Tigerkatze - Teil 1

 

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal einen Roman aus der Schublade gekramt, der dort schon seit einigen Monaten vor sich hin brütet. Gern würde ich eure Meinung zum Prolog und dem ersten Kapitel wissen und natürlich, ob eine Fortsetzung gewünscht wird. Für Kommentare und konstruktive Kritik bin ich wie immer offen.

Viel Spaß beim Lesen,

EURE FOXY

 

 

Sam Mórtasach starrte gedankenverloren auf das dunkle Holz des Konferenztisches, als ein lautes Stöhnen ihn wieder in die Gegenwart riss. Die dralle Brünette zwischen seinen Beinen sog gierig an seinem Schwanz, während der dunkelhaarige Mann hinter ihr stöhnend in sie hinein pumpte. Sam starrte das Gesicht der Schönen sinnierend an. Wie hatte er sie vergessen können? Ihr pralles Hinterteil reckte sich flehend seinem Bruder entgegen, der kurz hintereinander drei klatschende Schläge darauf platzierte.

Die Frau stöhnte kehlig, während ihre Fingernägel sich in Sams Hose bohrten. Wie hieß sie noch gleich? Yvette? Yvonne?

“Yves, du kleines Luder, benimmt sich so eine Anwältin?” Josh tätschelte wieder den weißen Hintern der Frau, bevor er wiederum dreimal kräftig zuschlug, sodass das weiße Fleisch unter seiner Hand bebte. Sam registrierte dies alles mit einem trägen Lächeln, während er seine Gedanken allmählich wieder zur Ordnung rief. Er grinste auf die Yves hinab, deren braune Augen vor Gier glänzten, und packte grob die dunklen Locken, die schweißnass auf ihrem Rücken klebten. “Nein, so benimmt sich keine anständige Anwältin”, schnurrte Sam süffisant, während er langsam seinen Schwanz aus Yves köstlich rotem Mund herauszog. Die Frau seufzte enttäuscht, kassierte dafür aber einen weiteren Klaps auf ihren Po.

“Aber du hast deine Strafe verdient, nicht wahr?” Yves nickte vehement und wollte sogleich den Kopf senken, um ihren Blowjob zu beenden. Doch Sam verstaute lächelnd seinen Schwanz in seiner Hose und streichelte sanft ihre gerötete Wange.

“Genug, Kleines, du wirst auf deine Belohnung warten müssen.” Sam beobachtete, wie Josh sich aus der klitschnassen Möse ihrer Gespielin herauszog. Yves keuchte, reckte ihm ihren Hintern entgegen und Josh nahm die Einladung dankend an. Mit zwei Fingern dehnte er ihr runzliges Loch.

“Komm schon, Yves, du kannst mir helfen”, er streichelte ihren unteren Rücken bis hinauf zu ihrer Wirbelsäule und Yves reckte sich ihm entgegen wie eine rollige Katze. “Du kannst dafür sorgen, dass dein hinterer Eingang schön feucht ist, nicht wahr?” Ohne zu zögern und mit einem begeisterten Nicken ließ die Anwältin Sams edle Anzughose los, fasste zwischen ihre geschwollenen, roten Schamlippen und verrieb ihren cremigen Saft auf Damm und After. Josh grinste und zwinkerte seinem Bruder zu, bevor er seinen Penis an Yves Hintern setzte und mit einem einzigen Stoß hinein glitt. Yves jaulte auf. Genüsslich überschlug Sam die Beine und beobachtete, wie die Brünette sich bei jedem Stoß seinem Bruder entgegen stemmte und ekstatisch den Kopf hin- und her warf, ehe Josh diesen an den Haaren einfing.

“Spiel an dir”, raunte er seiner Partnerin dunkel ins Ohr, “ich will ja, dass du auch deinen Spaß hast.” Yves stöhnte auf, vergrub ihre freie Hand zwischen ihren Schenkeln, während sie sich mit der anderen auf der teuren Auslegware des Büros abstützte. Da ihr gieriger, kleiner Mund damit beschäftigt war, auf Joshs geflüsterte Anweisungen zu antworten, hatte Sam endlich Zeit, die Ereignisse dieses mehr als frustrierenden Tages zu resümieren.

Schließlich war es nicht alltäglich, dass sich eine gut bezahlte Staatsanwältin vor seinen Füßen wand - nicht einmal für ihn. Womit sich Sam wieder eingehend mit der Frage beschäftigen konnte, wie um alles in der Welt es dazu kam, dass er und sein Bruder heute vor Gericht standen. Natürlich wusste er, wie es dazu kam. Juls, eine ihrer bestbezahlten Animateurinnen, war grün und blau geprügelt in einer Seitenstraße neben dem Noir Club, einem der exklusivsten Etablissements, die der Familie Mórtasach gehörten, gefunden worden. Was nicht das Schlimmste war. Denn das kleine Biest hatte tatsächlich behauptet, er, Sam Mórtasach, hätte ihr Avancen gemacht und sie windelweich geschlagen, als sie sich ihm verweigerte. Natürlich war der Prozess eine Farce gewesen. Schließlich gab es keine Beweise. Sam war nicht einmal in der Nähe seines Clubs gewesen, als Juls misshandelt wurde. Trotzdem hatte sie steif und fest behauptet, er sei der Täter.

Sams Blick fiel auf Yves. Die Anwältin hatte aus allen Rohren geschossen, um ihn seiner angeblichen Tat zu überführen. Und darum lag sie nun auch hier, stöhnte und japste und bettelte Josh an, endlich kommen zu dürfen. Dieser warf ihm einen fragenden Blick zu. Leicht schüttelte Sam den Kopf. Sein Bruder verzog enttäuscht das Gesicht, zog sich aber aus der Anwältin zurück. Diese stöhnte protestierend, als der Druck aus ihrem Anus verschwand und damit auch die Hand, die ihren Kitzler stimuliert hatte. Sam grinste. Keiner der beiden würde ohne seine Erlaubnis kommen. Und er war noch nicht gewillt, diese zu geben. Was die Sache mit Juls anbelangte, musste er überlegen, wie zu verfahren war. Sie war bestimmt nicht allein auf die Idee gekommen, ihn zu ruinieren. Die falsche Verdächtigung war zwar nur ein amateurhafter Versuch, doch wer wusste schon, was seine Feinde als nächstes planten. Wäre Juls nur ein wenig glaubhafter gewesen, wäre er vielleicht verurteilt worden. Und wer wäre noch in die Noir Clubs gegangen, wenn der Don, der Maestro des Zirkels, ein gewissenloser Schläger war? Er würde die Dinge im Auge behalten müssen. Das stand fest.

“Don?” Sams Blick zuckte hoch, als Yves sich zwischen seine Schenkel schmiegte. Josh kniete hinter ihr und rieb seinen Schaft an ihrem Gesäß, wobei er sich alle Mühe gab, nicht die Kontrolle zu verlieren. Niemand konnte sich das leisten, denn immerhin stand es dem Don zu, alle Mitglieder seines Zirkels zu bestrafen, wenn sie sich über auch nur einen seiner Befehle hinwegsetzten. Allerdings hatte sich sein kleiner Bruder eine Belohnung verdient. Sam lächelte auf die Anwältin hinunter, kraulte ihr zärtlich durchs Haar und ließ sich endlich von seinem ledernen Sessel sinken. Als er vor ihr kniete, gab er ihr einen Kuss auf die Nasenspitze.

“Du möchtest gefickt werden, habe ich recht?”

Yves verdrehte genüsslich die Augen, als sie das tiefe Schnurren, das ihr Ohr kitzelte, hörte. “Ja”, hauchte sie lasziv und ließ zu, dass Sam sie an den Schultern packte und zu seinem Bruder herumdrehte. Ohne dass es einer Aufforderung bedurfte, kniete sich Yves auf alle Viere und nahm den steifen Schaft des Mannes in den Mund. Ihre Zunge leckte ihren eigenen, moschusartigen Geschmack, während ihre Hände die rasierten Hoden massierten. Josh stöhnte, als sein Becken zuckte. Yves Zunge bohrte sich leicht in die Öffnung, aus der bereits ein salziger Tropfen drang. Sie schleckte ihn ab und registrierte zufrieden Josh Aufschrei. Sam hatte indes seinen Schwanz befreit und rieb ihn an Yves warmer, nasser Spalte. Die Anwältin reckte ihm ihren Schoß entgegen. Mit einem schnellen Stoß bohrte sich Sam in sie hinein. Nasse, heiße Seide umschloss seinen Schaft. Seine Gespielin seufzte und lutschte kräftiger an Joshs Penis. Sam blieb einige Augenblicke reglos, um Yves verzweifeltes Zucken zu genießen. Als ihr warmer Saft ihm träge über die Lenden lief, begann er endlich, sich stürmisch in ihr zu bewegen. Yves Kopf wurde ruckartig an Joshs Körper gepresst. Sein Schaft grub sich hart in ihren Mund und ließ sie würgen. Hinter sich spürte sie, wie Sam ihre Hüften packte, um sie zu halten, während er sie unaufhaltsam auf einen Orgasmus zusteuerte. Josh streichelte indes tröstend ihr Gesicht. Als sie merkte, dass ihr eine Träne über die Wange lief, passte sich die Anwältin Sams Stößen an. Sofort reagierte dessen Bruder, zog sich ein wenig zurück und noch ehe sie überlegen konnte, spritzte er mit einem lauten Stöhnen seinen Samen in sie. Als Josh kam, melkten Yves Scheidenmuskeln Sams Schwanz. Sam ließ ihr kaum Zeit, Josh aus ihrem süßen Mund zu entlassen, schon packte er ihr Haar und zog ihren Kopf zurück. Mit leicht überdehntem Hals kauerte sie unter ihm und flehte ihn an, ja nicht aufzuhören. Sam grinste. Als hätte er die Absicht! Als er merkte, dass Yves Körper nach Erlösung gierte, fasste er mit einer Hand nach ihrer Brustwarze und zwirbelte das erhitzte Fleisch, bis die Frau wie von Sinnen stöhnte.

“Wenn du ohne meine Erlaubnis kommst”, schnurrte er ihr gefährlich sanft ins Ohr, “werde ich dich nackt und mit gespreizten Beinen an den Schreibtisch ketten und deinen Kollegen sagen, wo du zu finden bist.”

Yves schluchzte panisch, doch ihr Körper ließ sich nicht mehr davon abhalten, gierig zu zucken, bis sie schreiend vor Ekstase unter ihrem Don zusammenbrach.

 

1

 

Lorna Brichs starrte missmutig auf den Flyer, bevor sie ihn zusammenknüllte und dorthin beförderte, wohin er ihrer Meinung nach gehörte: In den Mülleimer. Wenn ihr noch einmal ein solcher Zettel ins Haus flatterte, musste sie mal ein ernstes Wort mit dem Briefträger wechseln. Ein ironisches Lächeln spielte um ihre Lippen. Der Mann hatte wahrscheinlich gar nicht so unrecht, ihr Prospekte einer Partneragentur in den Briefkasten zu stopfen. Immerhin war sie dreiundzwanzig und seit ebenso vielen Jahren Single. Ihre einzige sexuelle Erfahrung hatte sie bei ihrer Abschlussklassenfahrt gesammelt und wäre diese gut gewesen, hätte der Kerl, der zwischen ihren Beinen gestochert hatte, danach bestimmt nicht so laut gelacht. Mit einem Kopfschütteln verdrängte sie die alten Erinnerungen und widmete sich wieder ihrer Bücherliste. Zwar dauerte es noch gut ein halbes Jahr, bis ihr Freisemester endete, doch wenn sie schon in einem Buchladen jobbte, konnte sie auch gut und gern schon ihr benötigtes Lernmaterial zusammen sammeln. Nicht dass sie viel Enthusiasmus in ihr Wirtschaftsstudium steckte, ganz im Gegenteil. Wenn sie noch ein wenig schlechter abschnitt, konnte sie die Uni schmeißen und ihren Eltern endlich einen vernünftigen Grund geben, ihr immer und immer wieder in den Ohren zu liegen, dass sie aus ihrem Leben nichts machte.

Lorna seufzte schwer. Sie wollte ja etwas aus sich machen. Aber eben keine steifärschige Steuerprüferin. Viel lieber würde sie endlich ihren ersten erotischen Gedichtband herausbringen. Lächelnd zog sie das dicke Manuskript aus ihrer Schreibtischschublade heraus. Die Bücherliste konnte warten. 113 erotisches Gedichte und Geschichten stand auf dem ersten Blatt, und darunter prangte dick und fett ihr Name.

Ihre feinen Verwandten und Bekannten würden die Nase rümpfen, sollten sie ihr Werk einmal in einer Buchhandlung erspähen. Langsam schlug sie die erste Seite auf.

Er trat nah an sie heran, packte ihre wallende Mähne und zog ihren Kopf in den Nacken, sodass ihr nichts anderes übrig blieb, als sich seinem kühlen Blick zu stellen. “Du hast mich heute enttäuscht, Sklavin. Du warst aufsässig und frech. Was soll ich nur mit dir machen?” “Bestrafe mich, Herr. Ich habe es verdient.” “Das hast du.” Seine Hand glitt sanft aus ihrem Haar und streichelte ihre erhitzte Wange. “Wähle das Instrument deiner Folter.” Auf allen Vieren krabbelte die Sklavin auf das blutrote Tischtuch zu, auf dem drohend das Arsenal ihres Herrn lag. Ihre Knie glitten über den schwarzen Marmorboden, während ihre feuchte Scham sich gut sichtbar ihrem Meister entgegenstreckte. “Was wählst du?” Sorgsam ließ sie den Blick über eine dünne Gerte gleiten und nahm diese mit dem Mund auf. Ihr Herr streichelte ihr zärtlich über die Stirn, bevor er das Strafinstrument zwischen ihren roten Lippen hervorzog. “Stell dich in Positur.” Die Sklavin tat wie ihr geheißen, reckte ihm ihr weißes Hinterteil entgegen und empfing wollüstig stöhnend den ersten Schlag. “Bedanke dich für deine Züchtigung.” “Ich danke dir, Herr. Ich verdiene es.” “Oh ja.” Ein dunkles Lächeln umspielte seine harten Lippen, als er zu einem zweiten Schlag ausholte. Das Zischen der Gerte lockte der Sklavin ein Seufzen aus der Kehle, bevor das Leder mit einem dumpfen Laut ihre prallen Backen traf. Die Frau stöhnte, ließ ihr Becken kreisen und flehte um mehr, als…

…Lorna! Klebst du schon wieder in deinen Schmuddelgeschichten? “

Verschreckt zuckte Lornas Blick auf, bevor ihr eine intensive Röte in die Wangen kroch. “Das sind keine Schmuddelgeschichten!” Carolin Stein, ihre beste Freundin, zog grinsend die Brauen in die Höhe. “Nö, nur Blümchensex, schon klar.” Ihr Grinsen verwandelte sich in ein lautes Lachen, als sie Lornas verschämten Gesichtsausdruck bemerkte.

“Jetzt werd nicht gleich rot wie eine gekochte Krabbe! Die meisten deiner Geschichten hab ich sowieso schon gelesen.” Lorna lächelte gequält zurück. Sie wusste ja, dass Caro ihre Werke kannte und sie sich vor ihrer Freundin auch nicht genieren musste, trotzdem färbte sich ihr Gesicht postwendend krebsrot, wenn jemand sie auf ihre erotischen Fantasien ansprach. Dabei wünschte sie sich sehnlichst einen Mann, der ihre Neigung verstand und sie aus ihrer Schüchternheit zwang, indem er sie gnadenlos seinem Willen unterwarf. Sie wollte sich hingeben und vertrauen können. Aber leider vertraute sie ja keinem genug, um überhaupt über diesen innigen Wunsch zu sprechen.

Caro, die ihre Gedanken erraten hatte, schnalzte missbilligend mit der Zunge. “Schluss mit Maulaffenfeilhalten! Du musst mal wieder raus und was erleben!”

“Ich erlebe schon genug”, verteidigte sich Lorna und rutschte tiefer hinter ihren Schreibtisch. Caro zog höhnisch eine Braue in die Höhe. “Kopfkino zählt nicht, Süße. Du brauchst einen Mann und der kommt bestimmt nicht mir nichts, dir nichts einfach reingeschneit.”

“Vielleicht schon.”

“Und wieder ist sie im Reich der Fantasie!” Theatralisch seufzend warf Carolin ihre knallrote Lockenmähne über die Schulter. Lorna beobachtete amüsiert, wie die Freundin vor ihrem Tisch posierte und musste neidlos zugeben, dass Carolin wahrlich keine Probleme hatte, sich einen Mann zu angeln. Ihre Freundin war dünn und an den richtigen Stellen kurvig. Ihre langen Beine steckten in kniehohen Lederstiefeln und ihre beachtliche Oberweite quoll ansehnlich aus ihrer mitternachtsblauen Coursage. Obwohl Lornas Figur der ihrer besten Freundin glich, schämte sie sich schon bei dem Gedanken, ein solches Outfit zu tragen, in Grund und Boden. Sie war keine femme fatale und würde in einem solchen Aufzug mehr als lächerlich wirken. Was sie nicht daran hinderte, immer wieder mit Caro stoppen zu gehen und sich eben diese Art von Kleidungsstücken andrehen zu lassen. Im hintersten Winkel ihres Kleiderschrankes wimmelte es geradezu von aufreizenden Coursagen, gewagten Schuhen und sexy Wäsche. Ganz nach dem Motto: Was man hat, das hat man.

Carolin, die den Blick ihrer Freundin bemerkt hatte, grinste schief. “Ich weiß, was du denkst. Und die Antwort lautet ja!”

“Ja zu was?”

“Ja, ich zwinge dich, heute endlich die sexy Lorna aus ihrem Käfig zu lassen! Dafür kannst du die langweilige Buchladen-Lorna im Schrank einsperren.” Ihr Grinsen wurde breiter, als sie Lornas finsterer Miene gewahr wurde. “Nichts für ungut, aber du bist viel zu hübsch, um dich unter diesen Säcken, die du Pullover nennst, zu verstecken.”

Lorna schnaufte. “Sie sind bequem!”, empörte sie sich, doch selbst in ihren eigenen Ohren wirkte ihre Erwiderung lahm. Caro hatte recht, sie musste aus sich heraus. Besser gestand sie sich das heute ein, bevor sie ihr Mut wieder verlassen konnte. “Also gut, ich gebe mich geschlagen. Du darfst mich heute verkleiden.”

“St, st, st, nicht verkleiden, Herzchen. Wir holen nur endlich das aus dir raus, was du unter Stoffschichten zu verstecken versuchst. Und dann gehen wir ins die Bastei.”

...

Lorna schaute sich unbehaglich um. In dem alten Gemäuer, das nun als Szene-Nachtclub die unterschiedlichsten Gestalten anlockte, tummelten sich heute Männer und Frauen in knallengen Lederbodys oder freizügigen Lackoutfits. Die Gothic-Anhänger, die sonst die Tanzflächen bevölkerten, waren nirgends zu entdecken, stattdessen fand sich an jedem Ende der verwinkelten Räume ein Pärchen, das offen seiner Sexualität frönte. Unschlüssig zog Lorna ihren Ledermantel fester um sich.

Caro knuffte sie lächelnd in die Seite. “Guck nicht so schockiert. Und lass endlich den Mantel los, den musst du jetzt sowieso abgeben.”

Bei dem Gedanken, ungeschützt und in ihrem knappen Lederkleid inmitten der Leute zu stehen, bekam Lorna vor Schreck beinahe Schluckauf. Nur widerwillig übergab sie ihrer Freundin Jacke und Tasche, wohlweislich die Blicke ignorierend, die die anderen Besucher ihr zuwarfen. “Du siehst toll aus”, versuchte Carolin sie aufzumuntern. In ihrer roten Coursage, die einen gewagten Kontrast zu den feuerroten Haaren bildete, und den Lackhöschen, passte sie sich hervorragend den anderen Gästen an. Um ihren Hals schlängelte sich ein schwarzes Lackhalsband und Lorna konnte förmlich spüren, wie einige Männer ihre Freundin neugierig beäugten. Sie selbst wäre am liebsten im Boden versunken. Es brauchte kein Genie, um zu erkennen, dass heute ein SM-Mottoabend war. Mehrere Frauen trugen Halsbänder und Manschetten, einige Männer sogar schwarze Stoffmasken, sodass sie ihren jeweiligen Herrinnen oder Doms nur taumelnd folgen konnten. Die Atmosphäre knisterte vor aufgeladener Energie und Spannung. Lorna bekam dadurch eine Gänsehaut.

“Ich weiß wirklich nicht, ob ich hier sein will”, flüsterte sie ihrer Freundin zu, wobei sie hektisch zur Seite hüpfte, als ein vorbeigehender Dom ihr an den Po fassen wollte. Caro sah von ihrem Portmonaise auf, eine Braue herausfordernd gehoben. “Deswegen habe ich dich ja auch nicht gefragt.”

Lorna schnaubte. “Ehrlich, ich fühle mich hier nicht wohl.” Wieder fasste jemand nach ihrem Po und sie sprang quiekend zurück. Eine Frau hinter ihr lachte. Caro seufzte leise. “Hör zu, wenn du wirklich nicht mehr willst, gehen wir. Aber schau es dir doch erstmal an. Heute ist eine berühmte Bondage-Künstlerin hier”, sie zwinkerte einem Mann zu, dessen kalte Augen auf ihr Halsband gerichtet waren, ehe sie sich wieder Lorna zuwandte, “und ich habe noch eine Überraschung für dich.”

Der Mann kam herüber, packte Carolin am Arm und zog sie nah an seine Brust. “Bist du allein hier, Sklavin?”

Lorna klappte schockiert den Mund auf, ihre Freundin kicherte nur. “Heute führe ich meine Freundin ein”, vertraute sie dem furchteinflößenden Fremden an. Dieser sah nun zu Lorna, die sich unter dem kalten Blick am liebsten hinter eine der dunklen Säulen versteckt hätte. Der Mann trug sein dunkles Haar rasiert, in seiner einen Braue steckte ein blitzender Silberring und sein stattlicher Oberkörper wurde nur von einem dunklen Netzshirt verhüllt.

“Ist deine Freundin auch eine Sklavin?”

Caro schmunzelte. “Sie weiß noch nicht, was sie ist, Ricardo Das wollen wir heute Abend rausfinden.” Der Kerl, offensichtlich Ricardo mit Namen, nickte, ehe er Caro einen festen Kuss auf die Lippen drückte und sie dann leicht von sich stieß. “Wenn ihr es wisst, kommt ihr zu mir.” Carolin lächelte sinnlich, als er in der Menge verschwant. Lorna starrte sie mit offenem Mund an. “Du kennst den Typen?” Caro zuckte mit den Schultern. “Ich kenne viele Leute.”

Damit schob sie ihre Freundin in den überfüllten Hauptraum, in dem die raue Methal-Musik von den Wänden widerhallte und die Nebelmaschine die Szenerie in unwirkliches Zwielicht hüllte. Hustend hielt sich Lorna an Caro fest, um nicht den zahlreichen Doms und Subs auf die Füße zu treten. “Wo willst du hin?”, keuchte sie unsicher, als Caro direkt auf die Bühne zuhielt. Ihre Freundin lachte kehlig. “Ich hab doch gesagt, dass ich eine Überraschung für dich habe.” Lorna schluckte. Das ungute Gefühl, das seit ihrem Eintreten in diesen Club in ihrem Magen brodelte, wuchs zu einem stechenden Schmerz heran. Sie wollte nichts lieber, als umdrehen und sich Zuhause unter ihrer Bettdecke zu verstecken. Leider ergriff Carolin in dem Moment ihr Handgelenk, als Lorna tatsächlich Reißaus nehmen wollte. Ihre Freundin tätschelte ihr beruhigend die Finger und deutete mit einem Kopfnicken auf drei Personen, die neben der Bühne standen und sich mit einem der schwarz gekleideten DJ´s unterhielten.

“Ich will dir jemanden vorstellen.” Ungeachtet ihrer stummen Proteste, zerrte Caro Lorna zu den drei Männern und der einschüchternd aussehenden Frau, deren Lächeln sehr, sehr weiße Zähne aufblitzen ließ.

“Carolin!”, schnurrte sie rauchig und trat einen Schritt auf sie zu. Ihre drei Gesprächspartner hielten in der Unterhaltung inne und starrten sie nun ebenfalls an. Lorna schluckte. Einer der drei war Ricardo, der ihr ein träges Haifischlächeln zuwarf, ehe er den Kerl neben sich an der Schulter packte und in ihre Richtung stieß. “Sag meiner Sklavin und ihrer kleinen Freundin Guten Tag.” Caro kicherte, als sie den Gesichtsausdruck des Doms sah. Mit einem Lächeln zeigte sie auf den mürrisch dreinblickenden Fremden, der von Ricardo in ihre Mitte gestoßen wurde.

“Das ist Dominik. Er ist Wandas heutiges Opfer.”

Wanda war offenbar die Amazone mit dem Strahlelächeln. Sie beugte sich nun zu Lorna und reichte ihr die Hand. “Caro hat uns schon erzählt, dass sie heute eine Neue mitbringt.”

“Eine Neue?” Verunsichert starrte Lorna die Frau an. Mit ihren mindestens 1,80m Körpergröße und den kurzen, platinblonden Haaren war sie eine beeindruckende Erscheinung. Sehnige Muskeln bedeckten ihren geschmeidigen Körper und die goldbraune Haut wurde nicht von einem Pickel oder Leberfleck verunziert.

“Jap, du gestehst dir deine devote Neigung noch nicht ein.”

“Ich habe keine devote Neigung!”, widersprach Lorna empört und ignoriert ihre brennenden Wangen, als Wanda und Ricardo laut lachten. Dominik starrte sie indessen nur unverwandt an, was ihr eine Gänsehaut bescherte. Der Sklave war groß und breitschultrig, sonst sah er jedoch gewöhnlich aus. Braune Haare, blaue Augen - nur der gemeine Zug um seinen Mund machte ihn unsympathisch. Fröstelnd trat Lorna einen Schritt zurück. Sie wollte nicht bei diesen Menschen sein und sie hätte Carolin am liebsten dafür erwürgt, dass sie sie in ihre Mitte zwang.

“Glaub mir, die hast du”, Wanda zwinkerte Carolin zu. “Wir haben von deinem Hobby gehört.” Ihre Stimme nahm einen verschwörerischen Klang an und Lornas Gesicht färbte sich noch eine Nuance dunkler. “Caro!”

“Sei doch nicht so zickig”, kicherte die Freundin. “Ich habe nur gesagt, dass du erotische Geschichten schreibst und ein echtes Naturtalent bist.” Lorna schluckte, als ihr ein heißer Schauer über den Rücken lief.

Wanda grinste sie an. “Keine Sorge, wir verraten es niemandem”, flötete sie neckend, “und du brauchst auch keine Angst zu haben. Wir beißen nicht.” “Jedenfalls nicht, wenn du brav bist”, fügte Ricardo ominös hinzu und lachte schallend, als Lorna geschockt die Augen aufriss. Sein tiefer Bariton vibrierte in ihrem Körper und sie spürte gegen ihren Willen, wie die Atmosphäre sie zu erregen begann. Das gibt den perfekten Stoff für neue Geschichten, flüsterte ihr die Stimme der Vernunft ins Ohr. Lorna entspannte sich innerlich. Sie würde nur schauen und ihre Neugier befriedigen. Und zum Schluss konnte sie vielleicht wirklich noch ein paar gute Storys aus ihren Entdeckungen machen. Ihr Blick fiel auf Ricardo, der ihre Gedanken zu erahnen schien. Sein gefährliches Lächeln wurde breiter, als er Dominik Richtung Bühne schubste. “Das wird für dich ein unvergessliches Erlebnis”, raunte er ihr grinsend zu, während er seinem Sklaven folgte. Lorna wusste nicht, wie sie seine Worte verstehen sollte, doch bevor sie fragen konnte, schob Caro sie auf einen Tisch zu, der der Bühne am nächsten stand. Wanda gesellte sich lächelnd zu ihnen. “Die Show fängt erst in einer Stunde an. Habt ihr was dagegen, wenn ich euch bis dahin auf einen Drink einlade?” “Blödsinn”, Caro winkte ab und platzierte ihren in schwarze Lackshorts verpackten Hintern auf einen der Stühle. Seufzend tat Lorna es ihr gleich und nahm schweigend hin, dass ihre neue Bekannte sich neben sie setzte. Sie spürte Wandas interessierten Blick und wurde umgehend rot. “Wanda ist eine echte Domina”, plauderte Carolin drauflos, als sich peinliches Schweigen breitzumachen drohte. “Und sie ist für ihre Bondage-Shows berühmt.”

“Aha.” Was sagte man in Gegenwart einer Domina? Lorna überlegte, ob sie Wanda nun mit besonderem Respekt begegnen sollte, entschied sich aber dagegen. Schließlich war sie keine Sklavin. Punkt. Ihre Sitznachbarin grinste sie an. “Aus deinem Gesicht kann ich genau ablesen, was du denkst. Glaubst du nicht, dass du mir Respekt schuldest?”

“Nein!”, schnappte Lorna bissig zurück, was die Domina mit einem glockenhellen Lachen quittierte. Sich eine Träne aus dem Augenwinkel wischend, beugte sie sich hinüber und klopfte Lorna kichernd auf die Schulter. “Ich glaube, ich mag dich.” Lorna sah perplex zu Caro, die sie breit anlächelte.

“Ich hasse dich”, formten ihre Lippen lautlos, was Carolin noch breiter grinsen ließ. Lorna verdrehte die Augen. Anscheinend war sie heute in der Rocky Horror Show gefangen. “Okay”, seufzte sie resignierend, “ich gebe auf. Woher kennt ihr euch?” Caro und Wanda tauschten einen langen Blick. “Ich hab dir doch erzählt, dass ich ab und zu in einen der Noir Clubs gehe”, begann schließlich die Freundin zu erzählen. “Wanda arbeitet da und durch sie habe ich auch Ricardo kennen gelernt.” Als Lorna nur fragend die Brauen hob, fügte sie schmunzelnd hinzu: “Das war kurz nach Alexander dem Großen.” Wanda und Caro brachen in Lachen aus und auch Lorna konnte sich ein Kichern nicht verkneifen. Natürlich kannte sie die Geschichte mit Alexander. Caro und sie hatten sich im gemütlichen Irish Pub einen ruhigen Abend gemacht, als der blonde Sexgott auf sie zugekommen war und sich als Alexander der Große vorgestellt hatte. Sie waren ins Gespräch gekommen und Alex hatte sie in den Noir Club eingeladen. Caro, die im Gegensatz zu ihrer Freundin kein bisschen schüchtern war, hatte sofort zugesagt und Lorna war schnurstracks nach Hause gegangen. Am nächsten Abend hatte ihr Carolin erzählt, dass sich Alexander der Große als Alexander der nicht ganz so Große entpuppt hatte und der Abend eine einzige Katastrophe war. Ihr Interesse für den Noir Club und die S/M-Szene war aber geblieben.

“Du hast mir gar nicht erzählt, dass Ricardo dein neuer Dom ist.” “Ist er ja eigentlich auch nicht. Das ist nur so ein Gelegenheits-Ding. Eigentlich träumt ja jede Sub von einem Dom wie in deinen Geschichten”, Carolin zwinkerte ihr zu, “einen, dem man blind vertraut und der einen bedingungslos liebt.” Wanda kicherte und Lorna funkelte sie böse an. Die Domina winkte lachend ab. “Sei nicht böse, aber das ist in den wenigsten Beziehungen so. Selbst wenn sie gar nichts mit S/M zu tun haben.”

Bevor Lorna widersprechen konnte, schlenderte ein attraktiver Kellner heran, dessen freier Brustkorb im spärlichen Licht glänzte. Seine Lederhose war schwarz und beulte sich zwischen den langen Beinen auf beeindruckende Art und Weise aus. Fasziniert starrte Lorna die Ausbuchtung an und bemerkte gar nicht, wie der junge Mann sie angrinste. “Wenn dir das gefällt, Schätzchen, ich hab noch mehr zu bieten.” Auf ihr Aufkeuchen zwinkerte er ihr zu und strich flüchtig über ihre feuerrote Wange. Wanda zog eine Braue in die Höhe. “Du heute Abend hier, Josh?”

Der attraktive Dunkelhaarige lachte leise. “Ich soll eine ganz besondere Lieferung abholen.” Sein Blick glitt wieder zu Lorna, ehe er sich Caro zuwandte und ihre Bestellung entgegen nahm. Dann glitt er lässig zum Nebentisch und brachte die beiden reifen Dominas dort in helle Begeisterung.

“War das auch ein Dom?”, fragte Lorna atemlos und bemühte sich, nicht über die Schulter zu gucken und zu prüfen, ob der Hintern des knackigen Mannes ebenso perfekt war wie seine Vorderfront. Caro hatte weniger Hemmungen und verrenkte sich beinahe den Hals, als sie ihm auf seinem Weg an die Bar hinterher starrte. “Nö. Josh gehört zu unserem Team oder besser gesagt, unser Team gehört ihm.” Wanda lehnte sich bequem zurück und schaute ebenfalls an die Theke. Als sie das Fragezeichen in Lornas Gesicht sah, erklärte sie trocken: “Er ist Mitbesitzer der Noir-Clubs.”

“Und damit einer mit ganz dickem Konto”, erläuterte Caro, die sich noch immer nicht sattgesehen hatte. Stattdessen drehte sie nun sogar ihren Stuhl, um besser zugucken zu können, wie Josh hinter der Bar zwei junge Mädchen in knappen Lackkleidchen bediente. Nun drehte auch Lorna sich um. “Warum jobbt er dann hier, wenn er so reich ist?”

Wanda hob die Schulter. “Weiß der Teufel, was in Joshs Kopf vorgeht”, sie sah Lorna nachdenklich an, “und das meine ich wörtlich.” Lorna warf dem sexy Kellner noch einen heimlichen Blick zu. Mit den schulterlangen, dunklen Haaren und dem verschmitzten Grinsen sah er heiß aus. Das fanden auch die beiden an der Bar, denn eines der Mädchen beugte sich nahe heran und gewährte dem Mann einen tiefen Blick in ihren Ausschnitt. Josh grinste, kippte langsam die Whiskyflasche, die er vorher wie ein Zirkuskünstler durch die Luft gewirbelt hatte, und ließ einen großzügigen Tropfen auf die cremig weißen Brüste der Frau träufeln. Ihr Lachen verwandelte sich in ein Stöhnen, als ihre Freundin sich über sie neigte und mit der Zunge den teuren Brandwein von ihrem Dekolleté leckte. Josh sah ihr interessiert dabei zu, ehe er der Stöhnenden einen Eiswürfel in den Ausschnitt schob. Sie keuchte auf, wehrte sich jedoch nicht, als ihre Gespielin ihre Coursage öffnete und sich ihr praller Busen darbot. Quälend langsam fasste die zweite Frau den Eiswürfel und ließ ihn auf den steifen Brustwarzen der anderen tanzen. Deren Stöhnen wurde lauter und lauter und lockte andere Barbesucher an, die dem Schauspiel erregt murmelnd folgten. Während ihre Freundin noch den Eiswürfel auf ihren Knospen verrieb, fasste die andere zwischen die Beine ihrer Partnerin. Sie nahm den Rhythmus auf, in dem die Eiswürfel ihre Brüste küssten, und rieb kräftig über die Scham ihrer Freundin, während sie mit der freien Hand ihre eigene verwöhnte. Auch die zweite Frau stöhnte nun und ihr träges Spiel wurde heftiger. Josh mischte indes weiter Drinks, ließ den Blick aber nicht von den beiden Gespielinnen, deren Stöhnen sich in ein lautes Keuchen verwandelte, als beide gleichzeitig zum Höhepunkt kamen. Die Menge löste sich unter Murmeln und Stöhnen auf.

Lorna spürte, wie ihr Schoß zu kribbeln begann. Ihr Blick haftete weiterhin auf Josh. Dieser sah plötzlich hoch, bemerkte ihr Starren und zwinkerte ihr spöttisch zu. Keuchend riss Lorna den Kopf herum und barg ihr heißes Gesicht hinter einem Vorhang roter Locken. Das sanfte Pulsieren zwischen ihren Beinen wurde intensiver, sodass Lorna die Schenkel zusammen presste, was das Beben nur verschlimmerte. Schnell riss sie die Knie auseinander. Carolin grinste sie frech an. Ihre eigene Hand war für jedermann gut sichtbar zwischen ihren Beinen vergraben, wo sie schamlos ihre feuchte Spalte bearbeitete.

Lorna starrte fassungslos auf den bloßen Schoß ihrer Freundin. Diese knetete ihre geschwollenen Schamlippen zwischen ihren Fingern, keuchte stärker und rekelte sich auf ihrem Stuhl. Die Blicke von Wanda und Lorna schienen sie noch heißer zu machen, denn ihr Stöhnen wurde schneller. Ebenso ihre Finger, die hart in ihre Vagina tauchten. Intensiv erwiderte sie Lornas Blick, lächelte sie an und schrie ihren Orgasmus heraus, ohne ihre Freundin aus den Augen zu lassen. Lornas Gesicht brannte vor Scham. Sie wusste nicht, wohin sie schauen sollte, andererseits wollte sie den Blick nicht von Carolin abwenden. Das Liebesspiel ihrer Freundin machte sie an. Ihr Schoß brannte vor Gier. Sie hätte sich gern in eine Ecke oder sogar auf die Toilette zurückgezogen und sich ebenfalls Erleichterung verschafft, doch der Gedanke, dass jeder wissen würde, was sie tat, ließ sie starr auf ihrem Stuhl sitzen bleiben. Carolin, die ihre sehnsuchtsvolle Miene bemerkt hatte, grinste schadenfroh, während sie ihre Shorts ordnete. Dann wandte sie sich plaudernd an Wanda, nicht ohne Lorna vorher noch einmal aufmunternd zuzunicken.

Diese schob, krebsrot im Gesicht, die Hände unter ihren Po, um ja nicht in Versuchung zu geraten. Fieberhaft konzentrierte sie sich auf die Tischplatte und ignorierte Caros höhnisches Kichern. “Du siehst aus, als könntest du eine Abkühlung gebrauchen.” Lornas Kopf ruckte hoch und Joshs spöttisches Lächeln traf sie, als er ein großes Glas Eiswasser vor ihr Abstellte. Die Eiswürfel klimperten herausfordernd und Lorna schloss stöhnend die Augen. Sie hörte den Kellner leise in sich hinein lachen, sah aber nicht auf. Nur ein paar Minuten und sie hatte sich wieder unter Kontrolle. Wenn ihre Knie nicht mehr zitterten, würde sie ihr Wasser bezahlen und dann endlich verschwinden, wie sie es längst hätte tun sollen. Und Carolin würde sie einfach hier lassen oder wahlweise vor der Tür erwürgen, sollte sie versuchen, sie aufzuhalten.

“Gräm dich nicht, kleiner Liebling. Es gibt nichts, weswegen du dich schämen müsstest.” Joshs Hand berührte zärtlich ihre Schulter, doch Lorna wich schnaubend zurück. “Ich bin nicht dein Liebling”, murmelte sie halblaut, kramte hektisch nach ihrem Portmonaise und warf einen Fünfer auf den Tisch. Dann schoss sie vom Stuhl, der laut klappernd auf dem Boden landete und stampfte wutentbrannt Richtung Damentoilette. Joshs Lachen ignorierte sie dabei ebenso hoheitsvoll wie die verblüfften Blicke der anderen Gäste.

“Verflucht noch mal!” Mit einem Knallen schlug die Tür zu und Lorna ließ seufzend die Schultern hängen. Keine strengen Dominas und devote Sklavinnen lauerten in den Kabinen, nur eine verschreckte Rothaarige mit fleckigen Wangen starrte ihr aus dem Spiegel entgegen. Lorna berührte mit den Fingerspitzen ihre Stressflecken und fluchte. Es war etwas ganz anderes, sich ein erotisches Treffen in einem SM-Club vorzustellen und dann von Caro mir nichts, dir nichts einfach in einen hineingeschleift zu werden. Und zwei Frauen dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig zum Höhepunkt brachten. Carolins Anblick, als sie sich schamlos auf ihrem Stuhl verwöhnt hatte, schwirrte durch Lornas Gedanken und wieder wurden ihre Knie weich. Ihr Slip klebte feucht zwischen ihren Schamlippen, die sich nach Berührung sehnten. Als ihre Hand zögerlich über ihren Bauch nach unten streichelte, sah Lorna plötzlich Joshs lachendes Gesicht vor sich. Seine Augen bohrten sich in sie hinein und seine dunkle Stimme flüsterte ihr unanständige Worte ins Ohr. “Ich kann das nicht!”

Die sterilen Badfliesen warfen ihre krächzende Stimme zurück und ließen den atemlosen Schrei geradezu unheimlich laut klingen. Stöhnend beugte sich Lorna über das Waschbecken und spritzte sich kaltes Wasser ins Gesicht.

Leise ging die Tür auf und der Herr trat hinter sie. Träge grinsend sah er in die angstgeweiteten Augen seiner Sklavin, lehnte sich an ihren zitternden Körper und klemmte sie zwischen sich und dem kalten Waschbeckenrand ein. “Hast du gedacht, mir entkommen zu können, Liebling?” Seine Hand glitt über ihren bebenden Schenkel zwischen ihre feuchten Schamlippen. Lächelnd zog er die Finger durch die nasse Spalte, ehe er sie sich prüfend vors Gesicht hielt und genüsslich den Moschusduft inhalierte. “Du gierst nach mir. Und trotzdem flüchtest du?” Die Sklavin wollte antworten, doch ihre trockene Zunge schien ihr am Gaumen festzukleben. Ihr Meister hob forschend eine Braue. “Keine Antwort?” Sie schüttelte zögernd den Kopf und sah im Spiegel seine vor Lust glänzenden Augen. “Ich werde dich zum Schreien bringen, süßer Liebling”, versprach er gefährlich sanft und sein heißer Atem kitzelte ihr empfindliches Ohr

Abrupt wurde Lorna wieder in die Wirklichkeit gerissen. Zitternd klammerten sich ihre Finger am Beckenrand fest, während ihr Schoß verlangend pochte. Ihre Fantasie zog sie unaufhaltsam wieder in die Welt der Leidenschaft, während ihr Verstand vehement dagegen protestierte. Kurz überlegte sie sogar, einfach wie eine Fünfzehnjährige aus dem Fenster zu klettern, doch das schien doch etwas zu kindisch. Es nützte nichts - sie musste wieder in den Club. Lorna straffte die Schultern und funkelte ihr Spiegelbild herausfordernd an. “Du kannst das!”, erklärte sie sich selbst. “Du bist eine erwachsene Frau und du fällst nicht gleich vor Panik vom Stuhl, nur weil du eine fremde Vagina siehst!” Doch kaum hatte sie das Wort über die Lippen gebracht, flammte wieder ihr Gesicht auf.

Lorna schüttelte resignierend den Kopf, ging aber tapfer wieder aus der Toilette. Drei Schritte kam sie, dann blieb sie wie angewurzelt stehen. Sämtliche Clubbesucher hatten ihr den Rücken zugedreht und starrten gebannt auf die Bühne. Dort stand unter einem dunklen Rundbogen Dominik. Über seinen nackten Körper spannten sich weiße Seile wie ein kunstvolles Spinnennetz und schnürten ihn ein. Seine Hände waren mit schwarzen Manschetten an das Holz des Bogens gefesselt, seine Augen blickten kalt in die Menge. Wie eine Fliege im Netz der Spinne, so wirkte er, während plötzlich Ricardo hinter ihm hervortrat. Sein Netzshirt hatte er gegen einen ledernen Anzug ausgetauscht, der seine ganze Autorität widerspiegelte. Neben ihm tauchte Wanda, ebenfalls in einem ledernen Catsuit, auf und wippte lachend mit einer dünnen Gerte. Lorna keuchte erregt, als ihr Blick auf Dominiks aufgerichteten Penis fiel, der von den Schnüren umspannt, deutlich sichtbar hervor ragte. Wanda zupfte lächelnd an einem der Knoten, die die Seilkonstruktion zusammen hielten, während Ricardo seinen Finger unter zwei Seile schob, die exakte Karos auf Dominiks Körper bildeten. Der Sklave zuckte leicht zusammen, als die Hand seinem Schwanz gefährlich nahe kam, doch bevor Ricardos Finger den Schaft berühren konnten, schüttelte Wanda mit einem kehligen Lachen den Kopf. Sie wandte sich von ihrem Opfer ab und der Menge zu.

Anscheinend war Lorna länger auf der Toilette gewesen, als sie angenommen hatte, denn scheinbar wussten die Clubbesucher, was nun geschehen würde. Unruhiges Gemurmel mischte sich mit vorfreudigem Stöhnen.

Wanda zwinkerte Ricardo zu, dieser nahm die Gerte aus ihrer Hand und hielt sie Dominik vor die Nase. “Du wirst sie heute noch spüren, Sklave”, donnerte seine Stimme durch den Raum. Die Menge kicherte und keuchte. Auch Lorna seufzte verlangend. Ein Teil von ihr wollte sofort umdrehen und zurück in die Damentoilette flüchten, der andere - weitaus stärkere - Teil, wollte der Session zusehen. Während Herr und Sklave sich in die Augen sahen, scheinbar eine lautlose Unterhaltung führten, lächelte Wanda auf die lüstern schauenden Besucher hinunter.

“Genießt die Qual des Sklaven. Spürt die Seile auf der Haut und sehnt die Peitsche herbei”, hauchte sie schnurrend, die Stimme so verheißungsvoll, dass Lorna für einen Moment die Augen schließen musste. Unwillkürlich kroch ihre Hand zwischen ihre Beine, um den unerträglichen Druck zu lösen. “Ihr seht, Bondage ist eine Kunst”, fuhr die Domina auf der Bühne indes fort, “gleichsam könnt ihr eure Sklaven strafen. Sie wie ein Geschenk einschnüren oder ihnen unbeschreibliche Lust bescheren.”

“Beschreib, wie du dich fühlst”, forderte Ricardo den Gefesselten auf. Die Besucher hielten spannungsgeladen den Atem an und auch Lorna stockte kurz. Sie wollte die Empfindungen erleben, denen Dominik im Moment ausgeliefert war. Gierig wollte sie die Seile auf ihrer Haut spüren, das Gefühl des Gefangenseins. Gleichzeitig wand sie sich vor Scham. “Es ist ein Gefühl der Demütigung und des Ausgeliefertsein”, hallte nun Dominiks klare Stimme durch den Raum und Lorna zuckte zusammen, als sie die pure Lust darin hörte.

“Die Seile schmiegen sich an meine Haut, an meinen Schwanz und lassen ihn pochen. Gleichsam weiß ich, dass mir die Erlösung versagt bleiben wird.” Wanda lachte verführerisch. “Vielleicht, vielleicht auch nicht.” Sie wanderte um den Gefangenen herum wie eine Löwin um ihre Beute. Die kunstvollen Schnürungen spannten sich, als Dominik sich lustvoll zu winden begann, doch auf einmal schnitt ein Pfeifen durch die Luft. Ein Klatschen, ein spitzer Schrei des Sklaven. Der Dom lachte, als er die Gerte erneut hob. “Beherrsche dich, Sklave. Du wirst warten!”

Wanda trat grazil hinter dem Bogen hervor und ließ ein weiteres, weitaus kürzeres Seil vor Dominik baumeln. Die Besucher raunten. Als die Domina in die Knie ging, hörte man Dominiks schweres Keuchen. “Ruhig”, schnurrte sie ihm von unten zu. Ohne eine Möglichkeit, sich ihr zu entziehen, musste der Sklave zusehen, wie Wanda zwischen seinen gespreizten Beinen lauerte und sich ihre Lippen seinem steifen Schaft näherten.

“Soll ich ihn erlösen?”, fragte sie das Publikum und Lorna glaubte, ihren heißen Atem auf ihrer Scham zu spüren, genau wie es Dominik gerade ergehen musste. Dieser wand sich in den Seile, streckte seiner Peinigerin den Unterleib entgegen, doch blitzschnell zog sich diese zurück. Ihr Kichern wurde von Dominiks Stöhnen übertönt, als ihre Hand nach seinem Schwanz fasste und ihn kräftig massierte. Ricardo stand inzwischen neben dem Sklaven und zwirbelte seine Brustwarzen, bis dieser wimmerte. Erst dann setzte er eine der silbernen Klammern an, die er den Zuschauern vorher deutlich präsentierte. Die Menge jubelte, als die erste Klammer zuschnappte. Lorna keuchte erregt. Ihre Finger tauchten zwischen ihre feuchten Lippen, rieben über ihre sensible Knospe und ließen sie ebenso stöhnen wie den angebundenen Sklaven, dessen zweite Warze ebenfalls mit einer Klammer verziert wurde. Die Qual schien in seiner Lust unterzugehen, als Wanda auf seine hochrote Eichel blies. Dominik wimmerte.

“Willst du kommen?”, gurrte die Domina lächelnd. Der Sklave nickte mit zusammen gekniffenen Augen. “Bitte, Herrin.”

“Wie schade”, Wanda kicherte, als sie das Seil nahm und es mit geschickten Handgriffen um seinen Schwanz schlang. Einmal um die Wurzel, dann zwischen Schaft und Hoden hindurch. Lorna keuchte, Dominik stöhnte. Als Wanda zurücktrat und den Zuschauern ihr Werk präsentierte, applaudierte die Menge. Irgendwo hörte man ein weibliches Stöhnen, danach ein Klatschen. “Du wirst warten”, wiederholte Wanda strahlend Ricardos strenge Worte, ehe sie aus einer schwarzen Kiste, die Lorna erst jetzt ganz am Rand der Bühne bemerkte, ein dunkelblaues Etwas herausholte. Als Dominik einen Blick darauf warf, schüttelte er keuchend den Kopf. Sein Dom zupfte sardonisch grinsend an einer der Brustwarzen-Klemmen. “Willst du dich beschweren?”, schnurrte er leise. Der Sklave schüttelte kleinlaut den Kopf, wimmerte aber protestierend, als seine Herrin hinter ihn trat. Sie hielt den Besuchern eine Tube entgegen, die einige schadenfroh kichern ließ.

“Darf ich einen Herrn bitten, meinem Sklaven die Löcher zu stopfen, und mir seine Sklavin zur Verfügung zu stellen?” Erst herrschten atemlose Stille, dann trat ein stämmiger Blonder auf die Bühne, hinter ihm trat eine dralle Brünette hervor. Die Zuschauer applaudierten. “Meine Dienerin steht dir zur Verfügung”, sprach der Blonde, während er seiner Begleiterin zärtlich über den ausladenden Hintern strich. Wanda bedankte sich augenzwinkernd und befahl der Frau, die Kleidung abzulegen. Der Herr indessen trat zu Ricardo und nahm von ihm einen roten Ballknebel und das blaue Ding entgegen. Haltsuchend lehnte sich Lorna an die Wand, als sie das Geschehen beobachtete. Der fremde Dom forderte Dominik auf, den Mund zu öffnen, stopfte dann den Ballknebel hinein, der den Kiefer des Sklaven in einer unfreiwilligen Spreize hielt. Als er hinter den Rundbogen trat, röhrte Dominik unruhig. Ricardo trat neben ihn und massierte schweigend den aufgerichteten Schwanz. Die Besucher konnten nicht sehen, was der fremde Dom tat, doch plötzlich weiteten sich Dominiks Augen und sein Stöhnen wurde zu einem Schrei, der vom Knebel geschluckt wurde. Die Menge applaudierte wieder. Lornas feuchte Fingerspitzen rieben schneller über ihre Klitoris. Die Zähne fest auf die Unterlippe gebissen, beobachtete sie, wie sich Wanda der nunmehr nackten Sklavin näherte. Zärtlich strich sie über die üppigen Formen der Frau, bis diese sich lachend in ihren Armen rekelte. Dominik schnaubte. Der Fremde hinter ihm lachte und ein Rucken ging durch den Körper des Sklaven, als der blaue Dildo wieder in seinen Arsch geschoben wurde.

Allein der Gedanke, ließ Lorna beinahe kommen. Mit zitternden Knien stemmte sie den Rücken gegen die Wand, um nicht einfach umzukippen. Ihre Finger rieben schneller. Wanda hatte bereits das nächste Seil gezückt, das sie der Sklavin auffordernd entgegen hielt. Diese neigte leicht den Kopf, was einige im Publikum mit einem Klatschen quittierten, drehte sich um und verschränkte die Arme hinter dem Rücken, sodass sie mit den Händen jeweils ihre Ellbogen umfassen konnte. Wanda streichelte ihr liebevoll den bebenden Hintern, dann verdeckte der Körper der Domina kurzzeitig den der Sklavin. Ein Raunen ging durch die Menge. Lorna reckte den Hals.

Als die Herrin zurücktrat, schnürte das Seil die Devote ein. Kunstvoll umwickelte es Hände und Oberarme. Wanda wartete den ersten Applaus ihrer Zuschauer ab, ehe sie ihr Opfer herumwirbelte und lächelnd die schweren Brüste der Frau massierte. Diese schob ihr stöhnend den Brustkorb entgegen. Wanda kicherte sardonisch und schlug klatschend auf die weißen Hügel, sodass die Sklavin aufkeuchte. Zwei schnelle Handbewegung und die Domina hatte die ausladenden Brüste mit dem Seil eingefangen. Der weiße Strick umrahmte das verlockende Fleisch wie ein Fenster. Zwei Knoten unterhalb der Brust und Wanda zog die Schnüren wieder hinter den Rücken, wo sie sich schließlich festband. Die Sklavin rekelte sich frivol, genoss die Blicke ihrer Zuschauer.

Als Lorna die feuchten Löckchen zwischen ihren Beinen entdeckte, stöhnte sie erregt. Ihr Finger umspielte ihre eigene Lustknospe, doch sie verzögerte die ersehnte Erlösung. Viel zu aufregend war das Spiel auf der Bühne. Der fremde Herr hatte sein Folterinstrument indes aus der Hand gelegt und von Ricardo die Gerte erhalten. “Wie viele Schläge hältst du für angemessen?”, fragte er den angebundenen Sklaven süffisant. Dominik nuschelte in seinen Knebel, was ihm einen scharfen Hieb seines Herrn einbrachte. “Sprich laut und deutlich”, lachte dieser. Dominik keuchte, reckte Ricardo seinen steifen Schwanz entgegen, der aufgrund seiner Fesseln tiefrot angelaufen war. “Ich sehe dein Schweigen als Weigerung”, schnurrte der Dom hinter ihm. “Wir werden dir zehn Schläge verabreichen.” Als er den Arm hob, schüttelte Ricardo träge den Kopf. Ein paar Zuschauer stöhnten entsagend, doch der Dom hob lediglich sinnierend die gepiercte Braue. “Zehn Schläge scheinen mir für seine Aufsässigkeit zu milde”, gefährlich sanft umschmeichelte er Dominiks gefangenen Schaft. Der Sklave keuchte, schob seine Lenden vor, in diesem Moment zog sein Herr die Hand zurück. “Zehn Schläge auf jede Backe scheinen mir angemessener.” Lächelnd sah er in Dominiks Gesicht.

Lorna sah ebenfalls gebannt auf die Züge des Sklaven. Hatte sie dort Widerwillen oder gar Panik erwartet, wurde sie bitter enttäuscht. Lustvoll schloss der Mann die Augen, ließ den Kopf in den Nacken fallen und gab sich seiner Qual hin.

“Es macht dich an, nicht wahr”, flüsterte plötzlich eine Stimme ganz nah an Lornas Ohr.

Stocksteif richtete sie sich auf, wollte sich umdrehen, doch der Fremde schlang blitzschnell einen Arm um ihre Taille und fixierte sie in dieser Stellung. Den Rücken an seinen Brustkorb gepresst, ihre Hand zwischen ihren Beinen eingeklemmt, so musste Lorna verharren. Vage spürte sie, wie der Unbekannte in sich hinein lachte. Vorsichtig versuchte sie den Kopf zu drehen, um einen Blick auf dem Mann zu erhaschen, doch eine feste Hand, die warnend in ihr Haar griff, ließ sie in ihrem Vorhaben inne halten.

“Ich habe dir nicht erlaubt, dich zu bewegen”, flüsterte die fremde Stimme amüsiert. Die Finger spielten mir ihren Locken und entlockten ihr ein Seufzen. Der Fremde lächelte. “Schau auf die Bühne, Kätzchen, und schnurr für mich.”

Wie von selbst drückten Lornas Finger stärker auf ihre Klitoris. Die Hand des Fremden entfernte sich aus ihrem Haar, glitt spielerisch über ihren angespannten Rücken. Lorna hielt den Atem an.

Auf der Bühne hatte Wanda ihre Sklavin nun ebenfalls an dem Fesselrahmen fixiert. Mit weit gespreizten Beinen präsentierte sich die Frau dem Publikum, erwiderte stolz die lüsternen Blicke und ließ sogar provozierend das Becken kreisen. “Nur Geduld”, gurrte die Domina, zog einen dicken Vibrator aus ihrem Köfferchen und hielt ihn der Sklavin an die rote, hervorstehende Klitoris. Das Surren war laut und deutlich zu hören, als für einen Moment alle den Atem anzuhalten schienen. Die Sklavin sackte in ihren Fesseln zusammen, wand sich unter der lustvollen Qual.

Lorna spürte, wie die Hand des Fremden sich über ihre eigene legte, sein Finger über ihren strich und federleicht ihre Lustknospe berührte. Nach Luft schnappend stemmte sie sich gegen ihren Peiniger, der Mann lachte nur träge. “Hast du schon vergessen, dass ich dich schnurren hören will?”, hauchte er ihr zu. Die Stimme so unendlich sanft und gleichzeitig doch so hart wie Stahl.

Lorna wimmerte. Ihre Lust wurde kompromisslos hervorgelockt. Unwillkürlich zuckte ihr Becken nach vorn, hin zu den geschickten Fingern, die ihre Spalte kosten. Auf der Bühne stöhnte die Sklavin in wilder Ekstase. Ein letztes Zucken und ihr Schrei hallte durch das tobende Publikum. In dem Moment, in dem die Angebundene kam, legte sich der Finger des Fremden auf ihre Klitoris und Lorna wurde von einem intensiven Orgasmus geschüttelt. Heftig biss sie sich auf die Lippe. Sie wollte den Befehl ihres Peinigers nicht befolgen und ihre Lust herausschreien, wie es die Gefesselte getan hatte. Sie spürte, wie der Mann hinter ihr träge kicherte. Ein sonorer Laut, gefüllt von leichtem Spott und männlichem Triumph. Er begleitete sie durch ihren Orgasmus, trieb sie weiter und weiter, bis sie sich atemlos an seinem Arm festkrallen musste, um nicht den Halt zu verlieren. Aus den Augenwinkeln sah sie plötzlich Josh, der eine verklärt lächelnde Carolin aus dem Club eskortierte. Lorna wollte nach der Freundin rufen, doch ihre Zunge schien ihr am Gaumen zu kleben. Keuchend fiel ihr Körper in sich zusammen, direkt in die wartenden Arme des Fremden. Die Licht des Clubs begannen sie zu umkreisen.

Lorna stöhnte blinzelnd. Sie hörte das Klatschen der Besucher, ein Stöhnen, von dem sie nur ganz dumpf spürte, das es aus ihrer Kehle kam. Als sie panisch mit den Armen ruderte, spürte sie den festen Griff des Unbekannten.

“Ruhig, Kätzchen”, schnurrte die gefährlich sanfte Stimme ihr zu, lullte sie ein.

...

Ein Stöhnen. Was für ein schrecklich nerviger Laut. Lorna wollte die Augen öffnen, doch ihre Lider flatterten nur träge, ehe sie schwer wieder herunterklappten. Das Stöhnen wurde lauter und endlich begriff sie, dass sie selbst es war, die dieses unangenehme Geräusch verursachte. Sie lag auf der Seite. Zuckend prüfte sie ihre Glieder. Alle noch vorhanden. Nur ihre Augen ließen sich nicht öffnen. Verdammte Dinger. Lorna überlegte, was geschehen war. Erst war sie im Club und jetzt… ja, wo war sie eigentlich?

Ihres Sehsinnes beraubt, verließ sie sich auf ihre anderen Empfindungen. Worauf auch immer sie lag, es war nicht ihr Bett. Und auch kein anderes. Ihr Kopf war auf etwas Hartem gebettet, hart aber auch auf unerklärliche Weise nachgiebig. Ihre Hände - Lorna wackelte mit den Finger. Irgendetwas stimmte nicht. Zwar konnte sie ihre Finger bewegen, nicht jedoch ihre Hände.

Ein Wimmern kam ihr über die Lippen, als sie plötzlich eine Berührung in ihrem Haar spürte.

“Bist du wach, Kätzchen?”, fragte eine dunkle, ihr seltsam vertraute Stimme. Lorna zuckte zusammen, wollte sich der Berührung entziehen. Alles fiel ihr wieder ein. Der Fremde im Club, das Liebespiel, ihr unglaublicher Orgasmus und dann der Blackout. Und dieser Schuft hatte etwas damit zu tun! Zorn regte sich in Lorna, als sie sich zu winden begann, die fremden Hände abschütteln wollte. Nur ihr Körper spielte nicht mit. Matt lag er da, ihr Kopf auf diesem Etwas, das nun verdächtig zu beben begann, als der Fremde lachte. Sein Schoß! Der Mistkerl hatte ihren Kopf auf seinem Schoß platziert! Wütend wollte Lorna ihm ins Bein beißen. Tat sie aber nicht. Sie wusste nicht, was los war. Wusste nicht, was geschah und wusste auch nicht, was der Unbekannte damit zu tun hatte. Sie wusste nur, dass sie es keine weitere Sekunde ertrug, von ihm berührt zu werden.

Als die langen Finger verspielt über ihre Schläfe kreisten, fauchte sie. Ein dunkles Lachen antwortete ihr.

“Sie ist viel zu aufgeweckt.” Lorna keuchte. War das etwa… Wanda!

Der träge Bariton des Mannes schlich sich in ihren Verstand. “Schsch Kätzchen, du wirst noch schlafen.” Lorna biss die Zähne zusammen, um nicht hysterisch zu kichern. Sie wollte protestieren, sich die Seele aus dem Leib schreien, aber als hätte ihr Körper den Befehl des Fremden vernommen, versank sie wieder in seliger Dunkelheit.

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Kommentare

Da beherrscht jemand sein Handwerk gründlich :)

Stil, Wortwahl und Plot fügen sich gut zusammen und auch wenn die Charaktere noch nicht all zu viele Dimensionen aufzeigen (Was keine Kritik sein soll - es ist das erste Kapitel!), so gelingt es dir doch sehr gut, Stimmung, Haltung (gerade der Doms) und Motivation der Figuren zu beschreiben, so dass beim Lesen gleich ein Gefühl von Tiefe entsteht, das deiner Geschichte zusätzliche Authentizität verleiht.

Ich denke, dein Roman wird hier einige Freunde finden!

Meinung bin ich, einerseits wird die Umgebung in dem Club in dem Lornas "geschleift" wurde sehr gut beschrieben.
Man fühlt sich mitten im Geschehen. Andererseits bin ich über das überzeichnet Bild von Lorna verwundert..

Sie schreibt erotische Geschichten, also sollte sie nicht ganz so Blauäuig sein,
wird zwar überrumpelt das sie in den Club mitgenommen wird. Kämpft kurz mit ihren Gefühlen und ihrem Verstand,
in dem ihre "Erregung" die Oberhand gewinnt. Bleibe ich an der Frage hängen, wie sie es schaft ihre fertig zu schreiben wenn man sie mit diesem Erlebnis so leicht aus der Fassung bringen kann.

Alles in allem, zu schnell, zu viel auf einmal und doch eine tolle Idee für eine Geschichte. Für mich gehts nicht weiter, doch ich gebe 5 Sterne, z.B. für eine Geschichte schon fertig ist und dann eingestellt wird...und einige andere Gründe.

Grüße Hersius

 In dem ich der Kraft meiner innersten Wahrheit vertraue, sprenge ich die Fesseln meiner alten Ängste.

die Figur Lorna sehr gut verstehen und finde die Geschichte sehr schön. Zwischen schreiben und ausleben ist für mich ein Himmelgroßer Unterschied.Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
L.G.
Yellow

Geschichten sind ja da, um Meinungen auszutauschen. Und ich denke, ich weiß, was mit "zu schnell" gemeint ist. Lorna setzt sich schnell über ihre inneren Schranken hinweg und lässt sich von der Atmosphäre im Club mitreißen. Ich gebe yellow und lotusblüte recht, dass sich etwas vorzustellen und es selbst zu erleben, zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.
Allerdings ist es doch so, dass man (oder auch Frau) den Mut zusammen nimmt und die eigenen Wünsche erfüllt, wenn diese groß genug sind. Wenn die Figur der Lorna partout nicht in diesen club wollte, wäre sie wohl auch nicht hingegangen (und die Geschichte wäre deutlich kürzer ;) ), also gibt sie sich mehr ihrem inneren Wunsch hin und lässt sich auf die Situation ein. Praktisch treibt die Neugier sie aus ihrer Fantasiewelt in die Realität (oder vielmehr in meine Fantasiewelt) Ich würde behaupten, dass wir beide uns in der Beziehung ähnlich sind ;)

LG

Keine Frage,

handwerklich alles geschickt gelöst! Eine Atmosphäre zu erzeugen, die von Erotik knistert und nicht in Porno absäuft, auf dieser Messerkante tanzt du gekonnt ..., mal links, dann rechts. Oft kommt die Story zu kurzatmig, überlange Passagen gespreizter Beine können schon übersättigend wirken.

Fazitös betrachtet ein Gewinn für Megs Plattform. Weiterfoxyn!

Ich mach es kurz und knapp.

Foxy du weist ich bin ein Fan deiner Geschichten :)

 

Daher kann es für mich keine andere Antwort geben, als weiter und mehr davon...

 

lass uns nun nicht in der Spannung einfach hängen.

Ich kann mich nur Hersius Meinung anschliessen. Es ist mir zu viel und zu unkoordiniert. Schreiben kannst du keine Frage. Aber mit der Entwicklung der Story solltest du dir einfach etwas mehr Zeit lassen. Da war viel Inhalt in kurzem Text, der an anderen Stellen Längen aufwies. Das geht mit etwas Sorgfalt sicher besser.

Abgesehen von diesem Gemecker lese ich aber gerne weiter, weil ich mich angefixt fühle ;-)