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Gedankenverloren stand Peter Kaiser an der Straßenecke Maximilianstrasse, Lindenstrasse und betrachtete die noble Fassade des neuen, großen Geschäftshauses. Es war sein neuer Firmensitz, der vor wenigen Wochen erst fertiggestellt wurde.
Es war sein Werk, sein „Kind“.
Wohl das, was man eine klassische“Juppykariere“ nennen könnte. Peter Kaiser war mit seinen 23 Jahren bereits eine fixe Größe in der Werbebranche, seine Agentur die Größte des Landes.
Unmittelbar nach seinem Studium hatte er die Firma gegründet und mit seinen innovativen Ideen und seiner unkonventionellen Art die Branche erobert. Seine Firma florierte, und er wurde reich – steinreich sogar. Er besaß eine Villa in bester Lage, eine Jacht in Nizza, fuhr einen Porsche und hatte neben einer Köchin, auch 2 Dienstmädchen, die ihn umsorgten und verwöhnten.
Es war ein Leben in Luxus und Dekadenz, zumal er auch noch gut aussah und ihn die Schönheiten der Stadt vergötterten. Es war ein Tag im März, der für Peter Kaiser eine so Schicksalhafte Begegnung mit sich bringen sollte, es war der Tag, der soeben an der Straßenkreuzung, vor seiner Firma begann.
Es war eigentlich eine ganz harmlose Sache, für ihn völlig nebensächlich. Er hatte dem Arbeitsamt zusagte eine auf Grund Ihres Alters nicht mehr vermittelbare Sekretärin einzustellen. Das Amt würde 80% Ihres Gehaltes zahlen und Schreibarbeit gab es schließlich genug in seiner Firma. Da dies außerdem eine „gute Tat“ war, stimmte er zu.
Er hatte dies schon fast vergessen, als die angekündigte, reifere Dame an seine Bürotür klopfte um sich vorzustellen.