze ich vorsichtig einen Fuß vor den anderen ins Unterholz hinein. Weit muss ich nicht schleichen, als ich abrupt innehalte.

„Mach, dass du in das Gatter kommst“, befiehlt die gleiche durchdringende Männerstimme, die ich eben bereits gehört habe. Vorsichtig gehe ich ein wenig in die Knie, damit ich am Boden entlang vielleicht etwas sehen kann. Dahin, wo weniger Laubwerk den Blick verstellt. Mit zusammengekniffenen Augen versuche ich etwas aus der Richtung auszumachen, aus diese ungewöhnlichen Anweisung kam. Eines ist sicher. Was immer da auch stattfindet, es muss ganz in meiner Nähe sein.

„Du sollst dich richtig hinknien, habe ich gesagt. Los, runter mit dir, du Sau!“

Jetzt war ich richtiggehend zusammengezuckt. Ich taste mich weiter vorwärts, schiebe Zweige beiseite und bleibe erschrocken stehen, als es, gedämpft durch den Teppich von Blättern und Tannennadeln unter meinen Füßen knackt.  Plötzlich wieder die Stimme.

„Hier, nimm das! Titten und Fotze! Einschmieren!“

‚Was um alles in der Welt soll das bedeuten‘, frage ich mich und fühle, dass mein vom Joggen aufgebrachter Atem, der sich mittlerweile schon beruhigt hat, dabei ist, wieder anzuschwellen.

„Das reicht! Und jetzt rein in die Körner!“

Ich lasse mich jetzt von den außergewöhnlichen Anweisungen in meinen Bewegungen nicht mehr aufhalten, wie vorhin. Der Wald lichtet sich gerade direkt vor mir. Vorsichtshalber gehe ich noch weiter in die Knie. Ich will nicht riskieren, dass man mich sieht. Sachte, um kein Knacken auszulösen, setze ich eine Hand vor die andere und schiebe die Äste beiseite, bis ich den spärlich bewachsenen Rand des Waldes erreiche. Hier stehen zwar wenig Bäume, dafür umso mehr Gestrüpp. Alles Mögliche sticht mich in Oberschenkel und die nackten Arme. Wenn ich nicht so angespannt wäre, würde ich an meine Angst vor Spinnen denken.

Im selben Moment knallt eine Peitsche. Das Ganze erinnert mich an eine Pferdenummer im Zirkus. Fünf oder sechs Mal teilt sie angsteinflößend die Atmosphäre und ich kann nicht verhindern, dass ich zusammenzucke. Fünf, sechs Mal zähle ich das unheimliche Geräusch, aber erst beim letzten Schlag ist der Schrei einer Frauenstimme zu hören.

„Ich lasse jetzt die Hühner frei. Und du kriechst ordentlich außen am Zaun entlang. Arsch am Gatter, hörst Du“, erklingt es und ich lausche, ob eine Antwort kommt. Aber es ist nichts zu hören.

Ein paar Meter noch und ich wäre fast draußen aus dem Dickicht. Aber ich traue mich nicht. Was, wenn ich durch die Bewegung des Gestrüpps auf mich aufmerksam mache? Als steuere mich jemand, krieche ich vorsichtig weiter, anstatt umzukehren. Ich möchte jetzt sehen, was da vor sich geht. Als ich vorsichtig ein vor meinen Augen liegendes Büschel ganz langsam beiseiteschiebe, halte ich den Atem an.

Mein Blick fällt auf eine nackte Frau. Sie bewegt sich in einer nicht all´ zu großen, kreisrunden Einzäunung. Auf allen Vieren, kriecht sie über den matschigen Boden. Dabei laufen etwa zwanzig Hühner um sie herum. Das typische, aufgeregte „Bräbräh ist zu hören, das ich von meinen Aufenthalten bei meinen Großeltern kenne. Immer wieder stößt die Nackte kleine, spitze Schreie aus und schießt in die Höhe, bis sie sich wieder nach unten begibt und weiter kriecht. Die Hühner folgen ihr, als sei sie im Moment das Zentrum ihres kleinen Hühnerlebens. Sie lassen sie nicht aus den Augen. Aber wo ist der Mann?

Hinter mir knackt es ganz leise. Erschrocken drehe ich mich zur Seite und sehe einen Schuh neben mir auf dem Waldboden.

Das aber ist auch das Einzige, das ich für den Bruchteil einer Sekunde wahrnehmen kann. Und bevor ich begreife, in welcher Situation ich mich eigentlich befinde, senkt sich etwas Schweres auf meinen Nacken und presst mich erbarmungslos in die welken Blätter.

Kurz bevor ich mit der Nasenspitze den Boden berührt hätte, drehe ich mein Gesicht zur Seite. Als der Druck von oben größer wird, spüre ich, wie sich mein Mund langsam, dafür umso unausweichlicher zu einer gekünstelten Rundung formt.

Als Kind habe ich heimlich meine Eltern beim Sex belauscht. Ich war tatsächlich auf allen Vieren vor ihre Betten mit den hohen Fußteilen gekrochen und hatte mich dort hingekauert. Manchmal wurde mir nach einer Zeit schlecht, weil ich mich nicht traute Atem zu holen. Vor allem, wenn ich vermutete, dass sie schliefen, weil ich nichts von dem hören konnte, was ich mir versprochen hatte. Die Gefahr erwischt zu werden war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend gewesen. Seltsam, warum fiel mir das ausgerechnet jetzt ein?

„Was tust du hier?“

Ich blicke auf die Spitze des einen Fußes und überlege gerade, was ich antworten soll, als er mir den Schneid abnimmt.

„Du bist also eine Spannerin, ja?“

Sein Urteil über mich kommt für mich unerwartet. So hatte ich mich nicht gesehen!

„Nein“, antworte ich gequält, „ich wollte doch nur …“

„Hast Du etwas gesehen?“ Und als ich nicht sofort reagiere, kommt es barsch von oben: „Antworte!“

Seine Stimme klingt mitleidlos, bemerke ich und ordne dadurch meine Situation noch auswegloser ein. Im gleichen Moment fallen mir wieder die Schreie der Frau auf.

 „Nichts. Ich habe nichts gesehen. Ich hörte etwas und wollte … Ich wollte wirklich nicht ... Sie können mir glauben! “

Eine Weile sagt er nichts mehr. Vielleicht habe ich ihn ja wirklich überzeugt, nahm ich, allerdings nur wenige Sekunden lang an.

 „Pass mal auf! Du reichst mir jetzt deine Hände nach hinten, streckst sie so weit es geht hinter dir aus und überkreuzt dabei deine Handgelenke. Hast Du das verstanden?“

Es dauert wirklich eine Weile, bis ich den Sinn seiner Worte begreife. Dann löse ich meine Handflächen vom Waldboden, die dort wie die Beine einer Spinne, meinen Oberkörper abgestützt hatten und strenge mich an, seiner Aufforderung nachzukommen.

„Gut“, kommt sein kurzes Lob. Im gleichen Moment spüre ich, dass er anfängt, sich zu bewegen. Der Druck seines Fußes auf meinem Kinn wird unberechenbar. Meine auf den Waldboden gepresste Wange, wird nun von ihm auch noch hin und her geschoben. Er scheint seinen Oberkörper zu bewegen. Dann kann ich das Reißen von Stoff hören und frage mich, was über und hinter mir passiert. Gleich darauf wird es mir klar. Ein heftiger Schmerz schießt von den Handgelenken in meine Schultern, als diese brutal und rücksichtslos mit einem Ruck nach oben gezogen werden. Jetzt bindet er sie anscheinend mit irgendetwas zusammen. Ich beiße mir auf die Lippen, weil ich Angst habe, ihn durch einen Schrei noch wütender zu machen.

 „Schließ Deine Augen“, herrscht er mich jetzt an und ich komme seiner Aufforderung sofort nach. Bis ich begreife, dass er seinen Fuß von mir heruntergenommen hat, wird mein Kopf ein klein wenig von ihm angehoben und dann wird es ohne Vorwarnung stockdunkel vor meinen Augen.

„Beweg dich! Auf die Knie!“

Mit dieser Aufforderung habe ich nicht gerechnet. Bemühe mich aber sofort, seinem Befehl nachzukommen. Er hilft mir etwas und ich schöpfe Hoffnung, dass er doch kein so grober Unhold ist, wie ich vermutet habe. Berichtige meinen Eindruck allerdings sofort, als ich seine Stimme höre.

„Wer bist Du und was hast du hier auf allen Vieren auf dem Waldboden zu schaffen?“

Nur nicht meine wahre Identität verraten, denke ich und sage.

„Mein Name ist Melanie Rudolph. Ich bin sechsundzwanzig und Regieassistentin. Ich jogge immer hier in diesem Wald, weil …, in der Nähe der Stadt sind mir zu viele Leute unterwegs“.

Er lacht.

„Dann hast Du es hier ja hervorragend getroffen. Hier kommt alle Jubeljahre mal jemand vorbei.“

Ich nicke kurz, bevor mir klar wird, wie zynisch seine Worte gemeint waren. Währenddessen macht er sich wieder an meinen Handgelenken zu schaffen.

„Komm ein Stück zurück und erzähl weiter. Womit bist du hierhergekommen, mit dem Zug oder mit dem Auto? Und wo und wie wohnst Du?“, höre ich seinen Befehl, den er mit dem Zug an meinen Gelenken nach hinten, kräftig untermauert. Ich bemühe mich, ein Knie hinter das andere zu setzen, damit die Schmerzen in meinen Schultern nicht zu groß werden.

„Du sollst weiterreden, habe ich gesagt!“

„Ich bin mit dem Auto …“

Plötzlich werden meine Arme nach oben gerissen, so dass sich mein Gesicht unweigerlich wieder dem Waldboden nähert. Meine Nasenspitze muss ihn fast wieder berühren.

„Habe ich gesagt, du sollst aufhören? Los! Weiter!“, kommt seine vorwurfsvolle Frage, während ich noch versuche, mich in der neuen Stellung so einzurichten, dass es am wenigsten schmerzhaft ist.“

„Mein Auto steht vorne an der Straße auf dem Parkplatz“, presse ich heraus. „Ich wohne in …“ und dann stoße ich einen Schrei aus. Er muss ein Messer bei sich haben und schneidet damit gerade meine Jogging-Hose entzwei. Für meinen Schrei werde ich umgehend mit einem heftigen Schlag auf meinen mittlerweile nackten Hintern bestraft. Ein brennender Schmerz, lässt mich zumindest verhalten aufstöhnen. Unter meiner Augenbinde reiße ich die Augen auf und in dem Moment folgt ein zweiter brennender Schlag.

„Rede!“, habe ich gesagt.

„Ich wohne in Friedrichshain in einer Drei-Zimmer-Wohnung …“

Mittlerweile muss er vor mir stehen. Ich kann seine Beine an meinem Kopf spüren. Er muss mich also irgendwo befestigt haben. Die Tränen saugen sich in den Stoff der Augenbinde. Am Po und den Beinen nehme ich wahr, dass es leicht windig ist.

„Was hast Du hier auf allen Vieren auf dem Waldboden zu schaffen“, wiederholt er stoisch seine Frage von vorhin.

„Ich habe etwas gehört. Ich habe gehört, wie eine Frau laut brüllt. Und ich dachte, vielleicht braucht jemand meine Hilfe“.

„Du hast ein Handy. Warum hast du damit nicht einfach Hilfe geholt?“

Er hat also mein Handy gefunden, dachte ich kurz. Natürlich, es steckte ja in meiner Hosentasche, die es jetzt nicht mehr gab, zumindest nicht da, wo sie hingehört hätte.

„Die Stimme, die ich hörte, sagte: „knie dich, du Sau“. Aber das alleine ist ja noch nicht strafbar. Ich wollte wissen, ob neben der verbalen Gewalt, auch körperliche angewendet wird.“

„Und? Hast du es herausgefunden?“

„Eine Peitsche …“, stöhne ich, weil meine Arme mehr schmerzten, als der Hintern.

 „Sprich weiter“, herrscht er mich an.

 „Ich habe eine Peitsche gehört. Aber gesehen habe ich nichts. Bitte, können sie den Zug auf meine Arme etwas lockern“, bitte ich und bemerke, dass er seitlich neben mir ein paar Schritte macht.

  „Was tun sie“, rufe ich entsetzt aus, als seine Hand dreist zwischen meine Schamlippen fährt und gefühllos an ihnen herumhantiert, als suche er dort irgendetwas. Meine Protestschreie tönen durch den Wald und mit kleinen Bewegungen meiner Hüfte, versuche ich seiner Hand zu entkommen.

„Ich werde es dir hautnah beweisen, was du hier auf allen Vieren auf dem Waldboden zu schaffen hast“.

„Was? Warum? Wie bitte“, stöhne ich auf. Jedes meiner Worte schmerzt in den Armen, weil ich mich zwangsläufig – wenn auch nur ein wenig – bewege beim Sprechen und um seinem schamlosen Angriff zu entkommen.

„Ob du hier rumhockst, weil du Fickfleisch bist!“

Ich verstehe nicht, bin aber erleichtert, weil seine Finger verschwunden sind, bis sie in meinem Gesicht wieder auftauchen.

„Riechst Du“, fragt er, offensichtlich belustigt. „Der Geruch einer Schlampe! Eine beachtliche Ausbeute!“ Der warme Duft, den ich sehr gut kenne, strömt ungehindert in meine Nasenflügel und den Bruchteil einer Sekunde denke ich daran, sterben zu wollen.

Und dann ganz plötzlich fange ich an, zu lachen, so dass es mich schüttelt.  Es schüttelte meinen Körper. Dass meine Arme den Preis dafür zahlen müssen, hält meine Muskulatur nicht davon ab, diesen Veitstanz mit mir aufzuführen. Das ist typisch für mich, denke ich. In den brenzligsten Situationen, das kenne ich schon, überfällt mich ein Lachkrampf.

Eine Art Hysterie, die nicht von jedermann in jeder Situation verstanden wird. Nur zu gut kenne ich die verständnislosen Blicke, angesichts eines Fast-Unfalls beispielsweise. Nur langsam beruhige ich mich wieder. Der Mann neben mir hat, für mich unverständlich, geduldig abgewartet. Dann höre ich ihn wieder.

„Öffne die Drecksfotze!“

Bei diesem Wort zucke ich zusammen und bevor ich begreife, schieben sich mehrere Fingerspitzen zwischen meine Lippen. Als habe ich darauf gewartet, gebe ich ihnen den Weg frei. Der Würgereflex, den ich als noch demütigender empfinde, als seine unautorisierte Attacke auf meine Schamlippen, lässt mich unter dem Stoff die Augen aufreißen. Zunächst versuche ich noch durch Hin- und Herbewegen meines Kopfes, den Eindringling loszuwerden. Doch erst, als ich mich ergebe, entfernt er seine Hand aus meinem Rachen. Ein paarmal huste ich noch. Dann raschelt es neben und hinter mir. Und ab und zu höre ich ein lauteres Knacken. Seine Schritte entfernen sich, kommen aber wieder auf mich zu, bis ich wieder gegen sein Hosenbein atme.

 „Du sagst mir jetzt, was Du gesehen hast, Fotze!“

„Ich habe gar nichts gesehen, wirklich nicht. Nur gehört.“

Ein durchdringender Schrei aus meiner eigenen Kehle hallt zwischen den Bäumen. Danach ziehe ich die reine Waldluft hektisch und ungewohnt stimmhaft in meine Lungen. Sonst ist alles ganz still. Erst als ich fast wieder lautlos atmete, dringen seine mitleidlosen Worte zu mir, wie durch einen Schleier.

„Das war Birke. Relativ harmlos. Was hast Du gesehen?“

Langsam ebbt der unsägliche Schmerz etwas ab. Es wird langsam ruhiger um uns.

„Nichts“, japse ich noch immer. „Die Bäume ..., die Bäume haben doch alles verdeckt …“

Ein zweites Mal höre ich mich kreischen. 

„Eiche“, kommt es nach einer ganzen Zeit beiläufig von meinem Peiniger. „Als nächstes hätte ich noch Weide oder Ahorn“.

„Knie dich du Sau, haben Sie gesagt“, wimmere ich. „Und dann … Sie haben … Sie haben gerufen, Sie lassen die Hühner frei. Und vorher befahlen sie jemandem, sich die Titten einzuschmieren und dann in die Körner, befahlen Sie. Ja, ich habe die Frau gesehen, wie sie in einer Einzäunung … „

Als ich aufhöre zu sprechen, weil ich schlucken muss und überlege, wie ich das formulieren soll, was sich da vor meinen Augen abgespielt hat, senkt sich ein dritter, der schmerzhafteste Schlag auf mein hinteres weiches Gewebe.

Nun schreie ich mehrmals, weil ein Atemzug nicht ausreicht, um den Schmerz zu verabschieden. Nach einer Weile erst kann ich fortfahren.

„Sie bewegte sich …, sie war auf allen Vieren, um sie herum lauter Hühner. Sie schrie immer wieder auf aber dann …, sie lief immer weiter.  

„Warum hast du dann nicht Hilfe gerufen, nachdem die Frau offenbar gelitten hat?“

Seine Stimme klingt etwas ruhiger als vorhin.

„Ich habe keine Ahnung! Wirklich! Ich habe keine Ahnung“, beeile ich mich und merke, dass meine Muskeln vor lauter Anspannung drohen zu reißen. Ich befürchte einen weiteren Stockhieb.

 „Soll ich dir sagen, warum?“

„Nein, nein!“, höre ich und wundere mich kurz darüber, warum ich so vehement verneine.

„Den Grund hast du gerade gerochen und geschmeckt!“

Sehr vorsichtig schüttele ich den Kopf bei seinen Worten.

„Du glaubst es nicht?“

Ich habe nicht den Mut, zu verneinen, sondern bleibe, jeder Muskel in meinem Körper angespannt wie ein Gummiband, und halte die Luft so wie es eben geht, an

"Ich werde es dir beweisen!“

Während er mich unzweifelhaft gerade von dem Gegenstand, an den er mich gebunden hatte, befreit. Ich merke es an dem langsam nachlassenden Zug auf meine Schultern.

 

Bewertung

18 Votes with an average with 3.5

Kommentare

Irgendwie mutet mir die Geschichte etwas hölzern an und nimmt mich nicht richtig mit. Eine gewisse Grundspannung ist vorhanden, jedoch geht es mir - und da spreche ich nur für mich - etwas arg schnell mit allem. Sie mutet roh an, nachdem ich eben noch den neuesten Teil von "Trine" gelesen habe.

Drei Sternchen lasse ich Dir hier, in Erwartung dessen, was noch kommen mag. Deinen Schreibstil aus "Trine" mag ich sehr, daher übe ich mich in Geduld :-)

LG Kya

In reply to by Kya

meinem Versprechen an Frederico (Kommentar bei "Sklavin Sophie von Freirein"), mich differenzierter mit einer Geschichte zu befassen, was die Bewertungskriterien anbelangt, nun ein Nachsatz (können auch mehrere werden XD).

Grammatik, Interpunktion, Rechtschreibung: 4 1/2 Sterne von 5. Du schreibst sehr sauber, flüssig, kaum bis keine Fehler, was - mich zumindest - bei einer Geschichte immer sehr freut. Den halben Stern Abzug gibt es für kleine Flüchtigkeitsfehler.

Spannungsbogen: 2 von 5 Sternen. Die Geschichte beginnt und der Spannungs"bogen" ist bereits vorhanden. Man startet also schon auf einem recht hohen Level. Ich mag Spannung gern, doch mag ich es noch lieber, wenn es langsam beginnt und sich nach und nach steigert. Direkt vor Spannung elektrisiert zu werden empfinde ich als zu schnell, daher nur 3 von 5.

Zusammengerechnet macht es nunmehr 6,5 Sterne : 2, summa summarum sind es demnach 3 Sterne. Eigentlich 3,25, ich weiß, jedoch kann man hier keine "gebrochenen" Sternchen vergeben und erst ab 0,5 wird "aufgerundet" ;-)

LG Kya

In reply to by Kya

... und ein Hoch auf Leser wie Dich, Kya !

Nachdem, wie ich finde, diese Seite wirklich vom Niveau her weit "abgerutscht" ist (kein Wunder, dass sich die meisten guten Schreiberlinge aus dem Staub gemacht haben, nachdem ihre Geschichten zweimal hintereinander in einem "schwarzen Loch" verschwanden) kann man Nutzern wie Frederico und Dir gar nicht genug danken, dass Ihr versucht, hier (sollte ich sagen, wieder?) ein Mindestmaß an "Lese- und Schreibkultur" einzuführen.

Was die Geschichte betrifft, so ist sie ein Experiment. Eine Art Fingerübung. Da es mir zu meinem Leidwesen schwerfällt, meine Sätze kurz zu halten, dachte ich, das einmal wieder üben zu müssen. Heraus kam wie von selbst und in wirklich, wirklich kurzer Zeit ein kleiner, skurriler Krimi, unterfüttert mit ein paar Erniedrigungsfantasien.

Wenn Dir Trine gefällt und Unterholz nicht so, dann beweist mir das als Schreiber wieder einmal eines: Nur wenn die Tinte aus dem Sentiment kommt, berührst du "da draußen" wirklich jemand.  

 

 

Danke, Kya.  

 

Frederico Verde

 

Hallo Alexander,

ich hatte es gerade in einem Kommentar an Kathrin geschrieben:

... Für gefährlich halte ich allerdings Geschichten in denen die Unterscheidung zwischen Folter und Lustschmerz fehlt. Da heißt es dann zum Beispiel: „Ich hatte Todesangst aber fand es aber geil.“ Nur ein Psychopath, also jemand der an einer dissozialen Persönlichkeitsstörung leidet, glaubt, dass sein Opfer gerne vergewaltigt wird.

Dein Text driftet in diese Richtung. Was ist denn geschehen? Eine Joggerin ist durch weit schallende Befehle zu einem Grundstück gelockt worden und hat dort eine nackte Frau entdeckt, die durch den Schlamm kriecht. So weit so unglaubwürdig, aber im Grunde alle legal. Doch dann wird die Joggerin von einem unbekannten Mann mit dem Fuß malträtier, brutal entkleidet und mit einem Stock geschlagen. Zusätzlich finden sexuelle Übergriffe statt.

Zum Schluss beschreibst du eine Frau in Todesangst:

„Warum hast du dann nicht Hilfe gerufen, nachdem die Frau offenbar gelitten hat?“

Seine Stimme klingt etwas ruhiger als vorhin.

„Ich habe keine Ahnung! Wirklich! Ich habe keine Ahnung“, beeile ich mich und merke, dass meine Muskeln vor lauter Anspannung drohen zu reißen. Ich befürchte einen weiteren Stockhieb.

Na, warum hat sie denn nicht um Hilfe gerufen, doch wohl sicherlich, weil sie erst einmal wissen wollte, was da los ist, ganz sicher nicht, weil sie vergewaltigt werden wollte oder siehst du das anders?

Nun weiß ich natürlich nicht, wie diese Geschichte weitergeht. Im Moment ist es jedenfalls noch kein Krimi, sondern ausschließlich die Beschreibung der Tat. Wenn du den Leser auf die Seite der Joggerin ziehen möchtest, dann musst du ihr mehr Charakter geben. (Ist sie immer so neugierig? Warum ist ihre Neugier größer als ihre Angst vor Spinnen und was hat sie beispielsweise empfunden als sie die Frau sah?) Außerdem musst du sie mit ihren (sehr begrenzen Möglichkeiten) kämpfen lassen. Ob Siegerin oder Verliererin, sie muss ihr Möglichstes tun, damit die Leser sich mit ihr identifizieren können. Vielleicht ist es das, was Kya als hölzern empfindet. 

Ich hoffe, dir mit meiner Kritik ein wenig helfen zu können. Auch ich bin kein Profi, sondern lediglich jemand, der gerne schreibt und merkt, wie viel er noch zu lernen hat. Das was ich dir geschrieben habe, wurde auch mir gesagt. 

Beste Grüße aus Berlin

Frederico

 

PS:

Bevor ich eine Geschichte veröffentliche, zeige ich sie vorab einer kleinen Gruppe von Interessierten. Dessen Meinungen, Kritik und Anregungen nutze ich für die immer notwendige Überarbeitung. Ich finde, erst dann ist ein Manuskript reif für den nächsten Schritt. Was ich Kathrin angeboten habe, biete ich auch dir, Kya und anderen an. Meine E-Mail-Adresse: frederico.verde@web.de

 

In reply to by Frederico Verde

... für Deinen Beitrag.

 

Ist doch das offene und ehrliche Feedback der eigentliche Grund, wenn man hier veröffentlicht. Deiner Kritik entnehme ich, um es einmal auf den Punkt zu bringen: unglaubwürdiger bis schwachsinniger Blödsinn. 

Das nehme ich einfach unwidersprochen so hin. Denn DU als Leser bist in der Hinsicht das Maß aller Dinge und ich kann nur eines, versuchen, es DAS NÄCHSTE MAL besser hinzubekommen.

Viel wesentlicher und interessanter allerdings erscheint mir Dein Hinweis, was BDSM und Vergewaltigung/Entführung/Mord, ganz allgemein rohe Gewalt miteinander zu tun haben (dürfen?).  Und vielleicht bin ich da auch einem Irrtum aufgesessen und diese „Bibliothek“ sollte tatsächlich in streng „BDSM-religiöser“ Tradition und „Ethik“ auseinanderhalten, was unter ihrem Label entstehen und zum Besten gegeben werden darf und was nicht.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass über den Geschichten zwar „BDSM“ hängen DARF, nicht aber MUSS. Indiz war für mich der Hinweis in der Unterüberschrift, in der es heißt, hier sei die größte Sammlung an „bösen“ Geschichten zu finden.

Und „böse“ Geschichten, soweit zumindest mein Verständnis, dürfen ruhig, oder sollen sogar abweichen von den durchaus sinnvollen Regeln, die wir uns als Menschen verordnet haben, aber ganz bestimmt auch von denen, die sich die kleine Gemeinde Andersdenkender und -fühlender BDSMler sich vollkommen zu Recht gegeben haben.

Mich würde interessieren, wie das der Admin, also der „Erfinder“ der Seite sieht. Aber auch andere Mitglieder.

Danke auch für Dein PS-Angebot. Vielleicht komme ich irgendwann einmal darauf zurück. Aber im Moment würde es aus einem reinen „Spaß“, den ich am Schreiben habe, so, wie andere zum Fußballspielen gehen, zu echter Arbeit ausarten. So weit bin ich noch nicht.

Dein Alexander  

Frederico Verde

In reply to by Alexander

 

Hallo Alexander,

so hart wie du es scheinbar aufgenommen hast, ist meine Kritik nicht gemeint. Selbstverständlich ist es möglich, dass eine Joggerin abseits der Wege von einem Mann überfallen wird. Allerdings stelle ich mir beim Lesen einige Fragen:

Warum brüllt ein Mann dermaßen laut herum, dass man seine Befehle weit durchs Gebüsch bis zu einer normalen Laufstrecke hört? Immerhin hätte ja auch eine ganze Gruppe, zwei Männer oder sogar die Polizei vorbeilaufen können. Nur weil die Strecke selten benutzt wird, heißt das ja noch lange nicht, dass keine Gefahr droht.

Wenn sich die Frau im Schlamm nicht freiwillig demütigen lässt, wieso sorgt der Mann nicht wenigstens für einen Sichtschutz?

Wieso ist der Mann sich sicher, dass die Frau allein ist?

Diese Dinge erscheinen mir unlogisch. Deshalb wirkt die Geschichte unglaubwürdig. Jedoch würde ich den Text keinesfalls als schwachsinnig bezeichnen. Das ist er nicht. Er bedarf – meiner Meinung nach – lediglich einer Überarbeitung. Sollte er am Beginn eine längeren Geschichte stehen, würde ich mir die Mühe machen.

(Die Frau könnte sich völlig verlaufen haben, weil ... Sie ist einem kranken  Tier durchs Unterholz gefolgt ...)

Aber gut, es ist dein Werk und ich bin wirklich nicht das Maß aller Dinge. Ich betrachte meine Aufgabe als Leser und Kommentator lediglich darin, dass ich dir Hinweise gebe, damit du sie überprüfen kannst. Da ich öffentlich kritisiere, darf meiner Kritik zugestimmt werden. Du und andere Kommentatoren können sie aber auch ablehnen und behaupten, ich sei zu streng mit meiner Sichtweise. Dann würde eine fruchtbare Diskussion beginnen, die dich am Ende richtig weiterbringt. Diesbezüglich schwächelt die BDSM-Bibliothek (noch?) etwas. Hier sollten sich die Leser, nicht der Admin etwas mehr ins Zeug legen.

Anderes Thema:

Auf der Homepage der BDSM-Bibliothek heißt es: „Die größte deutschsprachige Bibliothek für "böse" Geschichten“. Meines Wissens gibt es nirgendwo eine genauere Erklärung, was das heißt. Somit darf jeder frei interpretieren, was er darunter versteht. Da BDSM (laut Lexikon) sich mit Dominanz und Unterwerfung, spielerischer Bestrafung sowie Lustschmerz oder Fesselungsspielen befasst, ist dies ein weites Feld. Allerdings heißt es: „Alle Varianten des BDSM haben gemeinsam, dass sich die Beteiligten freiwillig aus ihrer Gleichberechtigung in ein Machtgefälle begeben.“ Würde die BDSM-Bibliothek dies zur Bedingung für die Veröffentlichungen machen, dürften mindestens die Hälfte aller Geschichten nicht mehr erscheinen. Andere Portale mit dem gleichen Thema nehmen es so streng. Dort muss jede Form von beschriebenem Sex einvernehmlich sein, ohne Ausnahme. Doch hier wird ganz eindeutig von „bösen“ Geschichten gesprochen, was die Themen-Klammer ausweitet – zumindest meiner Meinung nach.

(Die Einzige Bedingung der BDSM-Bibliothek ist, dass die handelnden Protagonisten mindestens 18 Jahre alt sind)

Mein Hinweist bezogen auf BDSM, Vergewaltigung, Entführung, Mord und ganz allgemein rohe Gewalt im letzten Kommentar bezog sich auf etwas anderes, nämlich auf einen – so könnte man es nennen – moralischen Aspekt. Viele Geschichten in diesem Portal beschreiben Entführungen, meist das gewaltsame Verschleppen von Frauen. Das entspricht zwar nicht der reinen Lehre des BDSM, ist aber, wie oben erwähnt, bei der BDSM-Bibliothek erlaubt. Auch ich habe zwei derartige Geschichten ins Netz gestellt.

Was ich für problematisch halte, ist die Beschreibung einer Verschleppung, als würde die Betroffene ihre Entführung genießen, ja förmlich darauf warten gedemütigt, geschlagen und gefoltert zu werden. Einen Menschenraub so zu beschreiben entspricht exakt der Haltung echter Vergewaltiger, die nach ihrer Tat, gerade auch vor Gericht behaupten, das Opfer hätte es ja so gewollt. „Frauen sind nun mal so“, heißt es dann, „die wollen geschlagen werden. Eine Frau braucht das.“

Ich meine, diesbezüglich haben die Autoren die Selbstverpflichtung, nicht die Meinung von kriminellen Vergewaltigern zu fördern oder zu übernehmen.

„Ich hatte Todesangst aber fand es aber geil.“

So ein Satz oder eine sinngemäß ähnliche Äußerung alarmiert mich. Da stellt sich mir nämlich die Frage: Glaubt der Verfasser womöglich, wirklich was er schreibt? Weiß er, dass damit Wasser auf die Mühle eines Psychopathen gegossen wird? Will er womöglich bewusst ein gefährliches Vorurteil bestärken oder hat er nur keine Ahnung von der Psychologie eines Menschen? Denn eines ist ja wohl unbestritten, echte Folter und/oder ständige Demütigung macht keine Lust, sondern krank. Wer das nicht weiß, sollte die Berichte über die Guantanamo Bay Naval Base auf Kuba lesen oder die Beschreibungen deutscher Konzentrationslager während des Dritten Reiches. Auch die Berichte über die systematischen Vergewaltigungen während der Jugoslawienkriege in den 1990 Jahren, sind ganz hilfreich.

Natürlich darf man eine Geschichte aus der Sicht eines Psychopathen schreiben. In diesem Fall kann man auch die irrige Meinung vertreten, das Opfer habe Spaß an der Folter. Schließlich befindet man sich nun in einem kranken Hirn. Es ist die Perspektive eines Kriminellen. Er wird nicht merken oder es nicht merken wollen, was er anrichtet. Die Kunst des Autors ist es, das Irre an ihm dennoch zu verdeutlichen.

Ich hoffe, nun klarer herausgestellt zu haben, was ich mit meinem Hinweis gemeint habe. Die BDSM-Bibliothek ist da weniger streng als meine Meinung. Das ist auch gut so. Als ein Feind der staatlichen Zensur freue ich mich über die Freiheit so schreiben zu dürfen, wie ich das möchte und gestehe das auch jedem zu. Das heißt aber gleichermaßen, dass man als Autor Verantwortung besitzt, wenn man etwas veröffentlicht und sei es lediglich hier und sei es auch nur um Spaß zu haben.

Übrigens, dieser Appell richtet sich nicht allein an dich Alexander und verstehe es bitte nicht als Kritik an deine Geschichte.

 

Beste Grüße aus Berlin

Frederico

 

In reply to by Frederico Verde

Moin Frederico

Jetzt glaube ich, habe ich „unser“ Missverständnis zum Teil kapiert und wundere mich über Deine feste Annahme, dass die Frau Signale gibt, sie sei durch die Behandlung des Täters geil . Bitte, sag mir, wo das steht, ja?

Ich gebe zu, mit dem Thema gespielt zu haben. Allerdings nach meiner Einschätzung ganz anders. Besteht nicht diese „Geilheit“ der Frau ausschließlich im Kopf des Täters? Er stellt ihr Fragen, die seiner begrenzten und vorgefertigten  Vorstellungskraft entspringen. Und aus ihren Antworten zieht er nicht die Rückschlüsse, die jeder normale Mensch ziehen würde, nämlich dass die Frauen panisch und natürlich unlogisch reagiert, sondern er lauert förmlich darauf, mit ihren Antworten seine Vorstellungswelt auszukleiden.

So, zumindest habe ich die Situation gemeint.

Dass Du das offenbar anders verstehst, ist ein sehr interessanter Hinweis !!!

Zwei mögliche Ursachen sehe ich da. Erstens, ich habe nicht geschafft, das Beabsichtigte rüberzubringen (sage später noch etwas dazu) oder zweitens, Du hast die Reaktionen der Frau so interpretiert, wie der Täter, nämlich aus Deiner vorgefertigten Sichtweise und Voreingenommenheit (versteh´ „Voreingenommenheit“ bitte nicht persönlich, wir unterliegen ihr allesamt, ohne Ausnahme).

Und damit sind wir doch bei einem leider ganz banalen, allgemein zwischenmenschlichen Aspekt. Nicht nur, was das Sexuelle betrifft, aber eben auch. Interagieren wir nicht tagtäglich mit unseren Mitmenschen und müssen immer wieder enttäuscht feststellen, dass wir nicht bis falsch verstanden werden? Ist nicht genau das, das Übel aller Probleme unseres Zusammenlebens, das im extremen Fall bis hin zu brutalen, alles vernichtenden Kriegen führen kann?  

Die Frage ist, wenn schon meine Lebenspartnerin Aussagen von mir anders auslegt, als sie gemeint waren, wie kann ich als Schreiberling garantieren, dass ich mich dem Leser gegenüber so äußere, dass er nicht die falschen Schlüsse ziehen kann. Ich sage: Null Chance!

Das heißt allerdings ganz und gar nicht, dass man es nicht immer und immer wieder aufs Neue versuchen sollte.

 

Gruß

Alexander

Frederico Verde

In reply to by Alexander

 

Hallo Alexander,

eine Stelle, die definitiv darauf hinweist, dass die Frau die Behandlung des Täters geil findet, gibt es nirgendwo in deinem Text. Ich hatte jedoch die Befürchtung, dass der Text in die Richtung rutscht.

„Soll ich dir sagen, warum?“ „Nein, nein!“, höre ich und wundere mich kurz darüber, warum ich so vehement verneine. „Den Grund hast du gerade gerochen und geschmeckt!“ Sehr vorsichtig schüttele ich den Kopf bei seinen Worten.

Das ist die Textstelle die meine Vermutung ausgelöst hat. Was hat die Joggerin denn gerochen und geschmeckt, das Sekret ihrer Scheide, quasi die Gleitflüssigkeit, damit die Bereitschaft zum Sex? Klar, den zitierten Text kann man auch anders interpretieren. Wenn ich daneben lag ist das ja gut. Wenn ich das falsch verstanden habe, dann sicherlich, weil ich viel zu häufig auf diese Vermischung von BDSM und kriminelle Gewalt gestoßen bin. Ich hätte es halt schade gefunden, wenn auch dein Text in die Richtung galoppiert wäre.

Mein Hinweis war aber ohnehin allgemein gemeint. Ich finde, über das Thema müsste mal diskutiert werden. Leider lässt das neue Portal dies nicht zu. Früher gab es die Möglichkeit einmal.

 

Das Problem, dass Textpassagen anders interpretiert werden, als vom Autor gewünscht, kennt jeder der schreibt. Auch ich mache da keine Ausnahme. Gerade die interessanten Passagen, die einer Gradwanderung gleichen, bei der jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden muss, sind besonders anfällig für Missverständnisse. Doch genau diese Stellen machen meist den Reiz der Geschichte aus. Auf deine Frage, wie du es garantieren kannst, dass ein Leser deines Manuskripts nicht die falschen Schlüsse zieht, kann ich auch nur antworten: Null Chance. Um die Möglichkeit des Missverständnisses aber auf ein Minimum zu reduzieren, empfehle ich, das Geschriebene von anderen Menschen, den Probelesern überprüfen zu lassen.

Im Grunde hast du genau das getan und von mir eine subjektive Sichtweise oder Meinung erhalten.

Der Wunsch, die E-Mail-Adressen auszutauschen, ist aus der Überlegung entstanden, eine Gruppe von Probelesern entstehen zu lassen, gerade auch für meine Manuskripte. Was man zwei oder drei Personen (auf deren Meinung Wert gelegt wird) zuschickt, kann dann gegebenenfalls geändert werden. Das größere Publikum bekommt dann die perfektionierte Version zu lesen. Schreiben ist mitunter ohnehin eine viel zu einsame Sache.

Beste Grüße aus Berlin

Frederico

 

In reply to by Frederico Verde

Eine gute Idee mit der "Testgruppe". Wie gesagt, ich bin noch nicht reif genug dazu.

Aber mal eine andere Frage. Du scheinst ja doch schriftstellernd sehr rührig zu sein. Hast Du eventuell schon etwas veröffentlicht? Gibt es irgendwo, gerne auch kostenpflichtig, ebook-mäßig etwas zu lesen von Dir? Und noch eine Frage. Kennst Du eine andere Site, wo man jenseits von bdsm Texte veröffentlichen kann?

Beste Grüße

Alexander