Samstagabend im BK

4.2.2012 Samstagabend - genau so geschehen wie geschildert!

Ich war noch ins Burgerking in der Stadtmitte gegangen. Das 18:30- Uhr- Spiel der Bundesliga (HSV gegen Bayern, ein kümmerliches 1:1) war vorbei und ich war auf dem Weg nach Hause noch auf ein paar King Nuggets eingekehrt.

In der Ecke angelehnt und mit den letzten Nuggets mit Dip beschäftigt, betraten drei junge Mädchen, alle so um die 20, den BK und brachten wieder mal einen eiskalten Windzug von draußen mit herein. Zweimal klein, so um die 1,65 Meter, braune Haare, dick eingemümmelt, einmal groß, fast 1,80 Meter, blond, auch eingepackt, wie es das Wetter eben vorgab. Zweimal niedlich, putzig, was-weiß-ich, einmal richtig schön, schon mehr junge Frau als noch Mädchen.

Sie bestellten sich irgendwelche Burger (einzeln, nicht Menü) und standen dann an dem Mitteltresen im Raum, die beiden Mädchen mit dem Rücken zu mir (einfach noch keine Figur, das würde wohl noch ein wenig dauern), sie gegenüber, alle an ihren Burgern kauend, sich unterhaltend, immer nur kurz umherschauend.

Dann sah ich es - an ihrem rechten Mundwinkel war etwas Mayo hängengeblieben, ein kleiner weißer Klecks, aber weitaus mehr als nur ein verwischter Fleck. Dummerweise schien sie es nicht zu bemerken. Zugegeben, ich habe natürlich auch in mich hineingegrinst. Noch zwei weitere Bissen, aber immer noch war der Klecks da. Keine ihrer beiden Freundinnen sagte etwas zu ihr deswegen. Ich sah sie mir an und wußte, ich mußte ihr helfen. Die Möglichkeit zum Kontakt war da. Ich würde sie ergreifen.

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Ich ging um den Tresen herum auf ihre Seite und nahm aus meiner Jacken- Innentasche eine Tempo- Packung heraus, dann daraus ein einzelnes Taschentuch und schob die Packung wieder zureuck.

"Dreh Dich um."

Nicht befehlend, nicht bittend, ganz normal gesagt.

Ihre beiden Freundinnen sahen mich groß an und tatsächlich drehte sie sich herum, ihren Burger noch in beiden Händen.

"Kinn höher", sagte ich. Als sie mich nur ansah, nahm ich mit der linken Hand ganz leicht ihr Kinn und schob es ohne irgendeinen Kraftaufwand nur etwas nach oben. Sie ließ es zu.

"Wenn Deine 'Freundinnen' Dir schon nicht helfen wollen, werde ich es tun. Mund auf."

Sie sah mir weiter in die Augen, fragend, aber öffnete leicht ihren Mund.

Ich hob mit rechts das Taschentuch an ihre Lippen, den Burger vermeidend, den sie weiterhin vergessen in Händen hielt, und sagte: "Zunge vor."

Sie schob ihre Zunge nach vorn, nur ganz vorsichtig gegen das Taschentuch.

Ich nahm es zurück, drehte mit der Linken ihr Geschicht noch etwas nach oben und nach rechts und wischte dann mit der nicht mehr trockenen Stelle des Taschentuchs an ihrem rechten Mundwinkel entlang, von außen in Richtung Mund. Nach dem ersten Wischen ließ sie ihre Zunge über den Mundwinkel fahren. Der Versuch, dabei ihrer Zungenspitze nachzugucken, sah sehr natürlich aus, aber ich beschloß, ihn eher als unbewußt lasziv einzuschätzen.

Sie sah mich wieder an und fragte: "Weg?"

"Moment noch."

Sicher sahen die beiden Freundinnen noch aufgeregt zu, aber sie interessierten mich nicht mehr - hatten sie auch noch nie.

Ich faltete das Taschentuch mit dem abgewischten Mayo- Klecks zusammen und nahm die saubere Seite und tupfte den Mundwinkel noch etwas ab, ganz sanft. Dann ließ ich ihr Kinn wieder los.

"Ich weiß nicht, wie lange die beiden das Mayo noch an Dir gelassen hätten. Bist Du sicher, daß sie wirklich Freundinnen von Dir sind? So etwas sieht man sich nicht an, da macht man was dagegen, meinst Du nicht?"

Die Fragen waren natürlich nur an sie gerichtet, aber eine von den beiden anderen sagte: "Aber natürlich sind wir ihre beste..."

Ich fiel ihr in Wort und sah sie stechend an.

"Dann verhalte Dich beim nächsten Mal auch so und glotz' sie nicht nur an, sondern tu' etwas! Gilt für Euch beide."

Ich drehte mich wieder von den Freundinnen weg und lächelte sie an.

"Schade, daß ich das machen mußte. Aber andererseits auch wieder nicht. Was meinst Du?"

Sie sah mir in die Augen, dann nach unten - und lustigerweise nicht zu ihren Freundinnen - und sagte dann nur "Ja... äh und danke."

"Bedanke Dich nicht, sondern hol Dein Handy raus."

"Ja."

Sie bemerkte den halbgegessenen Burger in ihren Händen, legte ihn auf das Tablett ab, fing an, in ihrer nicht zu kleinen Handtasche kurz herumzuräumen, und nahm ein großes Display mit untergebautem Smartphone heraus.

"Geh in Deine Kontakte."

"Ja."

Sie schob mit dem Daumen riesig umher und drückte zwischen den Bewegungen ein paar Mal herum.

"Mach einen neuen Kontakt."

Ein Daumendruck.

"Gib mir Dein Smartphone."

"Hier."

Sie drehte es zu mir und hielt es mir hin.

Ich ließ es mir weiter vorhalten und drückte leicht mit dem Zeigefinger darauf herum.

Kontaktname: Meister

Name: Meister

Vorname:

Den ließ ich weg.

Nummer: 0160/xxx yyy z

Weblink: www.bdsm-geschichten.net

Was man heutzutage nicht alles in einen Kontakt hineinspeichern kann...

Ich drückte auf Speichern.

Mit nachdrücklicher Stimme sagte ich: "Diese Nummer geht niemanden außer uns zwei etwas an. Du wirst Dein Handy bis Sonntag abends nicht mehr an Deine Freundinnen" (fader Seitenblick nach rechts) "herausgeben. Du kannst meinen Eintrag ganz einfach wiederfinden, da Du ja Deine anderen Kontakte kennst. Wenn Du willst, kannst Du Dir ja mal den Link ansehen."

"Ja."

Zweimal drücken und ich war wieder im Hauptmenü des Smartphones.

"Du kannst es wieder in Deine Tasche tun."

Sie schob das Smartphone wieder zurück, ohne auch nur auf das Display gesehen zu haben. Wozu auch?

"Du wartest 24 Stunden, bis Sonntag 21:00 Uhr. Bis dahin überlegst Du Dir, ob, wofür und in welcher Form Du Dich bei mir bedanken willst. Bis Dienstag 21:00 Uhr kannst Du mich anrufen, tagsüber oder abends. Keine SMS schicken, nur diesen einen Anruf oder eben nicht. Du meldest Dich mit 'Samstagabend im BK'. Dann machen wir einen Tag aus, an dem wir uns treffen für ein Abendessen sagen wir 19:00 Uhr, danach noch in eine Bar. Es wird nicht zu spät werden, keine Sorge. Dann kannst Du Dich bei mir bedanken. Hast Du alles verstanden?"

"Ja."

"Falls Du noch Fragen hast, müssen die leider bis zu Deinem Anruf warten."

Ich lächelte sie wieder an, sie lächelte zurück.

"Ich wünsch Dir einen wunderschönen Abend noch, aber treib es nicht zu bunt!"

"Nein, sicher nicht! Dir auch!"

Ich ging zu meinem Eckchen.

Ich nahm mein Tablett auf und schob es in ein Ablagefach.

"Marina, man sieht sich!", sagte ich Richtung Kasse und winkte kurz.

Marina rief nur: "Ja, byebye!"

Ich schob mich hinter den beiden Freundinnen vorbei, sie drehte ihren Kopf mir mir mit. Ich zwinkerte ihr mit dem linken Auge zu und lächelte sie wieder an. Sie lächelte vorsichtig zurück. Ich ging weiter, hinaus in die Kälte. Sie lief mir nicht nach, aber ich war fest überzeugt, daß ich demnächst einen unbekannten Anrufer auf dem Display meines Handys haben würde...

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Sie biß wieder ab und verbreitete den Mayo- Klecks halb über ihre rechte Wange, halb über die Lippen. Nun bemerkte sie ihn doch. Sie tastete herum mit der rechten Hand und sah sich ihre Finger mit Mayo verschmiert an und wurde rot. Ihre Freundinnen lachten laut auf und bogen sich nach vorne Richtung Tresen- Oberkante. Sie konnte nicht anders als mitlachen, was sie nochmals nachröten ließ.

Sie sah mich an. Auch ich mußte lachen. Wir alle vier wußten für uns, daß ein Ketchup- Fleck unmöglich diesen kollektiven Lachanfall hätte auslösen können. Sie blickte nach unten und nahm eine Serviette von ihrem Tablett und wischte sich die Mayo ab.

Sie sah verstohlen fragend ihre Freundinnen an, die im Lachen ihr versicherten, daß jetzt alles weg sei. Niemand außer uns vier hatte die kleine Peinlichkeit gesehen. Sie lehnte sich mit ihren Ellenbogen auf den Tresen und ließ ihr Gesicht zwischen den hochgehaltenen Händen verschwinden und nur ab und zu wieder auftauchen, nach vorn verstört ihre Freundinnen anlächelnd, dann nach rechts zu mir. Da war sie, die Kontaktmöglichkeit, aber ich war blank, war leer.

Ich war jetzt draußen aus der Gemeinschaft dieser "Peinlichkeit", ich war nur noch "der Typ, der das auch gesehen hat".

Ich hatte zu spät reagiert oder eben gar nicht, wie fast immer im Leben.

Ich nahm mein Tablett auf und schob es in ein Ablagefach.

"Marina, man sieht sich!", sagte ich Richtung Kasse und winkte kurz.

Marina rief nur: "Ja, byebye!"

Ich schob mich hinter den beiden Freundinnen vorbei, sie drehte ihren Kopf mir mir mit. Ich zwinkerte ihr mit dem linken Auge zu und lächelte sie wieder an. Sie lächelte vorsichtig zurück. Ich ging weiter, hinaus in die Kälte. Sie lief mir nicht nach, aber ich war fest überzeugt, daß ich demnächst keinen unbekannten Anrufer auf dem Display meines Handys haben würde...
 

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Kommentare

Hoffe es kommt bald eine Fortsetzung wäre geil denn der Anfang hat was. Also bitte weiter

die Höflichkeit ist eine Zier. Doch wie geht es weiter mit der Zier ? Eine oder ihre Freundinnen aus der Erzählung werden mit einbezogen mit mir als Leserin

durch das Schlüsselloch zu schauen ?