Von der Berufung zum Beruf - Teil 5 - Endstation

 

Kathleen fühlte sich vor den Kopf gestoßen. Wollte Saskia ihren Gefangenen wirklich wieder freilassen? An die Schwierigkeiten, die sie bekommen würde, falls Max sich zu einer Anzeige entschließen sollte, wollte sie gar nicht denken. "Aber ...", versuchte sie Saskia ins Wort zu fallen.
"Nichts, 'Aber'", ließ sie jedoch Kathleen gar nicht erst zu Wort kommen, "Sklaverei in der Form, die sich Euer Begleiter vorstellt, gibt es hier nicht. Was meinst Du Sabine, sollen wir vielleicht mal Stefan dazu holen, damit der unseren Neuankömmling aufklärt?"
Sabine ahnte, was Saskia vor hatte und lachte in sich hinein. Auf Stefan war sie natürlich selbst auch ganz besonders gespannt. Das letzte Mal, als sie ihn gesehen hatte, wurde er gerade mit einer Socke im Mund von Saskia auf nimmer wiedersehen abtransportiert.
Max hingegen verstand nicht ganz, warum diese Show nach dem Eingeständnis der Managerin weiter fortgesetzt wurde. Warum ließ man ihn nicht an Ort und Stelle aus dem Käfig. Aber auch er war neugierig auf diesen Stefan, den Sabine ja angeblich mal hierher verkauft hatte. Spätestens Stefan könnte ihm ja vielleicht erklären, was hier gespielt würde.
Nach einigen endlos scheinenden Minuten des Wartens hörte er Saskia schließlich rufen: "Und hier ist er ja auch schon." Die umher stehende Menge trat zur Seite. In den Kreis trat allerdings kein Mann, sondern ein junges Mädchen mit einem Hund an der Leine.
"Warum laufen in diesem Camp eigentlich die meisten Gäste mit einem Hund herum?", fragte sich Max, der immer noch nach diesem Stefan Ausschau hielt. Allerdings fiel ihm auf, dass mit diesem Tier irgendetwas nicht stimmen konnte. Seine Bewegungen waren auf seltsame Art unbeholfen und auch die Proportionen wirkten irgendwie ungewöhnlich.
Sabine hingegen verstand sofort. Das war tatsächlich ihr ehemaliger Kollege, der da an der Leine auf den Platz geführt wurde. Das Kostüm war anscheinend ein Anderes, als das, in das sie ihn damals gesteckt hatte. Es wirkte tausendmal lebensechter. Sabine schäumte schon über vor Neugier, auf seine erste Reaktion, wenn er sie hier gleich erblicken würde. Wahrscheinlich würde er vor Wut überkochen. Immerhin hatte sie ihm dieses Leben hier angetan. Sie ging leicht in die Hocke und klopfte sich leicht auf den Oberschenkel um seine Aufmerksamkeit zu erregen: "Hey Stefan. Erkennst Du mich noch?"

Max konnte nicht glauben, was er da sah. Warum sprach sie dieses Tier dort mit 'Stefan' an? War das der Grund für das seltsame Aussehen des Hundes, dass es in Wirklichkeit ein Mensch war, der in einer Art Kostüm steckte? Mit was für kranken Perversen hatte er es hier zu tun?
Das Wesen im Kostüm blickte verwirrt erst Richtung Sabine, dann wieder Richtung seines Frauchens.
Saskia lachte: "Stefan ist er schon lange nicht mehr genannt worden. Das fanden wir zu menschlich. Seit einem Jahr heißt er nun Waldi. Wie ein treuer, braver, deutscher Dackel. Los Waldi, begrüß schön Sabine. Du erinnerst Dich doch bestimmt noch, oder?"
Max sah, wie die junge Hundehalterin ihrem Pseudohund etwas mehr Leine gab und ihn Richtung Sabine trotten ließ.
"Wenn das wirklich ihr ehemaliger Kollege ist und sie ihm das eingebrock hat, dann springt er ihr bestimmt an die Kehle", dacht er sich.
Doch nichts dergleichen passierte. Stattdessen richtete sich der Hund auf in eine 'Männchen'-Position und hechelte.
Auch Kathleen traute ihren Augen nicht: "Wahnsinn, ist das wirklich dieser Stefan? Der scheint sich ja fast zu freuen, dass er Dich hier trifft. Das hätte ich ja nicht unbedingt erwartet."
"Ich offen gestanden auch nicht", erwiderte Sabine und wandte sich verwundert ihrem ehemaligen Angestellten zu. Es wirkte fast entschuldigend, als sie ihn mit mitleidsvoller Mine fragte: "Na, wie geht es Dir hier, Stefan? Entschuldige, ich meine natürlich 'Waldi'! Sorry, wenn ich Dich damals etwas reingelegt habe. Aber bei dem vielen Geld musste ich Dich einfach verkaufen. Das verstehst Du doch, oder? Brav. Und Dein selbstloser Einsatz hat sich auch wirklich gelohnt: seit dem ich Millionärin bin, geht es mir richtig gut. Dafür ein wenig zu leiden ist es doch wert, nicht wahr? Oder bist Du mir etwa immer noch böse?"
Für Kathleen war es unbegreiflich, wie ein erwachsener Mensch sich so demütigen konnte. Da hockte nun tatsächlich ein junger Mann im Hundekostüm vor ihnen, ließ sich verspotten und machte dazu sogar noch Männchen. Mit einem verächtlichen Grinsen schaute sie auf ihn herab. Ob es ihm wohl Spaß machte, sich so zu erniedrigen zu lassen?
Saskia klärte Sabine auf, was es mit der freudigen Begrüßung auf sich hatte: "Böse ist er ganz bestimm noch auf Dich Sabine. Er musste bisher allerdings ziemlich viele Schläge einstecken, bis er sich an sein Hundeleben 'gewöhnt' hatte. Aber inzwischen hat er gelernt, dass Wutausbrüche ihn nur noch mehr in Schwierigkeiten bringen. Genau das soll unsere Erziehung ja auch bewirken. Nicht war Waldi, bist ein braves Hündchen geworden."
Max konnte sich nicht mehr beherrschen: "Ihr verdammten Perversen. Was habt ihr mit diesem armen Kerl angestellt. Ihr gehört alle in den Knast."
Mit einem sadistischen Lachen nahm Saskia dem Mädchen die Leine aus der Hand, zog den Hund zu sich heran und stolzierte mit ihm an der Seite auf Max Käfig zu. "Die Frage, mein Kleiner, ist nicht, was wir mit unserem Waldi hier gemacht haben. Viel interessanter für Dich ist die Frage, was Dich demnächst hier erwartet. Komm her Waldi. Erzähl unserem jungen Freund hier, was für eine Art Leben auf ihn wartet."
Der Hund öffnete sein Maul, als ob er etwas sagen wollte. Dann stockte er und heraus kam ein lautes: "WAU WAU WAU."
Das Gebell mischte sich mit dem Lachen, in das die unterstehenden Frauen spontan ausbrachen. Speziell Kathleen bekam sich kaum wieder ein. "Unglaublich", kreischte sie, "der Kerl scheint in seiner Rolle ja komplett aufzugehen."
"Da bleibt ihm auch nichts Anderes übrig", lachte Saskia, "eine unserer Damen hat ein kleines Gerät entwickelt, dass wir ihm einsetzen ließen. Es beeinflusst die Stimmbänder, so dass der Proband nicht mehr in der Lage ist, zu sprechen. Jedes Wort wird sofort in Gebell umgewandelt. Bei unseren ersten Anläufen haben wir versucht, unsere Kreaturen so zu dressieren, dass sie freiwillig darauf verzichten, zu sprechen. Aber in der Praxis hat das leider nicht hundertprozentig funktioniert. Irgendwann kam doch immer mal wieder Einem ein 'Bitte, Bitte' oder 'Gnade' über die Lippen. Aber damit ist nun Schluss. Nicht wahr Waldi?"
"WAU WAU", war die Bestätigung.
"Echt wahr?", fragte Sabine ungläubig. Dass sie hier in diesem Camp eine so komplizierte Technik einsetzen konnten, hätte sie niemals für möglich gehalten.
"Echt wahr. Pass auf, ich beweis es Dir." Saskia hockt sich vor den Pseudohund und sah ihm tief in die Augen: "So Waldi, Du hast nun zum letzten Mal in Deinem Leben die freie Entscheidung. Wenn Du hier weg willst, dann lauf zu Sabine, leck ihr die Füße und sag  zu Ihr 'Bitte nimm mich mit'. In diesem Fall gebe ich Dich in ihre Obhut zurück und sie kann Dich wieder mit nach Deutschland nehmen. Oder Du sagst ein paar Mal 'Wau'. Dann bleibst Du für immer hier bei deinem lieben Frauchen in Afrika."
Der Mann im Hundekostüm ließ sich das nicht zwei Mal sagen und stürzte förmlich zu Sabines Füßen und fing extatisch an, daran zu lecken. Gleich danach ging er wieder in die Männchen-Position. Max beobachtete, wie dieses bedauernswerte Geschöpf versuchte, Worte zu formulieren. Aber alles was man laut und vernehmlich hörte, war ein 'WAU WAU WAU'.
Sabine strahlte und tätschelte seinen Kopf: "Mensch Waldi, im ersten Moment dachte ich schon, dass Du wieder zu mir zurück willst. Aber schön, dass Du dich um entschieden hast, hierzubleiben. Ich hätte Dich sowieso nicht zurück haben wollen. Besonders, da Du ja jetzt ein so süßes Frauchen hast." Dabei zwinkerte sie dem jungen Mädchen zu, welches ihren ehemaligen Kollegen an der Leine geführt hatte.
"He is a very good pet", lachte diese zurück. Saskia hatte Sabine geschrieben, dass Stefan nun eine feste Betreuerin in ihrem Camp hätte, die für seine Erziehung und den Verleih an andere Touristinnen zuständig war. Nach dieser Mail hatte sie sich eine stattliche und resolute Frau vorgestellt, die ihren Ex-Kollegen dressierte. Umso verwunderter war sie nun über das zierliche Erscheinungsbild dieses wohl gerade mal achtzehn Jahre alten Mädchens, dass fast noch einen Kopf kleiner war, als sie selbst.
"Hattest Du mir nicht geschrieben, Saskia, dass Du Stefan ... ähh Waldi ... die strengste Erzieherin Deines Camps zugewiesen hast. Hast Du deine Meinung inzwischen geändert."
"Oh nein. Lass Dich durch Tanishas Erscheinungsbild nicht täuschen. Sie hat ziemlich klare Vorstellungen, wenn es um die Erziehung der ihr anvertrauten Hündchen geht, und weiß diese auch gut umzusetzen. Und die Peitsche lässt sie lieber tanzen, als so manch andere hier."
Kathleen war fasziniert von der Konsequenz dieses Camps. Die Frauen hier machten allesamt einen sehr netten Eindruck auf sie. Sie lachten und scherzten miteinander und wirkten keineswegs übermäßig roh oder verbittert. Andererseits schien ihnen jedes Mittel recht zu sein, die von ihnen eingefangenen Männer buchstäblich in Hunde zu transformieren. War das pervers? Vielleicht ein wenig. Allerdings musste sie sich selbst eingestehen, dass sie der Anblick dieser gehorsamen Hundekreaturen ebenfalls immer mehr erregte. Es interessierte sie auch, wie so eine Erziehung überhaupt funktionieren konnte, bei so vielen Frauen und Männern verschiedener Sprachen.
"Spricht Tanisha auch deutsch, oder woher weiß Waldi, was er zu tun hat?", fragte sie neugierig.
"Nein, deutsch spricht sie kein Wort. Aber das ist auch nicht so wichtig. Weißt Du, Hunde sprechen ja auch nicht die Sprache ihres Frauchens und parieren trotzdem". Saskia gab dem Jungen Mädchen ein Handzeichen. Diese verstand, dass nun eine kleine Kostprobe ihrer Erziehung gefragt war und drehte sich lachend zur Seite und wies demonstrierend auf eine handliche Rute hin, die zwischen ihrem Gürtel und ihrer Hüfte eingeklemmt war. Dann stampfte sie kurz mit dem Fuß auf und rief in Waldis Richtung: "benchi !"
Der Mann im Hundekostüm sprang in Richtung seines Frauchens und kauerte sich zusammen, so dass dieses auf seinem Rücken wie auf einem Hocker Platz nehmen konnte. Stolz streichelte sie ihr Sitzpolster.
"Süß", grinste Kathleen, "eine solche Erziehung sollte man allen Männern angedeihen lassen. Dann bräuchte man sich keine Gedanken mehr darum machen, irgendwo einen Sitzplatz ergattern zu müssen."
Stolz streichelte Tanisha ihr Sitzpolster.
"Wie Du siehst, kann Tanisha auch sehr lieb zu ihren Hündchen sein", lachte Saskia, "was jedoch nicht weniger grausam ist."
Sabine ahnte, worauf ihre Gastgeberin hinaus wollte. "Du meinst, er hat immer noch das Teil von damals um?", platze es aus ihr heraus. Sie erinnerte sich nur zu gut daran, wie sie selbst ihrem Kollegen damals einen Keuschheitsgürtel umgelegt hatte, damit er unter seinem Kostüm nicht bei jeder Berührung von ihr einen Ständer bekam.
"Jedes Hündchen hier hat so einen um. Und sogar einen mit Stacheln dran. Damit sie die Zuwendungen ihres Frauchens nicht allzu sehr genießen und nicht auf dumme Gedanken kommen."
"Apropos 'dumme Gedanken'. Ich hab da ja noch was", fiel Sabine ein. Aus Deutschland hatte sie ja noch ein kleines gemeines Geschenk für ihren Ex-Mitarbeiter mitgebracht. Sie lief kurz zum Transporter und kam gleich darauf mit einer Tüte zurück, die sie Tanisha in die Hand drückte.
"For me?", fragte diese hocherfreut.
"For you and your dog."
"Oh what is that? A sweater?" Tanisha zog einen flauschigen weißen Angorapullover aus der Tüte. Sabine erinnerte sich daran, wie sehr es Stefan damals erregte, als sie ein ähnliches Teil getragen hat.
"If you wear that, you will drive him crazy", zwinkerte sie Tanisha zu.
Das junge Mädchen verstand nicht ganz. Ohne sich zu genieren zog sie jedoch ihr Shirt aus und streifte sich ihr Geschenk über, welches allerdings ein wenig zu groß für sie war. Mit ihrem Gürtel zog sie es etwas enger um ihre Taille, so dass es nun wie ein Minirock über ihre schmalen Hüften hing.
Sabine war auf die Reaktion von Stefan gespannt. "Schau mal Waldi, was ich Deinem Frauchen feines mitgebracht habe. Mach mal Männchen."
Die Kreatur richtete sich wie befohlen wieder auf und hockte nun kerzengerade auf seinen Knien vor dem jungen Mädchen, das sich breitbeinig vor ihm aufbaute, sich die Hände in die Hüften stemmte und den Wind durch ihre langen schwarzen Haare wehen ließ.
Sabine konnte trotz des Hundefells erkennen, wie ein Zittern durch den Körper ihres Ex-Kollegen ging. Die kerzengerade aufrechte Haltung kam ins Wanken und krümmte sich immer mehr in der Lendengegend. Sabine kannte das noch von früher, als Stefans  Keuschheitsgürtel zu drücken begann. Und nun mit den Stacheln war sein Schmerz bestimmt noch um vieles größer. Aber dieses jämmerliche Bild wollte ihm sein neues Frauchen nicht durchgehen lassen.
"Wima !", rief sie mit strenger Stimme.
Das Hündchen schien zu verstehen und richtete sich mit einem qualvollen 'WAAUUUUUAUUU' wieder auf.
Die umher stehenden Frauen klatschten vergnügt. Auch Saskia war begeistert: "Vielen Dank für Dein Geschenk Sabine. Ich dachte schon, Waldi hätte seine Erektionen langsam im Griff, aber da muss er anscheinend noch mal durch ein hartes Trainingsprogramm."

Max konnte noch immer nicht fassen, was er dort zu sehen bekam. Niemand hier schien Mitleid mit dem Mann zu haben, der sich dort auf dem Boden in seinem Hundekostüm zum Hampelmann machte und auf Gnade oder Ungnade den Launen seiner Besitzerin ausgeliefert war. Im Gegenteil. Jede Demütigung schien nur noch mehr Anreiz für eine Neue zu liefern. Mit kreidebleichem Gesicht und vor Fassungslosigkeit weit aufgerissenem Mund lehnte er an seinen Gitterstäben um das Treiben zu beobachten.
Ein paar der umher stehenden Frauen interessierten sich allerdings gar nicht so um Tanisha mit ihrem Hündchen, sondern vielmehr für den Neuankömmling in seinem Käfig. Interessiert griffen sie durch die Gitterstäbe versuchten, ihr neues Opfer zu befühlen. Max bemerkte das Treiben hinter ihm erst, als er spürte, wie eine Hand zart über seinen Hintern streifte. Erschreckt zuckte er nach vorne und drückte sich gegen die Gitterstäbe. Damit stahl er Tanisha unbeabsichtigter Weise die Show. Er bemerkte, wie eine der gegenüberstehenden Frauen ihn plötzlich ungläubig anstarrte, mit dem Finger auf ihn zeigte und in schallendes Lachen ausbrach. Die anderen Frauen folgten ihrem Blick und fingen ebenfalls an zu johlen und zu klatschen. Erst jetzt bemerkte Max, dass sein Schwanz durch die unerwartete intime Berührung angeschwollen war und nun steif durch die Gitterstäbe stach.
"Na, da muss anscheinend noch jemand durch das gleiche harte Trainingsprogramm", lachte Saskia, "dieser kleine Schelm scheint ja leicht erregbar zu sein."
Max hielt sich die Hände vor sein steifes Gemächt, was allerdings nur noch für mehr Gelächter sorgte.
Saskia zog eine Dame aus der Menge und zog sie zu Max an den Käfig heran. Schmunzelnd sah sie ihm in die Augen. "Vielleicht sollten wir Dir eine erst mal Aufpasserin geben, die Dich nicht allzu sehr sexuell erregt, mein Kleiner. Glaub mir. Das ist nur zu Deinem Besten, damit demnächst die Stacheln Deines Keuschheitsgürtels nicht so pieksen. Ich glaube, Kimberley hier ist genau die Richtige für Dich."
Kimberley war das genaue Gegenteil von Tanisha. Sie war einen Kopf größer, als die meisten anderen Frauen hier und wog wahrscheinlich das Doppelte von Tanisha. Wie Saskia trug auch sie einen Pelzmantel, der ihr massives Erscheinungsbild noch unterstütze. Neben ihr wirkte der schmächtige Max noch kleiner und dünner, als er sowieso schon war.
"Ohh, you are so skinny", grinste die Dame zu Max in den Käfig hinein, "you will be good pet."

"Moment mal, hab ich denn da nicht auch noch ein Wörtchen mitzureden", mischte sich Kathleen wieder in das Geschehen ein. So sehr sie es auch genoss, wie groß das Interesse an ihrem Fang war, so wollte sie nun doch endlich auch ihre Belohnung dafür einstreichen.
Saskia begriff natürlich sofort, worum es ging: "Ach, entschuldige meine Liebe. Ich hatte Dich bestimmt nicht vergessen. Deine 1000 Dollar bekommst Du, wenn Du und Sabine uns in zwei Wochen wieder verlasst."
"Was 1000 Dollar? Das sind ja noch nicht mal 1000 Euro. Hatte Sabine nicht damals eine Millionen bekommen?" Kathleen war erbost. Sollte die Managerin etwa versuchen, sie über den Tisch zu ziehen?
"Oh, tut mir leid", versuchte Saskia zu beschwichtigen, "aber das war vor über einem Jahr und sozusagen ein Pilotprojekt. Damals habe ich gedacht, es sei schwierig, europäische Männer zu bekommen, die man gegen ihren Willen hier transformieren kann. Aber inzwischen hat sich das etwas geändert. Schau Dich doch mal um."
Kathleen wollte noch immer nicht so recht verstehen. Aber dann fiel ihr ein, wie viele 'Hunde' sie schon auf ihrer Fahrt durch das Camp gesehen hatte. Saskia erkläre weiter: "Als ich mit Stefan hier ankam, war er eine riesen Attraktion. Aber schon bald fühlten sich einige Damen hier von meinem Mitbringsel inspiriert und gingen selbst auf die Jagt. Und dann haben wir gemerkt, wie einfach es ist, solche Burschen einzufangen."
"Du meinst, all diese 'Hunde' hier sind Entführungsopfer?" Kathleen hatte Männer ja schon immer für naiv und schwanzgesteuert gehalten, aber dass die Mehrzahl anscheinend genauso dumm war, wie Max oder Stefan, setzte selbst sie in Erstaunen.
"Nicht alles wurden so gekidnappt, wie Eure beiden Opfer", beschwichtigte Saskia, "inzwischen haben wir aber auch einen Partnervermittlungsauftritt im Internet. Mit Kennenlernen hier in Südafrika versteht sich. Eine Frau finden diese Trottel dann natürlich nicht, aber dafür unter Garantie ein Frauchen. Und einige Frauen aus Europa bringen auch ihre Ehemänner mit. Das erspart zumindest die Scheidung. Du siehst, der Preis für Männer ist dadurch hier rapide gefallen."
Kathleen war sauer. "Mist", dachte sie sich, "schon wieder hat Sabine den besseren Treffer gelandet. Echt nicht fair."
Max, der alles mit angehört hatte, witterte seine Chance. "Kati", flüsterte er ihr zu, "wenn Du mich nicht verkaufst, verspreche ich Dir den zehnfachen Preis."
"Wo willst Du denn auf einmal 10000 Euro herbekommen", raunzte sie ihn an, "Du kannst doch nicht mal deinen Flug zurück nach Deutschland zusammen kratzen."
"Ich hab vielleicht kein Geld. Aber dafür meine Eltern. Wenn ich denen zu Hause erzählte, dass Du mich aus der Hand von Entführern gerettet hast, bekommst Du das Geld als Belohnung. Vielleicht sogar mehr."
Sabine, welche die ganze Fahrt über mitbekommen hatte, wie sich ihre Freundin Kati auf die Millionen gefreut hatte, versuchte sie zu trösten: "Komm schon Kati, das mit der Sklavenjägerin war dann halt nichts. Aber dafür kannst Du als heldenhafte Befreierin dann wenigstens 10000 Euro einstreichen."
Kathleen überlegte hin und her. Sie dachte an die 10000 Euro Belohnung und verglich sie mit dem mickrigen Verkaufspreis, sah dann zu Sabine, dann zu Saskia und zuletzt auf ihren Beinahe-Sklaven Max. Dann traf sie wehmütig eine Entscheidung: "weißt Du Mäxchen, manchmal sollte man sich durch bloße Geldgier seinen Traum nicht kaputt machen lassen."
Max begriff nicht ganz, aber sie setzte in belehrendem Tonfall ihre Erklärung fort: "1000 Dollar sind zwar nicht viel Geld, aber ich glaube, ich will mir einfach den Spaß nicht nehmen lassen, so einen Wicht wie Dich eigenhändig zu versklaven. Ich träum schon davon, eine Sklavenjägerin zu werden, seit dem mir Sabine zum ersten Mal die Geschichte von Stefan erzählt hat. Und das will ich mir nicht kaputt machen lassen."
Dann wandte sie sich an Saskia: "OK, der Handel gilt."
Max wurde kreidebleich, als er sah, dass die beiden Frauen ihren Handel (ihren Handel mit ihm!) durch einen Handschlag besiegelten.
Sabine, die nicht glauben konnte, dass Kathleen sich die versprochene Belohnung durch die Lappen gehen ließ, nur um ihren Sadismus zu befriedigen, strich ihm tröstend über die Wange: "Sieh es positiv Mäxchen. Deine lange Reise und anstrengende Suche nach einem neuen Leben hat nun ein Ende gefunden. Für Dich ist hier Endstation. Aber hab keine Angst. Mein Stefan war auch erst so entsetzt wie Du, aber schau nur mal, was für ein guter Waldi aus ihm geworden ist."
"Not Waldi, his name is 'Skinny'", wurde sie durch eine tiefe Frauenstimme unterbrochen.
Kimberley drängte sich an Sabine vorbei und hielt eine lederne Leine in ihrer Hand an deren Ende ein mit Stahlnieten verstärktes Halsband befestigt war. Grinsend hielt sie die Leine vor die Gitterstäbe. "Look Skinny. Leash for you."
Kathleen hatte inzwischen den Schlüssel aus dem Auto geholt und öffnete nun die Käfigtüre. Obwohl Max die letzten Stunden gebettelt hatte, aus seinem Gefängnis heraus zu dürfen, so wäre er nun froh gewesen, wenn die Türe verschlossen geblieben wäre. Bot sie ihm doch Schutz vor dieser Amazone mit dem Halsband in ihrer Hand, die ihn gierig anstarrte. Nun war er ihr schutzlos ausgeliefert. Mit einem breiten Grinsen beugte sie sich zu ihm herein und schnürte die Leine fest um seinen Hals. Gerne hätte er um sich geschlagen, aber noch immer waren seine Hände durch die Handschellen gefesselt. Unter dem Lachen der umher stehenden Frauen wurde er aus dem Käfig gezogen.
"Come on Skinny. Come to Mommy." Kimberley hielt die Leine straff und stolzierte langsam aus der Menge heraus. Max stolperte unbeholfen hinter ihr her und versuchte dabei immer wieder, sich loszureißen. "Kati, Sabine, das könnt ihr nicht zulassen. Helft mir. Hiiiiilfe."
Schreiend wurde er von Kimberley in eines der nebenstehenden Häuser gezogen.

Obwohl Sabine schon damals bei Stefan eine ähnliche Szene erlebt hatte, hatte sie nun doch ein etwas schlechtes Gewissen.
Kathleen hingegen war trotz des niedrigen Gewinns zufrieden mit ihrer Entscheidung. "Manchmal muss man halt einfach auf seine Instinkte hören", dachte sie sich. Es machte ihr Spaß, zu sehen, wie sich ihr Opfer gegen sein Schicksal sträubte. Es wäre bestimmt nicht das letzte Mal, dass sie für dieses Camp einen neuen Mitbewohner einfing. Und vielleicht gelang ihr das ja so oft, dass sie davon leben konnte. Oder sie baute selbst eine ähnliche Einrichtung in Deutschland auf. Das würde sich alles zeigen. Sie fühlte sich dazu berufen, Männer einer anderen, einer passenderen Bestimmung zuzuführen.
Und den ersten Schritt, aus dieser Berufung einen Beruf zu machen, hatte sie nun getan.

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Kommentare

Das wars also Endgültig mit Mäxchens Freiheit.

Schön wie sich Stefan Entwickelt hat. Trotz aller Erziehung will er lieber bei Sabine sein als in Afrika. Lag das nur an Sabine oder wollte er wirklich da weg? Zumindest ist er immer noch heiß auf Angora. Zum Glück gehts ihm Körperlich soweit gut. Ich hatte im Hinterkopf immer noch das Szenario aus einer Ähnlichen Geschichte wo der Hund die Unterschenkel Verliert.

Mich Freut das Kathleen nur 1000$ für Max bekommen hat.

Obwohl INteressant wär gewesen was Passiert wäre wenn sie das Angebt von Max Angenommen hätte? Hätte sie wirklich das Geld in Deutschland bekommen und hätte Saskia sie Überhaupt fahren lassen?

Die ächsten Wochen werden für Stefan/Waldi bestimmt seh hart wenn er täglich Sabine sieht und doch nicht zu ihr kann. Es sei denn sein Frauchen Erlaubt es.