Die Falltür (Anfang : Pisa)

 

Neulich las ich in der Lokalzeitung, dass Frau Wohlgeruch, wohl bekannt durch ihr sehenswertes Euter-Dekolleté, das sie bei öffentlichen Veranstaltungen der besseren Gesellschaft auf Wunsch ihres liebevollen Gatten großzügig zur Schau stellen musste, plötzlich von der Bildfläche verschwunden sei.

Ihr untröstliches Herrchen allerdings ist nun seit kurzem wieder voll ausgestattet mit einer überaus wohl gerundeten Begleitperson, die in den Augen und Händen seiner Freunde den Vorzug besitzt, eine Generation jünger zu sein als er selbst und – man muss es leider sagen – als seine verschwundene Gattin. Wenn auch nicht ganz so belastbar, möglicherweise. Aber das wird sich vielleicht noch ändern im Laufe der Zeit, könnte ich mir denken.

Man munkelt, die entfernte Dame sei zuletzt beim Shoppen gesehen worden. Ich habe den Verdacht, die Falltür in der Umkleidekabine eines eigentlich renommierten Modehauses könne da ins Spiel gekommen sein.

Neulich als ich mal wieder im Internet surfte, stieß ich übrigens auf eine interessante Seite, die von Albanien aus betrieben wird. Wenn ich mich nicht sehr getäuscht habe, ist Frau Wohlgeruch nicht restlos verschwunden. Nun, ihre Arroganz vielleicht. Ansonsten ist sie da zu sehen wie sie leibt und lebt; gesund und na ja munter, jedenfalls irgendwie. Manches hat sie auch dazu gewonnen. Ein äußerst strammes Korsett z. B., erstaunlich, dass man damit noch atmen kann, ferner eine Pferde- Trense, die sehr reizvoll ihre Mundwinkel breitdrückt wie zu einem Lächeln. Sehr wertvollen Schmuck oder besser gesagt, sehr schwere Ringe durch die Tittenvorhöfe. An der linken Seite übrigens sogar aufdringlicherweise gleich zwei Stück auf einmal, davon der eine Ring so eng bemessen, dass er die Brust recht erstaunlich einquetscht.

Fotzenringe sind ihr anscheinend auch gegönnt worden. Richtig dicke Dinger, jeder so fast ein Pfund schwer. Mit langwierigen Folgen für ihre Fotzenlappen. Die sind nämlich bestimmt bald als Feudel verwendbar, wenn man der launigen Bemerkung eines interessierten Mitmenschen folgen will, dem ich das Bild neulich mal zeigte, als er wissen wollte, was mit seiner früheren Freundin denn nun eigentlich los sei.

Also wirklich, bei der Sau man hat an nichts gespart. So als ob sie, wie man das von ihr ja von früher gewohnt war, in einem fort „mehr, mehr, mehr!“ geschrien habe. Also geschrien hat sie ganz bestimmt. Spätestens als man ihr diese Monster-Ringe durch die Zunge und die Nasenscheidewand getrieben hat. Aber was solls, wer schön sein will, muss leiden, oder? Ist sie nun schön? Ich finde allein den Ausdruck ihrer Augen anbetungswürdig. Wimpernlose Augen übrigens. Ob die Haare nun gezupft oder verbrannt worden sind, wer kann das jetzt noch mit Bestimmtheit sagen? Und der Sabber, der ihr jetzt aus dem Maul tropft, weil sie ob des großen Zungenringes die Lippen nicht mehr schließen kann, ist doch wohl nicht der Rede wert, oder? Obendrein tropft er ja nicht so ohne weiteres. Sondern seilt sich ganz elegant vom Zungenring über die Unterlippe und von dort über den Nasenring ab. Wenn sie sich zu doll gehen lässt, kann man ihr ja immer noch ein Paar oder mehr Ohrfeigen geben. Zur Ermahnung und zur Erinnerung an ihre sittsamen Zeiten.

Ihre Titten kenne ich im Prinzip ja nur aus der Gesellschaftsspalte der Zeitung, aber ich finde, sie haben sich vermutlich schon verändert. Ob zum Besseren, sei vorsichtig mal so dahin gestellt. Außergewöhnlich groß, fett und prall sind sie jedenfalls geblieben. Aber sie baumeln nun tief über dem Korsett herab. Bis zur Fotze mindestens. Mindestens! Nun schwingen sie sicher großartig, wenn man sich erst mal die Mühe macht und sie in Bewegung setzt. Aber ohne Mühe kein Preis, oder wie heißt das noch? Jedenfalls macht sich da mancher gerne Mühe.

Die Fotze da unten ist natürlich nackt, gehört sich ja wohl auch für so ne Ficksau, oder? Nackt, fett und schlabberig. Zum Ficken allerdings wohl nicht mehr brauchbar, weil enorm ausgeleiert. Aber bestimmt ein prima Sekt-Wärmer. Sie wissen ja als erfahrener Gourmet; zu kalt darf so eine Flasche auch nicht sein. Ob die wohl auch in ihr Arschloch passen würde? Vielleicht wäre das mal einen Versuch wert! Auf dem Foto ist man noch nicht so weit gegangen. Nur der abgebrochene Stiel einer Klobürste ragt da raus. Immerhin: Klobürste im Arsch, Champagnerflasche in der Fotze, das hat einfach Klasse. Diese Frau ist vielseitig verwendungsfähig.

Ein hübsches Tatoo hat man ihr auch noch jemand spendiert, also wirklich, toll! Alles was recht ist: „Schweine-Fotze“ steht jetzt in hübschen gotischen Lettern auf die Stirn geschrieben.

Auch gepflegte Unterhaltung scheint ihr in vernünftigem Maße geboten zu werden. Von hinten wird sie von einem Eber genommen, während sie mit ihrer Schnauze einen Lehrerschwanz befriedigt. Die Klasse hat wohl gerade Bio. Biologie – Unterricht in Albanien. Was für ein tolles Unterrichtsmodell. Kein Wunder, dass Albanien in den Pisa Studien so weit vorne liegt.

Hab ich eigentlich schon schon ihre schicke Frisur erwähnt? Kannte ich natürlich aus dem FF – aus der Zeitung. Und jetzt: noch geiler und viel schicker! Avantgarde: einfach Glatze. Ja richtig, nun zeigt sie endlich ihren schönen dicken Eier-Kopf. Zum Brüllen komisch. Und klatscht auch delikat, wenn man draufschlägt. Leckere Handabdrücke auf der weißen Birne überall. Fügen sich zu einem hübschen Muster.

Und Herr Wohlgeruch, was sagte er, als ich ihm dezent einen link zu seiner Gattin schickte. „Nett“ grinste er. „Scheint sich wohl zu fühlen. Find´ ich gut.“

Wissen Sie, was ich mich nun frage: Diese Web-Seite mag aus Albanien kommen. Was aber ist mit den Bildern? Wo sind die eigentlich entstanden? Ich würde mich nicht wundern, wenn Frau Wohlgeruch froh und glücklich oder so ähnlich noch beinahe unter uns weilt. Oder jedenfalls hinter einer Kellertür ihres schönen Anwesens. Und sich über Besuch und Zuwendung nicht beklagen. kann. Wahrscheinlich von ähnlicher Gesellschaft wie früher. Aber jetzt geht es wohl doch lebhafter zu. Den Lehrer kenn´ ich übrigens auch. Seh´ ihn jeden Morgen in meinem Rasierspiegel.

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Kommentare

Die Art, wie du die Geschichte inszenierst, ist sehr speziell. Das ist gut, da außergewöhnlich. Die sehr distanzierte Erzählweise passt dazu, vor allem, weil du bestimmte Hintergründe ganz bewusst verschweigst.

Weniger gelungen finde ich die Konklusion. Du wolltest einen Kreis schließen, hast aber bestenfalls ene Ecke des Kreises (!) erwähnt...

Zu dem kommen ein paar grammatikalische Unsauberkeiten, fehlende Nebensatzabtrennungen oder falsche Satzgliedpositionen zum Beispiel.

Sechs Sterne sind mir daher wirklich zu viel, du wirst dich mit fünf von meiner Seite aus begnügen müssen.