Gehirnwäsche, Gedankenkontrolle

La Colonia Animalidad - Teil 9

 

Vorbemerkung: Wer sich ein Happy End der Geschichte wünscht, sollte darauf verzichten, weiterzulesen. Stellt euch einfach vor, dass Helene im Lotto gewonnen hat und alle drei auch heute noch glücklich und zufrieden in der Colonia leben.

Leider ist das aber nicht die wahre Geschichte. Dass alles so endete, wie es schließlich geschah, ist nicht meine Schuld…

 

14. Kapitel: Ein teuflischer Plan

La Colonia Animalidad - Teil 8

 

12. Kapitel: Kein Weg zurück

Während Anna – noch fertig von gestern Nacht – recht schnell einschlief, war für Alex kaum an Schlaf zu denken. Was hatte sich Anna an Anpassungen wohl einfallen lassen? Würde sie ihn etwa kastrieren lassen? Hatte er sich deswegen heute zweimal an ihrem Bein befriedigen dürfen, um es noch einmal zu genießen? Wie wäre es, nie mehr etwas sagen und seine Wünsche äußern zu können? Würde er große Schmerzen in den Beinen haben? War es wirklich richtig, was er vorhatte?

Im Unterholz - Teil 1

 

Samstags fahre ich oft hinaus aus der Stadt und gehe dort Laufen, wo möglichst wenig Menschen sind. Heute habe ich mir ein Waldstück, etwa zwanzig Kilometer hinter der Stadtgrenze ausgesucht.

„Beweg Dich, Dreckstück“, höre ich auf einmal eine herrische Stimme und bleibe stehen. Erschrocken sehe ich mich um. Ich bücke mich ein wenig und sehe links in die Richtung, aus der ich die Stimme meinte, gehört zu haben. Auf dem bemoosten Waldboden setze ich vorsichtig einen Fuß vor den anderen ins Unterholz hinein. Weit muss ich nicht schleichen, als ich abrupt innehalte.

Ausweglos - Teil 10 – Die Sekretärin greift ein

 

26.10.2014 - Ulm

Der letzte Kontakt mit den Teufeln war fast zehn Tage her und wäre vielleicht zunehmend im geistigen Nebel der Verdrängung verblasst, wenn nicht die harte Realität mich tagtäglich brutal zurückgeholt hätte. Und so war es auch jetzt. Sonntagabend und höchste Zeit, den Edelstahl einzuführen. Seit Dienstag hatte ich den Muschidildo stets auf die Heizung gelegt, damit wenigstens die Temperatur mich nicht zusammenzucken ließ. Und ich nutzte das „mitgelieferte“ Gleitöl. So war die tägliche Stunde körperlich zu ertragen, erodierte aber einen zunehmend tiefer werdenden Krater in meine Seele. Und natürlich zog ich etwas Anderes als eine Aufladung im Level 1 nie in Erwägung.

Wie eine Hündin hockte ich auf allen Vieren, den angewärmten und geölten Ladestab von meiner Scham umschlossen und den Blick auf den Fernseher gerichtet. Das nun schon vertraute Kribbeln durchströmte meinen Körper und ließ mir die Tränen ins Gesicht schießen. Ich mochte nicht daran denken, was nächste Woche passieren würde, wenn ich beim Kongress in Hamburg den einleitenden Abendvortrag halten würde. Ich müsste folglich die ganze Woche im Hotelzimmer …. Es schüttelte mich bei dem Gedanken.

Ein noch größeres und aus heutiger Sicht unlösbares Problem stand aber Ende November an – die Vortragsreise nach Kanada. Wie sollte ich mit meinem „Equipment“ ins Flugzeug kommen? Die metallenen Implantate und die Ladetechnik … Ich sah mich schon von zunehmend grimmiger dreinblickendem Flughafenpersonal „zur Klärung“ abgeführt. Und dann die unglaubliche Scham, wenn ich meinen Koffer oder das Handgepäck öffnen müsste und der seinem Vorbild naturgetreu nachempfundene Ladestab zum Vorschein käme! Der Gedanke daran ließ mich in einem Heulkrampf zusammensinken. Mit einem Schmatzen zog sich der Dildo aus mir. Panisch rappelte ich mich wieder hoch und nach kaum acht Sekunden zirkulierte der Ladestrom abermals in mir – die Strafgrenze lag ja bei zehn Sekunden.