Sklavin Nora I

Nackt wartete Nora.

Sie schaute auf die Uhr, versuchte, die Zeit zu lesen. Schwierig, was bedeutete diese Stellung der Zeiger noch gleich... - konzentrier dich, du dumme Schlampe! - ah, halb neun. Schnell sah sie wieder zu Boden; keine gute Idee, beim Aufschauen erwischt zu werden. Das bedeutete die Peitsche, und nichts zu essen obendrein. Sie schaute auf ihre Füße. Schön, sie mochte ihre Füße. Ein bißchen dreckig vielleicht. Füße in Ketten. Füße einer Sklavin.

Sie hörte den Schlüssel im Schloss. Now it's official, dachte sie. Von jetzt an gibt es kein Zurück mehr.

Sonja betrat festen Schrittes den Raum. Nora hatte Mühe, ihr Zittern nicht merken zu lassen. "Bitte nehmt Platz." Sonja sagte das kühl, als bitte sie Geschäftspartner ins Büro. Sie würde später Erfolg haben, soviel war sicher. An den kaum kontrollierten Lauten der drei jungen Herren allerdings merkte Nora, dass sie mit ihrer Nervosität nicht ganz allein war.

Mark, Selcuk und Stefan betraten den Raum. Selcuk setzte sich wie ferngesteuert auf das schwarze Sofa. "Mann, ist das geil!", entfuhr es ihm. Die Situation kam ihm richtig vor. Schließlich hatte Sonja so eine Welle davon gemacht, dass sie jetzt nicht zurück konnte. Und ihm blieb, auf dem Sofa sitzend, kaum etwas anderes übrig, als Nora anzuschauen. Nein, besser: Mit Blicken in Besitz zu nehmen. Unverhohlen starrte er zuerst auf ihre Füße, stellte sich ihre Fußsohlen vor, wenn sie vor ihm auf dem Boden knien würde. Dann ihre Brüste - wie oft hatte er sich die letzten Monate gefragt, wie die wohl aussehen mochten unter der weißen Bluse oder dem knappen Shirt. Ihre langen Beine und kurzen, blonden Haare.

Nora, das Objekt.

"Sie soll uns anschauen!" geiferte Mark, den es kaum auf dem Sitz hielt. "Sofort den Kopf hoch, Sklavin!", bellte Sonja.

Nora gehorchte. Eine herbe, norddeutsche Anmut, dachte Stefan. Ihr Gesicht demonstrierte Scham, aber auch die wohlvertraute Intelligenz. Letzteres noch unterstrichen durch ihre Brille; Sonja hatte ihr bisher verboten, sie abzusetzen. Vielleicht, um den Kontrast zu verschärfen, dachte Nora. Das warst Du noch vor vier Monaten, sollte das heißen. Die exaltierte Studentin. Du hast an jeder Blume gerochen, wusstest nicht, wo dein Platz war, konntest deinen Weg nicht finden. Du nanntest das Freiheit. Was du jetzt bist, Sklavin, siehst du, wenn du auf deine Füße siehst. Meine Befehle hörst. Meine Peitsche fühlst.

Stefan stellte sich vor, wieviel Nora vor zweitausend Jahren auf einem Trierer Sklavenmarkt erzielt hätte. Germaninnen wären dort im Überfluss vorhanden gewesen, aber Schönheit ist eben teuer. Er hätte den letzten Denar für sie hergegeben. Um sie nach dem Kauf sofort zu ficken. Und anschließend grausam dafür auszupeitschen, dass er sie begehrte.

Ihre Blicke trafen sich. Ihr Blick - eine Mischung aus Lust und Melancholie. - Nein, was tat er hier? Das war falsch, so falsch!

"Hör auf mit diesem Spielchen, Sonja! Hör auf damit! Lass sie frei! Sie ist unsere Kommilitonin, verdammt!"

"Das war sie", antwortete Sonja ruhig.

"Aber sie ist deine Freundin, du kannst so etwas nicht mit ihr machen!"

"Sie ist nur eine Sklavin, Stefan. was ist los, gefällt sie dir nicht?"

"Doch, natürlich, sie ist sehr hübsch! Verdammt hübsch! Aber du kannst sie doch nicht..."

"... dreien meiner Freunde zur Benutzung anbieten? Warum nicht? Sie ist meine Sklavin. Und sie wollte meine Sklavin werden. Seitdem ist es ziemlich egal was sie will. Aber wenn es dich beruhigt, fragen wir sie mal, was sie will. Um was möchtest du bitten, Sklavin?"

Nora erschrak. Sie war es schon nicht mehr gewohnt, um ihre Wünsche befragt zu werden. Aber sie musste schnell antworten, und richtig, denn Lügen erkannte die Herrin sofort. Und sie dachte noch mit Schauder an das letzte Mal zurück, als sie nicht die Wahrheit gesagt hatte und nur mit einem zerlumpten Tuch um die Lenden mit einer Zahnbürste den Kellerboden schrubben musste. Der Frage des lüsternen, schmierigen Hausmeisters hatte sie mit dem Hinweis antworten müssen, sie stehe auf so etwas. Der Hausmeister, früher nie um einen demütigenden Klaps auf den prallen Studentinnenhintern ("die wollen dat so!") verlegen, war sprachlos abgezogen. Nora hatte ihn hören können, wie er in der Besenkammer onanierte. Mit ihr im Kopf, auf sie onanierte.

Klatsch! Sonja hatte ihr die Peitsche über den wehrlosen Po gezogen. "Ah! Erbarmen, Herrin!" "Wird's bald, du dreckige Hure?"

"Eure niedrige Sklavin bittet demütigst darum, den drei hohen Herren in jedweder Weise dienen zu dürfen, die ihnen Gefallen bereitet, Gebieterin."

 

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Kommentare

Der Einstieg ist ja viel versprechend.

Aber leider etwas Kurz.

Gruß vom Zwerglein