Thao Teil 23

 

Allein mit Sylvia

"Ist alles in Ordnung, Sylvi?"

Bernards Frau stand am Fenster und drehte sich nun halb zur Tür um.

"Ist alles gut, Thao! Vielleicht komme ich ja langsam in die Wechseljahre, da wird man sentimental."

Das Mädchen spürte, dass die Frau beschwichtigte.

"Ich kann gern noch bleiben, wenn Du reden möchtest."

SylvIa atmete tief durch, kam auf das Mädchen zu und schloss es in ihre Arme.

"Mach Dir keine Sorgen, Thao! Das ist nur eine Phase und geht vorüber. Zieh Dich aus, damit ich Dir die Klamotten einpacken kann."

Das Mädchen nickte und begann sich zu entkleiden.

"Du hattest recht. Kali ist sehr nett."

Sylvia warf ihr einen verstohlenen Blick zu.

"Ja! Das ist sie. Die Frau kennt sich im Umgang mit Menschen sehr gut aus."

Thao sah sie verstört an. Sylvia war anders, als sonst, und wich ihr aus.

"Dass Du traurig bist, hat aber nichts mit mir zu tun, oder?"

Sylvia hielt kurz inne.

"Nein! Nein! Wie kommst Du darauf? Thao, es gibt nur auch bei mir mal einen Tag, wo nicht nur die Sonne scheint."

Sylvia wartete ab, bis Thao ihr Dominakonstüm aus- und ihre Alltagskluft wieder angezogen hatte.

"Ich pack Dir die Sachen in eine Tüte ein, okay?"

Das Mädchen nickte. Sie sah, dass die Frau geweint hatte, es tat ihr in der Seele weh. Etwas während der Session muss diesen Gefühlsausbruch bei ihr ausgelöst haben.

"Ruft Ihr mich für den nächsten Termin an, Sylvi, oder soll ich mich die Tage melden?"

Die Frau riss sich wieder zusammen.

"Wir rufen Dich an, Thao! Warst toll heute. Wirklich. Das hätte, glaube ich, keiner zu hoffen gewagt."

Das Mädchen umarmte sie.

"Ich hoffe mit Bernard renkt sich alles wieder ein!"

Die Frau bemühte sich, sich zusammenzureißen.

"Ganz sicher."

 

Draußen auf der Straße setzte sich Thao für einen Moment auf die Stufen des Gebäudeeingangs. Sie dachte nach über die letzten Stunden und das, was sie erlebt hatte. Die Entsamung von Nummer 12 war unglaublich. Nie hätte sie es für möglich gehalten, dass ein Mann so oft kommen könnte. Sie würde das Karl zeigen, vielleicht beim Einlösen des Gutscheins.

Ein anderer Gedanke drängte sich in den Moment der Vorfreude. Thao musste an den zerschlagenen Körper des Mannes denken .... Sie war das gewesen! Sie hatte ihn im wahrsten Sinne des Wortes blutig geprügelt. Thao stützte ihren Kopf auf den Händen ab.

Es gelang ihr nicht, das eigene Gewissen zu beruhigen. Sie war wie besessen gewesen. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Kali sie nicht zurückgehalten hätte? Wann hätte sie aufgehört? Vielleicht nie? Eine Träne rollte ihre Wange hinunter. Sie wusste es nicht. Sie dachte an Karl. Nie würde sie ihrem Freund so etwas antun wollen. Sie schwor es sich, das durfte niemals passieren. Angst befiel das junge Mädchen. Angst befiel das junge Mädchen. War es das gewesen, was Sylvia zum Weinen gebracht hatte? War sie schockiert gewesen über ihre Grausamkeit? In diesem Moment dachte sie an Rüdiger. Dieser Gedanke gab ihr den Rest.

 

Bei Xena

"Ja!?"

Xenas Stimme klang so, als wäre sie außer Atem.

"Hallo! Ich bin es, Thao!"

"Hey! Das ist ja cool! Mami wieder zu Hause?"

Thao musste grinsen. Sie hörte sehr wohl den Spott aus der Stimme der Sadistin heraus.

"Ich wollte Dich fragen, ob Du Bock hast, ein wenig zu quatschen?"

"Warte mal! Ich habe gerade trainiert und bin noch ziemlich fertig."

Thao hörte durchs Handy, wie Xena etwas trank.

"So! Jetzt geht´s wieder. Wo bist denn gerade?"

Das Punkermädchen überlegte, ob sie die Wahrheit sagen sollte.

"Ich bin gerade bei Bernard und Sylvia fertig geworden. Heute war doch das Shooting mit Kali."

Xenas Tonfall veränderte sich sofort.

"Ist was passiert?"

Thao war geschockt von dieser Frage.

"Nein! Was soll denn schon passiert sein?"

Die Domina am anderen Ende glaubte ihr nicht. Das spürte sie.

"Egal, Thao. Ich gebe Dir meine Adresse, dann kannst vorbeikommen."

Xena lachte.

"Wow, Besuch. Wer hätte das gedacht? Ich steige gesellschaftlich in bisher unerreichte Höhen auf."

Das Punkermädchen musste lachen.

"Wann soll ich da sein?"

Xena überlegte.

"Kannst Dich gleich auf den Weg machen, ich dusche in der Zwischenzeit."

Thao überlegte, wie sie am schnellsten Xenas Wohnung erreichen konnte. Sie kannte die Adresse nicht und es erschien ihr mühselig, extra zur nächsten U-Bahnstation zu fahren, um dort auf einer der Stadtkarten nachzusehen. Scheiß auf die Kohle, sie würde ein Taxi nehmen.

Xena wohnte in einem großen und modernen Gebäude. Der Vorgarten war üppig bepflanzt und ein Brunnen plätscherte, in einem Kreisrund aus Mosaiken eingelassen, vor sich hin. Thao sah das Motorrad der Domina unter einem Vordach stehen, es musste also auch der richtige Eingang sein.

"Du bist schon da?", tönte es aus der Türsprechanlage.

"Wow! Das ging schnell. Moment!"

Der Türöffner surrte und im Flur ging das Licht an.

"Ganz oben!", hallte Xenas Stimme durch das Treppenhaus nach unten.

Xena wartete am Fahrstuhl.

"Hey! Na? Alles klar?"

Die große Blonde schloss Thao in ihre Arme. Sie trug eine schwarze Reiterhose mit dazupassender Bluse, Stiefel und die für sie nicht verzichtbaren Handschuhe. Thao warf einen Blick auf die Letzteren.

"Du trägst sie auch zu Hause?"

Xena winkte ab.

"Was soll´s? Ist halt meine Macke."

Die Domina bat das Punkermädchen hinein. Der Flur war groß und mündete direkt in ein mindestens hundert Quadratmeter großes Wohnzimmer.

"Platz haste."

Xena nickte.

"Dort drüben steht meine Sitzgruppe. Bin noch nicht fertig eingerichtet.“

Sie lachte.

„Wird aber auch wahrscheinlich nicht mehr passieren."

Thao sah sie fragend an.

"Warum nicht?"

Die große Frau ging in einen benachbarten Raum, in dem die Küche befindlich war.

"Bier?"

Thao war das ganz recht.

"Gern!"

Das Mädchen hörte die Kühlschranktür und das Geklirr von Flaschen.

"Ich ziehe Mitte des nächsten Jahres weg von hier."

Die Punkerin war erstaunt.

"Gefällt es Dir bei der Gräfin denn nicht?"

Sie hörte ein heiseres Lachen.

"Hat es nie, Thao. Ich bin allein besser dran."

Thao riss die Augen auf.

"Du hast ja ein halbes Fitnessstudio!"

Xena kam auf Thao zu und reichte dem Mädchen eine Flasche.

"Ist schon offen."

Die Domina sah zu den verschiedenen Gerätschaften hinüber, die ihrer Ertüchtigung dienten.

"Ich finde es wichtig, dass ich meinen Kunden überlegen bin. Ich möchte nicht nur spielen, dass ich sie dominieren könnte, ich will es ihnen auch jederzeit beweisen können."

Thao nickte, sie war beeindruckt.

"Wie oft trainierst Du?"

Xena grinste.

"Hab sonst nicht so viel zu tun, von daher jeden Tag ein paar Stunden."

Xena setzte sich Thao gegenüber. Ein großer Glastisch trennte die beiden jungen Frauen, eine leere Vase stand in dessen Mitte. Die Domina folgte dem Blick des Mädchens.

"Ich weiß nicht, welche Blumen ich reinstellen soll."

Thao lachte laut auf. Xena schien ihre weibliche Seite erfolgreich verdrängt zu haben.

"Mann! Jetzt verarsch mich nicht auch noch."

Die Domina warf ein Kissen nach ihr. Es dauerte etwas, bis sich die Punkerin wieder beruhigt hatte. Xena wurde ungeduldig.

"Jetzt sag schon, Kleine! Warum bist Du eigentlich hier?"

Thao versuchte, ihre Stimmung zu halten.

"Ich habe heute wieder Nummer 12 abgestraft. Es war nicht wie beim letzten Mal, Xena. Wäre Kali nicht gekommen, ich hätte meine Grenze nicht mehr gefunden und seine gleich zweimal nicht."

Das Gesicht der Blondine verfinsterte sich. Ihre Stimme klang enttäuscht.

"Dagegen musst Du ankämpfen, Thao! Unbedingt! Das darf Dir nie wieder passieren."

Die Punkerin nickte.

"Ich weiß das doch, Xena. Ich pack nur nicht, dass so etwas in mir ist."

Die blonde Domina lachte.

"Scheiße, was bist Du naiv, Thao. Das ist in jedem von uns. Ohne Ausnahme. Die Frage ist nur, wie man gelernt hat, damit umzugehen. Und Du wirst das, glaub mir!"

Xena hielt ihr die Flasche zum Anstoßen hin.

"Du machst Dir auch Sorgen wegen Karl?"

Thao nahm einen Schluck aus der Flasche.

"Ja! Wenn mir das bei ihm passiert wäre, hätte ich ihn bestimmt verloren."

Die blonde Riesin beugte sich über den Tisch und packte das Mädchen schmerzhaft am Arm.

"Pass auf, Süße! Ich sag Dir jetzt eines: Wenn Du jemals denken solltest, ein Mensch wie Karl wäre durch SM zu ersetzen, dann hast Du richtig verschissen und wirst todunglücklich werden. Das kann ich Dir versprechen."

Thao war schockiert und dachte an ihre Mutter.

"Ich möchte nicht den Moralapostel spielen, Thao. Wirklich nicht. Die Rolle eines Engelchens liegt mir logischerweise auch ein wenig fern. Aber ich möchte nicht, dass Du zu etwas wirst, wie ich. Sadomaso hat mich vielleicht von etwas anderem gesunden lassen, aber auch gleichzeitig in vielerlei Hinsicht kaputt gemacht. Ich möchte nicht, dass Karl und Dir Ähnliches widerfährt."

Xena dachte an den hageren Jungen.

"Dank Euch beiden habe ich endlich ein Ziel, weißt Du das eigentlich?"

Thao sah sie fragend an.

"Welches?"

Die Domina blieb ernst.

"Einen Mann zu finden, der mich aushalten kann. Nicht mehr und nicht weniger. Kein Maso, der nur mit mir zusammen ist, damit ich ihn quäle und ihm die Hölle bereite. So ein richtiger, der mich liebt, wie ich bin und für mich SM erträgt."

"Wenn Du das verkackst, Thao, nimmst Du auch mir die Hoffnung, kapierst Du das?"

Die Domina sah sie wehmütig an.

"Und wenn ich dann mit heulen aufgehört habe, muss ich Dir die Fresse polieren."

Die Punkerin lachte.

"Na wenn das kein Grund ist, bei Karl zu bleiben."

Xena nickte ihr zu.

"Du liebst ihn doch, oder?"

Das Mädchen nickte.

"Sehr sogar. Mach Dir keine Sorgen, ich reiße mich am Riemen."

Thaos Handy vibrierte.

"Sorry, Xena! Wenn man vom Teufel spricht."

Sie nahm das Gespräch entgegen und ging zu dem großen Panoramafenster hinüber.

"Hey, Süßer! Schön Dich zu hören!"

Xenas Blick blieb an dem Mädchen haften, sie hatte nicht übertrieben mit dem, was sie gesagt hatte.

 

"Musst Du los?"

Thao schüttelte den Kopf.

"Nee. Wenn Du willst, bleibe ich noch ein bisschen."

Xena freute sich.

"Klar! Schön, Dich hier zu haben. Du kannst auch auf dem Sofa pennen, wenn Du magst."

Thao überlegte.

"Mal sehen, okay?"

Die Domina nickte.

"Was hältst Du von Bernard und Sylvia, Xena? Ehrlich jetzt."

Xenas Miene verlor ihre Leichtigkeit.

"Du, ich weiß nicht, ob ich da die richtige Adresse bin, Thao. Ich kenne die beiden nicht gut genug. Ich weiß, dass sie viel mit der Gräfin zusammenarbeiten, aber persönlich meiden sie mich, wie die anderen auch."

Die Punkerin blieb hartnäckig.

"Und Kali? Komm schon!"

Xena atmet tief durch.

"Eine Schlange. Sie manipuliert, benutzt und windet sich durch ihr Leben. Mit Vorsicht zu genießen auf jeden Fall."

Die Domina warf Thao einen neugierigen Blick zu.

"Hat sie über mich bei Dir gelästert?"

Thao schüttelte den Kopf.

"Besser so für sie."

Der blonden Frau kam ein Gedanke.

"Sag mal, Bernard und Sylvia wissen nicht, dass wir privat Kontakt haben, oder?"

Das Punkermädchen verneinte, wunderte sich aber.

"Wieso? Wäre das so schlimm?"

Die Domina dachte nach.

"Weiß ich nicht. Aber es ist besser, wenn Du es ihnen nicht sagst."

Thao verstand nicht.

"Warum? Ist irgendwas?"

Xenas blaue Augen musterten sie nachdenklich.

"Sei einfach vorsichtig und überlege Dir alles zweimal, was sie sagen, okay?"

Thao dachte an die 75 Euro.

"Kali möchte, dass ich bei Euch mal assistiere. Sie meint, ich hätte Talent."

Xena wurde bleich.

"Was will sie?"

Das Punkermädchen lächelte.

"Du hast mich schon verstanden."

Die Domina schien wirklich überrascht zu sein.

"Und Du? Was hast Du gesagt?"

"Dass ich es mir überlegen möchte."

Xena schien erleichtert.

"Siehst Du! Das meine ich. Du bist klug, Thao, lass Dich nicht kaufen! Man kommt da schwer wieder raus."

Thao war nach einem Themenwechsel. Sie wollte so wenig wie Xena weiter über Sadomaso reden.

"Sag mal Deine Haare ..., blondierst Du sie?"

Die große Frau verneinte.

"Nee! Die hatte ich schon als kleines Kind. Macht mich alt, oder?“

Thao lachte.

„Find ich nicht. Schaust hat ein bisschen aus wie Kelly Bundy.“

Xena schmollte.

„Na das nenne ich doch mal ein Kompliment. Habe ich Dich schon gefragt, auf welche Art und Weise Du qualvoll sterben möchtest?“

Xena fiel etwas ein.

„Scheiße, Du musst doch Hunger haben, oder?“

Sie schien richtig hilflos zu sein.

„Du, ich kann nicht gut kochen, wollen wir uns was kommen lassen? Du bist selbstverständlich mein Gast.“

Sie stand auf und kam mit ungefähr 30 verschiedenen Speisekartenflyern von verschiedenen Restaurants wieder.

„Hier! Da ist sogar was Vietnamesisches dabei.“

Thao verdrehte die Augen.

„Wollen wir italienisch?“

Xena sah sie gelangweilt an.

„Ich dachte, Du entführst mich zu Deinen exotischen Ursprüngen und wo landen wir? Zwischen Pizza und Makkaroni.“

Thao wollte etwas entgegnen, aber die große Frau hob ihren Finger.

„Halt! Denk dran! Höööööflichkeit und Groooooßherzigkeit!“

Das Punkermädchen konnte nicht anders, sie musste laut loslachen.

„Scheiße, hast Du ein Gedächtnis.“

Xena nickte.

„Wie ein Elefant.“

Sie lachte.

„Gedächtnis und Arsch! Super!“

Thao seufzte.

„Lass mal! Da können wir uns die Hände reichen. Da gibt es, glaube ich, nichts gegen.“

Xena runzelte ihre Stirn.

„Na dank auch und ich dachte, Du widersprichst mir.“

Die beiden suchten sich etwas aus und bestellten.

„Komm! Wenn der Pizzaboy kommt, verarschen wir ihn ein wenig, okay?“

Xenas Blick bekam wieder etwas Böses. Die Punkerin grinste und nickte eifrig. Es machte ihr Spaß, mit Xena abzuhängen. Die Domina schien voller Vorfreude zu sein.

„Wenn er da ist, steigst Du auf mich ein! Improvisation ist das Beste.“

Thao hob den Daumen, lässig ihren schwarzen Kaugummi dabei kauend.

„Die sind total geil, weißt Du das? Wo kaufst Du die?“

Die Punkerin gab Xena einen Streifen.

„Ich bestelle die im Internet.“

„Zeigst mir nachher mal, okay?“

 

Es klingelte.

Xena schob Thao von der Tür weg.

„Ich rufe Dich, wenn es soweit ist okay? Warte einfach hinter der Ecke!“

Xena öffnete einen Knopf mehr an ihrer Bluse und öffnete sich den Pferdeschwanz. Thao war sprachlos. Diese Frau verwandelte sich in eine Sirene. Die Domina drückte den Türöffner und sah durch den Spion.

„Super, er ist gleich da.“

Sie räusperte sich noch einmal und öffnete dann.

„Hallo! Ich bringe Ihnen das Essen.“

Xena kicherte tussilike auf.

„Das hätte ich ja jetzt gar nicht für möglich gehalten.“

Sie musterte den jungen Mann eingehend, der verzweifelt versuchte, nicht auf ihre Auslage zu starren. Er war etwas pummelig, hatte aber sanfte und sympathische Gesichtszüge.

„Du bist süß, weißt Du das?“, hauchte Xena.

Er sah sie erstaunt an.

„Ehhh, nein?“

Xena ließ ihren Handschuh über seine Brust wandern.

„Du bist ja noch viel leckerer als Dein Essen.“

Ihre blauen Augen schienen nach ihm zu greifen und ihn zu verschlingen.

„Sanne! Schau mal! Der ist süß.“

„Ich komme!“

Xena drehte sich zu dem Punkermädchen um und schreckte zurück. Das Mädchen hatte sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen.

„Ich habe mich schon gefragt, wo Du bleibst, Annemarie.“

Xena biss sich auf die Unterlippe. Das war die Retourkutsche für die Sanne. Thao spielte an ihren Brüsten und musterte dabei den Boten von Kopf bis Fuß.

„Meinst Du, er hat einen Großen?“

Xena musste sich zusammenreißen.

„Vielleicht lässt er uns ja mal anfassen?“

Sie ließ ihren Lederzeigefinger über seinen Oberschenkel wandern. Der Bote begann zu stottern und hätte beinahe die Schachteln fallengelassen. Thao aber wollte gleichziehen. Sie stellte sich an die Seite des jungen Mannes, presste ihren Busen an seine Schulter und ließ ihre Zunge über seinen Hals streichen, ohne ihn dabei zu berühren.
Der arme Kerl aber fing zu zittern an, außerstande sich den Reizen der beiden Frauen zu entziehen.

„Komm! Ich nehm Dir erst einmal die Schachteln ab, mein süßes, kleines Liebesstück.“, säuselte Xena.

Thao indes tanzte an seinem Oberschenkel und leckte sich mit ihrer Zunge lasziv über die Lippen.

„Du bist heiß!“, zischte sie.

Xena kam zurück an die Tür und zog den jungen Mann langsam in ihre Wohnung.

„Komm rein! Wir können drinnen weitermachen.“

Der Junge zögerte, ließ panisch seinen Blick zwischen den beiden Frauen hin und her wandern. Er fühlte sich ein „wenig“ überwältigt. Thao aber hatte schon seine Gürtelschnalle geöffnet und den Gurt herausgezogen, während sich Xena an seinem Hosenstall zu schaffen machte.

Beide Frauen schienen wie besessen zu sein. Sie atmeten schwer vor lauter Geilheit. Die große Blonde griff nach dem Hinterkopf des jungen Mannes und drückte sein Gesicht in ihre großen Brüste, während die dunkelhaarige seine Hose nach unten zog.

Xena ließ ihn wieder frei und küsste seine Wange, während Thao ihm ihr Hinterteil entgegenstreckte und ihm über ihre Schulter hinweg sündige Blicke zuwarf.

„Hast Du Lust auf uns?“, flüsterte Xena.

Der Junge nickte. Die Spitze seines nicht allzu großen Schwanzes schaute aus seinem Slip heraus. Er zog hastig seine Schuhe aus und stieg aus seiner Hose, während jede seiner Bewegungen von den beiden lüsternen Frauen verfolgt wurde.

"So! Und jetzt komm her!“

Xena wollte sich den Jungen greifen, als eine Hand sie an der Schulter packte und herumriss.

„Warum Du zuerst? Er kann doch auch mich als Erste vögeln.“

Xena sah Thao verständnislos an.

„Was machst Du mich so dumm von der Seite an, Du Kuh? Ich habe ihn schließlich zuerst gesehen.“

„Na und? Ich bin dran. Du hattest den Letzten schon zuerst.“

Xena gab Thao eine leichte Ohrfeige. Die sah sie mit weit aufgerissem Mund erstaunt an.

„Du Schlampe!“

Sie schubbste die große Frau nach hinten, während der junge Mann erschrocken zwischen den beiden Frauen hin und her sah.

„Aber meine Damen! Ich ... eh ...“

Die beiden Frauen hatten sich längst ineinander verkeilt. Ihr Kampf wirkte ein wenig inszeniert, vor allem Xena ließ ihre weißblonden Haare wie eine Schlammringerin durch die Luft schleudern, was bei dem Botenjungen jedoch keinen Verdacht erregte.

„Du blöde Fotze!“, rief Thao.

„Du notgeile Schlange!“, brüllte Xena zurück.

Der junge Mann wurde aber immer verstörter.

„Aber ich kann doch abwechselnd ...“

Sie reagierten nicht auf ihn, sondern balgten sich weiter. Enttäuscht sah er ein, dass hier nichts mehr für ihn zu gewinnen war. Zumal es jetzt im Flur laut wurde.

„Ich will, dass er mich zuerst nimmt.“, schrie das Punkermädchen.

„Nicht einmal in Deinen Träumen!“, kreischte die große Frau.

Der Bote aber griff nach seiner Hose und den Schuhen, warf einen Blick auf die beiden streitenden Weiber und zog die Wohnungstür hinter sich zu, unfähig, das Erlebte zu verarbeiten. In der Wohnung brüllten die beiden Frauen nach wie vor aufeinander ein. Sachen wurden umgestoßen und Möbel gewaltsam verrückt.

Schritte wurden im Hausflur laut, was den Jungen veranlasste, schnell wieder seine Hose anzuziehen und die Treppe hinunterzueilen.

„Hört endlich mit dem Krach auf, verdammt nochmal!,“ war eine tiefe Männerstimme von unten zu hören.

Der Pizzajunge stürmte an einem fettleibigen Mann im Bademantel vorbei die Treppen hinunter.

„Tschuldigung.“

Er sah nicht zurück. Scheiße! Das würde ihm keiner seiner Kollegen glauben.

 

„Er ist weg oder?“

Xena lag auf Thao und atmete schwer.

„War das ne Show? Krass, Süße, den haben wir richtig derb abgezogen, weißt Du das?“

Das Punkermädchen lachte.

„Machst Du so etwas öfter?“

Xena stand auf und reichte Thao die Hand, um ihr aufzuhelfen.

„Nur dienstags vor den Nachrichten.“

„Der Arme! Fast tut er mir leid.“

Xena grinste.

„Ach was. Immerhin haben wir ihn glauben lassen, dass sich zwei Frauen um ihn prügeln würden. Das erzählt er seinen Enkeln noch. Komm! Wir gehen zum Essen in die Küche.“

Thao zog sich noch die Klamotten an.

„Scheiße, ich dachte, ich sehe nicht recht, als Du halbnackt um die Ecke gebogen kamst. Ein Glück, dass er mein Gesicht nicht gesehen hat.“

Thao hob ihre Augenbrauen.

„Wenn schon, dann spiele ich die Schlampe auch richtig.“

Xena sah sie verhalten an.

„Ach, und ich nicht, oder was? Können gleich weitermachen.“

Sie drohte Thao grinsend mit der Faust.

„Was machst Du sonst noch, wenn Du nicht gerade trainierst?“

Thao warf Xena einen fragenden Blick zu, die gerade dabei war, ihr Besteck zu reichen.

„Ich lese ein wenig, surfe im Internet, sehe fern und schaue nach Hunden. Kauf mir vielleicht bald einen.“

Thao sah sie mitleidig an.

„Du weißt selbst, dass dass ziemlich arm klingt oder?“

Xena seufzte.

„Ich habe ja noch meinen Beruf, Thao, und der erfüllt mich wirklich. Meistens zumindest.“

Sie aßen ein paar Bissen.

„Und sexuell? Was geht da bei Dir? Machst Du es Dir selbst?“

Xena hob die Schultern.

„Meistens, ja. Ab und an nehme ich mir aber auch eine Sklavin.“

„Sklavin?“

Xena schüttelte den Kopf.

„Ich bin nicht lesbisch, Thao. Aber die Sklaven bei uns kommen einfach nicht in Frage für mich.“

Die Punkerin sah Xena eindringlich an.

„Dir ist was Schlimmes passiert, kann das sein?“

Die Domina wich ihrem Blick aus.

„Es gibt da was, Thao, aber sei nicht sauer, wenn ich nicht darüber reden mag. Okay?“

Die Gastgeberin zwang sich zu einem Lächeln.

„Kann ich von Dir mal probieren?“

Thao schob ihr die Schachtel hin.

„Schmeckt super!“

„Weißt Du schon, wohin Du ziehen wirst?“

Xena bejahte und stand auf.

„Warte, ich zeige es Dir!“

Sie schlug eine Straßenkarte auf.

„Hier! Liegt nicht weit vom Flughafen, ist nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Ich habe mir sogar schon ein paar Häuser angesehen.“

Thao grinste.

„In solch einem kleinen Kaff kann ich mir Dich gar nicht vorstellen.“

Die Domina zeigte eine verständnislose Miene.

„Warum? Die Stadt hat hunderttausend Einwohner. Ich finde sie okay, ist aber auch noch nicht hundertprozentig in trockenen Tüchern.“

Thao nahm den letzten Bissen und schob den Stuhl zurück, um ihre Beine auszustrecken.

„Meine Fresse, bin ich jetzt voll. Danke fürs Essen, Xena.“

Die Domina grinste.

„Wieso mir? Wir haben doch beide schwer dafür gearbeitet, oder nicht?“

Sie lachten.

„Lass das stehen! Ich räume es nachher auf.“

Sie gingen wieder auf die Couch, fläzten sich in die Kissen und unterhielten sich über alles Mögliche. Thao zeigte Xena auf deren Laptop, wo man schwarzen Kaugummi kaufen konnte, und die Domina ihr wiederum ein paar Tritte und Schläge am Sandsack.

„Und? Willst noch nach Hause?“

Thao schüttelte den Kopf.

„Nee, passt schon. Ich penn bei Dir, wenn das Angebot noch steht.“

Xena grinste.

„Klar! Jederzeit, Thao. Der Abend mit Dir hat mir riesigen Spaß gemacht. Warte! Ich hole Dir Bettwäsche.“

Die Punkerin winkte ab.

„Einfach ein Laken und eine Decke, das reicht mir.“

Das Mädchen sah auf ihr Handy.

„Scheiße! Es ist zwei Uhr durch.“

Bewertung

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Kommentare

wie Du diesen Teil schreibst. Er hat mir richtig gut gefallen. Die Betroffenheit von Thao konnte ich richtig mitspüren und das sie bei Xena aufschlägt, passt da total. Hat mir sehr gut gefallen. Vor ein paar Teilen hast Du geschrieben, das die Beiden sich brauchen werden und das war heute in diesem Teil so, finde ich. Besonders gefallen hat mir der verantwortungsvolle Aspekt, die Kontrolle niemals zu verlieren und der Wunsch / die Sehnsucht bei Xena auf eine Beziehung.

Die Situation mit dem Pizzajungen war dann plötzlich richtig lustig und hat mich aus der vorherigen Situation herausgerissen und nein, ich kann mir das nicht vorstellen, real nachzuspielen, aber diese Inszinierung der Beiden zeigte auch, wie sehr sie sich mögen und sich verstehen. Hat mir einfach gefallen.

Ich danke Dir Sena für diese morgendliche Story und wünsche Dir und Allen hier........Happy All Hallow´s Eve, Samhain, Reformationstag oder Allerheiligen. Dürfte ja für jeden was dabei sein.

well wishes

yuna

P.S. Hab natürlich 6 Sterne hier gelassen. :-)

...ich mag Xena inzwischen. Der Pizzajunge tut mir ein wenig Leid... Ansonsten kann ich mich der Vorrednerin nur anschliessen. Für mich ist das einer der am besten geschriebenen Teile. Alles passt und alles ist nachfühlbar. Heute spekuliere ich mal nicht über den weiteren Verlauf ;-)

 

In reply to by StormAn1mal

Ich habe die ersten Folgen nur quergelesen. Kalt und mechanisch fand ich sie. Emotionslos und sinnlos folternd. Nicht nachfühlbar. Erst so in den letzten paar Folgen fand ich sie menschlich, und dann immer mehr. Am Ende war ich traurig.

Aber wie gesagt, ich habe nicht wirklich intensiv gelesen. Einerseits fand ich Stil und Grammatik damals bei weitem nicht so gut wie jetzt, und dann habe ich eh immer Mühe, nicht rauszufallen. Meistens höre ich bei einer Geschichte auf zu lesen, wenn ich ein paar Mal gestolpert bin.

Und andererseits war es mir einfach zu brutal. Ich habe jetzt nachträglich noch mal ein paar Stellen wiederholt und gesehen, dass sie durchaus auch schon menschliche Züge hatte, die ich einfach beim ersten Mal überlesen hatte. Ich schreibe das so ausführlich weil ich nicht den Zorn der Autorin auf mich laden möchte.  Für diese Thao-Serie hege ich grosse Bewunderung, Die andere Reihe hatte mich nicht wirklich gepackt. Das ist, um nicht falsch verstanden zu werden, ein rein persönlicher Eindruck.

Schon am Morgen eine Fortsetzung, bevor es an die Arbeit geht, da beginnt der Tag gleich gut.

Wie Thao von Xena aufgefangen wurde ist sehr eingehend, lebendig und auch lustig (Pizzaboy). Ich mag ihre Rolle in dieser Geschichte. Auch Xena gewinnt dadurch nochmals Kontur.

Ein bisschen Kritik an der Darstellung des tiefen Tals, in das Thao fällt. Es ist gut geschrieben, aber im Vergleich zur vorherigen Episode fühlt es sich für mich weniger intensiv an. Um im Bild aus der Überschrift zu bleiben: das ist mehr so der Kater "War gestern schon heftig. Jetzt etwas Wasser und eine Kopfschmerztablette, dann geht es mir gleich besser" und nicht der abgrundtiefe "Oh Gott, mir ist noch immer kotzübel. Mir läuft der kalte Schweiß und ich bin kalkweiß im Gesicht. Ich kann noch nicht mal eine Tablette nehmen, sonst kommt mir nach dem Schluck Wasser sofort alles andere mit hoch"-Kater.

Vielleicht kann ich mich an einem schönem Morgen mit hellem Sonnenschein auch nicht ganz so einfühlen, weil es meiner jetzigen Stimmung total wiederspricht (bin zumindest in der Minderheitenmeinung). Insofern wieder gut, aber dieses mal kein sehr gut (5 Sterne).

In reply to by qwerty

bin ich von dieser Geschichte.

Wieder einmal toll geschrieben und nur in einem Rutsch lesbar (sonst kommt der Entzug schlagartig) aber ich früchte, ich muss hier ebenfalls der "Minderheitenmeinung" beitreten.

Das Tal ist mir einfach zu flach, zu schnell überwunden bzw. gedeckelt - zumindest für den Augenblick.

Irgendwas sagt mir aber, dass Sena uns hier nicht am langen Arm verhungern lassen wird. Evtl. liegt diese Zuversicht ebenfalls an dem schönen Wetter am heutigen Morgen - oder an den vielen Teilen, die ich schon aus Sena's Feder verschlungen habe Image removed.

In reply to by Stanley Ipkiss

ihr habt einfach das heraus gespürt wo ich selbst unsicher war. Wie verarbeitet eine junge Frau dieses Erlebnis? Sie ist sich ihrer Entgleisung im vollen Ausmaß bewust geworden und sucht nach einer Person die ihr beim Verarbeiten helfen kann. Xena war da natürlich eine gute Möglichkeit. Aber wie lange hält in einem jungen Mädchen die Trauer und Enttäuschung über die eigenen Fehler vor wenn man in ein neues Umfeld kommt? 
Xena ist ja trotz ihrer sozialen Armut ein interessanter Mensch (vielleicht auch gerade deshalb) wohnt in einer ansehnlichen Wohnung und nimmt ihr auch noch einen Teil ihrer Sorgen. 
Ich war der Meinung das hier das Nachdenken über sich selbst, schnell in den Hintergrund gerät und später wieder vordergründig wird. 

Aber wie gesagt auch ich bin in diesem Punkt sehr unsicher gewesen 

Gruß Sena

In reply to by senalex

dass Du so ehrlich und souverän mit unserer Kritik umgehst. Überhaupt finde ich gut, dass Du offen den Dialog suchst.

Ich hab' zwar nur ein paar Zeilen geschrieben, aber mich dabei schon undeutlich ausgedrückt :(  Wie Thao das Erlebte verarbeitet und auch wie schnell sie mit Xenas Hilfe auf andere Gedanken kommt, ist für mich absolut stimmig und in Ordnung. Ich meinte eher die eineinhalb Absätze davor, als sie realisiert, was sie getan hat. Aber das ist jammern auf sehr hohem Niveau.

... da macht man morgens um halb Elf eine kleine kreative Pause und schaut natürlich nach ob ein weiterer Teil von Thao Online ist. Dem ist so daher gibt es nun bei meiner nächsten Pause die ich gerade mache auch ein Kommentar. 

Ich fand diesen Teil sehr großartig geschrieben. Du hast Thao in ein tiefes Tal wandern lassen. Selbstzweifel usw sind sicherlich auch begründet für das was sie Nr. 12 angetan hat. Das sie dann letzten Endes bei Xena landet ist schlüssig für mich. Was hier viele bemängeln ist das Thao recht schnell aus diesem Tal herraus ist. Ich finde das ansich schon Okay so den wenn ich mich ablenke, während ich  in einem tiefen Tal der Selbstzweifel oder ähnlichem bin, vergesse ich das recht schnell und erfreue mich wieder an dem was gerade Passiert. Um den Faden wieder aufzugreifen Xena hilft Thao aus diesem Tal der Unsicherheit. Ausserdem ist Thao, durch mein Verständnis, eine recht starkes, selbstbewusste junge Dame.  Allerdings kann ich mich auch täuschen. Der Pizzabote *grinst* tat mir dann schon irgendwie leid. Aber wer oder was ist die Männerstimme die man auf einmal hören soll. Wer ist das habe ich mich an dieser Stelle gefragt?

Ansonsten doppelter Daum ... ach nee 6 Sternchen

 

So long Z

In reply to by senalex

erinnert mich an den Armen Vertreter von vorhin der mit Six Feet Under begrüßt wurde (Gerräuschkulisse hehehehe) und dann einfach von mir stehen gelassen worden ist ...

Dann ist damit meine Frage beantwortet ... aus den Sternchen werden nun Sterne ;)

 

Gruß Z.

volle Punktzahl. Von der Gefühlswelt, in Form von Thaos Gewissensbissen und dem Streich mit dem Pizzaboten ist die Folge sehr ausgeglichen. Leider hast du uns nicht verraten, was der Pizzabote denn nun auslegen musste, für das Vergnügen. Fast könnte er sich ärgern so schnell das Weite gesucht zu haben für den Preis? Image removed.

In reply to by Hersius

27.80 € Grins! Xena isst sehr viel auf ihre Größe und den Kalorienverbrauch. 

Danke fürs Lesen Hersius!

Sena

Bin enttäuscht. Wieder ein Mal. Nicht von Sena, nein - von den Kommentatoren. Ist aber nichts Neues, müßt also nicht in Depression verfallen.

Sena gibt sich unendlich viel Mühe mit jedem Teil, mit jedem Wort. Fragt sich mal ein Kommentator, ob er sich wirklich derselben Mühen unterzieht?

Schaut genauer hin, noch genauer als genau. Dann sollten manche Urteile weniger schnellschüssig oder oberflächlich erscheinen.

Vielleicht hilft es, die Kommentare nicht zu jedem Teil und sofort loszutreten, sondern Abstand zu wahren. Manches bedarf mehrfacher Betrachtung, um es bewerten zu können.

Geduld und gesunde Distanz sind Schwestern der Weisheit, wenn man Konfuzius glauben darf. Also in diesem Sinne, allen mehr Spaß mit den weiteren Folgen. Lesern wie Sena gleicher Maßen.

Liebe Grüße an Alle, die sich angesprochen fühlten - Tony

In reply to by Tony 2360

Mir sind ein paar Worte der Kritik zuviel lieber, als eine zurück gehaltene Meinung. Wie schon einmal gesagt, entscheide ich ja selbst, ob ich sie annehmen möchte oder nicht. Wenn ich mich also nicht dran störe, solltet ihr das auch nicht tun. Ich habe ein gesundes Ego dass das ohne weiteres verkraftet. 

Also ich wiederhole! STÖRT EUCH NICHT DARAN! Keiner hier postet um mich oder mein Werk zu dissen, sondern um mir ein Feedback zu geben und die Geschichte weiter voran zu bringen. Sollte ich irgendwann der Meinung sein, dass das anders ist, werde ich mein zartes Stimmchen schon erheben. Das war übrigens in der Vergangenheit auch schon der Fall, wenn auch nicht bei meiner eigenen Geschichte. 

Wieder gut?

Lieben Gruß und Dank an Euch alle!

Sena

In reply to by Tony 2360

-etwas so zu schreiben, das der Leser es auch genau so versteht, was man damit ausdrücken möchte, ist nicht ein einfach. Dies trifft geleichermaßen auch auf das Posten der Kommentare zu. Ich tute mich etwas schwer mit dem Begriff Kommentar und seinem "Synonym" Meinung und versuche das als Meinung zu sehen.
-an den Kommentaren, ob sie nun Gut oder weniger Gut ausfallen, kann man doch eines ablesen, dass sich der Leser damit beschäftigt und sich seine eigenen Gedanken macht. Ob er nun mit einer bestimmten Person mitfühlt oder die Geschichte an sich etwas in dem Leser auslöst, zum positiven oder weniger positiven.
-Geduld und gesunde Distanz  geht nicht immer Hand in Hand, in anbetracht dessen, dass eine Geschichte nicht als Ganzes geposted ist. Als Leser tappt man so offtmals im Dunkeln und erliegt der Versuchung dem Schreiber unter dem Teil das zu schreiben, was den Leser bewegt. Jeder mag für sich selbst daraus die Vor- und Nachteile abwägen.
 

Wie immer super geschrieben, kann mich net mal über Schreibfehler beschweren.
Die kurze Tief-Phase finde ich sehr nachvollziehbar und kann auch sehr gut verstehen, wieso Thao das alles erst mal verdrängt.
Die schönste Stelle meines Erachtens war ganz klar als die 2 Frauen ihr Bierchen trinken, da habe ich bestimmt über ne Stunde drüber geschmunzelt!

Ein absolut klasse Kapitel.

Es stehen im Moment so viele Variablen im Raum, dass der Spannungsbogen bis zum Platzen gespannt ist.

 

Ich hoffe ich kann den nächsten Pizzajungen an meiner Haustür noch ernst in die Augen sehen :)

Jap vermutlich. Die Mädchen/ Frauen die ich in dem Altersbereich kennen trinken höchstens nen Sekt;-

In reply to by frall

ich habe in dem Alter fast nur Bier getrunken. 

Tja überall ist das anders. 

Sena

wo ich dies das erste Mal las, da machte sich bei mir innerlich eine ungute Ahnung breit. Aber ich bin positiv enttäuscht worden. Wie Du, liebe Sena, das erste Zusammentreffen sowie die weiteren Treffen darstellst, ist schon Spitze. Denn ich lerne hier eine andere Xena kenne, die neben ihrer sadistischen Ader auch ihre menschliche Seite zeigt. Es ist schon angenehm zu lesen, wie sie verantwortungsbewusst mit dem Thema SM umgeht ( Moralapostel im Gespräch mit Thao). Grosse Klasse und dafür von mir sechs Sterne sowie  LG von champ

Jetzt weiß ich, wie ich das nächste Mal meine Pizza kostenlos bekomme... ;-)

Danke Sena. Deine Thao lässt mich sogar meine entzündeten Nebenhöhlen und Mandeln vergessen, obwohl ich eigentlich gar nicht auf femdom stehe. Verdammt starke Leistung!

In reply to by Senara

Tut mir leid Süße! Ich hoffe das du bald wieder auf den Beinen bist. Obwohl ich natürlich dankbar drum bin, dass du dadurch die Zeit hast wieder aufzuholen. Dachte schon, du hättest das Interesse an meiner Geschichte verloren. Ich könnte es verstehen, nach nunmehr 28 Teilen ist es halt schon wieder ein gewaltige Ansammlung Text geworden. 

Danke für die Kritik und die Kommentare!

Deine Sena

In reply to by senalex

Ach Sena, das Kranksein (zwei Tage vor der Generalprobe und drei Tage vor dem ersten von vier Konzerten) ist momentan tatsächlich noch eins der kleineren Probleme... :(

Nein, obwohl die Ausrichtung Deiner Story eigentlich nicht die meinige ist und die Geschichte mich daher eher intellektuell als eine Etage tiefer interessiert, hab ich das Interesse keineswegs verloren. Und große Mengen Text schrecken mich schon mal gar nicht. Ganz im Gegenteil!!! Ich bin eher so der Typ, für den ein Buch erst ab 500 Seiten Umfang wirklich zum Kaufen und Lesen reizt... Mit Kurzgeschichten schreckt man mich eher ab. Das ist oft so coitus interruptus-mäßig... 

Stell Dir einfach vor Du schleppst einen Schokoladenfan ohne Geld in die Schweiz...