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Hier kommt ein weiterer Teil meiner Kurzgeschichtensammlung und wahrscheinlich werdet ihr bekannte Gesichter wiedererkennen. Diese ist auch etwas länger als die Vorgänger, dennoch habe ich mich entschlossen, sie komplett zu posten und nicht aufzuteilen.
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Sie war an einen Strafbock gefesselt und selbst die Tatsache, dass sie vollständig bekleidet war, ließ die Situation genauso bedrohlich wirken als wäre sie nackt. Ihre Beine waren durch eine Stange gespreizt und sie wusste, auch ohne es zu sehen, dass ihr kurzer Rock nun hochgerutscht war und ihr Tanga darunter zum Vorschein kam, weil ihr Po hoch in die Luft gereckt war.
Sie hatte die dankbare oder auch undankbare Rolle der reinen Zuschauerin zugewiesen bekommen.
Drei Männer und eine junge Frau waren noch mit ihr in dem Raum, der einer modernen Folterkammer ähnelte. Die Frau mit den langen rotbraunen Haaren stand ruhig da und hatte die Füße etwas auseinander gestellt, während ihre Hände auf dem Rücken lagen. Der Kopf war hoch erhoben und der Blick zeigte sowohl Angst als auch Stolz.
Zwei der Männer waren dunkelhaarig, obwohl der eine blaue und der andere grüne Augen hatte. Der dritte Mann hatte seine Haare zu einem braunen Stachelhaarschnitt gegelt. Er war kleiner und gedrungener als die beiden anderen und umrundete nun die unbekleidete Frau, die immer noch mitten im Raum stand.
„Worin besteht deine größte Schwäche?“, fragte er.
„Mir wird leicht schwindelig, wenn ich nichts sehe“, antwortete die Angesprochene.
„Du bist ehrlich, das ist gut“, sagte der Fremde und streifte ihr eine weiche Augenbinde über. Er musste die Antwort gekannt haben. Dann drehte er sie ein paar Mal herum und ließ dann unvermittelt los. Nach einem kurzen Augenblick hatte sich die Frau wieder gefangen.
Ihr Name war Ali, ging der Zuschauerin plötzlich auf, und war ihre Schwester.
Der gedrungene Mann knetete Alis Pobacken. Der Gesichtsausdruck von ihr war angestrengt, aber sie hielt das Gleichgewicht. Dann ging er dazu über, ihre Brustwarzen zu zwirbeln oder daran zu zupfen, doch auch das hielt sie aus. Allerdings zuckte sie erschrocken zusammen, als er ihr unvermittelt zwischen die Beine fasste. Was er dort gefunden hatte, schien ihn zu überraschen, dennoch lachte er leise, als er die Handfläche hoch hob.
Ali war jetzt offensichtlich tatsächlich verzweifelt, denn eine einzelne Träne fand den Weg unter der Augenbinde hindurch. Der jüngere Mann, Cass hieß er, ging schnell zu Ali hinüber, befreite sie von der Binde und nahm sie in den Arm, während er ihr etwas zuflüsterte, das die Zuschauerin nicht verstand. Aber Alis Gesichtsausdruck entspannte sich etwas. Aus irgendeinem Grund schien sie ein schlechtes Gewissen zu haben, aber auch der Mann ohne Namen sprach auf sie ein und sie wirkte deutlich erleichtert.
Ali wurde an ein Andreaskreuz gebunden und stand nun mit dem Rücken zum Raum. Cass befand sich in ihrer Nähe, sodass sie sich nach ihm umdrehen konnte, während der Unbekannte eine Peitsche holte. Schon der erste Schlag hinterließ einen hellroten Striemen und Ali keuchte auf. Schnell erfolgten mehrere Hiebe, die auf ihrem Rücken ein Muster an parallelen Streifen bildeten.
Schließlich gab Morgan, der zweite Dunkelhaarige, das Zeichen aufzuhören. Ali keuchte und war schweißgebadet als Cass sie losband. Als er seine Hand zwischen ihre Schenkel schob, zog er sie nass wieder hervor. Sie bekam die Anweisung, sich hinzuknien und den Oberkörper auf den Boden zu legen. Der gedrungene Mann öffnete seine Hose und heraus sprang eine starke Erektion.
Hilflos flehte sie: „Cass, bitte …“
Der Fremde trat zurück und der Angesprochene öffnete ebenfalls seine Hose und drang mit einem Ruck in sie ein. Schon das reichte scheinbar aus, um sie zum Höhepunkt zu bringen, denn der folgende Schrei klang regelrecht erleichtert.
Die Zuschauerin spürte wie ihre eigene Nässe ihren Tanga durchweichte und an ihren Schenkeln hinab lief. Am liebsten hätte sie geschrien: „Ich will auch gevögelt werden“, aber sie traute sich nicht, da sie die Konsequenzen kannte. Würde sie einen Ton sagen, musste sie sich den Regeln beugen und das könnte für sie ebenfalls die Peitsche bedeuten und davor hatte sie zu viel Angst. Doch die Erregung wurde stärker …
Barbara fuhr in ihrem Bett hoch. Verdammt, das war wieder der gleiche Traum gewesen, wie sie ihn schon so oft gehabt hatte. Ein Traum, der mehr als nur ein Gespinst war, denn er zeigte ihr ein tatsächliches Erlebnis, auch wenn sie nicht alles wieder miterlebte, bevor sie erwachte. Sie hatte zugucken müssen als Cass, Alis Freund, sein Bruder Morgan und ein weiterer Dom im Hause der Brüder miteinander – wie sie es ausdrückten – gespielt hatten. In einem Keller, der extra für solche Spiele eingerichtet worden war und in Babas Augen einer Folterkammer erschreckend ähnlich sah.
Seitdem war nichts mehr wie es gewesen war. Barbara hatte anschließend alleine zu Hause gesessen und nicht gewusst, was sie den Eltern sagen sollte. Dabei hatte sie Alieta doch nur einen Streich spielen wollen. Aber Ali war nun glücklich und Barbara lebte mit dem Wissen darum, wie ihre Schwester lebte und wollte es nicht wahrhaben, zumal sie selbst nicht unberührt geblieben war von den Eindrücken, die sie in diesem Folterkeller gewonnen hatte.
Dieses eine Mal war sie ehrlich zu sich selbst. Sie war neidisch auf Alieta. Diese hatte noch leibliche Eltern. Obwohl diese um Barbara gekämpft, sie aufgenommen und adoptiert hatten, fühlte sie sich nie am richtigen Fleck und ihre Tante wollte nichts von ihr wissen.
Alieta war die mit den guten Noten, sie war die Fleißige, diejenige mit festen Zukunftsplänen. Barbara musste für jede gute Note kämpfen und oft schaffte sie es nur halbwegs vernünftige Ergebnisse zu erhalten, indem Ali ihr half.
Barbara hatte dafür ihre Schwester zu allerhand Unfug angestiftet, damit sie nicht immer alleine als Sündenbock dastand. Irgendwann hatte sie gemerkt, dass ihre kesse Art den Jungs gefiel und endlich hatte sie ein Gebiet gefunden, wo sie Ali übertrumpfen konnte. Allerdings bekam sie deshalb auch immer Vorhaltungen gemacht und wollte Ali daher auch einen Freund verschaffen. Wenn die dann auch schulisch nachließ, würden die Donnerwetter der Eltern nicht mehr so heftig auf Barbara prasseln, hatte sie gedacht.
Die Sache mit der Wette war Barbara nie so ganz bewusst gewesen und ob sie etwas dagegen unternommen hätte, war auch fraglich. Aber das war ja schief gegangen und wegen des Angriffs auf den Jungen war Ali gerügt worden. Eigentlich hätte Barbara das ja richtig stellen müssen. Das hatte sie ja jetzt auch und war wieder diejenige gewesen, auf die ihre Eltern böse waren, denn mit dem Geständnis hatte sie viel zu lange gewartet.
Der Streich mit dem Antiquitätenladen war noch schlimmer nach hinten los gegangen als alle anderen zuvor. Nicht nur, dass sie ihren Eltern hatte erklären müssen, dass Ali nun eine Ausbildungsstelle und einen Freund hatte, bei dem diese wohnte, sondern auch Erick und Geert wollten nichts mehr mit Barbara zu tun haben, nachdem sie ihre Erfahrungen mit den Dominas gemacht hatten.
Der eine hatte Gefallen daran gefunden, der andere hatte ihr Vorwürfe gemacht und wollte sie nie mehr sehen. Alle anderen aus der Schule gingen inzwischen ihren Studien oder Ausbildungen nach, waren oft schon fort gezogen, und nur sie alleine blieb zurück. Richtige Freundschaften hatte sie nicht gepflegt und der Druck der Eltern wuchs, dass sie sich eine Arbeit suchen sollte.
Dazu kam die Erkenntnis, dass Ali rundum glücklich war und Baba das Geheimnis um den besonderen Keller und dem, was darin vor sich ging, den Eltern nicht preisgeben konnte. Ihr Leben war völlig verpfuscht und sie trug alleine die Schuld daran.
Da ihre Eltern darauf bestanden, dass sie morgens mit ihnen frühstückte, um sie auf normale Arbeitszeiten vorzubereiten, stand sie auf und ging unter die Dusche. Wie immer hatte dieser Traum sie erregt und sie stellte den Wasserschlauch auf Impuls, hielt ihn zwischen ihre Beine und kam fast sofort. Danach fühlte sie sich noch viel frustrierter als zuvor. Es war kein Ersatz für einen echten Penis, Dildos verabscheute sie, aber eine andere Abhilfe fiel ihr derzeit nicht ein.
In der Küche half sie nachdenklich dabei, den Tisch zu decken und schließlich kam ihr Vater die Treppe hinunter gerannt und fummeltedabei an seiner Krawatte, die jedoch genauso schief saß wie jeden Morgen und von der Mutter gerade gerichtet wurde. Bis vor kurzem hatte Barbara das genervt, aber heute kam es ihr vertraut und richtig vor.
„Ach Baba, bevor ich es vergesse. Ich habe hier eine Adresse. Dort kannst du Montag ein Praktikum beginnen. Du musst nur noch anrufen und die Uhrzeit abmachen“, teilte er ihr dann mit, während er einen Zettel zu ihr schob.
„Danke“, antwortete sie geistesabwesend und betrachtete die Adresse.
„Da du gut im Zeichnen bist und gut dreidimensional denken kannst, dachte ich mir, das könnte etwas sein. Ein Kollege hat mir das gegeben.“
Bei der Firma handelte es sich um ein Architekturbüro und das könnte wirklich interessant sein. Vielleicht sollte sie wirklich ihre Stärken herausfinden und darauf aufbauen. Warum war ihr das nicht eingefallen?
„Ich rufe gleich um 8.00 Uhr an und habe dann ja noch ein paar Tage Zeit, mich schlau zu machen, was die erwarten könnten. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, aber es klingt gut“, lächelte sie und meinte das auch wirklich ernst. Beide Elternteile wirkten erleichtert über ihre Reaktion.
Montag war sie pünktlich an ihrer Praktikumsstelle und meldete sich bei der Frau am Empfang mit dem Namen Anneliese Müller. Ob die zu ihrem Namen durch Heirat gekommen war oder hatten die Eltern diesen Namen verzapft? Diese teilte ihr freundlich mit, sie solle im Vorraum vom Büro des Chefs warten, er würde sie dann herein rufen. Solange könne sie sich ja mit den Modellen verschiedener Häuser beschäftigen und sich die ausgestellten Berichte ansehen. Barbara bedankte sich höflich und sah sich erstaunt um.
Bei den Modellen waren schon einige interessante Objekte dabei und eins der Häuser hatte sogar einen Preis gewonnen. Besonders interessant war es zu sehen, dass sogar alte Fabrikgebäude zu Clubs umgewandelt werden konnten.
Plötzlich flog die Türe zum Chefbüro von innen auf und heraus stürmte eine hübsche Rothaarige, die Krieg im Gesichtsausdruck trug.
„Nimm dich vor dem da in Acht“, warnte sie Barbara, die nicht genau wusste, was sie von der Szene halten sollte. Mit ‚dem da‘ war der blonde Mann gemeint, der nur Augen für die wütende Frau zu haben schien.
„Marina!“, sagte er in einem leisen, dennoch befehlenden Tonfall, der Barbara einen Schauder über den Rücken laufen ließ. Die Angesprochene blieb abrupt stehen, zog den Kopf ein und ging dann mit weiteren wütenden Blicken wieder zurück.
„Einen Moment noch bitte!“, sagte der Blonde zu Barbara und die Tür schloss sich wieder.
Was hatte das denn zu bedeuten? Die angehende Praktikantin war reichlich verdutzt. Sie war zwar versucht zu lauschen, was sich in dem Raum tat, aber die Angst, erwischt zu werden, war größer. Als sich das Büro nach einer weiteren viertel Stunde wieder öffnete, war die Frau ganz friedlich und strahlte vor sich hin. Sie zwinkerte Barbara zu und ging dann scheinbar an die Arbeit.
„Barbara, kommen Sie?“, wurde sie gefragt und sie wandte sich ihrem Arbeitgeber auf Probe zu.
Bei einem kurzen Blick durch das Arbeitszimmer fiel Barbara eine hübsche Zeichnung auf, die einen Wassermann zeigt, der sich eine Meerjungfrau mit einem Seetang-Lasso fing. Leider hatte sie keine Zeit, es sich genauer anzusehen.
Ihr Gespräch mit dem Chef war nur kurz. Im Grunde genommen teilte er ihr nur die Arbeits- und Pausenzeiten mit, erzählte ihr ein wenig über die laufenden Projekte und überantwortete sie dann Marina. Interessanterweise nannten sich hier alle mit Vornamen, wenn sich auch nicht alle duzten. Aber die allgemeine Stimmung war freundlich und Barbara fühlte sich sofort wohl.
Zu gerne hätte sie Marina gefragt, was eben vor sich gegangen war, aber das traute sie sich dann noch nicht. Aber seltsam war es schon gewesen, vor allem hatte der Tonfall selbst bei Barbara das Bedürfnis ausgelöst zu gehorchen. Darüber sollte sie doch einmal nachdenken.
Als erstes bekam sie die Kaffeeküche gezeigt und erklärt, dass Kunden mit Getränken und Gebäck bewirtet würden. Der Kaffeevollautomat war nicht schwer zu bedienen und bot Abwechslung. Außerdem erfuhr Barbara, dass sie selbst sich auch Tee oder was anderes machen durfte. Dann bekam sie einen Schreibtisch zugewiesen, womit sie nun gar nicht gerechnet hatte. In Gedanken hatte sie Arbeiten wie Handreichungen oder Fotokopien gemacht, aber nicht mit einem eigenen Arbeitsplatz gerechnet.
„Ich zeige Ihnen nun ein Programm, mit dem Sie bestimmt schnell zurecht kommen“, lächelte Marina sie an.
„Sie können mich ruhig mit Du ansprechen“, antwortete Barbara, weil sie sich plötzlich so alt vorkam.
„Sehr schön. Du kannst mich ebenfalls duzen. Wenn du dir etwas notieren willst, kannst du dir hier jederzeit etwas aus den Schubladen nehmen“, erklärte die Rothaarige ihr. Im Anschluss fuhr sie den Rechner hoch und zeigte auf ein Programm.
„Damit kannst du dreidimensionale Darstellung von Räumen erstellen. Manche Kunden möchten sich einen Überblick verschaffen wie ihre Zimmer im Ganzen aussehen könnten.“
Marina zeigte Barbara Schritt für Schritt wie sie mit diesem Programm umgehen musste und diese notierte sich die Dinge, die sie befürchtete, vergessen zu können.
Jetzt war sie froh, dass sie sich schon immer für Zeichenprogramme oder ähnliches interessiert hatte. Eigentlich hätte sie selbst auch schon auf die Idee kommen können, in ein Architekturbüro zu gehen. Mit Begeisterung stürzte sie sich auf die neue Herausforderung und fühlte sich gleich als Teil des Teams. Es gab hier keine getrennten Büros, sondern es war ein einzelnes großes, dennoch so strukturiert, dass sich die Arbeitenden nicht ständig über die Füße liefen.
Schon am gleichen Abend schien sich das Klima zu Hause gebessert zu haben und sie erzählte begeistert von ihrem ersten Arbeitstag. Aber Barbara stellte fest, dass sie ihre Schwester vermisste und ihr gerne von ihren Eindrücken erzählt hätte. Von sich selbst überrascht spürte sie auf einmal Gewissensbisse. Warum hatte sie ihr immer so zugesetzt, obwohl sie wusste, dass Ali glücklich war? Lag es vielleicht daran, dass diese immer zu ihr gehalten hatte, egal was kam? Dann war sie ziemlich eigennützig gewesen, aber eine bessere Freundin hatte sie nie gehabt und anstatt sie zu teilen, hatte sie Ali gekränkt, hintergangen und blindlings ausgeliefert. Die freundschaftliche Unbefangenheit an ihrer neuen Stelle schien sie auf einmal sehend gemacht zu haben für ihre eigenen Charakterschwächen. Sie musste sich ganz dringend entschuldigen, aber dafür sollte sie erst einmal überlegen, wo sie anfangen sollten und wie sie das überzeugend rüberbringen konnte.
Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und sie erhielt immer wieder Lob für ihren Fleiß und ihre guten Leistungen. Nachdem sie gehört hatte, wenn auch inoffiziell, dass sie hier eventuell auch eine Ausbildung machen könnte, gab sie sich natürlich noch mehr Mühe.
„Barbara, für heute hast du eine besondere und wichtige Aufgabe zugewiesen bekommen", teilte ihr Marina mit, mit der sie schon öfter zusammen gearbeitet hatte. Als Marina an ihrem Halstuch zog, fiel Barbara ein ledernes Band auf, dass sie darunter trug. Ähnliches hatte auch schon Ali getragen und plötzlich ging Baba einiges auf, was auch das seltsame Verhältnis zwischen Marina und Mario betraf, über das die anderen Kollegen manchmal ihre freundschaftlichen Scherze machten. Scheinbar hatte sie hier noch ein Paar vor sich, bei dem der Mann dominant war. Da sie sich aber Besserung gelobt und mehr Verständnis für andere geschworen hatte, fragte sie einfach: „Was ist das für eine Aufgabe?"
Marinas Augen blitzten kurz auf, als sie das Halstuch nun offen neu band. „Jetzt bin ich sicher, dass du die Richtige dafür bist. Gleich kommt ein wichtiger Kunde, dem sollst du die Umbauten zeigen und wie die Räume nun geschnitten sind. Mit dem Programm kannst du ja inzwischen gut umgehen. Für ihn wurde auch die alte Fabrik zum Club umgebaut. Er ist ein wenig … Hm. Ach, du wirst schon sehen. Hol ihn um 15.00 Uhr am Empfang ab. Okay?“
Die Praktikantin war sich nicht sicher, ob sie der Aufgabe gewachsen war, nicht wenn es sich um so einen bedeutenden Kunden handelte und der schien auch noch ziemlich eigen zu sein. Aber nun konnte sie sich beweisen und würde ihr Bestes tun.
Zur angegebenen Zeit stand sie am Empfang und wenig später trat ein blonder Mann ein, der lässig einen Anzug ohne Krawatte trug und die obersten Hemdknöpfe geöffnet hatte. Bei den meisten Männern hätte das schlampig gewirkt, aber zu ihm passte das perfekt. Seine grauen Augen musterten sie ruhig und dann trat er zu ihr, wobei er die höfliche Distanz deutlich unterschritt.
„Guten Tag, mein Name ist Barbara und ich soll Ihnen die Präsentation vorführen“, sagte sie und bemühte sich, nicht ihre Nervosität hören zu lassen.
„Moritz Clementi“, stellte er sich vor und schüttelte ihre Hand eine Spur zu lange.
Wahrscheinlich hatte Marina das gemeint, als sie Andeutungen über ihn gemacht hatte. Er gehörte zu den Menschen, die einfach zu nahe rückten. Eins musste sie ihm lassen. Er sah verdammt gut aus, auch wenn seine Haare etwas zu lang waren. Doch vielleicht war das sogar Absicht. Aber definitiv war er zu alt für sie, was eigentlich schade war, obwohl sie reifere Männer den jungen vorzog.
„Darf ich Ihnen Kaffee oder ein anderes Getränk anbieten?“, fragte sie höflich.
„Hat mit Ihnen niemand darüber gesprochen, was ich bevorzuge?“, kam prompt die Gegenfrage.
Lass dich nicht verunsichern, dachte sie und holte Luft, bevor sie laut sagte: „Es tut mir leid, leider nein.“
„Ich trinke meinen Kaffee schwarz wie die Nacht und stark wie das Verlangen, das diese weckt. Dazu wären ein paar Kekse nicht schlecht.“
Wäre der Zusatz mit dem Gebäck nicht erfolgt, hätte es Barbara die Sprache verschlagen. Da sein Blick so streng auf ihr lag, war sie sich nicht sicher, ob das nur ein Spruch war oder etwas zu bedeuten hatte. Am besten tat sie als ob sie es nicht gehört hatte.
„Kommen Sie bitte mit“, sagte sie und wunderte sich, dass ihre Stimme völlig normal klang. Sie würde ihm einen Platz am Schreibtisch anbieten und hatte dann Zeit, sich zu fangen, während sie den Kaffee machte und das Gebäck holte. Dieser Job war ihr so viel wert, dass sie dafür nahezu alles tun würde. Es war ihr wichtig, sich selbst zu beweisen, dass sie etwas wert war und ihren Job richtig gut machte.
Leider hatte sie die Rechnung ohne den Mann gemacht. Kaum hatte sie ihm seinen Platz - einen zweiten Stuhl neben dem ihren am Schreibtisch gezeigt - nickte er und folgte ihr in die kleine Küche. So viel zu ihrem Plan.
Barbara machte die Maschine an, mahlte die Bohnen, tat sie in den Halter und nahm dann eine Tasse aus dem Regal. Dazu kam ein Untersetzer und ein Teller mit Gebäck, während sie so tat als wäre sie alleine.
„Die Kekse dort können Sie gleich wieder einpacken“, sagte er plötzlich dicht hinter ihr, sodass die Teller in ihrer Hand kurz wackelten, weil sie sich erschreckt hatte. Er bewegte sich so leicht und lautlos, dass sie gar nicht bemerkt hatte, wie er hinter sie getreten war. Zum Glück hatte sie nicht gleich alles fallen gelassen. Fast hätte er sie berührt als er auf ein paar Orangenplätzchen zeigte. Sein Arm war nur Zentimeter von ihrem entfernt und sein ausgestreckter Finger schwebte kurz neben ihrer Hand.
„Hätten Sie lieber Schokoladenplätzchen?“, fragte Barbara und diesmal zitterte ihre Stimme einen kurzen Moment.
„Ja. Dieses Zeug da schmeckt künstlich.“ Immer noch stand er nahe hinter ihr.
Aus Unsicherheit drehte sie die Packung um und las sich die Zutatenliste durch. Normalerweise tat sie das nicht, aber jetzt gerade schien das eine sehr gute Idee zu sein und sie staunte nicht schlecht, was dabei zu Tage kam.
„Sie haben Recht. Das liest sich wie die Liste in meinem Chemieunterricht zwecks Versuchsanordnung“, sagte sie schließlich und hörte ihn leise lachen.
„Gehen Sie noch zur Schule?“, wollte er wissen.
„Nein, ich habe mein Abitur und suche eine Ausbildung. Hier mache ich Praktikum, weil ich den Beruf sehr interessant finde.“
Ich rede zu viel, dachte sie erschrocken.
Sie legte die abgelehnten Gebäckstücke auf einen anderen Teller, weil sie diese nicht wieder in die Packung legen wollten, nachdem sie diese angefasst hatte. Dann machte sie den Kaffee fertig.
„Darf ich fragen, wie alt sie sind?“
„Ich bin jetzt zwanzig.“ Sie erinnerte sich noch an die Geburtstagsfeier, die sie ohne Alieta gefeiert hatte, weil diese zu einer Reise nach Pompeji eingeladen worden war. Cass hatte ihr in Italien Antiquitäten und historische Stätten zeigen wollen. Es war das erste Geburtstagsfest, das sie nicht gemeinsam begangen hatten.
Nun kam eine Frage mit der Baba nicht gerechnet hatte und die sie völlig durcheinander brachte. „Mache ich Sie nervös?“
Was sollte sie denn darauf sagen? Noch nie war sie so um eine Antwort verlegen gewesen, doch nachdem ihre Gedanken durcheinander rasten, beschloss sie, ehrlich zu sein und drehte sich ganz zu ihm um. Was nur bedeutete, dass sie in Kussweite von ihm stand, weil er nicht zurückwich. Ihr Herz klopfte viel zu schnell.
„Ja, etwas, denn ich möchte alles richtig machen und fühle mich nicht besonders sicher.“
Ein Lächeln breitete sich über sein Gesicht aus und er antwortete: „Ich mag ehrliche Frauen.“ Danach trat er einen Schritt zurück und sie unterdrückte ein Seufzen.
Barbara fühlte sich ziemlich schlecht. Besonders ehrlich war sie nie gewesen, aber das konnte er ja nicht wissen. Immerhin war sie dem Versprechen, das sie sich gegeben hatte, treu und somit auch ehrlich gewesen. Mit dieser Erkenntnis fühlte sie sich gleich wieder besser. Alles Benötigte kam auf ein Tablett und sie trug es zum Schreibtisch, ohne es fallen zu lassen, immer gefolgt von dem Kunden, der sich schließlich auf den ihm zugedachten Stuhl lümmelte.
Marina ging an ihnen vorbei und winkte Barbara zu, während Moritz Clementi sich ein Gebäckstück nahm und davon nichts mitbekam. Irgendetwas schien der Rothaarigen jedoch aufzufallen und sie zögerte kurz, bevor sie verschwand.
Barbara stellte fest, dass sie ihren Stuhl ziemlich nah an den von Clementi schieben musste, wenn sie an die Computermaus kommen wollte, da er sich ziemlich mittig vom Schreibtisch postiert hatte. Allmählich glaubte sie nicht mehr an Zufälle. Der Mann wollte provozieren, aber da Marina ihr versichert hatte, sie wäre die Richtige für diese Aufgabe, versuchte sie, es entspannter anzugehen. Als wäre ein so gutaussehender Mann mit so einem durchdringenden Blick und einigen Starallüren tatsächlich der Entspannung dienlich, es sei denn im Bett … Falscher Ort für den falschen Gedanken.
„Möchten Sie eine virtuelle Führung durch alle Räume haben oder liegt ihr Augenmerk auf bestimmten Bereichen?“, fragte sie und war froh, ruhig zu klingen.
„Fangen wir in der Eingangshalle an“, antwortete er und sah sie an, nicht den Bildschirm.
Sie gab die entsprechenden Befehle ein und sofort erschien der Zugangsbereich der alten Fabrik, der stark verändert werden sollte.
„So würde es aussehen mit den Säulen und das Mosaik ist hier auch schon gut zu erkennen“, erklärte Barbara, weil er so gar nichts sagen wollte. Sie fragte sich allerdings, wozu die leeren Nischen dienen sollten. Vielleicht für Statuen, denn das Ganze wirkte etwas antik und steinerne Figuren würden sich darin gut machen.
„Sie sähen bestimmt auch ganz reizend aus als lebende Statur in einer der Nischen“, bemerkte Moritz und musterte sie von oben nach unten.
„Wie bitte?“, wollte Barbara wissen, weil sie glaubte, nicht richtig zu hören.
In diesem Moment tauchte ihr Chef Mario auf und Marina war auch in der Nähe.
„Alles in Ordnung?“, fragte er.
Einen Moment dachte Baba, er würde nachsehen, ob sie ihre Arbeit gut machte und den Kunden richtig behandelte, aber sein Blick lag auf ihr und Marina im Hintergrund sah ein wenig beunruhigt aus. Hatte sie etwas falsch gemacht oder was war los? Hier ging etwas vor, das sie nicht verstand.
„Ich habe gerade begonnen, den Eingangsbereich darzustellen“, erwiderte sie verwirrt.
„Sie gehen schon sehr gut mit dem Programm um“, sagte ihr Chef beruhigend und fügte an seinen Kunden gewandt hinzu: „Moritz, könnte ich dich einen kurzen Moment sprechen?“
Der Angesprochene seufzte und sagte dann: „Wenn es sein muss“, und stand auf. Während er mit Mario fort ging und Baba den beiden gutaussehenden blonden Männern nachsah, kam Marina zu ihr.
„Keine Angst, du machst das toll und keiner käme darauf, dass du erst so kurz hier im Praktikum bist“, erklärte sie.
„Aber irgendetwas ist doch passiert oder habe ich etwas verpasst?“
Marina lachte leise. „Nein, wirklich nicht. Mario will nur sicher gehen, dass Moritz dir nicht so sehr zusetzt. Die Bemerkung über die lebende Statur war taktlos. Mach dir keine Gedanken.“
Die hat vielleicht Nerven. Erst meint sie, ich wäre die Richtige für diese Aufgabe, dann wird der Kunde zurück gepfiffen, weil er mir zu nahe rückt. Ich wette, hier passiert etwas, das ich nicht wissen soll, dachte Baba und wurde immer neugieriger.
Marina schien von ihren Gedanken nichts bemerkt zu haben und fügte hinzu: „Eigentlich ist Moritz gar nicht so, aber im Moment scheint er etwas neben sich zu stehen.“
„Mit mir ist alles in Ordnung. Ich habe mich nur über die Bemerkung gewundert. Das sollte wohl ein Scherz sein. Wofür möchte schon jemand lebende Statuen im Eingangsbereich stehen haben.“
„Ein Scherz? Wahrscheinlich …“ In diesem Moment kamen die Männer wieder und Marina ging weg. Heute war scheinbar der Tag der Merkwürdigkeiten.
Moritz Clementi setzte sich wieder und zwinkerte Barbara zu, bevor er die Tasse hoch hob und einen Schluck Kaffee nahm. „Sie scheinen hier sehr beliebt zu sein und der Chef persönlich passt auf, dass Ihnen niemand zu nahe tritt. Und ich schon mal gar nicht. Dabei weiß ich gar nicht, was ich getan haben soll“, sagte er im Anschluss und klang dabei ziemlich jungenhaft.
Barbara enthielt sich jeden Kommentars, weil sie darauf nun gar keine Antwort parat hatte, und allmählich freute sie sich ernsthaft auf ihren Feierabend. Dieser Tag versprach lang zu werden.
„Ich möchte die Bar gerne sehen“, wurde sie aufgefordert und so ließ sie ihn virtuell durch den Eingangsbereich bis zum gewünschten Ort gehen. Dort würden die Gäste es wirklich gemütlich haben. Es würde kleine und große Tische geben, teils offen und teils halb verdeckt, sowie die Möglichkeit, sich an den Tresen zu setzen.
„Wie sieht es mit den sanitären Einrichtungen aus?“, fragte er nun. Er hatte eine wirklich seltsame Reihenfolge, aber darüber sollte sie sich keine Gedanken machen. Es gab verschiedene Möglichkeiten für die Gäste. Da waren normale öffentliche Toiletten, wenn auch ziemlich edel eingerichtet mit Marmorbecken, wie sie gelesen hatte, aber auch einzelne Bäder, die zu bestimmten Räumen, verschiedener Größe gehörten. Manche waren nur mit Duschen ausgestattet, andere mit Badewannen und bei einigen war sie sich gar nicht sicher, wozu die wirklich dienten.
Plötzlich erstarrte sie, als er sich nahe zu ihr beugte und seine Nase fast ihren Nacken berührte. „Sie riechen nach Wildrosen. Stimmt‘s?“, fragte er und die feinen Härchen richteten sich unter seinem Atem auf, sodass sie eine Gänsehaut bekam.
„Ja, ich mag den Geruch“, erwiderte sie alarmiert. Was sollte das jetzt?
„Wildrosen haben kräftige Stacheln. Sie auch?“
Barbaras Herz schlug wieder viel zu schnell und sie fragte sich, ob das aus Angst war oder weil er einfach so nahe rückte, dass sie den feinen Duft seines After Shaves riechen konnte. Ihr Körper reagierte auf seine Nähe. Wie sollte er auch nicht, wo sie schon lange keinen Mann mehr gehabt hatte und dieser hier sah so gut aus und wusste, was er wollte …
Mühsam holte sie ihre Gedanken wieder zurück, denn dieser Kerl hier war tabu. Er war ein Kunde ihres Chefs und egal wie er sich benahm, sie musste sich zusammenreißen, um sich nicht unbeliebt zu machen. Wie sonst behielt sie die Chance auf eine Ausbildung?
„Was machen Sie eigentlich, wenn das Praktikum beendet ist?“, wechselte er nun das Thema und da das wesentlich neutraler war, gab sie auch gerne Antwort.
„Ich möchte eine Ausbildung in diesem Beruf machen. Bis zum Start der neuen Stellen habe ich noch etwas Zeit, mir etwas zu suchen“, antwortete sie, denn sie wusste ja nicht, ob sie hier tatsächlich bleiben konnte.
„Hm, ich hätte da eine Idee. Mein Hauptberuf ist Eventmanager und ich könnte Ihnen ebenfalls eine Praktikumsstelle anbieten, dann hätten Sie noch Einblick in einen anderen Beruf. Ich manage Feiern, Festivals, Hochzeiten, wenn es sein muss, aber auch Freiluftevents wie Klettern, Wanderungen, Rafting. Sie sehen sportlich aus, vielleicht wäre das ja auch etwas für Sie.“ Eindringlich sah er sie an, als wolle er ein Ja aus ihr heraus holen.
Barbara war erneut völlig überrollt, aber was er anbot klang wirklich interessant und ein zweites Standbein, falls das mit der technischen Zeichnerin nicht klappte, war auch nicht schlecht. Ihre Eltern würden sich über etwas Eigeninitiative bestimmt auch freuen. Doch musste sie das nicht studieren? Abgesehen davon war Sport wirklich das einzige Schulfach, in dem sie immer geglänzt hatte und besser gewesen war als Alieta. Warum hatte sie das Turnen eigentlich aufgegeben?
„Lassen Sie sich ruhig Zeit. Ich bin in den nächsten Tagen noch öfter hier und dann können Sie mir Bescheid geben, wie Sie sich entschieden haben. Nun würde ich gerne noch das Obergeschoss sehen.“
Barbara hatte befürchtet, er würde versuchen, sie weiterhin zu überreden, und war froh, dass sie sich wieder auf sichererem Gebiet befand. Endlich war die virtuelle Führung beendet und Moritz verabschiedete sich. Diesmal gab er ihr definitiv zu lange die Hand und hielt fest, als sie versuchte, ihre zurück zu ziehen. Dabei sah er ihr so intensiv in die Augen, dass ihr ganz warm wurde.
Für sie völlig überraschend fuhr er ihr plötzlich durch die kurzen Haare und sagte: „Die sollten Sie wachsen lassen. Das stände Ihnen bestimmt gut.“ Dann drehte er sich um und ging.
Barbara fühlte sich so aufgeregt und zittrig, dass sie gegen den Türrahmen lief und zurück taumelte, als sie sich einen Tee machen wollte. Zum Glück hatte das niemand gesehen und sie brauchte eine Weile bis sie sich wieder gefasst hatte. Dieser Mann spielte in einer anderen Liga wie sie, aber alles an ihm war aufregend – erregend. Er war so völlig anders als andere Männer, die sie gekannt hatte.
Beim Abendessen zu Hause war sie ziemlich nachdenklich und versuchte die Ungereimtheiten des Tages zu verarbeiten, aber einen Sinn fand sie nicht.
„Du bist so still heute“, sagte der Vater und sah sie aufmerksam an. „Gab es Ärger in der Firma?“
„Eigentlich nicht. Ich habe einem wichtigen Kunden eine Präsentation seiner Räume gezeigt, bevor die Umbauten stattfinden. Er hat mir im Anschluss angeboten, bei ihm ebenfalls ein Praktikum zu machen. Hauptberuflich ist er Eventmanager, hat aber auch einen Club.
„Was für Events managt er denn?“, fragte nun die Mutter neugierig.
„Im Außenbereich Veranstaltungen wie Kletterparks, aber auch Festivals, Feiern oder sogar Hochzeiten.“
„Das ist doch ein großes Kompliment, wenn er dir ein Praktikum anbietet. Also hast du ihn mit deiner Arbeit heute überzeugt.“ Ihre Mutter klang richtig begeistert.
„Wie heißt der Mann denn?“, wollte der Vater wissen, der sich nicht so einfach überzeugen ließ.
„Moritz Clementi“, antwortete Barbara. „Kennst du ihn oder hast du von ihm gehört?“ Vielleicht konnte sie auf die Art noch andere Dinge über ihn erfahren und sah ihren Vater neugierig an.
„Hm, gehört habe ich den Namen schon einmal.“ In Gedanken versunken steckte er sich eine Gabel voll Salat in den Mund, kaute langsam und sagte, nachdem er geschluckt hatte: „Jetzt fällt es mir ein. Er hat die Feier zur Silberhochzeit von meinem Chef geplant und der war ganz begeistert. Falls du nichts anderes bekommst nach dem jetzigen Praktikum, solltest du zustimmen. Das ist besser als rumzusitzen.“
„Immerhin habe ich schon mehrere Bewerbungen rausgeschickt“, erwiderte Barbara gekränkt.
„So habe ich das doch gar nicht gemeint. Die Zeit vergeht schneller und auf einer Bewerbung machen sich Praktika immer gut. Es zeigt, dass du gewillt bist zu arbeiten und dich vielseitig interessierst.“
„Seitdem du in dem Architekturbüro angefangen hast, hast du dich sehr zum Vorteil verändert“, ergänzte ihre Mutter und lächelte sie an.
Das Kompliment tat Barbara gut und bevor sie schlafen ging, versuchte sie noch im Netz etwas über Moritz Clementi heraus zu bekommen. Aber außer einigen begeisterten Kommentaren zu von ihm veranstalteten Feiern fand sie ziemlich wenig. Nichts über sein Privatleben und über den Club ‚Place to play‘ auch nichts.
Als sie am nächsten Morgen wieder vor ihrer Arbeitsstelle stand, stieg Moritz gerade aus einem schweren Jeep und kam zielstrebig auf sie zu.
„Wie gut, dass ich dich treffe“, sagte er und lächelte sie an, „ich habe ein paar Unterlagen dabei, die ich dir geben wollte, damit du zumindest teilweise weißt, worauf du dich einlässt.“
Was sollte wohl der seltsame Unterton in seinen Worten bedeuten und warum duzte er sie plötzlich? Sobald sie Moritz Clementi gegenüber stand, war sie völlig verwirrt. Dennoch folgte sie ihm zum Wagen und er drückte ihr verschiedene Flyer und ein paar andere Unterlagen in die Hand. Doch als sie sich abwenden wollte, machte er einen Schritt auf sie zu und sie stand mit dem Rücken zum Fahrzeug, während er so dicht vor ihr stand, dass sie seine Körperwärme spüren konnte. Ihr Herz raste und wieder wusste sie nicht, ob aus Angst oder Verlangen, denn sein Blick auf ihre Lippen ließ Hitze in ihr aufsteigen. Wollte er sie küssen?
Noch bevor sie eine Antwort darauf erhalten konnte, fuhr ein weiteres Auto, ein blauer Lexus, vor und daraus stieg ihr Chef. Mit einem leisen Fluchen wich Moritz von ihr zurück und sah Mario entgegen. Barbara entfernte sich ein Stück vom Jeep, blieb aber in der Nähe stehen.
„Guten Morgen Barbara“, sagte Mario freundlich und mit einem etwas strengeren Tonfall: „Hallo Moritz. Du willst mir doch nicht meine Praktikantin abwerben?“ Mit einem Nicken gab er ihr zu verstehen, dass sie gehen konnte, doch sie war viel zu neugierig, was sich da zwischen den Männern abspielte und so ging sie nur langsam und versteckte sich dann hinter einem anderen Wagen. Die Männer achteten nicht mehr auf sie.
„Sie ist nichts für dich. Du fällst nur wieder auf die Nase. Ich glaube nicht, dass sie für deine Vorlieben zu haben ist.“
„Die Erfahrung lehrt, dass auch eine Frau, die sie zu teilen scheint, anders entscheiden kann. Außerdem ist es immer ein Wagnis und gerade du müsstest das wissen. Ich bin alt genug, um meine Entscheidungen zu treffen.“
„Du schon …“
Es fuhr noch ein weiterer Mitarbeiter vor und die beiden Männer senkten die Stimmen und Barbara konnte nur noch ins Gebäude ausweichen, wenn sie nicht beim Lauschen erwischt werden wollte. Wenn sie das richtig verstanden hatte, zeigte Moritz tatsächlich Interesse an ihr und das schmeichelte ihr ungemein. Wieso mischte sich ihr Chef ein und was für Vorlieben meinte er? Eigentlich konnte ihr das ja egal sein. Mit zwanzig war sie kein kleines Mädchen mehr und wenn ein Mann sie wollte, dann sollte sie das entscheiden, ob sie Ja sagen würde oder nicht. Immerhin hatte niemand eine Ehefrau oder Freundin erwähnt. Wenn er frei war, sollte sie nicht zögern, denn er brachte sie zwar ständig durcheinander, aber er war wirklich heiß. Vielleicht sollte sie das Wagnis eingehen und sei es nur für etwas Sex, der ihr wirklich fehlte.
Kurz vor der Mittagspause kam Marina zu ihr und sagte: „Mein Lebensgefährte möchte, dass ich mich in dein Leben einmische. Hast du gleich etwas Zeit für mich?“
Baba verkniff sich ein Lächeln. Scheinbar waren Mario und Marina wieder einmal aneinander geraten und sie hegte ihre schlechte Laune. Erstaunlicherweise schien niemand aus der Firma Probleme damit zu haben, dass der Chef und eine Angestellte ein Verhältnis hatten, auch wenn Baba davon ausging, dass die wenigsten auch nur ahnten, dass er dominant war. Oder es war ihnen egal.
„Ich nehme an, es geht um Moritz Clementi“, antwortete sie und Marina nickte.
Zusammen gingen sie in ein nahe liegendes Café und setzten sich in eine ruhige Ecke. Entgegen ihrer Gewohnheit genehmigte sich die Praktikantin ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Irgendein Laster brauchte sie und da war Kuchen noch eines der harmloseren.
„Es ist mir wirklich unangenehm, jetzt mit dir zu sprechen, auch wenn ich sonst nicht auf den Mund gefallen bin, aber vielleicht ist es wichtig. Du hast es ziemlich ruhig aufgenommen, dass ich zumindest zeitweise dieses Halsband trage. Darf ich fragen warum?“
So ganz erschloss es sich Barbara nicht, was dieses Band mit Moritz zu tun haben könnte, aber das würde sie wohl noch erfahren. „Ich kenne jemanden, der das auch tut. Daher nehme ich an, dass Mario dominant ist und es dir befohlen hat“, antwortete sie, auch wenn es sich irgendwie immer noch nicht ganz richtig anfühlte.
„Das ist richtig. Hast du schon einmal etwas in die Richtung unternommen?“
Barbara merkte, wie ihr Gesicht heiß wurde. Ihr Erlebnis in diesem Keller wollte sie nicht erwähnen und schüttelte darum nur den Kopf.
Die Rothaarige seufzte. „Bevor ich Mario traf, ging mir das genauso. Das heißt ja nichts … Ich will nicht länger um den heißen Brei herum reden. Moritz ist ebenfalls dominant und das schon sehr lange. Wenn du dich auf ihn einlassen möchtest, Mario meint, es wäre unmöglich, dass du seinem Charme nicht erliegst, solltest du das wissen. So, nun habe ich meinen Auftrag erledigt.“
Jetzt war das Geheimnis gelüftet, das sie zwischen den Männern gespürt hatte und damit war auch klar, warum Moritz anders war als diejenigen, mit denen Baba etwas gehabt hatte. Bei näherem Betrachten ähnelte sein Verhalten dem von Morgan, während ihr Cass ein wenig milder erschienen war. Aber der war ja auch jünger als sein Bruder … Was hieß das aber jetzt für sie? Eigentlich war ihre Neugierde jetzt geweckt, obwohl sie vor kurzem noch schreiend davon gelaufen wäre, wenn sich ihr ein dominanter Mann genähert hätte. Aber Moritz war aufregend, wie auch ihre Traumerinnerung …
„Habe ich dich jetzt sehr erschreckt?“, wollte Marina wissen und riss sie so aus ihren Gedanken.
„Nein, eigentlich gar nicht. Ehrlich gesagt, weiß ich im Moment nicht so genau, was ich denken soll. Wieso sollte Herr Cementi an mir Interesse haben? Hat er keine Freundin?“
„Moritz steht auf schlanke, sportliche Frauen und du bist hübsch genug, um seinen Jagdtrieb zu wecken. Mario meinte einmal, er wäre wie ein Vielfraß und würde seine Beute so lange verfolgen, bis er sie gestellt hat. Ansonsten hätte er sich nie eingemischt. Und nein, er hat keine Freundin mehr. Seitdem er wieder Single ist, reagiert er etwas – äh, provokant. Mehr sage ich aber nicht dazu. Wehe du verrätst, dass du das von mir hast.“
Barbara fuhr mit aufeinander gelegten Daumen und Zeigefinger über ihre Lippen, um zu zeigen, dass ihr Mund versiegelt war, bevor sie anfing zu grinsen. Von ihr würde niemand das erfahren. „Darf ich dich etwas Persönliches fragen?“, wollte sie dann leise wissen und sah sich um, ob niemand sie hören konnte.
„Fragen immer, aber ob ich antworte, überlege ich mir dann noch“, erwiderte Marina und blinzelte ihr zu.
„Wie ist es, dominiert zu werden?“
„Für jede Frau anders. Ich liebe Mario ebenso, wie ich mich über ihn ärgere. Er macht mich wütend, treibt mich in den Wahnsinn und dennoch ist er der einzig Richtige für mich. Vor ihm konnte kein Mann mir standhalten. Manchmal provoziere ich ihn sogar mit Absicht und wenn er darauf eingeht, bin ich sogar die Stärkere. Ich befürchte, damit kannst du nicht viel anfangen, oder?“
„Doch, ich glaube schon“, erwiderte Barbara langsam. Das war bestimmt das, was Ali ihr versucht hatte zu erklären, aber damals hatte sie das nicht wahrhaben wollen. Stattdessen hatte sie ihr Vorhaltungen gemacht, weil sie zeitweise mit zwei Männern gespielt hatte und nicht hören wollen, dass sie selbst auch kein Kind der Traurigkeit gewesen war. Ali hatte ihr zugesehen, während sie gleichzeitig Sex mit Geert und Erick gehabt hatte. Noch ein Punkt, für den sie sich entschuldigen musste. Allmählich wurde es Zeit, eine Liste anzulegen …
„Es tut mir leid, aber ich muss jetzt gehen, Bericht abliefern“, grinste Marina nun und ging, nachdem sie bezahlt hatte. Scheinbar war ihr die erneute Nachdenklichkeit von Baba entgangen oder sie hatte es auf das andere Thema bezogen.
Barbara blieb noch ein bisschen nachdenklich sitzen. Sie fühlte sich als hätte ihr jemand einen Vorhang vor den Augen fort gezogen. Sie war wirklich schrecklich egoistisch gewesen. Jetzt tat ihr das noch mehr leid als je zuvor.
Es gehörte Vertrauen dazu, sich einem Mann so hinzugeben. Baba hatte immer das Sagen gehabt und niemals ernsthafte Empfindungen entwickelt. Für sie war es überwiegend der Sex gewesen, der sie verlockt hatte, während Ali für Cass starke Gefühle entwickelt hatte. Baba hatte in dem Keller nur gewollt, dass ihre Lust gestillt wurde, ohne Konsequenzen oder mehr von sich einzubringen, und Ali war es darum gegangen, möglichst alles richtig zu machen, um ihre Liebe zu beweisen.
War sie selbst in der Lage, mehr von sich zu geben, oder sich tatsächlich dominieren zu lassen? Die Frage würde sie wahrscheinlich nur beantwortet bekommen, wenn sie es versuchte. Bei Ali kam der Sex ja auch nicht zu kurz und Baba hatte ja persönlich miterlebt, wie erregt diese gewesen war.
Der Rest des Arbeitstages verlief ziemlich ruhig und allmählich näherte sich die Praktikumszeit ihrem Ende.
Abends sah sie sich die Sachen an, die sie von Moritz bekommen hatte. Er machte einiges an Werbung für seine Events und das alles sah wirklich spannend aus. Bis jetzt hatte sie noch keine Zusage für eine Ausbildungsstelle und auch Zeit. Sie sollte es versuchen und bei ihm ein weiteres Praktikum machen. Dabei war ihr durchaus bewusst, dass dies nicht der einzige Grund war, warum sie daran dachte. Sie war neugierig.
In den nächsten Tagen kam er noch öfter in das Büro und suchte ihre Nähe, wenn niemand ihn ablenkte. Einmal folgte er ihr sogar in die Küche und drängte sie an den Schrank. Aber gerade als sie sehnsuchtsvoll dachte, er würde sie küssen, grinste er und ging wieder hinaus. Er spielte mit ihr und immer häufiger wünschte sie, er würde sie ernsthaft wollen, trotz aller Warnungen.
An ihrem letzten Arbeitstag überraschten sie die anderen Mitarbeiter mit einer kleinen improvisierten Feier in der Mittagspause und Barbara war fast zu Tränen gerührt. Einer der anderen, Fritz, flüsterte ihr zu: „Lass den Kopf nicht hängen. Der Wind hat mir zugeflüstert, dass der Chef daran denkt, eine Ausbildungsstelle einzurichten und dabei ist, die nötigen Formalitäten zu erledigen. Du musst dich nur etwas gedulden.“
„Danke“, flüsterte sie zurück und strahlte ab dann in die Runde. Mehr konnte sie wirklich nicht erwarten. Dann wäre sie die erste Auszubildende in diesem Architekturbüro und das sollte schon was heißen! Jetzt konnte sie nur noch abwarten, ob das mit den Formsachen funktionierte. Wehmütig verließ sie das Bürohaus und warf noch einen letzten Blick zurück. Als sie auf dem Weg zur Bushaltestelle um die Ecke ging, erwartete sie eine Überraschung. Dort stand ein ihr bekannter Jeep und aus dem stieg Moritz, lässig gekleidet wie immer, und lehnte sich an seinen Kotflügel.
„Hallo Barbara“, grüßte er sie und ließ sie keinen Moment aus den Augen.
„Guten Tag, Herr Clementi“, erwiderte sie befangen. In der Theorie von ihm zu träumen war nicht so wie die Realität.
„Ah, nicht meinen Nachnamen bitte. Ich fühle mich ja wie ein Großvater, wenn du mich so nennst. Dabei bin ich sogar zu jung, um dein Vater zu sein. Ich heiße Moritz und du kannst mich mit Du ansprechen.“ Über seine entsetzte Miene musste Baba lachen und fühlte sich gleich besser. „Kann ich dich nach Hause fahren oder lauern wieder irgendwelche Beschützer auf mich?“
„Nein, ich bin ganz alleine oder brauche ich jetztwelche?“, fragte sie im besten Flirtton.
Sie erhielt keine Antwort darauf, aber er ging zur Beifahrerseite und hielt ihr die Tür auf. Eigentlich war ihr schon ziemlich früh beigebracht worden, nicht in Autos zu steigen, wenn sie die Besitzer nicht gut kannten, aber sie wollte ein wenig flirten und sehen, wohin das führte. Einen Rückzieher konnte sie immer noch machen.
Sie stieg ein und er stand so dicht bei der Türe, dass sie ihn streifte. Ihr Herz schlug deutlich schneller. Das war aufregend. Als sie nach dem Gurt greifen wollte, war er schneller, beugte sich über sie und schloss ihn dann. Dann zog er ihn stramm und lehnte sich halb über sie. Plötzlich fühlte sie sich gefangen und sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an.
„Vielleicht wäre ein Aufpasser doch nicht schlecht gewesen. Hat dir niemand beigebracht, Fremden nicht zu trauen?“, grinste er sie an und im nächsten Moment pressten sich seine Lippen auf ihre und er eroberte ihren Mund im gleichen Augenblick, in dem sie ihren leicht öffnete vor Überraschung. An diesem Kuss gab es nichts Zurückhaltendes und kein Zögern. Seine Zunge erforschte sie und langsam gab sie nach und ihre Zunge rang mit seiner. So war sie noch nie geküsst war und blanke Erregung stieg in ihr auf. Sie spürte wie sie feucht wurde.
Schließlich wich er zurück, schloss die Tür von außen und schwang sich Sekunden später auf den Fahrersitz. Mit einem satten Ton sprang der Motor an und Moritz reihte sich in den fließenden Verkehr. Jetzt fühlte sich Barbara doch wieder unsicher und sie fragte: „Weißt du wo ich wohne?“
„Hast du eine Entscheidung über das Praktikum bei mir getroffen?“, wollte er wissen, ohne auf ihre Frage einzugehen.
„Wie soll das denn aussehen?“, wollte sie wissen.
„Du bleibst eine Weile bei mir und siehst dir an, wie ich arbeite und so weiter.“
Und so weiter? Was mochte er damit meinen? Allmählich machte sich ein unbehagliches Gefühl in Barbara breit und sie überlegte, ob er sie jetzt nach Hause bringen würde oder nicht. Auf den ersten Blick fuhr er völlig falsch und sie fragte sich, ob sie nicht doch auf Marinas Warnungen und auf das besorgte Verhalten von Mario hätte hören sollen.
„Wohin fahren wir?“, fragte sie leicht panisch.
Moritz warf ihr einen Blick und ein Lächeln zu und antwortete: „In den Zoo.“
„Was bitte?“
„Du weißt schon. Zoo. Zäune und Gehege, um Tiere einzusperren, damit wir sie angaffen können.“
„Ich glaube, dort war ich schon nicht mehr seitdem ich die Grundschule verlassen habe“, meinte sie verblüfft.
„Dann wird es ja wieder Zeit, oder nicht?“
Irgendwie schien ihr darauf nichts einzufallen. Warum wollte er mit ihr in den Zoo? Wieder einmal völlig verwirrt saß sie schweigend auf ihrem Sitz und war sich der Blicke gewahr, die er ihr immer wieder zuwarf. Nach ungefähr zwanzig Minuten stellte er den Wagen auf dem nahezu leeren Parkplatz beim Zoo ab und öffnete ihren Gurt und anschließend noch die Türe.
Fragend sah sie ihn an, als sie ausgestiegen war, er ein Parkticket gezogen und vorne in den Wagen gelegt hatte, und wortlos nahm er ihre Hand ziemlich fest in die seine und führte sie zur Kasse. Da der Zoo nur noch kurze Zeit geöffnet haben würde, war der Preis herunter gesetzt worden. Kurz blieb er an der Tafel mit der Karte stehen, die zur Orientierung diente, und steuerte dann zielstrebig auf das Gebiet zu wo die Affen untergebracht worden waren.
Jetzt waren kaum noch Menschen hier unterwegs und am liebsten hätte sie sich in Ruhe umgesehen, aber er zog sie einfach weiter und machte erst am Affenfelsen Halt. Baba stellte sich an die Absperrung und er presste sich von hinten an sie. Seine Hände lagen links und rechts neben ihr und sie fühlte sich wieder einmal eingeengt. Ihr Herz schlug wieder im Akkord und sie war unsicher, aber auch erregt. Wenn sie sich nicht irrte, hatte er eine Erektion, die sich an sie drückte.
„Sie sind uns so nahe in der Verwandtschaft und doch so anders“, erklärte Moritz, als wenn nichts wäre und zeigte auf die Affenschar.
Lächelnd sah sie die Weibchen, die mit ihren Jungen spielten und auch wie diese miteinander rangen und übereinander fielen. Zwei der erwachsenen Männchen gingen unvermittelt aufeinander los und schließlich lief das kleinere laut kreischend davon, während sich das andere Tier sofort einem der Weibchen näherte. Ohne große Umschweife nahm er es und begann auf ihm zu rammeln.
„Sieh ihn mal an. Er nimmt sich was er will und hat keinerlei Hemmungen. Ich möchte es ihm gleich tun, was meinst du?“
Barbara stockte der Atem als seine rechte Hand nach ihrem knielangen Rock griff und ihn langsam hoch zog bis er die Hand darunter an ihrem Schenkel nach oben gleiten lassen konnte. Zielstrebig erreichte er ihren Slip und presste die Finger von außen dagegen.
Sie keuchte erregt und versuchte sich dennoch aus seinem Griff zu befreien. Aber sein Arm um ihre Taille hielt sie unerbittlich fest. Es war peinlich, so mitten in der Öffentlichkeit und panisch sah sie sich um. In einiger Distanz trödelte eine ältere Frau mit Gehstock vor sich hin und sie presste hervor: „Bitte lass los. Sie könnte uns sehen.“
„Na und? Steckt nicht in jedem von uns ein primitiver Impuls?“ Langsam rieb er über ihr schnell anschwellendes Fleisch und lachte als er ihre feuchte Hitze durch den Slip fühlte.
„Wenn du schön still hältst und leise bist, wird die alte Dame gar nicht merken, was hier passiert. Falls du zu laut bist, machst du sie bestimmt neugierig und sie sieht hier hinüber“, flüsterte er ihr ins Ohr und knabberte an ihrem Hals. Dann fanden seine eifrigen Finger einen Weg unter den Stoff und er rieb ganz gezielt ihren Kitzler.
„So schön feucht“, raunte er ihr zu und wurde schneller.
In einem Feuer aus Erregung gefangen und gleichzeitig völlig verlegen presste sie ihren Kopf nach hinten gegen seine Schulter und schloss die Augen. Das Atmen wurde immer mühsamer und sie trieb dem Höhepunkt entgegen.
„Möchtest du kommen?“, fragte er rau, „dann bitte darum.“
„Ja, bitte, ich halte das kaum noch aus“, ächzte sie und verbiss sich wenig später ein lautes Stöhnen als sie heftig kam und er sie dennoch weiter reizt. Endlich ließ er von ihr ab und erleichtert sah sie, dass niemand mehr in der Nähe war. Kaum war er einen Schritt von ihr zurück getreten, drehte sie sich um und sah, dass er an seinen Finger leckte, die von ihrem eigenen Saft glänzten.
Mit großen Augen starrte sie ihn an, denn so eine selbstverständliche Geste hatte sie noch nie gesehen und wusste kaum, was sie denken sollte. Auf jeden Fall fühlte sie sich erleichtert. Ihre schlimmste Erregung war verflogen und ihr Gehirn schien allmählich wieder genug Blut zu bekommen, damit sie klarer denken konnte.
Sein Arm schlang sich um ihre Hüfte und so zog er sie weiter mit sich. Ihre Füße bewegten sich, obwohl sie das Gefühl hatte, sie wäre lieber in die andere Richtung gegangen, um nachzudenken. Eine Durchsage schallte durch den Zoo, die alle Besucher dazu aufforderte zu gehen, weil die Besuchszeit zu Ende war. Im gleichen Augenblick befahl Moritz: „Knie dich hin“, und verlieh seinem Kommando Nachdruck, indem er seine Hände auf ihre Schultern legte und sie nach unten drückte. Sie befanden sich zwischen den Gehegen für Tiger und anderen Raubkatzen, mitten auf dem Weg, aber zum Glück waren sie alleine.
Kaum kniete Barbara, wurde ihr klar, was das Ganze sollte. Vor ihren Augen beulte eine heftige Erektion Moritz Hose aus und mit fliegenden Fingern öffnete sie diese. Sofort kam ihm sein voll aufgerichtetes Glied entgegen gesprungen. Von Unterwäsche schien er nicht viel zu halten oder er hatte sich auf diese Gelegenheit vorbereitet, was hieß, er hatte gewusst, dass es dazu kommen würde.
Sie befriedigte gerne Männer mit dem Mund, denn dann hatte sie jedesmal das Gefühl, Macht über sie zu haben. Nur dieses Mal kam das Gefühl nicht bei ihr auf. Schon mal gar nicht, wenn sie bedachte, dass er das provoziert hatte und sie arglos in seine Falle getappt war.
„Beeil dich, sonst findet uns noch ein Mitarbeiter, der prüft, ob alle gegangen sind“, sagte er und sie folgte der Aufforderung, unsicher, was sonst passieren könnte. Erst kreiste sie mit der Zunge über seine Penisspitze, dann nahm sie ihn unverhofft ziemlich tief in den Mund und presste ihn zusammen, während sie eine Hand an seine Hoden legte und ihn dort massierte.
Seine Erregung war nicht zu überhören, denn er stöhnte sofort auf, wurde aber von der nächsten Durchsage übertönt. Er hatte zwar die Situation herbei geführt, aber Barbara nahm sich vor, ihn schnell zum Höhepunkt zu führen, damit sie noch hier raus kamen. Sie wollte nicht die Nacht mit ihm im Zoo verbringen. Also gab sie sich Mühe und seltsamerweise fühlte sie sich gleich wieder selbst erregt und spürte erneut das dumpfe Pochen in ihrem Schoß.
Sie erhöhte das Tempo und das schien genau richtig zu sein, denn er begann ihr mit dem Unterleib entgegen zu kommen und die Hände auf ihrem Kopf gaben den Rhythmus vor. Ihre Finger massierten die Hoden und sie spürte wie er sich immer krampfhafter bewegte und wusste, gleich war er soweit.
Als die ersten Tropfen auf ihrer Zunge landeten, versuchte sie den Kopf weg zu nehmen, aber er hielt sie fest, schrie leise auf, und so blieb ihr nichts anderes übrig, als zu schlucken was kam. Erst dann zog er sich zurück und verstaute alles in seiner Hose, die er selbst schloss. Er schmeckte gar nicht so schlecht, aber für das erste Mal war er ziemlich dreist vorgegangen und das gab ihr zu denken.
Mit einem Ruck half er ihr auf die Füße und während einer engen Umarmung küsste er sie stürmisch, ungeachtet der Tatsache, dass er sich selbst schmecken musste.
„Du warst wirklich toll“, flüsterte er ihr ins Ohr und sie strahlte, obwohl ihre Gedanken im Kopf durcheinander polterten wie Spielwürfel in einem Becher, der geschüttelt wurden. „Jetzt machen wir aber, dass wir hier raus kommen, bevor sie uns an die nächtlichen Jäger verfüttern“, lachte er und sah dabei jungenhaft nichtsnutzig aus. So ganz anders als der strenge Mann von vorher.
Hand in Hand rannten sie Richtung Ausgang. Der letzte Aufruf war schon erfolgt und sie waren deutlich zu spät dran. Bevor sie in Sichtweite waren, hielt er an, nahm sie auf die Arme und trug sie eilig um die Ecke.
„Was machen Sie denn noch hier?“, fragte ein Zooangestellter ungehalten und funkelte sie wütend an.
„Meine Freundin ist umgeknickt und gestürzt. Ich bin nicht so schnell, wenn ich sie tragen muss, und es war ja auch niemand da, den ich um Hilfe bitten konnte“, meckerte Moritz zurück und keuchte auf einmal, als hätte er einen Marathonlauf absolviert. Barbara musste sich ein Lachen verbeißen und sah stattdessen leidend aus. Ihre schmutzigen Knie bestätigten die Geschichte.
„Soll ich einen Krankenwagen rufen?“, fragte der andere Mann nun deutlich freundlicher.
„Nein danke. Den Rest schaffe ich auchnoch.“ Dann trug er sie hinaus und hielt erst am Auto wieder an und ließ sie hinunter. Von der Atemlosigkeit war nichts mehr zu merken. „Tja, somit ist bewiesen, dass ich auch einem Zooangestellten einen Bären aufbinden kann“, grinste er und Barbara musste laut lachen. „Du willst doch jetzt nicht nach Hause, oder?“
Wollte sie? Die junge Frau musste dringend nachdenken und antwortete daher: „Doch, bitte bring mich dorthin.“
„Okay“, erwiderte er hörbar wenig begeistert. „Morgen früh hole ich dich um 9.00 Uhr ab und dann zeige ich dir einiges über meinen Tätigkeiten. Dann bist du meine Praktikantin.“
Irgendetwas an dem Unterton gefiel Barbara nicht so richtig, aber sie war zu neugierig, um sich gegen seine Forderung zu wehren. Sie hätte ihn gerne gefragt, wie das mit der Freundin gemeint gewesen war, aber sie traute sich nicht. Bestimmt hatte das nur als Ausrede gedient.
Während Cass Alieta vögelte, umrundete der gedrungene Dom sie selbst und blieb kurz hinter ihr stehen, bevor er wieder nach vorne ging.
„Sieh mal an. Du läufst ja regelrecht aus. Bist du sicher, dass du nicht doch mitmachen möchtest?“
Die Zähne fest in der Unterlippe vergraben, schwieg sie weiter. Nein, sie wollte die Bedingungen der Männer nicht erfüllen und nach kurzer Zeit stellte sich der Fremde vor sie. Sein Blick lag auf dem Pärchen, das sich wild miteinander vergnügte und dabei rieb er sich selbst, ganz kurz vor ihrem Gesicht und noch mehr kostete es sie Selbstbeherrschung, nicht darum zu bitten, gefickt zu werden.
Doch dann veränderte er sich und sah so aus wie Moritz und gerade jetzt machte sie den Mund auf, um ihn anzuflehen, ihr Erlösung zu schenken …
Wieder erwachte Barbara aus einem ihrer Erinnerungsträume und fühlte sich nass vor Erregung. Sie hatte nicht nur andere belogen, sondern auch sich selbst, wenn sie sich einredete, das Ganze hätte sie nur entsetzt.
Seufzend schob sie ihre Hand zwischen die Beine und begann, sich selbst zu streicheln. Dabei dachte sie an Moritz und daran, wie er sie angefasst hatte. Hätte er sie gehen lassen, wenn sie das gewollt hätte oder wäre er seinem Plan treu geblieben? Wie gerne hätte sie ihn in sich gespürt. Bei dem Gedanken, wie es wäre, wenn er seine Erektion in sie geschoben hätte, führte sie ihre eigenen Finger rein und raus und stöhnte, als sie mit einem wilden Zucken kam.
Egal was er war, ob dominant oder nicht, sie wollte ihn wenigstens einmal wirklich haben. Er war der Mann ihrer feuchten Träume. Mit einem Lächeln schlief sie ein und hatte ihre Zweifel vergessen.
Punkt neun Uhr fuhr der Jeep vor und Barbara war froh, dass ihre Eltern schon fort waren. Sie hatte keine Lust auf eine Vorstellungsrunde zwischen Moritz und ihnen. Das konnte immer noch irgendwann erfolgen.
Wieder öffnete er ihr höflich die Autotür und sie lächelte ihn strahlend an. „Guten Morgen. Wohin fahren wir jetzt?“
„Guten Morgen. Erst einmal geht es ins Büro“, antwortete er und sah sie wieder so intensiv an, dass sie eine Gänsehaut bekam.
Büro klang ganz unverdächtig und so blieb sie entspannt sitzen, während er den Wagen durch den Morgenverkehr lenkte. Schließlich hielt er vor einem stabilen Tor an, dass sich kurz darauf öffnete und er fuhr um eine ehemalige Fabrikhalle herum. Diese hatte sie schon gesehen. Das musste sein Club ‚Place to play‘ sein und sie sah sich neugierig um. Leider fuhr er einmal drum herum und parkte auf der Rückseite des Gebäudes. Sie stieg im gleichen Moment aus wie er und gewahrte seinen vorwurfsvollen Blick. Was hatte sie denn getan?
„Steig wieder ein“, befahl er und sie sah ihn verwirrt an. „Du bleibst so lange sitzen, bis ich dir die Türe öffne. Wenn ich das nicht tue, wartest du.“
Ziemlich durcheinander befolgte sie sein Kommando, stieg wieder ein und schloss die Tür. Das gehörte wohl zu seinen dominanten Machtspielchen, aber solange es nichts Schlimmeres war, konnte sie damit leben, auch wenn es ihr etwas zu denken gab.
Moritz entfernte sich aus ihrem Sichtfeld und es dauerte eine ganze Weile, bis er wieder zurück war. Einen Moment lang hatte Barbara schon befürchtet, er würde sie ewig hier warten lassen.
„Komm mit“, forderte er sie auf, nachdem er endlich wieder gekommen war und sie fühlte sich unbehaglich beim Aussteigen. Irgendwie erschien ihr das Fahrzeug plötzlich ein sicherer Ort zu sein.
Stumm folgte sie ihm zu einem Hintereingang, der zu einer Treppe nach oben führte. Er ging vor ihr hinauf und sie folgte ihm. Ein wenig kam sie sich vor wie ein Hund, der seinem Herrn hinterher läuft und sie fragte sich, wie sie zu diesem Gedanken kam.
In der obersten Etage öffnete er die Haustür, die sichtbar nachträglich eingebaut worden war und kaum war sie eingetreten, sah sie sich staunend um.
Dieses Stockwerk war zu einer Wohnung umgebaut worden und sie stand in einem wirklich großen Wohnzimmer, von dem vier Türen abgingen, hinter denen wahrscheinlich Schlafzimmer, Badezimmer und Küche lagen. Eine der Wände bestand fast komplett aus einem großen Bücherregal aus schwarzem Holz, das gefüllt war mit Schätzen. Im Gegensatz zu Ali, las Barbara nicht so gerne, staunte aber über die Vielfalt an Büchern.
Die Möbel bestanden aus schwarzem Leder und Chrom, was ziemlich kühl wirkte. Allerdings sah sie in der Liege und einem schwarzen Holzstuhl mit sehr hoher Rückenlehne und Armlehnen im ersten Augenblick nicht viel Sinn.
Moritz ließ ihr aber auch nicht sehr viel Zeit und führte sie zu einer Tür auf der rechten Seite, hinter der sich ein geräumiges Arbeitszimmer befand. Der riesige Schreibtisch war aus Eiche und sah antik aus, was so gar nicht zu den Möbeln aus Leder und Chrom zu passen schien. Auch das Regal, das mit säuberlich beschrifteten Ordnern gefüllt war, sah alt aus und sie nahm an, es war auch aus Eiche. Ihr Vater hatte ein ähnliches, wenn auch kleiner, denn ansonsten hätte sie es nicht erkannt. Im Gegensatz zu Ali interessierte sie sich nicht für Antiquitäten, mochte aber das Kühle und Nüchterne Mobiliar des Wohnraumes.
Hinter dem Schreibtisch stand ein bequem aussehender Chefsessel und davor zwei geschnitzte Holzstühle, die nur halb so bequem wirkten. Er legte wohl nicht viel wert darauf, dass eventuelle Kunden es lange darin aushielten. Der Computer mit flachem Monitor schien ein richtiger Stilbruch zu sein.
„Setz dich“, forderte Moritz sie auf und zeigte auf einen der Holzstühle. Während sie sich dort nieder ließ und feststellte, er war genauso unbequem wie sie angenommen hatte, setzte sich der Mann ihr gegenüber und legte die Füße auf die Platte des Tisches. „Kannst du ruhig sitzen oder stehen?“, wollte er wissen und sie sah ihn ratlos an. Was war das denn für eine Frage?
„Ich glaube ja“, erwiderte sie unsicher.
„Gut. Spreiz die Beine, lege deine Hände mit der Handfläche nach oben auf die Oberschenkel und bleibe still sitzen“, befahl er.
Wieder einmal schlug Barbaras Herz viel zu schnell, aber sie versuchte eine bequeme Position zu finden und setzte sich hin, wie er es wollte. Vor ihrem inneren Auge sah sie wieder Ali im Verkaufsraum des Antiquitätenladens stehen, nackt, mit gespreizten Beinen und den Händen auf dem Rücken, während Morgan sie, Baba, gezwungen hatte, sich vor ihn zu knien.
Sie musste den Impuls unterdrücken, sich anders hin zu setzen, weil ihr Po allmählich schmerzte, aber irgendwie traute sie sich nicht. Moritz starrte sie nur an und sein Blick blieb immer wieder an ihren Knien hängen. Konnte er unter ihren Rock gucken? Wahrscheinlich nicht, denn so kurz war der nicht. Seltsamerweise merkte sie, dass sie allmählich immer feuchter wurde, obwohl er nichts tat als zu gucken und kein Wort sagte.
Aber alleine die Vorstellung, dass er versuchte, ihr zwischen die Beine zu gucken, ließ ihre Erregung immer weiter steigen und sie überlegte, ob sie nicht das nächste Mal, wenn er sie abholte, auf Unterwäsche verzichten sollte. Die Zeit dehnte sich und es fiel ihr immer schwerer, still zu halten. Warum warf er sie nicht einfach über den Tisch und nahm sie jetzt und auf der Stelle?
„Okay, komm mal her und sieh dir diesen Auftrag an“, unterbrach er schließlich ihre sehnsuchtsvollen Gedanken und klang dabei völlig neutral.
Das konnte doch nicht sein, dass er jetzt zum Geschäftlichen übergehen wollte, wo sie sich vor lauter Erregung kaum zu lassen wusste. So ein Mistkerl. Aber auf der anderen Seite war das vielleicht auch gut, denn sie war ja gewarnt worden und seine Dominanz kam immer mehr zu Tage, alleine durch seinen Tonfall – und seine seltsamen Befehle.
„Stehst du auf irgendwelche Bands oder Sänger?“, wollte er von ihr wissen und reichte ihr einen Emailausdruck.
„Nei-nein“, stotterte sie und hörte sich etwas heiser an. Sie stand nun neben seinem Stuhl, während er die Füße immer noch bequem hoch gelegt hatte. Allmählich dämmerte es ihr, dass sie nun beweisen sollte, auch den zweiten Teil seiner Frage, danach ob sie auch still stehen konnte, ehrlich beantwortet zu haben. Plötzlich packte sie so etwas wie Ehrgeiz. Zu oft schon war sie kritisiert worden oder hatte den Eindruck hinterlassen, etwas nicht zu können. Nun wollte sie das Gegenteil beweisen. Also blieb sie ruhig stehen, nahm die Füße wieder auseinander und ließ die Arme hängen.
„Das hier ist die Anfrage, ob ich ein Konzert mit unterschiedlichen Bands organisieren kann. Was glaubst du, muss ich beachten?“, fragte Moritz und schob eine Hand ein kleines Stück unter ihren Rock. Sofort fing ihre Mitte noch heftiger an zu pochen und sie biss sich auf die Lippe, um ihn nicht anzuflehen, sie wenigstens zu streicheln. Es stellte sich ihr die Frage, um welche Art von Praktikum es sich hier handelte.
„Hörst du mir zu? Ich habe dir eine Frage gestellt!“, fuhr er sie an und sie zuckte leicht zusammen.
„Es muss eine geeignete Halle oder ein Gelände im angegebenen Zeitraum zur Verfügung stehen, wo die Bands Platz haben und auch die Zuschauer. Das Equipment muss verstaut werden und im Freien muss es auch vor Regen geschützt sein. Je nach Art der Bands und der Fans stehen alle oder es werden Stühle gebraucht. Die Musikgruppen müssen zueinander passen und es sollte geregelt werden, ob du oder der Veranstalter sie bucht. Außerdem müssen Hotelzimmer für sie bereit stehen und ihre Wünsche beachtet werden. Die Bezahlung muss abgesprochen sein, genauso wie eventuelle Autogrammstunden und die Eintrittspreise. Vielleicht braucht es auch noch Dekoration. Die Akustik muss stimmen und die Räumlichkeiten oder Örtlichkeiten müssen die Möglichkeit bieten, genug Strom zu geben für die Instrumente und Verstärker. Bringen die Musiker diese mit oder müssen sie zur Verfügung gestellt werden. Je nach Größe braucht es noch Bildschirme, damit alle etwas sehen können, außerdem eine Bühne. Sicherheitspersonal wäre auch wichtig und Absperrungen, damit niemand ohne Karte rein kommt oder gar klauen kann. Ach ja, das Parken muss geregelt sein und eventuell für Essen und Trinken gesorgt werden, je nach Veranstaltung. Mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein“, antwortete sie und verlagerte ihr Gewicht ganz leicht auf das andere Bein, woraufhin er sich räusperte und sie erstarrte.
„Ich bin beeindruckt. Du hast gut nachgedacht.“ Ob sie etwas vergessen hatte, kommentierte er nicht. Seine Finger streichelten jedoch immer noch die Stelle oberhalb ihres Knies. „Außerdem hast du die Wahrheit gesagt. Du hältst ziemlich still. Da habe ich schon anderes erlebt.“
Hatte sie das Recht auf das Gefühl der Eifersucht, das sie plötzlich befiel? Bei seinem Alter musste es ja so sein, dass er schon Frauen gehabt hatte, aber der Gedanke gefiel ihr gar nicht.
Sein Gesicht nahm einen diabolischen Ausdruck an. Scheinbar hatte er ihre Gedankengänge erahnt oder sogar ablesen können. „Du glaubst doch nicht, dass du die erste bist?“
„Nein“, quetschte sie heraus.
„Auch ich sollte ehrlich sein“, sagte er nun versonnen und sah ihr durchdringend ins Gesicht. „Meine Exfreundin hieß Betty. Sie war eine wahre Zappelkönigin und das gefiel mir gar nicht. Aber sie hat sich ziemlich plötzlich für einen anderen Mann entschieden und ihn geheiratet. Wann hattest du deinen letzten Freund?“
Mit dieser Frage hatte Barbara nicht gerechnet und hätte sich am liebsten vor Verlegenheit gewunden, traute sich aber nicht, sich zu bewegen.
„Ich hatte immernur Affären. Keinen ernsthaften Freund“, entgegnete sie.
„Du hattest noch gar keinen festen Freund?“, bohrte er nach.
„Äh, nein, eigentlich nicht“, stotterte Barbara und fühlte sich ziemlich schlecht bei dem Geständnis.
„So, so. War wohl noch nicht der Richtige dabei. Vielleicht brauchst du jemanden, der dir zeigt, wo es lang geht?“ Sein Tonfall war ruhig und freundlich, doch ihr brach der Schweiß aus. Das klang in ihren Ohren unheilvoll.
„Setz dich wieder hin“, sagte er nun und sie war froh darum, weil ihre Knie inzwischen zitterten. Dann schob er ihr ein Blatt Papier und einen Stift hinüber.
„Ich will, dass du jetzt alle deine Affären aufschreibst und ich will wissen welche Stellungen du schon ausprobiert hast. Lass nichts aus, denn ich komme dahinter. Weißt du, ich habe einen guten Bekannten, der ist Privatdetektiv und hat auch ein Sicherheitsunternehmen. Er findet jede Lüge heraus. Ich weiß nur nicht, ob es dir so Recht ist, wenn er so spezielle Fragen über dich stellt.“
Barbara erstarrte vor Entsetzen. Vor sich selbst war ihr die Anzahl ihrer Eroberungen und was sie mit ihnen getan hatte immer gleichgültig gewesen, aber das schriftlich zu notieren und jemand anderen lesen zu lassen, war etwas gänzlich anderes und sie spürte, wie ihr Gesicht anfing zu glühen. Alleine die Vorstellung, jemand würde hinter ihrem Intimleben her schnüffeln … Plötzlich kam ihr die Anzahl selbst ziemlich hoch vor. Sie war doch erst zwanzig.
„Wenn du deine Aufgabe zu meiner Zufriedenheit erfüllst, darfst du dich über den Schreibtisch legen und ich werde dich von hinten nehmen. Ich habe deine Erregung schon die ganze Zeit in der Nase.“ Unverhofft presste er seine Hand unter ihrem Rock auf ihren Slip, der bestimmt sehr feucht war. Alleine die Vorstellung, dass er ihrem Verlangen nachgeben würde und sie ihn endlich in sich spüren konnte, verdrängte ihr Missempfinden. Eifrig begann sie zu schreiben und wünschte, er hätte die Hand belassen, wo sie war, aber er stand neben ihr und sah auf das, was sie notierte. Vielleicht war es Zeit für sie, auch hier einmal ehrlich zu sein und aufzuräumen. Bei dieser Belohnung, die ihr in Aussicht stand …
Mit jeder geschriebenen Zeile fühlte sie sich jedoch unwohler. Das waren wirklich zu viele Namen und kein einziger Mensch dahinter hatte ihr etwas bedeutet. Wie hatte sie es je wagen können, Ali irgendeinen Vorwurf zu machen?
Als ihr auch nach einigem Überlegen keine Namen mehr einfallen wollten, begann sie mit Teil zwei ihrer Aufgabe und die fiel ihr leichter. Ganz oben kamen die Stellungen hin, die sie am liebsten hatte und waren gefolgt von denen, die sie weniger prickelnd fand. Aber warum tat sie das denn wirklich? Ging es ihn etwas an? Allmählich keimte etwas wie Widerstand in ihr auf.
„Hast du etwas zu sagen?“, wollte er wissen.
Weg war der Anflug von Protest in ihrem Kopf. Seine Stimme alleine reichte bereits aus, um sich eine schnelle Nummer mit ihm zu wünschen. Besonders konsequent war sie wirklich nicht, wenn es um Sex ging. Verneinend schüttelte sie den Kopf und schob das zweite Blatt ebenfalls zu ihm hin.
Eine ganze Weile starrte er wortlos darauf und ihr wurde ganz seltsam zu Mute, dann sagte er: „Das sind eine Menge Namen und einige Erfahrungen, die du schon aufzuweisen hast.“
„Wie viele ständen denn auf einer Liste, die du anfertigst?“, schoss sie verlegen zurück, bekam aber außer einem undurchschaubaren Lächeln keine Antwort.
„Steh auf, leg dich auf den Tisch und nimm die Arme nach hinten“, befahl er grob.
Sofort schoss ihr die Erregung wieder zwischen die Beine und sie beeilte sich, ihm zu gehorchen, auch wenn sie seine Unterlagen erst vorsichtig an die Seite schob. Wer wusste schon, was ihm einfallen könnte, wenn sie diese zerknitterte.
Als sie dann ihre Position eingenommen hatte, band er ihr flink die Hände zusammen und damit hatte sie nicht gerechnet. Sie ignorierte viel zu oft, dass er so etwas tun könnte. Wenn er auch nur im Entferntesten Ähnlichkeit mit dem Freund ihrer Schwester hatte, könnte er auch noch auf ganz andere Dinge verfallen.
Erregt, aufgeregt, ängstlich, mit rasendem Herzen und pochender Scham lag sie nun da und war erleichtert, als sie spürte, dass er ihren Rock hochschob, keuchte aber erschrocken auf, weil er ihren Slip einfach zerriss und das schmerzte, weil der Stoff nicht gleich nachgab.
Dann strich seine Hand sanft über ihre entblößten Pobacken und ihre Erregung stieg. Am liebsten hätte sie ihn angefleht, sie sofort zu ficken, aber sie wollte die Vorfreude ausnutzen.
Sie hörte ihn kramen, dann das Geräusch vom Reißverschluss und ein Knistern einer Kondomverpackung und erwartete seine Härte, wurde aber böse überrascht. Im nächsten Moment zischte etwas durch die Luft und traf schmerzhaft ihren Po. Instinktiv versuchte sie sich aufzurichten, aber er drückte auf ihre Hände und schlug auf ihre andere Seite. Dann noch einmal und noch einmal.
Barbara schrie und zappelte, konnte ihm aber nicht entkommen und dann tat er, was sie sich erträumt hatte und drang in sie ein. Das aber mit einer Heftigkeit, die trotz ihrer Nässe durch ihren ganzen Unterleib schoss und fast schmerzhaft war.
Jetzt packte er sie ziemlich derb bei den Hüften und versenkte sich immer wieder mit kräftigen Stößen in ihrer Nässe, die hörbar aus ihr herausgedrückt wurde. Binnen Sekunden war sie in Schweiß gebadet und obwohl sie noch nie so grob genommen worden war, stieg ihre Erregung stetig an.
Mit einem Tritt beförderte Moritz ihre Füße weiter auseinander, drang tiefer ein und hatte jetzt den passenden Winkel, um sie an den richtigen Stellen zu stimulieren. Auch sein Atem ging rau und sie keuchte im Takt seiner Stöße.
Seine Hände kneteten nun die Striemen auf ihrem Po und das verursachte Hitze, die auch zwischen ihre Beine zog.
„Bitte, oh bitte, mach, ich komme gleich“, ächzte sie und stieß im nächsten Moment einen frustrierten Schrei aus, als er innehielt. Woher hatte er diese Selbstbeherrschung?
„Wenn du in weniger als fünf Stößen kommst, ist es gut, wenn nicht, spürst du noch einmal das Lineal“, keuchte er und stieß wieder zu.
Lineal – Schmerz, schoss ihr durch den Kopf und sie war abgelenkt. Sie schaffte es nicht und merkte, dass sie diese Chance vertan hatte, als das Ding wieder zischend durch die Luft fuhr und sie schmerzhaft traf. Gleichzeitig spürte sie aber auch seine Finger an ihrem Kitzler und wenig später schrie sie laut, während die Mischung aus Schmerz und Stimulation sie in einen Orgasmus riss, dessen Heftigkeit kaum auszuhalten war.
Ihre inneren Muskeln verkrampften sich rhythmisch und der Mann hinter ihr stieß wieder zu, stöhnend, weil ihm das Gefühl ihrer Kontraktionen scheinbar gefiel. Mit einem letzten Stoß, kam er dann auch lautstark und verkrallte sich wieder in ihrer Hüfte.
Barbara blieb wie erschlagen einfach liegen und versuchte wieder zu Atem zu kommen, während Moritz auf sie gesunken war und sie fester auf den Tisch presste. Immer noch pulsierte sie und er hatte sich noch nicht zurück gezogen.
Tausend Gedanken gleichzeitig schienen in ihrem Kopf zu kreisen. Er hatte sie geschlagen, er war grob, sie war gekommen wie noch nie in ihrem Leben …
Seine Lippen fuhren sanft über ihren feuchten Nacken, bevor er sich erhob und aus ihr raus glitt. Sollte sie nun versuchen, sich zu erheben oder liegen bleiben?
Die Fessel löste sich von ihren Gelenken und ihre Arme sanken an ihre Seite. Sie beschloss, sich doch aufzurichten und mit sanften Händen half er ihr dabei. Dann drehte er sie um und zog sie in eine enge Umarmung, bevor seine Lippen ihre fanden und sie beruhigend küsste. Nun war sie noch mehr durcheinander.
Wie schon einmal im Zoo, nahm er sie auf die Arme und trug sie ins Wohnzimmer, wo er sich setzte und sie auf seinem Schoß platzierte. Wieder küsste er sie und sie spürte das Brennen der Striemen, die jedoch sehr schnell vergessen waren, als er eine Hand wieder zwischen ihre Beine schob und ihr empfindliches Fleisch sanft aber zielstrebig erneut stimulierte.
„Lass dich fallen“, raunte er ihr zu und forcierte seine Stimulation.
Auch wenn Barbara nicht vermutet hätte, dass es möglich gewesen wäre, stieg erneute Erregung in ihr auf und diesmal kam sie unter seinen streichenden Fingern sehr viel sanfter und dennoch intensiv. Erschöpft schloss sie die Augen und spürte dem Pulsieren nach, um dann einzudösen.
„Nicht einschlafen, Püppi. Wir haben noch zu arbeiten“, hörte sie eine amüsierte Stimme in ihr Unterbewusstsein dringen. Mühsam öffnete sie wieder die Augen.
„Warum hast du mich geschlagen?“, fragte sie als erstes.
„Ich mag keine patzigen Fragen auf meine neutrale Bemerkung.“ Mehr Erklärung bekam sie nicht und er stellte sie auf die Füße. „Dort ist das Bad, da kannst du dich frisch machen. Dann geht es weiter an die Arbeit.“
Gähnend reckte Barbara sich und ging in die gewiesene Richtung. Wow. Hinter der Tür lag ein wirklich großes, modern ausgestattetes Bad mit großer Eckwanne und einer Dusche für eine Kleinfamilie. Sie benutzte die Toilette, nahm sich einen Waschhandschuh aus dem Regal und setzte sich auf das Bidet. Bald fühlte sie sich zwar deutlich sauberer und auch abgekühlt an den immer noch erhitzten Stellen, aber ihr ging auf, dass sie keinen Slip mehr hatte.
Sie hatte ja schon eine Menge ausprobiert und ihre Röcke waren selten richtig lang, aber auch nie kürzer als knielang. Ohne Unterwäsche war sie noch nie gegangen und hatte immer zugesehen, dass niemand unter ihren Rock gucken konnte, es sei denn, sie hatte das gewollt. Nun kam sie sich richtig nackt vor.
Mit einem Verrenken ihres Halses konnte sie eine Blick auf ihre Kehrseite werfen und dort waren immer noch die Stellen zu sehen, an denen sie das Lineal getroffen hatte, und sie wusste immer noch nicht, was sie davon halten sollte. Der Sex war erstklassig gewesen, aber war es das wert, dafür auch Schläge zu kassieren? Seltsamerweise hatten die ihre Erregung verstärkt oder lag das nur daran, dass sie so ziemlich ausgehungert gewesen war?
Seufzend, weil sie keine Lösung für ihr Dilemma fand, verließ sie das Badezimmer und Moritz rief ihr von der Küchentüre aus zu: „Komm hierhin, du musst etwas trinken.“
Vor lauter Grübelei war ihr noch gar nicht aufgefallen, dass sie durstig war und sie ging sofort hinüber, wo Moritz ihr aufmerksam ein großes Glas mit Saft hinhielt. Mit wenigen Schlucken war es leer und er lächelte.
„Besser?“
„Ja, deutlich“, antwortete sie und wich seinem Blick aus.
„Ich möchte, dass du mich ansiehst, wenn ich mit dir spreche“, forderte er sie auf und griff nach ihrem Kinn, um ihr Gesicht zu ihm zu drehen. „Was geht in deinem hübschen Köpfchen vor?“
Die Hitze stieg spürbar in ihr auf und sie wusste, sie wurde rot, aber er sah sie so durchdringend an, dass sie ihm antworten musste. „Ich war mir immer sicher, nicht dominiert werden zu wollen. Die Vorstellung war für mich grauenhaft und jetzt weiß ich nicht, was ich denken soll.“
Sanft lächelnd zog er sie in seine Arme und damit hatte Barbara ganz sicher nicht gerechnet. „Denk nicht zu viel, fühl lieber. So, nun müssen wir noch etwas tun.“
Damit war ihre Frage lange nicht beantwortet, obwohl etwas Wahres daran war. Gefühlt hatte sie eine Menge und geil war es auch gewesen. Bis zum Mittag blieb ihr dann keine Zeit mehr zum Grübeln, denn jetzt zeigte er ihr seine Computerprogramme, in denen er Kalender, to-do-Listen für die verschiedensten Events und Kontakte eingetragen hatte. Er sollte eine Kostenrechnung für eine große Hochzeit abgeben und daran arbeiteten sie bis ihr Magen anfing zu knurren.
„Zeit für eine Pause“, kommentierte er das und legte eine Hand auf ihren Bauch. An und für sich hatte er sie häufig berührt in der ganzen Zeit und somit eine latente Erregung in ihr ausgelöst, weil sie nicht wusste, was sie erwartete.
„Weißt du was? Wir gehen jetzt essen und danach kaufen wir dir etwas Schickes, denn heute Abend findet in der Discothek eine Hypnoseschau statt, die ich organisiert habe, auch wenn ich nicht verstehe, was daran jemanden anlockt. Magst du Discos?“
Barbara nickte begeistert. Zwischendurch liebte sie es, auf die Tanzfläche zu gehen und sich nach den hämmernden Beaten zu bewegen und sie mochte es, die Leute zu beobachten. Außerdem war eine Disco neutrales Gebiet und er würde bestimmt nichts versuchen wie im Zoo, auch wenn sie sich nicht so ganz sicher war.
„Ich kann mich doch zu Hause umziehen. Mein Schrank ist voll genug“, wandte sie jedoch ein.
„In meinem Kopf habe ich eine ganz besondere Vorstellung, also lass mir das Vergnügen“, antwortete er und das klang nach einem Befehl. Nun wurde ihr doch wieder ein wenig unbehaglich zu Mute.
„Können wir nicht erst einkaufen gehen? Ich kann doch nicht ohne Höschen irgendwo essen“, fiel ihr plötzlich ein.
Moritz Lächeln wurde breiter als er entgegnete: „Mir bist du lieber ohne Unterwäsche. Dann komme sehr viel schnell überall ran, wo es mir gefällt. Dein Rock ist lang genug und es wird niemand sehen, wenn ich es nicht will.“
Fassungslos starrte sie ihn an. Hier war ihre Grenze erreicht und die Vorstellung, er könnte jemanden sehen lassen, dass sie nichts drunter hatte – ließ zu ihrem Entsetzen Erregung aufsteigen. Der Mann weckte Fantasien in ihr, die ihr noch nie bewusst gewesen waren und sie reagierte darauf. „Okay“, seufzte sie leise.
Galant wie zuvor auch schon, half er ihr ins Auto und sie spürte den Sitz kalt an ihrem Po. Noch schlimmer wurde es, weil er seine rechte Hand, sofern er sie nicht zum Schalten brauchte, ständig auf der Innenseite ihres rechten Schenkels hatte und sie nicht wusste, ob sie sich wünschen sollte, dass er sie fort nahm oder sollte er sie höher schieben.
Bis sie vor einem Italiener ankamen und ein paar Meter weiter auch einen Parkplatz ergatterten, wäre sie am liebsten schreiend aus dem Jeep gesprungen. Diesmal wartete sie, dass er ihr die Türe öffnete und sah ihn finster an, was ihm nur ein Grinsen entlockte. Scheinbar wusste er ganz genau, was er anrichtete.
Stocksteif stand sie neben ihm, als er gefragt wurde, welchen Platz er gerne hätte, zumal seine Hand wie zufällig ein Stück Stoff ihres Rockes ergriffen hatte. Schließlich ließen sie sich in einer hübschen kleinen Ecke am Fenster nieder, auf dessen Bank viele Grünpflanzen standen. Hier waren sie ziemlich abgeschieden und sie atmete heimlich erleichtert auf. Sich gegenüber sitzend nahmen sie Platz.
„Darf ich Ihnen schon etwas zu trinken bringen?“, fragte der junge Kellner mit italienischem Akzent, als er ihnen die Speisekarten brachte.
„Ich hätte gerne ein Tonic Water“, entgegnete Barbara und Moritz nickte, während er zwei Finger hoch hielt.
Dann sah sie aufmerksam in die Speisekarte, während er seine ignorierte.
„Was isst du denn?“, fragte sie ihn und hielt den Finger in der Karte.
„Ein Steak mit Folienkartoffel und Salat.“
Wenig später kam der Kellner wieder und fragte: „Haben Sie schon gewählt, oder soll ich noch einmal wiederkommen?“
Bisher war Barbara dankbar dafür gewesen, Moritz gegenüber zu sitzen, weil sie sich gedacht hatte, da könne er nichts bei ihr erreichen, aber sie wurde sehr schnell eines Besseren belehrt. Es fühlte sich so an als hätte er einen Schuh ausgezogen und schob jetzt den Fuß unter ihren Rock. Sie gab sich Mühe, nicht in die Höhe zu schießen und schloss die Beine. Zum Glück war die Tischdecke lang genug, um alles zu verbergen. Doch wenn er so weiter gegen ihre Knie drückte, würde der Kellner etwas merken und so gab sie nach und öffnete die Beine.
„Ich hätte gerne die Pizza Hawaii und einen kleinen Salat“, sprudelte es aus ihr hinaus. Moritz ließ sich viel mehr Zeit. Statt einfach zu bestellen, wollte er genau wissen, woher das Fleisch kam und wie es gebraten wurde. Damit brachte er auch den jungen Mann ins Schwitzen, der sich jedoch alle Mühe gab, höflich und vollständig zu antworten.
Auch Barbara wurde es immer wärmer, weil seine Fußsohle sich jetzt gegen ihre Vulva presste und sie fast im Spagat auf dem Stuhl saß. Ihr Versuch, unauffällig mit der Hand den Fuß zu entfernen, führte nur dazu, dass er gegen die Stuhlkante drückte und sie fast hintenüber gefallen wäre, während er sich ruhig weiter unterhielt.
Endlich ging der Mann wieder und noch viel besser war die Tatsache, dass der Fuß wieder verschwand. Es fragte sich nur für wie lange.
„Warum machst du das?“, zischte sie ihm über den Tisch hinweg zu.
„Das sichert mir deine Aufmerksamkeit, bevor du auf die Blicke des Mannes fliegst.“
Verwirrt sah sie ihr Gegenüber an. War er eifersüchtig oder was sollte die Bemerkung? Aber sein Gesichtsausdruck verhinderte jeden Scherz in die Richtung. Natürlich besah sie sich den Kellner nun genauer und tatsächlich warf er ihr immer wieder scheinbar unauffällige Blicke zu und die Augenbrauen von Moritz wanderten in die Höhe. Sofort senkte sie die Augen und sah auf sein Besteck. Erst als die Bedienung fort war, sah sie vorsichtig auf und Moritz lächelte sie an. „Du lernst schnell“, lobte er sie und auch ihre Mundwinkel hoben sich.
Kein Wunder, dass er mir nicht traut, bei meiner Vorgeschichte, dachte sie und sah ihre Liste wieder vor Augen. Diese Aufstellung hatte sie erschreckt und hätte jemand ihr so viele Namen genannt, wäre ihre Bezeichnung für so eine Person ziemlich unfreundlich ausgefallen.
Der Rest des Essens verging ohne weitere Dramen, und Barbara beugte sich seiner Vorgabe, dass sie keinen Wein bekommen würde. Irgendwie fühlte sich sein Verbot viel natürlicher an als wenn es von ihren Eltern gekommen wäre. Ihre Pizza schmeckte gut und zwischen ihnen entspann sich eine lockere Unterhaltung, bei der sie überwiegend redete und viel von sich und ihrer Familie erzählte. Erst sehr viel später ging ihr auf, dass sie auf geschickte Art und Weise ausgehorcht worden war.
„Was machen wir jetzt?“, wollte sie wissen.
Sie stiegen wieder ins Auto und auf eine Antwort musste sie eine Weile warten, dann fuhr er in ein ziemlich ruhiges Viertel und parkte dort. Verblüfft sah sie sich um. Sie befanden sich in einer schmalen Straße, die durch Rabatten verkehrsberuhigt war und mehrere zum Teil leeren Parktaschen vorwies. Eigentlich sah es hier aus wie in einem Vorortwohnviertel. Fragend sah sie Moritz an und er zeigte auf eine dezenten Laden, dessen Namen alles andere als unauffällig war. Über der schwarzen Ladentür mit aufgemalten blutroten Rosen, die kräftige Dornen hatten, stand: Fetisch, Inhaberin Domna Vanessa.
Moritz öffnete die Tür und anstelle eines Klangspiels ertönte ein tiefes, heftiges Stöhnen, sodass Barbara erschrocken zurück wich und ihr Begleiter lachte, bevor er sie durch die Tür hineinschob. Sie hätte sich lieber hinter ihm versteckt, denn es war ihr in dem leicht dämmrigen Licht unheimlich zu Mute, doch er hielt sich hinter ihr und legte die Hände auf ihre Schultern.
Mit großen Augen sah sie sich um. Der Laden war voller Kleidungsstücke der besonderen Art. Seite an Seite hingen hier Kleider, Röcke, Hosen, Korsagen, Dessous und noch viele Dinge mehr. Dennoch war es keine normale Boutique, denn sie bestanden aus Leder, Lack, Latex oder Gummi, bevorzugt in den Farben schwarz, lila und rot und so manches Teil hatte schon auf den ersten Blick Besonderheiten aufzuweisen. Da waren Ausschnitte in Hosen, wo sie in Barbaras Augen nichts zu suchen hatten, aber dem Wort Zugänglichkeit, das sie schon gehört hatte, eine ganz neue Bedeutung gab.
Aus dem Hintergrund des Geschäfts kam nun eine eher kleine, blonde Frau herbei geschwebt, was aber schwer zu beurteilen war, da sie die höchsten Stilettos trug, die Barbara je gesehen hatte. Dazu trug sie ein knielanges Gothic-Kleid, das aus schwarzen Spitzen und Tüll bestand und obenrum eng anlagund zudem ziemlich weit ausgeschnitten war.
„Moritz, lange nicht gesehen. Was führt dich zu mir?“, fragte sie mit rauchiger Stimme und ignorierte Barbara vollkommen.
„Ich brauche ein passendes Outfit für meine Begleiterin“, erklärte er und ließ sie los.
Domna Vanessa ging langsam um sie herum und ihr wurde unter dem forschenden Blick ziemlich bange. Am liebsten hätte sie sich mit gedreht, aber diese Blöße wollte sie sich nicht geben. Immerhin verstand sie nun, warum ihre Exfreunde so viel Respekt vor einer Domina gehabt hatten. Diese winzige Frau, die ihr trotz der waffenscheinpflichtigen Absätze nur wenig über die Schulter ragte, hatte eine solch fordernde Ausstrahlung, dass Barbara am liebsten fort gelaufen wäre.
„Leihst du sie mir mal aus, wenn ich ein Model für meine Modelle brauche?“, wollte die Blonde von Moritz wissen. „Ihre Figur wäre perfekt dafür.“
„Ich werde es mir auf jeden Fall überlegen“, antwortete er, obwohl Baba den Kopf schüttelte. Ihre Sprache musste sie irgendwann draußen auf dem Gehweg verloren haben, denn sie brachte kein Wort hervor und ihr Mund war so trocken, dass sie kaum schlucken konnte.
„Folge mir!“, kommandierte Vanessa nun, aber Moritz blieb stehen und räusperte sich nur. Daraufhin warf sie einen koketten Blick über die Schulter und verbesserte: „Würdest du mir bitte folgen?“
Baba zupfte Moritz am Ärmel und kam sich vor wie eine Dreijährige, die Angst vor der bösen Nachbarin hatte. Dabei nickte sie Richtung Türe, aber statt sich auf den Hinweis einzulassen, dass sie gehen wollte, schob er sie hinter der Domina her. Schließlich landeten sie in einem kleinen Raum, der als Umkleidekabine der besonderen Art diente. Es gab den üblichen Hocker, Haken an der Wand und einem sehr großen Spiegel, aber auch einen bequemen Sessel. Doch nichts davon war wirklich so harmlos wie es auf den ersten Blick schien.
Der Hocker war am Boden befestigt und sah extrem stabil aus. Abgesehen davon stand er ziemlich mittig im Raum, zumindest so, dass jeder drum herum gehen konnte. Die Haken an der Wand waren stabiler als nötig für ein paar Kleiderbügel und ein paar kaum verborgene Ösen machten in einer normalen Umkleide keinen Sinn. Das hier diente auch als Spielzimmer.
„Setz dich“, befahl Moritz Baba und zeigte auf den Hocker. Alleine beim Umgucken war ihr schon ziemlich warm geworden und das besserte sich auch nicht durch seinen Tonfall. Setzen war allerdings eine gute Idee, denn ihre Beine fühlten sich weich an. Wieder schlich die andere Frau um sie herum und Moritz stand einfach nur da und wartete ab. Sein Gesichtsausdruck wirkte völlig ausdruckslos.
Mit einem Ruck setzte sich Barbara gerade, weil die Domna hinter ihr stand und ihre Hände nach vorne schob und dabei Babas Brüste anhob. Sofort brach ihr der Schweiß aus und sie fühlte nackte Panik, von Erregung keine Spur.
„Deine Sklavin sollte noch ein wenig an ihrer Haltung arbeiten. Sie ist nicht zugänglich genug und sitzt nicht gerade“, erklärte die Frau und ließ ihre Daumen über Babas Brustwarzen gleiten. „Soll ich sie dir ein wenig erziehen?“
Barbara öffnete den Mund, aber Moritz kam ihr zuvor. „Lass gut sein, sie ist noch sehr frisch. Vielleicht ein anderes Mal.“
„Wie schade, aber sie gehört dir. Ich wusste nicht, dass du Neulinge einweist.“
Die Hände verschwanden und die junge Frau auf dem Hocker hätte am liebsten vor Erleichterung geweint und blinzelte mehrmals.
Jetzt erst ging ihr auf, was damals wirklich mit Ali passiert war, als sie feststellte, dass der fremde Dom sie nicht erregen konnte und wie sehr sie es erleichtert hatte, als sie Cass um Hilfe rief, weil sie nicht von dem Fremden genommen werden wollte. Cass hatte ihr Vertrauen wirklich verdient und später hatte sich Ali weit genug sicher gefühlt, um sich auch auf Spiele mit dem anderen einzulassen.
Babara war glücklich, dass Moritz ihre Panik gespürt und somit auch die Domina zurückgehalten hatte. Sie konnte ihm vertrauen und spürte, dass sie sich jetzt auch mehr auf alles einlassen würde.
„Du bleibst hier sitzen!“, befahl er ihr jetzt und ging mit der Frau hinaus. Dieser Aufforderung zu folgen war nicht schwer, obwohl sie zu gerne gewusst hätte, was die beiden zu besprechen hatten.
Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis sie wiederkamen, aber Barbara blieb sitzen und achtete sogar darauf, sich zugänglich zu zeigen, denn sie befürchtete, dass sie vielleicht beobachtet werden könnte.
Moritz reichte ihr wortlos einen Lederrock, der seltsamerweise hinten einen durchgängigen Reißverschluss hatte und ihr bis zu den Knien reichte. Dazu kam ein hautenges schwarzes Oberteil, das über dem Bauchnabel endete und keine Ärmel hatte. Um dem ganzen die Krönung aufzusetzen, bekam sie auch noch Stiefeletten mit halbhohem Absatz dazu.
Entsetzt sah sie ihren Begleiter an, aber er machte nur ein Zeichen, dass sie sich umziehen sollte, während die Domina daneben stand. Alleine das machte Barbara genug Angst, um sie gehorchen zu lassen. Mit roten Wangen zog sie ihren Klamotten aus und stand dann nackt vor den beiden. Mit dem Anziehen beeilte sie sich, denn blauen Augen der Frau verdunkelten sich sichtbar.
„Hast du ihr befohlen, sich zu rasieren?“, wollte sie wissen.
„Nein, sie war schon so.“
Schließlich stand Barbara mit den neuen Sachen da und stellte fest, dass sie passten, wie für sie gemacht. Die beiden Dominanten hatten gewusst, was sie taten und erstaunlicherweise standen die Sachen ihr gut und sie sah nicht aus wie eine Nutte, was sie befürchtet hatte. Ihre alten Klamotten legte sie in die fordernd ausgestreckten Hände von Moritz.
„Bekomme ich noch Unterwäsche?“, fragte sie schließlich ganz leise und traute sich kaum, jemanden anzusehen.
Schallendes Gelächter war die Antwort. „Jetzt merke ich, wie neu sie noch ist“, kicherte Vanessa und rieb sich vorsichtig ein paar Lachtränen aus den Augen, um ihren starken Kajal nicht zu verschmieren. Damit hatte sich das Thema scheinbar erledigt und schneller als sie gedacht hatte, stand Barbara mit Moritz wieder im hellen Schein des Tages und kam sich vor als hätte sie Tage dort im Laden verbracht. Misstrauisch betrachtete sie sich die große Tasche in Moritz‘ Händen. Er hatte noch mehr eingekauft und schien nicht vorzuhaben, ihr den Inhalt zu zeigen.
Nachdem sie am Wagen angekommen waren, nahm Moritz sie einfach in den Arm und das war ein wirklich gutes Gefühl, das ihre Anspannung deutlich minderte.
„Du hast dich sehr gut gehalten“, lobte er sie, „und ich bin froh, dass du mir vertraut hast und nicht in einen Schreikrampf ausgebrochen bist. Domna Vanessa hat eine ziemlich starke Ausstrahlung und hat schon manch einem Sklaven oder einer Sklavin und so manchem Möchte-gern-Dom das Fürchten gelehrt. Aber von Kleidung versteht sie wirklich etwas.“
„Mir wäre etwas mehr Kleidung ganz lieb gewesen und zuerst dachte ich, in diesen Sachen würde ich wie eine Straßenhu… äh, Bordsteinschwalbe wirken …“, sagte Barbara zögernd.
„Nein, so würde ich dich nicht präsentieren wollen. Aber für deine Zugänglichkeit ist das ganz nützlich. Einen BH brauchst du wirklich nicht und ich liebe den Gedanken, dich unter dem Rock nackt zu wissen.“ Spielerisch zupfte er an dem Reißverschluss. „Ruf deine Eltern an und sag ihnen, dass du heute nicht mehr kommst.“
„Das habe ich schon gemachtnachdem du die Disco erwähnt hast. Sie wollten von mir wissen, warum ich an einem Samstag ein neues Praktikum beginne und ich habe ihnen erzählt, dass viele Events erst am Wochenende beginnen und du mir so zusätzlich von der vorbereitenden Arbeit die Ergebnisse zeigen möchtest.“
„Sehr gut“, antwortete Moritz hörbar zufrieden. „Bis dahin haben wir ja noch ganz viel Zeit und es wäre sinnvoll, wenn wir uns noch ausruhen bis zur Disco.
Er fuhr zurück zu seiner Wohnung und machte dort aus dem Sofa eine Liegestatt, wo sie sich nackt aneinander kuschelten. Mehr schien er nicht vorzuhaben und tatsächlich fühlte Barbara sich müde. Das waren wohl doch zu viele Eindrücke, die sie an diesem einen Tag zu verarbeiten gehabt hatte.
„Zeigst du mir auch mal den Club?“, fragte sie dennoch.
„Der ist nur Personen ab 21 Jahren oder für diejenigen, die eine feste Partnerschaft haben.“
„Warum?“, wollte sie verwirrt wissen.
„Es ist ein SM Club und damit der keinen Ärger bekommt, halten wir hier einige Regeln ein. Es wird auch nicht jeder als Mitglied zugelassen.“
„Oh.“ Daran hatte Baba bestimmt nicht gedacht, aber es gab dem Namen eine ganz andere Bedeutung. „Kommen Mario und Marina hier hin? Ich habe durch Zufall festgestellt, dass sie in einer besonderen Beziehung leben.“
„Ja, sie sind Mitglieder.“ Mario hatte sich seitlich zu ihr gedreht, den Arm und ein Bein über sie gelegt während sie angestrengt an die Decke starrte. Sie wollte gerne ein paar Antworten bekommen, wusste aber nicht wie sie fragen sollte. Abgesehen davon kam es ihr viel intimer vor, hier mit ihm zu liegen, als es sich beim Sex auf dem Schreibtisch angefühlt hatte. Endlich hatte sie ihren Mut zusammengekratzt und fragte: „Warum hat sich Mario eingemischt?“
„Er ist der Meinung, ich solle die Finger von dir lassen, weil du nicht viel von unseren Vorlieben weißt. Abgesehen davon will er, dass ich mir Zeit lasse.“
„Warum?“ Hoffentlich bekam sie noch ein paar Antworten mehr.
„Meine Exfreundin kam aus der Szene und hat mich dennoch Halsüberkopf verlassen, um jemand anderen zu heiraten. Meine Freunde sind der Meinung, ich überstürze alles und du wärst zu jung und unerfahren für mich.“
Jetzt drehte sie ihm das Gesicht zu und sah ihn forschend an. „Glaubst du das nicht?“
„Du bist hier“, antwortete er und fügte dann hinzu: „Augen zu und schlaf ein wenig. Es wird noch anstrengend für dich.“
Das klang verheißungsvoll und sie überlegte, ob er sie weiter in seine Vorlieben einweihen wollte. Ihr selbst ging es nicht zu schnell, denn sie hatte sich nie viel Zeit genommen. Ein wenig hatte sie ja schon mitbekommen und er war so faszinierend, dass sie mehr haben wollte. Mehr von ihm und mehr von der Szene. Mehr Gründe, sich bei Ali zu entschuldigen.
Scheinbar hatte es sich Moritz nun doch anders überlegt und schickte seine Hände auf Reisen über ihren Körper. „Bleib still liegen“, befahl er leise. Mit den Fingern knetete, drückte ihre Nippel, die sich ihm hart entgegen reckten. Sein Mund erforschte ihren Hals und an ihrem Busen angekommen, biss er sie sacht hinein, nur um dann mit Zungeneinsatz ihren Bauch hinab zu gleiten.
Es war schwer, still zu halten, aber Baba stöhnte laut, als er ihre feuchten Falten mit den Fingern auseinander zog und seinen Mund dorthin presste. Seine Zunge fand ihren Kitzler und bedächtig umkreiste er ihn, bis sie spitze Schreie ausstieß. Endlich kam sie mit einem kräftigen Orgasmus, der sie durchschüttelte. Im nächsten Moment hatte er ihre Beine an den Knien hoch gedrückt und drang mit einem Stoß in sie ein. Er nahm sie hart, mit langen Stößen und sie stöhnte vor Erregung und vor Anstrengung, bis er sich mit einem Grollen verkrampfte und sich in das zuvor übergezogene Kondom ergoss. Es dauerte eine Weile, bis sie wieder zu Atem gekommen war, aber dann schlief sie tatsächlich ein. Ihr letzter Gedanke war, dass sie das Gefühl hatte, von ihm markiert worden zu sein.
Bevor sie endlich losfuhren aßen sie noch belegte Brote und im Haus störte sich Barbara nicht an der fehlenden Unterwäsche, was sich jedoch sofort änderte, als sie zum Auto gingen. Immer wieder zupfte sie an ihren Kleidungsstücken und drehte sich um, weil sie nach dem Reißverschluss sehen wollte.
Im Club schien einiges los zu sein. Auf dem Parkplatz standen diverse Fahrzeuge aller Arten und Marken, aber egal wie sehr sie sich den Hals verrenkte, sah sie niemanden, der gerade kam oder ging. Leise seufzend stieg sie in den Jeep. Wieder zog sie am Saum ihres Rockes, der gar nicht so viel kürzer war als die in ihrem Kleiderschrank, aber es fühlte sich für sie danach an.
„Wenn du nun noch einmal daran ziehst, werde ich dir die Hände auf den Rücken binden und dann wirst du so in die Disco gehen“, sagte Moritz schließlich und zog einen dünnen Strick aus der Hosentasche.
„So werden die mich gar nicht rein lassen“, erwiderte sie leicht geschockt.
„Bist du dir sicher? Du kannst es gerne ausprobieren. Doch ich versichere dir, ich habe dort genug Kontakte, um auch das durchzusetzen.“ Moritz grinste sie breit an.
Darauf wollte sie es dann doch nicht ankommen lassen, obwohl sie annahm, dass er übertrieb.
Nachdem sie geparkt hatten, gingen sie gemütlich Richtung Tanzstätte und Barbara fühlte sich etwas übermütig. „Du erhöhst durch deine Anwesenheit die Altersgrenze“, neckte sie ihn und er zog nur eine Augenbraue nach oben.
Obwohl es noch relativ früh war und die Show erst in eineinhalb Stunden beginnen würde, war es am Eingang doch schon ziemlich voll und Barbara überlegte, wie lange sie nun brauchen würden, um überhaupt eingelassen zu werden. Diese Disco gehörte zur gehobenen Klasse und bisher war sie nur einmal hier gewesen.
Der Türsteher diskutierte gerade mit einem jungen Mann in zu salopper Kleidung darüber, dass dieser nicht eingelassen würde, zumal er jetzt schon reichlich Alkohol getankt zu haben schien. Fast schon lallend widersprach der Typ und torkelte dann endlich doch von dannen. Als der Schrank von Mann am Eingang aufschaute und Moritz sah, der sich mit ihr im Schlepp an der wartenden Schlange vorbei schob, lächelte er und winkte, damit sie gleich durchgehen konnten.
Doch einer der anderen Wartenden, der in Begleitung seiner Freundin und einiger Kumpels war, rief: „Hey, so geht das aber nicht, Opa“, und machte Anstalten, sich Moritz in den Weg zu stellen.
Dieser jedoch drehte sich nur um und machte einen Schritt auf den Randalierer zu, der unter seinem Blick die Vorwärtsbewegung ungeschickt stoppte und einen Schritt rückwärts trat, wobei er jemand anderen anrempelte. Noch bevor Barbara realisiert hatte, was hier gerade abgegangen war, hatte Moritz sie an der Hand genommen und zog sie mit sich. Nicht einmal bezahlen musste er, wie sie feststellte, sondern wurde wiederum mit einem Lächeln durch gewunken. Hier war er offensichtlich sehr bekannt und nun war sie froh, ihn nicht unnötig provoziert zu haben. Den Strick hatte er nämlich nicht aus der Tasche genommen.
Gerade lief ein Lied von Milow, Ayo Technology, das nicht gerade das Neueste war, ihr aber ganz gut gefiel. Immerhin hatte es einen erotischen Anstrich. Heimlich hatte sie gehofft, dass Moritz noch einmal mit ihr schlafen würde, nach dem Nickerchen, aber als sie erwacht war, war er schon auf und aus dem Arbeitszimmer gekommen. Da hatte es ihr auch nicht geholfen, sich an ihn heranzumachen und ihre Hände hatte er immer von seinem Körper entfernt.
Interessiert sah sie sich um. Bühne und Tanzfläche waren noch leer, obwohl sich die Räumlichkeiten zügig füllten. Sie würde zwar nie verstehen, warum sich jemand freiwillig in solchem Rahmen hypnotisieren und zum Affen machen ließ, aber zugucken würde bestimmt ganz lustig werden. Moritz steuerte auf einen Tisch mit zwei Stühlen zu und sie hatte den Eindruck, dass er den zuvor reserviert hatte. Von hier waren sie mitten im Geschehen und dennoch weit genug weg, um nicht von Tänzern angerempelt zu werden.
„Warte hier! Ich gehe uns etwas zu Trinken holen“, sagte Moritz in einem Tonfall, der verriet, dass der Satzeigentlich ein Befehl war. Barbara nickte und sah sich nach bekannten Gesichtern um, sah aber niemanden.
Plötzlich versperrte ihr ein fremder Mann die Sicht aufs Geschehen und sah sie nachdenklich von oben an. Er war ziemlich groß und sehr schlank. Seine braunen Haare waren kurz und auf den ersten Blick wirkte er unauffällig. Doch sein Augenausdruck ließ sie wachsam werden. „Darf ich dir Gesellschaft leisten?“, fragte er und noch während sie den Mund aufmachte, um zu protestieren, hatte er sich einen Stuhl heran gezogen und Platz genommen.
„Ich bin nicht alleine hier“, protestierte sie und überlegte, ob sie um Hilfe rufen oder einfach aufstehen sollte. Hektisch sah sie sich nach Moritz um, aber der war nirgends zu sehen. Unter diesen Umständen würde er bestimmt nichts dagegen haben, wenn sie sich einen anderen Platz suchte. Sie kam genau zwei Schritte weit, als eine bekannte Stimme hinter ihr ertönte: „Habe ich nicht gesagt, du sollst hier warten?“
Beim Umdrehen protestierte sie schon: „Aber …“ Dann verstummt sie sofort, weil der Fremde aufgestanden war und sich die beiden Männer freundschaftlich begrüßten.
„Hallo Chris. Ich freue mich, dich zu sehen“, lachte Moritz gerade.
„Ich mich auch. Ist schon eine Weile her, oder?“, grinste der Angesprochene zurück und zwinkerte ihr zu.
Sie war sauber hereingelegt worden. Das sah wirklich so aus, als hätten sich die beiden Männer verabredet, was auch erklärte, warum Chris sich einen neuen Stuhl und nicht den leer stehenden genommen hatte. Verstimmt setzte sich Barbara wieder und der Braunhaarige fragte: „Kennst du das Wort Vertrauen?“ Sie verbiss sich eine Antwort.
Seine Augen glitten ungeniert über ihren Körper und sie presste unwillkürlich die Knie zusammen, weil sie sich ihrer Nacktheit unter dem Rock sehr bewusst wurde. Prompt blieb sein Blick an ihren Beinen hängen, nur um dann Moritz fragend anzusehen. Der schnalzte mit der Zunge und legte eine Hand an ihr Bein, um daran zu ziehen, worauf sie rot anlief und der Fremde grinste als wüsste er genau, was unter ihrer Kleidung war – oder fehlte.
„Chris ist Privatdetektiv und arbeitet häufiger für mich und auch für Mario“, erwähnte Moritz.
Die Männer begannen ein Gespräch und Barbara entspannte sich langsam wieder. Munter klopfte sie den Takt des Liedes mit und beobachtete, was rings um sie herum vorging. Da war ein Pärchen, das sich jetzt schon stritt und wenn sie es richtig mitbekam, ging es um den Alkohol, den der Mann in sich hinein schüttete. Ein Stück weiter schmusten zwei Frauen selbstvergessen miteinander, was eine Jungengruppe zu blöden Kommentaren veranlasste.
„Barbara? Ich habe dich gefragt, ob du tanzen möchtest, bevor die Show beginnt“, ließ sich Moritz ungeduldig vernehmen und sie fühlte sich unter den Blicken ziemlich unbehaglich.
„Ja, gerne“, stieß sie schnell hervor und stand so hastig auf, dass der Stuhl umgekippt wäre, wenn Chris ihn nicht aufgefangen hätte. Als er grinste, hätte sie ihm gerne die Zunge rausgestreckt, aber da sie ihn nicht einschätzen konnte, verkniff sie es sich.
Moritz bewegte sich harmonisch im Takt und seine Bewegungen hatten manchmal etwas so Laszives an sich, dass sich auch ein paar andere Mädchen zu ihm umdrehten. Barbara fühlte sich dadurch erregt und begann, ihn anzutanzen, wobei sie ihn berührte, wann immer sie konnte. Anschließend übergab er sie an seinen Kumpel, der sich weniger elegant als zielstrebig bewegte und nach einer Weile flirtete sie ein wenig mit ihm, aufgeheizt von der allgemeinen Stimmung, die immer ausgelassener wurde.
Dann begann die Show und es wurde nach nüchternen Anwesenden gefragt, die sich freiwillig zur Verfügung stellen wollten. Nüchtern war Barbara, aber Lust hatte sie keine und entschuldigte sich, weil sie mal auf die Toilette wollte, bevor es richtig losging. Als sie sich die Hände wusch, kam eine andere junge Frau aus einer Kabine und hielt erstaunt inne. „Hallo Barbara. Wie schön, dich zu sehen!“, rief sie aus.
„Hallo Romy. Was treibst du denn so?“
Romy und sie waren zusammen in einer Jahrgangsstufe gewesen und hatten einige Kurse zusammen besucht.
„Ich mache im Moment ein freiwilliges soziales Jahr und würde gerne medizinisch technische Assistentin werden. Und du?“
„Ich habe ein Praktikum in einem Architekturbüro gemacht und mache nun eins bei einem Eventmanager. Ich hoffe, ich bekomme eine Ausbildungsstelle.“
„Bist du alleine hier?“
„Nein, mit meinem Freund und einem seiner Bekannten und du?“ Innerlich zog sie eine Grimasse, denn als Freund konnte sie Moritz noch nicht bezeichnen, aber was hätte sie sagen sollen?
Gemeinsam gingen sie wieder zurück und ungefragt schloss sich Romy an und überließ es dann Barbara, sie den Männern vorzustellen. Chris klaute einen gerade frei gewordenen Stuhl an einem anderen Tisch und lud Romy ein, sich dazu zu setzen. Sein Gesichtsausdruck gefiel Barbara nicht so recht, aber sie konnte es wohl kaum verhindern.
Wie erwartet, machten sich ein paar Leute auf der Bühne lächerlich, indem sie sich in Babys oder Hunde zu verwandeln schienen und genussvoll eine dicke Zwiebel aßen, von denen ihnen suggeriert worden war, dass es sich um Äpfel handelte.
Sehr plötzlich wurde sie aber abgelenkt, denn sie spürte, wie sich unter dem Tischeine Hand zwischen ihre Beine schob und ängstlich sah sie sich um, aber alle anderen waren mit der Show beschäftigt. Auch Moritz sah dorthin, obwohl seine Finger nun an ihrer Mitte angekommen waren und sie dort sanft streichelten. Obwohl sie sich am liebsten entzogen hätte, wollte sie nun keinen Aufstand machen, um nicht unnötig Aufsehen zu erregen. Außerdem wusste er, was er da tat und erregte sie immer weiter bis sie verlegen spürte, dass ihre eigene Feuchtigkeit sich unter seinen kundigen Fingern überall verteilte. In einer Mischung aus Enttäuschung und Erleichterung seufzte sie, als er die Hand endlich – leider – fortzog.
Der Rest des Abends verging, ohne dass sie ganz genau gewahrte, was noch passierte. Romy war die ganze Zeit dabei gewesen und Chris hatte sich mit ihr unterhalten und verabschiedete sich gleichzeitig wie Moritz und Barbara. Aber erst vor der Türe ging ihr auf, dass er mit ihnen fahren würde. Wahrscheinlich wollte Moritz ihn zu Hause absetzen. Diese Annahme erwies sich schnell als falsch, denn wie es den Anschein hatte, kam Chris mit ihnen zu Moritz‘ Wohnung.
Während der Fahrt musste Barbara hinten sitzen und ihr blonder Begleiter befahl ihr, den Rock auszuziehen. Als sie entsetzt den Kopf schüttelte, sagte er nur: „Ich helfe gerne nach, aber dann außerhalb des Autos. Mal sehen, wem der Anblick gefällt.“
Mit hochrotem Kopf und einem peinlich berührten Blick auf den Privatdetektiv, gehorchte sie dann doch und fragte sich, wie der Abend, beziehungsweise die Nacht enden würde. Chris streckte ihr die Hand entgegen und nur widerwillig reichte sie ihm das Kleidungsstück und musste noch einen ziemlich aufdringlichen Blick über sich ergehen lassen.
Als sie das Industrieviertel erreichten, wo auch der Club angesiedelt war, musste sie sich nun auch noch von ihrem Oberteil verabschieden und hoffte, niemand würde ihnen begegnen. Einen Moment überlegte sie sogar zu verlangen, nach Hause gebracht zu werden, aber das leise Pochen zwischen ihren Beinen überlagerte dann doch ihre Schamhaftigkeit.
Nackt, nur mit ihren Schuhen bekleidet musste sie aussteigen und bekam zu allem Überfluss eine Augenbinde übergestreift. Ihr Herz klopfte wie wild und sie fragte sich, was die Männer vorhatten. Vielleicht bekam sie nun den ersehnten Sex? Sie mochte es, zwei Männer zu haben. Dann wurde sie herum geführt und wusste anschließend gar nicht mehr wo sie wirklich war. Schließlich musste sie auch noch die Schuhe hergeben und fühlte kalten Steinboden unter ihren Sohlen. Dieser Teil gefiel ihr gar nicht.
„Achtung, jetzt kommen Stufen“, wurde sie aus ihren Gedanken gerissen und vorsichtig setzte sie den ersten Fuß auf die unterste Stufe. Bei der zweiten stolperte sie, wurde aber aufgefangen und ab dann hatte sie den Rhythmus heraus. Linker Fuß, rechter Fuß …
Eine Türe wurde geöffnet und erst spürte sie Teppich, dann Holzboden unter den Sohlen. „Kann ich die Binde nun abnehmen?“, fragte sie und bemerkte, dass ihre Stimme recht dünn klang.
„Nein“, antwortete Moritz kurz angebunden und sie hörte ihn irgendwo herum kramen.
Etwas wurde um ihre Handgelenke gebunden und sie bewegte inzwischen ängstlicher geworden unruhig ihre Hände. Das rasselnde Geräusch einer Kette machte es auch nicht besser und sie spürte, dass diese an den Manschetten befestigt wurde. „Was passiert jetzt?“, wollte sie nun wissen.
„Du spielst gerne mit Männern. Was passiert, wenn Männer mit dir spielen?“, kam die kryptische Antwort.
Irgendwie erschien ihr das das Gleiche zu sein. Gab es da Unterschiede? Doch dann kamen ihr die Bilder ihrer Erinnerung wieder hoch und allmählich ahnte sie, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht hatte, zumal ihre Arme in die Höhe gezogen wurden. Doch als forsche Finger ihre Brustwarzen stimulierten, vergaß sie den Gedanken wieder. Ihre Lust war größer.
Bald wusste sie nicht mehr, wer sie anfasste, denn mal war es eine Hand, manchmal auch vier und sie machten sich überall an ihrem Körper zu schaffen. Ihre Brüste wurden geknetet, geleckt, zusammengedrückt und gekniffen. Das gleich galt für ihren Po und selbst ihre intimsten Zonen blieben nicht verschont.
Ihr Herz raste jetzt, ihr Körper war mit Schweiß überzogen und sie spürte die Nässe ihre Beine hinab laufen. Ihr Atem kam keuchend und hörte sich überlaut an, denn die Männer schwiegen. Barbara wimmerte, als zwei Finger sich tief in sie bohrten und sofort wieder zurück gezogen wurden.
Eine kräftige Hand hob ihr linkes Bein an der Kniekehle an und als Hände sie von hinten stützten, blieb ihr nichts anderes übrig, als ihre Beine um eine Männertaille zu schlingen. Sofort spürte sie sein hartes Geschlecht an ihrer sehnsuchtsvollen Mitte und schrie auf als er sie mit einem Ruck hinunterzog und vollständig in ihr versank.
Das war Moritz. Sie erkannte ihn an seinem Geruch, der ihr schon sehr vertraut war. Chris hingegen trat nun nahe hinter sie, sodass sie seine Härte an ihrem Rücken spürte und ihr somit auch Halt gab, da ihre Hände nicht frei waren, sich an Moritz zu klammern.
Hände umfassten ihre Pobacken und zogen sie weit auseinander. Während sie nun ein Stück hochgehoben wurde und Moritz dann wieder tief in sich aufnahm, fühlte sie Finger, die sich an ihrer Rosette zu schaffen machten. Mit Hilfe ihrer eigenen Nässe, glitten sie nach kurzem Widerstand in sie hinein und sie keuchte bei dieser doppelten Stimulation.
Doch dann war da nicht mehr nur ein Finger. Chris drückte seinen Penis an ihre Hinterpforte, während sich Moritz ein Stück zurückzog. Barbara hatte schon Analsex gehabt, aber ihre Partner waren sehr vorsichtig und sie hatte bestimmt, ob sie das wollte oder nicht. Jetzt wusste sie, hatte sie keine Wahl.
Abwechselnd liefen heiße und kalte Schauer über ihren Rücken und sie stöhnte in einer Mischung aus Erregung und leichtem Schmerz. Eine Hand fand ihren Kitzler und ihre Lust stieg so an, dass sie entspannte und dem Glied die Möglichkeit gab, stetig weiter vor zu dringen. Schließlich fühlte sie beide Geschlechter hart in sich und ächzte und stöhnte.
Mal bewegte sich der eine, mal der andere in ihr und der Schweiß lief ihr in Strömen den Rücken runter. Die Körper klatschten hörbar aufeinander und bald hallte nicht nur ihr Atem laut durch den Raum. Nun kannte sie definitiv den Unterschied, ob sie ein Spiel begann oder einfach bespielt wurde. Noch einmal fanden Finger ihre Klitoris und sie spürte den Orgasmus langsam, aber spürbar nahen. Die Stöße in ihr wurden kräftiger und unrhythmischer, als auch die Männer an die Grenzen ihrer Selbstbeherrschung kamen.
„Bitte!“, brachte sie flehend hervor und die Reizung ihrer empfindlichsten Stelle wurde intensiver. Mit einem Mal wurde sie von ihrem Höhepunkt überrollte. Er schien ihren Rücken rauf und wieder runter zu kriechen, bevor er sie schüttelte und ihre Muskeln kontrahieren ließ.
Barbara schrie nicht nur, sie kreischte fast schon und riss dann die Männer mit, die in einem tieferen Tonfall ebenfalls ihre Erlösung lautstark heraus brachten.
Schließlich fand sie sich auf dem Boden wieder, während Moritz sie im Arm hielt. Ihre Augen schlossen sich von alleine, weil sie restlos erschöpft war. Ihr tat so ziemlich alles weh, aber sie war tief befriedigt.
Das nächste, was sie mitbekam, war warmes Wasser in einer Wanne, das ihren geschundenen Körper umspülte und leicht zwischen ihren Beinen und stärker an ihrem Anus brannte. Sorgfältig wurde sie gewaschen, abgetrocknet und dann auf dem Sofa gebettet. Nach zwei Gläsern Saftgemisch schlief sie ein.
Irgendwann wachte sie noch einmal auf und wankte gähnend ins Bad, um die Toilette aufzusuchen. Danach stellte sie sich vor den Spiegel und besah sich ihr vertrautes Antlitz. Sie war zerzaust, sah immer noch leicht errötet aus, aber danach suchte sie nicht. Konnte es wirklich sein, dass sie ähnlich wie Ali auf dominante Spiele stand? Oder war es ihr egal, wie ihr Sex aussah, Hauptsache sie hatte welchen? Zum ersten Mal versuchte sie, ihre eigenen Motive ganz ehrlich zu hinterfragen. Sie hatte nicht lange gezögert, um mit Moritz etwas anzufangen. Doch in diesem Fall hatte er ganz klar die Hosen an und sie nicht. Es gefiel ihr wider Erwarten. Aber wie sähe es aus, wenn er weiter ginge, eine Peitsche nähme oder so etwas in der Art? Sie kam zu keinem Ergebnis und ging wieder ins Bett.
Moritz Arme schlangen sich ganz von alleine um sie und sie kuschelte sich an ihn. Mit einem leisen, behaglichen Seufzen schlief sie wieder ein.
Erst gegen Mittag wachte sie auf und ihr Magen knurrte. Schon kam Moritz an und brachte ein Tablett mit Frühstück mit. Genüsslich besah sich Barbara seinen Körper, der ihr außerordentlich gefiel und der Altersunterschied störte sie persönlich gar nicht mehr. Beim Strecken spürte sie jetzt schon Muskelkater.
„Guten Morgen“, lächelte er sie an.
„Guten Morgen. Ich glaube, ich sollte mehr Sport treiben“, antwortete sie.
Sein Grinsen wurde breiter und er setzte sich zu ihr und gemeinsam nahmen sie stillschweigend ihr Frühstück ein. Immer wieder sah sie zu ihm hinüber und lächelte ihn selig an. Sie hatte sich ein Stück weit verliebt und das war mehr als sie je zuvor ernsthaft gefühlt hatte.
„Schläfst du immer auf dem Sofa?“, wollte sie neugierig wissen, denn da war noch eine Tür, hinter der sie so einen Raum vermutet hatte.
„Kommt Zeit, kommt die Antwort“, erwiderte er, wieder einmal, ohne besonders hilfreich zu sein. „Aufstehen, ich muss dir etwas zeigen.“
Neugierig stand Barbara auf, half ihm beim Abwasch, wobei sie sich wunderte, dass er spülte, denn das hätte sie einem dominanten Mann nicht zugetraut. Irgendwie war ihr Bild nicht ganz richtig.
„Komm mit“, forderte Moritz sie auf und wenn sie sich nicht irrte, wirkte er etwas unruhig. Wollte er sie nicht mehr? Mit klopfendem Herzen folgte sie ihm ins Arbeitszimmer und er wies sie an, sich auf den Stuhl zu setzen. Dann legte er zwei Blätter vor sie hin, die aus einem dickeren, elfenbeinfarbenen Papier bestanden und ein Wasserzeichen hatten. Ratlos sah sie ihn an.
„Dies ist ein Vertrag. Lies ihn dir durch und entscheide, ob du ihn unterschreibst. Aus meinen Erfahrungen habe ich gelernt, dass klare Abmachungen wichtig sind. Du hast eine halbe Stunde Zeit, dann möchte ich eine Entscheidung.“ Abrupt drehte er sich um und ließ sie alleine.
Barbara drehte die Papiere um und machte große Augen. Sie hatte gedacht, es würde sich um die Praktikumsstelle handeln, aber darum ging es in diesem Vertrag nicht. Nicht einmal im Entferntesten. Ungläubig huschten ihre Augen über die Zeilen, die handschriftlich mit Füller geschrieben waren und das in doppelter Ausführung. Ihre jetzt zittrigen Finger presste sie gegen ihre Oberschenkel.
Das Blatt war mit der Überschrift Übereignungsvertrag übertitelt und sie war es, die sich selbst übereignen sollte. Es wurde ganz genau aufgeführt, wie sie sich zu verhalten hatte, wollte sie mit Moritz zusammen bleiben. Alle seine Rechte und ihre Pflichten waren genau aufgelistet und einmal rieb sie sich über die Augen, weil sie dachte, vielleicht doch nur zu träumen.
Zumindest wusste sie, dass dieser Vertrag nicht rechtlich bindend war, nur persönlich und moralisch, aber das machte es ihr nicht leichter. Einiges hatte sie schon kennen gelernt, aber sie würde sich auch damit abfinden müssen, dass er sie mit geeigneten Mitteln schlagen würde.
Ganz zum Schluss stand dann dort etwas, was ihre Beklemmungen minderte, denn er verpflichtete sich, dass er ihr niemals körperlichen oder seelischen Schaden zufügen würde. Er würde auch ihrer Berufswahl nicht im Wege stehen las sie zwischen den sorgfältig gewählten Worten, aber solange sie zusammen waren, war sie entrechtet. Starr sah sie auf den Füllfederhalter, der neben den Blättern lagen. Sollte sie so einen großen Schritt wagen?
Tausend Gedanken schossen gleichzeitig durch ihren Kopf und wieder einmal musste sie an Ali denken. Wenn sie dieses hier unterschrieb, hatte sie selbst nicht nur einen waschechten Freund, sondern auch den Beweis, dass sie sich verändert hatte und vielleicht würde das einer Versöhnung förderlich sein. Sie konnten sich miteinander austauschen und wieder Freundinnen sein …
Der letzte Satz des Schreibens gab dann den Ausschlag. Falls sich dieses Arrangement während einer vierwöchigen Probezeit nicht als realisierbar erwies, konnte der eine oder andere Unterschriftenleistende den Vertrag danach aufkündigen. Moritz hatte beide bereits unterschrieben. Genau in dem Moment, wo sie ihren Namen darunter setzte, öffnete sich die Türe und ein kleiner Tintenfleck entstand auf dem einen Vertragsexemplar, weil sie sich erschreckt hatte.
Vorsichtig verschloss sie den Füller und sah Moritz mit aufgerissenen Augen und wild klopfenden Herzen an. Sein Gesichtsausdruck blieb undurchdringlich, aber sie meinte ein kurzes Aufblitzen in seinen Augen gesehen zu haben. Er zog sie hoch, nahm sie in den Arm und küsste sie zärtlich. Dann sagte er: „Ich fahre dich jetzt nach Hause, bevor deine Eltern eine Vermisstenanzeige aufgeben. Morgen hole ich dich wieder um neun Uhr ab. Dann bleibst du bei mir.“
Sie hatte ja mit vielem gerechnet, aber damit ganz sicher nicht.
Nachdenklich stand Barbara in der Küche bei ihrer Mutter und schnitt Tomaten für den Salat.
„Kann es sein, dass du verliebt bist?“, fragte diese und zeigte auf ein Gemüsestück, das doch sehr herzförmig geraten war. Mit einem Klacken landete das Messer auf dem Holzschneidebrett.
Barbara sah erstaunt auf und nickte leicht. Sie wusste nicht, wie ihre Mutter reagieren würde, aber sie wollte nicht schwindeln. Hatte diese geraten oder wieso erwähnte sie das?
„Ich freue mich wirklich für dich“, strahlte die Frau, die Barbara recht ähnlich sah, obwohl sie nicht blutsverwandt waren. „Darauf habe ich schon lange gewartet.“ Sie lehnte sich jetzt mit dem Rücken an die Küchenzeile und schloss ihre Hände hinten um die Arbeitsplatte. „Weißt du, dein Vater und ich haben uns immer überlegt, ob wir etwas falsch gemacht und Alieta dir irgendwie vorgezogen haben. Oder ob wir mit dir hätten zur Therapie gehen sollen als du klein warst. Dann haben wir uns gedacht, vielleicht ist es besser, nichts zu sagen und dir keine Probleme einzureden, die nicht da sind. Irgendwie haben wir auch gehofft, du merkst, dass du dich selbst unglücklich machst. Wie du siehst, Eltern sind auch nicht perfekt.“ Sie grinste schräg und Barbara sah sie groß an. Niemals hätte sie gedacht, so etwas von ihrer Mutter zu hören und wusste einen Moment lang nicht was sie fühlen sollte.
„Auch wenn du nicht unser leibliches Kind bist, wir lieben dich dennoch, egal was du tust. Doch als Eltern hoffen wir natürlich auch darauf, dass es dir gut geht und du deinen Weg findest. Sicher, wir waren überrascht, dass gerade Ali sich einen älteren Freund sucht und hatten unsere Zweifel, ob es gut ist, wenn dieser auch der Chef ist, aber sie scheint den richtigen Weg für sich gefunden zu haben. Jetzt hoffen wir das Gleiche für dich.“
Nun stiegen Barbara die Tränen in die Augen und sie fiel ihrer Mutter in die Arme. Eine Weile standen sie so da und hielten sich einfach nur aneinander fest.
„Muss die Suppe verlängert werden oder ist wieder einer dieser Tage im Monat?“, fragte der Vater von der Türe her und die beiden Frauen lachten, um dann unisono ihre Augen zu wischen.
Beim Essen erzählte Barbara von Moritz. Zumindest, dass er älter als sie war und von der Disco. Den Rest verkniff sie sich und musste ihrer Schwester noch einmal recht geben. Es gab Dinge, die so privat waren, dass sich jemand anderer nicht einmischen sollte. Wenn das so weiterging, würde ein Entschuldigungsschreiben an Ali den Umfang eines Buches annehmen.
Nach ein paar Ermahnungen, die Barbara als fürsorglich empfand, ließen die Eltern sie Montagmorgen ziehen. Moritz hatte ihr genaue Anweisungen gegeben, was sie anziehen und an Bekleidung mitnehmen sollte. Unterwäsche gehörte nicht dazu.
Pünktlich holte er sie an der Haustüre ab und gab ihrer Mutter höflich die Hand. Barbara war froh, dass ihr Vater schon bei der Arbeit war. Sie gab sich Mühe, nicht von einem Bein aufs andere zu treten, da war die Vorstellungsrunde auch schon vorbei. Ihre Mutter umarmte sie kurz und flüsterte ihr dabei ins Ohr: „Vielleicht tun dir die zehn Jahre Altersunterschied ja gut.“
Als nächstes fand sie sich im Wagen wieder und den steuerte Moritz auf direktem Wege Richtung Club, aber nicht ohne zuvor kurz unter ihren Rock gefasst zu haben, wo sich keine Kleidungsstücke befanden, die er beanstanden konnte.
Ihr Herzschlag hätte jedem Rennpferd Konkurrenz gemacht, zumal er nichts sagte und sie nicht irgendwelches belanglose Zeug plappern wollte und das steigerte sich, als sie die Wohnung betraten. Doch was immer sie auch erwartet hatte, Moritz brachte sie ins Büro und begann mit der Arbeit.
Immer wieder sah sie zu ihm auf, aber er gab ihr nur Anweisungen, wie sie Bestellungen aufzugeben hatte, ließ sie ein paar Telefonate machen und schließlich vergaß sie ihre Ängste und konzentrierte sich auf die Erledigungen. Bald schwirrte ihr der Kopf und in Zukunft würde sie ein Festival mit anderen Augen sehen.
Moritz tippte noch etwas in den Computer, drückte die Entertaste und sagte ganz nebenbei: „Zieh dich aus.“
Baba starrte ihn an und das wohl zu lange, denn der folgende Blick war düster genug, um sie auf die Füße zu bringen. Hastig entledigte sie sich ihrer Kleidung. Ein leises Zittern konnte sie nicht unterdrücken, aber auch Erregung machte sich spürbar zwischen ihren Beinen breit. Immerhin dachte sie daran, sich zugänglich zu zeigen.
„Das nächste Mal bist du schneller und ich möchte wenigsten etwas Anmut sehen. Das sah gerade aus als würde ein Betrunkener am Badesee sich seiner Klamotten entledigen, um anzugeben“, hatte Moritz gleich Beanstandungen.
Sie lief sofort rot an und senkte den Blick. Oh weh, sie hatte vergessen, sich noch einmal zu rasieren und sah jetzt etwas stachelig aus, weil ihre Schamhaare wieder nachwuchsen. Erschrocken fuhren ihre Augen nach oben.
Moritz sah das Gleiche und runzelte die Stirn. „Das lässt du jetzt ein paar Tage wachsen, dann entferne ich das mit einem Epilierer“, sagte er.
„Wa-was? Aber das tut doch weh!“, protestierte Baba, ohne nachzudenken und bekam eine Gänsehaut, als sie sein Lächeln sah. Was hatte sie unterschrieben?
„Ab in die Küche“, befahl er jetzt und so schnell wie möglich gehorchte sie. Vielleicht würde er sich das ja noch überlegen und sie würde sich immer zuverlässig rasieren.
Beim Essen machen entspannte sie sich wieder ein wenig, was aber nur solange anhielt bis er ihr Handgelenksmanschetten anlegte und sie ein Halsband bekam. Das war ihr schon an Alieta immer seltsam vorgekommen, aber entweder war Moritz davon ausgegangen, dass sie das wusste oder sie hatte etwas überlesen. Wenn das so war, was hatte sie dann auch nicht gesehen? Es fiel ihr sehr schwer, tatsächlich zu essen, versuchte aber dabei etwas Zeit zu schinden, um sich daran zu gewöhnen. Sie war ziemlich blauäugig in diese Situation geschlittert.
Dann hakte Moritz die Handmanschetten zusammen, befestigte eine Kette daran und hakte deren anderes Ende ins Halsband. Nun konnte sie die Hände höchstens noch bis zu ihrem Busen herab nehmen und hatte das Gefühl, sie würde beten. So führte er sie ins Wohnzimmer und hieß sie, sich über die Armlehne des Sofas zu legen. Es war unbequem, weil ihr Kopf so tief hing und sie sich nicht richtig abstützen konnte, aber der Gedanke daran, er würde sie in dieser Position nehmen, erregte sie sogleich und sie wurde feucht.
Mit kundigen Fingern, stimulierte Moritz sie und sie machte ein Hohlkreuz, um es ihm zu erleichtern. Doch plötzlich hörte er auf, sodass sie enttäuscht seufzte und sagte: „Bleib so!“
Gespannt wartete sie, was nun kommen würde, und er war auch schnell wieder da. Doch sie spürte nicht sein Glied an ihrer sehnsüchtigen Pforte, sondern etwas Hartes, Künstliches und sofort versuchte sie sich aufzurichten.
„Bitte keinen Dildo“, widersprach sie empört und gleichzeitig mit einem klatschenden Geräusch landete seine Hand sehr kräftig auf ihrem Po. Sie jaulte regelrecht auf und ein weiterer Hieb folgte, während der Kunstpenis unnachgiebig in ihr verschwand und dann mit Gurten befestigt wurde. Das Ding war jedoch tückischer als sie vermutet hatte, denn es gab einen Fortsatz, der vorne an ihrer Klitoris lag und einen, der ihren Anus berührte – und es war ein Vibrator.
Moritz stellte ihn erst leicht ein und erklärte dann: „Das ist die leichteste Stufe, aber ich kann sie problemlos nach oben regulieren.“
Das Brummen verstärkte sich und Barbara schrie auf, als die Vibrationen fast unerträglich wurden. Jeder Versuch, dem Reiz zu entkommen, führte nur dazu, dass entweder ihre Klitoris oder ihr Po heftiger stimuliert wurde. Nicht mehr lange und sie würde kommen, doch kurz vorher stellte Moritz das Gerät wieder kleiner.
„Stell dich gerade hin“, befahl er und fasste zu, weil sie es nicht alleine hinbekam. „Du hast dir für heute schon einige Strafen eingefangen, das weißt du hoffentlich.“
„Ich mag keine Dildos!“, protestierte sie, ohne groß nachzudenken, und sah mit Bangen das plötzliche Aufblitzen in seinen Augen. „Was machst du denn, wenn ich sofort gehen will und den Vertrag auflöse?“, fügte sie pampig hinzu.
Moritz begann laut und herzhaft zu lachen bis er sich die Tränen abwischen musste. Dann winkte er ihr mit dem Finger, ihm zu folgen, und ging Richtung Büro. Baba machte nur ein paar vorsichtige Schritte hinterher, da kam er auch schon zurück. In der Hand hielt er den Vertrag und hielt ihn ihr vor die Nase, wobei er auf einen Absatz zeigte. Sie las ihn halbherzig, stutzte und las noch einmal, bevor sie ihn entsetzt ansah. Dort stand klipp und klar, dass er ALLEINE das Recht hatte, den Vertrag aufzulösen. Was immer sie gelesen hatte von der Möglichkeit für sie, dasselbe zu tun, war reines Wunschdenken gewesen.
„Du kennst dich mit Verträgen nicht gut aus, oder?“, lächelte er sie hämisch an. „Vorsicht vor dem Kleingedruckten. Wer weiß, was du noch überlesen hast.“
„Du hast mich unter Zeitdruck gesetzt, ich hatte gar nicht die Zeit, in Ruhe alles durchzulesen“, protestierte sie wieder einmal.
„Noch ein Widerwort und ich werde dich knebeln“, entgegnete er nur ruhig und drückte ihr dann ein Tuch in die Hand, das sie verständnislos ansah.
„Fang an die Bücherregale abzuwischen. Die sind staubig.“
Fassungslos starrte sie auf ihre immer noch gebundenen Hände und das Tuch darin. So sollte sie staubwischen?
„Na wird es bald?“, fuhr er sie an und sie zuckte zusammen. Keuchend nahm sie wahr, dass der Vibrator wieder heftiger wurde und Moritz wohl eine Fernbedienung besaß. Völlig verwirrt wankte sie breitbeinig zu den Regalen und nahm dankbar wahr, dass die Vibrationen wieder erträglicher wurden, auch wenn sie bei dieser Stärke nur weiter erregt wurde, aber niemals zum Höhepunkt kam.
Mühsam begann sie ihr Werk, was mit den gefesselten Händen eine echte Herausforderung darstellte.
„Fang unten an“, kam noch eine Anweisung und mühsam kniete sie nieder.
Moritz war mit einem Vielfraß verglichen worden, aber im Moment hatte Barbara das Gefühl, er war eher eine Spinne, die sie in das Netz gelockt hatte und sie nun einwickelte. Aber sie konnte ja einfach gehen und musste dann nie mehr einen Gedanken daran verschwenden, was gerade passierte. Zumindest wäre das ihr Wunsch gewesen, doch sie wusste, dass sie das nicht einfach tun würde. Warum auch immer und so entsetzt sie auch gerade war, er besaß etwas, was sie an ihn band. Er war ein richtiger Mann …
Ein vorsichtiger Blick über die Schulter zeigte ihr, dass er gemütlich auf dem Sofa saß, den linken Knöchel auf seinem rechten Knie und dabei in einer Tageszeitung las.
Scheißkerl, schoss es ihr durch den Kopf und prompt senkte er die Zeitung als hätte er es gehört. Mit einer verwirrenden Mischung aus Gefühlen von Wut über Demütigung bis zu dem Wunsch zu bestehen, schrubbte sie weiter. In diesem Moment klingelte es an der Tür.
„Du machst weiter“, kommandierte er und Barbara wäre jetzt am liebsten schreiend davon gelaufen, verharrte aber hochrot vor Verlegenheit und mit gesenktem Kopf vor dem Regal und traute sich nicht einmal umzudrehen, um nachzusehen, wer da kam.
„Thorolf, schön dich zu sehen“, hörte sie Moritz dann sagen. „Hoffentlich hat Mario dich nicht geschickt.“
„Mario? Seit wann mischt der sich denn in dein Leben ein?“, fragte der andere Mann.
„Seitdem ich seine Praktikantin anlerne.“
Der andere Mann lachte und Barbara drehte ihren Kopf leicht zur Seite, um zu sehen, wer da jetzt gekommen war.
Thorolf war ein dunkelhaariger Mann, dessen Ausstrahlung eindeutig verriet, dass er dominant war und so vertraut wie die Männer miteinander umgingen, schienen sie sich gut zu kennen. Doch der andere hatte auch noch eine Frau mitgebracht, die geflissentlich ignoriert wurde. Auf einen Fingerzeig hin setzte sie sich in einen der Sessel. Dann gingen die Männer gemeinsam in das Büro und schlossen die Türe hinter sich.
„Ich heiße Henrike und du?“, fragte die Frau, die etwas älter als sie selbst zu sein schien, wenn auch nicht viel.
„Mein Name ist Barbara.“ Mit einem vorsichtigen Blick zur Bürotür, drehte sie sich leicht um und fühlte sich immer noch brennendrot vor Verlegenheit.
„Mach dir nichts draus. Ich kenne das Gefühl, das du gerade hast. Ich habe schon mal gefesselt mit der Zahnbürste alle Ritzen im Holzfußboden reinigen müssen, während Thorolfs Cousins zu Besuch waren.“
Ein wenig löste sich der Knoten in Babas Brust, doch fuhr sie zusammen und lehnte sich an das Regal, weil das Gerät in ihrem Inneren plötzlich wieder kräftigere Impulse aussandte, die sie daran erinnerten, dass sie keinen einfachen Smalltalk führte.
Henrike verzog mitfühlend das Gesicht. „Diese Kunstdinger sind furchtbar, nicht wahr?“
Barbara nickte als Antwort und atmete dann wieder erleichtert durch, als die Vibration wieder nachließ. Sie war versucht, das Gerät persönlich zu entfernen, wenn sie nur dran kommen würde, obwohl sie sich doch nicht trauen würde.
„Als ich ganz neu war, fühlte ich mich oft verunsichert und fragte mich, was mit mir nicht stimmen mochte, obwohl ich mich immer nach Dominanz sehnte“, erzählte Henrike, als ob sie Barbaras Verwirrung spüren könnte.
„Ich dachte immer, es würde mich abstoßen. Meine Schwester lebt in so einer Beziehung und ich habe ihr kräftig zugesetzt, aber jetzt weiß ich nicht, was ich fühlen soll. Manchmal möchte ich einfach gehen, aber dann ist da dieser Vertrag …“, sprudelte es aus ihr heraus.
„Moritz hat dich einen Vertrag unterschreiben lassen? Hm, das macht Sinn nach der Sache mit Betty. Er will wohl sicher gehen, dass du weißt was auf dich zukommt und dich binden.“ Eine Weile sah Henrike sie nachdenklich an und fragte dann: „Heißt deine Schwester Alieta?“
„Woher weißt du das?“, keuchte die Jüngere verblüfft.
„Cass und Morgan sind die Cousins meines Mannes. Ich kenne Ali.“
„Dann weißt du auch wie schrecklich ich mich benommen habe. Bitte, schweig darüber, was du hier gesehen hast. Ich will mich bei meiner Schwester persönlich entschuldigen. Bei ihr habe ich eine Menge wieder gut zu machen“, flehte Barbara.
„Machst du es nur deshalb?“, hakte Henrike nach.
„Nein, ich habe mich verliebt und irgendwie … ich weiß nicht … ich möchte es, aber auch nicht … Es macht mir Angst wie nie zuvor, aber ich werde auch geil davon …“ Ihre Stimme wurde immer leiser.
Für weitere Gespräche gab es keine Gelegenheit mehr, weil die Männer wieder kamen und Baba wischte das nächste Regal und hoffte, sie hatte sich nicht völlig zum Affen gemacht. Außerdem wollte sie, dass der Mann wieder verschwand, denn es war ihr unheimlich zu Mute, solange er hier war. Leider ging ihr Wunsch nicht in Erfüllung, dabei brauchte sie dringend Zeit zum Nachdenken.
Was immer die Männer besprochen hatten, Thorolf machte keine Anstalten zu gehen, sondern starrte sie an, wie sie aus dem Augenwinkel wahr nahm. Dann rief Moritz sie zu sich und befahl ihr Haltung. Rot vor Verlegenheit und innerlich widerstrebend gehorchte sie und ließ das Wischtuch liegen. Ihre Hände waren immer noch vor der Brust gefaltet, obwohl sie sich damit lieber bedeckt hätte.
„Thorolf und ich kennen uns sehr lange“, bemerkte Moritz und überließ es ihr, sich Gedanken zu machen, was er damit ausdrücken wollte.
Barbara hatte nie Skrupel gehabt, mit zwei Männern Sex zu haben und ahnte, dass Moritz sie auch teilen wollte, denn das hatte er ja auch schon nach der Disco getan, aber da hatte keine Ehefrau daneben gesessen. Das fühlte sich falsch an und sie warf dem Blonden einen hilfesuchenden Blick zu, den er ignorierte.
Dafür umrundete der andere Mann sie und blieb dann hinter ihr stehen. „Heute ist also ihr erster Tag. Zumindest still stehen kann sie“, bemerkte er.
„Das habe ich schon früh getestet.“
Barbara zuckte zusammen, als er mit den Fingern ihre Wirbelsäule lang fuhr, bis er an die Gurte stieß, die den Vibrator hielten. Bisher hatte er nur ganz leichte Impulse von sich gegeben, die sie ignorieren konnte, aber nun hob Moritz die Fernbedienung und bald arbeitete das Ding deutlich spürbar. Ihr bracht der Schweiß aus und der einzige Grund, warum sie stehen blieb, war, dass sie befürchtete, die Reizung würde sich verschlimmern. Alles sträubte sich in ihr dagegen, hier, jetzt und auf diese Art zum Höhepunkt zu kommen.
„Sie kämpft“, klang amüsiert die Stimme hinter ihr.
„Sie mag es nicht und hat sich bereits deshalb eine Strafe verdient.“
Sie stöhnte laut auf, als eine Hand zwischen ihre Beine langte und das Gerät fester an sie drückte. Im gleichen Moment, in dem sie mit einem Satz nach vorne springen wollte, umschlang sie ein Arm und Moritz stellte den Vibrator auf höchste Stufe. Ihr Kampf war vergebens und nur wenig später spürte sie den Orgasmus mit der Wucht eines Zuges nahen, verstärkt dadurch, dass sie sich so lange gewehrt hatte. Ihre Knie gaben nach und sie wurde nur von Thorolf aufrecht gehalten, während sie laut aufschrie und ihr ganzer Körper unkontrolliert zuckte und krampfte.
Erst als der Reiz anfing in Schmerz überzugehen, wurde das Ding ausgeschaltet und Moritz fing sie auf, bevor sie zu Boden ging und legte sie sanft auf das Sofa. Von irgendwo hatte ein Glas her, das er ihr nun an die Lippen hielt und sie trinken ließ.
„Die Konstruktion gefällt mir, die werde ich auch anschaffen, nicht wahr Henrike?“
Barbara blinzelte zu der Angesprochenen und die sah genauso ablehnend aus, wie Baba sich fühlte. Nichts hätte sie sich mehr gewünscht, als dass dieses Ding endlich aus ihr verschwand. Immerhin schwieg es jetzt.
„Ich warte auf eine Antwort“, herrschte der Dunkelhaarige seine Frau an.
„Hindern kann ich dich nicht.“
„Da ist jemand aufmüpfig“, mischte sich Moritz grinsend ein.
„Damit hätten wir schon zwei, die Strafe verdienen. Was hältst du davon, wenn wir das im Club in Angriff nehmen?“
„Eine ausgezeichnete Idee.“
Barbara sah Henrike an, die sichtlich gemischte Gefühle hegte. Barbara hatte den Club ja immer mal genauer ansehen wollen, aber beim ersten Mal waren ihr erst die Augen verbunden worden und danach hatte sie nicht mehr viel mitbekommen. Doch leider hatte sie den Eindruck, jetzt würde es viel schlimmer kommen.
„Hast du ihr schon den Club gezeigt?“
„Nein, das soll sie sich erst verdienen. Sie sieht nur das jeweilige Spielzimmer.“
„Ah, dann wart ihr schon mal dort?“
„Ich habe Chriseingeladen und er hatte eine Menge Spaß.“
Barbara schoss die Röte noch mehr ins Gesicht. Es war demütigend, so über sich reden zu hören und das war vermutlich auch der Grund, warum es geschah. Allmählich machte alles mehr Sinn für sie und sie beschloss, ihre Sache so gut wie möglich zu machen. Immerhin hatte sie bisher auf diese Art den besten Sex ihres Lebens und das da war der erste Mann, in den sie sich verliebt hatte.
Ihre Hände wurden nun hinten zusammengebunden und eine Augenbinde übergestreift. Schließlich wurde sie wieder einmal unsicher auf den Füßen über kalten Boden geführt und fand sich schließlich in einem Raum wieder, der sie sehr an eine Folterkammer erinnerte. Trotz ihrer guten Vorsätze, fühlte sie sich ängstlich.
Henrikes Gesichtsausdruck trug eine Mischung aus Erregung und Furcht. Wirklich beruhigend war das nicht, aber es blieb Barbara keine Zeit zum Nachdenken, denn sie wurde zu einem Bock geführt, darüber gelegt und so gefesselt, dass sie sich nicht mehr bewegen konnte. Genauso hatte sie gehangen als sie Alieta hatte zugucken müssen. Vergangenheit und Gegenwart vermischten sich zu einem elenden Gefühl.
Vor ihren Augen musste sich Henrike aufrecht hinknien und eine Stange wurdean ihrem Halsband befestigt, die bis zu den verbundenen Fußgelenken reichte. So konnte sie nicht anders, als aufrecht knien zu bleiben, was bestimmt nach kurzer Zeit schon extrem unbequem sein würde.
Bisher hatten die Männer schweigend Hand in Hand gearbeitet und es wurde klar, dass sie ein eingespieltes Paar waren.
Wie oft hatten sie schon zusammen so etwas gemacht?, fragte sie sich eifersüchtig.
„Du kannst sie gut anal vögeln. Sie ist da sehr geübt“, präsentierte Moritz Barbara und strich ihr über den Po, durch die Ritze dort bis zu ihrer feuchten Mitte. Eine Menge Nässe war ihr an den Beinen hinab gelaufen und etwas davon verteilte er über ihre Rosette, um dann einen Finger in sie zu pressen, der still in ihr verweilte.
„Wir haben auch geübt und Henrike nimmt jetzt ein Glied bis zum Anschlag auf.“
Baba kam sich vor wie ein Pferd auf dem Viehmarkt, dessen Vorzüge angepriesen wurden.
„Dann tauschen wir doch mal die Frauen“, grinste Thorolf sie an und strich über ihren Rücken, sodass sie eine Gänsehaut bekam.
Moritz zog seinen Finger hinaus und ging an ihr vorbei zu Henrike, die ihn widerwillig und dennoch ergeben ansah. Von Ergebenheit war in Barbara nichts zu spüren. Sie wollte nicht noch einmal einen Fremden in ihrem Po fühlen, wenn Moritz sie nicht ebenfalls wenigstens einmal genommen hatte. Kaum spürte sie die fremde Hand dort, spannte sie sich so fest an, wie es ihr überhaupt möglich war.
„Sie verweigert sich“, bemerkte der Mann und drückte dann den Vibrator bis zur Schmerzgrenze in sie hinein, sodass sie stöhnte. Entkommen konnte sie nicht.
„Du kannst sie schon einmal aufwärmen, ich hole die Gerte“, entgegnete Moritz.
Erschrocken ruckte Barbaras Kopf nach oben und Henrike schüttelte kaum merklich den Kopf, aber die Warnung kam zu spät. Moritz zog sie an den Haaren, bis ihr Kopf schmerzhaft im Nacken lag und herrschte sie an: „Du glaubst doch nicht, dass du damit durchkommst?“
Im nächsten Moment wusste sie, was er mit aufwärmen gemeint hatte, denn Thorolfs Hand klatschte wuchtig auf ihr Gesäß, dass es ihr den Atem aus der Lunge trieb und der zweite Hieb folgte unmittelbar. Nach dem vierten begann sie zu jammern und zu betteln, während ihr Tränen über das Gesicht liefen.
„Jetzt kommen die Strafhiebe“, hörte sie entfernt sagen und schon ging die Gerte auf die schon schmerzenden Stellen nieder und entlockten ihr einen lauten Schrei. Der Schmerz war fast unerträglich schneidend. Der nächste Schlag traf ihre Oberschenkelrückseite knapp unter ihrem Po und sie schrie noch lauter. Bald weinte und schrie sie, doch endlich hörte es auf und sie hing kraftlos in ihren Fesseln.
„Verweigerst du dich noch einmal meinem besten Freund?“, fragte Moritz sie und sie schüttelte schwach den Kopf.
Wieder spürte sie den Fremden hinter sich, der sich nun gegen ihren Anus presste und dabei die flammenden Bereiche berührte. Doch seltsamerweise hatte sie nur noch das Bedürfnis gefickt zu werden, um ihre eigene Erregung loszuwerden. Schließlich hatte sich der Fremde ganz in ihr versenkt und begann sich zu bewegen. Ihr eigener Lustsaft lief an dem Kunstteil in ihr vorbei.
„Gib mir bitte die Fernbedienung“, bat Thorolf jetzt und bekam sie gleich ausgehändigt. Jetzt zog sich Moritz aus und näherte sich mit wippendem Geschlecht der knienden Frau. Er drängte seine Eichel gegen ihre Lippen, bis sie diese öffnete und schob sich dann energisch in ihren Mund, während er ihren Kopf fest hielt, um sie zu dirigieren.
Barbara sah mit großen Augen zu, wurde aber im nächsten Moment abgelenkt, weil der Vibrator seine Arbeit aufnahm. Scheinbar konnten die Reizarme für Klitoris und Anus verstellt werden, denn der eine presste sich auf ihre empfindliche Knospe und der andere schien dem Mann nicht im Weg zu sein.
„Ja, das ist geil“, stöhnte er und bewegte sich nur langsam in ihr, während ihre eigene Erregung stetig anstieg, obwohl sie das nicht wollte. „Komm für mich“, befahl er ihr rau und stellte das Gerät höher.
Sie konnte sich nicht mehr dagegen wehren und kam mit einem schrillen Aufschrei, während ihr Körper wieder zuckte und pulsierte. Ein paar Moment musste sie weg getreten sein, denn als sie wieder richtig zu sich kam, schwieg das Gerät und sie sah Thorolf, der ein Glas in der Hand hielt und ihr den Strohhalm in den Mund schob, an dem sie gierig saugte, weil sie so durstig war.
Genau in diesem Moment hörte sie Moritz stöhnen und ahnte, dass er sich in den Mund der anderen Frau ergoss. Doch genau jetzt störte es sie nicht mehr. Während sie selbst hängen blieb, wurde Henrike von der Eisenstange befreit und erhob sich reichlich steifbeinig. Ihre Knie waren rot und ihre Lippen geschwollen. Sie wurde jetzt mit dem Gesicht nach hinten an das Andreaskreuz gebunden.
„Du hattest Recht. Sie von hinten zu nehmen ist klasse. Vor allem ist es eine faule Sache mit dem Vibrator. Und wenn sie kommt, ist das deutlich spürbar.“
„Wie lange hast du gebraucht, Henrike so weit zu bekommen, dass sie sich nicht übergibt oder würgt, wenn sie in den Hals gefickt wird?“
„Ein paar Wochen täglicher Übung. Das solltest du auch in Angriff nehmen. Vor allem empfehle ich dir, lass deine Kleine nur aus deiner Hand essen und nimm ihr die Freiheiten, sich selbst zu duschen und ähnliches. Sie wird viel schneller zahm und lernt ihren Platz kennen. Das habe ich dir schon immer gesagt.“
„Inzwischen sehe ich das ein. Damit werde ich sofort anfangen.“
Viel Zeit, darüber nachzudenken, was das alles bedeuten sollte, blieb Barbara nicht, denn wenig später probierte auch Moritz die Kombination von Analverkehr und Vibrator aus und ließ nicht von ihr ab, bis sie ebenfalls zum Höhepunkt kam. Dann – endlich – wurde das Ding aus ihr entfernt und sie fühlte sich furchtbar wund davon.
Thorolf schien nicht viel von der Gerte zu halten und nahm etwas, dass er Tawse nannte und das laut seiner Beschreibung sein liebstes Strafgerät war. Henrike bekam es zu spüren, aber auch Barbara, als sie Befehlen nicht rechtzeitig gehorchte. Es mussten Stunden vergangen sein, bis die Session, auch diesen Begriff hatte sie jetzt gelernt, zu Ende ging und sich die Paare trennten.
Moritz stellte sie unter die Dusche und wusch sie. Die Striemen auf ihrem Körper brannten unter dem heißen Wasser, aber plötzlich war sie trotz der tiefen Erschöpfung stolz auf sich und bedankte sich höflich fürs Waschen, was ihr einen Belohnungskuss einbrachte. Die Überraschungen nahmen aber noch kein Ende, denn diesmal führte er sie zu dem Raum, den sie immer für das Schlafzimmer gehalten hatte und fand sich bestätigt und war gleichzeitig entsetzt.
Das Bett mit Übermaßen und Gittern an Kopf- und Fußende stand auf einer Art Podest und darunter war ein Käfig angebracht, der nur einen Meter auf zwei Meter maß. Darin waren eine einfache Matratze und eine Decke. Entsetzt sah sie Moritz an.
„Keine Angst, heute wirst du dort nicht schlafen müssen, aber irgendwann mit Sicherheit.“ Dann bettete er sie und fragte: „Wie fühlst du dich jetzt?“
„Ich habe es geschafft“, entgegnete sie und sah ihn fragend an.
„Ja, der Anfang ist gemacht.“
Über diesen Satz konnte sie nicht mehr nachdenken, denn Moritz nahm sie in den Arm und dann forderte ihr Körper den Schlaf ein.
Den Unterschied zu vorher bekam sie schon am nächsten Tag zu spüren. Er arbeitete mit ihr, aber sie blieb unbekleidet, was ihr sonst nicht viel ausgemacht hatte, sich jetzt aber seltsam anfühlte. Mitten drin kam dann die Anweisung: „Hinknien, Hände hinter den Rücken und dann will ich deinen Mund auf mir spüren.“
Damit hatte sie ein Problem, weil sie es nicht gewohnt war eine Hose mit den Lippen zu öffnen und sich ziemlich ungeschickt anstellte. Dafür war sie gut in Blowjobs, dachte sie zumindest, bis er austestete wie weit er eindringen konnte. Zuerst musste sie würgen, dann half Luft anhalten und zu ihrem Glück, lernte sie es schneller als Henrike. Allerdings bekam sie leichte Panik, als er abspritzte und sie nicht atmen konnte. Keuchend hockte sie schließlich vor ihm.
„Hast du nicht was vergessen?“, fuhr er sie an.
„Danke, Moritz“, ächzte sie, denn so hatte sich Henrike benommen.
„Ich sehe, du lernst doch schnell dazu“, lächelte er sie an.
Dummerweise hatte er nicht vor, ihr Erlösung von ihrer Erregung zu schenken.
Das nächste Problem hatte sie, als er mittags mit ihr Essen gehen wollte, aber das Halsband dran bleiben musste. Die Blicke der Leute waren unangenehm, bis sie lernte, dass alle weg guckten, wenn sie zurück starrte. Doch sobald sie nach dem Besteck griff, nahm er es ihr weg und sie musste es ertragen, dass er sie fütterte – und wieder alle starrten. Hörner wären vermutlich unauffälliger gewesen.
Abends wollte er fernsehen, doch als sie sich neben ihn setzen wollte, warf er ihr ein Kissen auf den Boden und hieß sie, sich dort niederzulassen. Fratzig ließ sie sich dort nieder, möglichst weit weg von ihm, aber Moritzzog sie so zu sich hin, dass sie an seinen Beinen lehnte.
Auf jeden Fall war sie dankbar, als er ihr befahl, sich über die Armlehne des Sofas zu legen und hoffte von ganzem Herzen, dass er nicht wieder eine böse Überraschung für sie bereit hatte. Doch dieses Mal drang er einfach in sie ein, nass genug war sie schon den ganzen Tag gewesen und sie schrie bereits nach wenigen Stößen ihren Orgasmus laut hinaus, woraufhin er sich ihrer weiteren Öffnung zuwandte und sich dort seinen Höhepunkt holte. Vom Film bekam sie nicht viel mit.
So verlief die Probezeit und mit jedem Tag fand sie sich mehr in ihre Rolle, kassierte Strafen, wenn sie sich gegen eine seiner Ideen wehrte und wurde belohnt, wenn sie sich gut anstellte. Nach ein paar Tagen machte er dann wahr, was er bereits andeutete und Barbara vergessen hatte, obwohl sie sich tagelang nicht rasieren konnte, weil er ihren Shaver weg genommen hatte.
Bisher war ihr auch nicht bekannt gewesen, dass Teile seines Fußbodens im Wohnzimmer herausnehmbar waren. Er verlangte von ihr, dass sie sich an eine bestimmte Stelle legte und nachdem er die Ösen freigelegt hatte, fesselte er ihre Arme und Beine daran, sodass sie in gespreizter Haltung vor ihm lag. Erst als er mit einem summenden Gerät zu ihr kam und sich zwischen ihre Beine kniete, wusste sie, dass er die Sache mit dem Epilierer wahr machen wollte.
„Bitte nicht“, flehte sie ihn umsonst an.
Dann setzte er das Gerät an ihrem Unterbauch an. Innerhalb von Sekunden verwandelte sich das Ziepen in ein Brennen, als er in kleinen Kreisen über die kurzen Härchen fuhr. Je weiter er nach untern kam, desto schlimmer wurde es und bald war sie in Schweiß gebadet und heulte. Glücklich nahm sie wahr, dass er darauf verzichtete, nahe an ihre Schamlippen zu kommen und die restlichen Bereiche nass rasierte.
„Da-danke“, bedankte sie sich im Anschluss, nachdem er eine beruhigende Salbe aufgetragen hatte.
„Vielleicht sollten wir uns erkundigen, wo du das lasern lassen kannst“, sagte er noch und sie hoffte von ganzem Herzen, dass er diese Idee wieder vergaß. Doch alles, was ihr widerfuhr erregte sie und irgendwie war sie stolz, so sehr im Mittelpunkt dieses Mannes zu stehen.
Barbara war glücklich. Bei diesem Mann hatte sie zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl, dass er sie wirklich wollte. Niemand anderer war da, der als Vergleich diente. Sie war zu Hause – aber sie hatte doch noch etwas wieder gut zu machen.
Immer noch vermisste sie Alieta, mit der sie gerne ihre Erfahrungen ausgetauscht hätte.
„Zieh dieses Kleid hier an und da stehen auch noch passende Schuhe“, sagte Moritz und zog sich selbst auch um. „Wir gehen auf eine Party.“
Barbaras Augen leuchteten auf. Party klang richtig gut und an das Leben ohne Unterwäsche hatte sie sich auch gewöhnt. Moritz hatte einen guten Kleidergeschmack und so zog sie gerne an, was er ihr hinlegte, denn auch da hatte sie keine Wahl mehr. Diesmal handelte es sich um ein rotes Stretchkleid, was ihr doch ein wenig vermessen vorkam, weil vermutlich jeder sah, dass sie nichts drunter trug. Um die Taille kam ein silberner Gürtel, der etwas locker hing. Auch die hochhackigen Schuhe hatten die gleiche Farbe.
„Ich habe hier ein anderes Halsband für dich“, sagte Moritz und ersetzte das lederne durch eines aus Metallgliedern, das dennoch einen Ring besaß und sehr stabil wirkte. Es war aber immer noch auffällig genug.
„Wohin fahren wir?“, fragte sie neugierig.
„Warte es ab“, kam die knappe Antwort.
„Sie fuhren eine ganze Weile und hielten schließlich vor einem etwas utopisch wirkenden Haus mit großen Ausmaßen. Hier standen auch schon weitere Fahrzeuge.
„Hier wohnen Mario und Marina“, bekam sie erklärt und sein Lächeln verhieß wahrscheinlich eine Überraschung, doch ob die gut für sie war, blieb ungewiss.
„Hallo, kommt doch rein!“, rief Marina sobald sie nach dem Schellen die Tür aufgerissen hatte. Auch sie sah schick aus und musste eines von ihren ungeliebten Halsbändern tragen. Barbara entspannte sich, denn es schien sich hier um eine Insiderparty zu handeln.
Marina führte sie in ein riesiges Wohnzimmer, das hell beleuchtet war. Schiebetüren waren zum Garten hin geöffnet und Lampion erhellten alle möglichen Ecken. Es sah richtig toll aus. Leise Musik unterstrich die Stimmung.
Von den Leuten kannte sie einige. Darunter waren auch Morgan, scheinbar mit seiner Freundin, und Cass. Dann war ihre Schwester auch nicht weit.
Barbara sah Moritz fragend an und mit einem Lächeln nickte er. Während er ihr einen Kuss auf die Schläfe gab, sagte er leise: „Sprich mit ihr. Sie wartet auf dich in der Bibliothek.“
Eilig flitzte sie los in die angegebene Richtung. Die Türe zu dem Raum stand offen und jetzt wurde sie etwas langsamer. Sie hatte so viel wieder gut zu machen und konnte nur hoffen, dass Ali ihr verzeihen würde. Etwas zögerlich trat sie ein und lächelte, weil ihre Schwester natürlich eifrig die Nase in ein Buch gesteckt hatte.
„Ali?“, fragte sie leise.
Diese drehte sich sofort um, schob das Buch ungewohnt nachlässig ins Regal zurück, und kam näher. Baba fehlten die Worte und nach einem schnellen Blick über die Schulter versuchte sie in einer Geste auszudrücken, was sie bewegte. Sie kniete sich in vorschriftsmäßiger Haltung vor Ali hin, hielt den Blick gesenkt und sagte: „Es tut mir alles so leid. Das, was ich getan habe und das, was ich gesagt habe. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann meinen Egoismus verzeihen. Ich vermisse dich …“
Erstaunt sah sie auf, als Ali sich genauso vor sie kniete und ihre Hände nahm. Sie lächelte. „Ich vergebe dir. Mir wurde schon gesagt, dass du mit mir sprechen möchtest und auch, dass du dich sehr verändert hast. Ich habe dich auch vermisst. Sie hatten Recht. Das habe ich gerade gesehen. Aber knie nicht vor mir nieder, mach das lieber bei deinem Herrn.“
Die jungen Frauen begannen zu kichern und umarmten sich. Ein Räuspern ließ sie zusammenzucken. In der Tür standen Cass und Moritz. Die Schwestern fuhren auseinander und nahmen ihre Haltung an, warfen sich aber einen Blick zu und verkniffen sich nur mühsam ein Lachen.
„Sieh dir diese beiden an“, sagte Cass und rief Ali zu sich. Eine Geste und auch Baba eilte zu Moritz, der sie dann zu einer Stelle im Raum brachte, um die sich alle geschart hatten. Irritiert sah sie sich um. Was machte sie hier?
Noch bevor sie näher darüber nachdenken konnte, kam Mario zu ihr und lächelte sie an. „Heute bist du ein wenig unsere Hauptperson. Ich möchte dir offiziell mitteilen, dass du ab nächste Woche eine Ausbildungsstelle in meinem Unternehmen hast. Dein Herr ist einverstanden.“
Alle um sie herum klatschten und Barbara senkte verlegen den Kopf. Mario schüttelte ihr die Hand, Marina umarmte sie und flüsterte ihr zu: „Ich freue mich.“
Moritz nahm sie in den Arm und sagte leise und etwas anzüglich: „Selbst wenn ich dich lieber ständig um mich hätte, so weiß ich doch, dass du etwas lernst und du bist unter Beobachtung, ob du gehorchst, wenn ich dich nicht sehen kann. Und ausbilden werde ich dich dennoch.“
Ali flog heran und fiel ihrer Schwester um den Hals, bevor die anderen Anwesenden ebenfalls gratulierten. Unter den wachsamen Augen ihrer Herren zogen sie sich etwas zurück und begannen die Zeit aufzuarbeiten, in der sie getrennt gewesen waren. Beide strahlten. Morgen würden sie gemeinsam zu ihren Eltern gehen und dann konnte sie ihren Vertrag vorzeigen und die beiden waren mit Sicherheit froh, dass sich die Schwestern wieder vertrugen.
Vielleicht durften sie ja auch ohne Halsbänder gehen, denn das würde sowohl Vater wie auch Mutter auffallen, obwohl sie es wahrscheinlich für einen Modetrend halten würden. Ob sie sehr traurig waren, dass jetzt beide Töchter aus dem Haus waren, denn Moritz wollte, dass sie schnell zu ihm zog. Aber sie sollte ja selbstständig werden.
Jetzt war alles perfekt.
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Sexgeschichten für jeden Geschmack
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Kommentare
Sehr schön
EIne sehr schöne Geschichtenreihe! Ich lese deine Geschichten sehr gerne und finde besonders diese Sammlung sehr gelungen.
Bitte schreib weiter! Volle Punktzahl!
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Ich freue mich
Ich freue mich, wenn dir diese Sammlung gefällt. Da noch nicht alle in festen Händen sind, denke ich mal, dass es damit auch weiter geht. Aber ich bitte um Geduld, denn es dauert etwas, bis ich fertig bin und vor allem ansatzweise zufrieden damit :-)
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Wie immer,....sehr gut !!!
Hallo Vertriebene, wie immer hast Du sehr flüssig und sehr gut geschrieben. Eine tolle Geschichte und bitte, mach weiter !!!!
Von mir, volle Punktzahl !
Lieben Gruß, Natur69
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Danke
Danke für den netten Kommentar. Ich bin froh, dass diese Geschichte sich flüssig lesen ließ, diesmal habe ich wirklich sehr lange daran gefeilt. Ich mache auf jeden Fall weiter, doch es dauert noch etwas bis zur nächsten Geschichte. Darum bitte ich um Geduld.
Liebe Grüße, Vertriebene
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Auch von mir, wie üblich, ein
Auch von mir, wie üblich, ein großes Lob. Eine schöne Geschichte, auch mit anderen Aspekten, ist Dir wieder gut gelungen. Ich hoffe Du nimmst es mir nicht krumm, wenn ich für meinen Überblick der Figuren eine Übersicht anlege: Wer, mit welcher Haarfarbe und Beruf ist mit wem zusammen und wie sind die Frauen miteinander bekannt. Als Mensch der sich sehr mit der Geschichte des alten Orients befasst ist Listen machen zu einer zweiten Natur von mir geworden und sie helfen bei der Orientierung. Ich freue mich über neue Geschichten. Danke!
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Vielen Dank
Vielen Dank auch dir für dein Lob. Gerade die anderen Aspekte haben mir ein wenig Mühe bereitet und ich bin froh, wenn sie gelungen sind.
Ohne Listen meiner Hauptpersonen und Nebenpersonen (die ja vielleicht auch noch vergeben werden könnten) würde ich die Verzweiflung bekommen. Deshalb nehme ich das bestimmt nicht krumm. Es zeigt mir auch, dass dir die Geschichten wichtig genug sind, um dir darum Gedanken zu machen und das freut mich ganz besonders :-)
Neue Geschichten wird es geben, aber diesmal muss ich um Geduld bitten. Mein reales Leben hat mir zu wenig Zeit gegönnt, aber ich denke, jetzt kann ich wieder anfangen Neues zu entwickeln.
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Ich kann mir die Personen...
...ehrlich gesagt auch nicht merken und zuordnen. Dazu lese ich zu vieles durcheinander und meine geistige Kapazität reicht nicht aus, um nun die Ali von vor vier Wochen mit der Baba von heute zu verknüpfen etc. Aber das macht ja eigentlich nichts, weil auch diese Geschichte sehr gut allein gelesen werden kann, ohne jetzt die anderen ganz präsent zu haben. Du kriegst das ja gut hin, mit einzelnen Rückblenden und Seitenblicken auf die anderen Teile zu verweisen, ohne diese zur Voraussetzung zu machen.
Es ist sehr nachvollziehbar dargelegt, wie Baba Moritz zuerst als ein wenig aufdringlich, dann als zunehmend begehrenswert empfindet und ihm schliesslich verfällt, ohne es selber gleich zu merken.
Domna Vanessa gefällt mir :-)
Was mich enttäuscht hat ist, dass Moritz Baba mit dem Vertrag reingelegt hat. Ich finde, das passt nicht zu seinem vorher gezeichneten Charakter. Eigentlich ist er doch ein ehrlicher Typ der Baba die Freiheit lässt, sich aus eigenem Willen auf ihn einzulassen. Und im Grunde ist sie ja bereit dazu, bloss halt vielleicht ein klein wenig langsamer. Vertragsfallen sind ja eigentlich unterste Kleinbetrügerschublade.
An sich ist es ja ein gutes Zeichen, wenn man darüber enttäuscht ist, wenn eine Figur unfair behandelt wird. Das heisst dann nämlich, dass die Figur lebensecht genug gezeichnet ist, dass man sich mit ihr identifizieren kann.
Im letzten Fünftel hatte ich ein wenig Mühe, dranzubleiben. Ich weiss nicht genau warum, vielleicht etwas zu routiniert und skizzenhaft abgespulte Szenen oder Szenen, die nur den Zweck haben, den Leim zu den anderen Folgen zu bilden.
Insgesamt wieder eine sehr gut geschriebene Story, danke.
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Dann bin ich ja froh ...
dass du nicht durcheinander kommst, auch wenn die Personen aus den früheren Geschichten immer wieder durch die neuen streifen. Ich hatte lange Zweifel (ich weiß, ich wiederhole mich) und gerade Babas Sinneswandel sinnvoll dazustellen empfand ich als schwierig. Wenn mir das gelungen ist, bin ich ja schon erleichtert.
Domna Vanessa ist auch einfach aufgetaucht, ohne meine genauere Planung :-) Ich finde sie auch klasse.
Moritz hatte eigentlich nicht geplant, Barbara herein zu legen, daher hat er ihr ja auch 30 Minuten Zeit gegeben und den Text sorgfältig ausgewählt. Dennoch hatte er seine Freude daran, dass sie nicht genau gelesen hat und ihr Manko fiel ihm erst nachher auf. Er hat den Vertrag ja aufgesetzt, damit sie weiß, was auf sie zukommt. Ihr allerdings jetzt noch eine Rückzugmöglichkeit nachträglich zu geben, wäre nicht passend für ihn. Aber ich verstehe schon, dass das nicht so ganz klar heraus gekommen ist.
Eigentlich hatte ich nicht vor am Ende krampfhaft an die anderen Geschichten anzuknüpfen, mein Ziel war eigentlich ein komplettes Happy-End mit Schwester und Familie. Wahrscheinlich bin ich übers Ziel hinaus geschossen.
Aber ich bin froh, dass sie dir dennoch gefallen hat.
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danke ;-)
Danke..für deine schönen anregenden Geschichten ;-)Freue mich immer wieder auf neues da deine Geschichten so fesselnd geschrieben sind.
Liebe Grüße Luna
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Gern geschehen
Ich freue mich ja, wenn die Geschichten gerne gelesen werden und nicht auf meinem Rechner verbleiben. Anregend und fesselnd möche ich sie gerne präsentieren und bin froh, wenn es gelingt.
Liebe Grüße, Vertriebene
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Super Story wieder......ich
Super Story wieder......ich finde deine Reihe einfach
Nur genial und hoffe man bekommt noch mehr zu lesen.
Viele grüße
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Nachschub erfolgt
Danke für dein Kompliment. Hier kann ich die Geschichten völlig unverkrampft schreiben, auch wenn mich jedes Mal wieder die Unsicherheit packt. Ich freue mich, dass du ihnen treu geblieben bist.
Viele Grüße zurück
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Einfach Klasse und ich würde
Einfach Klasse und ich würde gern Weiteres lesen.
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Weiteres
wird noch kommen, ich habe gerade angefangen, eine neue Idee zu entwickeln. Es dauert nur noch ein bisschen. Es baut mich auf, wenn die Geschichten gut ankommen. Danke.
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Einfach nur toll....
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Die ersten Geschichten
Meine waren die ersten Geschichten, die du hier gelesen hast? Das nehme ich jetzt mal als Kompliment. Danke!
Wenn sie die Fantasie anheizen, habe ich ja erreicht, was ich wollte. Obwohl ich Morgan ja gerne für mich behalten hätte ;-)
Eine Fortsetzung habe ich gerade begonnen, aber es braucht halt Zeit und ich freue mich, wenn du darauf warten möchtest.
Liebe Grüße, Vertriebene
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Gefällt mir total
Auch ich mag diese 'Sammlung' oder eben diese Kurzgeschichten- Reihe sehr gerne. Ich find's toll, wie sich alles langsam aufeinander aufbaut, da ist dann öfters mal ein Moment, in dem man sich wirklich denkt Huch das hätte ich jetzt nicht gedacht. Einizg und allein schade finde ich jedoch, dass die Unterhaltung mit Ali doch ziemlich schnell, beine etwas gefühllos, über die Bühne gelaufen ist. Zumal ja oft erwähnt wird, dass Baba ihr früheres Verhalten ja sehr bereut. Trotzdem gebe ich gerne volle Punktzahl, weil das 'Gesamtpaket' einfach richtig klasse ist!
P.S.: Einfach klasse, dass diese Gesichte jetzt doch so lange geworden ist, mich störts überhaupt nicht, wenns nach mir geht, könntest es sogar noch länger sein
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Unterhaltung mit Ali
Ich habe die Unterhaltung mit Absicht kurz gehalten, weil ich dachte, ich langweile sonst alle damit. Ich wollte zeigen, dass sich etwas ändert und die Gespräche der Beiden unter sich führen lassen. Ali wusste ja schon, dass Barbara etwas geändert hatte, sie war ja informiert, und Baba hat ja eine sehr unterwürfige Geste gewählt, um zu zeigen, was in ihr vorging. Wenn ich noch einmal an eine ähnliche Situation kommen sollte, wird es dann ausführlicher, versprochen.
Habe ich es geschafft ein paar Überraschungseffekte einzubauen, bin ich durchaus zufrieden :-) Ich überlege mir immer, wie ich etwas Unerwartetes einfügen kann, auch wenn das nicht immer möglich ist.
Gut, dass du die Länge erwähnst. Ich hatte schon die Befürchtung, es ist mühsam zu lesen, wenn die Geschichten so lang sind. Dann kann ich mich ja weiterin daran halten :-)
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Wie immer toll
Die Story ist wie immer zum daniederknien. Ich habe sie heute Nacht so ca halb drei gelesen und war trotz der späten Uhrzeit hin und weg.
Ich finde es auch sehr interessant wie sich die Characktere nun untereinander verknüpfen, auch wenn ich es teilweise schade finde, dass Tugolf so ein bisschen die böse Rolle zugeschoben bekommen hat.
Er war eindeutig nach Cass mein Lieblings Dom Dom ^^.
Aber ich muss ehrlich sagen ich bin gespannt, der gute Hans fehlt ja noch, wie er sich in das Gefüge einmixt.
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Schlafräuber?
Bin ich jetzt unter die Schlafräuber gegangen, wenn du die Geschichte noch so spät liest? ;-)
Thorolf soll eigentlich nicht als 'der Böse' rüberkommen. Er hat nur extremere Vorstellerungen und auch seinen Freund Moritz inzwischen davon überzeugt. Er ist eben strenger als es Mario oder Cass sind. Und er ließ sich auch nicht von mir davon abbringen ;-)
Ich persönlich hätte gerne einen Morgan, der ist mein persönlicher Liebling.
Ja, Hans fehlt noch, aber um für ihn den Bogen zu spannen, muss ich vorher noch eine andere Geschichte schreiben, dann fügt er sich besser ins Geschehen. Vergessen habe ich ihn nicht. Birgit wird in der nächsten Geschichte auch noch einmal eine Nebenrolle haben, danach kann dann Hans kommen :-)
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Eher die Hitze
Eher die wärme und die Hitze raubt mir den Schlaf als die Geschichte.
Aber sie war eine willkommene Ablenkung.
Oh ja einen Morgan wäre auch toll aber tja Traum bleibt Traum^^
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Habe mich wieder bestens
Habe mich wieder bestens Unterhalten gefühlt!
Je länger die Geschichte, je länger das Vergnügen in diesem Falle; und was das Warten betrifft - ich kann ja soooo ungeduldig sein
.
Aber, Vorfreude ist ja.........
bell
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Geduld
ist eine Tugend, die oft überbewertet wird ;-) Nur bleibt jetzt nichts anderes übrig. Ich habe zwar angefangen zu schreiben, aber es wird dauern ... Mein reales Leben macht mir ständig einen Strich durch meine Freizeit und beschwert sich auch noch.
Mal sehen, wie lang die Geschichte diesmal wird, da lasse ich mich auch überraschen :-)
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WOW
Das ist eine wirklich großartige Sammlung....
Es ist bei jeder neuen Geschichte fast so als würde man alte Bekannte wiedertreffen.
Du hast mich inspiriert!
Vielen Dank dafür und für deine tollen Geschichten!
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Gern geschehen
Ich freue mich jedesmal, wenn ich jemanden mit der Geschichtensammlung begeistern kann. Wenn ich dann auch noch als Muse der Inspiration dienen kann, hat sich die Arbeit erst recht gelohnt :-)
Mir persönlich gefallen Romanreihen, in denen ich "alte Bekannte" wiederlesen kann und aus ursprünglich einzeln geplanten Kurzgeschichten wurden dann zusammenhängende. Ein paar ungebundene Personen gibt es ja noch, es wird also noch weitergehen.
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Bitte ...
Oh ja bitte nicht aufhören zuschreiben, ich hab am Wochenende alle Geschichten von dir im wahrsten Sinne des Wortes verschlungen, einfach Klasse ... Volle Punkte also von mir ...
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Wieder eine sehr schöne Geschichte
Liebe Vertriebene,
wie alle anderen Geschichten deiner Reihe, war das wieder eine super Geschichte. Dein Schreibstil ist wirklich super und ich konnte richtig mit deiner Parotagonistin mitfühlen. Bei den anderen Geschichten hatte ich dir ja schon per Mail gesagt, dass sie mir gefallen. Und ich wollte mich auch nochmal dafür bedanken, dass du mir "Die Voyeurin" per Mail geschickt hast, damit ich nicht so lange warten musste.
Bitte mach weiter so.
Viele Grüße
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Ich freue mich
Ich freue mich, dass du mir auch hier einen Kommentar zukommen lässt :-) Ich hatte ja versprochen, dass ich keine Geschichte abbreche und fand es unfair, dich ohne das Ende von 'Die Voyeurin' zu lassen, weil der Support alles gelöscht hat. Aber jetzt haben wir wohl beide hier einen Platz gefunden :-)
'Praktikum' hätte wohl ganz anders ausgesehen, wenn ich es im alten Forum hochgeladen hätte und so ist es doch viel besser geworden. Von der neuen Geschichte habe ich ca. 1/3 fertig und diesmal wird auch die Sicht des Mannes gezeigt, damit es nicht langweilig wird.
Viele Grüße
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