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mehrteilige Geschichte

Die Verwandlung - Teil 15

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Die Verwandlung - Teil 1
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Die Verwandlung - Teil 14
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Die Verwandlung - Teil 16

 

„Verehrte Kunden, darf ich euch auf den neuen Vorbau meiner geschätzten Mitarbeiterin hier aufmerksam machen! Wenn ich richtig informiert bin, hat sich die kleine Schlampe ihre Titten jetzt auf fast anderthalb Liter vergrößern lassen. Pro Seite versteht sich“, kündigte er sie wortgewandt an.

So mussten sich damals die sogenannten Freaks im Zirkus gefühlt haben. Sie war jetzt eine Kuriosität. Sie merkte wie sie knallrot wurde, als das Publikum sie mit frenetischem Applaus begrüßte. Zum ersten Mal bemerkte sie, dass es mehrere Arten von Applaus gab. Dieser Applaus sollte keine Begeisterung ausdrücken, das hier war kein Jubel. Dieser Applaus bezeugte Faszination. Die Neugier auf etwas ungewöhnliches, neues, etwas fremdes. Sie wusste nicht, wie sie es genauer beschreiben sollte.

„Ich bitte noch einmal um Ruhe“, sagte er und schlug dabei mit einem kleinen Löffel gegen sein Glas. „Bitte, ich bitte sie“. Die aufkeimenden Gespräche wurden augenblicklich wieder eingestellt. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

„Dankeschön … das Beste daran haben sie noch gar nicht gehört“, setzte er seinen Satz fort und kam dann zu ihr.

„Hier und Hier befinden sich, direkt unter ihrer Haut, Ventile; über die sie ihren Monsterbusen sogar noch weiter vergrößern wird. Das versaute Luder hat noch ganz großes vor. Glauben sie mir, wir werden hier in den nächsten Monaten noch einiges erleben. Zur Feier des Tages hat sie sich heute ganz besonderes fein gemacht. Nur um uns zu bedienen. Bitte, halten sie sich nicht aus falscher Höflichkeit zurück. Diese Brüste waren ihre Entscheidung. Zeigen wir ihr doch, was wir davon halten“.

Dann wurde sie am Ring festgemacht und die Menge begann wieder zu Klatschen. Ihre Vorgängerin aus der Frühschicht schaute sie entgeistert und etwas mitleidig an. Dann trudelte die erste Bestellung ein.

„Vier Weizen für Tisch 12, los jetzt“, herrschte ihr Chef sie an und klatschte dabei demonstrativ zwei Mal kurz in die Hände. Sie wusste, dass 90% seines Verhaltens nur gespielt waren, trotzdem gefiel es ihm. Auch dies wusste sie. Es war unglaublich aufwühlend.

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traeumer
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JAHNA II..aus Jahna wird NORA

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JAHNA I

 

Teil 2
 

Am nächsten Morgen wurde ich schon lange vor meinem Wecker wach und ging unter die Dusche und machte mir immer noch Gedanken darüber, was Jan mit seiner Entscheidung meinen konnte und ich wollte ganz bestimmt nicht zu spät zu unserer Verabredung im Park kommen. Ich saß schon beim Frühstück als Sanne mit ihren Sachen die Treppe heruntergepoltert kam. Sie war erstaunt mich schon so früh vor Anfang der Berufsschule hier zu finden. Sie nahm sich einen Toast, schmiß sich ihre Jacke über, sagte mir noch schnell Tschüss und weg war sie. In vier Tagen wollte sie wieder zurück sein. Sie würde aber noch anrufen. Und wirklich weg war sie.

Ich holte meine Tltasche, zog mir einen Pullover über und nahm mein Fahrrad aus dem Schuppen und fuhr los. Ich erreichte den Park vor unserer Schule fast eine Viertelstunde zu früh und setzte mich auf eine Bank und wollte gerade noch ein bißchen lesen, als Jan in Lederjacke mit Zigarette im Mund wie aus dem Nichts vor mir stand. Er sah sich um und ich schaute zu ihm hoch.

 

Wen haben wir denn da. Wenn man Dich in deinen hässlichen Klamotten so sieht kann man sich gar nicht so recht vorstellen welche schönen Spielsachen sich darunter verbergen. Erinnert wenig an das hechelnde Wichstier von Gestern. Schon wieder zu früh Schweinchen. Kannst Du es gar nicht abwarten.

 

Er drückte die Zigarette aus und verzog sein Gesicht.

 

Du siehst wieder mal wie eine Vorstadtschlampe aus in diesem Schlabberpullover. Wenn man dich so sieht würde man wirklich nicht darauf kommen, was da drunter steckt. Du tarnst deine Ware echt gut, muß man Dir lassen, echt.

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Jahna
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Meine Neigung, mein Verhängnis (1)

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Meine Neigung, mein Verhängnis (2)

 

Nur zwei Jahre ist es her, da hätte ich jedem einen Vogel gezeigt, der mir eine Karriere als Edelhure prophezeit hätte. Niemals im Leben habe ich mit dieser Branche auch nur geliebäugelt! Noch viel weniger hätte ich geglaubt, dass ich diesen Job mache ohne einen einzigen Cent von der ganzen Kohle zu sehen, die ich einfahre. Aber es ist genau so gekommen! Und das liegt an zwei Dingen.

Das eine ist der große Fehler, den ich gemacht habe, einem Liebhaber zu viel Vertrauen zu schenken. Ja ja, ich weiß, der Klassiker! Andererseits weiß ich bis heute nicht so recht, wie ich hätte verhindern sollen, dass er Fotos von mir macht, nachdem er mich in allen möglichen und unmöglichen Posen fixiert hatte. Erlaubt habe ich es nicht, aber was kriegt man schon mit, wenn man, um nur ein Beispiel zu nennen, sich gehorsam bückt und dem Liebhaber den Hintern entgegenstreckt, damit dieser die sich darbietenden Öffnungen mit Gegenständen seiner Wahl füllt? Ganz zu schweigen von den Sessions mit verbundenen Augen? Dieter knipste jedenfalls reichlich und ohne dass ich es merkte, und es wäre vermutlich alles nicht so schlimm gekommen, wenn die Fotos nicht in die Hände seiner Tochter Kimberley gefallen wären.

Das passierte, weil Dieter sich bis kurz vorm Umfallen besoff, nachdem ich ihn verlassen hatte, weil der Sex zwar nett, mir aber die Stimmung zwischen uns zu anstrengend war. Dieter drängte nämlich auf eine „richtige“ Beziehung mit Zusammenwohnen, er faselte von Liebe und so und trennte sich von seiner Frau, und irgendwie fand ich, dass es dadurch doch sehr ungemütlich wurde zwischen uns, so dass ich die Beine in die Hand nahm. Das führte zu besagtem Alkoholexzess, in dessen Verlauf Dieter sich bei seiner 19-jährigen Tochter Kimberley nicht nur ausheulte, sondern ihr auch alles mögliche und unmögliche über unser Verhältnis gestand – und eben diese Fotos zeigte.

Dass Kimberley daraufhin nicht gut auf mich zu sprechen war, kann ich natürlich verstehen. Erst ging ihre Mutter am Stock, weil Dieter sie sitzen ließ. Nun brach ihr Vater vor ihren Augen auch noch zusammen. Logisch, dass Kimberley der Meinung war, das Leben ihrer Familie hätte einen glücklicheren Verlauf genommen ohne meinen Auftritt. Definitiv hatte sie Rache im Sinn, als sie mich um ein Treffen bat. Ob sie da schon viel von dem geplant hatte, was dann passierte, kann ich nicht sagen.

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phantastica
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In einer anderen Welt - 3

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In einer anderen Welt - 1&2

 

„Wie du vielleicht mitbekommen hast, bist du das Geburtstagsgeschenk zu meinem 19 Geburtstag. Dazu bekam ich von meinen Eltern noch dieses Haus, den Land Cruiser und eine Bewährungsprobe: eine herunter gewirtschaftete Goldmine im inneren des Landes. Wenn ich hier mein wirtschaftlichen Fähigkeiten beweise, darf ich auch ganz oben im Firmenimperium meiner Eltern Entscheidungen treffen.

Doch erstmal zum Haushalt. Den Fahrer Evarist, kennst du ja schon. Dann habe ich drei Dienstmädchen von denen du Angel schon kennst, die anderen beiden heißen Joy und Neva. Darüber hinaus gibt es Gärtner, Wachmänner und Köche. Das alles sind mehr oder weniger freie Menschen. Die Dienstmädchen wohnen zum Beispiel rund um die Uhr hier und bekommen ein kleines Gehalt. Das muss ich so machen, wenn ich am Ende des Monats noch etwas für mich übrig haben möchte. Du bist der einzige Sklave hier. Gekauft wurdest du unter anderem zu Repräsentationszwecken, hierzulande ist es durchaus üblich seinen gehobenen Status mit einem weißen Sklaven zu unterstreichen. Du wirst also Regelmäßig vorgeführt und hast dafür zu sorgen stehts präsentierbar zu sein. Soweit verstanden?“

 

„Ja Herrin“, antwortete er eingeschüchtert von der puren arroganz und ausgestrahlten Macht dieser afrikanischen Schönheit.

 

„Gut. Als mein Sklave bist du mein Eigentum, vollständig in meinem Besitz und vollkommen rechtlos. Mir ist egal was mit dir passiert sobald du deinen Zweck nicht erfüllst, also lerne besser schnell mir zu gefallen und nur daran zu denken wie du mir am besten zu Diensten sein kannst – aber ich gehe davon aus das du dies bereits seit dem Besuch der Sklavenschule weißt. Bei meiner Wahl habe ich auch Wert auf eine gute Bildung gelegt. Du hast ausgezeichnete Schulnoten, sprichst ein gutes Englisch und hast eine extra Ausbildung für Sklavensekretärsdienste gemacht. Das wird nämlich deine zweite Aufgabe sein: du wirst mein persönlicher Sekretär und Haushälter.“

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mpenzi
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JAHNA I

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JAHNA II..aus Jahna wird NORA

 

Teil 1

 

Alles begann im Sommer drei Wochen damit, dass bei uns zuhause wieder einmal das Geld total knapp war und wir schon in der Mitte des Monats nicht mehr Einkaufen gehen konnten. Meine Mutter war mal wieder auf Tour oder bei einem Freund, was weiß ich. Sanne, meine liebe Schwester, nölte herum wie ein Teenager obwohl sie nun schon 18 war und ich wußte einfach nicht, wo ich hätte Geld auftreiben können. Da habe ich mir dann während einer großen Pause unsereres Aufbau-Kurses der Berufsschule, als alle draussen auf dem Hof waren, aus Maren´s Schul-Rucksack die Kurskasse heraus gefischt und mir daraus 50 € geliehen. Wirklich, ich wollte es nur ausleihen und dann im nächsten Monat zurücklegen. Maren war ja schlampig, wenn es um die Kasse ging und zählte eigentlich nie nach. Und die Gelegenheit war eben günstig, denn ich blieb oft in der Pause auf dem Gang weil ich nicht genervt und angemacht werden wollte und allen anderen, auch den Lehrern, war es ziemlich egal was ich so tat, und schließlich waren wir alle in dem Kurs über 18 - da sagen sie einem ehh nicht wirklich was man tun soll. Ich hätte wirklich keine andre Möglichkeit gewußt wo ich sonst Geld hätte herkriegen sollen. Und es wäre vermutlich auch alles gut gelaufen wenn da nicht Jan in der Tür gestanden hätte, als ich gerade die Kasse in Maren´s Rucksack zurücklegte.

 

Jan war ein älterer Junge, also so ungefähr 20, der neu in die Berufsschule gekommen war. Er war im letzten Jahr schon in einem anderen Aufbaukurs der Arge gewesen und dann von seiner Schule am anderen Ende der Stadt in unsere Berufsschulklasse gewechselt. Eigentlich hätte er auf dem Hof sein müssen, um sich mit seinen Freunden aus dem letzten Kurs, die er von Feten und Disco kannte, in der Raucherecke zu treffen, wie in jeder anderen Pause auch. Obwohl er ein Jahr älter war, als die anderen in der Klasse, war er nicht größer und auch nicht größer als ich. Jan war nicht einer von diesen Fußballtypen oder Sportlern, die in unserem Kurs den Ton angeben, sondern hing noch an seiner Clique aus der anderen Schule und den wüsten Typen, die dort den Kurs gemacht hatten. Ich würde nicht unbedingt sagen, daß er gut aussah, bestenfalls lässig oder „cool“. Jedenfalls stand er nicht auf der Jagdliste der anderen im Kurs. Er war blond mit so einer Strähne über den Augen, breitschultrig, aber nicht dick, oder so. Sein Gesicht war für meinen Geschmack etwas spitz und sommersprossig. Er wirkte immer ein bißchen verschlossen und arrogant, so als wäre er etwas Besseres als die "Kleinen" um ihn herum. Seine Klamotten waren immer ein bißchen zu eng und doch chic in so einem „böse-Jungen-Stil“, so mit Leder-Jacke und Nieten-Jeans. Ich wußte nur, dass er am anderen Ende der Stadt auf einem Bauernhof mit seinem älteren Bruder lebte, da seine Eltern bei einem Unfall vor fünf Jahren ums Leben gekommen waren.

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Jahna
5.382858
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Animal Planet: Die Reportage - Kapitel 6

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Animal Planet: Die Reportage - Kapitel 7

 

Vorwort: So, nach der kurzen Pause geht es nun mit dem zweiten Abschnitt der Geschichte weiter. Viel Spaß beim Lesen!

 

Der Termin

Nervös rutschte Cornelia auf ihrem Stuhl hin und her. Sie befand sich im Sprechzim­mer von Dr. Collins und wartete darauf, dass der Arzt Zeit für sie hatte. Unruhig huschte ihr Blick durch den Raum, blieb hin und wieder an dem Titel eines der Bücher hängen, die in dem großen Regal hinter dem Schreibtisch standen, doch eigentlich nahm Cornelia gar nicht so richtig wahr, was sie dort sah.

Nachdem sie bereits in den letzten Tagen die Voruntersuchungen hinter sich gebracht hatte, war es heute so weit: In den kommenden Stunden würde ihre Scheinverwand­lung durchgeführt werden. Obwohl sie wusste, dass all diese Eingriffe nicht auf Dauer vorgesehen waren und der Arzt ihr versichert hatte, dass keine dauerhaften Spuren zurückbleiben würden, verspürte sie eine starke Nervosität, die sich eher schon fast als Angst beschreiben ließ. Immer wieder musste sie daran denken, dass vielleicht etwas schief gehen, dass die Verwandlung doch nicht mehr rückgängig ge­macht werden könnte. Wie schon so oft rief sie sich das Gespräch mit Dr. Collins ins Gedächtnis, ging im Geist noch einmal jede Einzelne seiner Erklärungen durch. Es würde ganz sicher nichts schief gehen; der Arzt wusste schließlich, was er tat. Da war sie sich sicher; ansonsten würde sie nicht in diesem Zimmer sitzen - zumindest ver­suchte sie krampfhaft, sich das einzureden.

 

Für den Fall, dass während ihres Aufenthaltes im Stall doch etwas schiefgehen sollte, hatte sie Nadine einen Brief in den Postkasten geworfen. Er beinhaltete den Schlüssel zu einem Schließfach am Bahnhof und die Erklärung, dass sie ihn benutzen sollte, falls sie nach acht Wochen nicht wieder aufgetaucht sein sollte. In dem Schließfach hatte sie alle Informationen hinterlassen, die Nadine brauchen würde, um sie zu finden. Name und Adresse der Firma, eine kurze Beschreibung ihres Vorhabens, die Anschrift von Dr. Collins und sogar die Details ihrer falschen Verwandlung. Erik hatte für das Projekt einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen angegeben, so dass sie sich sicher war, rechtzeitig vor Ablauf der achtwöchigen Frist wieder in ihr normales Leben zu­rück zu kehren. Sollte dem nicht so sein, würde es zumindest jemanden außerhalb der Zeitung geben, der sie finden konnte.

 

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Belice Bemont
5.116362
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Conchita Teil 1

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Conchita Teil 2

 

Conchita      Teil 1 von 4

Die hübsche Frau rutschte etwas zur Seite und gab einige Zentimeter der gammeligen Holzbank frei.

„Setz dich ruhig hin. Bis wir den Strand erreichen, dauert es noch etwas.“

„Danke sehr. Bei dem Schaukeln ist es besser schlecht zu sitzen, als gut zu stehen. Ich heiße übrigens Isabel.“

„Mein Name ist Concepción. Aber alle meine Freunde nennen mich Conchita.“

„Schön, dass du mich zu deinen Freundinnen zählst.“

Isabel betrachtete ihre Reisebegleiterin etwas näher.

Die Frau, neben die sie sich setzte war noch jung, vielleicht knapp über 20 Jahre alt und ausgesprochen attraktiv. Sie hatte schulterlanges, schwarzes Haar, eine gebräunte Haut, für die sicher nicht die Sonne, sondern ihre lateinamerikanische Abstammung verantwortlich war. Mit ihren üppigen Brüsten, der schlanken Taille und den hübschen braunen Augen war sie mit Sicherheit der Traum vieler Männer. Ihre Art zu reden, deutete auf eine gute Ausbildung hin und unterschied sich damit von dem Rest der meisten Passagiere an Bord. Die Leute um sie herum, in der Mehrzahl Männer, waren es gewohnt, als billige Tagelöhner zu arbeiten. Es waren sehr einfache Leute, in der Mehrzahl Bauern und einfache Handwerker die sich in den letzten Jahren gerade mal so hatten ernähren können. Nun waren sie voller Hoffnung auf ein besseres Leben in einem anderen Land. Ihr Endziel waren sicher die USA, aber erst einmal mussten sie es bis in den nächsten Hafen schaffen.

Zu dieser Bevölkerungsgruppe gehörte diese Conchita eindeutig nicht, dachte Isabel. Der Grund für die Anwesenheit dieser Frau auf dem gammeligen und heillos überfüllten Schiff musste ein anderer sein. Die Erklärung für ihre heimliche Überfahrt war vielleicht unter dem breiten blauen Armband oberhalb ihrer rechten Hand zu finden. Mit Sicherheit war darunter etwas versteckt, was keiner sehen sollte.

„Ich denke“, sagte Conchita, „da wo wir uns jetzt befinden, kann man eine Freundin gebrauchen, oder?“

„Da liegst du 100 prozentig richtig. Wir sitzen im selben Boot und das im wahrsten Sinne des Wortes.“, antwortete Isabel lächelnd.

Conchita nickte versonnen und entgegnete:

„Mit dem Boot, das mag stimmen und doch hat jeder seine eigene, ganz persönliche Geschichte.“

„Ach, meine ist schnell beschrieben. Ich bin arm, suche Arbeit und hoffe, sie dort zu finden. Ich will so schnell wie möglich weiter. Mein Ziel sind die Staaten. Ich kann sogar schon etwas Englisch.“, entgegnete Isabel und wies in die Fahrtrichtung, weit hinaus auf das nachschwarze Meer.

„Was ist deine Geschichte, Conchita?“, ergänzte sie.

Conchita und überlegte.

„So schnell kann man sie nicht erzählen.“

Ihre Bordkameradin ließ jedoch nicht locker und drängte weiter.

„Nun, ich glaube, wir werden uns noch ein paar Stunden auf dem Boot aufhalten. Auch wenn es jetzt Nacht ist, werden wir kaum zum Schlafen kommen. Ich habe also Zeit und ich denke, du auch.“

„Das stimmt.“, bestätigte Conchita. „Also gut, du sollst meine Geschichte hören, Isabell. Ich weiß nicht, ob du die Bedeutung des Namens Concepción kennst. Er bezieht sich auf die Unbefleckte Empfängnis Marias, der Mutter von Jesus und bedeutet ganz einfach: die Empfängnis. In meinem Fall ist mein Name mein Schicksal. Alles hat mit einem Brief begonnen.“

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Frederico Verde
5.01
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In einer anderen Welt - 1&2

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In einer anderen Welt - 3

 

Hallo, ich möchte hier mein Erstlingswerk veröffentlichen das ich schon vor einigen Jahren geschrieben habe. Hauptsächlich mit dem Hintergrund erfahrungen und Feedback zu meinem Schreibstil zu erhalten für eine Geschichte die bei mir schon seit einiger Zeit im Kopf entsteht. Ich freue mich also über konstruktives Feedback und wünsche euch viel Spaß beim Lesen! Danke!

 

Teil 1

 

Viel hatte sich in den letzten Wochen seines Lebens verändert. Nicht das er darauf einen Einfluss gehabt hätte, fast sein ganzes Leben war er von dem Willen anderer abhängig. Alles fing mit den finanziellen Problemen seiner vorherigen Besitzerin an. Sie unterlag vor Gericht und musste wegen hoher Schadensersatzansprüche schnell zu Geld kommen. Sie hatte keine andere Wahl als ihn zu verkaufen. Mit seinen 25 Jahren war er noch jung, kräftig und zeigte keine Spuren einer Abnutzung, zugleich hatte er einige Erfahrung und eine gute Bildung. Sein Verkauf versprach also viel Profit, allein schon weil Sklaven wie er auf dem freien Markt Mangelware waren. Die Hauptteil an Sklaven kam frisch aus der Ausbildung oder war Second Hand Ware über 40 Jahre.

 

Eine französische Makleragentur wickelte den Verkauf ab. Er wurde auf einem der südfranzösischen Sklavenmärkte angeboten auf denen vorwiegend Besitzerinnen internationaler Konzerne zu Gast sind. Hier trifft man sich zum Gespräch, einen Martini am Strand und einen neuen Sklaven fürs Heim. Die Sklavenmärkte der heutigen Zeit konnten viel ehr mit einer Messe im 21. Jahrhundert verglichen werden und hatten nichts von den barbarischen Verhältnissen der Sklavenmärkte im 18. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten gemeinsam. Entspannte Musik regt die Kundschaft zum Kaufen an und angenehme Lounges der verschiedenen Makler bieten Komfort und Verpflegung um die Ware in aller Ruhe zu begutachten. Er konnte sich noch ziemlich genau an den ersten Tag auf dem Sklavenmarkt erinnern. Früh morgens wurde er geweckt und für den Verkauf hergerichtet. Mit einigen anderen Sklaven zusammen wurde er in einen düsteren Raum hinter der Lounge verwahrt. Kunden kamen und gingen, sie erklärten ihre Anforderung an den neuen Sklaven und ließen sich einige Exemplare vorführen. Er selbst wurde ebenfalls einigen Kundinnen aus Kanada und Italien gezeigt. Soweit er es aber durch die dünnen Aufstellwände der Lounge verstehen konnte, war sein Preis für die potenziellen Käuferinnen zu hoch. Die nächste Kundin viel ihm schon durch die Sprache auf, er konnte sie nicht sehen doch sie sprach ein fast perfektes Oxford Englisch mit einem kaum hörbaren Akzent den er nicht zuordnen konnte. Die Anforderungen passten auf ihn: gutes Englisch, vorzeigbar und Erfahrung im Haushalt, wobei wohl nicht nur niedrige Tätigkeiten verlangt waren. Gedanklich bereitete er sich schon darauf vor die nächsten Jahre im kalten und verregneten England zu verbringen. Ein Gedanke den ihn nicht gerade erfreute.

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mpenzi
5.31
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Hempfield Manor (41)

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Hempfield Manor (01)
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Hempfield Manor (40)
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Hempfield Manor (42)

 

Teil 41

Ich schüttelte meine bösen Gedanken ab und konzentrierte mich wieder auf die wehrlose vor mir liegende Sklavin. Langsam nahm ich eine Klammer und berührte damit vorsichtig die äußere Schamlippe der Sklavin. Langsam führ ich mit der Klammer ihr Geschlecht auf und ab. Mit der anderen Hand suchte ich vorsichtig ihre Klitoris. Ich fand sie und begann sie mit zwei Fingern zu stimulieren und noch während ich erregend mit ihrer Klit spielte, steckte ich die Wäscheklammer auf den oberen Rand ihrer rechten, äußeren Schamlippe. Die Sklavin zog scharf die Luft ein. Prüfend sah ich nach ihrem Gesicht. In ihm stand Zuversicht, Hingabe, Aufopferungswille und überbordende Geilheit. Wie gerne hätte ich diesen Ausdruck einmal auf Aprils Gesicht gesehen. Ich sah mich kurz um. April kniete links neben Claire Humphrey und vor Megs, der meinen rechtmäßigen Platz als Aprils Herr einnahm, solange ich mit dieser Sklavin beschäftigt war. April gab das Bild einer perfekten Sklavin ab und eigentlich hätte ich mich beglückwünschen sollen. Beileibe nicht Jedermann in England konnte sich so glücklich schätzen eine April zu haben. Höflichkeitshalber hatte April ihre Maske kühler Unbeteiligtheit abgelegt und gegen eine Maske unterwürfig stolzer Andacht getauscht. Das war schon mal eine Verbesserung. Aber es blieb eine Maske.

Ich hatte eigentlich wenig Lust gehabt mich um April zu kümmern. Gerne hätte ich sie in voller Kleidung ins Publikum gestellt. Wenn April keine Erregung mehr für mich und unser gemeinsames Spiel mehr empfand, dann konnte ihr das doch nur Recht sein! Vielleicht musste ich ihr einfach eine Auszeit geben?! Aber leider konnte ich an jenem Abend nicht so, wie ich wollte. Es ging hier letztendlich um meine eigene Reputation, die hier auf dem Spiel stand. Ich hatte bereits in sehr jungen Jahren gelernt, dass die eigene Reputation über Alles ging. Es konnte sicher nicht schaden eine große Anzahl guter Eigenschaften mitzubringen und klug, loyal, entschlussfreudig oder stark zu sein. Viel wichtiger aber war es, dass dies allgemein bekannt war. Ob dieser Ruf zu recht oder unrecht erworben worden war, spielte auf den ersten Blick keine Rolle!

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triple_mBB
5.385
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In den Fängen der Mädchenhändler (6. Teil - Flucht)

 

Die erste Nacht war mehr unruhig als erholsam. Gedanken die mir durch den Kopf gingen, irgendwelche Laute die man hier nachts zu hören bekam und die schwül drückende Luft machten das Schlafen nicht gerade einfach.

 

Schon recht früh wurden die Zwinger geöffnet und wir durften geschlossen zu einer Gemeinschaftsdusche und dann frühstücken, doch das war es dann auch schon an angenehmen Dingen. Heute, wie auch in den nächsten Tagen wurden einige zum arbeiten geführt, andere ins Dorf, wo sie den Eingeborenen entweder helfen mussten oder von diesen benutzt wurden. Ich hatte erneut das „Vergnügen“ auch am zweiten Tag als Motivation für die Soldaten zu dienen. Der dritte und der vierte Tag hatten exakt den gleichen Ablauf, so dass ich mich fragte wie lange ich das wohl noch durchhalten könnte jeden Tag von etlichen Soldaten genommen zu werden. Eigentlich war ich schon längst gebrochen und verzweifelt und fing an mich damit abzufinden. Überraschenderweise bekam ich dann wirklich einen Tag eine Pause, aber auch nur um dann tags drauf zum ersten Mal nicht benutzt zu werden, sondern als Arbeitskraft zu helfen. Zusammen mit drei anderen wurde ich zum Dorf geführt, wo wir bei der Feldarbeit, kochen und anderen Dingen helfen mussten. Schnell war mir aufgefallen, dass einige der Einheimischen englisch sprachen und das man im Dorf nicht so sehr bewacht wurde, wie in der Festung. Nur war es nicht weniger anstrengend, so nackt in der Sonne den ganzen Tag zu arbeiten, aber im Laufe der Tage schlief ich von Nacht zu Nacht besser. Lag das an der immer weiter steigenden Anstrengung oder daran, dass man jegliche Hoffnung verlor? Doch diese keimte in den nächsten Tagen und Wochen wieder auf.

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Shari90
5.198184
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.2 (22 Bewertungen)
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