Sklaverei - Prolog oder in welcher Welt leben wir?

 

Epilog.

Freiheit. Freiheit ist unser Recht, ein Gesetz, an unantastbares Gut.
Wir denken wir leben alle in Freiheit. Sklaverei? Unterdrückung? Vergangenheit, ein Mythos, Geschichte.

Ich bin in einer anderen Welt aufgewachsen. Hier herrscht keine Freiheit. Mein Leben besteht aus Kontrolle, aus Fremdbestimmung, aus ständiger Erniedrigung, harter Arbeit und Sklaverei.
Wir schreiben das Jahr 2118. ich wurde in das Jahrhundert der Sklaverei hineingeboren. seit 2100 wurde das Gesetz der Freiheit ad acta gelegt. Frauen haben offiziell keine Rechte mehr. Jede Frau ist Eigentum. Männer sind die Herrscher und Führer des Landes in dem wir leben.
In anderen Ländern mag es anders aussehen, das weiß ich jedoch nicht. Die Hoffnung jemals etwas anderes zu sehen, habe ich auch nicht. Nicht mehr.
Ich lebe in einem heißen Land, 40 Grad ist hier üblich. Sand, trockener Wind, wenig Pflanzen und ich mittendrin.
Ich weiß nichts über ein anderes Leben, ich habe nie etwas davon gesehen. Gewalt ist die Sprache die ich kenne, Vernachlässigung ist mein treuer Begleiter, Schmerz ist mein Alltag.

Ich bin ein Sklavenkind, heute werde ich offiziell 18 Jahre alt. Offizielle Volljährigkeit, Fluch oder Segen?

Ich liege wach, schlafen kann ich nicht, mein Kopf schaltet nicht ab, obwohl ich mehr als erschöpft bin, kann ich nicht abschalten. Mein Kopf muss immer arbeiten, mein Gehirn legt keine Pause ein. Normalerweise schlafe ich erst in den frühen Morgenstunden ein.
Ich kenne es bereits und habe gelernt mit wenig schlaf zu leben, denn nur weil ich nachts nicht schlafen kann, kann ich tagsüber definitiv keinen Gang zurückschalten oder mal länger schlafen.
Morgens um 6 Uhr ist die Nacht vorbei.
Ich kann nicht schlafen, wälze mich im Stroh umher, hier ist es heiß, stickig, eng. Ich krieche langsam und vorsichtig aus dem Heu heraus, setze mich ans Fenster und schaue auf das Gelände.

Mehrere tausend Hektar, die nur meinem Herren gehören. Ich weiß nicht wie groß das wirklich ist. Ich kenne nur das was ich sehe. Das Haus. Ein wunderschöner Bau. Eine Villa in weiß. Mit bodenhohen Fenstern, Säulen, weit aufschwingenden Türen und vor allem mit Badezimmern, einer großen Küche und einer Klimaanlage.
In diesem Haus wohnt mein Herr. Er ist jung. Bestimmt nicht viel älter als ich. Sieht gut aus und er ist streng.
Ich werde für jeden Fehler bestraft. Wir alle. Strafen sind hier jeden Tag fällig. Jeder macht mal Fehler. Unter Druck passieren die meisten. Konzentration ist etwas was einem schwerfällt, wenn man Hunger hat, Durst oder erschöpft ist. Müde ist, oder Schmerzen hat. Ohne Konzentration passieren jedoch die Fehler.
Ich habe in meinem Leben schon viele Fehler gemacht, mein Rücken spricht Bände. Nach jeder Bestrafung blieben Spuren zurück. Narben, die mich zeichnen, die mich als Sklavin kennzeichnen. Spuren, die mich mich für immer zieren werden.

Heute ist mein Geburtstag. Mein Herr hat es mir gesagt, sonst wäre es für mich egal. Ichweiß nicht welches Datum wir haben, weiß nicht, wann ich geboren wurde.
Daten sind für mich unwichtig. Ich lebe jeden Tag auf die selbe Weise.
Ich stehe früh auf, immer vor 6, damit ich bis zur Weckzeit wach bin und sofort einsatzbereit. Die Arbeitseinteilung steht eigentlich fest. Die Älteren Sklavinnen haben Küchendienst, andere arbeiten auf dem Feld, oder im Haus. Viele werden als Sexsklavinnen eingesetzt. Ich habe noch keine Feste Arbeit. Ich war zu jung, als meine früheren Herren die Einteilung festgelegt haben, also arbeite ich dort, wo ich von Nöten bin. Meistens jedoch in der Küche. Ich lerne kochen. Rezepte. Ich lerne schnell und es macht mir Spaß, dass ich keinerlei Schulbildung bekommen habe ist natürlich klar. Trotzdem kann ich etwas lesen und einige Worte schreiben, das haben mir die Sklavinnen beigebracht. Ich kann bekannte Worte lesen und wenige Dinge aufschreiben, die für ins wichtig sind.

Nachmittags arbeite ich in der Wäscherei. Wäsche fällt hier viel an. Unser Herr erwartet, dass jeden Tag alle Textilien ausgetauscht werden, auch wenn sie bisher kaum oder nicht genutzt wurden. Alles wird frisch per Hand gewaschen und weggeräumt. Von dieser Arbeit sind meine Hände rissig, rot und rau.

Wenn die Sonne untergeht werden wir weggesperrt, in die Scheune. Auf zwei Stockwerken liegt Heu. In einigen Ecken stehen Eimer, in denen wir uns nachts erleichtern können. Ich weiß nicht wieviele Sklavinnen hier leben.
Manchmal sind es mehr, manchmal weniger.
Mein Herr kauft und verkauft uns sehr schnell.
Nur mich hat er aufgehoben, sagt er. Ich bin auch als einzige noch Jungfrau. Ich wurde nie vergewaltigt oder Missbraucht. Geschlagen oder gedemütigt, dass ja. Aber sexuell blieb mir bisher alles erspart.

Das soll sich jetzt aber ändern.
Mein Herr hat angedeutet, dass ich heute verkauft werde.
Ich frage mich als was der neue Herr mich einsetzen wird. Wie er sein wird.
Ich habe Angst, aber ich bin neugierig.
Ich verlasse heute nämlich den einzigen Ort, den ich jemals mein zu Hause nennen konnte, den einzigen Ort, den ich je kennengelernt habe.

Ungewissheit.

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Ich schreibe per Ipad, ohne Rechtschreibkorrektur, nehmt mir Rechtschreibfehler also nicht übel. Ich lese zwar Korrektur, aber finde sicher nicht alle Fehler.
Die Geschichte an sich soll und wird natürlich noch sexuelle Aspekte bekommen. Inwiefern und auch inwieweit BDSM in irgendeiner Form auftauchen wird, kann ich noch nicht sagen, ich kann euch nur versprechen, dass ich es auf jeden fall einzubauen gedenke.
Ich versuche regelmäßige Updates zu liefern und freue mich dann auch über Kritik oder Anregungen.
Sehr dieses Kapitel als das was es ist. eine Einleitung.

Liebe grüße

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Kommentare

Ich finde den Einstieg gut. Aus dieser Geschichte kann man sicher etwas machen. Bin gespannt. Ein Tipp: Das Ist ein Prolog, ein Epilog steht am Ende einer Geschichte.Image removed.

In reply to by Lady_Girl

...., dass Du wieder da bist. Ich hätte mich zwar über Fortsetzungen von "Eldrade" gefreut, doch die Geschichte fängt gut an. Ein mörderischer Job in einem mörderischen Klima. Mach bitte weier so. Liebe Grüsse 

Juliet