Unerwartet Teil 6

 

Völlig fassungslos schaute ich Michael an. Warum nur hatte er mich wieder zurück ins Esszimmer geführt? Als mein Blick auf den Tisch fiel, kam sofort die Röte zurück in mein Gesicht. Ich hatte nur noch den Gedanken daran, als er mich auf diesen Tisch gedrückt hielt.

Ich weiß nicht, ob er meine Gedanken lesen kann, aber er packte mich genau so, wie er es heute schon einmal tat, hielt meine Hände auf dem Rücken fest und drückte mich in Richtung Tisch. Schneller als ich mit meinen Gedanken hinterher kam, hatte er meinen Oberkörper schon wieder auf dem Tisch.

Wie kann man in so einer Situation nur daran denken, wie oft heute schon der Körper am zittern war? Vielleicht lag es ja daran, dass ich es mal wieder am Leib zu spüren bekam.

Was konnte er denn noch mit mir vorhaben, was er nicht heute schon hatte?

 

Plötzlich spürte ich sein Gewicht auf mir als er sich vorbeugte, mit seinen Lippen ganz nah an mein Ohr heran kam und mir zuraunte, was er vorhatte.

“Jetzt, meine liebe Jana, bin ich dran. Ich werde dich nun nehmen und mir meine Befriedigung holen!”

Mit absoluter Sicherheit, konnte man nun genau sehen wie erregt ich von seinen Worten war. Ich hatte nach dem Erlebnis auf dem Couchtisch schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass ich mit Michael noch Sex haben würde. Oder ist es eher so, dass er Sex an mir hat?

Das Öffnen seines Reißverschlusses war für mich so laut, wie das Krachen eines Vorschlaghammers, der eine Wand einreißt. Gleich ist es soweit. Erregung durchflutete meine Körper. Ich konnte es kaum erwarten ihn endlich in mir zu spüren.

Nur Sekunden später spürte ich seine Eichel an meiner Scham, wie er sie hindurch zog. Mein Becken drückte sich ihm schon automatisch entgegen, wie einer Aufforderung doch endlich einzudringen.

Hätte er mich nicht so fest im Griff gehabt, wäre ich mit meinem Oberkörper hoch gefahren, als er sich mit einem gewaltigen Stoß in mir versenkte. Hart, völlig unnachgiebig stieß er seinen Schwanz in mich. Er bestätigte mit seinen Stößen seine Worte, dass er sich seine Befriedigung holen würde.

Er peitschte mich mit seinem Tun immer höher. Die Art wie er mich benutzte, machte mich so sehr an, dass ich glaubte, auszulaufen. Ich war schon soweit in den Höhen, dass es nicht viel von Michael brauchte, bis ich lauthals meinen Orgasmus hinaus schrie.

Nicht eine Sekunde Zeit zur Erholung gönnte er mir. Er zog sich aus mir zurück, packte mich grob und drehte mich herum. Drückte mich auf die Knie und schon hatte ich seinen Schwanz in meinem Gesicht.

Ich brauchte keine Aufforderung. Wie von selbst öffnete sich mein Mund und nahm ihn auf, saugte ihn tief hinein. Ich genoss seinen Geschmack, gemischt mit meinen Säften.

Als ich das pulsieren auf der Zunge spürte, dass deutlich den nahenden Erguss ankündigte, wollte ich mich zurückziehen. Erschrocken darüber, dass Michael dieses mit einem Griff in meine Haare verhinderte. Schon spürte ich seinen Samen in meinem Mund.

Ich wollte einfach nicht, wusste aber dass er erwartete, dass ich seine Säfte runterschlucke.

Als er sich aus meinem Mund entfernte, packte er mit einer Hand zu, verschloss so meinen Mund. Mit Schreckenserweiterten Augen starrte ich ihn an. Grob riss er mich an den Haaren zurück und schaute mich mit einem Blick an, der mich bis in Mark frösteln ließ.

“Schluck es Jana! Ich werde nicht eher loslassen!”

Eine Träne löste sich aus meinem Augenwinkel. Warum war er plötzlich so grob? Ich verstand es nicht, wusste aber dass er es ernst meinte. Angewidert schluckte ich alles, was sich in meinem Mund befand.

Sofort änderte sich Michaels Verhalten. Ich war total verwirrt. Plötzlich war er wieder so sanft zu mir. Strich mir zärtlich übers Gesicht und entfernte so das salzige Nass von meiner Wange.

Vorsichtig zog er mich in die Höhe und schloss mich in seine Arme, streichelte federleicht über meinen Rücken.

“Das hast du gut gemacht Jana!”

Diese Worte waren, als würden sie einen Damm brechen. Mit den Nerven am Boden, lag ich in seinen Armen und ließ den Tränen freien Lauf. Damals wusste ich einfach nicht warum, es war ein irrer Abend. Alles was er tat, hatte mir Angst gemacht, mich aber genau so erregt. Es hatte mir einfach gefallen.

Michael hob mich auf die Arme und trug mich aus dem Zimmer hinaus. Fest klammerte ich meine Arme um seinen Nacken und vergrub meinen Kopf an seiner Schulter. Ich wollte nicht, dass er mich je wieder los lässt.

Sachte ließ er mich auf sein Bett gleiten. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass wir im Schlafzimmer gelandet waren. Als er mich losließ, wollte ich sofort nach ihm greifen.

“Ganz ruhig meine Liebe. Ich gehe nicht. Aber ich kann nicht in meiner Kleidung schlafen gehen, Liebes!”

Obwohl meine Gedanken noch immer Saltos schlugen, sah ich ein, dass er Recht hatte und zog meine Hände zurück. Ich umschlang mich selbst, in der Hoffnung, seine fehlende Wärme zu spüren.

 

Michael zog sich tatsächlich komplett aus. Er hatte wirklich den ganzen Abend lang seine Kleidung anbehalten, während ich ihm nackt gegenüber stand. Ich konnte es kaum fassen, dass mir dieser Umstand zum Schluss gar nicht mehr so unangenehm war!

Fasziniert von seinem Körper, beobachtete ich wie er sich vor mir seiner Kleidung entledigte und an meine Seite kroch. Mit viel Gefühl zog er mich in seine Arme und ließ die Decke auf uns zum liegen kommen.

In dem Moment fühlte ich mich unendlich wohl. Wie lange genau es dauerte, bis ich im Land der Träume landete, kann ich nicht mehr sagen. Es können nur wenige Augenblicke gewesen sein.

 

 

 

 

Nun sitze ich hier an der Bushaltestelle! Gerade hält der Bus in dem ich Michael wieder traf. Wo alles begann.

Ich setze mich auf denselben Sitzplatz und denke grinsend an diesen Abend zurück. Da hatte Michael mir eine völlig neue Welt gezeigt, die ich erst einige Tage später verstehen sollte.

Völlig Unerwartet hatte er mich in seine Welt entführt! Heute weiß ich, was er mit mir machte. Nun ist er mein Herr und ich seine Sklavin.

Aber bis ich dies erkannte und mich mit diesem Gedanken auch wohl fühlte, war es noch ein langer Weg.

Schmunzelnd sitze ich hier im Bus und denke an den letzten Tag, als ich in seinen Armen erwachte und erst gar nicht wusste, wo ich war.

Hier starteten die ersten Schritte zur Erkenntnis, darüber was Michael wirklich von mir haben wollte! 

Bewertung

Votes with an average with

Kommentare

... war es wie die Geschichte enden wird. Das liegt in der Natur der Sache. Dabei muss der Protagonist zu seinem Recht kommen. Die Autorin verlässt damit, sinniger Weise die Schamhaftigkeit der Frau. Und genau diese Schamhaftigkeit, gepaart mit sexueller Neugierde, machte den besonderen Reiz der Geschichte aus. Doch im Schlußteil wird aus Schamhaftigkeit Ergebenheit, und damit wieder ein Zug der die Gesamtgeschichte stimmig abschließt. Vielleicht erleben wir ja auch wie sich diese Wandlung im Einzelnen vollzogen hat. Auf jeden Fall würde ich mehr aus der Feder dieser Autorin lesen wollen. (Dani, gib Dir 'nen Ruck!)

... steht ja nicht "Ende" unter diesem Teil, wobei der letzte Absatz das zu Beginn ja fast befürchten ließ.

Ich hoffe doch sehr, dass ich noch viel von dem erwähnten langen Weg zu lesen bekomme. Es ist ein großes Vergnügen Deinen Schreibstil zu lesen!

 

bell

ich finde ja, das is der bisher beste Teil deiner Geschichte, Also, weiter so...bitte!

 

Image removed. Bis dahin, Steffen!

...könnte das auch ein guter Schluss der Geschichte sein. Oder einer von deinen Cliffhangern. Ich finde, an dieser Stelle wäre beides gleich gut machbar. Ich lasse mich überraschen.

Manchmal finde ich, du könntest dir ein wenig mehr Raum für die Schilderung der Gefühle gönnen. Manche Szenen sind für mich einfach "zu schnell" vorbei. Also ein wenig Potential nach oben ist noch vorhanden, obwohl der Stil immer besser wird ;)

mal ein dankeschön an allen die mich mit meiner Geschichte unterstützt haben! Vorallem denen, die so lieb waren meine Rechtschreibfehler im vorfeld zu berichtigen!

Auch die tollen Bewertungen und die vielen lieben Kommis haben mich sehr gefreut!

 

Ob es weiter geht oder was neues kommt, werde ich hier natürlich nicht verraten! Lasst euch einfach überraschen!

 

Vielen lieben dank, an alle die meine Geschichte gelesen haben!

dani

zu Beginn der Geschichte, ob sie mich gepackt halten würde. Aber sie ist immer besser geworden und hat mich mehr und mehr in ihren Bann gezogen.

Vielen Dank, Dani.

... wenn nicht wenigstens etwas gemeckert wird, kann's in Zukunft ja auch nicht besser werden und ich sehe da schon noch deutliche Steigerungsmöglichkeiten.

Auf die gesamte Geschichte gesehen, bleiben die beiden Protagonisten doch extrem blass. Was steht für Jana eigentlich auf dem Spiel, was riskiert sie, wenn sie auf Michaels Spiel eingeht? Und was riskiert sie, wenn sie es nicht tut? Da kann Jana noch so häufig das Zittern kriegen und sich noch so sehr nach Sex mit Michael sehnen, wenn alles nur so vage bleibt, bleibt für mich die Identifikation aus.

Der Weg zu Glückseligkeit führt nun mal durch die Hölle. Also schick Jana und Michael in die Hölle - und die besteht nicht aus Fesseln und Peitschen, sondern aus der Kraft ihrer Charaktere, die aufeinander prallen. Wer ist denn Jana? Sie besucht Diskotheken, fährt Bus, hat nichts dagegen, wenn Fremde sie blöd anglotzen und lässt sich mal eben von einem acht Jahre im auslandgewesenen Kerl (mag er auch Bruder ihrer Freundin sein) einladen und sich bei diesem ersten Date auf die Tischplatte drücken und ihre Spalte befingern. - Das sie sich ihr Verhalten nicht erklären kann, glaube ich gerne, denn ich kann es auch nicht und dieses Dunkel wird auch bis zum Schluss nicht erhellt. Über Michael erfahren wir noch weniger. Das mag am Anfang geheimnisvoll wirken, aber am Ende enttäuscht es.

Jana soll kämpfen! Entweder gegen Michael oder sich selbst und am besten gegen beides und nicht wie ein begossener Pudel rumstehen und hin und wieder mal zittern.

Entwerfe starke Charaktere und dann tu alles, damit sich ihre Träume nicht erfüllen. Du wirst sehen: So wird ihr Triumph gleich viel strahlender. Ich bin sicher, dass du das kannst.