Verlassene Gedanken – 9 Bist du nicht willig so…

 

Immer noch hatte Viktor ihre Haare fest in seinem Griff gefangen und zog ihren Kopf schmerzhaft nach oben, so dass ihre Füße sich auf die Spitzen stellen mussten, damit sie nicht das Gefühl hatte, er würde ihr jedes Haar einzeln rausreisen. Und so tippelte sie hinter ihm her in Richtung der Dusche. Die Pantoffeln waren dabei mehr Hindernis wie Hilfe, denn das stolpern war Vorprogrammiert und so kam sie nach zwei Schritten bereits ins wanken und wäre beinahe an den Haaren hängend gelandet, wenn dort nicht die zweite Hand ihren nach hinten gebogenen Arm los gelassen hätte um sie zu halten.

Sie hörte seine tiefe Stimme dabei in ihren Ohren brummen als er ihr mitteilte, dass sie wohl besser die Schuhe ausziehen solle, denn ein zweites Mal würde er sie nicht auffangen.

Und so blieb ihr nichts anderes übrig als die noch verbliebene Pantoffel an ihrem Fuß wegzukicken.

 

Doch es war ihm noch nicht genug, so Hauchte er nah an ihrem Ohr, so dass es ihr eine Gänsehaut einbrachte, dass nun das Hemdchen folgen sollte. Mit Kleidung sollte man immerhin nicht duschen. Es widerstrebte ihr, die neu gewonnene Kleidung sofort wieder von sich zu streichen. Und doch war der Zug auf ihren Haaren und der süße Schmerz der sich immer noch in ihrem Arm pochend ausbreitete so groß, dass sie gehorchte. Mit leicht zittrigen Fingern schob sie die Träger des Hemdchens von ihren Schultern hinab um es dann seidig ihren Körper hinab gleiten zu lassen, bis es an ihren Füßen angekommen zu einem Berg aufgetürmt dalag.

 

Eigentlich eine kleine erotische Phantasie, kam es ihr dabei in den Kopf. Wäre er nicht in ihren Haaren vergraben sondern ein Ritter in Rüstung der in der Türe stand und sie beobachtet, wäre dies sicher anregend gewesen. Wie die Seide ihren Körper liebkosend zu Boden gefallen war. Wie jenes Fallen Stück für Stück mehr ihren Körper freigegeben hat.

Rasch jedoch war der Gedanke wieder vertrieben, als er sie weiter nach von dirigierte. Ihr Kopf der Schmerzhaft gebogen war, diente dabei als Führungsstab.

 

Und so fand sie sich einen Moment später in der großen Dusche wieder. Sie war geräumig, dass sicher gut drei Personen dort Platz gefunden hätten. In kleinen Nischen stand Duschgel und Shampoo in einigen Varianten bereit. Unter anderem wie sie kurz erblicken konnte auch ihre Lieblingsmarke, mit dem leichten Duft nach Kirschblüten.

 

Einen Augenblick lang zweifelte sie daran, ob das Zufall sein könnte, wie kam genau das Gel hier her, eine Billigmarke. Etwas was ganz befremdlich wirkte zwischen dem teuren Parfümeriemarken von Designern und Musikern die sich an irgendwelchen Düften versuchten oder zumindest ihren Namen dafür gaben um ihren Profit noch mehr zu nähren.

Doch auch hier wurde ihr Gedanke durch seine Stimme so rasch zerstreut, dass man sie förmlich durch den Raum hätte fliegen sehen können.

 

Seine Stimme forderte sie auf, die Hände nach oben zu nehmen. Ganz nach oben, so dass sie sie auf die Duschstange legen konnte. Der Zug seiner Finger in ihren Haaren untermalten dabei seine Worte in einer herrischen Gestik, so dass sie nicht anders konnte als seinem Wunsch, nein eher seinem Befehl, nachzugehen. Als ihre Hände jedoch die Duschstange umgefasst hatten, hörte sie ein Klicken, was ihr in den ganzen Körper fuhr. Er hatte die Manschetten an ihren Handgelenken miteinander verbunden. Eine dünne Kette umspielte die beiden Ösen daran und klackten leise auf der Duschstange als sie sich bewegte.

 

Wenig Spielraum hatte er ihr gelassen. Auf den Zehenspitzen musste sie stehen, damit sie nicht das Gefühl hatte ihre Arme würden abgerissen werden. Und das Gleichgewicht fiel ihr immer noch schwer. Die Beinmuskeln erbebten und ließen sie hin und her wackeln. Und noch war der Boden trocken?

War es das wovon er gesprochen hatte. Wenn sie nicht willig war, so musste er andere Dinge auffahren?

 

Innerlich verfluchte sie sich für diesen Moment als sie den Pantoffel nach ihm geschmissen hatte, vielleicht wäre dies nun ganz anders abgelaufen, wenn sie dies nicht getan hätte. Vielleicht würde sie dann längst unter einer warmen wohligen Dusche stehen, dass Wasser über ihren Körper rieseln lassen und für einen Moment einen klaren Kopf fassen können. Wie sie aus dieser Lage hier heraus kommen könnte.

 

Nun hier mit ihm war ihr sie dafür bei weitem nicht im Stande, jedoch lies er nun endlich ihre Haare los und der Kopf sank förmlich seitlich hinab, lehnte sich an ihren Arm als wolle er sich nicht mehr alleine tragen.

Der Zug auf ihrer Kopfhaut fühlte sich dennoch an, als wäre seine Hand noch da. Es brannte fürchterlich und der Schmerz zuckte gleichsam durch ihren ganzen Körper, ebbte nur ein Wenig ab. Hinterließ jedoch das Gefühl, dass nun etwas Fehlte.

Jener Gedankengang brachten Ellena für den Hauch eines Wimpernschlagens ins grübeln, nun wo jener Zug fehlte, fühlte sie sich Alleine, ohne Halt und irgendwie angreifbar.

Wieso fühlte sie das so, wieso genau jetzt, er hatte ihr Schmerzen bereitet, er zwang sie zu etwas was sie nicht wollte. Und dennoch würde sie es bereitwillig wieder aufnehmen, wenn sie damit nicht das Gefühl hätte gleich hier in der Dusche an ihren Armen aufgehängt zu sein, für Stunden in Einsamkeit.

 

Doch Plötzlich spürte sie ihn hinter sich, sein Hände griffen an ihr vorbei Richtung der Drehknöpfe und das Wasser begann auf ihren Körper zu fließen. Eiskalt war es im ersten Moment und jagte erneut einen Schauder über sie, so dass sie sich ausweichend nach hinten presste mit ihrem Körper. Genau gegen seinen. Sie konnte die nackte Haut seiner Brust an ihrem Körper spüren. Und etwas hartes was sich in die Kuhle über ihren Po legte. Förmlich presste, gepaart mit einem kurzen seufzten von ihm in ihrem Ohr. Er hatte sich also der Hose entledigt und stand nun nackt mit ihr in dieser Dusche. War ihrem Körper so nah und wärmend voller Zuversicht, dass er sie doch nicht alleine gelassen hatte.

Seine sonore Stimme in ihrem Ohr verkündete ihr gleiches. So hauchte er hinein, dass wenn sie nicht so stinken würde, er sie sofort hier und jetzt zu seiner machen würde. Doch nun wolle er sie erst einmal reinigen von all dem anderen was an ihr haftete.

 

Zu seiner Machen, allein diese Worte brachten Ellenas Gedanken wieder zum rasen. Und als er sie weiter unter den Strahl drängte, der nun warm und wohlig war fühlte sie seine Hände auf ihrem Leib, wie sie das Wasser verrieben mit leichten Druck. Jedoch nicht so wie man gewöhnlich wahrscheinlich jemand waschen würde. Nein seine Bewegungen waren anders. Sie fegten das Übel weg, brachten sie dazu zu vergessen, dass sie hier angekettet vor ihm hing. Brachten das Widerstrebniss aus ihrem Körper hinaus und brachten sie dazu einen Moment zu vergessen. So musste es sich wohl anfühlen, wenn zwei Liebende unter der Dusche standen. Voller Lust aufeinander, oder zumindest er in der Lust auf sie.

 

Und so lies sie es zu, dass ihr Körper und ihre Seele es genossen wie er sie wusch, legte den Kopf nach hinten an seine Schulter an und konnte sich auch nicht verwehren ein wohliges Seufzen über ihre Lippen zu bringen, als er ihre Brüste in seinen Händen wog. Leicht massierend über ihr Fleisch strich und ihre Knospen die sich gegen seine Handteller drücken kurz darauf zwischen Daumen und Zeigefinger nahm um sie zu zwirbeln.

 

Doch fiel zu kurz war das Gefühl was er damit in ihr auslöste, denn er nahm dann die Utensilien zur Hand und begann sie einzuseifen. Und doch hatte auch dies den Geschmack nach Lust. Jene Stelle an ihrem Körper lies er aus, beugte sich sogar nieder um etwas des Gels zwischen ihren Zehen zu verreiben, was sie dazu brachte erst das eine Bein und dann das andere willig anzuheben nur um seine Finger noch einen Moment länger zu spüren.

Dass er damit die pochende Stelle ausließ, als seine Hände ihre Beine wieder hinauf glitten, machte ihr bewusst, dass dieser Mann, namens Viktor, seine Worte sehr ernst meinte.

Und so hörte sie ein amüsiertes schnauben in ihrem Ohr als sie enttäuscht die Luft aus ihren Lungen hatte gleiten lassen, als er sie dort nicht berührt hatte. Er drehte ihren Geist irgendwie um, nur kurz flatterte der Gedanke auf, dass sie nun nach ihm treten konnte, als er sich abwendete um nach dem Shampoo zu greifen.

 

Jedoch tat sie es nicht, wieso tat sie es eigentlich nicht? Vielleicht weil genau jener Gedanke daran, dann wieder einsam zu sein sie Quälte? Er war hier bei ihr, so nah spendete ihr Wärme und Geborgenheit. Streichelte ihre Seele gleichsam wie er sie quälte.

 

Gründlich begann er dann auch das Shampoo in ihre Haare einzumassieren, brachte ihre geschwundene Kopfhaut dazu den Schmerz zu vergessen und auch hier sich in pures Verlangen nach mehr Berührungen umzuwandeln.

So kam es ihr viel zu Kurz vor, als er den Brausekopf aus der Verankerung nahm um ihren Körper damit von dem Schaum zu befreien. Dabei lies er ab und an gezielt, den Strahl über ihre Brüste wandern, massierte ihre harten Knospen damit, in dem er den Abstand zwischen Kopf und ihrer Haut verringerte.

Und doch lies er erneut eine gewisse Stelle weitestgehend aus. Nur kurz geleiteten das Wasser und seine Finger darüber. Rein zu dem Zweck sie zu säubern. Sie spürte seine Finger nur für einen Hauch in ihren Locken dort, nur kurz glitt er zwischen ihre geschwollenen Lippen. Und strich das Nass was dort war, was nicht vom Wasser stammte hinweg.

 

Sie wollte nur zu gern sein Gesicht sehen in jenem Moment, würde er grinsen. Würde er sich darin sonnen, dass er sie dazu gebracht hatte so zu fühlen?

Doch egal wie sehr sie den Kopf drehte, er stand in einem Winkel, dass sie ihn nicht gänzlich erblicken konnte. Und als sie dann von all dem Schaum befreit war und nass glänzend vor ihm Stand, hörte das Wasser noch nicht auf, sie sah in dem bisschen was sie sah, dass er nun begonnen hatte sich selbst zu waschen. Sie hörte wie das Wasser auf seinen Körper prallte und ihre Finger verkrampften sich dabei in der Duschstange über sich und verfluchte innerlich einmal mehr, dass sie so kratzbürstig zu ihrem schändlichen Entführer gewesen war.

 

Sie wollte ihn nun berühren, den kleinen Abstand zwischen ihnen beiden wieder aufheben, seine warme Haut an sich spüren und doch verwehrte er es ihr. Doch schaffte sie es nun sich halbwegs irgendwie herum zu drehen, den Schmerz in ihren Handgelenken, die sie dabei verdrehen musste ignorieren, konnte sie sehen, wie er mit geschlossenen Augen und einer Hand sich einseifte. Die andere Hand hielt den Kopf der Brause in der Hand.

 

Das erste Mal lies sie in Ruhe ihre Augen über ihn gleiten. Er war hübsch, ein Mann der durch und durch trainiert war, kein Gramm zu viel an ihm und auch kein Haar zu viel, wie ihr auffiel als ihre Augen dorthin hinab geleiteten wo seine Lust sich ihr entgegen reckte.

Ein Schaft wie gemalt aus einem Buch. Er stand Kerzen gerade in ihre Richtung und wippte leicht auf und nieder wenn er sich bewegte. Die Eichel glänzte ihr benetz von einigen Tropfen entgegen und feine Adern zogen sich nach unten zu der Wurzel hin.

Er war beschnitten, fiel ihr dabei auf und kurz kam ihr der Gedanke daran, dass sich jede Berührung auf der frei gelegten Lust viel intensiver anfühlen müsste wie bei einem anderen Mann.

 

Wohl hatte er ihren Blick bemerkt, denn in dem Moment wo ihre Augen wieder hinauf gleiten zu seinem Gesicht, er haschte sie ein wohl wissendes Lächeln. Als könnte er in ihre Gedanken eintauschen wie in einen See. Sie spürte wie die Röte in ihre Wangen stieg und sie unweigerlich den Kopf wegdrehen musste. Sie wollte nicht, dass er weiter ihre Gedanken lass oder die immer noch herrschende Lust in ihrem Körper sah.

Doch in dem Moment wo sie ein Stöhnen aus seinem Mund vernahm öffnete sie die Augen wieder und ruckte mit dem Kopf herum um wieder auf ihn blicken zu können.

Er hatte die Dusche oben in eine andere Stange wieder eingehängt. Und seine Finger glitten nun über seinen Leib hinweg und die zweite Hand hatte sich um seinen Schaft gelegt. Massierten jenen auf und nieder, so dass die Adern noch etwas mehr heraus kamen und sie förmlich meinte selbst zu spüren wie viel Lust ihm das bereitete.

 

Schau genau hin, waren seine Worte die an ihren Geist drangen als er wohl sah, dass ihre Augen wieder bei ihm waren. Und so kam sie nicht umher zu ihre Beine etwas mehr beieinander zu nehmen, die Oberschenkel aneinander zu pressen als seine Finger weiter auf und ab gingen an ihm.

 

Sein Mund war leicht geöffnet dabei und der Atem wehte ihr in seufzenden gar stöhnenden Tönen entgegen. Die Zeit schien für diesen Moment still zu stehen. Noch nie in ihren Leben hatte sie so etwas gesehen, noch nie hatte sich ein Mann vor ihr selbst seine Lust verschafft.

Immerhin war sie es normal die den kurzen Takt der Zusammenkunft angab. Und nun war sie zum zusehen verdammt. Zu ertragen, dass sie seine Gefangene in seinem Reich war die sich ihrer Rolle gar nicht so bewusst war. Denn die pochende Lust in ihr wurde mit jedem Blick größer und größer und so fachten die Schenkel die sich aneinanderpressten und rieben sie nur noch mehr an, als das es ihr Abhilfe schaffte.

 

Und in jenem Moment als sein Körper sich gegen die gekachelte Wand der Dusche lehnte, sah sie wie sein Schaft zuckte und bebte, die Adern noch etwas mehr unter seinen Fingern hervor kamen und seine Lust sich mit einem großen Schub gefolgt von mehren kleinen auf den Duschkabinenboden verteilte.

Seine Finger zitterten als sie ein letztes Mal nach vorn glitten um den letzten Tropfen vorn von der Spitze zu nehmen. Und mit jenem Finger kam er auf sie zu, das milchig Weise glitzerte gepaart mit den letzten Wassertropfen auf seinem Finger. Und nur zu bereitwillig öffnete sie die Lippen und ihre Zunge glitt hervor um diesen letzten Gruß aufzunehmen.

Seine andere Hand legte sich dabei auf ihre roten Wangen und leise hauchte er ihr dabei entgegen.

 

Du siehst wunderschön aus, wenn du so erregt bist meine Kleine.

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Kommentare

Hey! 

 

Also ich finde diese Geschichte wirklich grandios.. Ich hab sie in ganz kurzer Zeit gelesen und am nächsten Tag gleich noch einmal.

Ich suche hier immer wieder nach Geschichten und finde aber teilweise nie das richtige, weil es mich stört wenn es total an Zärtlichkeit fehlt, was bei dir keineswegs der Fal ist.

Also vielen Danke für die bisherigen Kapitel und ich hoffe es geht bald weiter! :) 

Liebe Grüße,

MaryAnne