Ius primae noctis - Das Recht der ersten Nacht

Irgendwann, nachdem die Mauer gefallen war, kam ein Brief vom Rechtsanwalt. Die von der DDR-Regierung enteigneten Betriebe wurden nun wieder dem Volkseigentum entrissen und den alten Besitzern wiedergegeben. So fiel mir als Erbe eines mir unbekannten Großonkels eine Fabrik in Schönberg zu. Ich musste dieses Schönberg erst einmal suchen, in Sachsen, südlich von Plauen, ein kleiner Zipfel des Vogtlandes, direkt an der Grenze zur Tschechoslowakai. Der Ort war wohl nur deshalb auf der Karte verzeichnet, weil die Autobahn direkt daran vorbeiführt und der Grenzübergang den Namen "Schönberg" trägt.

Weil ich gerade sonst nichts zu tun hatte, fuhr ich nach Schönberg. Die Gegend war landschaftlich wirklich schön (von der Autobahn einmal abgesehen), aber ansonsten so trostlos, dass noch nicht einmal Fuchs und Hase zum Gute-Nacht-Sagen hier vorbeikommen. Meine damalige Freundin wollte nicht bleiben und fuhr per Anhalter zurück, ich ließ mich dort nieder und war plötzlich Direktor der Fabrik. Einer Fabrik, die auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten noch Gewinn machte und die Familien des Ortes ernährte. Denn im Umkreis von vielen Kilometern war die Fabrik die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen, wenn man nicht mit Kind und Kegel auswandern wollte.

Mein Großonkel wurde im Ort wie ein kleiner Landesherr betrachtet, dem die Dörfler unterwürfig begegnen, von dessen Wohl und Wehe die Menschen abhängig waren. Wenn ich durch die Gassen ging (es gab nur ein paar Gassen in diesem Ort), grüßten mich die Menschen, die Männer nahmen ihre Hüte ab, die Frauen deuteten einen Knicks an. Im Gasthaus des Ortes war immer ein Tisch für mich frei und das Essen wurde im Nu serviert.

Nach einer Woche meldete mir die Sekretärin am späten Freitag Nachmittag, dass einer der Arbeiter, ein gewisser Lehmann, mit mir reden müsse. Ich ließ ihn 5 Minuten warten, dann rief ich ihn herein. Er kam herein, wohl in seinem besten Anzug, der aber auch schon bessere Tage gesehen hatte. In der Hand hielt er seinen Hut. Vor Nervosität knickte er immer wieder an der Hutkrempe. Ich versuchte die Situation zu entkrampfen, bat ihn, sich zu setzen und bot ihm einen Kaffee an. Stotternd brachte er sein Anliegen vor und erklärte mir, dass seine Tochter in zwei Wochen heiraten wolle. Aus seiner Anzugstasche zog er ein Foto seiner Tochter hervor, das junge Mädchen war hübsch anzusehen. Ich gratulierte dem Brautvater erst einmal recht herzlich und bot ihm an, dass er
selbstverständlich für das Ereignis frei bekäme und dass ich ihm ein paar Tage zusätzlichen bezahlten Urlaub gewähren würde, denn das Ausrichten einer Hochzeit ist immer mit viel Arbeit verbunden. Nein, erwiderte er, darum ginge es doch gar nicht. Es wäre vielmehr so, dass seine Tochter, also ob sie, nunja, die Prüfung halt. Ich begriff immer noch nicht. Welche Prüfung? Nunja, die Prüfung zur Ehe. Ich wusste immer noch nicht, wohin er hinaus wollte. Schließlich nahm er wohl all seinen Mut zusammen, atmete tief ein und bat mich, ich möge seine Tochter auf die Ehefähigkeit prüfen, dies sei hier seit langer Zeit so Brauch.

Eine Prüfung auf die Ehefähigkeit. Mein Großonkel hatte sich wohl hier ganz wie ein Feudalherr aufgeführt. Ius primae noctis, das Recht der ersten Nacht, hat er sich ausbedungen, der geile Bock. Obwohl ich ihn nicht kannte, Großonkel wurde mir sympathisch. Da meine Freundin sowie in die Stadt zurückgekehrt war, beschloss ich, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen. Ich fragte ihn, ob seine Tochter noch Jungfrau sei. Ja doch, selbstverständlich, bestätigte mir der Mann. In meiner Hose regte sich etwas, glücklicherweise verbarg der Schreibtisch meine Beule in der Hose. Ich fragte, wann ich denn seine Tochter am besten fi...ähh prüfen sollte und er erklärte mir, seine Tochter würde draußen warten.

Ich schickte den braven Mann wieder nach draußen zu seiner Tochter. Sobald ich allein war, suchte ich im Internet nach dem alten Brauch der ersten Nacht. Eine Unsitte wohl aus dem Mittelalter, als die Bauern noch Leibeigene des Feudalherren waren, der nach Lust und Laune mit ihnen verfahren durfte. Damals war es noch üblich, dass die Bauern wohl ihren Herren gnädig stimmen mussten, wenn sie eine Hochzeit feiern wollten. Sie mussten ihre Tochter daher von dem Herrn freikaufen, was aber meistens von vorneherein schon an den finanziellen Möglichkeiten der Bauern scheiterte. So blieb es meistens doch dabei, dass der Feudalherr die Braut als erstes anstechen und sich so von ihrer Ehefähigkeit überzeugen durfte. Goldene Zeiten standen mir bevor.

Dann nahm ich den Telefonhörer ab und rief meine Sekretärin im Vorzimmer an. Sie sollte den Vater heimschicken, die Tochter dagegen soll sie in mein Büro lassen, sie selbst könne nun ebenfalls heimgehen. Es dauerte ein paar Minuten, während sich wohl der Vater von seiner Tochter verabschiedete, ihr noch die letzten Verhaltensregeln mit auf den Weg gab. Endlich ein zögerndes Klopfen an der Tür. Die zukünftige Braut kam herein, schloss die Tür hinter sich und ging langsam durch mein Büro. Vor meinem Schreibtisch blieb sie stehen, den Kopf hielt sie gesenkt. Ich betrachtete sie aufmerksam. Ihre blonden Haare trug sie lose über ihren Schultern. Ein hübsches Gesicht, kleine Grübchen an den Wangen. Sie trug ein enganliegendes Mini-T-Shirt-Kleid, das ihre Körperform deutlich abzeichnete. Sie schien kleine, feste Brüste zu haben, die sie nicht in einem BH zwängte und ein breites, gebärfreudiges Becken. Dreh dich langsam um, befahl ich ihr mit trockenem Mund. Sie tat, was ich sagte, drehte sich einmal langsam um die eigene Achse. Einen süßen Arsch hat sie auch, dachte ich mir.

Du weißt, warum du hier bist? fragte ich sie. Ich erwartete, dass sie in wohlgesetzten Worten etwas von einer Ehefähigkeitsprüfung oder so sagen würde. Stattdessen überraschte sie mich ganz unverblümt mit den Worten: Als Arbeitgeber meines Vaters haben Sie das Recht, mich zu entjungfern und nach Belieben zu benutzen, solange ich noch nicht verheiratet bin. Wow, das saß. Kein langes Vorgeplänkel, die Jugend von heute weiß, was sie will oder zumindest, was sie soll.

OK, meinte ich, dann zieh dich aus. Gehorsam griff sie nach dem Rocksaum und zog sich das Kleid über den Kopf. Sie trug nur noch einen roten Minislip, wie ich vermutet hatte, verzichtete sie auf einen BH. Nun gut, ihre kleinen Tittchen hatten auch nicht unbedingt einen nötig. Sie wollte auch ihren Slip ausziehen, doch das ließ ich nicht zu. Noch nicht. Ich ging um den Schreibtisch herum und stellte mich hinter sie. Meine Hände streichelten über ihren Körper, massierten ihre Tittchen, zwirbelten die Nip-pel. Dann suchten sie den Weg nach unten. Ich streichelte über ihren Bauch und schließlich erreichten meine Finger den Saum ihres Höschens. Ich hielt kurz inne.

Dann schob ich die Finger unter den Saum spürte an den Fingerspitzen den Ansatz ihrer Schamhaare. Das Mädchen drehte sich zu mir, hob den Kopf, drehte ihn zu mir, die Lippen geöffnet. Ich küsste sie auf den Mund. Ihre Zunge glitt in meinen Mund, die Lippen weit geöffnet. Wir bissen uns fest, lutschten und leckten. Sie spreizte die Beine, ich rutschte mit meinem Mittelfinger zwischen ihre Schamlippen. Ich spürte ihre Hand an meiner Hose, sie nestelte am Bund und zog mit sanftem, aber bestimmten Griff meinen Steifen aus der Hose.

Ich konnte es nicht mehr aushalten, nein, ich wollte es auch gar nicht mehr. Ich setzte sie auf meinen Schreibtisch und zog ihr den Slip herunter. In der Hektik zerriss ich den dünnen Stoff, warf die Überreste einfach zur Seite. Sie spreizte ihre Beine, mein Blick fiel direkt auf ihre Muschi. Sie hatte sie sorgsam rasiert, nur oberhalb hatte sie ein Büschel Haare stehen lassen. Ich trat einen Schritt näher auf sie zu. Mein steifer Rammbock zeigte direkt auf ihre Muschi, ich musste mein Becken nur leicht nach vorne drücken und schon drang ich Millimeter für Millimeter in ihre Herrlichkeit ein.

Ich spürte ihr Jungfernhäutchen, welches ich die Ehre hatte, zu durchstoßen. Doch noch war es nicht so weit. Langsam bewegte ich meinen Schwanz in ihr hin und her, damit sie sich an das neue Gefühl gewöhnen konnte. Schließlich signalisierte sie mir, dass sie nun bereit sei. Ich beugte mich weiter vor und küsste sie, unsere Zungen fanden sich zu einem neuen Tanz und dann tauchte ich ganz in ihre feuchte Muschi ein. Sie schrie kurz auf, klammerte sich aber sofort wieder an mich, drängte ihren Körper gegen mich. Langsam nahm ich die Fickbewegungen wieder auf.

Wir fanden gemeinsam zu einem Rhythmus, ich spürte, dass sie nicht nur aus Pflichtgefühl mit mir fickte. Mit geschlossenen Augen gab sich das Mädchen ihren Gefühlen hin, bis sie plötzlich anfing zu keuschen. Ich merkte, wie ihre Scheidenmuskeln sich zusammenzogen, meinen Schwanz ganz intensiv melkten. Nun ließ ich mich ebenfalls treiben, ich spürte das Ziehen in meinen Eiern und in mehreren Schüben katapultierte ich meinen Samen in ihre nun nicht mehr jungfräuliche Muschi. Das Mädchen bewegte sich immer noch unter mir und molk so meinen Schwanz weiter. Dann öffnete sie die Augen wieder und strahlte mich an.

Als mein Erguss vorbei war und das Pochen in meinem Schwanz sich gelegt hatte, lösten wir uns langsam voneinander. Eigentlich war es jetzt ja zu spät, aber trotzdem fragte ich sie, ob sie verhüte. Nein, erhielt ich zur Antwort, sie würde nicht verhüten, im Gegenteil. Es sei so üblich, dass die Mädchen an ihren fruchtbaren Tagen zu ihrem Herrn gingen, der dann seinen Samen und seinen Segen auf sei ausschütte. Und dafür hätten wir ja das ganze Wochenende Zeit. Das ganze Wochenende? Ja, denn so lange dauere die Prüfung. Ich hatte das Gefühl, als wäre das Mädchen ganz scharf auf eine Fortsetzung der Prüfung.

Wenn ich schon früher gewusst hätte, was mir hier begegnen würde, ich glaube, ich hätte auch schon früher die Begegnung mit meinem Großonkel gesucht. Der hat wenigstens zu leben gewusst!
© tb 2009

Bewertung
Votes with an average with

Kommentare

Schöne Sprache mit sehr viel Witz: "Dem Volkseigentum entrissen". Köstlich! Da könnte man eine Haftentlassung auch mit "aus sicherer Verwahrung verstoßen" beschreiben. Eine Kenntlichmachung der wörtlichen Rede würde das Lesevergnügen beträchtlich erhöhen. Die Handlung finde ich nicht soooo atemberaubend, aber das ist Geschmackssache und die Art und Weise, wie sie beschrieben wird, macht Freude. 

Mir gefällt die Idee der Geschichte, auch wenn man vielleicht noch etwas mehr in Richtung BDSM hätte verwenden können (vielleicht mehr Zwang gegenüber dem Mädchen). Aber alles in allem finde ich die Story gut erzählt.

... genau das, was ich unter einer guten - nicht sehr guten - Geschichte verstehe. In der Tat ist hier der Begriff der BDSM mehr auf das Psycholigische zu verstehen, aber hey, warum denn immer nur blödes Gerammel zwischen einem Möchtegernherren und seiner zur Bewegungsunfähigkeit verdammten Sklavin. Nein, das hier ist ein klassisches Beispiel einer Geschichte, die "reluctant" als Oberbegriff hat, und das ist ganz klar ein signifikantes Merkmal aus dem BDSM-Bereich.

Die Geschichte selber finde ich flüssig geschrieben, muss aber Chris Recht geben, die nicht deutlich markierte wörtliche Rede macht das Lesen unnötig schwierig. Ansonsten jedoch ist alles absolut zufriedenstellend. Vor allem, dass du ein doch sehr ungewöhnliches Thema wie das Recht der ersten Nacht aufgreifst, macht die Sache spannend.

Zum Abschluss vielleicht, was deiner Geschichte an einer ganz großen fehlt:

Mir fehlen die klar herausgearbeiteten Emotionen der Akteure. Zwar hast du Gefühle oft angedeutet, aber gerade für eine Geschichte auf psychedelischer Ebene ist eine klare Formulierung der Gefühlswelt der handelnden Personen elementar wichtig.

Ansonsten - das ist jedoch mein persönlicher Geschmack - fehlt mir einfach die Länge einer guten Geschichte. Ich mag es, seitenlange Romane zu studieren, in denen der Leser von einer psychologischen Subagitation in die nächste taumelt, oder besser, durch den Autor getaumelt wird. 

Dennoch, da sich das Geschriebene Werk um Längen vom Durchschnitt des hier Geposteten abhebt, gebe ich gerne vier Punkte, wobei die Tendenz zu fünf klar erkennbar ist.

Die Stimmung der jeweiligen Situation ist immer schön beschrieben und es macht Spaß, diese Geschichte zu lesen. Wie Chris, finde auch ich, dass die Nutzung einer erkennbaren wörtlichen Rede, den Spaß noch erhöhen würde.

meinen Vorrednern Recht geben. Das Thema ist herausragend, auch mir fehlen da die Emotionen. Die Auslegung der persönlichen Rede und auch mir ist die Geschichte zu kurz. Das mit dem BDSM würd ich noch nicht mal sagen, ein paar Ansätze waren doch da. Doch ich denke gerade bei diesem ausserordentlichen Thema "das Recht der ersten Nacht", hättest du viel mehr herauskitzeln können. Auch von mir 4 Sterne, vielleicht gibts beim nächsten Mal mehr.

hier die Emotionen. Es liest sich wie eine Einkaufsliste.

Zuerst die Butter und den Joghurt aus der Kühltheke,

Wir fanden gemeinsam zu einem Rhythmus,

dann eine Gurke und Paprika,

ich spürte, dass sie nicht nur aus Pflichtgefühl mit mir fickte