Lähmende Leere

Leere – Dunkel – einfach Nichts,

Finsternis bei Tag und Licht.

Totaler Mangel an Wort und Geist,

selbst und niemand es jemals begreift.

 

Unverstanden bleiben Welt und Mensch,

steht da nackt, ohne Kleid und Hemd,

nur noch unendlich verletzlich

und doch schrecklich unersetzlich.

 

Immer wieder einem nimmt,

jedoch am Ende nur wenig gibt.

Erneut ein großes Teil herausgerissen,

wie in der Sage die Leber zerbissen.

 

In diesem Fall ein anderes Stück,

nicht minder zerstörend Lebensglück.

Blutende Wunde, bis nichts mehr rinnt,

in Gefühlen öder Wüste versinkt.

 

Ausgelaugt, verblasst wie altes Papier.

Nur noch Leere erwartet einen hier.

Ein letztes Wort noch will man richten,

doch es wird nur den Rest vernichten.

 

Schmerzvoller, stummer Schrei …

Es scheint keine Sonne, vorbei …

Am Himmel kreist ein Greif,

tödlich hinab zu stoßen jederzeit.

 

Sich den innersten Rest zu nehmen,

dem Herz auch die Seele zu stehlen.

Ein letztes Mal hebt sich der Blick,

dann sinkt er für immer zurück.

 

(copyright by Su Ada Fei - 2012/09) 

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Kommentare

In reply to by Total

auch wenn der Anlass ein anderer war, als es zu vermuten ist. Zutreffend ist der Inhalt trotzdem.

Es passt nicht und dieses Gedicht deprimiert mich.

In reply to by Raale

... man muss nur tiefer ... sehr tief ... lesen. Ja, deprimierend. Es ist eben schon eine Weile her und zwei Jahre alt. Aber deswegen nicht weniger aktuell, wie ich finde.