Vom Beruf zur Berufung - Teil 2 - Lustig ist das Theaterleben

 

 

Vor 4 Wochen hatte Stefan den Vertrag für seinen neuen Job unterschrieben. Und alle seine Erwartungen, die er daran geknüpft hatte, hatten sich inzwischen erledigt. Anfang dieser Woche hatte er Sabine seine Kündigung in die Hand gedrückt. Am liebsten wäre er danach auch nie wieder aufgetreten, doch auf Ihre Bitte hin war er bereit, wenigstens noch für den Rest der Woche die einstudierte Nummer mit ihr zusammen aufzuführen.
Schon die ersten 2 Wochen der Trainingsphase waren für ihn eine Herausforderung.
Die tägliche Prozedur des An- und Ausziehens seines Hundekostüms waren eine Strapaze und auch die Nummer, die er mit Sabine einstudierte, entsprach nicht unbedingt seinen Vorstellungen. Die wahren Artisten des Auftritts waren Sabines 5 Pudel, welche die verschiedensten Kunststücke parat hatten und auf Sabines kurze Kommandos z.B. durch Reifen sprangen, balancierten, oder Gegenstände auf der Bühne hin und her bewegten. Er hingegen hatte lediglich die Rolle, zu versuchen, die Kunststücke mit den Pudeln zusammen aufzuführen und sich dabei als Tollpatsch darzustellen.

Umso nervöser war Stefan auch, als ihm dann nach zwei Wochen der erste große Live-Auftritt bevorstand. Was seine Nervosität noch steigerte war zudem Sabines Vorwarnung, dass sie sich zum Ende noch etwas Neues ausgedacht hätte, was sie Beide noch nicht eingeübt hatten, und bei dem er beweisen sollte, wie spontan er mit unerwarteten Situationen auf der Bühne umgehen könnte.
Zitternd wartete er hinter der Bühne auf seinen Auftritt. Sabine stand schon auf der Bühne und präsentierte dort das erste Kunststück ihrer Pudel den neugierigen Besuchern des Variete-Theaters.
Dann bekam er das vereinbarte Zeichen. Nun gab es kein Zurück mehr. Auf allen Vieren betrat er in seinem Hundefell die Bühne.
"Darf ich vorstellen" kündigte Sabine an "Meine neueste Errungenschaft aus der Tierhandlung: Stefan der große Hund. Mal sehen, ob er den hohen Erwartungen dieses Theater hier gerecht wird."
Stefan sah in die grinsenden Gesichter des Publikums. In der ersten Reihe saßen drei junge Damen, die sich königlich zu amüsieren schienen. „Oh wie süß“ hörte er die eine von ihnen rufen „Das muss ich meinem Freund auch beibringen.“
"Was für ein Glück, dass ich die Hundemaske trage" dachte er "Wahrscheinlich bin ich knallrot im Gesicht und würde mich in Grund und Boden schämen, für diese peinliche Nummer hier."
Wie eingeübt, präsentierte er sich nun vom einen Kunststück zum Nächsten hin in der Hundetrottel-Rolle, die er einstudiert hatte. Er wäre im liebsten im Boden versunken, das Publikum hingegen hatte seinen Spaß. Vor allem die drei jungen Frauen in der ersten Reihe. Stefan war sich nie sicher, ob sie sich über die Nummer amüsierten, oder ihn nur auslachten.
Und dann kam der Schlussmoment des Auftrittes: Eine Theaterangestellte ließ aus dem Halbdunkel der Bühne kleine Käfige, die auf Rollen befestigt waren, über die Bühne rollen. Die Pudel sprangen einer nach dem anderen in den für sie jeweils vorgesehenen Käfig und betätigten dabei einen versteckten Mechanismus, der dazu führte, dass sich die Käfigtüren sofort hinter ihnen schlossen. Sabine fing die rollenden Käfige auf und ließ sie zu der immer noch versteckten Theaterangestellten zurückrollen.
Als letztes rollte ein etwas größerer Käfig auf die Bühne und blieb mit seiner geöffneten Türe genau vor Stefan stehen. Stefan begriff nicht so ganz, was er nun tun sollte. Lachend meinte jedoch Sabine: "Und jetzt Du, mein Dummerchen ... und hopp" dabei gab sie ihm einen Klaps auf den Po. Im Publikum war ein Kichern zu hören. Während Stefan nun begann, sich in den engen Käfig zu zwängen, was in dem steifen Kostüm gar nicht so einfach war und recht unbeholfen aussah, wuchs das Kichern zu einem immer lauter werdenden Lachen an.
Doch als er es zu guter Letzt endlich geschafft hatte, sich in den Käfig zu zwängen, machte Sabine die Blamage noch perfekt, in dem sie meinte: "Scheint so, als ob Größe nichts mit Intelligenz zu tun hat. Alles muss man bei diesem Kalb von einem Hund hier selber machen." Dabei schlug sie die Gittertüre zu und drehte den Schlüssel im Schloss herum. Mit ihrem Po schubste sie dem Käfig hinter die Bühne wo er von der Theaterdame in Empfang genommen wurde und zurück in Sabines Garderobe geschoben wurde. Auf dem Weg hörte er das Publikum lachend applaudieren und es dauerte noch geschlagene 10 Minuten, bis Sabine sich verneigend und inklusive mehrerer Zugaben von der Bühne lösen konnte und zu ihm in die Garderobe kam.
"Ein super Auftritt, findest Du nicht auch, Stefan? Das Publikum ist begeistert." rief sie euphorisch "Puh, jetzt aber erst mal raus aus den Klamotten und ab unter die Dusche. Ich bin total erledigt".
"Total erledigt? Und ich hier im Käfig" wollte er gerade leicht wütend erwidern, aber da hatte Sabine auch schon wieder den Raum verlassen. Es dauerte eine viertel Stunde bis Sabine endlich wieder aus der Dusche kam und sich in einer Ecke des Raumes hinter einem Vorhang fröhlich pfeifend die Haare föhnte.
Stefan, wurde es nun zu bunt "Hör mal Sabine, wie wäre es, wenn Du mich erst mal hier raus lassen würdest."
"Ich komme gleich, mein Schatz. Ich muss mir nur erst mal was anziehen."
Hatte sie wirklich 'Mein Schatz' zu ihm gesagt? Stefan konnte es kaum glauben und merkte als Reaktion, wie trotz des engen Kostüms sein Schwanz langsam härter wurde.
Kurz darauf kam Sabine hinter dem Vorhang hervor. Ihr frisch gewaschenes Haar glänzte im Licht der Zimmerbeleuchtung und ihre Strähnen verfingen sich im Flausch ihres Pullovers, durch den ihre zierliche Figur niedlich zur Geltung kam.
"Ach Du Ärmster, Dich hätte ich ja glatt vergessen" sagte Sie in einer süßen Stimme, die es Stefan fast unmöglich machte, ihr Böse zu sein.
Sein Schwanz war inzwischen so hart geworden, dass er in dem Hundefell eine Beule warf, die auch Sabine nicht verborgen blieb, als sie die Käfigtüre nun öffnete.
"Oje Stefan, ich hoffe, dass Dir so etwas nicht mal auf der Bühne passiert. Da müssen wir uns wohl noch etwas ausdenken" schmunzelte sie ihn verständnisvoll an, während sie ihn aus seinem Kostüm befreite.
Auch Stefan war von der Vorstellung nicht sonderlich angetan, vor versammeltem Publikum eine Erektion zu bekommen.

Mit der Lösung, die ihm Sabine jedoch drei Tage später kurz vor der Vorstellung präsentierte, hatte er allerdings nicht gerechnet.
"Ich habe mal im Internet recherchiert, wie wir Dein Problem während der Vorstellung in den Griff bekommen können. Und ich habe auch gleich einen bestellt, schau mal" begrüßte sie ihn.
In der Hand hielt sie ein kleines Gerät aus Stahl, mit dem Stefan erst mal nicht viel anfangen konnte. Aber die Erklärung bekam er prompt von Sabine geliefert.
"Das hier ist ein Keuschheitsgürtel, so wie sie ihn im Mittelalter bei Frauen benutzt haben. Nur der hier ist für Männer. Dein Teilchen kommt hier in diese kleine Gittervorrichtung und mit diesem Schlüssel hier wird das Ganze dann verriegelt. Ist eigentlich von so einer komischen Sadomaso-Seite, aber ich dachte, für unser gemeinsames Problem ist es genau das richtige, damit es während der Vorstellung zu keinen peinlichen Momenten für uns kommt."
Stefan fühlte sich in seinem neuen Job immer unwohler. Jetzt also neben diesem unbequemen Hundekostüm auch noch ein Keuschheitsgürtel. Auf der anderen Seite hatte Sabine natürlich Recht damit, dass eine Erektion, während sie ihn im Verlauf der Vorstellung berührte, das Allerpeinlichste überhaupt für ihn wäre.
Also las er sich wiederwillig die Gebrauchsanweisung seines neuen Erektionsschutzes durch und legte sich den Gürtel um. Mit einem leisen Klick rastete das Schloss ein.
"Und wie sitzt er?" fragte Sabine neugierig.
"Sitzt ziemlich eng." erwiderte Stefan.
"Ich habe extra eine etwas kleinere Ausführung gekauft, damit man unter dem Kostüm nichts sieht. Und jetzt testen wir das ganze mal mit Hundefell."
Abermals zwängte sich Stefan mit Sabines Hilfe in seine unbequeme Requisite.
"Klasse. Fällt überhaupt nicht auf unter Deinem Fell, Stefan. Und jetzt der Test. Bitte denk jetzt nichts Falsches … ist rein beruflicher Natur." Dabei schmiegte sie sich eng an ihn, ließ ihre langen Haare über ihn fallen und kraulte seinen Bauch. Die Reaktion in seinem Unterleib folgte wie erwartet. Doch noch bevor sein Schwanz steif werden konnte, spürte er ein starkes, immer unerträglicher werdendes Drücken zwischen seinen Beinen.
"Au, Ahh, aufhören" schrie er.
"Keine Bange" beschwichtigte Sabine "ich höre ja schon auf. Ich wollte nur sehen, ob unsere Idee funktioniert. Und wie es scheint, hat der Gürtel seinen Erwartungen entsprochen. Du musst nur versuchen, Deine Schmerzen ein wenig besser zu unterdrücken, dann merkt man gar nichts. Weit und breit keine Beule im Kostüm."
"Verlier bloß den Schlüssel nicht" ermahnte sie Stefan. "Nicht das er hier in dieser Unordnung verloren geht."
"Keine Sorge. Bei dem Schlüssel war ein kleines Halskettchen mit dabei. Ich hänge ihn mir am besten gleich um den Hals. Siehst Du?" Mit diesen Worten verschwand der Schlüssel hinter ihrem flauschigen Pullover. „Und was heißt hier übrigens ‘dieser Unordnung‘ ?“ fragte sie mit einem Lächeln und stemmte dabei ihre Hände in die Hüfte. „Vielleicht sollte ich Dich so lange in Deinem neuen Gürtel lassen, bis Du hier mal für Ordnung gesorgt hast.“
Perplex starrte Stefan in ihr Gesicht. Meinte sie das etwas ernst? „Ha, Ha, schau nicht so entsetzt, ich mache doch nur Witze. Nach der Vorstellung kommst Du natürlich wieder raus. So jetzt aber auf die Bühne. Unser Publikum wartet schon."
Nach einer unerträglich langen Vorstellung freute sich Stefan schon sehnlich auf seine Befreiung. Und das sogar in dreifacher Hinsicht: aus dem Käfig, seinem Hundefell und vor allem aus dem Gürtel. Wie immer blieb Sabine noch ein paar Minuten auf der Bühne um im Applaus des Publikums zu baden. Als sie jedoch nach 15 Minuten immer noch nicht auftauchte, begann Stefan unruhig zu werden.
Endlich öffnete sich die Zimmertüre, doch herein kam nicht Sabine, sondern die Theaterangestellte.
"Oje, Stefan, heute muss ich Ihnen leider aus Ihrem Kostüm helfen. Sabine wollte gerade die Bühne verlassen und ist dabei über eine Stufe gestolpert. Wir glauben, dass sie sich den Fuß verstaucht hat. Es ist hoffentlich nichts Schlimmeres, aber wir haben sie gleich zum Arzt gefahren. Besser ist besser."
Abgesehen davon, dass es Stefan fürchterlich peinlich war, von einer anderen Dame aus diesem Kostüm befreit zu werden, realisierte er ein ganz anderes Problem: Den Keuschheitsgürtel!
Der Schlüssel hing immer noch um den Hals von Sabine. Der Gedanke, bis zum nächsten Tag in diesem Ding zu stecken, trieb ihn zur Weißglut. Warum hatte er sich auf diesen ganzen Unsinn überhaupt nur eingelassen? Doch es kam noch schlimmer. Gerade als Stefan sein Hundefell mit Hilfe der Theaterangestellten abgestreift hatte und schnell in seine Unterhose schlüpfte, damit er nicht zu lange seine nackte Keuschheit preisgeben musste, kam der Direktor und meinte: "Sabine ist im Krankenhaus. Für die nächste Woche fällt die Vorstellung aus. Bis dahin haben Sie Urlaub, Stefan. Genießen Sie ihn, bis sich Ihre Chefin wieder erholt hat."

Die nächste Woche gehörte zu den Schlimmsten, die Stefan seit sehr langer Zeit erlebt hatte. Nicht nur der fürchterliche Schmerz, jedes Mal wenn er ein hübsches Mädchen sah, sondern auch das Gefühl der Demütigung, sich so sehr ausgeliefert zu haben. Auch seine Versuche, den Gürtel zu öffnen oder gar durchzusägen scheiterten.
Mit seinem Frust wuchs aber auch seine Wut. Er verfasste eine Kündigung und knallte sie Sabine sofort auf den Tisch, als sie sich nach einer Woche wieder erholt hatte.
Sabine entschuldigte sich tausend Mal und versprach, den Schlüssel zu seinem Gürtel demnächst während den Vorstellungen an einem zugänglichen Ort in ihrer Garderobe zu deponieren. Aber Stefan blieb hart bei seiner Entscheidung, das Theater zu verlassen und willigte lediglich ein, noch bis zum Ende der Woche seinem Job als menschlicher Hund nachzugehen, damit Sabine die Gelegenheit hatte, bis dahin das Konzept ihres Auftrittes zu ändern.
Dadurch standen ihm zwar noch 3 harte Auftritte bevor, einschließlich Hundekostüm und Keuschheitsgürtel, aber wenigstens war nun ein nahes Ende dieses Höllenjobs in Sicht. Zumindest dachte er dies.


zur Fortsetzung >>>

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Kommentare

Hallo fluffy,

die Geschichte ist ganz gut geschrieben, einige Rechtschreib- bzw. Flüchtigkeitsfehler sollten in Zukunft in den Griff zu bekommen sein.

Was den Protagonisten betrifft, habe ich die Befürchtung, er muß sich langfristig an den KG gewöhnen...

 Positive Bewertung

LG  neutrum

Ich bleib dabei - die Idee ist gut. Zumal man sich noch nicht ganz sicher sein kann, was bei der jungen Dame nun Absicht ist und was nicht... ;)

Sprachlich hast Du noch Raum nach oben. Pass mit den Zeitformen auf und achte auf Wortwiederholungen.

Gewünscht hätte ich mir, ein bisschen mehr von der Woche im Keuschheitsgürtel zu erfahren. Drei Sätze waren mir da eindeutig zu wenig. Das darfst Du übrigens als Kompliment betrachten, weil ich eigentlich gar nicht so auf Femdom / Malesub stehe. Aber ich bin neugierig... ;)

Bis jetzt gute vier Sterne mit Tendenz nach oben von mir.

ich würde mich über ein Vorsetzung freu

...in dieser Woche nicht einfach den Schlüssel holen konnte, wird irgendwie nicht so klar, oder?

In reply to by Salomé

Irgendwie Unlogisch das er nicht zu Sabine ins KH gegangen ist und den Schlüssel Verlangt hat.