Traumprinzessin

Hallo ihr Lieben,

lange habe ich nichts von mir hören lassen, darum hoffe ich doppelt, dass euch der neue literarische Erguss gefällt.

Traumprinzessin

Langsam wanderte die Feder ihr Rückrat hinunter. Nur ein Streicheln. Ein Hauch. Wie der zarte Flügelschlag eines Schmetterlings. Das Prickeln verursachte auf dem empfindsamen Fleisch eine Gänsehaut.
Seine Finger berührten sie fester. Ein warmer Kontrast zu dem luftigen Kuss der Feder. Ihr Körper bebte erregt, ihre Scham pulsierte lustvoll. Die Feuchtigkeit benetzte ihre vor Begierde geschwollenen Schamlippen und mischte sich mit dem zarten Schweißfilm auf den milchweißen Schenkeln.
Ihr Stöhnen hallte durch den Raum. Erstickte in Seide und Samt, die sich an ihren zitternden Leib schmiegten. Sie versuchte ihre Arme zu bewegen, doch die seidigen Fesseln rührten sich nicht. Fixierten sie auf das riesige Bett und hielten ihre Beine unnachgiebig gespreizt.
Wieder streichelte seine Hand ihren Rücken, ihren hilflos präsentierten Hintern. Die Feder folgte seiner Berührung bis zwischen ihre Beine. Dort verharrte das feine Gespinst, bevor es hauchzart über ihre Schamlippen strich und ihre Nässe auffing. Gleich darauf umhüllte sie ihr eigener Duft wie ein schweres Parfüm. Hatte er die Feder neben ihr Gesicht gelegt?
Sie wusste es nicht. Die samtene Augenbinde nahm ihr die Sicht, hielt sie in ihrem Körper gefangen und ihrer Lust ausgeliefert. Hinter sich spürte sie eine Bewegung. Ihr Haar wurde ich zärtlich aus dem Gesicht gestrichen, dann fühlte sie heißen Atem an ihrer Ohrmuschel.
"Du schmeckst süß, Prinzessin", gurrte seine dunkle Stimme sanft.
Prinzessin - so hatte er sie genannt, seit er sie in sein opulentes Fantasiereich entführt hatte. Ein Lächeln zuckte in ihren Mundwinkeln. Wie lang das wohl schon her war? Zwei Monate? Vielleicht drei? Jedenfalls nicht lang genug, dass der Ring an ihrem Finger einen Abdruck hinterlassen konnte.

Plötzlich löste er sich von ihr und sie stöhnte unwillig. Ihr Aufbegehren quittierte er mit einem Klaps auf ihren Hintern und ließ sie nunmehr aus einem anderen Grund stöhnen.
"Geduld", befahl er, während seine Schritte sich entfernten. Unwillkürlich drehte sie den Kopf, doch die Augenbinde verhinderte neugierige Blicke. Ihr Herz klopfte aufgeregt. Wo er wohl hinging?
Bevor sie länger darüber nachdenken konnte, hörte sie schon wieder seine Stimme: "Du solltest auf Rosen gebettet sein, Prinzessin."
Gleich darauf spürte sie etwas Weiches auf ihren Rücken rieseln und der üppige Duft frischer Rosenblüten umnebelte sie. Die samtigen Blüten liebkosten ihre Haut ebenso wie die Feder, die nun neckisch auf ihren Schenkeln kreiste.
Spielerisch zog sie an den Beinfesseln, nur um enttäuscht zu wimmern, als er die seidigen Bänder tatsächlich löste. "Keine Sorge", schnurrte er verheißungsvoll und drehte sie mit einem Ruck auf den Rücken, sodass ihre gefesselten Arme sich überkreuzten. Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit und die Augenbinde erregten sie mehr und mehr. Ein Seufzen perlte über ihre Lippen, als seine Hände ihre Schenkel spreizten und sein nackter Körper sich dazwischen niederließ. Sie fühlte seine warme Haut an ihrer und lächelte wohlig.
Das Lächeln verwandelte sich in ein Kichern, als sie plötzlich die Spitze der Feder an ihren Brustwarzen spürte. Lustvoll zogen sich ihre Knospen zusammen. Ihr Brustkorb hob und senkte sich aufgeregt, sobald das Streicheln der Feder verschwand und stattdessen deren Kiel sanft in das erhitzte Fleisch stach. Das Pieksen schickte kleine Lustblitze durch ihren Leib. Zuckende Empfindungen, die sich in ihrer sensibilisierten Klitoris brachen und sie vor Wonne wimmern ließen.
Über sich hörte sie sein dunkles Lachen. Dann bemerkte sie die raue Handfläche, die ihren Busen liebkoste, über ihren Bauch tanzte und schließlich in ihre Scham tauchte. Dort verteilten die Finger ihre Feuchtigkeit auf ihren vor Begierde pochenden Lippen. Sie spürte die Spitze seines Glieds an ihrem Eingang und keuchte sehnsüchtig.
Sie wollte ihn sehen. In seine Augen schauen. Als hätte er ihre Gedanken gelesen, verschwand die Augenbinde von ihrem Gesicht. Sie blickte zu ihm hinauf, genoss das lüsterne Funkeln in den blauen Iriden. Als sein Schaft sich in ihre Nässe versenkte, warf sie den Kopf in den Nacken. Sie fühlte seine Hände an ihren Brüsten und seine Härte in ihrem Inneren. Die Lust schwoll an, durchdrang und berauschte sie.
Da machte es nichts, dass die seidenen Fesseln nur aus seinen Krawatten bestanden und das opulente Reich ausschließlich in ihrer beider Fantasie existierte. Alles das zählte nicht, als der Höhepunkt wie eine Welle über sie hereinbrach und sie unaufhaltsam mich sich riss.

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Kommentare

Schöne Bilder, schöne Sprache, kein "großes" Werk (muss ja auch nich'), sondern eine sehr "weiblich" klingende Fantasie, eine Momentaufnahme, ein Augenblick. Das macht Spaß, Lust und gute Laune. Was will man (und frau) mehr? Ein Text wie ein Rosenblatt - zart, weich und duftend. Hach, is' mir auf einmal pötisch zumut'! Sechs Sterne rieseln wie von selbst darunter.