Loreley, oder, sie weiß nicht, was soll es bedeuten -4 und Ende

 

                                                               VI 

 

Als Loreley erwachte, war Phillip fort. Sie empfand keine Schmerzen. Erleichtert drehte sie sich um, nur um festzustellen, dass sie nach wie vor mit dem Halsband gefesselt war.                                                

Neben ihrem Bett stand ein Tisch, auf dem ein appetitliches Frühstück seinen Duft verströmte.

Mit Bedacht auf ihre neue üppige Figur, hätte sie es lieber stehen gelassen, aber ihr knurrender Magen wies mit Dringlichkeit auf die Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme hin. Loreley aß, was sich ihr bot, und verspürte ein leichtes Bedauern, als das Tablett leer war.

Das Frühstück hatte sie im Sitzen verzehrt, Sie hatte festgestellt, dass, nachdem sie sich an das Gewicht der Kette gewöhnt hatte, es durchaus möglich war, den Kopf aufrecht zu halten. Viel Bewegungsfreiheit ließ ihr die Kette aber nicht. Aufstehen war nicht drin.

Loreley merkte, dass sie demnächst dringend eine Toilette brauchen würde.

Ob wohl bald jemand kam?

Unruhig begann sie hin und her zu rutschen. Die Kette klirrte im Rhythmus ihrer Bewegungen.

Schließlich öffnete sich die Tür. Phillip stand im Türrahmen und sah sie ausdruckslos an.

„Wie geht es Dir?“ fragte er mit neutraler Stimme.

Loreley sah ihn an und suchte nach der Wut, die sie ihm gegenüber hätte empfinden müssen. Alles was sie fand war die Erinnerung, wie sein Erscheinen ihre unsäglichen Qualen beendet hatte und, so merkwürdig es ihr auch erschien, Dankbarkeit für sein Eingreifen.

„Ich müsste mal…“ errötend senkte sie den Kopf.

Er ging zur Wand, an der die Kette fest gemacht war, zog einen Schlüssel aus seiner Hosentasche und nahm das nun freie Kettenende in die Hand.

„Na dann komm, “ beschied er ihr freundlich. Abwartend stand er neben ihrem Bett. Unsicher stand Loreley auf. Bis auf den Halsring war sie vollkommen unbekleidet, verlegen wandte sie ihren Kopf zur Seite.

„Ich führe Dich“, sagte Phillip und zog leicht an der Kette.

Loreley fügte sich. Sie wollte auf die Toilette und offensichtlich hatte sie keine Wahl, als ihm zu folgen, um dorthin zu gelangen. Er zog sie auf den Gang hinaus. Loreley trottete mit gesenktem Kopf hinter ihm her. Beim Laufen spürte sie ihre neuen schweren Brüste hin und her schwingen. Angewidert versuchte sie deren Gewicht zu ignorieren. Sie hoffte nur, bald ihr Ziel erreicht zu haben. Tatsächlich hielten sie vor einer weiteren Tür an und betraten ein großzügig geschnittenes, modernes Badezimmer.

Er blieb neben einem an der Wand befestigtem WC stehen und sah sie abwartend an. Offensichtlich hatte er nicht die Absicht, sie alleine zu lassen. Mit rotglühendem Gesicht setzte Loreley sich auf das Becken. Obwohl sie dachte, vor Scham zu sterben, konnte sie doch nicht an sich halten. „Ein Glück muss ich nur pullern“, dachte sie, doch mit Erschrecken fiel ihr ein, dass der Rest unweigerlich irgendwann kommen würde.

Tränen liefen ihr über das Gesicht. „Muss ich jetzt immer so auf Klo gehen?“ fragte sie, immer noch sitzend, mit nach unten geneigtem Kopf.

„Schon vergessen?“ hörte sie ihn sagen, etwas wie Anteilnahme lag in seiner Stimme. „ Du unterliegst nur noch meiner Kontrolle. Ich bestimme, wann Du isst, was Du isst und auch wann und wie Du es wieder von Dir gibst. Ich habe Dir gesagt, Du wirst nicht mehr Herr über Deine Körperfunktionen sein.“ Er ruckte an der Kette, so dass sie den Kopf heben musste. „Du gehörst mir, und alles was Du zu Dir nimmst oder von Dir gibst, auch. Es muss Dir also nicht peinlich sein. Du wirst generell auf meinen Wunsch handeln. Jetzt im Augenblick wünsche ich, dass Du pisst.“ Er ruckte noch mal an der Kette, „und Dich säuberst.“

Mit fahrigen Händen benutzte Loreley das vorhandene Toilettenpapier, dann stand sie auf. Die automatische Spülung ließ sie erschreckt zusammenfahren. Er lachte. „Wie unterhaltsam Du sein kannst. Und das hast Du doch sehr brav gemacht.“ Loreley lief erneut rot an. Sie war doch keine Zweijährige, die gelobt wurde, wenn sie ins Töpfchen gemacht hatte.

Auf dem Flur stand Schweinsauge. Phillip übergab die Kette an sie und hob Loreleys Kinn mit dem Finger an. Tief in ihre Augen blickend sagte er eindringlich: “Ich bedaure sehr, was Dir geschehen wird. Du wirst merken, dass ich stets bemüht sein werde, Dich vor dem Schlimmsten zu bewahren. Aber Du musst auch verstehen, dass alles zu Deinem Besten geschieht.“

Er gab ihr einen sanften Kuss auf die Nasenspitze und entfernte sich.

Mit gemischten Gefühlen sah ihm Loreley hinterher.

Sie hatte Angst vor dem Kommenden und wünschte er würde bleiben, um sie zu beschützen. Andererseits war ihr klar, dass er der Verursacher von allem war, was ihr bisher widerfahren war und noch zustoßen würde. Auch verabscheute sie seine Demütigungen und Erniedrigungen, denen er sie unaufhörlich aussetzte. Und doch, soviel war ihr klar, er war der Einzige, der ihr helfen konnte.

 

                                                           VII

 

Grob wurde sie in ihre Kammer zurückgezerrt. Dort durfte sie sich nicht auf das Bett setzen, sondern wurde, zwei Meter vom Bett entfernt,  diesmal direkt an der Wand angekettet. Die Kette maß ungefähr zwei Meter.

Loreley setzte sich, nachdem ihre Aufpasserin ohne Worte den Raum verlassen hatte, auf den Boden, der, wie sie erst jetzt bemerkte, gefliest war. Bald wurde es ihr kalt an ihrem ungeschützten Hintern, und so stand sie wieder auf. Unruhig von einem Fuß auf den anderen tretend wusste sie nicht, was sie nun anfangen sollte.

Ein erneutes Öffnen der Tür ließ sie erstarren.

Vier Männer betraten grinsend den Raum. Loreley hob instinktiv die Arme vor ihre Brust um sich vor den gierigen Blicken zu schützen.

Die Kerle brachen in Gelächter aus.

„Ist das die kleine Votze, die neulich so schön willig alles gemacht hat was wir wollten?“ fragte einer, dessen hervorstechendste Merkmale ein gewaltiger Bierbauch und strähnige fettige Haare waren.

„Mal sehen, was sie uns heute so bietet“, grölte ein anderer, der auch gleich bei ihr war und sie grob an den Armen packte.

Loreley wimmerte. „Bitte, nicht!“ Entsetzt wollte sie einen Schritt nach hinten gehen, aber der Typ hielt sie unerbittlich fest.

Dann waren sie alle da, schwitzige, raue Hände betatschten roh ihren Körper. Ihre Proteste, ihr Flehen und schließlich ihr Schreien wurden ignoriert. In unregelmäßigen Abständen erhielt sie Ohrfeigen, die ihren Kopf zur Seite schleudern ließen. Ihre Brüste wurden grob gekniffen und geknetet, einer der Typen biss ihr kräftig in die Brustwarzen.

Längst war sie auf den Boden gesunken, die Kälte der Fliesen blieb nunmehr unbemerkt, da die Eindrücke der sich in sie bohrenden Finger und schließlich auch Schwänze alles andere überlagerten. Gewaltsam drangen sie in sie ein. Weder ihr geweiteter Anus, noch das künstliche Gleitmittel halfen dabei, die Schmerzen, die durch die rohe Gewalt verursacht wurden, zu lindern. Ihr Mund wurde brutal aufgerissen und ein Schwanz bis zu ihrer Kehle hineingestoßen.

Loreley gab irgendwann auf, Laute von sich zu geben. In besonders schmerzhaften Momenten stöhnte sie auf, zum Schreien hatte sie keine Kraft mehr. Die Männer waren unermüdlich. Sie beschmutzten sie mit ihrem Samen, spritzten ihr ins Gesicht und verteilten ihre Ergüsse auf ihrem ganzen Körper.

Sie befand sich kurz vor einer Ohnmacht, als Phillip erschien. Sofort hörten die Kerle auf, sie zu quälen.

Besudelt, grün und blau geschlagen, lag Loreley auf dem Boden. Als sie ihn sah, fing sie hilflos an zu schluchzen. „Mach, dass es aufhört, bitte, bitte, hilf mir.“

Und er half. Er nahm sie in die Arme, beschützte sie vor der Meute, und brachte sie erneut in die tröstende feuchte Wärme einer Badewanne.

Wieder wusch er sie liebevoll ab, nur, dass Loreley davon nicht wirklich viel mitbekam, da sie unter den Nachwirkungen des Schocks weiterhin vor sich hinweinte und wimmerte. Halb benebelt nahm sie wahr, wie er sie mit Salbe behandelte und sie dann in ein Bett verfrachtete. Dort legte er sich neben sie und nahm sie in die Arme.

Die ganze Zeit murmelte er besänftigend auf sie ein. „Es tut mir leid, jetzt ist ja alles gut, ich bin ja da, ganz ruhig.“

Irgendwann kam sie zu sich.

„Komm, ab auf die Toilette“, wies er sie an.

Zu betäubt, um irgendetwas in Frage zu stellen, folgte sie ihm gehorsam an der Kette. Widerspruchslos setzte sich, und tat, was er erwartete.

„Brav hast Du das gemacht, abputzen nicht vergessen.“

Sie stellte sein Lob nicht mehr in Frage. Und Scham empfand sie auch nicht, dafür war sie zu ausgelaugt.

Loreley war die ganze Zeit stumm geblieben. Zu erschöpft, um nachzudenken oder gar aufzubegehren.

Doch eine Frage musste sie stellen.

„Bleibst, “ sie stockte kurz, überwandt sich aber, “bleibst Du jetzt bei mir?“ fragte sie, ängstlich auf die Antwort wartend.

„Das geht leider nicht“, antwortete er freundlich, aber bestimmt.

Loreleys Augen füllten sich mit Tränen, „wird es dann so weitergehen? Werden immer weiter Menschen kommen und mir weh tun?“

Er hob ihr Gesicht mit beiden Händen an, die Kette baumelte zwischen ihnen. „Glaube mir, es tut mir sehr, sehr leid“, sagte er, während er ihr beschwörend in die Augen sah. „Ich komme, so oft ich kann, und wenn ich da bin, verspreche ich Dir, wird Dir kein Leid geschehen. Aber in der Zwischenzeit…“ er schüttelte traurig den Kopf. „In der Zwischenzeit sei tapfer und versuch zu lernen.“

„Was soll ich denn lernen?“ hilfloses Weinen bemächtigte sich ihrer.

„Dass es Dir nur bei mir gut geht“, antwortete er fest. „Dass nur ich Dich vor Schaden bewahren kann. Und dass Du mir dafür unendlich dankbar bist und stets alles tun willst, was ich möchte. Dass ich der Mittelpunkt Deiner Welt bin und Du darüber wirklich glücklich bist.“

„Aber das habe ich doch schon gelernt“, beeilte sie sich eifrig zu versichern.

„Wirklich, genauso ist es und nicht anders. Bitte, “ sie sank vor ihm auf die Knie, „bitte, schick mich nicht fort.“

Bebend lag sie vor ihm, auf seine Gnade hoffend. Seine Hand legte sich warm auf ihren Kopf.

„Es liegt nur an Dir, Baby“, waren seine Abschiedsworte. Dann drehte er sich um und ging.

Loreley kniete zitternd auf dem Gang, sah ihm hinterher und schluchzte.

Er ließ sie allein, ganz allein mit ihrer Angst. Blind vor Tränen kauerte sie sich zusammen und ergab sich ihrem Schicksal.

 

                                                     VIII

 

Irgendwann wurde sie von Schweinsauge gefunden und an ihrer Kette wieder in den gefliesten Raum gebracht.

Wie betäubt machte Loreley alles, was von ihr verlangt wurde. Sie ließ sich erneut anketten, aß was man ihr gab und machte dann die Augen zz, da Schweinsauge ihr befohlen hatte, zu schlafen.

Ausgestreckt lag sie da, doch der Schlaf wollte nicht kommen. Loreleys Gedanken drehten sich im Kreis. Was kommt als nächstes? Wie viel muss ich noch ertragen? Wann wird er mich erlösen?

Flüchtig dachte sie darüber nach, ob sie sich weiterhin im Drogenrausch befand. Aber so fühlte es sich definitiv nicht an. Da sie auch keine Entzugserscheinungen mehr bemerkt hatte nahm sie an, die Ersatzdroge in Form der Tablette unbemerkt in ihr Essen gemischt bekommen zu haben.

Schließlich musste sie doch eingeschlafen sein. Sie erwachte von groben Händen an ihren Haaren. Orientierungslos wollte sie sich wegdrehen, doch unerbittlich wurde sie festgehalten. Harte Schläge prasselten auf sie nieder.

Loreley versuchte es mit Flehen. Hart wurde ihr eine flache Hand auf den Mund geschlagen. Nun konnte sie ihr eigenes Blut schmecken. Fortan versuchte sie, ihr Schreien zu unterdrücken. Jemand hielt sie fest und ein anderer schob einen harten Gegenstand in sie hinein. Etwas bohrte sich in ihren Hintern, und sie begann erneut zu wimmern.

Loreley versuchte, die Vergewaltigung über sich ergehen zu lassen. Heftige Gegenwehr hatte auch heftige Schläge zur Folge. Aber sie schaffte es nicht, sich nicht zu wehren. Sie kämpfte jämmerlich gegen die unbekannte Übermacht, wohl wissend, dass es keinen Zweck hatte.

Sie drückten ihr die Kehle zu. Loreley hörte auf zu zappeln, gut, dann sterbe ich jetzt, dachte sie, wurde dann aber mit einem Schwall kalten Wasser wieder ins volle Bewusstsein zurückgeholt.

Es ging gefühlte Stunden so weiter.

Sie konnte nicht erkennen, ob zwei oder zwanzig Männer sie missbrauchten. Ihr Körper fühlte sich wie ein einziges Stück rohes wundes Fleisch an.

Ihre Körperöffnungen brannten wie Feuer, längst hatte sie aufgehört sich zu wehren. Sie hatte aufgehört zu Denken, sich tief in ihr Inneres zurückgezogen.

Irgendwann kam Phillip.

Es wiederholte sich alles.

Die Misshandlungen endeten abrupt mit seinem Erscheinen, er war zärtlich, badete sie, behandelte ihre Wunden, tröstete sie, ließ sie auf Toilette gehen.

Sobald sie sich erholt hatte ging er und es kamen erneut fremde Männer, die sie auf jede nur erdenkliche Weise quälten, benutzten, misshandelten und vergewaltigten.

Bald unterlagen ihre Tage einem für sie erkennbaren Rhythmus.

Obwohl sie die Zeiten ihrer Qualen einschätzen konnte, wurde es dadurch nicht leichter für sie, diese zu ertragen. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Loreley wunderte sich, dass sie noch nicht wahnsinnig geworden war, aber nunmehr lebte sie für den Augenblick, in dem Phillip durch die Tür trat und sie aus ihrem Elend befreite.

                                                             IX

 

Längst wehrte sie sich nicht mehr gegen die Männer, die sie benutzten. Sie kam sich vor wie ein Gegenstand, der nach Belieben benutzt werden konnte.

Ihre Person, ihre Gefühle waren unwichtig. Und solange sie nicht zu erkennen gab, dass sie Schmerzen hatte, oder mit der Behandlung nicht einverstanden war, wurde sie zwar in sämtliche Löcher penetriert, aber die Schläge hielten sich in Grenzen.

Am längsten hatte sie gebraucht zu lernen, den Samen, der in ihren Mund gepumpt wurde, widerspruchslos und ohne zu würgen zu schlucken.

Doch mittlerweile tat sie auch das, ohne sich ihren Widerwillen anmerken zu lassen.

 

Nur bei Phillip fühlte sie sich noch als Mensch behandelt. Er war nie brutal zu ihr, behandelte sie rücksichtsvoll, und redete mit ihr.

Sobald sie ihn erblickte wusste sie, dass ihre Qualen für einen begrenzten Zeitraum  vorbei waren.

Er war der Einzige, der nett zu ihr war und er lobte sie öfters, für die unterschiedlichsten Dinge.

Bald hungerte sie nach Worten der Anerkennung aus seinem Mund und mittlerweile war es ihr auch egal, ob er sie lobte, weil sie nach einer besonders heftigen Vergewaltigung noch laufen konnte, oder weil sie erfolgreich ins Klo gemacht hatte.

Loreley wusste, dass ihre kurzen Glücksmomente einzig und allein von seinem guten Willen abhängig waren. Mehr und mehr wuchs in ihr die Angst, dass er sie eines Tages völlig allein lassen würde.

In ihrer Zweisamkeit war er der Gebende. Er versorgte sie, wusch sie, führte sie. Loreley wusste nicht, wie sie ihm etwas zurückgeben konnte. Das Einzige, was sie hatte, war ihr Körper, und den wollte sie ihm nicht anbieten. Ihr Körper war nicht nur hässlich, sondern auch besudelt, beschmutzt und entehrt. Sie fühlte sich wertlos, jeder der wollte, konnte sie benutzen, und schon, weil Phillip nie auch nur den Versuch machte, sich ihr sexuell zu nähern, meinte sie zu wissen, dass er ebenso empfand.

An diesem Punkt ihrer Gedanken angekommen, rollten ihr, ohne ihr Zutun, dir Tränen über die Wange.

Phillip, der gerade damit beschäftigt war, sie abzutrocknen, während sie vor ihm stand, sah ihr prüfend ins Gesicht.

„Was ist los, Kleines?“ fragte er und hob ihr Kinn mit seinem Finger an, so dass sie gezwungen war, seinen Blick zu erwidern.  

Sie schluckte, versuchte seinem Blick auszuweichen, doch ein Ruck an ihrem Kinn machte ihr klar, dass er das nicht zulassen würde.

Stammelnd versuchte sie, ihre Gefühle in Worte zu fassen.

„Du, Du bist immer so gut zu mir. Du bist der Einzige hier, der gut zu mir ist. Ich…“, sie verstummte, schaute wieder zur Seite.

Leicht kniff er ihr ins Kinn. „Sprich weiter“, wies er sie an.

„Ich, ich will Dir so gerne zeigen, was mir das bedeutet, “ hauchte sie verlegen, „aber ich weiß nicht wie!“ Flehend sah sie ihn an, weitere Tränen schimmerten in ihrem Blick.

Während Phillip sie ausdruckslos anstarrte registrierte er, wie er anschwoll. „Endlich“ jubelte er innerlich, „habe ich sie da, wo ich sie haben wollte!“

„ Was möchtest Du?“ fragte er sie eindringlich.

„Ich möchte Dir danken. Ich will, dass ich Dir wichtig bin, dass Dich meine Gegenwart genauso glücklich macht, wie mich Deine. Bitte, sag mir, wie kann ich Dich erfreuen?“

Flehend sah sie ihn an.

„Ist es Dir Ernst?“ fragte er eindringlich. Loreley konnte nur Nicken.

„Ich will Dich mit Haut und Haaren“, flüsterte er in ihr Ohr. „Ich will, dass Du mir gehörst und jede Anweisung, die ich Dir gebe, befolgst. Ich will, dass es Dich glücklich macht, mich glücklich zu machen und jedes Wort, dass ich sage, für Dich Gesetz ist.

Ich will, dass Du vor Begehren nach mir vergehst und jederzeit bereit bist, meine Bedürfnisse zu stillen.“

Loreley fühlte, wie sie bei seinen Worten feucht im Schritt wurde.

Durch die ständige Nutzung ihres Körpers, waren ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse völlig aus ihrem Geist gelöscht worden, aber bei seinen Worten entflammte sie, und der dringende Wunsch, ihn in sich zu spüren, überflutete sie völlig unvorbereitet.

„Ich begehre Dich, “ hauchte sie, “ und ich möchte gerne alles tun was Du möchtest.“

„Erinnere Dich Loreley!“ Er umfasste ihre Schultern und sah ihr direkt in die Augen.

„Du wolltest mich verlassen, Dein Leben nach Deinen Vorstellungen gestalten. Weißt Du es noch?“ Er schüttelte sie leicht.

Verwirrt erwiderte sie seinen Blick. Ihn verlassen? Warum sollte sie das tun? Er war immer so gut zu ihr. Er war der Einzige, der gut zu ihr war. Sie wollte ihn nicht verlassen. Im Gegenteil, sie hatte Angst, dass er sie verlassen würde.

Sie schüttelte den Kopf. „Nein, nein, ich wollte Dich nicht verlassen, bitte, lass mich bei Dir bleiben“, flehte sie.

„Bevor Du hier herkamst, Loreley, “ wieder schüttelte er sie an den Schultern,  "hattest Du Pläne in Deinem Leben. Und ich habe da nicht reingepasst.

Du wolltest gehen. Deshalb ist das hier alles passiert. Ich habe Dich daran gehindert zu gehen und dafür gesorgt, dass Dir das angetan wird, was Dir zugestoßen ist.

Ich habe veranlasst, dass Dein Körper umgeformt wird.

Deine Brüste, Dein Hintern, “ unwillkürlich blickte Loreley an sich hinunter, während er weiter sprach. „Dein Mund, Deine Schamlippen. Du hast ein Gleitmitteldepot in Deinem Körper und Dein Eingang, “ er fuhr mit zwei Fingern in sie hinein, Loreley keuchte überrascht auf während ihr Unterleib sich ihm unwillkürlich entgegenkam, „ist enger gemacht worden.“

Er nahm die Finger nicht wieder fort, während er fortfuhr. Langsam ließ er sie in ihr kreisen, auf ihre Reaktionen lauernd.

Loreley hatte Mühe, sich auf seine Ausführungen zu konzentrieren. Die Gefühle, die seine Bewegungen in ihr weckten, brachten sie fast um den Verstand. Wie lange hatte sie keine Lust mehr verspürt? Und auf einmal stand ihr Körper in Flammen. Nicht aufhören, konnte sie nur denken, bitte nicht aufhören.

„Ich habe die Männer zu Dir geschickt, damit sie Dich vergewaltigen. Alle Männer. Kein Einziger kam ohne meine Erlaubnis. Auf meinen Befehl hin haben sie Dich benutzt und misshandelt.

Hast Du das verstanden?“

Er zog die Hand fort, Loreley öffnete die Augen, „mehr, “ hauchte sie, „bitte“.

Phillip grinste zufrieden.

„Nein, erst wiederholst Du, was ich Dir eben erzählt habe. Wenn Du das brav gemacht hast, und nichts ausgelassen hast, dann, “ er streifte flüchtig über ihre nasse Klitoris, “bekommst Du mehr.“

Loreley  schluckte. Er sollte weitermachen. Was sollte sie tun? Sie blinzelte. Langsam kam sie in die Wirklichkeit zurück, der Rausch der Emotionen ließ nach.

Sie zwang sich zur Konzentration. Je eher sie machte, was er wollte, desto eher würde er sie wieder berühren. Und das war es, was sie wollte.

Sie forschte in ihren Erinnerungen.

Es war so lange her. Und es war so belanglos, hatte nichts mehr mit dem zu tun was sie nun war.

Sie hatte ein oberflächliches Leben mit oberflächlichen Zielen geführt. Als sie merkte, dass Phillip ihren Zielen gefährlich werden konnte, da sie ihn  viel zu sehr mochte, wollte sie ihn verlassen.

Dann - dann war ihre Persönlichkeit systematisch ausgelöscht worden.

Ihr fiel die erste Zeit wieder ein, die Schmerzen, die sie nicht zuordnen konnte, der erste Blick in den Spiegel. Ihr Entsetzen über ihren veränderten Körper. Nebulös konnte sie sich auch an die Zeit im Drogenrausch erinnern, und schließlich ihr, noch immer andauerndes, Martyrium, in dem sie, bei vollem Bewusstsein, unzählige Male vergewaltigt und gefoltert wurde.

Das alles geschah, weil Phillip es so wollte. Er bestimmte über ihr Schicksal.

Und jetzt sollte sie ihm erzählen, dass ihr das bewusst war.

Unbestimmt zuckte sie mit den Achseln. „Du hast mich nicht gehen lassen, meinen Körper nach Deinen Wünschen geformt, und Du bist verantwortlich für alle Männer die meinen Körper benutzen.“

So, sie hatte getan, was er wollte, würde er sie jetzt wieder berühren? Erwartungsvoll rieb sie ihren Unterleib an seiner Hand.

Phillip schob sie weg.

Enttäuscht seufzte sie auf, was wollte er denn noch?

„Macht es Dir nichts aus?“ fragte er amüsiert. „Bist Du nicht unendlich wütend auf mich?“

Loreley schüttelte heftig den Kopf.

„Ich will ja nirgendwo anders sein, als hier bei Dir. Wenn Du das alles nicht getan hättest, wäre mir nie bewusst geworden, wie sehr ich Dich brauche. Außerdem, “ sie biss sich auf die Lippen. „Ich krieg das gar nicht auf die Reihe. In meiner Gefühlswelt bist Du für alles Gute, was ich hier habe, verantwortlich. Die schlechten Sachen passieren immer nur, wenn Du nicht da bist, wenn Du kommst, ist alles gut.

Ich meine, Du sagst, dass die schlimmen Dinge auf Deine Verantwortung hin erfolgt sind. Im Kopf begreif ich das schon. Aber, die Gefühle, die ich Dir gegenüber empfinde sagen etwas ganz anderes.

Du bist mein Retter, mein Held, ich liebe Dich, ich bin Dir einfach nur unendlich dankbar.“

Sie blickte verlegen zu Boden.

Phillip betrachtete sie stolz.

Das war sein Werk.

Liebevoll nahm er sie in die Arme und streichelte sie oberflächlich im Schritt. Entspannt lehnte Loreley sich an ihn und genoss ihre erneut aufflammende Erregung.

„Du brauchst nicht mehr zurück“, flüsterte er in ihr Ohr. „Du darfst mit in meine Wohnung kommen und bei mir wohnen.“

Sein Streicheln wurde drängender, sein Finger neckte ihre nasse Perle.

Wohlig reckte sie sich ihm entgegen.

„Aber Du musst tun, was ich Dir sage“, fuhr er streng fort.

„Du warst ein ganz böses Mädchen und dafür hast Du verdient zu leiden.

Stimmt`s?“

Er entzog ihr seine  Hand und Loreley gab wimmernde Laute des Protestes von sich.

Als sie merkte, dass er nicht vorhatte sie wieder zu berühren bis er eine Antwort erhalten hatte, sagte sie gehorsam: „Ja, ja ich war böse. Es ist richtig, wenn Du mich leiden lässt.“

Und während sie die Worte sprach, erkannte sie die Wahrheit, die darin lag.

Schließlich hatte sie ihn verlassen wollen. Alles was ihr seitdem zugestoßen war, hatte sie selbst zu verantworten.

Es war ihr höchstes Glück jetzt noch hier sein zu dürfen. Sie wollte ihn glücklich machen. Darum sollte es gehen. Und wenn es ihm gefiel, sie leiden zu lassen, sollte das so sein. Sie würde jedes Leid gerne auf sich nehmen, wenn sie dadurch wieder gut machen konnte, was sie ihm angetan hatte und ihn so letztendlich glücklich machen könnte.

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Kommentare

... dass viele Leser die Perfidität von Phillips Plan als bösartig, ungehörig, verachtend, unliebenswürdig oder gar kriminell empfinden.

Ich sehe das etwas differenzierter. Jede Beziehung verläuft immer so ab, dass der eine Partner den anderen sukzessive von seinen Emotionen und Handlungen abhängig macht. Zumeist ist das ein unbewusster Prozes, der im Unterbewusstsein stattfindet und durch Hormone und körpereigene Botenstoffe geregelt wird. In deiner Geschichte hat jener Phillip einfach nur das, was milliardenfach tagtäglich stattfindet, selbst in die Hand genommen. Ich kann daran nichts Verwerfliches erkennen!

Im Endeffekt sucht doch jeder von uns nur seinen Platz im Leben, eine Zeitdauer, die evolotionär betrachtet lediglich einen Wimpernschlag der Existenzverweilung unseres Planten ausmacht. Ist es dabei so verwerflich, wenn dabei, jenen Platz zu finden, etwas von außen nachgeholfen wird? (Das muss jeder für sich selbst klären...)

Insgesamt war die Geschichte in jedem Fall ergreifend, logisch erzählt, technisch sauber erarbeitet, sprachlich nahezu fehlerlos und - und das ist vielleicht das Wichtigste - durchaus spannend.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre dies, noch ein bisschen über die nun von beiden Seiten als glücklich empfundene Beziehung der beiden Protagonisten erfahren zu dürfen. 

Für den Moment bleibt mir nichts anderes übrig, als dem Trend zum Trotz sechs Sterne zu vergeben, für eine sehr lesenswerte Geschichte unter dem Haupt-Tag <non-consensual>. 

sehr gut..  die Geschichte hat mich sehr angesprochen und das Ende war zwar etwas zu schnell / kurz...  trotzdem, gut gemacht!

...dafür, dass sich doch so Einige mit meinem Beitrag auseinandergesetzt haben. Sei es nun im Guten oder im Schlechten.

Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so schwer fällt, mich mit negativen Meinungen konfrontiert zu sehen.

Letztendlich hab ich die Geschichte als MEINE erotische Phantasie geschrieben und nicht, um sie einer grossen Leserschaft zur Verfügung zu stellen.

Im Übrigen, BDSMfiction Admin , ganz allein :-).

Die Veröffentlichung hier war eine spontane Idee, nachdem ich auf diese Seite gestossen bin.

Jetzt eine Fortsetzung gezielt für Andere zu schreiben.... hmm, da hätt ich ja noch größere Probleme, wenn sie dann nicht gefällt.

Gruß an Mia und Hannah, ich hoffe, ihr seid dabei geblieben und nicht enttäuscht.

Jedenfalls waren die letzten vier Tage für mich eine sehr spannende Erfahrung, aber in naher Zukunft werde ich mich erst mal aufs Lesen kozentriereren. 

ein wenig mit dem Stockholm-Syndrom gespielt, nicht wahr? Die Rahmenbedingungen sind zwar verändert, aber das Prinzip erscheint erfüllt. Gar nicht schlecht. Die Gefühlswelt der Frau ist nachvollziehbar beschrieben - und wer weiß schon wirklich, wie sich diese Art von Vorgehen auf ein Individuum auswirkt. Auf jeden anders. Und vier Monate sind schon eine beachtliche Zeit um einen Menschen zu brechen.

Und genau das hast Du wie ich finde nachvollziehbar beschrieben.