Thao Teil 12

 

Thao als Femdom

"Spürst Du das eigentlich, wenn ich Dich streichle?"

Thao schloss die Augen, als Karl seine Hände über ihre Schultern und dann abwärts über die prall hervorstehenden Brüste gleiten ließ. 

"Nur ganz leicht."

Karl näherte sein Gesicht dem ihren. Sie lächelte, es lag nichts Herrisches und Boshaftes mehr in ihren Zügen, trotz des strengen Make-Ups. Ein Kuss berührte ihre Lippen, dann fiel ihm etwas ein. 

"Woher hast Du die Klamotten eigentlich?"

Thao überlegte kurz, wie sie es ihm erklären konnte, ohne dabei lügen zu müssen.

"Ich arbeite nebenbei als Fetischmodel. Die Sachen hier habe ich von der Agentur geschenkt bekommen." 

Karl staunte.

"Warum hast Du mir das nie erzählt?"

Thao lächelte.

"Ich will Dich einfach nicht mit meiner SM-Macke überfordern."

Sie küsste ihn, griff in sein Haar und zog leicht daran.

"Gefalle ich Dir denn wirklich?"

Karl drückte seine Domina an sich.

"Du bist das geilste und gleichzeitig böseste Geschöpf auf Erden!"

Thao presste ihre blutroten Lippen auf seinen Mund.

"Darf ich Dir bald wieder ein wenig wehtun?" 

Karl wurde augenblicklich blass. 

"Mann, Thao! Geht´s nicht ohne?"

Er sah ihre Enttäuschung und seufzte.

"Ach Scheiße! Du machst doch eh mit mir, was Du willst."

Die Domina vor ihm blieb ernst.

"Komm, Karl! Geh wieder auf den Boden! Ich möchte Dich vor mir zu meinem Zimmer rüberkriechen sehen."

Ihre Stimme klang nicht besonders streng, eigentlich sogar sanft.

Karl hörte sie hinter ihm gehen, während er den Flur entlang auf ihr Zimmer zukroch. 

"Thao?"

Er hörte ein Klatschen und spürte einen intensiven Schmerz auf seiner linken Po-Backe, der sich unaufhaltsam ausbreitete. Reflexartig kauerte er sich zusammen und stöhnte. 

"Wie heißt das, Du Wicht?"

Karl erinnerte sich.

"Entschuldigung, Herrin! Ich muss nur nochmal aufs Klo."

Die Domina lachte ob dieses Geständnisses. 

"Dann geh schon! Ich halte es nicht mehr lange aus."

Karl wollte ihr eigentlich den Hieb mit der Peitsche übelnehmen, doch die Vorfreude nahm ihm den Zorn.

"Lass mich! Wenn Du zusiehst, kann ich nicht pinkeln."

Thao legte ihm ihre behandschuhten Hände um seinen Schaft und zog seine Vorhaut ganz weit nach hinten zurück.

"Entspann Dich!"

Er spürte ihre Zunge seinen Hals entlanggleiten und fühlte ihre Brüste, die gegen seinen Rücken drückten. Er lachte, sie machte ihn schier wahnsinnig. 

"Bitte, Herrin! Sonst dauert das ewig."

Thao ließ von ihm ab und schloss hinter ihm die Tür des Badezimmers. 

"Setz Dich hin beim Pinkeln! Zieh Dich aus und lass mich nicht zu lange warten! Ich will endlich aus diesen Klamotten raus, nachdem wir sie eingeweiht haben."

 

Endlich kam er ins Zimmer gekrochen. Thao stand breitbeinig vor ihm und zeigte mit ihrem rechten Zeigefinger vor sich auf den Boden. Karl kroch an sie heran und blickte zu ihr auf. Sie versuchte, streng und herrisch zu wirken, doch ihre enge Kluft war mittlerweile ziemlich unbequem geworden und ihr Drang nach Karl wurde immer stärker. So sehr, dass sie es nicht mehr vor ihm verbergen konnte. 

"Öffne mir den Reißverschluss mit Deinen Zähnen!"

Sie zeigte ihm die Stelle, wo er danach zu suchen hatte. Karl presste ihr von unten seinen Kopf in den Schoß, was die junge Domina beinahe schon zum Explodieren brachte. Mit den Zähnen öffnete der Junge ihren Schritt, aus dem ihm ein, vorsichtig formuliert, ein intensiver Duft entgegenströmte.

Thao bemerkte sein Zurückweichen, packte ihn an seinen Haaren und presste sein Gesicht wieder an ihren Spalt. 

"Tut mir leid, Herzchen, aber Du kannst das so gut, dass ich nicht mehr darauf verzichten will.", lachte die Domina. 

Karl konnte sich nur mit Mühe an den beißenden Geruch gewöhnen, musste seinen Ekel mit aller Willenskraft überwinden, ließ seine Zunge dann aber doch durch ihre Scheide gleiten. Es schmeckte dieses Mal alles andere als neutral. Unmengen von Schweiß, Sekret und sicher auch ein wenig Urin bildeten nicht gerade einen edlen Tropfen für ihn.

Nach einigen Augenblicken wurde es erträglicher für ihn, entweder hatte er sich daran gewöhnt oder zumindest das Gröbste hinter sich gebracht. Mit der Zeit geilte er sich mehr und mehr an ihrem Geschlecht auf und presste seinen Mund immer fester zwischen ihre Schamlippen.

"Auf den Boden! Los!"

Sie setzte ihm die Sohle ihres rechten Stiefels auf die Brust und stieß ihn einfach um. Karl wäre beinahe mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. 

"Rühr Dich nicht! Bleib einfach so liegen!" 

Er sah von unten ihre Stiefel entlang nach oben, bis sich ihm seine Herrin in ihrer ganzen Pracht zeigte. 

"Du siehst fantastisch aus!" 

Thao ließ seinen Formfehler durchgehen und lächelte ihn an. Sie ging in die Hocke, packte seinen Schwanz und streifte ohne Zärtlichkeit ein Kondom über seinen Penis. Er stöhnte und verzog sein Gesicht im Schmerz.

Thao senkte ihren Schoß auf sein Becken. Karl spürte erst das Latex, dann ihre feuchte Haut an seiner Eichel.

Endlich kam seine Domina auf ihm zu sitzen, nahm seinen Schwanz tief in sich auf und ließ ihr Becken auf ihm kreisen. Das schwarze Latex glänzte an ihrem Körper, die großen Brüste wurden vom Catsuit und dem Leder der Korsage in Form gepresst. Ihre schwarzen Lederhände tasteten nach seinen Brustwarzen und zwirbelten sie, erst sanft, dann plötzlich hart und gemein. Karl schrie auf, wollte sich wehren, doch Thao drückte seine Arme hinunter und näherte sich böse grinsend seinem Gesicht.

Ihr Becken hob und senkte sich, langsam ließ sie seinen Penis in sich hinein- und wieder herausgleiten. Er bewunderte ihre Beherrschung, blieben ihre schwarzen Augen doch auf seine fixiert und ihr Gesicht regungslos.

Karl griff mit beiden Händen nach ihren Brüsten und drückte zu, knetete und quetschte ihre Rundungen, so fest er nur konnte. Seine Domina aber erhöhte ihr Tempo und schien sich ihrem Orgasmus zu nähern. Sie versuchte immer noch, herrisch und emotionslos zu wirken, doch ihre Lust und die Gefühle in ihr rafften sie dahin. Sie verzog ihr Gesicht, als ein greller Schrei sich von ihren bebenden Lippen löste, während ihr Becken krampfte und zitterte.

Karl nutzte ihren entgleisten Zustand, drückte sie zur Seite und wechselte die Stellung, sodass sie unter ihm zu liegen kam.

Sie ließ ihn gewähren, während er im schnellen Takt seiner eigenen Gier nach Befriedigung folgte. Sie stöhnten, schrien und keuchten, so mancher Nachbar würde wohl seinen Spaß an dieser Soundkulisse haben.

Endlich stemmte der Junge seinen Oberkörper nach oben, drückte noch einmal seinen Penis tief in ihre Scheide und ergoss sich in den Gummi. Entkräftet legte er seinen Körper auf dem Leder und Latex seiner Freundin ab und rang nach Luft.

Sie brauchten einige Minuten, bis sie sich wieder einigermaßen gesammelt hatten. Thao war müde und wollte schlafen, musste sich aber noch ihrer Dominakluft entledigen und abschminken. 

"War das schön für Dich?"

Karl nickte begeistert. 

"Du hast recht, Sklave zu sein hat etwas." 

Das Mädchen lachte.

"Bis jetzt warst Du noch gar kein richtiger, dazu nehme ich viel zu viel Rücksicht auf Dich." 

Er wollte protestieren, sie aber legte ihm ihren rechten Zeigefinger auf den Mund.

"Pssst! Hilf mir aus meinen Klamotten herauszukommen, okay!?!“ 

Karl half ihr hoch und löste zuerst die Gurte der Korsage. Thao stöhnte erleichtert auf, als sie endlich wieder freier durchatmen konnte. Sie zog sich selbst die Handschuhe aus, während Karl den langen Reißverschluss auf ihrem Rücken nach unten zog. 

"Scheiße, Süße, Du musst duschen, ganz dringend sogar."

Sie wandte sich zu ihm um und starrte ihn gespielt boshaft an.

"Aber Du kannst mich doch auch sauber lecken? Wie wäre das, mein Äffchen?"

Karl seufzte. Sie war einfach unverbesserlich.

"Steh auf! Dann tu ich mir mit Deinen Stiefeln leichter."

"Kommst Du mit unter die Dusche?"

Karl grinste.

"Wieso? Ich bin es nicht, der müffelt."

Thao lächelte.

"Das wirst Du Dich beim nächsten Mal nicht mehr sagen trauen, glaub mir das!"

Sie zog Karl einfach hinter sich her ins Badezimmer. Dieses Mal ließ sie warmes Wasser laufen. Schweigend sah sie ihn an und streichelte mit beiden Händen über seinen Körper. 

"Komm mal ran auf nen Millimeter!"

Sie zog ihn an sich, umarmte ihn und lehnte ihren Kopf an seine linke Schulter. 

"Es ist schön mit Dir!", flüsterte sie ihm zu.

"Kann ich Dich was fragen?"

Thao löste sich ein Stück und sah zu ihm auf.

"Was ist los ...?"

Sie grinste, beinahe hätte sie ihn Süßer genannt.

"Du bist nicht nur mit mir zusammen, weil Du mir die Domina machen kannst?"

Thao lachte, während Karl sie verständnislos ansah.

"Was? Das war eine ernst gemeinte Frage."

Er wurde wütend und wusste nicht recht, wie er darauf reagieren sollte.

Sie aber streichelte seine Wangen. 

"Bleib ruhig! Ich wünschte, Du wüsstest, wie es in mir aussieht, Karl."

Das Mädchen zögerte. 

"Nee, eigentlich wünsche ich es mir doch nicht. Aber was Dich betrifft ... ich habe vor nichts mehr Schiss, als dass es zwischen uns nicht klappen könnte."

Ihr Gesicht wurde ernst. Er hatte einen wunden Punkt getroffen.

"Ich spiele gern Deine Herrin, es macht mich geil und glücklich, aber wenn Du dieses Spiel nicht mehr willst, hören wir auf damit."

Sie wusste, dass er nachgeben würde. Karl spürte es, fühlte sich von ihr manipuliert und ausgenutzt. Sicher war das, was sie soeben gesagt hatte, nicht gelogen, zumindest hoffte er es, doch ihr Verlangen nach Sadomasochismus machte ihm Angst. 

Er dachte an sie als Domina. Sie sah wirklich fantastisch aus, er konnte sich sogar an ihrer herrischen Art erregen. Aber die Peitsche? Er dachte auch an den Rohrstock, selbst jetzt tat ihm der Arsch noch weh. War das nur der Anfang? Wie weit würde sie gehen, wenn sie erst richtig loslegte?

"Hey? Alles in Ordnung?"

Er nickte ihr zu, stieg aus der Wanne und reichte ihr ein Handtuch. Sie sah ihn nachdenklich an.

"Mach Dir keine Sorgen! Bitte vertrau mir, okay?"

Er gab nach und ließ seine Bedenken schwinden.

 

Bei Amelie

"Du bist ja wirklich gekommen! Ich dachte, das hättest Du nur so gesagt." 

Die Punkerin sah sich etwas verlegen im Krankenzimmer ihrer Freundin um. Amelie war an eine große Maschine angeschlossen, mehrere Schläuche führten zu ihrem rechten Arm und Hals. Eine ältere Frau teilte mit ihr das Zimmer, zwar übergewichtig, aber gepflegt und mit offenem Gesichtsausdruck.

"Und wie geht´s Dir?" 

Das dicke Mädchen lächelte.

"Sie sagen, dass alles gut verlaufen ist. Aber erst in zwei Wochen erfahre ich, ob es wirklich geklappt hat." 

Thao seufzte, dieser Besuch war ihr unangenehm. 

"Wirst sehen, in ein paar Monaten kommst Du daher wie Nicole Kidman."

Amelie lachte.

"Bloß nicht! Die hat doch gar kein Gesicht mehr."

Thao kramte in ihrer Jackentasche.

"Hier! Habe ich Dir mitgebracht."

Sie warf ein Buch aufs Bett des dicken Mädchens. 

"Die enge Pforte? Kenn ich nicht."

Das Punkermädchen schüttelte entnervt den Kopf.

"Deshalb sollst Du es ja auch lesen, blöde Kuh."

Amelie ließ ihr fröhliches Gegacker erklingen.

"Hast Du es denn gelesen?"

Thao runzelte die Stirn.

"Mach mich jetzt nicht wütend, okay? Meine Mutter hat es mir für Dich empfohlen."

Das war natürlich gelogen. Amelie lächelte selig und streckte Thao ihre Hand entgegen. 

"Danke! Das ist lieb von Dir."

Die Punkerin grinste.

"Den Rest schenkst mir aber, oder?"

Ein flüchtiger Händedruck, dann zog sie die ihre wieder zurück.  

"Wie läuft es mit dem Jungen?"

Die Punkerin zögerte.

"Naja, wie sowas halt läuft. Er ist ganz okay."

"Hast Du schon mit ihm geschlafen?"

Thao starrte Amelie mit offenem Mund an, während sich die Frau im Nachbarbett peinlich berührt wegdrehte.

"Scheiße! Was geht Dich das an?"

Das dicke Mädchen grinste.

"Also doch! Erzählst Du es mir? Wie fühlt sich das an?"

Thao stand auf und wollte ieder gehen. 

"Bitte nicht!" 

Sie stand bereits vor der Tür und hatte schon die Klinke in der Hand. 

"Bitte, Thao! Sorry! Ich war zu neugierig."

Thao stampfte mit dem Fuß auf und setzte sich mit entnervtem Gesicht auf Amelies Bettrand.

"Es ist geil!"

Das dicke Mädchen verstand nicht.

"Was meinst Du?"

"Na das Ficken."

Die Frau nebenan rang nach Atemluft, sie schien das Gehörte nicht recht verarbeiten zu können. Amelie Neugierde war nun vollends erwacht. 

"Hat er einen Großen?"

Thao befand sich jetzt in ihrem Element und blickte auf die Zimmergenossin ihrer Freundin. 

"Normal, würde ich sagen. Aber er hält lange durch."

Amelie nickte begeistert.

"Ich freu mich für Dich. Ich hätte auch gern einen Freund."

Die Punkerin kaute lässig auf ihrem Kaugummi.

"Du findest auch noch Deinen Stecher, Amelie. Da bin ich mir sicher."

Das dicke Mädchen nickte nachdenklich, während ihre Finger eine Falte im Überzug ihrer Bettdecke zu glätten versuchten.

"Wann kommst Du wieder in die Schule?"

Amelie lächelte die Punkerin an.

"Du vermisst mich, stimmt´s?"

Thao verdrehte genervt ihre Augen. Sie hatte nicht wirklich viel an das dicke Mädchen gedacht.

"Klar! Wie Pest und Pocken. Ich muss mir jetzt jemand anderen suchen, der mir während der Pausen auf den Wecker geht. Die Vorstellungsgespräche laufen schon." 

Amelie lachte.

"In einem Monat komme ich hier raus und werde dann für ein halbes Jahr nach Süddeutschland in eine Spezialklinik geschickt. Dort werde ich sozusagen wieder in Form gebracht." 

Thao sah sie nachdenklich an.

"Ich wünsche Dir viel Glück, Amelie! Wirklich!"

"Du willst schon gehen, oder?"

Thao nickte.

"Ich komme aber wieder, okay? Ich muss mir ja meine Dosis Amelitin holen, mein eigenes, persönliches Nervengift."

Das dicke Mädchen grinste.

"Bringst Du Deinen Karl mal mit?"

Das Punkermädchen stöhnte.

"Reich ich Dir nicht mehr allein?"

Amelie warf ihr einen bittenden Blick zu.

"Ich werde ihn fragen, okay?"

Thao stand auf und wandte sich zur Tür.

"Bis die Tage, Amelie. Gute Besserung!"

Amelie nickte.

"Thao?!"

Die Punkerin steckte noch einmal ihren Kopf durch die Tür zurück ins Zimmer. 

"Lass mich jetzt gehen, okay?"

Amelie seufzte und hob die Hand.

"Okay!"

 

Karls Eltern

"Kommt Ihr?", klang Katjas Stimme durch die Tür.

Karl hatte gelesen, während Thao, an seinem Schreibtisch sitzend, etwas in ihren Block gezeichnet hatte. Sie ließ es ihn noch immer nicht sehen, hatte Angst vor seiner Reaktion. Anfangs hatte es ihn ziemlich geärgert, mittlerweile hatte er sich damit abgefunden. 

"Kommst Du?"

Sie nickte und schob den Stuhl nach hinten. Das Mädchen kam mit Karls Eltern mittlerweile sehr gut klar.

 

"Hilfst Du mir beim Auftragen, Thao?"

Es war nur der Form halber eine Bitte, doch die Punkerin gab nach. Sie respektierte Katja, vor allem imponierte ihr, mit welcher Autorität die kleine Frau der Welt begegnete.

"Stell das bitte dort vorn hin! Auf dem braunen Untersetzer!" 

Katja sah sich suchend um.

"Holst Du die Getränke, Harald?"

Der Arzt legte seine rechte Hand zum militärischen Gruß an die Stirn. 

"Jawohl, Frau Kommandant!" 

Karl lachte, während seine Mutter die Anspielung ignorierte und sich an den Tisch setzte. Harald warf Thao einen fragenden Blick zu. 

"Was magst Du trinken, Mädchen? Wasser, Limonade, Bier, Wein ... haben wir alles da."

"Kann ich ein Bier haben?"

Harald freute sich.

"Klar! Du auch, Karl?"

Der Junge nickte.

"Wasser, Katja?"

"Gern, Harald. Bring bitte den Salat mit! Ich hab ihn vergessen."

Karls Mutter musterte das vor sich hin schweigende Mädchen.

"Ist alles in Ordnung, Thao? Du wirkst so nachdenklich heute." 

Die Punkerin hob ihren Daumen.

"Alles super."  

"Lass Dich vom Schein nicht trügen, Thao! Wir haben selten die Gelegenheit, zusammen zu essen oder als Familie etwas zu unternehmen. Karl ist zum Glück in einem Alter, wo ihm das ganz gelegen kommt." 

Der Junge lächelte, seine Mutter hatte recht.

"Du lebst mit Deiner Mama allein?"

Die Punkerin sah Katja erstaunt an.

"Ja. Aber wir verstehen uns nicht besonders gut."

Katja wurde nachdenklich.

"Das war bei mir auch so. Vielleicht muss das zwischen Mutter und Tochter so sein."

Thao blickte die Mutter ihres Freundes erstaunt an. 

"Wo ist Dein Vater?", hakte die kleine Polizistin nach. 

"Geschieden und wieder verheiratet. Ich habe keinen Kontakt zu ihm, er hat nie gefragt oder Interesse gezeigt." 

Katja schien sich zusammenzureißen.

"Ist scheiße, Thao, oder?"

Die Punkerin lächelte.

"Ja, ist es."

Harald füllte die Gläser und brummte ungeduldig.

"Könnt Ihr jetzt damit aufhören, hier trübe Stimmung zu verbreiten?"

Katja lächelte, ihr Mann hatte recht.

"Kommt schon, Kinder! Greift zu!", wechselte sie das Thema. 

"Hast Du Lust, nachher ein paar Familenfotos anzusehen?", wandte sie sich neuerlich an das Mädchen. 

Karl stöhnte entnervt auf. 

"Das muss doch nicht sein, Mama!"

Katja grinste.

"Aber warum denn nicht? Thao möchte bestimmt sehen, was für ein süßer Fratz Du warst."

Harald zeigte volles Mitleid. 

"Hör auf, den Jungen zu quälen, Katie! Du siehst doch, dass ihm das peinlich ist."

Katja schüttelte den Kopf.

"Männer! Die haben keinen Sinn für die Familie."

Sie sah das Mädchen fragend an.

"Also! Hast Du Lust?"

Thao blickte zur Seite und erkannte schnell, wie peinlich berührt ihr Freund war. Sie warf ihm einen diabolischen Blick zu. 

"Natürlich gern! Ich bin schon richtig gespannt auf den kleinen Fratz."

"Dann gehen wir vor den Fernseher. Sollen sich die beiden ruhig über uns lustig machen. Du weißt ja, sie fängt bei Dir an und hört bei mir auf."

Karl legte seinem Vater die Hand auf die Schulter.

"Man müsste sie für die Erregung eines familiären Ärgernisses verhaften lassen."

Die beiden Männer brachen augenblicklich in schallendes Gelächter aus. Katja sah ihnen emotionslos nach, sie war schwer aus der Ruhe zu bringen. 

"Gewöhn Dich dran! Das Blödeste an Männern sind ihre Witze." 

Thao deutete auf den nicht abgeräumten Tisch.

"Lass das ruhig stehen! Die beiden sollen nicht denken, dass ich ihnen auch nur irgendetwas hinterherräumen werde."

Die beiden Frauen zogen sich in einen kleinen Raum zurück, der im hinteren Bereich des Hauses lag. Es befanden sich einige Aktenschränke darin, zudem ein Computertisch und ein kleines Ecksofa mit Kaffeetisch. 

"Setz Dich, Thao! Magst einen Tee? Oder bleibst Du lieber beim Bier?"

Thao deutete auf ihr Glas.

"Hab noch, danke."

Katja holte ein rot eingeschlagenes Album und setzte sich zu ihr aufs Sofa.

"Wie hast Du Harald eigentlich kennengelernt?" 

Katja sah Thao lächelnd an.

"Ich verrate es Dir, wenn Du mir erzählst, wie Karl es bei Dir geschafft hat."

Die Punkerin zögerte.

"Komm schon! Das muss Dir nicht peinlich sein!", versuchte Katja das Mädchen zu überreden.

Thao zögerte einen Moment, willigte schließlich aber doch ein.

"Harald sah früher so aus!"

Katja deutete auf ein Foto. Thao begann schallend zu lachen. Er war ein zweiter Karl, nur noch länger und zudem auch dünner. 

"Ich sah neben ihm immer klein und dick aus, das war furchtbar."

Katja grinste.

"Er hat im Nachbarhaus gewohnt und mir ständig Blumen geschenkt, Gedichte geschrieben und kleine Sachen gebastelt. Er war so lieb, aber eben nicht mein Typ. Wie fast alle Mädchen hatte auch ich  damals ein Faible für Patrick Swayze und der war eher klein, muskulös und konnte tanzen. Harald konnte und war nichts von all dem.“

"Und wie hat er es schließlich doch geschafft?", zeigte die Punkerin Neugier. 

"Meine beste Freundin wollte sich seiner annehmen. Sie hat mich vorher nicht einmal gefragt. Es war für mich im Nachhinein eine total bescheuerte Aktion. Ich wollte ihn ja gar nicht haben, ihr habe ich ihn aber auch nicht gegönnt. Im Grunde genommen war er ja meiner. Naja, eine Verabredung mit ihm und ich war verloren. Er war so ein Charmebolzen, dass wir ähnlich rasant zu Werke gegangen sind wie Du und Karl." 

Thao errötete beschämt. 

"Komm schon, Süße! Als ob Du uns nicht mit Absicht daran hast teilhaben lassen." 

Katja lächelte.

"Egal! Er war es wert und mein Sohn ist es auch."

Sie zeigte Thao einige Kinder- und Jugendbilder ihres Sohnes. Die Punkerin war peinlich berührt, Karl war wirklich nicht schön als Kind.

"Wie war es bei Euch? Ich habe Karl gefragt, aber er erzählt es mir nicht." 

Thao zögerte. Sie wollte Katja nicht anlügen.

"Ich möchte es Dir nicht erzählen, Katja. Du wärst sauer auf mich, vielleicht auch auf Karl." 

Katja blickte das Mädchen fragend an. 

"Jetzt musst Du schon damit rausrücken, sonst wende ich meine beruflichen Methoden an."

Thao lächelte.

"Wir haben uns geprügelt."

Katja starrte die Freundin ihres Sohnes fassungslos an. 

"Ihr habt was?"

Thao sah auf ihre Füße hinunter.

"Karl hat mich angesprochen, ich habe ihn gedemütigt und beleidigt und dafür eine verdiente Ohrfeige bekommen."

Katja starrte das Mädchen nun entsetzt an. 

"Dann hast Du ihm ins Gesicht geschlagen?"

Thao sah zu ihr auf.

"Ja!"

Karls Mutter ließ sich in die Couch fallen.

"Ich hab ihm dann eine auf die Nase geknallt. Er hat trotzdem nicht aufgehört und wir haben uns eine Weile auf dem Schulhof rumgewälzt. Danach ging er mir nicht mehr aus dem Kopf und ich wollte mein Spiel mit ihm weiterhin durchziehen. Stattdessen aber hat er seins mit mir gespielt." 

Katja lachte.

"Oh Gott, mein Karl. Sucht sich das kaputteste Mädchen aus. Das ist so er."

Thao erhob sich vom Sofa. Katjas letzte Worte wollten ihr nicht gefallen.

"Du, ich werde mal wieder zu Karl gehen, okay?"

Katja spürte, dass das Mädchen wütend auf sie war.

"Warte, Thao!"

Sie klopfte neben sich auf die Couch und bat das Mädchen, sich wieder zu setzen.

"Ich habe das nicht nur auf Dich bezogen. Glaub mir das bitte! Ich war auch mehr als schwierig in diesem Alter und habe Harald meine, ihn betreffende Unsicherheit überall spüren lassen. Er aber hat mich nie aufgegeben und alle meine Marotten in Kauf genommen.“

Die Punkerin starrte vor sich hin.

"Ich hoffe, dass Karl genauso ist."

Katja streichelte ihr über den Rücken.

"Da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Der ist stärker, als er aussieht."

 

Allein mit Karl

Karl lag neben seiner Freundin und schob ihren schwarzen Pullover ein kleines Stück nach oben. Seine Hand strich über ihren Bauch, liebevoll und sanft. 

"War es schlimm mit meiner Mutter? Sie kann echt nervig sein."

Thao verneinte.

"Sie ist cool drauf, sag sowas nicht!"

Karl seufzte.

"Du kennst sie nur noch nicht lange genug." 

Das Mädchen spürte seine Hand über ihren Bauch streicheln und seufzte. Sie fühlte sein Haar an dem ihren und den leichten Luftzug seines Atems. 

"Ich habe eine Überraschung für Dich." 

Karl hob seinen Kopf und musterte sie neugierig.

"Was denn für eine?"

Thao grinste ihn an und neigte ihren Kopf zur Seite. 

"Ich war beim Frauenarzt. Meine Muschi ist jetzt spermafest."

"Du hast Dir die Spirale einsetzen lassen?"

Sie nickte.

"War das teuer?"

Thao winkte ab.

"Ich habe mein Sparbuch angegriffen."

Karl ließ seine Hand zwischen ihren Beinen reiben.

"Ich kann Dir was dazugeben, wenn Du willst."

Thao grinste und kam ihm mit ihrem Schoß entgegen.

"Du kannst das mit etwas anderem ausgleichen." 

Karl wusste, was sie meinte.

"Wann?"

Sie ließ ihre rechte Hand über seine Wange streichen und gab ihm einen sanften Klaps. 

"Dann, wenn Du dazu bereit bist."

Karl atmete tief durch.

"Ist Deine Mutter daheim?" 

Thao zuckte mit den Schultern. 

"Keine Ahnung. Warum fragst Du?"

Er kletterte aus dem Bett und zog sie hoch.

"Als ob Du das nicht wüsstest."

Thaos Gesicht begann augenblicklich zu strahlen. Unbändige Vorfreude und helle Aufregung verdichteten sich zu einem zärtlichen Kuss.

"Ich werde ganz vorsichtig sein. Du glaubst mir doch, oder?"

Karl teilte ihre Begeisterung nicht wirklich, nickte aber ihr zuliebe. 

"Ich sag noch meinen Eltern Bescheid, okay!?!" 

Thao griff nach ihrer Tasche, steckte ihre Zeichenutensilien hinein und legte sie zu ihrer Jacke. 

"Alles klar. Beeile Dich!"

Karl sah sie nachdenklich an, ihre Versessenheit auf SM beunruhigte ihn immer noch sehr.

"Jetzt komm schon! Beweg Dich! Du brauchst nicht extra langsam zu gehen." 

Thao lachte und schob ihn mit beiden Händen vor sich her.

"Du bist so doof!"

Karl blickte über seine rechte Schulter und grinste. 

"Ich habe gesagt, dass wir zu Dir gehen, aber nicht, wann wir dort ankommen." 

Sie schlug ihm auf den Po, huschte an ihm vorbei und baute sich vor ihm auf.

"Bitte, Karl!" 

Ihre schwarzen Augen flehten ihn regelrecht an.

Die Wohnung war verlassen. Nirgendwo brannte Licht. 

"Komm rein!"

Sie schloss die Tür hinter ihm ab und ließ den Schlüssel stecken.

"Falls sie überraschend aufkreuzt.", erklärte sie überflüssigerweise. 

Sie zog ihn in ihr Zimmer und hieß ihn stehenzubleiben. Verwundert sah er sie vor ihrem Bett auf die Knie sinken, dann verschwand ihr Kopf auch schon darunter. 

"Hat sich was geändert? Müsste nicht ich vor Dir knien?"

Sie antwortete nicht, zog stattdessen eine große, schwere Tasche hervor.

"Was ist da drin?"

Die Punkerin grinste, hatte offensichtlich eine geradezu diebische Freude daran. Sie öffnete den Reißverschluss und weidete sich an Karls entsetztem Blick. Stöcke, Gerten, Peitschen und eine Menge Fesselutensilien nebst Seilen lagen darin.

"Alles nur für Dich!"

Karl fuhr der Schreck nun endgültig in die Glieder. Der Anblick des Tascheninhalts war einfach nur Furcht einflößend.

"Du willst das alles an mir ausprobieren?"

Thao nickte.

"Klar! Wir brauchen doch beide noch viel Übung. Aber es wird Spaß machen, Du wirst sehen." 

Sie streckte ihre Arme nach oben. 

"Komm schon! Mach Deine Herrin nackisch!"

Diese Aufforderung brachte den Jungen zum Lächeln, schnell half ihr aus der Kleidung, bis sie nur noch in Höschen und BH vor ihm stand. 

"Erst den BH! Und wie Du mir den Slip ausziehen musst, habe ich Dir ja schon beigebracht."

Karl grinste und gab ihr einen langen sinnlichen Kuss, während er mit seinen Händen auf ihrem Rücken nach dem Verschluss des Halters tastete.

"Mach schnell!"

Sie lächelte, als Karl ihr ehrfürchtig über die Brüste streichelte.

"Du bist ja ganz feucht!"

Thao lachte, noch wollte sie die strenge Herrin nicht spielen. Sie spürte seinen Kopf an ihrer Scham und seine Zunge auf dem Stoff des Slips über ihre Ritze lecken. 

"So nicht, mein Freund!"

Sie zeigte ihm die Faust.

"Zieh ihn mir endlich aus!"

Karl war enttäuscht, hatte er die Hoffnung gehegt, sie so aufzugeilen, dass sie auf ihr Domina-Spiel verzichten würde.

"Klappt doch super mit dem Runterziehen! Hast das schnell gelernt."

Sie lächelte zu ihm hinab. Es sah absurd aus, wie er vor ihr hockte mit dem Damenschlüpfer in seinem Mund. 

"Und jetzt machen wir Deine Domina arbeitsfähig, stimmt´s!?!"

Er nickte, wenn ihn auch langsam wieder Furcht überkam. 

"Mit dem Anzug musst Du mir helfen, ich komm da nicht allein rein." 

Er ging ihr zur Hand, sie hatte wirklich recht, alles an diesem Overall war ziemlich eng bemessen. 

"Aua!!! Ich soll doch Dir wehtun, nicht Du mir!" 

Aufrichtig entschuldigte er sich bei ihr. Versehentlich hatte er ihr Schamhaar im Reißverschluss eingeklemmt.

Nach einigen Komplikationen stand sie endlich vor ihm, seine Herrin, in langen Stiefeln, engem Korsett und geilen Handschuhen, die bis knapp unter ihre Achseln reichten. Er durfte sie nun anfassen und alles betasten, wollte Thao doch, dass er Gefallen an ihr fand. 

"Zieh Dich schon mal aus, Karl! Ich schminke mich noch ein bisschen, werde es aber nicht ganz so krass hinbekommen wie das letzte Mal."

Er sah ihr nach, von ihrem Anblick erregt, aber auch unsicher und mit deutlichen Anflügen von Angst. In Gedanken versunken streifte er seine Kleidung langsam ab, setzte sich aufs Bett und wartete auf ihre Rückkehr.

 

"Und? Geht das?"

Thao ging vor ihm in die Hocke und sah zu ihm auf. Ihre Lippen waren schwarz, Wangen und Augen dunkel schattiert. Ihm gefielen vor allem ihre Augenbrauen, die ihr Gesicht so streng und unnahbar erscheinen ließen. 

"Hast Du Schiss?"

Ihr Gesichtsausdruck hatte nichts Höhnisches oder Abwertendes an sich. 

"Ja!"

Sie streichelte ihm mit beiden Händen zärtlich über die Brust. 

"Was wirst Du mit mir machen?"

Die Domina lächelte. Wie beim letzten Mal hatte sie sich auch heute ihre Gedanken gemacht, während sie sich geschminkt hatte.

"Das, was eine Domina mit ihrem Sklaven macht.“

Sie grinste und gab ihm einen Kuss.

"Bestrafen, trösten und belohnen."

Sie deutete auf den Teppich vor ihrem Bett. 

"Geh dort auf die Knie, Karl! Leg Deine Stirn auf den Boden, so nahe bei Deinem Bauch wie möglich!" 

Ohne Widerworte nahm er die befohlene Position ein. 

Thao kramte in der schwarzen Tasche. Karl wurde unruhig wie ein Kind, das beim Zahnarzt den Bohrer erwartete. 

"Sag´s mir, wenn es zu fest ist, okay!?!" 

Karl fühlte die lederne Manschette an seinem rechten Handgelenk, dann einen Ruck, mit dem sie festgezogen wurde, kurz darauf an seinem anderen Handgelenk, schließlich auch an seinen Füßen. 

"Deine Hände müssen jetzt so weit wie möglich nach hinten.“ 

Sie nahm sein rechtes Handgelenk und führte es zum Fußknöchel, dann hörte er ein Klicken. Derselbe Akt vollzog sich auch auf der linken Seite, Karl war ihr nun völlig hilflos ausgeliefert. Sie hatte Hand- und Fußgelenke mit Karabinerhaken verbunden und ihn so in eine Hocke hineingezwungen, in der er ihr seinen Arsch unfreiwillig präsentieren musste.

"Das haben wir gut hinbekommen, würde ich sagen."

Sie sah auf ihn hinunter.

"Geht das mit Deinem Kopf?"

Karl nickte, dennoch schob ihm Thao ein Kissen unter die Stirn. Er fühlte ihre Lederhand über seinen Rücken gleiten und ahnte, dass es jetzt gleich losgehen würde. 

"Wir probieren zuerst etwas Weiches aus und gehen dann langsam zu den härteren Schlaginstrumenten über. Ich zeig Dir dann nachher immer, womit ich Dich geschlagen habe, okay!?! Jetzt soll es ja eine Überraschung für Dich sein."

Thao dachte an Sylvia und Bernard. Beim ersten Foto-Shooting bei den beiden hatte sie schon vieles über Abstrafungen lernen können.

Karl zuckte zusammen, als viele kleine Punkte seinen Po berührten. Sie strichen sanft über seine Backen, kurz darauf verlor sich dieses Gefühl wieder. Ein leichtes Rauschen surrte durch die Luft, dann klatschte etwas auf sein Gesäß. Karl zuckte erschrocken zusammen und fühlte in sich hinein, doch es breitete sich kein wirklicher Schmerz in ihm aus, mehr ein verhaltendes Brennen. 

Thao schlug wieder zu, dieses Mal mit wesentlich stärkerer Intensität. Karl biss die Zähne zusammen, dieser Hieb hatte es in sich. Er stöhnte, als er das Leder ihres Handschuhs zwischen seinen Beinen spürte. Sie wichste seinen Schwanz, wollte ihm dadurch helfen, sich von seinem Schmerz abzulenken.

"Zwanzig Schläge, Karl!"

Der Junge zuckte zusammen, schon der Gedanke daran bereitete ihm Schwierigkeiten. Er schloss die Augen und versuchte eine Möglichkeit zu finden, die angekündigten Hiebe auszuhalten. 

Thao schlug in schneller Folge auf ihn ein. Er zuckte jedes Mal zusammen, wenn die vielen breiten Riemen auf seinen Po klatschten. Sein Arsch brannte mittlerweile wie Feuer, beinahe hätte er sie gebeten, aufzuhören. 

"Geht´s?"

Seine Tränen rollten über Augenbrauen und Stirn nach unten auf das Kissen. Er drehte seinen Kopf zur Seite und sah einen ihrer Stiefel. Er nickte, wollte es für sie ertragen.

"Noch fünf mit dem Stock und ich darf Dich trösten, mein Süßer. Okay?!?"

Karl schwindelte. Er hat gehofft, dass sie bei der Peitsche bleiben würde.

"Nimm das in den Mund!"

Sie hielt ihm einen seltsamen Gummizylinder vors Gesicht, an dessen Ende Ketten befestigt waren. 

"Schön reinbeißen!"

Der Junge atmete tief durch, als er den Rohrstock über seinen Rücken und Po gleiten fühlte. Er zuckte jedes Mal zusammen, wenn er ihn nicht mehr auf seiner Haut spüren konnte.

Ein pfeifendes Geräusch zerschnitt die Luft, dann traf der Stock seine linke Arschbacke. Karl schrie in das Kissen und biss in den Gummi. Die Schmerzen waren schlichtweg brutal. Thao spürte, dass es zu hart für ihn war und nahm sich zurück. Wieder pfiff der Stock, doch dieses Mal war er leichter geführt und klatschte nur sehr kurz auf Karls Po. Dennoch biss er ins Fleisch und ließ intensive Schmerzen zurück.

 "Noch drei, mein Baby, dann haben wir es geschafft."

Karl zitterte am ganzen Leib, hatte furchtbare Angst vor den restlichen Schlägen. Wieder schob ihm Thao ihre Hand zwischen die Beine, wichste seinen Schwanz und zog sanft an den Hoden. Ihre Stimulationen zeigten Wirkung, langsam kam er wieder zur Ruhe.

"Ahhh!", brüllte der K`Junge unsäglichen Schmerz ins Kissen.

Sie hatte ihn nicht auf den Arsch, sondern auf die rechte Fußsohle geschlagen. Er versuchte sich die getroffene Stelle reiben, doch der ans Fußgelenk gefesselte Arm hinderte ihn daran. Thao aber ließ ihm keine Pause, sofort kamen die nächsten beiden Schläge, einer auf seinen Arsch, der zweite auf die andere Sohle. Karl schrie und weinte, sie hatte ihm ungemein wehgetan.  

"Pssst! Du hast es geschafft."

Er weinte und heulte wie ein kleines Kind. Sie aber hockte sich neben ihn auf den Boden, streichelte den stark geröteten Po und fuhr die drei breiten, blutroten Striemen sanft mit ihren Fingern nach. 

"Du bist so tapfer, Karl."

Sie streichelte ihn weiter und versuchte ihn zu entspannen. 

"Gib mir den Gummi! Du brauchst ihn nicht mehr."

Der Junge hob seinen Kopf und spürte ihre Hand an seinem Mund. Sie nahm den Stab und legte ihn beiseite. 

"Heb Deinen Kopf nochmals an! Ich will näher an Dich ranrutschen." 

Karl riss die Augen auf, als er ihren Schoß sah, den sie seinem Gesicht entgegenschob. Sie hatte ihren Reißverschluss geöffnet und ihre Scheide freigelegt.

"Komm! Danke Deiner Herrin, weil sie sich so aufopfernd um Deine Erziehung bemüht."

Karl stöhnte. Er hätte ihr gern ein paar Takte dazu erzählt. Doch ihre rosa Spalte erregte ihn und so ließ er seine Zunge in sie hineingleiten. Sie aber griff in sein Haar und führte ihn so, wie sie es  haben wollte. 

Thao seufzte, spürte seine Zunge in ihrer Scheide wühlen. Leicht erhöhte sie den Druck auf seinen Kopf, ließ ihn aber immer wieder zu Atem kommen. Es war alles so unglaublich intensiv für das Mädchen.

 

"Bitte! Mein Genick!"

Sie hielt inne und sah zwischen ihren Beinen auf ihn hinab. 

"Warte! Ich mach Dich los!"

Sie entzog ihm ihren Unterleib und kniete sich neben ihn auf den Boden. Erleichert hörte er das Klicken der Karabiner und zog seine Hände nach vorn.

"Komm! Schnell!"

Er sollte erst gar nicht beginnen nachzudenken. Sie zog ihn auf ihr Bett und wichste ihm den Schwanz so lange, bis er hart wie Stein war. Er stöhnte, lag er doch jetzt auf seinem wunden Hintern. 

"Lass mich bitte oben liegen!" 

Thao lächelte, legte sich an seine Seite und half ihm, zwischen ihre Beine zu kommen. Er fand ihre Liebeshöhle mittlerweile ohne hinzusehen und drückte sein steifes Glied hinein. Thao schloss ihn zwischen ihren Latexschenkeln ein und drückte sein Gesicht zwischen ihre Brüste. Sein Schwanz fühlte sich ohne Kondom merklich intensiver an. Ein lautes Stöhnen entrang sich ihrer Kehle, als er sie hart zu penetrieren begann. Karl verlor sich in Geilheit, Schmerz und Wut, gab sich der Illusion hin, ihr etwas von seinem Leid zurückgeben zu können. Zehn Minuten später sank er auf ihr nieder, erschöpft, geschlagen und unsagbar müde.

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Kommentare

Bei der Lektüre vergisst man doch glatt, auf den Geschmack des Müsli's zu achten. Und pappig wird es auch... :)

Hallo Sena!

Was Du unheimlich gut beschreibst ist die Gefühlswelt Karl's. Die Tatsache, dass er eigentlich nicht so richtig will, ihr Anblick ihn aber geil macht, er ihr zuliebe mit macht, die Schmerzen NICHT genießt und eigentlich sauer auf sie ist - um dann in der "Trostphase" alles zu vergessen. Das ist richtig schön nachvollziehbar.

Was Karls Eltern betrifft, bin ich ein bisschen skeptisch. Aber das kommt wohl daher, dass ich einfach nur neidisch bin. Wer an derartig coole Eltern gerät, hat einfach verdammtes Schwein gehabt. Ich bin ja eher geneigt, dass als niedergeschriebenen Wunschtraum zu betrachten.

An Kritik hab ich heut nur Kleinigkeiten:

Ich glaube wenn überhaupt, dann heißt es "nackig". Deine Schreibweise klingt sehr nach Dialekt und hat mich spontan zum Lachen gebracht. Ich glaub nicht, dass das gewollt war, oder? Zu bevorzugen ist allerdings "nackt". Dann muss man den Satz zur Not eben ein bisschen umstellen.

Mehr stört mich nach wie vor Deine Grammatik. Gerade in der wörtlichen Rede fehlen immer wieder Kommas. Zum Beispiel hier: "Noch drei mein Baby dann haben wir es geschafft." Vor und nach dem "Baby" gehört ein Komma rein. Ich weiß, das ist jetzt für die Meisten ziemlich kleinliches Gemecker. Ich stolpere eben immer wieder darüber, weil sich der Sinn der Sätze dadurch zum Teil verändert und man zwei Mal lesen muss um sicher zu sein, was Du sagen willst.

Übrigens fand ich es gut, dass Du die Klassenkameradin im Krankenhaus nicht vergessen hast. Man kann die sehr merkwürdige Atmosphäre zwischen den beiden sehr gut spüren. Mal sehen, was da noch kommt...

Auf jeden Fall wieder ein großes Danke für diese Frühstückslektüre!

Senara

In reply to by Senara

Habe ich verwendet weil ich damit eine Situation verbinde und sie hier damit ehren möchte. 

Mit der Kommata hast du leider Recht. Ist nicht gerade mein Steckenpferd. Ich werde mich damit mehr auseinander setzen müssen. 
Amelie wird noch einmal eine wichtige Rolle bekommen, nach dem Motto dicke Menschen haben es schwer, ehemals dicke Menschen noch schwerer. 

Das war übrigens ein Kapitel mit dem ich mich sehr, sehr schwer getan hab. Man weiß, dass man eine Brücke bauen muss zwischen den Highlights der Handlung und diese mit halbwegs plausiblen Leben zu füllen strengt sehr an. Gerade wenn man sich nicht nur auf wenige Teile beschränken möchte. 

Aber man hat ja auch bei meiner letzten Geschichte gesehen, dass es Höhen und Tiefen geben muss. 

Lieben Dank!

Sena

In reply to by senalex

Mir ist beim ersten mal lesen eher wohltuend ins Auge gefallen das jetzt hessisch gebabbelt wird... Das hier und da mal ein Komma fehlt stört mich beim lesen nicht. Ich kann auch nicht behaupten das mein Lesefluss dadurch beeinträchtigt wird. Da müsste ich den Text schon Korrektur lesen aber das will ich nicht. Ich möchte mich eher unterhalten lassen und das ist dir mit diesem Teil wirklich perfekt gelungen.

Die Geschichte ist hier absolut stimmig. Karl wird nicht zu stark gefordert und das obwohl er sich diesmal freiwillig ausliefert. Thao  baut hier behutsam Vertrauen auf und belohnt zur richtigen Zeit. Das ist wirklich wunderbar beschrieben und nachvollziehbar.

Mit Karls Mutter habe ich noch meine Schwierigkeiten. Die Dame wirkt mir doch eher resolut und will alles kontrollieren wie mir scheint. Bin gespannt ob die Welt dort wirklich so heil ist wie es den Anschein hat. Das Amelie noch eine interessante Rolle bekommen wird habe ich schon vermutet. Du hast du dir so viele Opptionen in deiner Story eingebaut das du diesmal 100 Kapitel schreiben kannst ohne das uns langweilig wird......

Liebe Grüße

Reja

In reply to by reja30

Lieber Reja,

ich habe den Eindruck, dass Du meine "Kritik" missverstanden hast. Sena hat ihre vollen sechs Sterne von mir bekommen und ich fühle mich durch die Story sehr wohl unterhalten! Sonst würde ich sie nicht lesen. Der Dialog mit Sena hat bisher aber ergeben, dass sie für Verbesserungshinweise dankbar ist. Und es mag sein, dass man als Autor die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Bitte fühl Dich als Leser nicht dadurch gestört, dass wir Autoren diese Plattform hier auch nutzen, um etwas voneinander zu lernen.

LG, Senara

In reply to by Senara

Liebe Senara.

ich fürchte ich habe mich da etwas unglücklich ausgedrückt. Ich lese deine Kritiken sehr aufmerksam und finde es eher bewunderswert das dir solche Punkte auffallen. Mir fallen eher die groben Schnitzer auf und ich achte gar nicht auf die Kommasetzung. Das sollte überhaupt keine Kritik darstellen. Ich wollte lediglich darauf hinweisen das mir die Story so gut gefällt das ich diese Kleinigkeiten beim ersten Lesen nicht bemerke.

Das Sena Kritik positiv aufnimmt und umsetzt weis ich doch. Weiterhin viel Spaß beim lesen und schreiben.

LG

Reja

In reply to by reja30

"Die Geschichte ist hier absolut stimmig. Karl wird nicht zu stark gefordert und das obwohl er sich diesmal freiwillig ausliefert. Thao  baut hier behutsam Vertrauen auf und belohnt zur richtigen Zeit. Das ist wirklich wunderbar beschrieben und nachvollziehbar."

+1

Für mich der bisher beste Teil !

Ich denke, dass liegt daran, dass ich das Erleben dieser besonderen Sexualität bei zwei Neulingen, jetzt als stimmiger beschrieben empfinde.

Vielleicht liegt es aber ja auch an einer " Dosis Amelitin"Image removed.

 

bell

Hallo Sena

Zuerst danke für die Mühe, uns mit einer emotional spannenden Geschichte zu erfreuen.

Im Gegensatz zu vielen Stories, ist Deine Erzählung so nahe an der Realität, dass sie so jeden Tag passieren könnte. 

Die beiden Charaktere Thao und Karl nähern sich ein wenig an, was bei Liebenden ja nichts ungewöhnliches ist. Ich bin gespannt, wie Du beide Figuren weiterentwickeln und vor allem, wie weit Du es mit dem armen Karl treiben wirst.

Gruss

prätorianer

... jeden Tag besuche ich die Seite um nachzusehen, ob es eine Fortsetzung gibt. Ich glaube, Du musst irgend einen Suchtstoff in Deiner Geschichte versteckt haben.

 

Herzlichst

MacHeath

Hallo Zusammen, Hallo Sena

ist ja schon irgendwie lustig, für die Einen ist es die Morgenlektüre und für mich fast eine Gute-Nacht-Geschichte. Mit Blick auf die Uhr, eben nur fast. Was ich aber nicht sagen möchte, das die Story einschläfernd ist, ganz im Gegenteil. Gerade die Gefühlswelt von Thao und Karl ist ehrlich,  einfühlsam und sehr bildlich beschrieben, so das ich beim Lesen die Bilder direkt vor mir sehe. Beeindruckend ist ja schon Karl, mit welcher Hingabe und Faszination er sich auf Thao einlässt. Ich befürchte nur, das wenn er bis jetzt den Schmerz noch nicht lieben gelernt hat, dann wird sich da wohl auch nicht mehr viel tun. Und doch geht Thao rührend einfühlsam und vorsichtig auf ihn ein, bleibt dabei aber fordernd und stellt Karl immerwieder vor Herausforderungen. Wie sich das alles entwickelt, ist schon sehr beeindruckend zu lesen.

Die Rolle von Karls Eltern in dieser Geschichte, bleibt für mich undurchsichtig, was nicht unbedingt schlimm ist. Schmunzeln musste ich nur darüber, die Sache mit den Fotos schaun. Irgendwie wollen das wohl alle Mütter.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzungen, auch wenn ich sie in der Regel erst am Abend lesen kann.

Beim zweiten lesen ist mir aufgefallen, dass Karl nicht nach den Fotos der Modelsession gefragt hat. Wenn mir jemand erzählen würde, dass er als Fetischmodell arbeitet, würde ich sicher nach den Bildern fragen ;)  Wahrscheinlich war er zu abgelenkt in dem Moment? Dass er sich gegenüber seiner Herrin nicht traut oder nicht neugierig ist, glaube ich nicht. An der Bewertung (volle Punktzahl) ändert das nichts.

in sich stimmig, obwohl ich persönlich nach wie vor meine Probleme mit der Teenage-Punk-Szene habe (aber dies mein Problem). Die stetige Herausarbeitung der Charaktere ist wohltuend langsam und gut in die Story eingebettet. Mir gefällt, dass die SM- und Liebesszenen realistisch sind, dass man sie auch persönlich nachvollziehen kann. Wohltuend ist diese reale aber nicht so extrem Beschreibung. Danke, fünf gute Sterne und  LG  champ.