Nur geträumt? - Teil 8

 

Nach dem doch schon etwas Zeit seit dem letzten Teil vergangen ist, hier noch einmal ein kleiner Überblick, was bisher geschah.

Nach einer feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier wurde ich von meiner neuen Kollegin Tatjana des Nachts nach Hause gebracht. Tag´s darauf, immer noch in erheblicher Katerstimmung, bin ich erschöpfungsbedingt während der Fußmassage meiner Frau und Herrin etwas eingenickt, was mir einen intensiven SM Traum bescherte. Dieser führte letzten Endes dazu, dass ich durch eine Panikattacke, während des Träumens, unsanft von Ihr aus diesem geweckt wurde.
Caren, meine Frau, hatte darauf hin beschlossen, als kleine Entschädigung für meinen ungebührlichen Absturz bei der Weihnachtsfeier meine neue Kollegin Tatjana zum Kaffee einzuladen.

In einem Anflug geistiger Verwirrtheit, aber auch um mir etwas Ablenkung vor dem besagten Kaffeeklatschtermin zu verschaffen, überredete ich meine Frau Caren zu einem Shopping-Tag.   Wurde mir dieser Wunsch doch mehr als mir gut tun würde, erfüllt...

Nachdem ich schließlich nicht ganz wunschgerecht neu eingekleidet wurde, hatte es doch etwas Mühe gekostet, meine Frau in der Stadt wieder zu treffen. Wie befürchtet, konnte sie sich mit meinem neuen Styling nicht in der Form anfreunden wie ich es mir gewünscht hätte, was für mich letztendlich bedeutete nach einem fetten Anschiss und den darauf folgenden Zugeständnissen meinerseits, mittellos den Heimweg antreten zu müssen.

Endlich zu Hause angekommen, musste ich mich durch die vorangegangenen Ereignisse vollkommen neu orientieren. Mein altes Leben als „normaler“ Ehemann, mit sporadisch devoter Neigung, war scheinbar nicht mehr existent. Auch durfte ich das in Caren schlummernde Talent als neugeborene Domina bewundern und erleben. Hatte mir meine Frau und Herrin nach leidvoller Prüfung, neue Einblicke und Möglichkeiten im Bereich der „dominanten Erotik“ eröffnet. Was uns letztendlich derart beflügelte, dass wir im Anschluss sowohl unter der Dusche wie auch im Schlafzimmer kaum noch von einander lassen konnten, bevor wir spät in der Nacht, erschöpft in Morpheus’ Armen Ruhe fanden. Nun, eine Person, sie ruhte scheinbar nicht ganz so tief... Sie hatte offenbar andere Pläne und auch wenn ich mich anfangs dagegen wehrte, hatte Caren letztendlich durch hartnäckige Überzeugungsarbeit dafür gesorgt, dass mir die Wahl letztendlich nicht ganz so schwer fallen sollte. Zudem entwickelte sich der Besuch von Tatjana in eine Richtung die ich so, niemals vorhergesehen hätte.
 

 


 

Nur geträumt? - Teil 8

 

Spiele

Aileen? Diesen Namen hatte ich vorher noch nie gehört. Es klang – vertraut, wie eine sehr gute Freundin, oder gar wie die eigene Tochter?

Dieses Getuschel zwischen den beiden Lady´s und Tinas Telefonat, erzeugte in mir schon wieder großes Unbehagen. Von welchem großen Wunsch redete Caren da? Ich tappte jetzt doch etwas im dunklen. Ein frösteln durchfuhr mich, hatte ich doch in letzter Zeit viele Wünsche in Bezug auf meinen Neigungen hin offenbart. Eine innere Aufregung baute sich zusehends auf und sorgte dafür, dass sich die Kälte langsam in meinen Extremitäten ausbreitete. Caren erkannte wohl das ich immer mehr in Grübelei versank und war sogleich bemüht mich umgehend an meine Pflichten zu erinnern. Durfte ich jetzt im Wohnzimmer alles für die Kaffeetafel vorbereiten.

„Komm her Schatz. Damit du nicht so ganz schmucklos durch die Gegend rennst...“

Caren befestigte an jeder Handgelenkfessel eine Panzerkette die am Ende mit dem O-Ring des Halsreif verbunden und durch kleine Schlösschen gesichert wurden. Glücklicherweise waren diese Ketten mehr Zierde als zur Disziplinierung gedacht.

„Claudia! Jetzt hab ich dich so hübsch gemacht, aber so richtig glücklich scheinst du immer noch nicht zu sein?“

„Nein nein, verehrte Lady Caren, ich bin nur so gerührt, welche Aufmerksamkeit Ihr mir alle zuteil werden lasst.“

Schnell machte ich brav meinen Knicks, schenkte Caren ein Lächeln und schickte mich an die Gläser ab zu räumen, währenddessen Caren eine gespielt verärgerte Mine aufsetzte und mir mit dem Finger drohte. Auf den Weg in die Küche überschlugen sich meine Gedanken förmlich. Zwischen Caren und Tatjana mussten an jenem Abend, während ich meinem Alkoholkoma frönte, ein reger und   umfangreicherer   Erfahrungsaustausch stattgefunden haben, als man mir glauben machen wollte.Tina und Tatjana waren allen Anschein nach gut befreundet. Zu meiner Überraschung hatte Tina von Anfang an keinerlei Hehl daraus gemacht. Ich wurde trotz allem nicht so richtig schlau daraus, aber dieses Dreigestirn verband irgendwie ein Geheimnis.

Während ich in der Küche weitere Vorbereitungen traf, fand im Wohnzimmer eine angeregte   Unterhaltung statt. Die Damenrunde schien sich ja mittlerweile köstlich zu amüsieren. Von den anfänglichen aufgesetzten Spannungen zwischen Tina und Caren war, „oh Wunder“, nichts mehr zu vernehmen. Mich beschlich mehr und mehr der Gedanke, dass dies alles doch kein Zufall sein konnte? Aber war das im Moment wichtig?
Nein! Wichtiger war es, endlich die blöde Kaffeesahne zu finden, bevor Caren noch auf die glorreiche Idee kommen würde, mich deswegen vielleicht noch zu Gabi zu schicken, oder anderlei Inspirationen zu diesem Problem haben könnte. Mal überlegen, wäre ich dem abgeneigt? Mir wurde mit einem Schmunzeln bewusst, dass ich doch etwas an Selbstüberschätzung litt. Zudem war die Sahne-Bar von Caren ja aufwendig stillgelegt worden. Ich hob leicht das Röckchen und tastete vorsichtig meinen Schritt ab. Mein armer Schniedel.
Einfach so Weggesperrt in einer... FIEP, FIEP, FIEP...!
Oh Scheiße! Was war jetzt das? Bevor ich realisierte was hier grade passierte, hatte sich das dominante Trio auch schon in der Küche eingefunden und schaute mich mit den Händen in die Hüften gestemmt vorwurfsvoll an.
Immer noch das Röckchen in der Hand haltend, irritierten, schuldbeladen mit angstvollen und vermutlich ziemlich dümmlichen Gesicht, zeigte ich leicht o-beinig stehend mehrfach mit dem Finger in meinen Schritt.

„Hast Du uns irgendetwas zu sagen, Claudi?“, flötete Tina mit einem leicht gehässigen arrogantem Grinsen.

„Ähm ich bin, also Ich..., ich bin mir nicht sicher Lady Tina, aber ich, ich glaube in meinem Höschen piept es...“, markierte ich aufgeregt den unwissenden, nur leider mit hochroten Gesicht.

„Na da wollen wir mal hoffen das dein Plug keine Fehlfunktion hat. Wer weiß, was da sonst noch alles passieren kann“, entgegnete Tatjana mit gespielt ernster Mine, während mein Herz immer weiter in die piepsende Hose rutschte.

„Bestenfalls“, entgegnete Caren mit analytischer Präzision: „hat jetzt der Füllstandsanzeiger deiner Windel ausgelöst...“

Alle Lady´s schauten mich jetzt äußerst Besorgnis erregend an, bis sie nach unendlichen Sekunden fast gleichzeitig in schallendes Lachen ausbrachen. Tina hielt die Fernbedienung hoch, was mich instinktiv veranlasste auf die Knie zu gehen, um in aufkeimender Panik flehentlich um Gnade zu betteln, aber sie kannte kein Pardon und drückte auf eine dieser Tasten und - zu meiner großen Überraschung, blieb das gefürchtete Gewitter im Arsch dieses mal aus, nur das Piep-Geräusch verstummte. Erleichtert und etwas zittrig versuchte ich mir ein lächeln abzuringen was aber leider gänzlich misslang. Zu groß war mir immer noch die Angst des zu erwarteten Stromstoßes in das Gesicht geschrieben.

„Es sollte dir zukünftig eine Lehre sein, deine neugierigen Finger bei dir zu behalten!“ Entgegnete Caren mit warnender Geste.

Schnell lies ich ertappt das Röckchen los und hielt mir die Hände schützend vor die Brust. Mein Herz raste vor Aufregung. Caren reichte mir ihre Hand, zog mich zu sich, nahm mich in ihre Arme und flüsterte: „Enttäusche mich bitte nicht vor den Mädels mein Schatz, ja?“, während ich verhalten dabei nickte.

Langsam kam ich wieder zu Ruhe, Caren wendete sich Tatjana und Tina zu.

„Ich denke wir haben später noch genug Zeit mit Claudia zu spielen und lenken sie jetzt nicht weiter von ihren Verpflichtungen ab.“

Charmant lächelnd bot sie beiden Lady´s den Arm an, zwinkerte mir abschließend zu und führte sie zurück in unser Wohnzimmer. Interessant, dieser Plug konnte also auch Piepsen! Toll! Kann er vielleicht auch Kaffee kochen? Ich schüttelte etwas abgenervt den Kopf.
Klaus, ermahnte ich mich, konzentriere dich! Ich stellte alles hübsch dekoriert auf einen Teewagen zusammen. Geschirr, Frischer Kaffee, Stollen, Lebkuchen, Plätzchen und, ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, Domina..., nein, Dominosteine gab es zum Verzehr. Statt Kaffeesahne musste es Frischmilch tun, die ich in ein kleines Kännchen abfüllte. Ich hoffte inständig, dass mir diese Entscheidung nicht zum Nachteil gereichen würde. Ein dreiarmiger Kerzenleuchter rundete das Gesamtbild ab. So, einmal tief durchatmen und auf ging es in die Höhle der Löwinnen!

Mit spürbar pochendem Herzen näherte ich mich dem Wohnzimmer, parkte den Teewagen vor der Tür, betrat den Raum, räusperte mich und machte brav meinen Knicks.

„Lady Caren, darf ich sprechen?“

Oh je. Alle Augen waren schlagartig auf mich gerichtet, mit einer Mischung aus abfälligen, aber zu meiner Überraschung von Tatjanas Seite auch ein wenig Mitleidigen Blicken.

„Nun, ich hoffe nur du hast einen triftigen Grund unsere Unterhaltung zu unterbrechen Claudia?“, entfuhr es Caren mit strengem Unterton.

„Verzeiht bitte die Störung verehrte Lady Caren. Wenn es euch genehm ist, würde ich jetzt den Kaffee und das Gebäck anrichten?“

Caren nickte wohlwollend und ich schickte mich an, den Teewagen in das Wohnzimmer zu schieben. Das Gespräch der Lady´s verstummte und unter kritischen Blicken begann ich mit leicht zittrigen Händen den Tisch einzudecken.

„Was ist los mit dir, hast du Angst kleines?“

Verhöhnte mich Tina bei meinen Bemühungen die Tassen möglichst geräuschlos auf die Untertassen zu bekommen. Zudem verriet mich immer wieder ein leichtes klingeln des Porzellans, wenn der Ausgießer der Kaffeekanne beim Eingießen den Tassenrand berührte. Ich hasste diese Stille, man hätte eine Nadel zu Boden fallen hören! Drei Mädels in einem Raum und keine spricht? Mein Frauenbild bekam erste Kratzer...

„Bevor hier noch ein Malheur passiert nehmen wir uns den Kaffee lieber selber“, regte Caren an und winkte mich zu sich.

„Ich hoffe nur für dich das du beim Gebäck verteilen etwas mehr Talent zeigst. Auf die Knie und strecke deine   Arme vor“, wies Caren mich an.

Mit großer Verwunderung musste ich feststellen das Caren den Schlüssel zu meinen Armreifen besaß. Ich blickte erstaunt zu Tina die nur süffisant grinste während sie ihren Kaffee genüsslich weiter schlürfte.

„Ich sagte dir ja schon das ich dein Outfit noch komplettieren muss“ und hielt mir einen weißen Handschuh aus Latex vor die Nase.

Ah ja, ich erinnerte mich wieder was Caren beim ankleiden sagte und hatte mich schon gewundert wieso: „der Handschuh fehlt noch...?“, klar, es war ein Monohandschuh... Flink öffnete sie die Stahlschellen an meinen Handgelenken, als ob sie es schon ein dutzend male getan hätte. Verdammt, woher wusste sie...?

„Dreh dich herum, Arme nach hinten!“ Befahl Caren trocken.

Mit einem Lederriemen fixierte sie mir die Ellenbogen soweit hinter dem Rücken zusammen, bis ein scharfes einatmen meinerseits das Ende der Beweglichkeit des Schultergelenks signalisierte.

Ihr Knie fest gegen den Rücken gedrückt und ein kräftig nachgesetzter Ruck am Riemen ihrerseits, sollte mir allerdings zu verstehen geben das nicht ich, sondern einzig und alleine Sie darüber entscheiden würde, wo meine zumutbaren Grenzen anzusetzen sind. Ein schmerzhaftes stöhnen entwich quittierend meinen Lippen. Dem Glanz von Tatjana und Tinas Augen nach zu urteilen, waren sie mit dem erreichten Ergebnis doch sichtlich zufrieden. Mehr als zuvor schoben sich meine Silikonbrüste durch den jetzt überstreckten Rücken in den Vordergrund.

Caren drückte meine Handflächen aneinander während sie im Anschluss den Monohandschuh über die Arme streifte.
Straff werden die Riemen vom Handschuh über dem Brustbein gekreuzt und über die Schulter gezogen, bevor sie im Rücken des Handschuhes wieder streng an ihren Schließen fixiert werden.
Ein Loch nach dem anderen wird nun an dem Monohandschuh von Caren in akribischer Folge mit der Korsettschnur versehen. Immer weiter verschließt sich das Latex, welches sich wie ein straffer Kokon um die Arme schmiegt und einem Stück für Stück die nahende Hilflosigkeit vor Augen führt. Der anfängliche Schmerz, dass ziehen in Muskeln und Sehnen weicht immer mehr einem angenehmen kribbeln auf der Haut, ausgelöst durch die leichten und zielstrebigen Berührungen der Finger meiner geliebten Herrin. Ich kann nicht sagen warum, aber es macht mich total an.

Ein wohliger Schauer durchfährt bei jedem zusammenziehen der Verschnürung meinen Körper. Die feinen Berührungen, gepaart mit dem Gefühl der strengen Fesselung durch Korsett und Handschuh erregen mich in höchstem Maße und lassen mich gleichzeitig spüren dass ein Erlösender Orgasmus doch in weiter Ferne liegt. Wie durch einen Nebel sehe ich im Augenwinkel wie Tatjana und Tina sich gegenseitig anstoßen, sich über meinen verklärten Gesichtsausdruck amüsieren, bis Tatjana die Fernbedienung ergreift. „Nein!“ Schreie ich innerlich im Sinnesrausch „nein, bitte nicht du Tatjana...“

Im nächsten Augenblick spüre ich, wie fließende Wellenbewegungen meinen Anus bis tief ins innere des Darms fluten. Ich könnte vor Lust schreien und gleichzeitig heulen, wissend das meinem kleinen Freund in seinem Gefängnis keine Erlösung widerfahren wird. Es ist schön, grausam schön... Ich falle zurück in die Arme meiner Frau die mich auffängt und ohne Groll zärtlich über die Wange streichelt.

„So fertig! Es reicht, zurück auf die Knie du verdorbenes geiles Stück! Kaum reicht man dir den kleinen Finger, greifst du auch schon wieder unverschämt nach der ganzen Hand“, während sie   mich dabei unsanft von sich weg schob.

Augenblicklich stoppte leider auch die Stimulation in meinem Hintern. Es fühlte sich an wie kalt abgeduscht, schlagartig verebbte auch die eben noch so intensiven Gefühle und machten wieder Platz für die schmerzenden Schultergelenke die gnadenlos von dem Monohandschuh in ihre unnatürliche Position gepresst wurden.

Meine Herrin griff in einer ihrer geheimnisvollen Tüten, die neben dem Sofa abgestellt war und zauberte ein beinahe Nierenförmiges Brett hervor. Nein! Auf dem zweiten Blick konnte ich es erkennen, es war ein Tablett welches mit diversen Riemen und Ketten ausgestattet war. Tatjana triumphierte.

„Na so ein Zufall, da habe ich doch glatt ein passendes Geschenk für unsere Gastgeberin dabei und ich denke Claudia kommt hierbei sicher auch nicht zu kurz“, während sie freudestrahlend ein kleines schwarzes Päckchen aus ihrer Handtasche hervor holte und es Caren übergab.

„Ja aber Tatjana, liebes, das wäre doch nicht nötig gewesen“, antwortete meine Herrin mit verschämten Blick.

„Ach Caren, ist doch nur eine Kleinigkeit. Aber glaube mir, du wirst es lieben“, kicherte Tatjana hinter vorgehaltener Hand während der Schalk in ihren Augen blitzte.

Auch ich platze langsam vor Aufregung, in freudiger Erwartung? Nun ja, eher freudige Erwartung heuchelnd, wohl wissend das der Inhalt dieses Päckchens mir aller Wahrscheinlichkeit nicht wohl gesonnen ist. Caren schnallte mit das Tablett um die Taille und Verband die feingliedrigen Ketten, welche an den vorderen Enden des Tabletts zur Stabilisierung befestigt waren mit meinem Halsband.

„So mein Schatz, da wollen wir doch einmal sehen, was uns die nette Lady Tatjana geschenkt hat?“

Ein spitzbübisches Grinsen zierte ihr Gesicht, während sie meine Backe tätschelte. Caren öffnete mit geübten Griff das Geschenk und wippte freudig erregt auf dem Sofa hin und her, während sie ein silberglänzendes „Etwas“ in der Hand hielt. Mist! Leider ließ es meine Dioptrien-Fehlfunktion nicht zu, den Gegenstand in ihrer Hand zu erkennen.

„Damit lässt sich ganz ausgezeichnet die Körperhaltung des Dienstpersonals trainieren, wenn Du verstehst was ich meine?“, Merkte Tatjana noch an.

Caren nickte, wohl wissend was Tatjana meinte, während Tina zufrieden lächelnd weiter an ihrem Kaffee nippte und die Dominosteine für sich entdeckt hatte. Soso..., eine Naschdomse! Wer hätte das gedacht. Der strenge Ruf meiner Herrin sorgte allerdings gleich wieder dafür, dass ich ihr meine gesamte Aufmerksamkeit zu schenken hatte! Sie beorderte mich zu ihren Füssen, Verband mit einem Tuch meine Augen.

Blind, nur noch auf das Gehör und die Körperreize fixiert kniete ich vor meiner lieben Herrin. Zu meiner Überraschung viel mir auf, dass mein anfängliches Schamgefühl gegenüber Tatjana und Tina lange nicht mehr so ausgeprägt war wie zuvor. Begann ich die mir zugedachte Rolle doch immer mehr zu leben? Es hatte den Anschein, je weniger man darüber nachdachte, desto besser funktionierte es. Plötzlich packte mich jemand an der Nase und zog sie nach oben.

„Bleibst du wohl unten mit deinem Arsch? Den Kopf sollst du in den Nacken legen, sonst nichts“,   herrschte Caren mich an.

Während Tatjana und Tina die Befestigung dieses metallisch klappernden Teils erklärten, vernahm ich so Signalworte wie Nasenscheidewand, Quetschgefahr, nicht überlasten... Fluchtartig hatte sich meine so mühsam erkämpfte innere Ruhe in Luft aufgelöst und ich begann etwas nervös zu werden.

„Halt still!“, blaffte Caren mich an, als kaltes Metall auch schon den Steg meiner   Nasenscheidewand beidseitig berührte, um im Anschluss immer fester zusammengepresst zu werden, bis mir letztendlich ein lautstarkes „Autsch!“ entfuhr.

„Jetzt stell dich nicht so an, ich habe ja schon wieder ein bisschen nachgelassen“, konterte Caren.

„Na ja, so übergangsweise ist das erst einmal eine brauchbare Lösung“, merkte Tina trocken an.

  Moment mal, übergangsweise? Mir schwante böses. Nicht das ich jetzt ängstlich wäre, nein nein, aber so langsam, drängte sich mir der Verdacht auf das diese ganze Geschichte aus dem Ruder laufen könnte.   Im nächsten Moment vernahm ich auch schon ein klicken unter meiner Nase, verbunden mit einen unangenehmen Zug nach unten. Leider verdeckte dieses blöde Tuch immer noch erfolgreich die Sicht auf die vermutlich jetzt kommenden Demütigungen.

„Du kennst doch sicher den Spruch, immer der Nase nach“, hörte ich überraschen Tina vor mir.

Ein Ruck und stetiger Zug an der Nase nach oben, zwang mich, wollte ich größere Schmerzen vermeiden, unweigerlich auf die Füße, was sich mit auf dem Rücken gefesselten Armen und verbunden Augen als gar nicht so einfach heraus stellte. Tina indes schien sich prächtig zu amüsieren, während sie mich an der Nase in alle möglichen Richtungen innerhalb des Untergeschosses dirigierte. Es hatte beinahe den Anschein, dass sie nur auf eine Möglichkeit gewartet hatte sich endlich mal im Haus umsehen zu können, was sie jetzt mit vielen lustigen Richtungswechseln ausgiebig nutzte.

Wieder zurück meinte Tatjana: „Na sieh mal an, dass macht Claudia doch gar nicht so schlecht, oder was meint ihr?“

„Also das Claudi sich so einfach an der Nase herumführen lässt, hätte ich auch nicht gedacht“, witzelte Tina.

Ja ja. Lustig lustig. Vom Gefühl her hätte ich meinen Nasensteg in der Nähe des Kinns vermutet...

„Nein mal ernsthaft“, sagte Tatjana „ich hab eine Riesen Idee!“

Ach bitte nein, nicht schon wieder einer dieser Superideen. Als hätte ich es nicht geahnt gingen die drei Lady´s umgehend in den Flüstermodus über. Nach unendlichen Sekunden des Getuschels höre ich Caren kichernd sagend: „Nein, wirklich? Ist ja irre!“, entfährt es ihr „Schatz, dass wird toll!“

Leicht angespannt dieser vielen Überraschungen überdrüssig antwortete ich: „Sicher verehrte Lady Caren, ihr alleine wisst...“

„Ja ja sicher mein Schatz, ich weiß was gut für dich ist“, führte Caren den Satz zu Ende aus und klang dabei nicht sonderlich amüsiert über meinen unbedachten Ton.

„Kann es sein das dir die Rosette juckt Claudia? Da kann ich liebend gerne Abhilfe schaffen!“

Ich sank, so schnell mir möglich, auf meine Knie, senkte mein Haupt so tief ich konnte und schüttelte etwas hölzern vor Anspannung meinen Kopf.

Im nächsten Augenblick hielt mir jemand überraschend die Nase zu. Instinktiv öffnete ich den Mund um Luft zu holen, als auch schon wieder dieser bescheuerte Ballknebel zwischen meine Zähne gepresst wurde. Der Versuch mich ihm zu entziehen, wurde erfolgreich durch ein plötzliches piepsen in meinem Schritt unterbunden. Hatte ich das Überraschungsei im Hintern doch beinahe vergessen.

„Na Claudia“, flüsterte mir meine Herrin zu: „ist meine Kleine gar nicht mehr mutig? Schade. Aber ein wenig Strafe muss sein“, während sie mit aller Kraft den Riemen des Knebels fest zog und mit einem kleinem Schloss hörbar sicherte.

Na super, die Druckmarken an meinen Mundwinkeln würde man sicher noch Tage lang sehen können.

„So gefällt mir das schon besser“, raunte Caren mit finsterer Stimme.

„Schön das du so schnell erkannt hast wo dein Platz ist. Vergiss es nie wieder! Komm her, wir sind noch nicht fertig“, herrschte Caren mich mit strengem Ton an.

Ein mit sanfter Gewalt ausgeführter Ruck an der Nase, führte mir meine momentane Hilflosigkeit unmittelbar wieder vor Augen. Schnell folgte ich dem unangenehmen Zug. Vor ihrem Schoß kniend   begann sie wieder an der Nasenklemme herum zu nesteln. Es fühlte und hörte sich an, als ob die Ketten des Tabletts vom Halsreifen gelöst und statt dessen mit der Nasenklemme verbunden wurden. Caren dirigierte meinen Kopf in eine Position die einem Halskorsett alle Ehre gemacht hätte.

„So, diese Haltung würde ich an deiner Stelle beibehalten, solltest du kein Interesse daran haben für meinen späteren Peitschentest- und Training´s-Workshop Mitmachpunkte zu sammeln mein Schatz.“

In nächsten Augenblick entfernte Caren mir die Augenbinde. Leider konnte ich durch die aufgerichtete Kopfhaltung und meinen vorwitzigen Titten nur schemenhaft die Umrisse samt einer kleinen Kante von diesem Tablett erkennen. Caren stellte den mit Gebäck angerichteten Teller langsam auf das Tablett, Die Spannung und der Zug an der Nasenscheidewand erhöhte sich stetig, was mich zu einem kurzatmigen Stöhnen animierte. Tina kam breit grinsend auf mich zu.

„Auch ich, werde dich gebührend bei deiner Aufgabe unterstützen Claudia.“

Sie nahm sich einen weiteren Domino-Stein vom Teller und legte dafür zwei silberglänzende circa 2 cm große Kugeln auf das Tablett.

„Du wirst nach Aufforderung Gebäck servieren meine kleine Zofe. Knieend- und ohne zu trödeln! Sollte eine dieser Kugeln vom Tablett fallen, bedeutet das zehn Strafhiebe, oh entschuldige, Mitmachpunkte für dich. Trödelst du, gibt es pro Verwarnung immerhin noch fünf Mitmachpunkte. Hast Du das verstanden?“

Ich starrte angestrengt zu Tina und versuchte gleichzeitig das Tablett möglichst nicht aus den Augen zu verlieren.

„Was ist? Bist du taub? Rede ich Chinesisch? Zöfchen, Ich habe dich etwas gefragt.“

Gerade noch rechtzeitig durchschaute ich den Hinterhalt dieser Frage, ein fast unmerkliches Nicken ließ mich in Panik erkennen, dass die beiden Kugeln im Begriff waren, gefährlich nahe in Richtung Tablett-Rand zu rollen. Nur leicht neigte ich mich mit dem Oberkörper nach vorne, während ich gleichzeitig den Kopf anhob, um das Tablett möglichst schnell wieder in die Wage zu bekommen, um dem Lauf der Kugeln entgegen zu wirken. Caren nickte anerkennend. Puh, das war knapp.

Wer jetzt der Meinung ist, dass Spiel könnte beginnen, der irrt, wie auch ich in diesem Moment. Denn in Wirklichkeit, war ich schon mitten drin. Als wäre es nicht schon genug, trat plötzlich Tatjana aus dem Augenwinkel hervor und ließ mit einem süffisanten Grinsen zwei Ledermanschetten, die mit einer kurzen Kette verbunden waren, vor meiner Nase hin und her schaukeln.

„Also Claudia“ gab sie die gespielt Empörte, „ich habe dir selbstverständlich auch etwas mitgebracht. Du hast doch hoffentlich nicht ernsthaft geglaubt das ich mit leeren Händen zu eurer Kaffee Einladung komme?“

Ich war fast schon wieder so weit mich dazu hinreißen zu lassen den Kopf zu schütteln. Statt dessen versuchte ich ein: „nein, natürlich nicht“ durch meinen Knebel zu pressen, was aber gänzlich misslang und wohl eher den Aussagecharakter eines Wookiees hatte. Tatjanas anfängliches Schmunzeln verwandelte sich jetzt in ein herzhaftes Lachen.

„Also Schnucki, wirklich, es langt vollkommen wenn du nickst, oder den Kopf schüttelst.“

Wie abgesprochen nickten alle drei gleichzeitig vor meinem Gesicht und schüttelten anschließend den Kopf bevor sie in schallendes Gelächter über ihre spontane synchron geglückte Darbietung ausbrachen. Ein Bild für Götter. Dahin war meine Selbstbeherrschung, ich grunzte vor Lachen in den Knebel und konnte nur noch mit großem Schreck das aufschlagen beider Metallkugeln auf dem Boden vernehmen.

Prompt ging das Lachen meiner drei Lady´s jetzt in Gejohle und Applaus über.

„Na siehst du, da kannst du mal sehen wie einfach es ist uns glücklich zu machen“, witzelte Tatjana.

„Ja die Claudi ist schon eine Gute und lässt nichts unversucht um ihre Herrin zu verwöhnen“, frotzelte Tina.

Caren beugte sich zu mir und schaute mich etwas vorwurfsvoll an.

„Du bist dir aber schon darüber im klaren dass man mit 20 Schlägen, ähm ich meine Mitmachpunkte noch keinen vernünftigen Workshop ausrichten kann meine Liebe?“

Gebannt durch den Augenkontakt mit meiner Herrin, nickte ich Idiot natürlich brav mit dem Kopf ohne realisiert zu haben dass Tina zwischenzeitlich die Kugeln wieder heimlich auf das Tablett zurückgelegt hatte. Um so größer war die Überraschung, als diese wiederholt zu Boden fielen.

„Ach danke Claudia, du bist ein echter Schatz“

Mit diesen Worten gab mir Caren schelmisch grinsend ein Kuss auf meinen Knebel und amüsierte sich über mein dummes Gesicht, während sie die Kugeln wieder einsammelte und auf das Tablett legte. In kürzester Zeit hatte ich 40 „Mitmachpunkte“ gesammelt. Es war genug! Keinen Millimeter würde ich mich jetzt noch bewegen, doch was nestelte Tatjana mir da an den Beinen herum? Ich spürte wie die Ledermanschetten an meinen Fesseln befestigt wurden. Sie zog die Füße zusammen und fixierte sie mit dem Ring am Ende des Monohandschuh, mit einem kleinen Schloss.

„So fertig!“, freute sich Tatjana „wir wollen ja schließlich nicht das durch zu große Schritte wieder etwas von deinem Tablett fällt, nicht war Schnucki?“

Man konnte förmlich sehen wie Tatjanas Schalk im Nacken fröhlich von Schulter zu Schulter hüpfte. Ha! Aber das konnte sie vergessen. Ich rühre mich nicht mehr von der Stelle, blinzelte triumphierend zwei mal mit den Augen, das musste genügen.

„Wie, was ist jetzt mit dir?“, Tatjanas Gesicht verfinsterte sich zusehends.

„Willst du jetzt ausgerechnet mir, die dich heute vor größeren Schaden bewahrt hat, den gehorsam verweigern?“

Ein wütend, zittrig, lautes Durchatmen ihrerseits signalisierten mir das bevorstehende Donnerwetter.

Grob stieß sie mir mit ihrer flachen Hand hart gegen die Stirn, so das sich der Kopf unweigerlich   nach hinten neigte und die Kugeln dadurch wieder fahrt aufnahmen. Ein fieser Schmerz durchströmte meine gepeinigte Nase der mich in den Knebel schreien lies. Panisch versuchte ich wieder die Balance zu finden als sie mich förmlich anspie:

„SCHAU MICH GEFÄLLIGST AN, WENN ICH MICH SCHON MIT DIR SKLAVENVIEH ABGEBE!“

Wow!

Das - saß!

Jetzt war es auf einmal still, einzig die Kugeln konnte man zu Boden fallen hören.

Nie im Leben hätte ich gedacht dass Tatjana so abgehen könnte. Bruchteile von Sekunden vergingen gefühlt wie Minuten. Diese Stille, sie wurde immer unerträglicher. Keiner sprach, keiner bewegte sich. Nur der stechende Blick von Tatjanas Augen, der immer tiefer wie ein Dorn in mich einzudringen schien, mich wie ein Beutetier fixierte und die im Raum tickende Standuhr, welche bedrohlich die langsamer vergehenden Sekunden diktierte, waren allgegenwärtig.

 

 

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