Rico – Teil 3: Waschen ohne Schongang

 

An seinem Arm zerrte etwas und das Geräusch von reißendem Stoff drang an Ricos Ohren. Er öffnete langsam die Augen und blinzelte ins helle Licht. Die verschwommenen Umrisse von gestreckt stehenden Frauen ein paar Meter von ihm entfernt wurden deutlicher. Zwei Männer waren gerade dabei, ihnen mit Messern die Kleider vom Leib zu schneiden und zu reißen. Rico stöhnte auf. Das hatte Kalle also mit der Klinge bei ihm gewollt! Jetzt kam er sich richtig blöd vor, dass er so panisch reagiert hatte.

Ein wütendes Brummen ertönte. Rico drehte erschrocken den Kopf und sah wie Tonio sich mit einem elektrischen Rasierapparat in der Hand auf einen Stuhl zwischen seinen Beinen setzte. „Ah, wieder unter den Lebenden“, begrüßte der Mann ihn spöttisch.

„Wa.. Was?“ stotterte Rico. Er begann erst gerade zu begreifen, in welcher Lage er sich befand. Er lag splitternackt auf einer Art waagrechtem Gynstuhl. Um seinen Hals, um den Bauch und um die Handgelenke lagen breite Ledermanschetten, die ihn an der Liegefläche fixierten. Rico riss an den Fesseln, aber sie hielten bombenfest. Er konnte den Kopf nur nach rechts und links drehen und um wenige Zentimeter anheben. Seine Beine lagen auf Stützen auf, auch hier fixiert durch Lederbänder an Oberschenkeln und Fußgelenken. Eine perverse Art der Schocklagerung.

„Der Doc sagt du hattest einen Kreislaufzusammenbruch“, erklärte Tonio erstaunlich zuvorkommend. Seine Hände steckten in leuchtend blauen Einweghandschuhen. Er griff sich Ricos Penis um ihn aus dem Weg zu halten und setzte den Rasierer an der dichten Schambehaarung an.

Das war zu viel für Rico. „Lass die Finger da weg, du dreckiger Mistkerl!“, brüllte er, und zerrte mit aller Kraft an der Fesseln. Sein Körper bäumte sich auf, er warf den Kopf hin und her und versuchte die Hände aus den Lederbändern zu ziehen. Er hatte es ertragen, dass man ihn einfing und wegtransportierte wie ein Wildpferd. Er hatte sich aufhängen lassen wie Schlachtvieh, und Ausziehen und Fesseln war in dieser Umgebung nichts Überraschendes. Aber dass dieser fürchterliche Mensch, der fröhlich lachte während er unschuldige Menschen wie Tiere einfing, ihm jetzt einfach zwischen die Beine fasste, das ging zu weit! Das berührte etwas tief in seinem Inneren und fühlte sich einfach nur ekelerregend falsch an.

Er zerrte und zog an den Fesseln, aber er erreichte mit seinen Bemühungen nur, dass das Leder seine Haut aufrieb und die Metallteile fröhlich klimperten. Der Stuhl war fest im Boden verankert und gab nicht nach, egal wie sehr Rico daran rüttelte.

Tonio war von der Zappelei nicht wirklich beeindruckt. Es war ziemlich normal, dass die frischen Gefangenen ihn anschrien, um sich traten, ihn anspuckten und schlimmeres.

„Wenn du nicht stillhältst könnte es blutig werden“, informierte er Rico sachlich, als der in einer Schreipause kurz Luft holte. Es war ihm zwar noch nie passiert, dass er mit dem Rasierer jemanden verletzt hatte, aber die Furcht davor brachte die meisten Gefangenen zum Stillhalten. Auch bei Rico funktionierte es, der jetzt schweißnass, heftig atmend und zitternd vor ihm lag und ihn entsetzt anstarrte. Tonio zog Ricos schlaffen Pimmel zur Seite und rasierte mit dem Trimmer eine Schneise durch die dunklen Schamhaare. „Ich stutze nur das Gröbste weg“, erklärte er redselig. „Auf Babypopos steh'n die wenigsten, aber bei dem Gestrüpp können die Kunden sonst nicht sehen was sie kaufen.“

Bei dem Wort Kunden wurde Rico wieder schlecht. „Ich will nicht gekauft werden!“, würgte er hervor.

„Tja, das tut mir jetzt aber leid“, lachte Tonio. „Gewöhn dich besser schon mal dran. Du lebst jetzt nur noch um zu dienen.“ Er ging dabei nicht gerade sanft mit Ricos Eiern um, auch die mussten schließlich enthaart werden. Und um Hautfalten zu vermeiden zog er sie ohne viel Mitleid stramm. Rico keuchte schmerzverzerrt. „Aaau! Nicht ziehen.“

Das brachte Tonio wieder zum grinsen. „Stell dich nicht so an, das war doch noch gar nichts.“ Zum Beweis zog er nochmal an Ricos Eiern und entlockte ihm würgende Geräusche.

Rico hatte das Gefühl dass er gleich kotzen musste. Irgendwo in seinem Hinterkopf ärgerte er sich darüber, dass er sich nicht aufrichten konnte um diesem Mistkerl wenigstens ins Gesicht zu brechen. Aber dann nahm die Idee in seinem Kopf plötzlich eine ganz andere Gestalt an. Er sah an sich hinunter: Sein Schwanz lag tatsächlich gerade so, dass er genau auf Tonio zeigte. In einem Anflug von spontanem Größenwahn lachte er auf und entleerte seine Blase zielsicher direkt auf seinen Peiniger.

Tonio wurde an der Schulter getroffen und guckte einen Moment lang perplex zu. Dann sprang er geistesgegenwärtig auf, packte zu und richtete den Strahl einfach in Richtung Ricos Kopf. Der dachte natürlich nicht daran, den Mund rechtzeitig zu schließen und kriegte die Ladung voll ab. Hustend und spuckend drehte er den Kopf zur Seite, schaffte es aber erst nach einem langen Moment, mit Pinkeln aufzuhören.

„Kalle, schau mal was für eine Pissnelke du uns da gefangen hast“, rief Tonio halb belustigt und halb verärgert. Kalle stand irgendwo hinter dem Gynstuhl und knurrte etwas, was Rico nicht verstehen konnte. Aber Tonio hatte ihn offenbar verstanden und schüttelte den Kopf: „Nee, keine Chance. Der wird garantiert heute noch verkauft. Musst für deine perversen Spiele wieder einen von den Hässlichen nehmen.“ Kalle brummte wieder etwas und Tonio lachte. „Und selbst wenn, dem gehen doch jedes Mal die Lichter aus, wenn du ihm zu nahe kommst. An dem hättest du nicht lange Spaß!“

Rico stöhnte beklommen. Pisse tropfte von seinen Haaren und rann über seine schweißnasse Haut. Es roch ekelerregend und er hatte immer noch den bitteren Geschmack im Mund. Er fühlte sich völlig elend. Er wollte weder verkauft werden noch für perverse Spielchen zur Verfügung stehen. Er wollte einfach nur nach Hause. Beinahe hätte er vor Verzweiflung angefangen zu heulen.

Aber dann setzte sich Tonio wieder zwischen seine Beine und packte brutal seine Eier. Rico schrie auf. „Mach sowas nicht nochmal, Bürschchen!“, drohte er. „Sonst reiß ich sie dir ab und sag dem Chef es war ein Unfall, weil du so gezappelt hast!“

Rico gab einen wimmernden Laut von sich und hasste sich sofort dafür. Er biss die Zähne zusammen und hielt still, während Tonio ihm mit groben Handgriffen auch noch die Kimme ausrasierte. Es war widerlich, seine behandschuhten Finger zwischen seinen Arschbacken zu spüren. Viel schlimmer noch, als an seinem Penis. Als Tonio endlich den Rasierer weglegte und den Stuhl zur Seite nahm, sank Rico erleichtert zusammen. Endlich hatte er es hinter sich.

Erschöpft beobachtete er wie Tonio einen Schlauch von der Wand rollte, den Hahn öffnete und die Wassertemperatur prüfte. Wahrscheinlich wollte er ihn waschen, dachte Rico teilnahmslos. Es war ihm schon fast egal. Tonio steckte eine Plastikverlängerung vorne an den Schlauch und schmierte sie mit irgendwas ein. Rico runzelte die Stirn. Was sollte das jetzt werden?

Tonio stellte sich neben ihn und grinste ihn an. „Jetzt wird's nochmal interessant“, kündigte er an. Dann griff er ohne Vorwarnung unter Ricos Eier und steckte ihm einen glitschigen Finger in den Arsch.

„Nein!“, brüllte Rico entsetzt. Er verkrampfte sich und versuchte von dem Finger wegzurutschen. Aber er kam höchstens ein paar Zentimeter weit, und Tonios Hand folgte ihm unerbittlich. „Nein! Nein!“, rief er immer wieder verzweifelt, und schüttelte mit weit aufgerissenen Augen den Kopf.

„War ja klar“, seufzte Tonio und rollte die Augen, „was für ein Drama.“ Er zog seinen Finger aus dem Gefangenen, schmierte nochmal ordentlich Gleitgel dran und steckte ihn dann wieder hinein, ungeachtet der Protestschreie von Rico.

„Knebel!“, rief ihm jemand vom anderen Ende des Raumes zu. „Keine Hand frei“, rief Tonio zurück, „lohnt sich eh kaum noch.“

Er nahm den Finger wieder weg und setzte das schwarze Darmrohr an, schob es Rico durch den Schließmuskel und tief in seinen Arsch.

Ricos Gebrüll wurde langsam aber sicher hysterisch. Tonio verzog genervt das Gesicht. Er hatte wirklich keine Hand frei, aber so schrie der blöde Kerl ihm ja die ganze Bude zusammen. Musste er jetzt wirklich einen Knebel holen und danach wieder neue Handschuhe anziehen? Zu seiner Rettung kam vom anderen Teil des Raumes ein Mann hergelaufen. Er gab Rico eine schallende Ohrfeige, was das Gebrüll kurz stoppte. Dann klebte er ihm kurzerhand den Mund mit Klebeband zu.

Tonio nickte grinsend. „Dank dir.“

„War ja nicht auszuhalten“, meinte der andere, und ging kopfschüttelnd wieder weg.

Rico brüllte davon zwar nicht weniger, aber es klang wunderschön gedämpft. „Geht doch“, sagte Tonio feixend und fügte hinzu: „Wir wollen schließlich nachher keine Überraschungen bei den Kunden. Hast ja vorhin erlebt wie unangenehm das sein kann.“

Er stellte das Wasser an und las an Ricos Gesichtsausdruck die Füllmenge ab. Als ihm Schweißperlen auf die Stirn traten und seine Augen fast aus den Höhlen quollen, stellte er ab und zog den Schlauch raus. Rico liefen vor Erleichterung Tränen übers Gesicht. Kurze Zeit später weinte er allerdings wieder vor Entsetzen, als ihm Tonio erbarmungslos ein zweites Mal den Schlauch reinsteckte und ihn nochmal füllte.

Rico wusste nicht was schlimmer war, dieser unglaubliche Druck ganz dringend aufs Klo zu müssen, oder danach vor den Augen von Zuschauern seinen Darm zu entleeren.

Verzweifelt rutschte er auf der Liege herum soweit die Fesseln es zuließen, versuchte den Schlauch rauszudrücken und zusammenzukneifen, aber das Plastikrohr steckte unverrückbar tief in ihm und Tonio hielt es mitleidlos fest. Das Wasser bahnte sich unaufhaltsam seinen Weg in sein Inneres und füllte ihn, bis er meinte platzen zu müssen. Nach kürzester Zeit war Rico wieder an dem Punkt, an dem es ihm egal war, wer alles zuschauen würde. Sein Körper war ein einziger Krampf und alles konzentrierte sich nur noch darauf, endlich den fürchterlichen Druck in seinem Bauch loswerden. Wäre das Klebeband nicht gewesen – er hätte all seinen Stolz über Bord geworfen und Tonio um Erlösung angebettelt. Rico hasste sich für diesen Gedanken. Und er hasste sich für die Welle der Dankbarkeit, die ihn durchflutete als Tonio endlich den Schlauch zog und er sich erleichtern durfte. Stoßweise plätscherte sein Darminhalt auf den Boden und Rico schloss die Augen um wenigstens Tonios höhnisches Grinsen nicht sehen zu müssen.

Als er endlich auch den letzten Schwall der zweiten Ladung losgeworden war, sank Rico zitternd und weinend in sich zusammen. Er gab kaum mehr einen Laut von sich, während Tonio ihn mit Seife bespritzte, mit einem groben Schwamm über die wichtigsten Stellen rubbelte, und ihn dann mit dem Schlauch abspülte. Er war fertig mit der Welt. Alles tat weh, seine Eier froren, sein Hintern.. Nein, er wollte nicht darüber nachdenken. Rico wünschte sich, er würde einfach wieder ohnmächtig werden. Aber das war ihm diesmal nicht vergönnt.

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Kommentare

Schöne Fortsetzung.

Der Arme Rico mußte ja ganz schön was Aushalten erst die Rasur und dann die Darmspülung.

Wie Rico Tonio angepisst hat mußte ich schon schmunzeln, auch wenn der Streich nach hinten losging. Den Versuch wars wert.

Eigentlich müßte er noch Aufgehängt werden um dann Gründlich Abgewaschen zu werden und ein Haarschnitt müßte auch noch kommen.

Ich lese selten Geschichten im M/m Bereich, aber deine gefällt mir wirklich gut.

Ich empfinde deinen Schreibstil als sehr flüssig und auf jeden Fall macht dieses Kapitel neugierig auf die Fortsetzung.

Die Story nähert sich dem Thema. Ich finde deine einfühlende Schreibe sehr klasse. Du bescheibst die Situation und die Empfindungen so genau, dass man in Rico und seine Welt förmlich hineingezogen wird.

Mal sehen , in welche Richtung das nächste Kapitel geht.