Trauminsel - Anarchie und AGBs

 

Trauminsel - Teil 4

Alles folgende ist reine Fiktion und befolgt daher auch keinerlei üblichen Regeln, Abläufen oder Vorgaben oder Standards. Logik kann vorkommen, ist aber nicht Pflicht. Das Gleiche gilt für Rechtschreibung und ähnliches. Leider lassen sich den einzelnen Absätzen keine unterschiedlichen Schriften zuweisen, daher habe ich dem Erzähler die Schrift in der Version "normal" zugeordnet. Die Hauptperson nutzt "kursiv" und bei einer weiteren Hauptperson musste ich leider eine Bezeichnung und drei *** um den jeweiligen Absatz setzen - sollte es doch Möglichkeiten für unterschiedliche Schriften geben, erbitte ich Hilfestellung dazu.

Ist es schon die neue misslungene Rechtschreibung oder ein alt vertrauter liebgewonnener Fehler, wer weiß das schon genau?

Lorbas

 

Anarchie und AGBs

 

Emma schaute John mit großen Augen an. Ein bisschen konnte sie ihn ja verstehen, aber er lebte inzwischen in der Südsee und da könnte er sich doch bitte schön an seine neue Heimat anpassen. Aber nein, der edle, gute Herr John beharrt, typisch deutsch, auf seinem Standpunkt und verlangt unbeirrbar, dass alle Welt nach seiner Faςon glücklich wird. Wie sollte sie ihm bloß klar machen, welchen Weg sie zukünftig gemeinsam gehen könnten. Nach den Bräuchen des Clans hatte sie mit ihrer Flucht aus der Höhle alle Brücken hinter sich abgebrochen. Für ihren Clan existierte sie nicht mehr, keiner würde je wieder mit ihr sprechen, sie anfassen oder auch nur registrieren. Selbst ihr Vater, der Häuptling, konnte ihr nicht mehr helfen. Auf Gedeih und Verderb war sie auf John angewiesen, selbst die Milchmädchen oder Fleischfrauen dürften sie nicht mehr beachten. Aber John schien momentan, freundlich formuliert, eher unwillig, ihre Flucht war, aus jetziger Sicht, eine dumme Kurzschlusshandlung gewesen.

Was mach ich bloß mit dieser Frau? Eigentlich ist es ja zu totlachen, einerseits beharrt sie stur darauf meine Sklavin sein zu wollen und andererseits will sie partout meine Vorstellungen nicht befolgen. Bin nur ihr Herr, wenn ich ihre Version von Dominanz akzeptiere und mich den Spielregeln des Sextoys unterwerfe? Oder habe ich als Herr die Dominanz in unserer Gemeinschaft die Richtung vorzugeben? In den Pornoromanen aus der Jugend hatten es die Scheichs mit ihren Liebessklavinnen im Harem eindeutig einfacher. Herr Scheich wünschte, Eunuch eilte und Frau tat. Punkt, keine Diskussion, keine Kopfschmerzen, einfach denken, sagen und gleich darauf wunschgemäß poppen. Frauenrechte oder mitreden? Wer hat schon mal etwas von einem Betriebsrat im Harem gehört? Einer Frauen-beauftragten beim Emir? Warum war Emma nur so bockig? Wollte sie brutal geschlagen werden? Empfand sie Lust und Stimulation nur unter heftigen Schmerzen? Das nicht meine Art, entweder sie will mich als Herren oder sie kann abhauen, ich bin hier der Herr im Haus! Ein paar eher zärtlich gemeinte Klapse auf den Po, okay, aber ich kann doch kein Mädchen brutal verprügeln bis sie nicht mehr sitzen kann oder Blut fließt. Warum will sie unbedingt aus mir ein Monster machen?

"Lass uns schlafen gehen. Morgen ist auch noch ein Tag und da werden wir sehen, dass wir eine Lösung für unsere Differenzen finden. Du schläfst heute im Keller, ich bring dir noch eine Decke und ein Kissen. Damit du dich auch so richtig gut und wohlfühlst, kette ich dich dann noch an. Möchtest du auch etwas zu trinken für die Nacht? Ich kann dir eine Schale mit Wasser hinstellen."

"Ja, Herr John. Danke." Mühsam quetsche Emma die drei Worte an ihren Herrn heraus. Ihr war mehr nach heulen zu Mute, ging ihr doch gerade auf, wie die Zukunft aussehen könnte. John brachte sie stillschweigend aus dem Wohnzimmer zurück in den kühlen Keller. Da Emma nackt war, richteten sich ihre Nippel sofort keck auf.

"Oh, mein Häschen möchte noch etwas Spaß haben. Klar, dein Herr springt sofort. Soll ich jetzt erst mal nur in die Spitzen kneifen, so etwa? Oder soll ich dir noch zusätzlich ordentlich den Hintern versohlen?" Fast zeitgleich mit seinen Worten klatschten versuchsweise auch schon die ersten Schläge auf ihren Po. Niemand hatte sie bisher geschlagen, John schlug nicht kräftig zu und es tat Emma eher in der Seele weh. Zu ihrer eigenen Verwunderung machten die Schmerzen sie aber auch geil. Ihr stöhnen wechselte aus der Phase "aua" in die Variante "ohhh" und ihr Körper wurde willig. John bemerkte die Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln und sah Emma erstaunt an.

"Po tätscheln, Titten kneifen, ein paar Schläge und schon bist du willig? Emma, was für eine Frau bist du eigentlich? Wie tickt eine achtzehnjährige Halbpolynesierin mit europäischen Wurzeln in der Südsee?"

"Herr John, wenn du mich anmachst, kann ich nicht denken. Bitte, es war ein langer Tag, wollen wir nicht morgen ausgeschlafen weitersprechen?"

"Dein Wunsch sei mir Befehl, Sklavin. Gute Nacht, Emma."

"Gute Nacht, Herr."

Nach einer langen, unruhigen Nacht ging John, nachdem er ein umfangreiches Frühstück vorbereitet hatte, wieder in den Kellerraum. Dort betrachtete er in Ruhe seine schöne junge Gefangene. Sie schlief noch, sah dabei total süß und unschuldig aus. Hätte sie ihm nicht erst vor wenigen Stunden ihre bisherige Geschichte erzählt, wäre er niemals auf den Gedanken gekommen, eine volljährige Erwachsene vor sich zu haben. Schlagartig wurde ihm klar, dass ein Teil seines irrationalen Widerstandes gegen ihre Vorstellung der gemeinsamen Zukunft sicherlich auch aus ihrer mädchenhaften Optik entsprang. Vermutlich hätte kaum ein anderer Mann ernsthaft Widerstand geleistet, wenn sich eine schöne junge Frau freiwillig und rückhaltlos ihm unterworfen hätte. Ihn zu ihrem Herrn erklärt und, ganz nebenbei, signalisiert hätte, dass sie mit weiteren Frauen überhaupt kein Problem sehe. Unterschwellig war auch deutlich geworden, sie würde ein Schicksal als Milchmädchen oder Fleischfrau nicht erhoffen, aber akzeptieren. Das Schwein im Kerl fühlte sich natürlich absolut bestätigt mit dieser Frauenrolle. Nur war John komplizierter gestrickt.

***
Emma:

Emma erwachte eher zögerlich und benommen vom letzten tröstlichen Traum der Nacht. Gedankenverloren wollte sie sich den Schlaf aus ihren Augen reiben, als sie John in der Tür bemerkte. Verunsichert schaute sie zu ihrem Herrn. Fragen gingen ihr durch den Kopf. Nicht weltbewegend, aber für Emma war es ihr gesamtes Universum, dass in dieser Phase der Beziehung auf der Kippe stand. Sicher, John war attraktiv und für die meisten Mädchen vermutlich ein Traumpartner. Emma hingegen sah in John eher einen Softie, der ihre Ansprüche nicht erfüllen würde, aber dummerweise trotzdem ihre einzige Zukunft war. Wie viel Rückgrat hat ein aufgeblasener Luftballon? Wie stabil trägt eine Brücke aus Eis in der Mittagshitze der Sahara? Egal, alles unnütze Theorie. Wenn sie überleben wollte und dass wollte sie, musste sie den Waschlappen John zu ihren Herrn John entwickeln. Mission Impossible in der Südsee. Leider ohne Drehbuch, Sicherheitsnetz und statt Tom Cruise mit John in der Hauptrolle.
***

"Wie heißt du eigentlich wirklich? Als Tochter einer Niederländerin wurdest du garantiert mit einem Namen registriert und sicherlich auch getauft. Also raus mit der Sprache, wie nannten dich deine Mutter und die restliche europäische Familie?"

"Herr John, ist das wirklich wichtig? Ein Sklavin so wie ihr Herr es bestimmt. Alles andere ist Vergangenheit und Namen sind nur Schall und Rauch. Welche Rolle, welche Bedeutung haben diese Aneinanderreihungen von Buchstaben im täglichen Zusammenleben von zwei Menschen denn noch?"

"Emma. Sprich mir nach: John ist mein Herr. Ich tue, was er sagt. Sein Wort ist mein Gesetz."

"Herr John, meinst du das ist nötig? Ich tue doch, was immer nötig ist! Meist sofort oder sehr zeitnah und nur selten müssen erst zusammen diskutieren, bis du die richtige Entscheidung gefunden hast."

"EMMA! WIEDERHOL MEINE WORTE! DAS IST EIN BEFEHL!"

"Jawohl, Herr John. Du bist mein Herr. Ich tue, was du sagst. Mein Wort ist Gesetz."

John schmunzelte in sich, war das jetzt ein unabsichtlicher Versprecher oder wollte Emma ihn immer noch testen. Das Zusammensein mit einer Sub hatte auch und gerade für ihn seine lustigen Momente. Nun war aber erst mal Härte gefragt, offensichtlich wollte oder brauchte Emma es.

"Und jetzt beantwortest du meine Frage. Jede Frage! Sofort! Wie ist dein europäischer Name?"

"Pocahonta Matoaka. Übersetzt bedeutet das "die Verspielte" oder auch " die, die alles durcheinanderbringt". Meine Mutter war ein großer Fan der edlen Wilden sowie der Emanzipationsbewegung. Aber du brauchst dir diese Namen gar nicht erst ,merken, ich höre nicht auf sie."

"Schätzelein, du bist mein Eigentum wie ein Frühstücksbrett, ein Kochtopf oder ein Hundewelpe. Wenn ich dir sage, du wirst ab sofort xyz genannt, dann solltest du dir a) den Namen sehr gut merken und b) schneller als der Blitz darauf reagieren. Ich geruhe dich aber trotzdem weiterhin Emma zu rufen."

John unterstrich seinen Anspruch als Befehlshabender und Dom einerseits mit ein paar belohnenden Klapsen auf die rechte Gesichtshälfte sowie andererseits eine kräftigem Kniff in die linke Brustwarze. Diese schwoll schon an als Emma noch gequält ein schmerzvolles Au ausrief.

"Wenn du solche Strafen weitestgehend vermeiden möchtest, tu einfach was ich dir sage. Jetzt zum Beispiel habe ich Lust auf deinen Arsch. Präsentier ihn mir und lass dich in deine Rosette vögeln."

"Herr John! Bitte nicht, ich mag das nicht und es ist nicht schön."

"Shit happens und jetzt los."

John warf Emma bäuchlings auf das Nachtlager und spreizte ihre langen, schlanken Beine fast bis zum Spagat. Unberührt von ihrem Gejammer fettete er ihr Poloch mit guter Niveacreme großzügig ein und schob dann seinen besten Freund auf Mission Höhlenforschung im dunklen Teil. Als das erste Stück den Widerstand ihres Schließmuskels überwand, schrie Emma vor Schreck und Schmerz auf. Beim folgenden Verkehr bildete sie die Abteilung ruhender Verkehr und verweigerte sich bezüglich jeglicher Teilnahme oder akustischen Rückmeldung.

"Holla, das Fräulein bockt. Nur das hilft dir nicht, du bist meine sexy Gespielin und hast meine Wunschvorstellungen als deine Aufgabe zu sehen. Was hältst du eigentlich davon, wenn wir nach dem Frühstück die ausgesetzten Mädchen suchen und zu uns holen? Bestimmt sind sie nach dieser Nacht draußen total verängstigt und würden sich freuen."

"Herr John, das ist keine gute Idee. Die Mädchen kennen ihr Schicksal und würden flüchten, wenn sie uns bemerken. Ihnen ist klar, wer sie einfängt, sucht Nahrung und will sie schlachten. Du kannst sie nicht einfach in ihrer Zuflucht ansprechen und zu Kaffee und Kuchen einladen. Außerdem sind es nach deiner Beschreibung echte Polynesierinnen, die blöden Kühe kennen vermutlich noch nicht einmal Kaffee."

"Emma, was hatte ich dir zum Thema Überheblichkeit bei Sklavinnen gesagt? Hochmut kommt vor dem Fall! Mir reicht dein frauenfeindliches Verhalten. Es stinkt mir, das du den Kopf so hoch trägst. Diese Mädchen sind vermutlich immer noch traumatisiert von der Vergewaltigung und Brandmarkung in der Arena, irren auf sich gestellt durch eine fremde Umwelt und wissen, dass sie völlig recht- und schutzlos jederzeit von jedem männlichen Wesen missbraucht oder getötet werden können. Und dann kommt unsere hochwohlgeborene Miss Pocahonta Matoaka daher und bricht über sie den Stab. Ich werde sie hierher holen und ihnen helfen. Sie bekommen meinen Schutz, meine Hilfe. Ich werde sie mit allen Möglichkeiten, die ich an diesem Ort habe, behandeln und ihnen ihre menschliche Würde zumindest teilweise zurückgeben. Wenn sie dann später von sich aus Mitglieder meines Harems werden möchten, okay. Aber niemand und schon gar nicht eine Frau wie du, wird sie zu etwas zwingen. Damit du dich aber nicht langweilst, werde ich dir in der nächsten Zeit deinen Platz klar machen. Du wirst zukünftig die unterste Position in unserer Gruppe haben. Deinen Namen werde ich ebenfalls ändern, damit begreifst was dann deine Aufgabe werden wird. Verstanden, Toilettenpapier?"

***
Toilettenpapier, formally known as "Emma":
Ups, da habe ich mich wohl in John verhauen. Er ist scheinbar echt sauer und nun kehrt er den Dom heraus. Scheiße, in was habe ich mich da bloß reingeritten. Papa und die anderen Krieger des Clans konnte ich immer so einfach um den Finger wickeln, echte Machos halt, aber dieses Emanzen geprägte Weichei, dieser liberale Frauenversteher, der ist mir ein Rätsel. Warum will er denn die MMs und FFs einfangen und kurieren? Sie kennen ihre Bestimmung und damit ist alles klar. Nun kommt Herr John und will sie umwerben? Ihnen eine Perspektive anbieten? Eventuell ihnen die Wahl lassen, ob sie in seinen Harem möchten? Ja spinnt der Kerl jetzt total? Einfangen, melken und was nichts oder zu wenig bringt oder einfach über ist, kommt in den Kochtopf. Basta. Ende Gelände, guten Appetit.

Und dieser neue Name "Toilettenpapier". Was will er damit ausdrücken? Die Mädels kennen so etwas doch gar nicht. Die gehen hinter die Palme und anschließend wird in der Lagune geplantscht. Wieso soll der Name Programm sein? Soll ich zukünftig mit ihm aufs Klo gehen? Ihm den Hintern abwischen? Klein Herr John halten? Die Krieger sind noch echte Kerle, solche blöden Ideen kommen nur den Memmen in der Zivilisation. Hier gilt fressen und gefressen werden oder die Menschen bestimmen und alle anderen Tiere parieren. Am Ende will mein Herr hier noch das Christentum und die westliche Lebensart mit Demokratie sowie Gleichberechtigung einführen! Gut, mir könnte es schon gefallen, so als seine Prinzessin von ihm verehrt zu werden. Mit unzähligen Sklaven für die Arbeit und so, aber er scheint sich das komplett anders einrichten zu wollen. Naja, die Mädchen fängt er schon nicht und dann platzt sein Wolkenkuckucksheim. Mal sehen wie er die harte Landung auf dem Boden der Realität verträgt. Warum steht eigentlich am Tisch nur ein Stuhl? Will er stehen?
***

John drückte das überraschte Mädchen blitzschnell auf den Fußboden und befestigte eine bereitliegende Kette an ihrem eisernen Halsreif. Die kurze Kette war an einem Wandharken befestigt und zwang sie neben dem Tisch auf den Knien zu kauern. Ungläubig blickte sie zu John auf.

"Toilettenpapier, das wird zukünftig dein Platz seien. Zumindest bis ich einen Hund habe, dann wanderst du auf die Decke am Fenster. Ich schätze zwar Gesellschaft bei Tisch, aber wenn ich die Wahl habe, ist mir ein Hund lieber als eine reaktionäre Ziege wie du. Gewöhn dich schon mal an diese Position, ach nee, brauchst du ja nicht. Du denkst ja sowieso Frauen sind Tiere, nah dann musst du ja jetzt glücklich sein."

***
Toilettenpapier:

Ich bring ihn um. Zuviel ist zu viel. Weiß der Kerl eigentlich wessen Tochter er hier mit Füssen tritt? Ich stamme von einem Häuptling ab, Papa ist ein erfolgreicher Krieger und besitzt mehr Geld als ein Mensch jemals ausgeben kann. Seine Männer haben viel Geld mit internationalen Bankgeschäften und den Schätzen ihrer Heimat gemacht. Sie sind so reich, dass sie die Welt ihrer Vorfahren damit retten konnten und somit alle ihren althergebrachten Lebensstil fortführen konnten. Papa hat mich von Lehrern heimlich unterrichten lassen und ich habe einen Abschluss in Volks- und Betriebswirtschaft mittels Fernstudium machen können. Ich spreche die sechs wichtigsten Sprachen der der Erde neben niederländisch und unseren polynesischem Dialekt und dieser feministisch verseuchte deutsche Bauer will mich dominieren? Nee, halt will er ja gar nicht, soll er ja bloß, ich will das nur von ihm. Blöd, jetzt hat mich schon komplett verwirrt. Wie soll das nur weitergehen?
***

"Herr John, darf ich etwas fragen?"

"Ja, Toilettenpapier?"

"Herr John, wie willst Du denn allein die anderen Mädchen finden und einfangen? Soll ich dir nicht doch dabei helfen?"

"Nein. Ich traue dir momentan nicht über den Weg. Du wirst schön hier bleiben und die Gästezimmer putzen. Ich habe ausreichend geeignete Militärtechnik und bis zur Mittagspause bin ich mit ihnen zurück, du wirst schon sehen..."

John war sich seiner Sache sicher und konnte dass auch sein. Er frühstückte in Ruhe zuende, Toilettenpapier konnte ihn nicht mehr stören. Um weitere Diskussionen zu unterbinden, hatte John ihr mit einer Variante des bekannten Sekundenklebers die Lippen verschlossen. Dieser Kleber wirkte ebenso schnell und gründlich wie das Original, konnte aber mit einem Kuss jederzeit neutralisiert werden. Das war John natürlich bekannt, obwohl der Hersteller nur eine zweite chemische Komponente zur rückstandslosen Entfernung der taktischen Fixierung bewarb bzw. höchst erfolgreich verkaufte. Toilettenpapier hingegen blieb fast das Herz stehen, als John ihre Lippen kommentarlos mit dem Klebstoff bestrich und dann untrennbar zusammendrückte. Sie bekam nun nur noch durch die Nase Luft, war völlig von der Rolle und starb fast vor Angst bei dem Gedanken, nie wieder den Mund öffnen zu können.

Die wiedergewonnene Ruhe beim Essen gefiel John sehr gut und so ließ er Toilettenpapier noch im Ungewissen. Erst als er die Gästezimmer zum Putzen zeigte und sich verabschieden wollte, löste er mit einem sanften Schmusekuss ihre Sprechblockade und ging zur angekündigten Jagd.

Ausgerüstet mit speziellen Richtmikrofonen, einem kameraunterstützten Nachtsichtgerät sowie seinem Outdoorlaptop durchstreifte er die Insel um eine Spur der gesuchten jungen Frauen aufzustöbern. Natürlich hatte er sein Gewehr sowie eine mit Betäubungskugeln geladene Zweitflinte dabei. Obwohl er keinerlei Anhaltspunkt bezüglich des Aufenthaltsortes seiner erhofften Beute hatte und diese sich sicherlich äußerst umsichtig verstecken würde, hatte er bereits nach einer Stunden erste akustische Signale der Gruppe aufgefangen. Die militärische Auswertungssoftware im Rechner sortierte die registrierten Geräusche und glich sie mit den gespeicherten Mustern ab. Sprache war extrem anders als Meeresrauschen und die Gesuchten plapperten völlig unbesorgt miteinander. John ließ sich von der Ortungssoftware in ihre Nähe leiten, überholte die unaufmerksame Gruppe durch einen kleinen Umweg und baute sich ein Versteck hinter einem Felsen. Sorgfältig richtete er sein Betäubungsgewehr auf den schmalen Pfad in der Wildnis aus und noch bevor die Mädchen verstanden was geschah, lagen sie schon schlafend auf der Erde. John hatte mit fünf Schüssen seine betäubenden Kugel präzise an die Beine prallen lassen, dank Schalldämpfer sogar fast komplett geräuschlos. Sorgfältig fesselte er seine Gefangenen mit Fuß- und Handfesseln, welche er dann noch von Mädchen zu Mädchen verband. Sie konnten so mit ihm gehen, aber nicht laufen oder gar flüchten. Allerdings waren die jungen Damen noch etwas tranig im Geiste wie ihre ungelenken Bewegungen unzweifelhaft aufzeigten und daher eher nicht in der Lage oder willens, sich ihrem Häscher zu entziehen. Einzig die Erkenntnis, ihre Freiheit so überraschend schnell verloren zu haben, weckte ihre Widerstandskräfte. Eingefangen von einem Mann der offensichtlich weder ein einheimischer Krieger noch ihnen bekannt war, befürchteten sie eine qualvolle Zukunft. In den mündlichen Überlieferungen der Ahnen gab es Erzählungen von kleinen gelben Männern, die in ihre Heimat eingedrungen waren und viel Unheil anrichteten. Ihr Fänger war jedoch weiß und nicht gelb.

John trieb die jungen Frauen zügig voran, da ihm bei dem Gedanken an seine Gefährtin Toilettenpapier etwas mulmig war. Ganz ohne Aufsicht war sie in der Villa allein und eventuell schon längst über alle Berge oder Schlimmeres...

Bewertung
1 Votes with an average with 4

Kommentare