Tracking Teil 1

 

Hallo, dies ist meine erste Geschichte und ich bitte um Nachsicht wenn noch nicht alles so flüssig klingt wie ihr es unter Umständen gewöhnt seit. Konstruktive Kritik ist daher ausdrücklich willkommen denn nur so kann man besser werden.

Die hier vorliegende Geschichte ist reine Fantasie. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig. 

Ich war noch nie in Russland und bin auch der russischen Sprache nicht mächtig. Ebendsowenig bin ich in der russischen Geographie bewandert. Alle Angaben entspringen lediglich der Internetrecherche. Falls Personen im Laufe der Geschichte mit verschiedenen Namen angesprochen werden so ist dies immer die Koseform des jeweiligen Namens. 

Nun lieber Lerser wünsche ich viel Spaß mit der Geschichte und hoffe das sie gefällt. Weitere Teile sind in Arbeit nd werden zeitnah veröffentkicht falls gewünscht. Die Geschichte fängt sachte an aber es wird auch noch etwas wilder so viel kann ich versprechen :-)


 

 

I ain’t gonna work on Maggie’s farm no more
No, I ain’t gonna work on Maggie’s farm no more
Well, I wake in the morning
Fold my hands and pray for rain
I got a head full of ideas
That are drivin’ me insane
It’s a shame the way she makes me scrub the floor
I ain’t gonna work on Maggie’s farm no more

                                    Bob Dylan

 

 

Kapitel 1

 

Er lief so schnell er konnte aber der tiefe Schnee behinderte ihn so sehr das er kaum von der Stelle kam. Schon konnte er die Stimmen seiner Verfolger hören, die Minute um Minute lauter wurden. Es würde nicht mehr lange dauern und er würde den hellen Schein der Fackeln und Taschenlampen hinter sich erkennen können. Sein Atem gefror direkt vor seinem Gesicht zu großen weißen Wolken die in immer kürzeren Abständen austraten. Lange würde er nicht mehr durchhalten, er hatte fast keine Chance gegen seine Verfolger die mit Schneeschuhen, Licht und zudem Ortskundig dicht hinter ihm waren. Verzweifelt suchte er nach einem Ausweg. Auf dem Weg hierher war er durch einen Wald gekommen der so groß war das er mehrere Tage gebraucht hatte in zu durchqueren. Wenn er diesen Wald erreichen würde so hatte er vielleicht noch eine geringe Chance seinen Häschern zu entkommen. Angestrengt versuchte er sich zu konzentrieren wie weit es vom Haus bis zum Waldrand gewesen war. Wenn er in die richtige Richtung lief, musste er bereits gut die Hälfte der Strecke zurück gelegt haben. Mit schmalen Augen richtete er seinen Blick geradeaus. Der scharfe, kalte Wind trieb ihm die Tränen in die Augen. Er lief weiter so gut er konnte. Nach einigen hundert Metern konnte er einen Schatten in der Ferne ausmachen. Das musste der Waldrand sein. Vielleicht noch zweihundert Meter und er würde das Schützende Blätterdach erreichen und konnte sich zwischen den Bäumen verstecken. Mittlerweile waren die Verfolger bis auf sichtweite heran gekommen. Es würde verdammt knapp werden. Mit letzter Kraft erreichte er den Waldrand und wähnte sich schon auf der Siegerseite als ihm die Beine unter dem Körper weggerissen wurden. Ehe er sich versah hing er kopfüber mit baumelnden Armen ca. einen Meter über dem Boden.  Das wars dachte er nachdem sich der erste Schrecken gelegt hatte. Er drehte seinen Kopf in Richtung Dorf und erschrak. Die Häscher waren nur noch einige wenige Meter entfernt. Er versuchte sich völlig ruhig zu verhalten, vielleicht sahen sie ihn ja nicht und würden an ihm vorbei in den Wald ziehen um die Suche fortzusetzen. In dem Augenblick als er zu hoffen begann sie hätten ihn übersehen traf ihn der helle Schein einer Taschenlampe. Der Besitzer der Lampe schrie etwas auf Russisch und schon eilten die anderen herbei. Mehrer Hände griffen ihn grob und er wurde losgeschnitten nur um gleich darauf wieder die Hände hinter dem Rücken zusammengebunden zu bekommen.

Grob wurde er vorwärts gestoßen als sich der Suchtrupp Richtung Dorf bewegte. Die Männer sagten nichts und auch er blieb stumm um sie nicht weiter zu provozieren. Auf dem langen Rückweg hatte er noch einmal Zeit über alles nachzudenken. Wie er in diese Situation gekommen war und wie er jemals wieder aus ihr heraus kommen sollte.

 

Kapitel 2

Er hatte sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Schon immer hatte er von den unendlichen Weiten des Russischen Kontinents geträumt. Einmal nur mit Zelt und Rucksack quer durch dieses riesige Land. Er hatte sich für seine Abenteuerreise den Osten Russlands mit seinen riesigen Wäldern und unberührter Natur ausgewählt. Die Reisevorbereitungen nahmen fast ein ganzes Jahr in Anspruch. Eine Route musste ausgetüftelt, Ausrüstung besorgt, getestet werden und vielerlei Dinge mehr. Schließlich war es soweit und er machte sich mit dem Zug auf in die weite unberührte Ferne. Er hatte sich sechs Wochen frei genommen um genügend Zeit für Land und Leute zu haben und um nicht hetzen zu müssen. Am Bestimmungsbahnhof angekommen machte er sich im Treckingstil auf den Weg. Die ersten zwei Wochen verliefen so wie er es sich gedacht und erträumt hatte. Er kam gut voran und die Menschen in diesem Land nahmen ihn freundlich auf. Die meisten konnten natürlich kein Deutsch aber er hatte extra für diese Reise bereits vor drei Jahren angefangen russisch zu lernen. Mittlerweile war er wirklich gut darin und konnte einfache und etwas komplexere Dialoge führen. Nach 13 Tagen kam er an einen Waldrand. Dieser Wald war in seiner Karte nicht eingezeichnet gewesen daher ging er davon aus das er nicht allzu groß sein konnte. Ein großer Irrtum wie sich bald heraus stellen sollte. Er geriet immer tiefer in den Wald hinein und schon bald hatte er sich trotz Kompass hoffnungslos verlaufen. Weit und breit war kein Anzeichen von Zivilisation zu sehen. Seine Vorräte gingen zu Ende und die Lage wurde zusehens verzweifelter. In der Nacht als er dachte sein Leben würde ein jähes Ende finden brach ein Schneesturm los wie er ihn noch nie erlebt hatte. Binnen weniger Minuten war die Sicht gleich null. Als er gerade sein Zelt aufgeschlagen hatte machte er sich auf die Suche nach Feuerholz und entdeckte den Waldrand. Eigentlich war es nur eine Große Lichtung aber das wusste er zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht, genauso wenig wie er wusste das dieser Flecken Erde für lange Zeit sein Zu Hause werden sollte. Er trat aus dem Wald heraus und sah sich um. In einiger Entfernung konnte er einen schwachen schein von Licht erkennen. Er machte sich auf den Weg und erreicht nach einiger Zeit auch tatsächlich ein Haus. In der Hoffnung gerettet zu sein ging er um das Haus herum. Schnell merkte er das es eine Scheune war die zu einem Haus gehörte das etwas abseits in südlicher Richtung stand. Er ging zu dem Haus und klopfte an die Tür. Seine Hände waren fast taub vor Kälte und er war vor Entkräftung einer Ohnmacht nahe. Als niemand die Tür öffnete drückte er die Klinke vorsichtig herunter. Die Tür war nicht verschlossen und glitt mit leichtem Knarzen nach Innen.

Das Innere der Hütte wirkte gemütlich. Die Einrichtung bestand aus Möbeln die offensichtlich von Hand gefertigt waren und aus massiven Holz zu bestehen schienen. Im Kamin brannte ein Feuer das behagliche Wärme verbreitete. Der Besitzer schien nicht im Haus zu sein. Er rief noch einmal um sich zu vergewissern das tatsächlich niemand zu Hause war. Er setzte seinen Rundgang fort und trat in einen Raum der die Küche zu sein schien. Auf dem Ofen kochte eine Art Eintopf der unglaublich intensiv und köstlich nach Kaninchenfleisch roch. Er hatte seit Tagen nichts mehr gegessen und beschloss sich etwas zu Essen zu nehmen. Der Besitzer hätte sicherlich Verständnis für einen fast verhungerten und halb erfrorenen Wanderer zudem hatte er die Menschen hier als hilfsbereit und freundlich kennen gelernt. Er nahm sich also eine Schüssel vom Regal und füllte sie mit dem Eintopf. Er begann hastig zu essen wobei er sich mehrmals den Mund verbrannte. Als die Schüssel leer war nahm er sich noch eine zweite. Als er sein Mahl beendet hatte sank er befriedigt im Stuhl zusammen. Die Wärme der Behausung und der volle Magen ließen ihn schläfrig werden und er nickte ein.

Er wusste nicht wie lange er geschlafen hatte aber es musste mehr als eine Stunde gewesen sein denn es war schon dunkel. Genau in dem Augenblick als er verschlafen die Augen öffnete hörte er wie die Haustür geöffnet wurde. Er registrierte noch kurze leicht trippelnde Schritte bis der Besitzer auch schon vor ihm in der Küche stand. Der Bewohner war eine SIE. Sie war eine schöne Frau, soviel konnte er auf den ersten Blick sagen. Vielleicht 175 cm groß, ca. 30 Jahre alt, schlank, soweit er das beurteilen konnte denn sie trug einen weiten Umhang. Sie stand mit weit aufgerissenen Augen vor ihm in der Küchentür. Ihr Blick verriet Angst und etwas, dass er nicht einschätzen konnte. Zurückblickend würde er beschwören, dass es Wut war. Wut über seine Frechheit in ihre Behausung einzudringen, Wut darüber das er faul und träge in ihrer Küche saß und ihr Abendessen gegessen hatte.

Einige Sekunden standen sie sich gegenüber. Er wollte gerade anfangen zu erklären als die Schönheit auf dem Stiefelabsatz herum wirbelte und schreiend aus der Küche lief hinaus in die Dunkelheit. Er rannte ihr hinterher und rief sie solle stehen bleiben und sich beruhigen. Draußen sah er nur noch wie sie einen kleinen Weg entlang lief der vom Haus weg führte. Während sie rannte flatterte ihr langes schwarzes Haar im Wind und sie rief immer wieder „Dieb“, „Einbrecher“, „Hilfe“. Als ihre Gestallt um die Kurve die der Weg machte verschwunden war entfernte sich ihre Stimme immer weiter bis sie schließlich nicht mehr zu hören war. Alleine stand er nun auf dem Weg in der beißenden Kälte und der Dunkelheit und überlegte was er machen sollte. Sie würde zurück kommen das war klar aber sicherlich nicht alleine. Würde man ihm glauben? Natürlich nicht. Wenn eine Frau dermaßen aufgebracht um Hilfe rief dann würde er froh sein können wen man ihn überhaupt anhören würde. Wahrscheinlich würde er an Ort und Stelle „gerichtet“ werden. Selbst wenn man ihn nur der Justiz übergeben würde so wäre das kein Vorteil. Er wusste nicht was die Gesetzte in Russland für Hausfriedensbruch und Diebstahl vorsahen aber er war nicht scharf darauf es heraus zu finden. Außerdem, wer wusste was dieses Weib noch alles dazu dichten würde. Er entschloss sich also sich so schnell wie möglich aus dem Staub zu machen. So schnell er konnte eilte er zurück, Hauptsache weg von dem Haus dachte er und stolperte los.

 

Kapitel 3

 

Sie gingen den gleichen Weg zurück den er auf seiner Flucht genommen hatte. Es dauerte etwas länger da er aufgrund seiner hinter dem Rücken gefesselten Hände immer wieder in den tiefen Schnee fiel. Langsam konnte er in der Ferne die Umrisse des Hauses der hübschen Fremden sehen. Je näher sie kamen desto unruhiger wurde er. Er konnte es sich nicht erklären aber er hatte Angst davor ihr wieder zu begegnen. Was würde sie tun? Würde sie ihn anzeigen? Würde sie eine Entschuldigung seinerseits in Betracht ziehen und ihn dann weiterziehen lassen? Wie auch immer. Er würde sich entschuldigen sofern er dafür die Gelegenheit bekam und er würde versuchen ihr die Umstände seiner Tat zu erklären.

Sie nährten sich der Hütte. Zunächst dachte er die Männer würden ihn den Weg entlang bringen den die Frau gelaufen war. Wahrscheinlich lag dort das Dorf und das Haus der jungen Frau lag etwas abseits. Schließlich bemerkter er aber das die Männer das Haus der Frau ansteuerten. Es soll wohl eine Gegenüberstellung geben dachte er. Man wollte anscheinend sicher gehen den richtigen erwischt zu haben. Als ob hier noch andere Fremde rum rennen würden dachte er und musste schmunzeln. Seine gute Laune sollte aber schnell vergessen sein denn als die Männer ihn in das Haus brachten saß die Besitzerin bereits mit verschränkten Armen in einem großen Sessel im Wohnzimmer vor dem Feuer. Er wurde in den Raum gestoßen, konnte das Gleichgewicht nicht mehr halten und fiel unbeholfen auf die Knie. Noch auf seinen Knien schaute er zu der jungen Frau auf. Harte Blicke trafen ihn, ihm wurde schlagartig kalt und seine Nackenhaare stellten sich auf. Er kannte den Begriff der Gefühlskälte nun wusste er erstmals was genau damit gemeint war. Das war es was aus den Augen dieser jungen Frau herausblickte. Unbarmherzige Strenge.

Lange sagte keiner von ihnen etwas. Die Männer hielten sich im Hintergrund. Einer von ihnen fragte „Ist er das Nastjenka?“ „Ja“ antwortete sie mit kalter, bestimmender Stimme.  Sie stand von ihrem Stuhl auf und trat vor ihn. Er wollte aufstehen wurde aber von ihr so brutal wieder auf die Knie gedrückt das er fast das Gleichgewicht verloren hätte und auf den Rücken gefallen wäre. „Ich habe dir nicht erlaubt aufzustehen.“ Streng blickten ihre schönen dunkelbraunen Augen zu ihm hinunter. Er öffnete den Mund und wollte zu seiner Rechtfertigungs- und Entschuldigungsarie ansetzen da holte sie aus und er bekam eine Ohrfeige in einer Intensität die er von dieser zierlichen Person so nicht erwartet hatte. Sterne tanzten vor seinen Augen so fest hatte sie zugeschlagen. „Du redest erst wenn ich es dir erlaube. Hast du mich verstanden?“ Er nickte stumm denn er wollte sich nicht noch eine zweite Ohrfeige einfangen. Die eine hatte voll und ganz genügt. Durch das leise summen in seinem linken Ohr hörte er gedämpft das die Männer hinter ihm kicherten. „Was fällt dir ein in mein Haus einzudringen, mein Essen zu verspeisen und in meiner Küche zu schlafen?“ „Habe ich dich eingeladen? Wenn nicht haben wir hier wohl einen kleinen Dieb und Einbrecher vor uns“ Er traute sich nicht etwas zu sagen da er nicht direkt dazu aufgefordert wurde. „Sprich“ schrie sie ihn fast an. Langsam hob er seinen Blick den er bis jetzt auf den Boden gerichtet hatte. Er schaute an ihrem Körper hoch. Jetzt hatte er die erste Gelegenheit sich diese Frau genauer anzusehen. Sie war das was man landläufig eine echte Schönheit nennen würde. Ihre schlanken wohlgeformten Beine steckten in kniehohen schwarzen Schnürstiefeln mit moderatem Absatz und Reiterhosen. Ihre schlanke Taille war mit einer schmalen weißen Bluse bekleidet durch die man die dunkle Unterwäsche erahnen konnte. Ein schlanker Hals mit einer goldenen Kette besetzt mit Edelsteinen rundeten das perfekte Bild ab. Ihr Gesicht war ebenmäßig schön und hatte aristokratische Züge. Ihre hohen Wangenknochen und die schmale Nase trugen erheblich dazu bei. Die langen schwarzen Haare hatte sie mittlerweile zu einem Zopf streng nach hinten gebunden was ihr ein dominantes und strenges Aussehen verlieh. Die braunen Augen in die er nun blickte wirkten unnahbar.

Er begann seine Geschichte zu erzählen. Von der Reise die er sich schon immer gewünscht hatte über die Zugfahrt und seine Eindrücke von der weite Russlands bis zum Schneesturm und seiner Notlage. Sie unterbrach ihn nicht, hörte interessiert zu. Als er fertig war huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Dieses Lächeln zeigte eine ganz andere Person. Sie wirkte fast gütig in diesem Augenblick. „Du bist nicht von hier. Woher kommst du? Dein Russisch ist gut aber du bist offensichtlich ein Ausländer.“ „Ich komme aus Deutschland.“ Sagte er leise. „Deutschland? Ich dachte in Deutschland sind alle Manschen reich und müssen nicht andere bestehlen“ Er sagte nichts, senkte nur seinen Blick voll Scham. Als sie merkte das er nichts zu sagen hatte wandte sie sich an einen der Männer. Er konnte nicht dem gesamten Gespräch folgen da die beiden zu schnell sprachen aber das meiste verstand er.  Die Situation war anscheinend so, das im Prinzip alles von ihr abhing. Würde sie Anzeige erstatten dann würde er bis zur Verhandlung in der kleinen Polizeiwache im Ort festgehalten. Das allein konnte schon Wochen dauern. Im Falle einer Verurteilung könnten ihn bis zu 2 Jahre Haft in einem Russischen Gefängnis erwarten.

Er kannte die Zustände in russischen Gefängnissen aus dem deutschen Fernsehen. Er war in keiner Weise daran interessiert herauszufinden ob die Berichte der Wahrheit entsprachen. In einem dieser Gefängnisse würde er nicht überleben und wenn doch dann sicherlich nicht unversehrt wieder nach Hause kommen. Alles hing von der Entscheidung dieser Frau ab. Lächelnd blickte sie zu ihm herab. „Hast du verstanden was wir gesprochen haben?“ Er nickte und blickte weiter beschämt zu Boden. „Was denkst du soll ich jetzt machen? Ich glaube ich werde Anzeige erstatten und wir warten wie der Richter den Fall beurteilt“ Elegant drehte sie sich um und ging zurück zu ihrem Stuhl. Voller Panik rutschte er auf Knien hinter ihr her. Als er am Sessel angekommen war schaute er flehend zu ihr hoch und bettelte das sie es sich noch einmal überlegen solle. Er wäre zu allem bereit sein Vergehen wieder gut zu machen. Egal was sie verlangen würde, er würde es tun wenn sie nur von einer Anzeige absehen würde.

 

Kapitel 4

 

Nachdenklich schaute sie zu ihm hinunter. Die ganze Szenerie erregte sie ein wenig. Schon als junges Mädchen hatte sie es genossen andere Menschen nach ihren Vorstellungen zu lenken. Sie hatte eine sadistische Ader in sich das wusste sie. Als Teenager war sie einige Zeit mit einem Jungen aus ihrer Klasse zusammen. Er himmelte sie an und tat alles was sie von ihm verlangte. Sie nutzte ihn schamlos aus und erfreute sich daran ihn zu demütigen. Einmal lies sie ihn 2 Stunden in der Kälte vor ihrem Haus warten bevor sie ihm erlaubte mit ihr auszugehen. Er war halb totgefroren, harrte aber tapfer im Schnee aus um mit seiner Angebeteten ausgehen zu dürfen. Diese und ähnliche Spiele bereiteten ihr großes Vergnügen. Nach einiger Zeit wurde ihr der Junge allerdings zu langweilig und sie gab ihm den Laufpass. Er war am Boden zerstört und hatte sich, wie sie wusste, nie von diesem Schlag erholt. Er zog irgendwann in die Stadt und sie hatte gehört er wäre vor 2 Jahren bei einem Überfall ums Leben gekommen.

Etwas allerdings war nun grundlegend anders als damals. Hier kniete dieser junge Deutsche vor ihr auf dem Boden, zitterte vor Angst und wusste nicht ob er die nächsten Jahre im Gefängnis sitzen würde. Dieses mal hatte sie die absolute Macht über einen Menschen der ihr völlig unbekannt war. Von ihrer Entscheidung hing ab wie es mit ihm weiter gehen würde. Zumal hatte sich ihr damaliger Verehrer freiwillig in ihre Abhängigkeit begeben. Dieser Junge Mann vor ihr auf dem Boden wollte nur seine Haut retten und tat was er musste. Der Gedanke daran dieser deutsche Mann sei ihr völlig ausgeliefert ließ ihr Herz vor Aufregung und Freude schneller schlagen.

Immer noch kniete er vor ihr. Sein Kopf war gesenkt und er schaute verunsichert zu Boden. Sie hielt ihre Hand unter sein Kinn und hob seinen Kopf langsam an um ihn in die Augen schauen zu können. Ihre Blicke trafen sich. Er hatte schöne blaue Augen das musste sie eingestehen. Sein Gesicht war das eines typischen Mitteleuropäers. Er war nicht unattraktiv wie sie trotz der Schmutzschicht auf seiner Haut erkennen konnte. Er schaute sie flehend an. In seinem Blick sah sie Angst und Verzweiflung. Er schien den Tränen nahe zu sein. Das alles erregte sie so sehr, dass sich in ihrem Schoß eine wohlige Wärme ausbreitete. Sie schaute ihm tief in die Augen und genoss sein Leid noch ein wenig. Sie saugte seine Verzweiflung in sich auf bis ihre Lenden zu brennen schienen. Sie hatte ihre Entscheidung längst getroffen, würde es ihm aber noch nicht sagen um ihn weiter im Ungewissen zu lassen und ihn ein wenig länger zu quälen.

Seine Hände umklammerten jetzt ihre Stiefel in Höhe der Knöchel. Wieder setzte er zu einem Redeschwall an von dem sie aber nur die Hälfte verstand. Die Angst in ihm führte dazu das er Vokabeln und Grammatik der russischen Sprache vollkommen durcheinander brachte und nur unverständliches Gestammel seinen Mund verlies. Behutsam legte sie einen Finger auf seinen Mund woraufhin er sofort mit dem Sprechen aufhörte. „Du bist jetzt still. Ich habe mich entschieden. Ich werde jetzt mit den Männern dort drüben reden die dich hergebracht haben um die Einzelheiten zu besprechen. Anschließend werde ich dir erklären wie ich gedenke zu tun. Während ich mit den Männern rede bewegst du dich nicht von der Stelle. Haben wir uns verstanden?“ Er nickte stumm und verharrte in seiner Position als sie aufstand und zu dem Mann ging der der Anführer zu sein schien.

Das Gespräch dauerte nicht lange. Während sie sprach schaute sie immer wieder zu dem jungen Deutschen hinüber. Er kniete immer noch vor ihrem Sessel genau wie sie es ihm befohlen hatte. Der Anblick des Mannes vor ihrem Sessel, auf Knien und mit gesenktem Kopf erfüllte sie mit Freude. Die Einzelheiten waren schnell besprochen und schon bald kehrte sie zurück und setzte sich elegant vor ihn hin wobei sie wie zufällig mit ihrem Stiefelabsatz auf seine Hand trat. Er zuckte zusammen war aber schlau genug keinen Ton von sich zu geben.

„Sieh mich an!“ er schaute zu ihr hoch. Sie sah im fest in die Augen und begann zu reden. „Ich werde dir jetzt erklären welche Optionen du hast. Du wirst mir genau zuhören und dich dann entscheiden. Deine Entscheidung wird endgültig sein, überlege dir also gut für was du dich entscheidest. Option eins sieht so aus: Du gehst mit diesen Männern mit. Sie werden dich bis zur Entscheidung des Richters oder bis zum Prozess in der Polizeistation des Dorfes festhalten. Nach der Verurteilung gehst du entweder direkt in das Gefängnis oder in das Arbeitslager. Glaube bloß nicht dass du mit einer Geldstrafe davon kommen wirst. Ich werde dafür sorgen glaube mir.“ Sie ließ die Worte sacken und schaute wie er reagieren würde. Er war völlig verängstigt. Jeden Augenblick würde er anfangen zu weinen. Seine Augen füllten sich mit Tränen die er aber tapfer bekämpfte. Sie fand es richtig süß wie er um Fassung bemüht war.

„Die zweite Option gestaltet sich folgendermaßen: Du übergibst mir deinen Pass und alle deine weiteren Dokumente. Die Papiere werden in der Polizeistation hinterlegt damit du nicht auf dumme Gedanken kommst. Du wirst dann für zwei Wochen hier oben bei mir leben und mir etwas zur Hand gehen. Ich lebe hier alleine und es ist gerade jetzt viel Arbeit zu erledigen. Du wirst alle Aufgaben ausführen ohne wenn und aber. Im Gegenzug entscheide ich nach den zwei Wochen ob ich Anzeige erstatte oder ob ich den Vorfall auf sich beruhen lasse. Solltest du aber nicht zu meiner Zufriedenheit arbeiten sei dir gewiss das ich dich anzeigen werde. Das wird kein Wellnessurlaub das kann ich dir jetzt schon versichern.“ Sie schaute nach unten. Er glotzte sie mit großen Augen an. Hoffnung stand in seinem Blick geschrieben. Sie wusste sofort das er sich entschieden hatte. „Sag, wie entscheidest du dich?“ „Ich wähle die zweite Option“ sagte er ohne lange zu überlegen. Das war genau das was sie hören wollte. Mit einem Lächeln streckte sie ihm seine Hand entgegen. Der völlig verunsicherte Mann wusste anscheinend nicht was nun von ihm verlangt wurde und ergriff nach einer kurzen Pause Ihre Hand und küsste sie. „Du sollst mir deinen Pass geben du Trottel und nicht meine Hand küssen.“ Sie lachte schallend. Ein hoher glockenklarer Ton drang durch den Raum. Der Mann zu ihren Füßen wurde knallrot was sie noch mehr entzückte. Auf Knien rutschte er zu seinem Rucksack und kramte seinen Pass hervor. Er übergab ihr seinen Pass und sein Mobiltelefon das hier eh keinen Wert hatte da es weit und breit keinen Sendemast gab. Sie erhob sich und übergab den Pass dem großen kräftigen Mann der an der Tür stand. Der zuckte mit den Schultern und gab den anderen ein Zeichen das es an der Zeit war zu gehen. Nach einer Minute war sie allein mit dem jungen Mann der von nun an für mindestens 14 Tage nur ihr gehören sollte. Bei dem Gedanken daran huschte ein lächeln über ihre Lippen.

 

Kapitel 5

 

Es war still geworden in dem kleinen Raum seit die Männer fort waren. Er wusste nicht was er von der ganzen Sache halten sollte. Zwar hatte er vorerst das Schlimmste abgewendet doch wurde er aus der hübschen Russin nicht schlau. Was war ihre Intention, warum hatte sie ihn nicht der Polizei übergeben? Er war immerhin ein Fremder Mann und sie lebte hier anscheinend völlig alleine. Hatte sie keine Angst das er versuchen könnte ihr etwas anzutun um zu flüchten. Er war noch tief in Gedanken versunken als sie ihre Stimme erhob.

„ Wie ist dein Name Deutscher?“ fragte sie ihn. „Ich heiße Steffan“ erwiderte er sofort mit gesenktem Kopf. Er wagte es nicht sie anzusehen. „Steffan? Also gut, ich werde mir einen passenderen Namen für dich ausdenken.“ Nach kurzem Überlegen lächelte sie. „ Ich habs, ich werde dich Wasja nennen. So hieß mein geliebter Hund bevor ihn der Bär geholt hat. Denke aber nicht, dass ich dich genauso gut behandeln werde wie ihn. Das musst du dir erst verdienen.“

„Ich heiße Anastasia aber so nennen mich nur meine Freunde. Du wirst mich mit Madame anreden. Du wirst nicht ungefragt reden. Wenn ich dir einen Befehl erteile so bestätigst du mit den Worten „Ja Madame“ das du verstanden hast was ich gesagt habe. In der restlichen Zeit wirst du deine Aufgaben schweigend erfüllen. Falls du etwas brauchst oder mir unbedingt etwas mitteilen musst wirst du mich um Erlaubnis bitten sprechen zu dürfen. Erst wenn ich es dir gestatte darfst du reden. Hast du das verstanden?“ „ Ja Madame“ erwiderte er. „Fein, fein“ rief sie, klatschte in die Hände wie ein kleines Mädchen und lachte vergnügt. „Steh auf und folge mir.“ Er tat wie befohlen und folgte Anastasia. Sie machte mit ihm einen Rundgang durch das Haus und erklärte ihm alles Notwendige. Es gab ein Bad, eine Küche und das Schlafzimmer von Anastasia. Es waren noch weitere Räume vorhanden. Er zählte mindestens drei weitere Türen. Diese Räume durfte er aber nicht betreten. Es wurde ihm „unter Strafe“ verboten was auch immer das heißen sollte. Als der Rundgang beendet war hielt sie vor einer Tür im hinteren Bereich des Hauses. Sie öffnete die Tür und zum Vorschein kam eine Kammer von ca. drei Quadratmetern. „Dies wird dein kleines Reich. Wann immer ich dich nicht benötige wirst du dich hierhin zurück ziehen und auf weitere Befehle von mir warten.“ Der Raum war vollkommen leer. Kein Bett, kein Schrank, nichts was auch nur entfernt als Möbelstück durchgegangen wäre. „Du bringst jetzt deine Sachen in dein Zimmer und wenn du fertig bist wirst du dich waschen und rasieren. Ich dulde keinen dreckigen Mann unter meinem Dach. Säubere auch deine Fingernägel, die sehen aus als hättest du auf dem Friedhof Leichen ausgegraben. Wenn du fertig bist meldest du dich bei mir.“ Sie sah in mit fordernden Augen an. Er wusste erst nicht was er sagen sollte dann fiel es ihm aber siedendheiß ein. „Ja Madame“ sagte er leise. „Gut“ schnurrte sie und ging in Richtung Wohnzimmer wo sie sich mit einem Buch in ihren bequemen Sessel setzte.

Eilig begann er seine Sachen in seine Kammer zu bringen. Er rollte seinen Schlafsack aus und legte seine restlichen Kleidungsstücke sorgfältig auf den Boden dann ging er mit dusch- und Rasierzeug in das Bad. Er brauchte keine 30 Minuten um sich frisch geduscht und gesäubert bei Anastasia zurück zu melden. Er ging in das Wohnzimmer und stellte sich stumm vor sie. Sie beachtete ihn überhaupt nicht. Sie sah nicht einmal von ihrer Lektüre auf. Er begann sich zu fragen ob er etwas falsch machte. Nach einiger Zeit kam ihm eine Idee. Er sank langsam auf die Knie und senkte seinen Blick. Als hätte Anastasia nur darauf gewartet schaute sie von ihrem Buch auf. „So ist es fein Wasja. In Zukunft nimmst du deine Position schneller ein sonst wirst du die Konsequenzen tragen müssen. Hast du verstanden?“ „Ja Madame“.

Es war so erniedrigend aber ihm blieb keine Wahl. Wenn er sich die zwei Wochen Mühe geben würde und alles zu Anastasias Zufriedenheit erledigen würde, so würde er vielleicht mit einem blauen Auge davon kommen. Sie fasste mit ihrer flachen Hand in sein Gesicht und prüfte die Rasur. Offensichtlich zufrieden mit seiner glatten Haut nahm sie seine Hände und inspizierte die Fingernägel. Auch hier hatte er alles zu ihrer Zufriedenheit erledigt. Sie schaute ihn an und musterte ihn. Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt sagte sie mit nachdenklicher Stimme. Sie schaute an ihren Beinen hinunter. „Bei meiner Flucht habe ich mir meine guten Stiefel ruiniert. Schau dir das an.“ Sie hielt einen ihrer Stiefel direkt unter sein Gesicht. Die Schnürstiefel waren etwas schmutzig geworden als sie den Weg ins Dorf gelaufen war. Schmutz klebte auf dem schwarzen Leder und an der Sohle. Mach sie sauber herrschte sie ihn an. Er wusste nicht was er tun sollte, nahm aber schließlich den Ärmel seiner Fliesjacke und begann den Stiefel vom Schmutz zu säubern. Er verrieb den Dreck aber nur über den Stiefel. „Merkst du nicht das es nicht sauber wird du Idiot“ fauchte sie. „Nimm deine Zunge Trottel.“ Erst dachte er, er hätte sich verhört. Er sollte die Stiefel dieser Frau sauber lecken? Niemals würde er das tun. Er ließ von ihren Stiefeln ab und verweigerte seinen Dienst. „Du willst nicht? Na gut. Geh in dein Zimmer und verhalte dich ruhig. Ich werde im Dorf bescheid sagen damit dich die Männer holen können. Ich hatte gedacht du wärest etwas schlauer. Wenn du lieber im Gefängnis sitzen willst, bitte. Mir ist es einerlei. Er stand auf und ging in sein Zimmer. Als er auf dem Boden saß dachte er noch einmal nach. Was wenn sie wirklich im Dorf bescheid sagen würde. Was wenn sie noch das ein oder andere erfinden würde um ihn noch tiefer rein zu reiten. Der Karren saß schon tief genug im Dreck für seinen Geschmack. Er hörte wie Anastasia durch den angrenzenden Raum ging. Dort war die Garderobe. Sie holte anscheinend ihren Mantel. Jetzt stieg Panik in ihm hoch. Er überlegte nicht lange und eilte aus dem Raum. Er kam gerade noch rechtzeitig. Anastasia war im Begriff das Haus zu verlassen. Schnell lief er zur Tür und stellte sich zwischen sie und den Ausgang. Anastasia schaute ihn verwundert an. „Meinung geändert?“ fragte sie mit prüfendem Blick. Er hatte keine Wahl. Er ging vor ihr auf die Knie. Sie lächelte kalt zu ihm herab und weidete sich an seiner Unterwürfigkeit. Langsam senkte sich sein Kopf zu Boden in Richtung ihrer Stiefel. Er konnte den Geruch von Leder und Erde wahrnehmen. Er begann langsam den linken Stiefel mit seiner Zunge zu säubern. Es schmeckte nach Erde und ein wenig nach Schuhcreme. Langsam füllte sich sein Mund mit dem Schmutz des Waldes. Immer und immer wieder glitt seine Zunge über das Glatte Leder. Als der erste Stiefel gesäubert war, begann er den anderen zu bearbeiten. Anastasia stand regungslos da und lies alles geschehen. Zufrieden blickte sie auf die Szene herab die sich vor ihr auf dem Boden abspielte. Die Zunge des Mannes fuhr immer wieder in geraden Bahnen über das Leder ihrer Stiefel wobei sie eine glitzernde feuchte Spur hinterließ. Anastasia genoss die Macht die sie über ihn hatte in vollen Zügen. Als ihr Knecht fertig war strich sie ihm langsam über den Kopf. „War das nun so schlimm Wasja?“ Mit hochrotem Kopf antwortete er „Nein Madame“. Es war der erste Schritt ihn zu brechen und Anastasia hatte erst angefangen.

Sie ging zurück zu ihrem Sessel und setzte sich. Er rutschte auf allen vieren hinter ihr her und kniete sich bereitwillig vor sie. Sie hob einen Fuß an und betrachtete den Stiefel. Er glänzte im Schein des Feuers. Zufrieden lächelte sie. „Ausziehen“ Der kurze knappe Befehl durchschnitt die Stille des Augenblicks. Er begann mit zitternden Fingern die Schnürung des Stiefels zu lösen. Als er fertig war zog er den Stiefel vom Fuß seiner Peinigerin. Ein schlanker zierlicher Fuß kam zum Vorschein. Als er beide Stiefel ausgezogen hatte lehnte sich Anastasia entspannt im Sessel zurück. „Zieh mir die Strümpfe aus und massiere meine Füße.“ Er zog den Strumpf von ihrem Fuß. Was er zu sehen bekam verschlug ihm die Sprache. Die zierlichen Füße von Anastasia waren unglaublich schön. Er musste an ein Gemälde von Rafael denken das er mal im Vatikan gesehen hatte. Die Anmut die sich ihm hier darbot stand der Schönheit des Gemäldes in keinster Weise nach. Die Nägel waren in einem dunklen rot lackiert und schimmerten im Feuerschein wie kleine Rubine in der Sonne. Sie bildeten einen perfekten Kontrast zu der schneeweißen Haut. Die schlanken grazielen Zehen tanzten vor seinen Augen. Er umfasste beide Füße mit seinen Händen und begann vorsichtig zu massieren. Sie waren warm und dufteten nach Leder und dieser wunderschönen Frau. Dies war keine Strafe, dies war eine Aufgabe der er gerne nachkam. Er massierte immer eifriger diese Juwelen in seinen Händen. Anastasia sank tiefer in ihren Sessel und begann zu schnurren wie ein Kätzchen. In ihm stieg das Verlangen diese wunderschönen Füße zu küssen. In seiner Hose wurde es merklich enger. Was war nur los mit ihm? Diese Frau die ihn erniedrigte reizte ihn zugleich auf eine ihm bisher unbekannte Weise. Sollte er es wagen? Er wollte sie nicht verärgern, wollte nicht, dass sie böse auf ihn wurde. Letztendlich konnte er sich aber nicht mehr zurück halten und fing vorsichtig an ihre Zehen mit heißen Küssen zu bedecken. Anastasia schaute nur kurz aus halb geöffneten Augen zu ihm hinunter, lächelte und lehnte sich zufrieden zurück. Nach einiger Zeit, er wusste nicht wie lange, Zeit schien keine Rolle mehr zu spielen entzog sie ihm ihre Füße. „Das genügt. Du scheinst mir zu viel Spaß zu haben. Auf alle viere und knie dich vor den Sessel. Er tat was ihm befohlen wurde. Anastasia legte gleich darauf ihre Füße auf seinem Rücken ab und schlug ihr Buch wieder auf. Die nächsten Stunden verbrachte er als lebende Fußbank vor dem Sessel der Frau und durfte sich keine Millimeter bewegen. Er wusste nicht wie spät es war als Anastasia das Buch zuklappte und gähnte. „Es ist Zeit schlafen zu gehen. Sie stand auf und ging zu seiner Kammer, öffnete die Tür und Pfiff. „Wasja, komm ab ins Bettchen.“ Er gehorchte und kroch auf allen Vieren zu ihr. An der Tür fasste er allen Mut zusammen und Fragte: „Darf ich reden Madame?“ „Ja mein Kleiner“ sie strich über sein Haar. „Ich möchte mich nur noch einmal bedanken, dass Sie mir eine Chance geben meine Fehler wieder gut zu machen. Sie hätten mich auch der Polizei übergeben können Madame.“ „Na mal sehen ob du nach den zwei Wochen immer noch der Meinung bist dich bei mir bedanken zu müssen. Du wirst hart arbeiten und ich bin nicht leicht zufrieden zu stellen und denk immer daran, noch habe ich nicht entschieden ob ich dich anzeige oder nicht. Jetzt aber ab ins Bettchen Wasja sonst bist du morgen müde und ich kann dich nicht gebrauchen.“ Mit diesen Worten ging sie zum Bad. Er schaute ihr nach, bewunderte ihre schwungvollen Hüften und ihre langen Beine. Ihre nackten Füße schwebten über den Holzfußboden und sein Bauch füllte sich mit Schmetterlingen. Er war im Begriff sich in diese Frau zu verlieben. In Wirklichkeit war er bereits verloren.

 

Kapitel 6

 

Der Tag begann für ihn im frühen Morgengrauen. Anastasia weckte ihn und schickte ihn ins Bad. Als er fertig war meldete er sich wie er es gelernt hatte bei Ihr. Er ging in die Küche und fand Anastasia am Frühstückstisch. Er ging wie selbstverständlich auf die Knie und wartete bis er angesprochen wurde. „Ich hoffe du bist ausgeruht Wasja denn heute beginnt für dich die Arbeit. Nach dem Frühstück werde ich dich mit deinen Aufgaben vertraut machen. Ich möchte, dass du gut zuhörst denn ich will nicht alles zweimal erklären müssen. Solltest du etwas nicht verstehen so hebst du die Hand und ich werde versuchen es dir mit einfachen Worten zu erklären. Hast du das verstanden fragte sie ihn. Sie schien bereits jetzt etwas genervt zu sein deshalb antwortete er wie gewünscht mit einem knappen „Ja Madame“. „Gut, dann nimm Platz und stärke dich ein wenig. Das ist übrigens das erste und letzte mal das ich das Frühstück zubereitet habe. Ab morgen ist dies auch eine von deinen Aufgaben.“ Er setzte sich und goss sich Tee ein. Das Brot war vorzüglich und die Marmelade schmeckte sehr gut. Nachdem er gegessen hatte räumte er den Tisch ab und dann begann die Einführung in seine Aufgaben. Anastasia machte ihn mit seinen neuen täglichen Routinen vertraut. Jeden Morgen hatte er von nun an das Frühstück zuzubereiten und dann Anastasia zu wecken. Nach dem Frühstück war Holz hacken angesagt. Mindestens zwei Stunden täglich um genügend Vorräte zu haben. Die sämtliche Hausarbeit viel auch in seinen Zuständigkeitsbereich. Boden wischen, Abwasch, Badreinigung, Wäsche und dergleichen würden auch einige Stunden in Anspruch nehmen. Ansonsten musste er Anastasia stets zu diensten sein wann immer sie ihn brauchte. Er war nichts anderes als ein Sklave dieser Frau dachte er sich als er dabei war den Abwasch zu machen. Anastasia war in das Dorf gegangen um Vorräte zu besorgen und dem Dorfpolizisten einen Bericht zu geben wie sich der Deutsche machte. Er war derweil mit der Hausarbeit beschäftigt. Große Lust hatte er keine und so beschloss er einen kleinen Rundgang durch das Haus zu machen und sich die Räume anzuschauen die er eigentlich nicht sehen durfte. Was solls dachte er. Anastasia wird so schnell nicht zurück kommen. Er ging zu der ersten Tür. Die Tür war zu seiner Enttäuschung verschlossen. Bei der nächsten hatte er mehr Glück. Er öffnete sie und fand sich in einem Zimmer das wohl so eine Art Arbeitszimmer war. Es gab hier sogar einen, wenn auch veralteten, PC. Das wunderte ihn denn Internet gab es hier in der Pampa sicherlich nicht. Er schaltete den Rechner an und tatsächlich erschien nach einiger Zeit das Windowslogo auf dem Bildschirm. Der Rechner verlangte dann aber die Eingabe eines Passwortes so das er nicht weiter als bis zum Anmeldebildschirm kam. Er wollte gerade den PC ausschalten als ein Eisenring im Boden seine Aufmerksamkeit erregte. Der Ring schaute ein Stückchen unter dem Teppich hervor der in der Mitte des Zimmers platziert war. Neugierig ging er darauf zu und schob den Teppich zur Seite. Nun konnte er erkennen das der Ring an einer art Tür befestigt war die in den Boden eingelassen war. Er bückte sich und zog an dem Ring. Die Klappe ließ sich anheben. Gerade als er das Loch im Boden genauer untersuchen wollte sah er aus den Augenwinkeln im Fenster eine Bewegung am hinteren Waldrand. Anastasia kam zurück. Jetzt schon? Egal. Er musste schleunigst aus dem Zimmer raus. Wenn sie ihn hier erwischen würde dann gäbe es garantiert keine Blumen. Er schloss die Luke, beschloss sie später zu untersuchen und schob den Teppich auf seine alte Position zurück. Er sah hinaus. Anastasia war fast an der Haustür. Schnell verließ er den Raum und schloss die Tür. Gerade noch rechtzeitig schaffte er es in die Küche. Als er gerade das Geschirrtuch genommen hatte trat sie ein.

Sie schaute sich misstrauisch um. „Alles in Ordnung Wasja? Du wirkst so verwirrt.“ Alles in Ordnung Madame antwortete er. Sie schaute ihn eindringlich an. „Bist du sicher?“ Ja Madame kam es sofort von ihm. „Na dann ist ja gut. Gute Nachricht übrigens aus dem Dorf. Der Polizist sagt das frühestens in drei Wochen damit zu rechnen ist, dass die Straßen wieder passierbar sind. Du wirst also noch etwas länger die Freude haben mir zur Hand zu gehen. Er senkte den Kopf. Das dies eine gute Nachricht war, war eine Meinung die Anastasia exclusiv hatte. Eine Woche länger Frondienste für diese Schinderin. Was sollte er machen. Er nickte also nur um ihr zu zeigen das er verstanden hatte und einverstanden war. Sie lächelte und ging zur Garderobe um ihren Mantel abzulegen. Er eilte herbei und half ihr aus dem Mantel was ein gesäuseltes „sehr brav“ zur Folge hatte. Beim ausziehen des Mantels streifte ihr Haarzopf sein Gesicht und er konnte ihren wunderbaren Duft aufnehmen. Verträumt hing er den Mantel auf den Haken als er plötzlich ein Geräusch hörte. Er wusste sofort was es war. Er hatte vergessen den Rechner auszuschalten und jetzt war der Lüfter angesprungen der so laut war das er auch außerhalb des Zimmers zu hören war. Diese Kiste musste uralt sein. Der klapperige Lüfter war lauter als ein ICE in einem Tunnel. Ihm brach der kalte Schweiß aus. Anastasia hörte das Geräusch natürlich auch und ging zu der Tür des Arbeitszimmers. Sie öffnete langsam die Tür und blickte in den Raum. Sie ging hinein und schaltete den Rechner aus. Als sie zurück kam schaute sie ihn streng an. „Waren wir auf einer kleinen Entdeckungstour durch mein Haus? Du kannst es wohl nicht lassen. Wolltest du wieder stehlen du Hund?“ Sie blieb erstaunlicherweise völlig ruhig. „Zieh dein Hemd und deine Hose aus.“ Er tat sofort was sie verlangte. Jetzt ungehorsam zu sein wäre höchst gefährlich. Sekunden später stand er nur in Unterhose und T-shirt vor ihr. „Du weist du musst für dein Fehlverhalten bezahlen. Folge mir und wage es nicht auch nur ein Wort zu sprechen.“ Sie ging voraus und er folgte ihr. Sie ging zur Haustür und trat heraus. Er folgte ihr in den Garten. Es war bitterkalt und seine nackten Füße sanken tief in den Schnee ein. Sie nahm die große Fußmatte die vor der Tür lag und warf sie in den Schnee. „Knie dich hier hin. Sofort“ Ihre Stimme hatte einen scharfen Ton angenommen.. Er sank auf die Matte. Das grobe Material drückte schmerzhaft in seine Knie. „Du wirst jetzt hier so lange knien und über dein Verhalten nachdenken bis ich der Meinung bin das du deine Lektion gelernt hast.“ Daraufhin drehte sie sich um und ging in das Haus zurück. Er kniete halb nackt im kalten eisigen Wind und verfluchte seine Neugier.

Er wusste nicht wie lange er schon der Eiseskälte völlig schutzlos ausgeliefert war aber es mussten gute 45 Minuten gewesen sein als Anastasia das erste Mal nach im sah. Sie schaute ihn prüfend an. „Hast du mir etwas zu sagen?“ Er fing sofort an sich zu entschuldigen und bettelte das sie ihn erlösen möge. Sie schien aber keinesfalls überzeugt von seinen Beteuerungen zu sein. Sie hob sein Kinn ein weinig, schaute ihm tief in die Augen. Ihre warmen braunen Augen funkelten bedrohlich. „Du hast noch nichts begriffen. Ich komme in einer Stunde wieder, dann schauen wir ob du weist was du zu tun hast.“ Sie ging wieder in das Haus und lies ihn zitternd im Schnee zurück.

Langsam nahm seine Haut eine bläuliche Färbung an. Seine Gliedmaßen wurden mehr und mehr taub und sein Verstand arbeitete nur noch eingeschränkt. Er zitterte völlig unkontrolliert und verlor das eine ums andere mal das Gleichgewicht und fiel in den Schnee. Die Qualen die er erleiden musste stiegen von Minute zu Minute. Wann hatte die grausame Frau endlich erbarmen mit ihm? Die Zeit verging quälend langsam und er wusste nicht wie lange er es noch aushalten würde. Er spürte seinen Körper kaum noch. Der Wind schnitt erbarmungslos in seine Haut wie eine Peitsche. Die Welt um ihn herum verschwamm bereits zu einem milchigen Brei als er plötzlich Anastasias Stiefel vor sich sah. Er hatte sie gar nicht kommen sehen so war er in seiner Qual versunken. Er blickte zitternd zu ihr hoch. Sie war in einen dicken warmen Pelzmantel gekleidet und hatte einen langen Schaal um ihren schönen Hals gebunden. Schwarze Lederhandschuhe schützten ihre zierlichen Hände vor dem Frost. Eine elegante Mütze mit Pelzbesatz sorgte dafür das ihr Kopf warm blieb. Ihre langen schwarzen Haare hingen offen über ihre Schultern herab. Schlagartig wurde ihm klar was sie von ihm verlangte. Ehrliches und tiefes Bedauern für seine Tat. Unterwürfig und der Ohnmacht nahe fing er an die Stiefel mit innigen Küssen zu bedecken und um Gnade zu betteln. Alle Worte der Russischen Sprache der Entschuldigung und des Bedauerns die ihm einfielen stotterte er heraus. Anastasia aber zeigte keinerlei Reaktion. Aus Verzweiflung fing er an zu weinen. Die Tränen liefen von seinen Wangen über sein Gesicht und benetzten ihre Stiefel. Sein Schluchzen und Wimmern wurde immer intensiver. Nach kurzer Zeit waren ihre Stiefel bedeckt von seinen Tränen, seinem Speichel und Rotz der aus seiner Nase floss als hätte jemand eine Staumauer geöffnet. Er weinte wie ein kleines Kind zu ihren Füßen. Endlich schaute sie zu ihm herunter. Sie öffnete ihren Mantel und zog ihn aus. Sie legte den Mantel um seinen zitternden steif gefrorenen Körper. Er konnte Ihre Körperwärme spüren die sich im Mantel festgesetzt hatte. Eine wohlige warme Hülle umgab ihn. Der herrliche Duft dieser wunderschönen Frau stieg in seine Nase und er bekam trotz der Kälte eine Erektion. Sie beugte sich zu dem wimmernden Haufen zu ihren Füßen herab. „Ist ja schon gut mein kleiner Wasja.“ Sie streichelte seinen Kopf während er wie besinnungslos weiter um Vergebung bettelte. „Es scheint du hast begriffen. Dieses mal werde ich dir vergeben wenn du mir versprichst das du so etwas nie wieder tust.“ Ihre Stiefel immer noch küssend versprach er ihr in Zukunft immer alle ihre Befehle zu befolgen. Anastasia lächelte sanft und zog ihn leicht nach oben. Als er wieder auf seinen Beinen stand führte sie ihn vorsichtig in das Haus zurück. Im Wohnzimmer angekommen legte Sie eine Decke direkt vor den Kamin. „Leg dich vor das Feuer und wärme dich. Ich werde dir einen heißen Tee machen. Verdient hast du es nicht aber ich habe halt ein weiches Herz.“ Als sie mit dem Tee zurück kam war er immer noch fest in ihren Mantel eingewickelt vor dem Feuer auf dem Boden eingeschlafen. Sie sah in sein Gesicht, strich ihm die nassen Haare aus der Stirn und gab ihn einen Kuss auf die Wange. Sie hatte ein wenig mit ihm gelitten wie er da draußen frierend auf seinen Knien hockte. Ein wenig hatte sie ihn lieb gewonnen. Ungehorsam aber konnte und wollte sie auf keinen Fall dulden. Er musste wissen, dass jede Verfehlung eine Strafe nach sich ziehen würde. Zufrieden setzte sie sich in ihren Sessel und betrachtete ihn wie er da auf dem Boden schlief. Sollte er sich nur ein weinig ausruhen. Sie war noch lange nicht fertig mit ihm.

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Kommentare

Der Anfang ist auf jeden Fall schon einmal vielversprechend. Nur wäre es schön, wenn du ein bisschen mehr auf Grammatik- und Rechtschreibung achten würdest. Image removed. An vielen Stellen ist dies ja durchaus schon richtig, was zeigt, dass du es durchaus kannst. Ich geh´ daher mal davon aus, dass es an anderen Stellen Flüchtigkeitsfehler sind. Nur die stören, in ihrer Häufigkeiten in einigen Passagen, für mich zumindest, ziemlich den Lesefluss. Weil man über manche längeren Sätze mehrmals drüberlesen muss, um die Bedeutung richtig auf die Reihe zu bekommen.

Beispiel (leider gleich der erste Satz Image removed.):

Er lief so schnell er konnte aber der tiefe Schnee behinderte ihn so sehr das er kaum von der Stelle kam.

Mit Kommata ist es irgendwie einfacher, find ich:

Er lief so schnell er konnte, aber der tiefe Schnee behinderte ihn so sehr, dass er kaum von der Stelle kam.

 

Aber ich bin auf jeden Fall schon gespannt, was du in einer Fortsetzung noch so vor hast zu fabrizieren.

In reply to by mia_1000 (nicht überprüft)

Vielen Dank für dein Feedback. Ich werde den zweiten Teil der noch einmal auf Rechtschreibung
und Zeichensetzung überprüfen. Vielleicht schaffe ich das vor meinem Urlaub noch.

Thematik und Umsetzung gefallen mir gut bisher. Bin schon gespannt ob die bisherige Fetisch-Ausrichtung der Story anhält.

Etwas Feintuning bei der Zeichensetzung würde das Lesen deines Textes erleichtern, da stimme ich der Vorposterin zu.

Für ein Debüt wirklich gelungen.

6 Sterne

 

....ach so, Teil 2 gibts schon (also: gleich weiterlesen...).

 

Eine Anmerkung muß aber sein: nach 1,5 Stunden nackig in sibierischer Kälte kann die Herrin noch so verführerisch aussehen oder riechen, da is nix mit Errektion. Entweder das Teil steht, weils zum Hängen zu kurz ist, oder der ganze Kerl ist steif.