Trine - (Teil 5)

 

"Ja, gehen Sie ruhig! Schnappen Sie frische Luft. Hier drin ist es immer ein wenig zu warm, weil wir die Räume für die nackten Frauen immer auf 28 Grad halten. Aber Sie sind das natürlich nicht gewöhnt."

Trine - (Teil 4)

 

Ich suchte nach einer Klingel. Nichts dergleichen war zu finden. Also öffnete ich einfach die Tür. Bellend und freudig jaulend kam uns ein Hund entgegen, setzte seine beiden Vorderpfoten einmal auf meine Oberschenkel und sprang gleich darauf wie wild nur noch an Memori hoch. 

Rico – Teil 6: Chance vertan

Ricos Blickfeld war von Gitterstäben durchbrochen. Aber er nahm sie gar nicht wahr. In seinem Kopf hämmerten zwei Wörter, immer und immer wieder: „Chance vertan. Chance vertan. Chance vertan.“

Alexey hatte ihm einen Ausweg geboten. Keinen angenehmen, aber wohl den einzig möglichen. Und er hatte die Chance vertan. Chance vertan. Chance vertan.

Trine - Teil 3

 

Nach dieser Lehrstunde bei Charly brachte ich Kyra in ihr eigentliches und mein neues Zuhause, die großzügige Villa. Als Kyra im Bett lag und ich ihren Rücken mit Arnika-Salbe versorgte, die sie mir für solche Zwecke gegeben hatte, fiel mir der Transport von Memori wieder ein, einfach, weil ich dieses Verlangen wieder spürte, das ich mit Memori bereits einmal ausleben durfte.

Rico – Teil 5: Alexey

[Nach fast einem halben Jahrzehnt geht es mit Rico endlich weiter]

 

„So, und nun zu dir“, wandte sich der Neue schließlich Rico zu. Seine Stimme klang seltsam melodisch, als würde er beim Sprechen jedem Wort einzeln Aufmerksamkeit schenken.

Aber Rico wollte weder seine Aufmerksamkeit noch seine Worte. Er zuckte heftig zurück, als er am Ellbogen angefasst wurde. Doch diesmal wurde ihm die Berührung nicht weiter aufgezwungen.

Pathologisch - Autobahn

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Ich höre, wie sich der Kofferraumdeckel öffnet. Dann werde ich unsanft an Haaren und Hals gepackt. Wie eine Puppe werden meine 62 kg empor gezogen während ich mich gleichzeitig bemühe, blind aus dem Kofferraum zu klettern. Endlich berühren meine Fußsohlen festen Boden, welcher sich nach rissigem Asphalt anfühlt. Andere Autos auf der Autobahn kann ich gut hören, sie klingen recht nah. Meine Maske nimmt mir jede Sicht, und so laufe ich lediglich dem Zug an meinen Haaren hinterher. Es ist zwar nicht kalt, aber ich fröstle trotzdem. Wenige Sekunden später laufe ich barfuß auf Fliesen.