Lust auf mehr... {2}

 

Langsam schritt ich die Hauptstraße hinunter.
Laute Musik dröhnte durch meine Kopfhörer in mein Ohr und nur schwer wurde ich der an mir vorbei trottenden Menschen gewahr.
 Mich beschäftigte ein ganz bestimmter Gedanke: ER.
Ich konnte mir nicht erklären, wie zum Teufel er meine Domina nur soweit verbannen konnte, dass ich ihm so willenlos gehorchte. Das war echt ärgerlich! Zumal ich selbst gerne dabei zusah, wie er vor mir kniet...oder besser gesagt: kniehen würde. Denn der Kerl lässt sich ja nicht dazu herab.
Aber dieser Mann....so furchterregend... so exotisch. Es machte mich schon an, wenn ich auch nur an seinen Namen dachte..
Ich tappte durch den knöchelhohen Schnee und dachte an letzte Woche zurück...
Nachdem er mich so unvorbereitet angekettet hatte (mit einem meiner Gürtel wie ich später bemerkte) beugte er sich über mich und hauchte mir einen Kuss auf die Stirn.
„Bleib so und beweg dich nicht. Ich bin gleich wieder da.“, sagte er streng und schritt langsam aus dem Zimmer.
Meine Neugier und Ungedult wurden mit jeder Sekunde die verging größer, aber ein Glück ließ er mich nicht zu lange warten.
Er kam wieder mit seinem schwarzen Schal, welchen er mir über die Augen legte.
Es roch herrlich nach Moschus und frischer Luft.
„Nicht bewegen.“, sagte er leidenschaftlich und plötzlich fühlte ich ganz zart seine Finger auf meiner Haut.
Erst an meinen Rippen...dann wanderten seine Hände weiter hinunter bis zu meiner Hüfte. Ich fühlte den leichten Kuss, den er mir auf meinen Bauch drückte, dann war er wieder weg.

Ich hörte es klatschen! - dann kam der unheimliche Schmerz.

Er schlug mich mit voller Wucht auf meine Hüfte, dass ich japste und sich mir eine Träne in die Augenwinkel stahl.
Dann küsste er ganz sanft diese Stelle und streichelte sie zart, dann waren seine Lippen und Finger auch schon wieder verschwunden.
Es klatschte erneut; diesmal auf meinen Unterleibsknochen. Ich zuckte zusammen, machte aber keinen Laut. Und er küsste und streichelte die wunde Stelle.
 Ich konnte ihn schwer atmen hören. Ihn schien meine ausgelieferte Gestalt sehr zu erregen und das freute und ärgerte mich zugleich.
Er hielt es eine ganze Weile mit dem abwechselnden Schlagen, dann küssen und streicheln und arbeitete sich schließlich bis zu meinen Schenkeln vor, bis er irgendwann meine Beine auseinanderzog und meine feuchte Stelle berührte.
 Seine Finger liebkosten meine nackte Haut und urplötzlich stieß er sie in mich hinein.
Ich stöhnte.
Schnell bewegte er seine Finger und dann...

Dann löste sich die Schnalle meines Gürtels und fiel mit lautem Scheppern auf den Laminat-Boden.
DAS WAR MEINE CHANCE!!!!
Mit den nun freien Händen befreite ich mich aus der Augenbinde und sprang auf.
Dies geschah alles so schnell, dass er mich nur verständnisvoll ansah.
Als ich nun auf ihn herab schaute breitete sich endlich das vertraute Gefühl der Überlegenheit wieder in mir aus.
"Hinlegen!", flüsterte ich und griff neben mich, dann kam meine Gerte zum Vorschein.
Er machte große Augen und sah aus als wolle er widersprechen, aber er gehorchte.
"Nn hast du mich lange genug an der Leine gehalten, dieses kleine Spielchen spiele ich nichtmehr mit!", zur Unterstreichung der letzten beiden Worte ließ ich die Gerte auf seine Schenkel schnellen, es klatschte und er schrie auf.
So einen Druck hat er von einer eher fragilen Gestalt wohl nicht erwartet. Ich lächelte.
Ich beugte mich nach vorne und flüsterte ihm ins Ohr "Jetzt bin ich an der Reihe, Süßer"
An mich ausgeliefert schaute er mich mit einer Mischung aus Erregung und Erwartung an.
Was für ein Gefühl...was für eine Dominanz...süß und schwer legte sie sich auf meinen Geist und ich war ganz in meinem Element.Ich rutschte ein wenig herunter und legte meine Hand auf seine prallen Hoden.
„Du wirst jetzt keinen Ton mehr sagen, mich nicht anfassen und nur zur Decke schauen!“, befahl ich.
 Er nickte stumm.
„Wie war das?“, fragte ich noch einmal mit mehr Nachdruck und drückte seine Hoden zusammen.
„Ja, Ana.“

„Sooo.. was machen wir jetzt mit dir?“, und zum erstem Mal hatte ich keine so wirkliche Idee was ich denn mit ihm anstellen konnte.Ich wollte mich ja auch beweisen und eine gute Domina sein, aber wie erfüllt man jemandes Erwartungen, wenn man diese selbst noch nie so wirklich ausprobiert hatte? Blümchensex zählt ja in diesem Gewerbe nicht..
 Klar hatte ich Erfahrungen mit Schlägen und Schmerzen, aber ich hatte noch nie Hilfsmittel dafür. Die Gerte war mehr oder weniger nur zur Zierde da.
Also stand ich auf und sah mich im Zimmer nach passendem „Spielzeug“ um.
Außer seinem Schal fand ich noch eine alte Schlüsselkette und einen schwarzen Slip in meinem Wäscheschrank.
Ich setzte mich wieder auf ihn drauf, hauchte einen flüchtigen Kuss auf seinen Hals und begann seine ausgestreckten Arme mit der Schlüsselkette und seinem Schal an die Bettpfosten fest zu machen.
Derweile schaute er mir neugierig zu.
 Wieder flog meine Hand auf seine Wange.
„Dein Blick geht nach oben!“, sagte ich rau und er gehorchte.
Nun war er MIR ausgeliefert. Ein Bild welches ich nicht so leicht vergessen könnte.

So heiß...

Ich kniete mich zwischen seine Beine und umfasste seinen Schwanz. Mit geschickten auf – und ab Bewegungen spornte ich seine Lust nochmehr an. Er stöhnte laut und ich sah wie er genüsslich die Augen schloss.
 Abrupt stoppte ich, erhob mich und trat einen Schritt zurück.
„Was denkst du, wieso ich aufgehört habe?“, fragte ich ihn barsch.
„Weil du mich zu deinem Spaß geil halten willst?“, fragte er verunsichert und noch leicht keuchend von der Lust, die ihm so plötzlich genommen wurde.
 Automatisch griff ich nach dem Handtuch über meiner Stuhllehne und ließ es auf seinen blanken Körper knallen.
„Denk gefälligst nach! Was habe ich dir gesagt, sollst du tun?“
Er überlegte kurz, dann sagte er fest: „Keinen Ton mehr sagen, dich nicht anfassen und zur Decke schauen.“, der Mann war viel zu gut erzogen. Seine Erfahrung war bewundernswert – jedenfalls für mich.
„Na also, und wieso tust du es dann nicht?“, fragte ich kühl.
Diese Rolle wurde zunehmend interessant für mich. Diese kleine Stückchen Macht, was mir das Handtuch in meiner Hand gab und ihn so zu sehen ließ mich feucht werden und meine Augen blitzen.
Dieser Mann - vor welchem ich Angst hatte, liegt nun mir ausgeliefert auf meinem altersschwachen Bett.
WAS FÜR EIN TRIUMPH!

Ich schritt auf ihn zu und berührte seine Knie..

Meine Hand wanderte nach oben...

Immer höher...

und höher...

 

Plötzlich holte mich ein vorbeirauschendes Auto wieder in die Realität zurück.

Ich sprang einen Satz zurück, denn ich hatte es wegen meiner Musik nicht kommen hören, noch gesehen da ich so sehr in meine Gedanken vertieft war.
Der Fahrer hupte mich sichtlich wütend an.
Eine viertel Stunde später stand ich mit klopfendem Herzen vor seiner Wohnungstür...

Bewertung

Votes with an average with

Kommentare

Wieder wunderbar geschrieben.

Nur leider fehlt mir das Tempo, welches du im ersten Teil schon vorgelegt hast. Ich hatte gehofft das es weiterhin so rasant weitergehen würde.

Deshalb von mir nur 5 Sterne.

Schreib weiter ich will immernoch wissen wie es weiter geht.

In reply to by sorrow (nicht überprüft)

...okay, ich nehms mir zu herzen...danke trotzdem :3

in dieser Geschichte die Domina zur Geltung kommt, aber hier habe ich meine Antwort  :-)

Ich bin gespannt wie es weiter geht.