Ralfs neues Leben

 

Der Mann saß als einziger Gast noch an der Bar der kleinen Eckkneipe.
Eine bessere Formulierung wäre vermutlich "hing".
Nach zahlreichen Bieren und Schnäpsen hatte er sich in einen dumpfen Rausch getrunken.
Jetzt schlug ihm der Wirt freundschaftlich auf die Schulter. "Tut mir leid, aber ich muss jetzt wirklich zumachen."
Ralf sah angestrengt auf, die Lider nur halbgeöffnet. Ein Schleier verfremdete sein Sichtfeld.
Langsam rutschte er vom Barhocker und kramte in der Tasche nach seinem letzten Geld.
Dann wankte er mühsam aus dem Schankraum und stolperte die 200 Meter bis zu seiner kleinen schäbigen Wohnung.
Er ließ sich komplett bekleidet auf seine Matratze fallen, die auf dem Boden lag, und alles drehte sich.

Ralf fühlte sich als Versager.
Er hatte im Leben nicht wirklich etwas erreicht.
Mit Hilfsarbeiten hielt er sich so gerade über Wasser.
Auch mit den Frauen hatte es nie so richtig geklappt.
Die Letzte war mit seinem Freund durchgebrannt. Der hatte ja auch den besseren Job und mehr Geld, ein dickes Auto und ein eigenes Haus mit Garten.

Ralf war sich sicher, dass sein Pech beim anderen Geschlecht drei Gründe hatte:
1. Seine Schüchternheit
2. Seine Hässlichkeit
3. Seine Geldsorgen

„Ich würde alles dafür tun, endlich auch mal Geld und Frauen zu haben. Alles! Die Anderen hatten lange genug Spaß. Jetzt bin ich dran!“ brüllte er lallend und schluchzte in das dreckige Bettzeug.
„Zum Teufel! Ich würde meine Seele dafür geben.“

Diese Selbstgespräche führte Ralf nun schon seit Monaten. Aber es hatte sich nichts in seinem Leben geändert.
Der Alkohol ließ ihn eindämmern. Morgen wäre der gleiche beschissene Tag wie gestern und wie vorgestern und wie vergangene Woche und vergangenen Monat…

Ralf träumte, wie er auf seiner luxuriösen Yacht in der Karibik stand und den drei Modells in Bikinis zusah, wie sie sich auf Deck am Bug des Schiffes sonnten.
Im Laufe des Tages würde er sich eine der drei Schönheiten heraussuchen und mit ihr in dem großen exklusiven Schlafzimmer verschwinden.
Lässig zündete er sich eine dicke kubanische Zigarre an. Ralf sah auf seine goldene Rolex-Uhr: Schon so spät? Bald würde er sich in sein motorisiertes Beiboot begeben und an Land fahren, um das Casino im Hafen zu besuchen und ein paar tausend Dollar zu verspielen. Heute würde er sich mit zehn- oder fünfzehntausend begnügen. Man musste auch mal bescheiden sein…
In seinem teuren Seidenhemd, das bis zum Bauchnabel aufgeknöpft war, damit jeder die wertvollen Goldketten sah, stand er an Deck und rauchte seine Zigarre.
Das Hemd flatterte leicht und angenehm in der zarten Brise.

Der Tag verlief genau nach seinen Vorstellungen, und dann wählte er die Brünette zu seiner heutigen Bettgefährtin aus und verschwand mit ihr unter Deck.
Wie jeden Morgen wachte Ralf genau an dieser Stelle auf, als sein Wecker klingelte.
Aufgegeilt durch seinen Traum nahm er sein steifes Glied in die Hand und wichste bis es ihm kam.
Er zwang sich aus dem Bett und schlurfte mit Kopfschmerzen in sein kleines Badezimmer, das auch schon bessere Zeiten gesehen hatte.
Nach einer notdürftigen Wäsche machte er sich auf den Weg zu seiner Arbeit.
Seit drei Wochen schuftete er als Helfer auf einem Acker. Die staubige Luft bildete bald einen dreckigen Film auf seiner verschwitzten Haut.
Trotz des schmerzenden Rückens würde er noch viele Stunden in der Hitze und dem Schmutz verbringen und sich krumm schuften. Und das alles für ein paar Euros, die weit unter dem Mindestlohn lagen.

So verlief Ralfs Leben. Tagsüber schuftete er auf dem Feld. Abends betrank er sich in seiner Stammkneipe. Nachts träumte er von einem Luxusleben mit wunderschönen Frauen.
In seinen Vorstellungen lebte er als Multimillionär und genoss seinen Reichtum in vollen Zügen.
Doch frustrierend war, dass er selbst in seiner Illusion bei den wunderschönen Mädchen nicht zum Zuge kam. Immer wachte er an der entsprechenden Stelle wenige Augenblicke zu früh auf.
Es war wie verhext.
Doch eines Nachts sollte er in seinem Traum Besuch bekommen.
Ein Dämon sprach zu ihm: „Wie gefällt dir die Welt in deinem Traum? So schön könnte das Leben sein. Und du? Du plagst dich wie ein Sklave für einen Hungerlohn?“
Ralf standen die Tränen in den Augen: „Was soll ich denn machen? So ist nun mal mein Leben. Ich kann es doch nicht ändern. Alles andere ist nur Illusion.“
Der Dämon lachte humorlos. Seine Stimme war tief und wirkte grausam.
„Du meinst, du kannst all das nicht erleben? Glaube mir, ICH kann dafür sorgen, dass deine Wünsche in Erfüllung gehen.“
Ralf sah den Dämon überrascht an. „Wie willst du das bewerkstelligen? Und warum solltest du das tun?“
Der Dämon antwortete: „Ich habe die Macht. Ich kann sofort deine Illusionen in Realität verwandeln. Aber du hast recht: Ich möchte eine Gegenleistung haben.“
Ralf: „Sag was! Ich tue alles! Alles!“
Wieder lachte der Dämon tief und abgehackt.
„Also gut. Du sollst dein gewünschtes Leben haben. Aber ich möchte, dass du vier Wochen lang keusch lebst.“
Ralf: „Keusch? Also gut. Wenn das alles ist…“
Der Dämon sprach feierlich: „So soll es sein! Du hast gewählt. Nimm dein Schicksal in die Hand.
Du wirst heute Nacht nicht träumen. Und morgen früh wirst du in deinem neuen Leben aufwachen!“
Ralf wollte noch eine Frage stellen, aber der Dämon löste sich in einer Rauchwolke auf.

Am nächsten Morgen hörte Ralf seinen Wecker.
Enttäuscht stellte er ihn aus. Es wäre ja auch zu schön gewesen…
Ralfs Gedanke stockte, denn er war nicht mehr in seinem Bett.
Seidenbezüge waren auf ein Wasserbett bespannt. Ralf lag wie in einem Himmelbett von edlen Tüchern umgeben.
An der mit Teakholz getäfelten Decke drehte sich stumm ein mit Messing beschlagener Ventilator und sorgte für einen angenehmen Luftzug.
Dann bemerkte Ralf, dass er selbst einen teuren Pyjama trug. Er stand auf und stellte fest, dass die Fenster rund waren wie… Bullaugen. War er tatsächlich auf einem Schiff? Auf SEINER Yacht?
Er traute sich kaum hinauszuschauen. Als Ralf das türkise bis azurfarbene Wasser sah, im Hintergrund erkannte er einen weißen Strand mit Palmen, lief er aus der geräumigen Kabine und fand sich auf einer weißen Motoryacht wieder, die schätzungsweise 25 Meter lang war.
Ralfs Grinsen wurde immer breiter. Am Bug sonnten sich drei Badenixen, wie die aus seinen Träumen.
Er hatte auch seine Schüchternheit verloren und pfiff den Bikinimädels zu.
Die Damen blickten sofort auf und winkten. Eine Blondine rief: „Ralf, mein Held. Ich habe so Sehnsucht nach dir. Wann hast du wieder Zeit für deine Süße?“
Die Brünette sah sie etwas missmutig an. „ICH gehöre heute Nacht Ralf.“
Sie sah ihn schmachtend an. „Ich verspreche auch, dass ich ein braves Mädchen bin.“
Nun meinte die Dritte, die rabenschwarze Haare bis zu ihrem knackigen Po hatte: „Ralf möchte heute von MIR verwöhnt werden. Nicht wahr, Ralfi? Oder vermisst du meine Lippen noch nicht?“

Ralfs Mund stand mittlerweile auf, und Speichel tropfte ihm auf sein teures Seidenhemd.
Er konnte sein Glück nicht fassen. Der Dämon hatte sein Versprechen eingehalten.
Ralf, der Mulimillionär und Playboy.
Ein neues Leben hatte begonnen.

Dann fiel ihm schmerzhaft sein Gelöbnis ein, das er dem Dämon gegeben hatte.
Schweren Herzens wendete er sich von den Frauen ab und genoss den bereit gestellten Champagner aus einem silbernen Kübel und aß Kaviar aus kleinen goldenen Schüsseln.
Um sich abzulenken übte er Golf – Bälle waren genug an Bord, so dass er sie zu Dutzenden im Ozean versinken lassen konnte. Später schoss er auf Tontauben, die ein Matrose für ihn mit einer Apparatur in die Luft jagte.
Auch die Fahrt an Land in das Casino aus seinem Traum wurde wahr.
Ralf verspielte fast 20.000 Dollar. Aber seine Kreditkarte übernahm das problemlos.
Am Spieltisch drängten sich die schönsten Damen um ihn herum.
Aber Ralf reagierte kaum auf Flirtversuche, denn er musste bekanntlich vier Wochen lang keusch bleiben.

Später, als er wieder an Bord seiner Yacht war, wurde ihm bewusst, dass es die längsten vier Wochen seines Lebens werden würden.
In seiner alten Identität hatte er sich wenigstens jeden Abend per Handmassage erleichtern können. Aber jetzt war ihm jede sexuelle Betätigung untersagt.
Ralf musste den drei Schönen also einen Korb geben.

Auch am zweiten Tag blockte er alle Avaganzen ab – so schwer es ihm auch fiel.
Noch konnte er sich mit vielen teuren Spielereien ablenken, aber nach einigen Tagen wurde der Drang immer stärker, dem schönen und verführerischen Geschlecht nachzugeben, immer größer.
Unbändig groß!
Ralf nahm all seine Disziplin zusammen.
„Die Hölle!“ brüllte er eines Abends in seiner Kabine. „Ich bin in der Hölle gelandet!“
Er dachte an die knapp bekleideten Modells, an die Erotik auf zwei Beinen, auch an deren Versprechungen, die in seinen Ohren so honigsüß klangen.
Er hätte jede Frau haben können. Sie alle lagen ihm zu Füßen.
Und dieser vermaledeite Dämon hatte es verboten, von den Früchten zu naschen.

Es war kaum eine Woche vergangen, als Ralfs Penis fast ständig steif war. Er hielt die Enthaltsamkeit kaum noch aus. Er wollte endlich - zum ersten Mal in seinem Leben – eine dieser perfekten Frauen fi**en.
Ralf kam fast bei der bloßen Vorstellung zur Ejakulation.
Die Blonde hatte von ihrer Gelenkigkeit geschwärmt, die Brünette ihm in die Ohren geflüstert, was für Sauereien sie mit ihm anstellen wollte, und die Schwarzhaarige benetzte lasziv ihre vollen Lippen, was Ralfs Fantasie ebenfalls anregte – und nicht nur die Fantasie.
Trotzdem blieb er eisern.

Doch nach fast drei Wochen fühlte er sich, als wollten seine Hoden bald platzen. Sein Penis war fast rund um die Uhr steif wie ein Brett, und die kleinste Berührung führte dazu, dass er sich am liebsten sofort auf eine der Liebesgöttinnen gestürzt und sie durchgerammelt hätte.

Irgendwann war seine Lust einfach zu mächtig geworden.
„Was soll schon passieren? Der Dämon ist nicht mehr aufgetaucht. Nur ein einziger fi**k. Bitte!“
Ralf erlag seinem Trieb und ging zu den Traumgirls.
Aber welches sollte er als erstes nehmen?
Er konnte sich nicht entscheiden.
Das Trio nahm ihm die Wahl ab. Wie im Chor sagten die Damen in anzüglichem Tonfall: „Dann kommen wir eben alle Drei zu dir. Es wird dir gefallen.“

Ralf wurde fast schwindelig vor Lust und Vorfreude. Bald schon fand er sich in dem großen Wasserbett wieder. Das Trio hatte nicht zuviel versprochen. Im Gegenteil: Ralf hatte sich in seiner besten Fantasie nicht ansatzweise das ausmalen und erträumen können, was nun geschah...
Er war fast von Sinnen.
Er knetete perfekte Brüste, eine wunderhübsche Fee saugte an seinem prallen Schwanz, und die Dritte kraulte ihm den ganzen Körper, streichelte seine Hoden…
Die Sexorgie schien endlos zu dauern…
Ralf war im „Siebten Himmel“, es war unbeschreiblich. Diese Lust. Diese Obsession.
Er war kurz vor einem Erguss der Superlative. Gallonen von Sperma schienen sich ihren Weg durch den steifen Schaft zu bahnen und tief in den Mund der Schönheit zu schießen oder über ihr hübsches Gesichtchen, wenn sie seinen Penis rechtzeitig aus ihrem kleinen Mund nehmen würde…
Auf jeden Fall bahnte sich ein Orgasmus an, wie Ralf ihn nie erlebt hatte…
Er war im Paradies! Jaaaaa!
Jetzt… noch eine Sekunde…
Und….

Plötzlich waren die Frauen verschwunden, als ob sie sich in Luft aufgelöst hätten.
Ralf sprang in sitzende Stellung auf: Was war los? Seine Geilheit war unerträglich.
Instinktiv griff Ralf nach seinem besten Stück, um dieses ekstatische Erlebnis zum wichtigen Ende zu bringen, aber seine Hand prallte gegen Stahl.
Geschockt sah er in seinen Schritt. Konsterniert fasste er mit beiden Händen zu und glotzte blöd auf den Keuschheitsgürtel, der seinen Luststab umschloss.
Vor Ralf bildete sich eine Rauchwolke, aus der sich in einer fließenden Bewegung der Dämon entwickelte. Ein obskures Lachen dröhnte dem Schiffskapitän entgegen.
„Du hast dich nicht an unsere Vereinbarung gehalten! Jetzt musst du die Konsequenzen tragen!“
Ralf stöhnte auf. Seine unbefriedigte Lust quälte ihn. Aber auch der Gedanke daran, nun einen Keuschheitsgürtel zu tragen.
Ängstlich fragte er: „Wie lange muss ich ihn denn nun tragen?“
Wieder lachte der Dämon grausam und düster. „Diese Fessel wirst du in dieser Welt nie wieder ablegen. Und versuche es erst gar nicht mit Gewalt. Nichts und niemand wird diesen Gürtel entfernen können.“
Mit diesen schicksalhaften Worten löste sich der Dämon wieder auf und ließ einen niedergeschmetterten Ralf zurück.

Erst später bemerkte er, dass die Frauen noch auf dem Schiff waren.
„Warum hast du uns hinausgeworfen?“ wollte eine wissen.
Ralf ahnte, dass der Dämon den Frauen eine falsche Wirklichkeit vorgegaukelt hatte.
Die Frauen schmiegten sich an ihren Kapitän und wollten da weiter machen, wo sie aufgehört hatten.
Ralf ließ es geschehen.
Würden die Gespielinnen sich vor dem KG erschrecken?
Aber sie schienen in keiner Weise überrascht und liebkosten Ralf weiter, bis dieser es nicht mehr ertrug und sie aus dem Schlafzimmer schickte.

In den nächsten Tagen versuchte er sich von schönen Frauen fernzuhalten, aber dies gelang kaum. Überall schien es das schönere Geschlecht auf ihn abgesehen zu haben.
Ralfs Paradies war endgültig zu einer Hölle geworden.
Zwar konnte er weiterhin endlosem Luxus frönen, aber sein Sextrieb machte ihn fast wahnsinnig.
Nach sechs Wochen war er so frustriert und bis zur Hutschnur aufgegeilt, dass er abends im Bett den Dämon herbeibettelte und sein altes Leben zurück haben wollte.
Doch der Geist erschien nicht mehr.
Die nächsten Tage wurden immer schlimmer. Ralf konnte nichts mehr genießen. Er konnte nur noch an seine unerfüllte aufgestaute Lust denken. Gequält rieb er sich den ganzen Tag über den KG.

Endlich: Nach weiteren zwei Wochen erschien die gespenstische Gestalt wieder:
„Ich habe dein Flehen gehört. Willst du wirklich in dein altes armseliges Leben zurück?“
Ralf brauchte nicht lange darüber nachzudenken: „Ja! Auf jeden Fall! Sofort! Sofort! Bitte!“
Der Dämon lachte in gewohnter Manier: „Also gut. Dein Wunsch sei dir gewährt. Danach wirst du mich nie wieder sehen.“
Ralf atmete auf. Der Luxus war zwar wunderbar gewesen, aber er hielt den Samenstau nicht mehr aus. Um nichts in der Welt.
Ralf fiel in einen tiefen Schlaf.
Er träumte nichts. Es war nur entspannende Leere. Und für einen Augenblick vergaß er sogar seine unbefriedigte Geilheit.

Ralf wachte auf: Hatte der Geist sein Zusage gehalten? War Ralf wieder in seinem einfachen Leben angekommen?
Es war dunkel. Ralf tastete nach der kleinen rostigen Lampe neben seiner Matratze.
Oder würde er eine teure Designerleuchte fühlen?
Das Licht ging an: Er war wieder in seiner alten Wohnung. Er lag in dreckigem geflicktem Bettzeug.
Und auch sein schmutziges Unterhemd trug er wieder.
Dann sah er an sich herab: Auch die Goldketten und die teure Uhr waren verschwunden.
Ralf atmete auf!
Sein altes Leben hatte ihn wieder.
Ralf stand auf. Er musste pinkeln. Er ging zur nächsten Tür, die knarrend aufsprang.
Sein kleines Bad sah dreckig und rostig aus. Aber das war ihm im Moment egal. Er zog die Hose runter, um sich , in die Kloschüssel zu erleichtern.
Doch dann blieb ihm das Herz fast stehen: Er konnte seinen Penis nicht in die Hand nehmen.
Er trug noch den Keuschheitsgürtel.
Er setzte sich auf die Toilette. Zum einen, weil er anders nicht pinkeln konnte, zum anderen vor Schreck.
Ein Schrei entfuhr ihm: „NEIN!“
Doch es war wahr: Ralf war in seiner alten Welt. Aber den KG trug er immer noch und würde ihn auch sein Leben lang weiter tragen müssen.

Den Rest des Tages saß Ralf wie apathisch in seiner Wohnung und musste sein Schicksal erst einmal verarbeiten.
Am nächsten Tag kam die Geilheit langsam zurück, wurde Tag für Tag stärker und grausamer drängelnd, quälender als je zuvor.
Ralf war seinem Trieb hilflos ausgesetzt. Es gab für ihn nie wieder eine Erleichterung.

Eine Woche später sprach ihn eine Yvonne, seine neue Nachbarin an.
Ralf wunderte sich zunächst, denn die junge Frau war eine Liga zu groß für ihn.
Sie war wunderschön und so perfekt gebaut wie die Bikini-Frauen auf seiner Yacht.
Nach ein wenig Smalltalk und einem Flirt gestand Yvonne ihm ihre Liebe.

Ralf war nicht in der Lage (und wollte es auch nicht) der hübschen Frau lange zu widerstehen.
Schließlich wurden sie ein Liebespaar.
Zwar war Yvonne geschockt, als sie den KG zum ersten Mal sah, fand dann aber schnell Gefallen an dem Gedanken, einen „eingeschlossenen“ Bettgefährten zu haben.
Ralf befriedigte seine Angebetete mit seinen Fingern und seiner Zunge.
Yvonne fühlte sich von seinen Liebesdiensten perfekt befriedigt und genoss ihre Beziehung mit ihm.
Aber Ralfs unerlöster Trieb, der sich immer weiter aufschaukelte, machte ihn fast wahnsinnig.
Eines Tages, als er Yvonne zu einem starken Orgasmus geleckt hatte, roch er plötzlich Rauch.
Er tauchte zwischen den Schenkeln seiner Angebeteten auf und sah fassungslos, wie sich der Oberkörper von Yvonne bereits in Rauch aufgelöst hatte.
Zentimeter für Zentimeter entmaterialisierte sich die Frau in der Luft.
Ralf schrie.
Doch Sekunden später blieb ihm der Schrei im Halse stecken, denn ein ihm bekanntes tiefes finsteres Lachen füllte den Raum.

 

ENDE

 

alternatives Ende:

Nachdem Yvonne Ralf ihre Liebe gestand, wurden sie ein Liebespaar.
Ralf war von dieser wunderhübschen Frau begeistert und war nun fest von einem Happy End in seinem Leben überzeugt.
Leider trug er immer noch den verteufelten Keuschheitsgürtel.
Er befriedigte seine Angebetete, konnte aber seinen eigenen Trieb nicht erlösen. Er fühlte sich, als sei er gleichzeitig im Himmel und in der Hölle.
Mit der Zeit genügte Yvonne jedoch Ralfs Zunge nicht mehr, und sie kaufte sich einen Vibrator.
Doch auch dieser Helfer war ihr nicht genug. Er ersetzte schließlich keinen echten Mann mit Penis.
Also suchte sich Yvonne einen Liebhaber, der ihre Bedürfnisse befriedigen konnte.
Ralf ließ es geschehen, denn er wollte diese Traumfrau nicht verlieren. Außerdem hatte er Schuldgefühle, weil er seiner Partnerin nicht alles geben konnte, was sie brauchte.
So lebte Ralf mit der Gewissheit, dass Yvonne am Wochenende ihre Freizeit mit einem anderen Mann verbrachte.
In der ersten Zeit sprach Yvonne nicht viel darüber; doch nach einigen Monaten erzählte sie immer mehr Details aus den Liebesnächten mit ihrem Justin.
Es dauerte nicht mehr lange, da fuhr Ralf seine Yvonne zu den Treffen; und eines Tages lernten sich die Männer sogar persönlich kennen.
Weitere zwei Monate später begleitete Ralf seine Yvonne zu ihren Eskapaden und erlebte als Zuschauer, wie seine Lebensgefährtin in dem wilden Sex mit ihrem Bettpartner aufging, und auch, wie der Mann vor Lust aufstöhnte, als er seinen heißen Saft in Yvonne pumpte.
Als Ralf wieder zu Hause war, fühlte er sich extrem aufgegeilt vom Gesehenen und hielt es kaum noch aus. Unbedingt wollte er wieder dabei sein - schon am nächsten Tag.
So geschah es auch, und Ralf, der gestern noch äußerst eifersüchtig war, genoss es heute, den Beiden zur Hand zu gehen - im wörtlichen wie auch übertragenen Sinne.
In den nächsten Wochen entwickelte sich Ralf zu einem gehorsamen und unterwürfigen Sexsklaven, der so seine einzige Möglichkeit gefunden hatte, seinen Sextrieb zu befriedigen. Die Lust seiner Yvonne war Ralfs Erfüllung geworden.
Und so lebten die Drei einige Monate lang glücklich und zufrieden.
Eines Tages entdeckte Ralf im Internet eine Firma, die sich auf das Knacken von Keuschheitsgürteln spezialisiert hatte.
Sofort rief er an und vereinbarte einen Termin.
Tatsächlich konnte die Firma den KG aufbrechen. Doch als Ralf zu Hause ankam und als erste Handlung masturbieren wollte, bekam er Schuldgefühle. Daher ließ er die Finger von seinem besten Stück. Er wollte zuerst Yvonne um Erlaubnis fragen.
Yvonne war sprachlos, als sie erfuhr, dass Ralf keinen KG mehr trug.
Als Ralf dann schwor, dass er sich nur befriedigen würde, wenn sie ihre Zustimmung gab, beruhigte sich Yvonne und willigte in die Vereinbarung ein, erlaubte ihm aber zunächst keine Erlösung.
Doch Justin bestand darauf, dass Ralf wieder einen KG tragen solle.
So kaufte Yvonne ein neues Exemplar und legte es Ralf feierlich um, noch bevor er ein einziges Mal onaniet hatte.
Das Besondere an dem Gürtel war, dass das Schloss zwei Schlüssel benötigte. Einen trug Yvonne um den Hals, den anderen aber hatte Justin.
Das Trio lebte fortan glücklich und zufrieden.
Ralf erhielt ab und zu von Justin oder Yvonne die Erlaubnis zum Aufschluss. Doch meistens verwehrte dann der Andere Ralfs Freiheit, so dass er verschlossen blieb.
Nur etwa vier Mal im Jahr kam es so aus, dass Yvonne und Justin einer Meinung waren, und Ralf seinen Samenstau auflösen durfte.
Doch mit den Jahren stellte er fest, dass es ihm noch mehr bedeutete, den Beiden zu dienen.
Und so war es doch noch zu einem Happy-End gekommen.
 

ENDE

 

 

zweite Alternative (Das Spiel mit dem Dämon)

Nachdem Yvonne Ralf seine Liebe gestanden hatte, wurden sie ein Paar.
Zwar machte sie große Augen, als er ihr von seinem Keuschheitsgürtel beichtete, doch hatte Ralf ja noch seine Zunge, wie sie ihm mit den Augen zwinkernd kundtat.

Ralf bemühte sich sehr, ihr zu gefallen, obwohl dabei seine Geilheit ins Unermessliche stieg. Und Yvonne gefiel es sehr und streichelte Ralfs Schopf, während er seine Zunge gekonnt zum Einsatz brachte.

Nach einigen Monaten hielt er die Situation kaum noch aus, weil er mittlerweile unerträglich scharf geworden war. Eines Tages wachte er morgens auf und konnte sich noch schwach daran erinnern, wie er wieder von dem Dämon geträumt hatte.
Das Wesen hatte mit ihm ein perfides Gespräch geführt…

Dämon: „Sei gegrüßt, Ralf. Wie fühlst du dich? Ich hoffe doch, dein Keuschheitsgürtel peinigt dich Tag und Nacht. Denn du hast diese Strafe verdient. Wärst du nur vier Wochen keusch geblieben, so hättest du in Saus und Braus leben können, wie du es dir gewünscht hattest.“

Ralf: „Aber ich habe es einfach nicht geschafft! Die Versuchung war zu groß! Meine Geilheit war zu mächtig! Was hätte ich tun sollen?“

Dämon: „Nun musst du mit den Konsequenzen leben.“

Ralf: „Bitte erlöse mich! Ich habe doch schon so viel gelitten!“

Dämon: „In der Tat gibt es eine Möglichkeit für dich, dem Keuschheitsgürtel zu entgehen.“

Ralf: „Wie? Sag! Ich tue alles dafür!“

Dämon: „Alles? Wirklich?“

Ralf: „Ja, ich würde… fast alles tun!“

Dämon: „Hahaha! Du schränkst es schon ein. Hör gut zu, was ich dir anbiete! Dein Keuschheitsgürtel soll sich öffnen. Doch du musst einen Preis bezahlen.“

Ralf: „Ich habe nicht viel Geld, aber ich werde versuchen jede Summe, die du forderst, irgendwie zusammen zu kratzen!“

Dämon: „Nein, Mammon interessiert mich nicht! Ich will etwas anderes von dir!“

Ralf: „Alles kannst du haben… Aber nicht Yvonne!“

Dämon: „Hahaha! Nein, auch deine Yvonne kannst du behalten. Ich will nur eine Entscheidung von dir.“

Ralf: „Eine Entscheidung? Mehr nicht?“

Dämon: „Nein, mehr nicht.“

Ralf: „Einverstanden. Was für eine Entscheidung?“

Dämon: „So höre! Dein Keuschheitsgürtel soll sich augenblicklich und für immer öffnen; doch dafür wird ein unschuldiger Jüngling von mir verschlossen werden.“

Ralf: „Ein Jüngling? Verschlossen werden? Wer denn?“

Dämon: „Du kennst ihn nicht. Und ihr werdet euch niemals kennen lernen. Es ist nur ein Jüngling.“

Ralf: „Aber… warum ausgerechnet dieser Jüngling?“

Dämon: „Er ist 18 Jahre alt und frisch verliebt. Sein erster Sex steht kurz bevor. Mehr brauchst du nicht über ihn zu wissen.“

Ralf: „Nun, aber wie lange wird er den Keuschheitsgürtel tragen müssen?“

Dämon: „Vielleicht gar nicht.“

Ralf: „Das verstehe ich nicht. Dann bleibe ich verschlossen?“

Dämon: „Höre nun, welche Entscheidung du treffen kannst! Wähle eine Zahl zwischen null und hundert. Sie symbolisiert die Wahrscheinlichkeit in Prozent, ob du versperrt bleibst oder nicht – und auch die Chancen des Jünglings.
Lass es dir erklären: Wenn du die Null wählst, so bleibst du verschlossen, der junge Mann aber bleibt frei. Wählst du die Hundert, wechselt ihr euer Schicksal. Wählst du beispielsweise die 69, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich deinen Keuschheitsgürtel öffne, bei 69 Prozent; und die Gefahr, dass der Bursche verschlossen wird, liegt bei 31 Prozent. Das ist mein Angebot. Je größer die Wahrscheinlichkeit, dass du befreit wirst, desto kleiner ist die Chance für den jungen Mann, frei zu bleiben.“

Ralf: „Und wie lange würde der Jüngling in dem KG verbringen müssen?“

Dämon: „Hahaha! Lebenslang!“

Ralf: „Das… das ist aber ein schweres und grausames Schicksal!“

Dämon: „Doch sonst trägst du diese schwere Last.“

Ralf: „Einverstanden.“

Dämon: „Und was für eine Zahl nennst du mir?“

Ralf: „Hundert. Ich will – nein, ich MUSS aus dem Ding raus.“

Dämon: „Hahaha! Eine gute Wahl für dich. Und eine tragische Wahl für den Jüngling.“

Ralf: „Es tut mir so leid. Aber ich konnte nicht anders entscheiden…“

Dämon: „Das hast du gut gemacht!
Zur Belohnung stelle ich dich vor eine zweite Wahl: Du hattest vor vielen Monaten einige Wünsche geäußert. Du wolltest ein neues Leben haben. Deine Geilheit hat es dir wieder genommen. Nun gebe ich dir die Möglichkeit, es zurückzubekommen.“

Ralf: „Aber ich bin mit Yvonne glücklich. Und ohne KG werde ich mit ihr noch glücklicher sein.“

Dämon: „Aber wenn du zusätzlich zu deiner Yvonne auch noch das Luxusleben bekommen könntest, das du dir gewünscht hast?“

Ralf: „Wie?“

Dämon: „Du musst eine Entscheidung treffen.“

Ralf: „Was für eine?“

Dämon: „Du wirst dafür einen weiteren Preis zahlen müssen.“

Ralf: „Welchen?“

Dämon: „Ich sehe an deinen glänzenden Augen, wie sehr du danach gierst. Höre also erneut: Du wirst im Mammon schwimmen, doch dafür wird der besagte Jüngling leiden müssen.“

Ralf: „Leiden? Der Jüngling? Noch mehr? Aber wieso? Was? Was geschieht mit ihm?“

Dämon: „Er wird in jeder ersten Woche eines Monats in jeder Nacht mit einer schmerzhaften Erektion erwachen, sich vor Geilheit winden und seine Hände schützend über seine gequälten und prall gefüllten Hoden halten. Und das bis ans Ende seiner Tage!“

Ralf: „Das… ist ein sehr großer Preis.“

Dämon: „Den nicht du, sondern ein Unbekannter zahlen muss.“

Ralf: „Von wie viel Geld sprechen wir hier?“

Dämon: „Wähle selbst!“

Ralf: „Zehn Millio…. Milliarden!?“

Dämon: „So sei es!“

Ralf: „Einverstanden!“

Dämon: „Gut. Du hast dich entschieden!“

Und das Wesen hatte nicht zu viel versprochen. Ralf war aufgewacht, befand sich erneut in der Welt voller Luxus und Vergnügen – und seine Yvonne lag neben ihm und liebkoste ihn.
Ralf lag in einem prachtvollen Schlafzimmer in einem Himmelbett mit kostbarer Seide und massiven, geschnitzten Holzsäulen wieder. Die Decke war mit Stuck verziert. An den Wänden hingen teure Kunstgemälde in vergoldeten Rahmen.

Sein Blick glitt nach vorne, wo eine breite Glasfront geöffnet war und einen hauchdünnen weißen Vorhang in der leichten Brise zur Seite bewegte, so dass Ralf die imposante Dachterrasse sah, auf dem einige Liegestühle und ein riesiges Sonnensegel zu erkennen waren.
Yvonne meinte: „Lass uns draußen frühstücken. Die Croissants duften so wunderbar.“

Als Ralf in den wärmenden Sonnenschein lief, bemerkte er die weiße Balustrade aus Marmorsäulen und dahinter einen atemberaubenden Ausblick auf einen makellosen Sandstrand und das azurblaue Meer, auf dessen kleinen Wellen die Sonne funkelte.

Ralf fiel das nächtliche Zwiegespräch mit dem Dämon ein. Sein Leben hatte sich zum Guten gewendet.
Obwohl… Der unbekannte Jüngling musste den Preis zahlen…
Doch Yvonne an seiner Seite, mit kostbarem Schmuck behängt und in exklusive Designerstoffe gekleidet, gefiel ihm sehr gut. Auch die goldene Uhr an seinem Handgelenk, die dicke Brieftasche, die Villa mit dem Privatstrand und, und, und…

So vergingen die nächsten Wochen in Saus und Braus mit pompösen und dekadenten Partys, Casinobesuchen, elitären Hobbys, süßem Nichtstun und Geld ausgeben auf alle möglichen Arten.

Weit entfernt lebte ein unglücklicher junger Mann, der unerklärlicherweise plötzlich einen Keuschheitsgürtel trug und vor Geilheit fast umkam.
Voller Scham hatte er es seiner Freundin gebeichtet. Zunächst zeigte sie Verständnis und versprach ihm trotz seines Handikaps ewige Treue.

Nach einigen Wochen hatte sie ihn verlassen, denn das junge Paar war erfolglos bei verschiedenen Schmieden gewesen, die ihn nicht hatten entfernen können. Und als der Jüngling auch noch die extremen Erektionen bekam, war sein Schätzchen ihm mit einem anderen Burschen davongelaufen.

Eines Nachts erschien dem Jüngling ein Dämon im Traum.

Dämon: „Höre, was ich dir zu sagen habe! Den Keuschheitsgürtel hast du einem eigennützigen Menschen zu verdanken. Er hat dich um seiner eigenen Freiheit und des Geldes wegen verflucht. Ich gebe dir die Chance, dich zu befreien. Doch du wirst einen Preis dafür zahlen müssen.“

Jüngling: „Ein Preis?“

Dämon: „Du wirst sofort befreit, doch wird dafür der Mann, dem du den KG zu verdanken hast, einen hohen Lohn zahlen müssen.“

Jüngling: „Was für einen Lohn?“

Dämon: „Wenn du dich für die Freiheit entscheidest, so wird dem Mann alles genommen, was er besitzt: seine Freundin, sein Reichtum, auch seine Freiheit, denn er wird seine Manneskraft auf ewig verlieren. Mit dieser Schuld musst du dann leben.“

Jüngling: „Und dieser Mann hatte mir die Freiheit genommen? So verdient er es nicht anders. Ich bin einverstanden.“

Dämon: „Du hast gut entschieden. So soll es also sein.“

Als der Jüngling am nächsten Tag aufwachte, war sein Keuschheitsgürtel verschwunden. Seine harte Erektion war zwar vorhanden, doch konnte der Bursche Hand anlegen und sich genüsslich Befriedigung verschaffen.

Ralf dagegen hatte sich mit seinem Vermögen verspekuliert, war einem Betrüger aufgesessen und hatte auch noch unsägliches Pech, so dass er seinen gesamten Besitz innerhalb kürzester Zeit verlor.
Yvonne, mittlerweile an das Leben im Reichtum gewöhnt, brannte mit einem anderen wohlhabenden Kerl durch.

Als sich auch alle anderen Frauen von Ralf abwandten, weil er kein Geld mehr hatte, schloss er sich frustriert in einem Zimmer seiner Villa ein, die er morgen dem Gerichtsvollstrecker übergeben musste und onanierte.
Doch sein Penis wollte nicht steif werden. Nicht die geringste Erektion bekam er, egal, was er anstellte. So konnte er machen, was er wollte, aber er kam zu keinem Orgasmus.

Noch frustrierter schlug er wild auf die Matratze ein und schluchzte anschließend ins Kissen. Erschöpft blieb er schließlich dort liegen, wo er war, und schlief ein.
Da erschien ihm der Dämon erneut im Traum.

Dämon: „Hallo Ralf, wie geht es dir?“

Ralf: „Das weißt du wohl! Du hast mich betrogen! Du hast mir alles genommen! Du steckst hinter meinem Pech!“

Dämon: „Ich habe das nicht zu verantworten. Aber ich gebe dir in meiner endlosen Güte die Möglichkeit, zumindest Rache an Yvonne zu nehmen. Schließlich hat sie so großen Gefallen am Luxusleben bekommen, dass sie dich in den Wind geschossen hat, als du nichts mehr hattest.“

Ralf: „Ja, das stimmt. Dieses Flittchen! Wie soll ich mich denn rächen können?“

Dämon: „Ich brauche nur eine Entscheidung von dir.“

Ralf: „Worauf willst du dieses Mal hinaus?“

Dämon: „Ich könnte dafür sorgen, dass Yvonne einen Keuschheitsgürtel trägt – ihr Leben lang!“

Ralf: „Hm, und was muss ich dafür tun?“

Dämon: „Nichts. Nur eine Entscheidung treffen.“

Ralf: „Nun sag schon, was für eine Entscheidung?“

Dämon: „Alles hat seinen Preis. Ich stecke Yvonne in einen KG. Doch dann wird jeder Mann, der jemals mit Yvonne Sex hatte, auch lebenslang in einem KG verbringen müssen. Aus guter Quelle habe ich erfahren, dass es insgesamt 14 Personen sind.“

Ralf: „Also gut. Tu es! Wenn ich meine Potenz verloren habe, so brauchen die anderen Typen auch nicht mehr herum zu poppen.“

Dämon: „Hahaha! Du hast eine gute Wahl getroffen. So sei es also.“

Als Ralf am nächsten Tag erwachte, versuchte er Yvonnes neue Telefonnummer herauszufinden und hatte nach langem Suchen Erfolg.
Seine Ex war ganz aufgelöst und schluchzte, dass sie kaum zu verstehen war.
Mehr brauchte Ralf nicht zu wissen. Er legte befriedigt auf. Warum sollte es ihr besser gehen als ihm?

Wie zu vermuten war, erschien der Dämon einige Zeit später den Männern und auch Yvonne im Schlaf und stellte sie vor eine Entscheidung…

Bald darauf litt Ralf unter schmerzenden Hoden, die regelrecht geschwollen waren und sich fast auf den doppelten Umfang vergrößerten, während sein Penis sich um ein gutes Drittel verkleinerte und gegenüber den dicken Bällen winzig wirkte.
Er verteufelte den Dämon, den er im Verdacht hatte, daran schuld zu sein und ertrug sein grausames Schicksal nur unter größter Pein - während die Männer dafür wieder frei waren, und auch Yvonne ungehemmten Sex hatte. Sie erregte sogar die Vorstellung von Ralfs Drangsal und gönnte es ihm wie ein Racheengel.

Eine Zeitlang später erschien der Dämon Ralf wieder im Schlaf.

Dämon: „Wie geht es dir, Ralf?“

Ralf: „Natürlich schlecht! Miserabel! Mir geht es dreckig! Du hundsgemeiner Dämon! Verschwinde aus meinem Leben!“

Dämon: „Dein Wunsch sei erfüllt!“

Ralf: „NEIN! Warte!! Warte, bitte. Ich tue alles, aber erlöse mich von diesem Fluch!“

Dämon: „Du willst, dass ich dich von deiner aufgestauten Geilheit erlöse?“

Ralf: „Ich will einfach nur wieder mein altes Leben zurück!“

Dämon: „Einverstanden. Dein Wunsch sei dir gewährt.“

Ralf: „Wie? So einfach ist das?“

Dämon: „Ja. Ich verlange nur eine kleine Entscheidung von dir.“

Ralf: „… also gut. Was ist es dieses Mal?“

Dämon: „Du sollst dein altes Leben haben, ohne Geld und Frauen, aber ohne jeglichen Flüche meinerseits. Doch dafür musst du eine Schuld auf dich laden, wie du es zuvor niemals getan hast.“

Ralf: „Ich höre.“

Dämon: „Du hast zwei Möglichkeiten. Wenn ich deinen Wunsch erfülle, so soll Yvonne für immer einen Keuschheitsgürtel tragen.“

Ralf: „Aber das hast du schon einmal behauptet. Und dann hast du vermutlich mit Yvonne gesprochen und ihr die Chance zur Freiheit gegeben, wenn sie MIR einen Fluch auferlegt.“

Dämon: „Hahaha! Das stimmt. Aber dieses Mal verspreche ich dir, bei allem was mir heilig ist, dass sie den KG dann auf jeden Fall bis zu ihrem Tode trägt! Es gibt Entkommen! Kein Hintertürchen!“

Ralf: „Du sprachst noch von einer zweiten Wahl, die ich habe.“

Dämon: „Ja. Du kannst auch darauf verzichten, dass Yvonne den KG trägt. Doch dann wird dein altes Leben eine Einschränkung erhalten.“

Ralf: „Ich werde auf meine Rache verzichten. Auge um Auge und Zahn um Zahn führt doch nur zu einer Spirale der Vergeltung. So kommen wir nie zu einer Befriedigung.“

Dämon: „Unsinn! Wer nachgibt, der ist der Verlierer! Also was wählst du nun?“

Ralf: „Woraus besteht meine Einschränkung, von der du gesprochen hast?“

Dämon: „Du würdest einen Keuschheitsgürtel tragen. Allerdings nur für sechs Monate. Danach würde er sich öffnen.“

Ralf: „Sechs Monate Keuschheit!? Das ist ein hoher Preis!“

Dämon: „Dagegen steht die ewige Keuschheit von Yvonne. Doch sie sollte dir egal sein. Sie hat sich daran ergötzt, dass du verschlossen bist. Wähle klug!“

Ralf: „Ich wähle den Keuschheitsgürtel für mich und die Freiheit für Yvonne!“

Dämon: „WAS!? Bist du dir sicher? Denke nach! Du wirst sie auch mit diesem Opfer niemals zurückbekommen!“

Ralf: „Und das möchte ich auch nicht. Aber ich möchte stolz auf mich selbst sein. Ich möchte ein reines Gewissen haben. Ich möchte nicht mehr auf Kosten anderer leben.“

Dämon: „Du weißt nicht, was du tust! Du bist schwach. Du bist sentimental!“

Ralf: „Nein. Ich habe mich entschlossen! Das ist mein letztes Wort! Erfülle nun dein Versprechen!“

Der Dämon brüllte, als litt er fürchterliche Schmerzen: „NEIN!“

Und doch musste er Ralfs Entscheidung akzeptieren.
Ralf fiel in einen tiefen Schlaf, und als er aufwachte, war er in einen Keuschheitsgürtel verschlossen, hatte aber seine alte Männlichkeit wieder.

Er führte eine kleine Strichliste: Etwa 180 Striche, jeden Tag einen, dann würde er frei sein. Endgültig!
Und wie versprochen war auch Yvonne weiterhin frei, wie er kurz darauf erfuhr. Doch das sollte der letzte Kontakt sein, den er mit seiner Ex haben würde.

Der Dämon kehrte zu seinem Gebieter zurück. „Satan, ich habe versagt. Der Mensch hat der Versuchung widerstanden.“
Statt einer Antwort wurde der Dämon vom Teufel zurück auf die Erde gestoßen.

„Was…?“, ächzte der Dämon, der sich in einem menschlichen Leib wieder fand. Er krabbelte panisch im Kreis, betastete sich, spürte die Haut, die Muskeln, die Knochen, kniff sich, um menschlichen Schmerz zu fühlen. Erschrocken ließ er davon ab.
Wo war er? Wer war er?

Er war im Körper eines Mannes. Er befand sich in einer kleinen, schäbigen Wohnung. Eine Matratze auf dem Boden diente als Bett. Daneben lag eine angebrochene Chipstüte. Eine fast leer getrunkene Bierflasche stand daneben. Im Hintergrund flimmerte ein alter Fernseher mit einem Störstreifen an der Seite des Bildschirms.

Er ging zu einem Fenster und öffnete es. Tief unter ihm herrschte dichtes Gedränge von Fußgängern, die sich an Marktständen vorbei schoben.
Seine Wohnung war in einem alten Wolkenkratzer in der billigsten Gegend einer Millionenstadt. An der Decke drehte ein alter Ventilator quietschend seine Runden.

Jetzt erst merkte der Mann, dass er völlig verschwitzt war, ein altes, fleckiges Unterhemd und alte Bermudahosen trug. Sein Gesicht war unrasiert.
Sollte er etwa ein vergängliches Leben als Mensch leben? Und dann? Würde er danach aufhören zu existieren?
Jahrhunderte hatte er seine Spielchen mit den Menschen gemacht. Und nur ein einziges Mal hatte er versagt.

Just in diesem Moment klopfte es an seine Tür. Eine weibliche Stimme: „Ich bin es, Yvonne. Mach auf.“
Er öffnete. Es war diese Yvonne von Ralf, doch um mindestens zehn Jahre gealtert und völlig verlebt. Sie war grell geschminkt und trug billige Kunstfaser am Leib. Sie sah ihn an: „Was ist denn, Marius?“
„Nichts“, sagte der Mann.
Plötzlich verspürte er unbändige Lust auf diese Frau. Seine Geilheit stieg ins Unermessliche.
So also fühlen Menschen!
Es gefiel ihm. Aber nun musste er seinen Trieb befriedigen! Er zog Yvonne zu sich. „Komm her!“

Er zog sich die Hose runter und befummelte Yvonnes Dekollete, doch sie schlug seine Hände weg. „Lass das! Du kriegst ja doch keinen hoch, du Loser!“
Der Mann ächzte. Er sah zu sich hinab und tastete nach seinem Schwanz. Er war kein bisschen erigiert. Dabei kam er fast um vor Geilheit.

Yvonne stieß hin nach hinten, so dass er auf der Matratze zu sitzen kam. Schamlos begann der Mann zu onanieren. Schnell und wild. Dabei fiel ihm der kleine schlaffe Wurm immer wieder aus der Hand.
Seine Geilheit steigerte sich in unerträgliche Höhe, doch er konnte nicht zu einem Orgasmus kommen.

Yvonne stand vor ihm und lachte lauthals und spöttelnd. „Du Versager! Du versuchst es immer wieder. Gib es endlich auf, du Lachnummer!“
Dann murmelte sie: „Dich zu heiraten war der größte Fehler meines Lebens! Aber damals hattest du wenigstens noch ein dickes Bankkonto. Ich gehe jetzt. Freddy wartet. Bis morgen. Und spiel nicht ewig an dir rum! Da kommt sowieso nichts raus!“ Mit gehässigem lautem Lachen verließ sie die Wohnung wieder.

Marius gab es auf, den Winzling zu fassen und rieb wie wild in seinem Schritt umher. Doch egal, was er tat, konnte er sich nicht befriedigen, sondern reizte sich nur mehr und mehr. Er schrie verzweifelt auf.
Gnade konnte er von seinem Gebieter nicht erwarten. Nun zahlte er den Preis für sein Versagen. Wie hatte es geschehen können, dass ein einfacher Mensch über ihn, den mächtigen Dämon, siegen konnte!?

ENDE

 

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Kommentare

Ja ja das hat Mann davon wenn man sich mit dem Teufel einläßt, einfach herrlich geschrieben. Wobei mir das letzte Ende am besten gefällt!

Lieben Gruß

Tamy