Stunde der Wahrheit

 

Bei dem Beitrag handelt es sich um den Auszug aus einem Manuskript. Daher sind vielleicht einige Zusammenhänge nicht ganz 100%ig zu verstehen. Allerdings spielt das keine so große Rolle, da es sich um eine weitgehend abgeschlossene Episode handelt. Wichtig ist nur, dass es um das erfolglose Aufbäumen gegen eine Abhängigkeit geht. Wenn Melanie auch schon eine ähnliche Erfahrung mit einer Frau gemacht hat, so wird ihr doch jetzt, mit Phillip, einem Mediziner, erst bewusst, wozu sie eigentlich fähig ist. Sie muss erkennen: Widerstand gegen ihren eigenen Willen, sich Phillip zu unterwerfen, ist zwecklos.

Für konstruktive Kritik wäre ich dankbar.

 

 

Stunde der Wahrheit

Als wir den Eingangsbereich des Hauses erreicht hatten und ich stehen bleiben wollte, zog er mich weiter, gleich in den Eingang und die Treppe hinunter. Dort, am Ende eines langen Flures, in einen Raum. Trockene, stickige Luft schlug uns entgegen. Dieser abgelegene Aufenthaltsort, der wie ein Wurmfortsatz an dem Haus hing, war durch eine Abböschung relativ hell. Durch das halbe Fenster, oben an der Decke, fielen sogar ein paar Sonnenstrahlen auf den Betonboden. Kurz nahm ich die Regale mit Vorräten und eine Bügelstation auf der einen Seite und eine Waschmaschine und einen Trockner auf der anderen Seite wahr. Dann erst realisierte ich die drei Männer, die ich sofort mit dem Geruch von ausgeatmetem Alkohol, vermischt mit altem Schweiß in Verbindung brachte. 

„Guten Morgen Jungs, ich habe Euch die versprochene Überraschung mitgebracht. Hier ist sie!“ hörte ich Philipp, wie durch einen Nebel von ungleichen Tönen sagen. Und zu mir gewandt.

„Gib mir deine Hände, Melanie?“

Von einer Konsole nahm er ein paar Handschellen und legte eine der Öffnungen um mein eines Handgelenk, ließ es einrasten. Dann fasste er mich an der Schulter und schob mich in eine Ecke des Raumes. Ich hatte keine Gelegenheit mehr, die Männer richtig anzusehen, weil ich mich darauf konzentrieren musste, angesichts seines Drucks auf meinen Rücken, nicht vornüberzufallen. Verängstigt ließ ich mich auf ein rotbraunes Heizungsrohr zutreiben. Es kam aus der Decke schien im Betonboden zu stecken. Etwa fünfzehn Zentimeter oberhalb des Bodens war es mit einem Gestänge an der Wand festgemacht. Kaum dort angelangt, spürte ich auch schon den Zug an meinem Handgelenk. Die Überraschung, dass ich nach unten gezogen wurde, verhinderte irgendeine Gegenwehr und ehe ich noch begriff, was geschah, hatte er die Kette unter der Halterung durchgeführt und mein zweites Handgelenk mit der freien Schelle umschlossen. 

Erst, als er sich fast gleichzeitig mit dem Einrasten aufrichtete, realisierte ich meine erzwungene Haltung und das, was geschehen war. Durch das Wackeln eines Absatzes drohte mein Gelenk gerade umzukippen und gleich darauf spürte ich den festen Griff seiner Hände um meine Hüften, mit denen er mich ins Lot brachte. Gleich, als ich wieder Halt gefunden hatte, wurde mein Kleid vom Saum aus nach oben geschoben, bis es zu einem Gürtel zusammen geknäuelt um meine Taille schlang.

„Na? Was sagt ihr?"

„Klasse Professor. Nur, das Höschen Professor, das Höschen ... Ziehen Sie es ihr runter. Wir wollen ihre Votze sehen." Nun lachten sie alle Drei. 

„Seid nicht so ungeduldig“, war seine Reaktion, bei der er - das war zu hören - schmunzelte. „Das kommt alles noch", fuhr er amüsiert über die Ungeduld seiner Gäste fort, "aber sicher wollt ihr doch auch einen Blick auf ihre Titten werfen, oder?“

Schon bei seinen letzten Worten hatte ich das kalte Metall einer Schere an meinem Hals gespürt. Vom Ausschnitt zu den kurzen Ärmeln teilte sie auf beiden Seiten den Stoff und machte dabei diese typischen Schnittgeräusche, die jetzt zu meinem Erstaunen viel lauter als sie in Wirklichkeit sein konnten an meinen Gehörgang drangen. Beim letzten Schnitt fiel das Oberteil nach vorne Richtung Boden und baumelte vor meinen Augen. Noch dreimal machte es "Ratsch" und auch der Büstenhalter verließ meinen Oberkörper.

Er war sehr beherzt vorgegangen und doch war mir das Geschehen wie in Zeitlupe vorgekommen. Die durch Pit noch gereizten Nippel, die er in der letzten Nacht mehrmals etwas rüde zwischen seine Zähne genommen hatte, hingen jetzt direkt in Richtung Erdmittelpunkt. Mittlerweile empfand ich die ganze Wucht dieser erniedrigenden Stellung und der baumelnden Brüste wie einen Peitschenhieb. Dass noch ein paar Stofffetzen an mir herunterbaumelten, machte das Ganze noch unerträglicher. Augusta hatte es geschafft meine Unterwerfungsgier auszunutzen und damit sogar erreicht, dass ich für sie auf den Strich gegangen war. Aber niemals hätte sie es zugelassen, mich so zu präsentieren. Sie hatte meinen Kunden Wertschätzung für mich eingeimpft und alle hatten sich an ihre Weisung gehalten. Bis auf Phillip, wie er mir jetzt gerade im Moment erneut dramatisch vor Augen führte.

Während hinter mir getuschelt wurde, kämpfte ich mit den Tränen. Was er da vorhatte, konnte ich mir denken, aber das hieß nicht, dass ich es in diesem Augenblick schon glauben konnte. Vielleicht würde er irgendwann anfangen, zu lachen und die Herrschaften hinter mir nachhause schicken, sofern sie ein solches besaßen.

„Kommt her! Ihr dürft schon mal etwas grabschen!“ Wie tief kann ich eigentlich noch sinken, dachte ich, als sich sechs Fußpaare in Bewegung setzten. Hände flogen über meinen Körper und waren auf einmal überall. Ein Finger schob sich in meinen Mund, den ich versuchte, mit der Zunge herauszudrücken. Als er unbeeindruckt weiter in meine Mundhöhle vordrang, presste ich Ober- und Unterkiefer gegeneinander. Erst da wurde er ruckartig zurückgezogen. Wahrscheinlich hatte es der Grabscher mit der Angst bekommen, ich könne ernst machen. 

„So, ich glaube, das reicht als Apetizer. Ihr könnt Euch jetzt freimachen.“

Während sich die Männer wieder entfernten, beugte sich Phillip neben mir nach unten.

„Alles in Ordnung, Melanie?“ Seine Frage traf wie ein entferntes Rauschen an mein Trommelfell und gleichzeitig wie ein Dolch in meine Brust. Wie konnte etwas in Ordnung sein? Für einen Moment schloss ich die Augen. Gleich sollte ich mich von dem letzten Rest meiner Selbstachtung trennen, dachte ich, wenn es die überhaupt nach den letzten Wochen mit ihm noch gab. Und er fragte mich allen Ernstes, ob alles in Ordnung sei? Gut, er hatte mich als Hure kennengelernt, aber mittlerweile hatte er mich doch auch in dem Glauben gelassen, er könne auch anders für mich empfinden. Diese Verderbtheit, die er mir da jetzt zuzumuten gedachte, stellte das doch alles wieder in Frage. Über den letzten Rest an Illusion, die ich mir über ihn und mich gemacht hatte, würde sie herfallen wie ein Heuschreckenschwarm. Aber war es nicht eigentlich genau das, was mich ausgerechnet an ihm so faszinierte? Von ihm einfach benutzt, oder vielleicht sogar noch schlimmer, ausgenutzt zu werden?

„Was Sie jetzt mit mir vorhaben, Sir ... Ich nehme an, es wird Sie erregen?“, fragte ich gepresst.

„So, dass es mir noch nicht einmal möglich wäre, es in Worte zu fassen", flüsterte er und im gleichen Moment, in dem seine Worte zu mir drangen, merkte ich, wie sich ein Finger unter den Rand meines Slips schob, der den Bund nach hinten wegzog. so dass ich den Luftzug auf meinen hinteren Rundungen spürte.

„Warum fangen Sie dann nicht endlich an mit dem Schauspiel, was sie so erregt, dass sie es noch nicht einmal in Worte fassen können, wie Sie sagen?“

Eine Antwort gab er nicht. Stattdessen erhöhte er den Zug an der teuren Spitze. Langsam und mir viel zu wenig beherzt, wie ich fand, schob er das elastische und doch feste Material in Richtung meiner Oberschenkel. Auf einmal hörte ich die erfreuten Ohs und Ahs. Ein Raunen ging durch den Raum und Phillips Hand streichelte über meinen nun ungeschützten Spalt, wie man über eine Pferdeschnauze streichelt, mit der ganzen Fläche. Zu gerne hätte ich gesehen, ob er dabei in die Gesichter der Männer oder auf mich hinunter sah. Es machte mich fast verrückt, ihn jetzt nicht sehen zu können, wo er mich endlich einmal anfasste. Die Stimmen hinter mir wurden lauter und aufgeregter und ich schloss daraus, dass meine Pforte, die Pläsier versprach, bereits lockte. Womöglich schimmerte sie sogar feucht. Ich wusste es nicht und auch das machte mich wahnsinnig.

Und da, jetzt hörte ich es wieder: das metallene Geräusch des Öffnens der Gürtelschnallen und wie sie herunterfielen. Es hörte sich an, wie bei Hagen. Nur eben nicht einmal, sondern gleich dreimal. Auch ihn hatte ich nicht gesehen in dem Moment. Aber dieses erste Öffnen, diese erste Erniedrigung durch Phillip, verband ich mit dem metallenen Geräusch von Gürteln wenn sie geöffnet wurden. Ich fragte mich, warum offensichtlich alle Männer, denen mich Phillip zur Verfügung stellte, Gürtel trugen. Oder verteilte er sie etwa an meine Freier, damit sie mich damit erschrecken konnten?

Philipp stand noch immer hinter mir. Auf einmal zwängte sich sein Bein rüde zwischen meine Schenkel und schob sie, soweit es wegen des Slips zwischen meinen Knien ging, auseinander. Das war eine Geste, die seine ganze Missachtung ausdrückte, die er mir gegenüber bisher nur selten an den Tag gelegt hatte. Gleich darauf merkte ich wieder seinen Atem an meiner Ohrmuschel.

 „Du bist klitschnass! Ein Beweis, dass du geradezu auf die Fortsetzung der letzten Nacht lauerst?“ flüsterte er an meine Ohrmuschel. 

„Der angebliche "Beweis", wie Sie sagen, Sir, wird das Ejakulat von Pit sein. Erinnern Sie sich, Sir? Ich habe ihn vor nicht ganz zwei Stunden das letzte Mal für Sie und um Ihnen einen Gefallen zu tun, therapiert“, gab ich kraftlos zurück.

Phillipp lachte leise in mein Ohr.

„Du bist also gar nicht bereit? Dann frage ich mich, ob du die Herren einfach so für mich und weil du bestimmt eine ordentliche Hure sein möchtest, in Deine Möse lassen wirst. Vergesse nicht, dass ich dein Kunde bin. Oder erinnerst du dich etwa nicht?“

„Wie könnte ich das vergessen, Sir. Sie erinnern mich schließlich ständig daran. Und dabei wollen sie nur zuschauen!" Die Knie wurden mir weich und ich knickte schon wieder mit einem Fuß etwas weg. Er ging nicht ein auf die Spitze, mit der ich gemeint hatte, ihn auch einmal treffen zu können, so, wie er mich ständig beleidigte. Er aber fuhr einfach fort mit der Einstimmung auf das Kommende.

 „Diesmal wird es nicht so angenehm wie letzte Nacht, Melanie. Da hinten, die sind ausgehungert und vollkommen entwöhnt von Frauen und davon, wie man mit ihnen umgeht. Keine Gentlemen wie Pit und Hagen.“ Er hatte geflüstert und mir kam es so vor, als wolle er mir sein eigenes Vorhaben noch in letzter Minute ausreden, als wolle er mir deutlich machen, wie groß das Opfer für ihn werden würde. Und ich fragte mich, ob ihm klar war, was ich jetzt schon wusste. Wenn ich nicht "nein" sagte, würde mich das noch fester an ihn schweißen.

„Wenn es Sie so erregt, Sir? Dann fangen Sie doch endlich an. Ich werde mich nicht wehren. Nur, bitte, lassen Sie die Herrschaften endlich beginnen!"

„Noch kannst du zurück. Du musst es nur sagen.“ Er schien zu schmunzeln. Ich kannte die Art und Weise, wie er mir eine angebliche Wahl vorgaukelte, die es - das wusste er mittlerweile nur zu gut - für mich gar nicht gab. In diesen Momenten hielt er mir den Spiegel vor Augen, damit ich deutlich sehen konnte, wie schwarz und unterwürfig meine Seele im Grunde war.

„Nein, Sir, ich werde Sie nicht in die Verlegenheit bringen, sie alle unverrichteter Dinge wegschicken zu müssen!"

Meine mehr formale Einwilligung reichte ihm einmal wieder vollkommen aus. Genauso wie die Male zuvor. Die Dinge würden ihren Lauf nehmen, so viel stand für mich fest, als er sich wortlos erhob und dabei noch einmal mit der ganzen Handfläche über meine Pforte strich. Eine Geste, wie eine Aufforderung, der es sicherlich nicht mehr bedurft hätte. 

„Für Euch, Jungs. Schön, jung und feucht. Wer möchte anfangen? Du Rudi? Na los, dann komm schon her.“ Er klang auf einmal direkt marktschreierisch und ich wusste, jede Gegenwehr war jetzt zu spät. Würde ich jetzt betteln, schreien, flehen, er würde ein solches Aufbäumen lediglich für das Spiel halten. Nur für mich war die Art und Weise, wie er mir die Erfüllung seiner Wünsche zumutete, schon lange bitterer Ernst. So ungleich waren die Gewichte zwischen uns verteilt. Aber genau das war es ja, was er in vollen Zügen genoss.

„Danke Professor“, hörte ich Rudi und dann vernahm ich seine Schritte, die näherkamen und die begleitet waren vom Schrappen der Gürtelschnalle auf dem Beton. Ich stellte mir vor, wie er aussah. Die Hose zwischen den Beinen und seinen vor ihm hergetragenen aufrechten Penis und vielleicht hielt er sich schon das Hemd nach oben?

 

Als Rudi schon dicht hinter mir stand, legte sich ein etwas säuerlicher Geruch auf meine Schleimhäute und ich konnte nicht anders, als die Augen zu schließen, um einen leichten Würgereiz zu unterdrücken und dann spürte ich ihn an meinem Eingang und wie er sich einrieb, wahrscheinlich mit Pits Saft oder mit meinem. Ach, wer wusste schon, welches Gleitmittel er dort vorfand, aber ich spürte, wie er mit seiner Eichel alles da hinten ein schmierte, sogar mein Poloch. Warum fing er nicht endlich an, dachte ich in dem Moment, als er, als habe er meine Gedanken erraten, mit seinem Schwanz meine Wände dehnte. Scheinbar mühelos versenkte er sein Glied in mir, aber irgendetwas schien ihn zu stören und nach zwei, drei Stößen hielt er inne. Und dann sah ich seinen Fuß, der fast vor meinem Gesicht erschien. Mit ihm trat er auf den Slip zwischen meinen Knien, bis er am Boden angelangt war.

 Er musste sich also die Mühe gemacht haben, wenigstens aus einem Hosenbein auszusteigen, dachte ich. Wie kommt man in einem solchen Moment auf die Idee, an so etwas Banales wie ein Hosen zu denken, fragte ich mich gleich darauf. Aber ich konnte nicht anders und mein Blick war auf die zwei Hosenbeine gerichtet, die auf dem Boden neben seinem linken Fuß lagen.

„Komm Kleine, raus da“, hörte ich die rauchige Stimme und erschrak etwas. Ich nahm meinen Fuß hoch und Rudi schob den Slip nach links, so dass er sich zu dem anderen Stoff gesellte. Jetzt waren meine Beine frei. Ich hätte einen Spagat ausführen können. Und da herrschte er mich auch schon an.

„Los, mach schon. Auseinander mit den Stecken!“. Erschrocken darüber, wie er mit mir sprach und dass Phillip mit keinem Ton dagegen protestierte, schob ich sofort beide Beine nach außen und dann hörte ich einen anderen der Drei:

„Sie hat einen tollen Arsch, Professor. Los, jetzt beeil dich Rudi", schob er dann hinterher, "wir halten es nicht mehr lange aus!" Und Rudi wartete nicht auf eine zweite Aufforderung. Nachdem er mich noch einmal mit beiden Händen am Becken zurecht gerückt hatte, war er nicht mehr zu bremsen. Seine Hände waren fest um meine Hüften geklammert und schoben und zogen mich, wie er es gerade brauchte. Mein Stöhnen, das man mit dem Ausdruck von Lust hätte verwechseln können, rührte aber einzig und allein von Anstrengung her, dass ich versuchte, nicht bei jedem Stoß mit dem Kopf gegen die Wand zu knallen. Es mischte sich mit Rudis Lauten und dem Rasseln der Ketten, die bei jedem Stoß an die Halterung schlugen und daran zerrten. Klack, Klack, Klack, Klack. Ein angsteinflößendes Geräusch, das meine vollkommene Wehrlosigkeit ausdrückte. In wenigen Sekunden schon lief mir der Schweiß zwischen den Brüsten entlang, denn das Heizungsrohr war warm und strahlte direkt auf mein Gesicht.

Erst als Rudi sich lauthals entladen hatte und nur sein Atem noch stoßweise ging und während er sich in mir ausruhte, hörte ich wieder eine Stimme:

„Wenn ich gleich dran bin, soll sie die Beine wieder etwas zusammen machen, Professor. So gut gebaut, wie Rudi bin ich nicht!“

„Sag es ihr einfach, Kalle. Sie wird sich freuen, dir jeden Wunsch zu erfüllen.“ Phillips Stimme und seine Worte lösten das Zucken in meiner Brust aus. Der Kloß machte sich in meinem Kehlkopf breit. Derselbe, den ich kannte, seit Phillip mich auf Hagens Toilette eingesperrt hatte.

  „Hey Professor“, hörte ich jetzt die dritte Stimme ganz deutlich, „wenn sie eine Bezahlte ist, darf ich ihr dann in den Mund spritzen? Ich meine, darf ich sie darum bitten?“

„Nein!“ hörte ich Philipp laut und deutlich sagen, und hatte mir vorher nicht vorstellen können, wie glücklich mich sein kategorisches „Nein“ machen könnte. Fast war ich geneigt, ihm alles andere hier zu verzeihen und gleich entspannte ich mich auch ein wenig. Aber der Namenlose gab noch nicht auf.

„Warum denn nicht, Professor? Das ist sie doch gewohnt. Sie zahlen immerhin dafür!“

„Nein, sage ich“ wiederholte Philipp, der mich hier fast bedingungslos verschenkte. Aber das wollte er mir wohl doch nicht zumuten, dachte ich und spürte, wie mich fast warme Dankbarkeit durchlief. Da war es wieder, dieses unbeschreibliche Gefühl, das den Kloß löste und ihn in Tränen umwandelte.

„So, jetzt bist du dran, Kalle“, hörte ich und stellte mir vor, wie er Kalle die Hand auf die Schulter legte und ihm freundlich und aufmunternd zunickte. Alles, was sich da hinter mir abspielte, meinte ich so deutlich zu sehen, wie in einem Film. Dankerfüllt, dass er keine lange Pause einlegte, bevor er den nächsten zu mir ließ, holte ich wieder tief Luft. So brachte ich es wenigstens so schnell wie möglich hinter mich.

 Nach Kalle hatte ich also von Zweien die Spermien in mir und gleich würden sich die dritten dazu gesellen. Danach, dachte ich, hätte ich es geschafft. Aber so kam es leider dann doch nicht.

Denn während der Dritte sich anschickte, sein Recht einzufordern, klingelte es. Er ließ sich davon allerdings nicht beirren und es ging weiter. Dann hörte ich mehrere Stimmen, die hinter mir anschwollen, konnte aber nicht verstehen, was gesagt wurde. Fest stand, dass weitere Gäste den Raum betreten hatten. Und als der zunächst angedachte letzte fertig war erst, konnte ich mir zusammenreimen, dass die Neuen auch darauf aus waren, ihre Brut in mir zu versenken.

Wow, rief einer der neu angekommenen aus, in dem Moment, als mich der vorläufig letzte Besucher verließ. „Das ist ja wie im Schlaraffenland, Professor.“

„Na also, ich wusste doch, dass Euch das gefallen wird. Dann zögert nicht lange und macht Euch unten herum schon mal frei.“

„Das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen, Professor“, antwortete ein anderer und so konnte ich sicher davon ausgehen, dass mindestens noch zwei weitere Gäste hinzugekommen waren, die nichts weiter als ein offenes, gut geöltes und an die Wand gelehntes Loch auf zwei Beinen vor sich sahen.

Diesmal hörte ich nur eine einzige Gürtelschnalle. Da war einer wohl schneller als die anderen gewesen und ich wunderte mich, wie flink er sich an der entscheidenden Stelle vom Stoff befreit haben musste. Er schmierte sich gerade an mir ein, als die anderen sich noch lautstark unterhielten. Und auf einmal schlug er mir auf den Hintern, dass ich aufschrie.

„Bleibst Du wohl ordentlich stehen?“, brüllte er. Seine aufdringliche Frage, klang, wie die, die Hundehalter an ihre Köter stellten, wenn sie nicht gehorchten. Aber da hatte er auch schon angefangen, mich wie Rudi vorhin hin und her zu zerren. Bei ihm allerdings dauerte es nur sechs, sieben Stöße, bis er sich abrupt aus mir zurückzog und mein Rücken feucht wurde.

Mir fiel ein, dass Mathilda ihren Mann und mich als pervers bezeichnet hatte. Sie hatte vollkommen Recht gehabt. Wir beide waren wirklich nicht zu retten. Phillip, der das größte Vergnügen offensichtlich dabei verspürte, einer Hure, die verliebt in ihn war zuzusehen, wie sie von Pennern benutzt wurde und ich, die in vierzehn Stunden sechs oder sieben verschiedene Schwänze in sich aufnahm, nur, um ihm zu gefallen. Wie anders als in höchstem Maße anormal hätte man bezeichnen sollen, was gerade hier geschah? Und nun war ich noch nicht einmal mehr Teil des Geschehens. An den Unterhaltungen, die jetzt geführt wurden, konnte ich erkennen, dass ich von der Gruppe hinter mir nur noch am Rande wahrgenommen wurde. Keiner schien mehr Lust zu haben, zuzuschauen. Sie klatschten sich nur noch ab, wie bei einem Staffellauf, wenn der eine die Etappe geschafft hatte und dem nächsten der Stab übergeben wurde.

Wie weit würde eigentlich meine Bereitschaft noch gehen, mich demütigen, zur Schau stellen und besudeln zu lassen, wissend, dass der Mann, dem ich meinte verfallen zu sein, hinter mir stand und dem Treiben zusah, oder selbst das vielleicht noch nicht einmal mehr?

 Augusta hatte den Anfang gemacht, indem sie mich, was noch das harmloseste gewesen war, zu ihrem Aschenputtel degradiert hatte. Ihr verzaubertes Spiel mit mir setzte sich jetzt, hier, in diesem Augenblick, nur auf eine noch dunklere Weise fort. Und in dem Moment hasste ich diesen Menschen irgendwo da hinter mir im Raum. Wie konnte er mir das antun und mich gleichzeitig auffordern, um seine Liebe zu kämpfen, für den Fall, dass er überhaupt wusste, was Liebe war?

 Ein paar Mal hatte ich bei diesen Gedanken an meinen Schellen gerissen. Natürlich brauchte ich das eigentlich nicht, um zu erkennen, dass das vollkommen sinnlos war. Denn unbeeindruckt von meinem kurzen aber durchaus wahrnehmbaren Widerstand, flutschte gerade der nächste in mich, wie ein Kolben in einen gut geölten Hohlraum.

Mein Aufbäumen war nur kurz gewesen. Es galt jetzt, sich wieder darauf zu konzentrieren, meinen Kopf von der Wand fernzuhalten. Die Wut richtete sich nur noch gegen mich und meine Erregung, die ich ganz und gar nicht nur zwischen meinen Beinen spürte. Nie mehr würde ich das alles hier rückgängig machen können. Ob da noch zwei oder sogar drei oder vier hinter mir warteten, das spielte keine Rolle mehr. Mein Nacken schmerzte von der Anstrengung, so, dass es mir sogar die Tränen in die Augen trieb und ich versuchte, mich auf etwas anderes zu konzentrieren. Aber das ging natürlich nicht.

 

„So, meine Herren“ hörte ich Philipp irgendwann gut aufgeräumt sagen, nachdem sich alle, in und der allerletzte wieder auf mir entleert hatten und nachdem ihr Sperma in Richtung meiner Knie und vom Rücken in Richtung meines Bauches lief, „ich hoffe, ihr habt Euren Spaß gehabt. Aber jetzt solltet ihr so langsam gehen.“

Während ich hinter mir das Geraschel von Plastiktüten vernahm und eine Gürtelschnalle, wie sie sich schloss und die Stimmen, die sich ausgesucht herzlich bei Phillipp bedankten, schloss ich die Augen. Die Tränen, die kurzfristig versiegt waren, fingen wieder an, zu Boden zu fallen. „Danke Professor! Das war erste Sahne. Wirklich, erste Sahne. Wollen Sie die Kleine nicht schon mal losmachen? Ich würde mir gerne ihre Titten noch einmal richtig ansehen, damit ich was zum Träumen habe.“

„Das nächste Mal zeige ich sie euch ein wenig länger, aber jetzt brauche ich sie erstmal noch so, wie sie dasteht,“ hörte ich jetzt Philipp und konnte es nicht fassen. Er wollte doch nicht etwa …? Ausgerechnet er? Und ausgerechnet jetzt …?

„Ach, verstehe“, hörte ich den ersten, Rudi, sagen, und dann erklang wieder die sonore Stimme Phillips.

„Denkt dran, übernächste Woche ist wieder Blutuntersuchung! Sonst könnt ihr Euch solche Geschichten wie heute abschminken.“

„Na klar Professor, wir kommen, das ist doch selbstverständlich“, alle murmelten jetzt durcheinander und der lange Flur schluckte immer mehr ihrer Stimmen. Irgendwie musste ich abgeschaltet haben und dann legte sich eine Hand zwischen meine Schulterblätter und fuhr hinauf zu meinem Nacken und in meine Haare.

„Was empfindest du, Melanie?“ ich merkte, wie mein Körper anfangen wollte zu zucken und zu schluchzen und ich versuchte mit aller Kraft und indem ich den Atem anhielt, das zu verhindern. Glücklicherweise stellte er diese unsägliche Frage an mich, während er mit seinen Fingern durch meinen Haaransatz im Nacken fuhr, und das lenkte mich erst einmal ab.

„Sag mir, wie du dich jetzt fühlst und was du empfindest!“ Mittlerweile tropfte es aus meiner Nase auf den Boden und es begann sich unter mir eine dunkle Stelle zu bilden. Der Beton saugte die Flüssigkeit auf und würde mich verraten. Ich konnte meine Verzweiflung nicht vor ihm geheim halten.

"Das fragen Sie mich, Sir? Das wollen Sie allen Ernstes wissen?"

"Deswegen, Melanie, sind wir hier". Nur deswegen!", kam es von ihm zurück. Was meinte er damit? Bevor ich weiter über seine Worte nachdachte, platzte es aus mir heraus.

„Ich hasse Sie, Sir, wie sie ausnutzen, dass ich so bin wie ich bin. Warum tun sie das auf eine so erniedrigende Art und Weise“, stieß ich jetzt hervor und wieder zog ich an meinen Fesseln, um dem Gesagten Nachdruck zu verleihen.

„Du hast dem zugestimmt, Melanie. Und das alles hat mich sehr erregt. Das wolltest du doch? Mich erregen, oder?“ fragte er und wie er das sagte, hatte es nicht im mindesten beeindruckt von meinen Worten oder von dem schwarzen Fleck am Boden, den er sehr wohl sehen musste, geklungen. Ganz unaufgeregt über meine Reaktion schien er auch keine Eile zu haben, mich endlich aus dieser entwürdigenden Stellung hier zu befreien. Und dann hörte ich, wie er wieder an meine Ohrmuschel seinen warmen Atem hauchte und wie er sagte: „ist da etwa noch ein anderes Gefühl, außer diesem Hass?“

Wie konnte er das fragen, dachte ich und riss wieder an der Kette. Aber dann entspannte ich mich nach einer Weile und sagte:

 

„Ja, Sir“.

Ja, natürlich war es da. Dieses Gefühl, das mir Angst vor mir selbst einjagte, weil ich glaubte, dass ich jetzt schon süchtig danach war. Aber süchtig, wonach, dachte ich und dann fiel es mir ein. Er sollte mit mir machen können, was immer ihm beliebte. Einfach weil ich noch nie etwas gewollt hatte. Alle Menschen um mich herum wollten immer etwas: berühmt werden oder eine bestimmte Handtasche. Aber ich, ich hatte noch nie etwas wirklich gewollt, außer dem einen, dass ein Mensch wie Phillip mit mir tat, was ER wollte.  

Er stellte sich jetzt hinter mich, lehnte sein Becken an meine rückwärtige Seite, die beschmiert sein musste mit den Ausscheidungen seiner Gäste. Und er rieb zu allem Überfluss sein Becken an mir und ich fragte mich, ob jetzt er gedachte, in all den Schmutz der letzten Nacht und des Anfangs dieses neuen Tages einzutauchen.

„Und was genau ist dieses andere Gefühl?“

Es dauerte eine Weile, bis ich antworten konnte, aber dann sagte ich:

„Es kann nichts anderes sein, als die perverseste Form von Hingabe. Oder wie wollen Sie es nennen? Unterwerfung, vielleicht. Ich liebe Sie, Sir!“

Als ich die Worte „ich liebe Sie“ aussprach, ging mein lautloses Weinen doch noch in Schluchzen über. Aber er stand nur da und wartete darauf, dass ich mich beruhigen würde. Als das geschehen war, fuhr er scheinbar ungerührt fort.

„Aber Du sagtest vorhin, du hasstest mich. Jetzt sagst du, es sei Liebe? Was ist dieses Gefühl denn nun?“

Ich konnte hören, dass er bei seinen Worten gelächelt hatte.

„Ich liebe und ich hasse Sie und mich selbst“, wiederholte ich und zog den Rotz hoch, damit sich nicht lange Fäden den Weg zum Boden bahnten, auch wenn das jetzt ohnehin schon egal gewesen war. Schließlich stand er über mir und sah meinen besudelten Rücken. Was für eine Rolle hätte da schon noch zusätzlich ein wenig Rotz gespielt, um mich als dreckige, benutzte Schlampe vor ihm dastehen zu lassen?

„Du hast etwas vergessen, Melanie.“

„Was? Was habe ich vergessen? Dass Sie mich noch nicht einmal hassen können, geschweige denn lieben? Oder dass Sie meine Gefühle erbärmlich ausschlachten?“

Ich lauschte auf seine Antwort, die er auch gab. Es war aber nicht die, die ich erhofft hatte.

„Den „Sir“, Melanie. Den „Sir“ hast Du vergessen!“

„Ach so. Verzeihen Sie Sir“, gab ich sarkastisch, fast wütend zurück.

„Brauchst Du noch eine Weile, bis du wieder ruhiger wirst? Möchtest du vielleicht noch etwas alleine hierbleiben?“

Wieder zog ich den Schleim hoch. Der Fleck unter mir hatte sich mittlerweile zur Größe eines Hokaidos entwickelt. Ich wollte nicht so stehen bleiben und wusste, dass ich jetzt gut Wetter machen musste.

„Bitte Sir, lassen Sie mich endlich aufstehen“, bat ich mit sanfter, aber noch immer weinerlicher Stimme und dann wiederholte ich noch einmal: „Bitte, Sir.“

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Kommentare

Ich finde, für einen Mann schreibst Du erstaunlich einfühlsam. Du hast es fertiggebracht, die Ambivalenz zu beschreiben, mit der Melanie kämpft. Aber auch die Befriedigung Phillips, zu sehen, wie er diese Frau, für die er allem Anschein nach mehr Gefühle aufbringt als er nach außen hin zu erkennen gibt, Wachs in seinen Händen ist.

Ich wäre gespannt auf die ganze Geschichte.

Herzlichst Magd-Alena

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In reply to by Magd-Alena

Was maßt du dir eigentlich an, Magd-Alena?

Warum sollte ein dominanter Herr nicht einfühlsam schreiben können? Allein der Phantasie bei der Findung deines Namens hast du es zu verdanken, dass ich mich zurückhalte und es bei dieser kurzen Rüge sein lasse.

Magd-Alena! Pass demnächst auf, was du hier vor aller Augen zum Besten gibst!

Alexander 

Lieber Alexander,

sollte ich einen Fauxpas begangen haben, indem ich Dich lobte? Heraus stellte sogar aus der Menge Deiner männlichen "Genossen"? Verzeih!

Schön, dass Du meinen Namen magst. Ich mag ihn auch. Und schwupps, haben wir auch gleich eine Gemeinsamkeit, bei all dem, was uns trennt :-)))))

Alena